Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Als Frau in christlichen Kreisen stark sein – erlaubt?

45443_10150269187565249_4517196_n„Was – in der Gemeinde hat noch nie eine Frau gepredigt – und die nehmen als erste dich – mit deiner ganzen Unkonventionalität – nicht eine gesetztere Frau?“ Meine beste Freundin sprach mal wieder ziemlich direkt aus, was sie dachte.

Es war tatsächlich so – in dieser modern-konservativen Gemeinde (modern von Musik und Technik her, konservativ von den Traditionen) war es einer Frau noch nie erlaubt worden, sich in einem Sonntagsgottesdienst hinter das Rednerpult zu stellen. Bei Seminaren, in der Jugendgruppe ja  – aber nicht im Hauptgottesdienst.  Die traditionelle Meinung war. Lehre und Predigt ist Männern vorbehalten.

Diese Tradition überprüfte man, betrachtete die biblischen Aussagen genauer und der Großteil der Leitung kam zu dem Ergebnis: Einige der Bibelstellen, die Frauen das Leiten und Lehren verbieten zu scheinen, sind tendenziös übersetzt oder aus dem Kontext gerissen: die berühmte Stelle mit dem Schweigen der Frau in der Gemeinde befindet sich in einer Passage, wo den unterschiedlichsten Gruppen gesagt wird, sie sollen – zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Kontexten – schweigen. Bei den Frauen bezieht sich das Schweigen auf Fragen,  die sie nicht zwischendurch stellen, sondern liebe zu Hause den (damals meist gebildeteren) Mann fragen soll.

Die Gemeinde hatte sich also entschieden, eine Frau sprechen zu lassen – mich. Protest gab es trotzdem. Einige, die mit der Entscheidung nicht einverstanden waren,  verließen demonstrativ den Raum, als ich zum Sprechen nach vorne ging. Andere kritisierten hinterher meine Brille, die mein Gesicht verdeckt hat (ich hatte eine Bindehautentzündung und trug ausnahmsweise keine Kontaktlinsen – werden predigende Männer auch für ihre Brillenmode  kritisiert?). Oder auch dafür, dass ich kein Power Point verwendet hatte (ähm… hat Paulus Power Point genutzt).

Nichtsdestotrotz: Ich hab´s überlebt. Die Gemeinde auch. Seitdem sind 10 Jahre vergangen.  In vielen Christlichen Gemeinden hat man ein wertschätzendes Miteinander zwischen Männern und Frauen gefunden, die gemeinsam ihre von Gott geschenkten Gaben – auch die Gaben von Lehre und Leitung – zum Wohl aller einsetzen. Hat Worte wie Gal. 3, 28, die betonen, dass Christus die herkömmlichen Beurteilungs- und Bewertungskategorien (Rasse, Herkunft, Status, Geschlecht) aufgelöst hat: „in Christus zählt weder Mann-Sein noch Frau-Sein etwas).

An anderen Orten und in manchen Gemeinden hat man noch keine klare Position gefunden. Und manche Frauen suchen nach wie vor für sich den Weg, wie sie sowohl ihre von Gott geschenkten Gaben nutzen, aber auch  die Bibel ehren und achten können, die das Ausleben dieser Gaben an manchen Stellen einzuschränken scheint.

Für die Männer und Frauen, die diese Fragen bewegen, habe ich mich in den letzten Monaten noch einmal intensiv mit den ganzen Fragen, Meinungen und Positionen rund um das Thema „Frauen, die leiten und lehren“ auseinandergesetzt. Und dann habe ich dazu ein neues Quadro geschrieben:

Starke Frauen. Befreiende biblische Perspektiven.

45494_10150269190115249_2221367_nMir war wichtig, zuerst einmal deutlich zu machen, wozu es keinen Zweifel gibt. Das Quadro zeigt deshalb zuerst das Viele auf, was klar ist: Dass Gott Männer und Frauen begabt und beauftragt hat, dieser Erde und den Menschen und Geschöpfen auf ihr Gutes zu tun. Sie sollen Gottes liebevolle Herrschaft als seine Gesandten auszubreiten.

Das ist der Auftrag. der beiden Geschlechtern gemeinsam gegeben wurde und den Gott zu keinem Zeitpunkt zurückgenommen oder nur noch einem der beiden Geschlechter anvertraut hätte. Und das, obwohl natürlich manches in beiden Geschlechtern zerbrochen ist und geheilt werden darf.

Klar ist auch, dass es durch die biblische und weltliche Geschichtsschreibung hindurch unzählige Frauen gab, die genau das getan haben. Sie haben die Welt mit ihren Gaben und Talenten und mit ihrem Mut gesegnet – manchmal still im Hintergrund, manchmal vorne dran. Einige der Frauen, die auf ihre Art und Weise geleitet und ihre und unsere Welt geprägt und verändert haben, stelle ich in dem Quadro ebenfalls vor.

Neben dem Vielen, was klar und eindeutig ist, gibt es einiges, was verwirrt und nicht zu passen scheint. Ich bin in dem Quadro auch auf diese schwierigen Stellen eingegangen – manche Spannungen lassen sich relativ leicht auflösen, wenn man den Kontext näher betrachtet. Andere nicht. Das habe ich ehrlich formuliert und stehen gelassen.

Mir hat es gut getan, mich noch einmal intensiver mit all dieser Thematik  zu beschäftigen. Es hat mir – neben einigen Fragen, die bleiben – vor allem neu die Klarheit geschenkt. Es kommt nicht so sehr darauf an, welche Chromosomen wir in uns tragen, sondern welchen Herrn!

Soweit in Kürze. Ausführlicher zu all den Themen dann in dem Quadro, von dem ich mir erhoffe, dass es vielen beim Sortieren hilft und Klarheit schenkt.

Mein Tipp:

Bestelle es dir gleich hier – am besten gleich einen 10er Pack– eines für dich und neun zum Verschenken an andere, die sich bei der Fragestellung Klarheit und einen festen Stand wünschen oder es gebrauchen könnten! 

Das Schiff – aktuelle Bilder

Einige Menschen haben mich gebeten, doch mal ein paar mehr Bilder vom Schiff zu posten…

Das mach ich gern.

Einige Bilder von den Decks

Dach, großes Deck, Bug

 

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Und so sieht es im Schiff aus

Büro, Gästeküche mit Wasserzugang, Hauptraum, Seminarrraum

 

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Es gibt noch sehr viel zu … ich schätze mal, dass wir in den vergangenen 53 Monaten 80% der Arbeit geschafft haben.

Jetzt gilt es das Erreichte zu genießen. Und den Rest anzupacken.

Wer in der einen oder anderen Form mithelfen möchte ist herzlich willkommen.

Ich freue mich über Gebet, Segen, Finanzen, Materialspenden. Essen und jede Menge praktische Hilfe – eine Stunde oder ein paar Tage.

Herzlich willkommen!

 

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Stuhlpaten gesucht

Seminarraum aktuell

Seminarraum aktuell

Seit heute bauen wir wieder.  Nach zwei Monaten (fast) ohne Bautätigkeit, geht es jetzt weiter.

Nächstes Etappenziel: Den Seminarraum fertig stellen, so dass ab Oktober auch größere Seminare mit 8 – 20 Teilnehmern hier stattfinden können.

Dazu fehlen: Helfer – ich bin dankbar für jede helfende Hand – egal ob für eine oder zwei Stunden oder einen Tag oder länger.

Außerdem fehlen: Regale, Teile der Wandverkleidung und Deckenverkleidung, Korkfussboden, Türen und Stühle.  Das meiste werden wir selbst aus Holz bauen. Aber Stühle bauen ist dann doch etwas aufwändig.

Ich habe wunderwunderschöne, bequeme Stühle / Sessel gefunden, in denen man bei Coaching-Gesprächen und Seminaren gut sitzen kann: Hell, stabil, leicht, bequem, schön.

Aktuell suche ich nach Menschen, die Freude daran haben, dem Schiff einen Stuhl (99 Euro) oder ein paar Stuhlbeine zu schenken.  Wenn ihr wollt, bekommt der STuhl dann sogar euren Namen.  Lasst mich einfach per Kommentar oder Mail wissen, ob ihr Lust habt, mitzumachen. Ich würde mich sehr freuen!

Aktualisierung:

12. 8. JUCHU: Schon drei Stuhlpaten haben sich gemeldet. Ich freu mich!

 

Der erste Monat an Bord

13873238_10157342102960249_1404556782846524682_nDas Leben an Bord ist voller Überraschungen. Heute Morgen habe ich nach einem Löffel getaucht, der mir ins Wasser gefallen war. Die Spree ist hier keine zwei Meter tief, das geht also mit Schwimmbrille recht problemlos. Den Löffel habe ich wieder gefunden – und außerdem noch einen meiner Liegestühle.

Ich war immer der Überzeugung gewesen, ich hätte vier davon gekauft. Bootsbauer Helge meinte – genauso überzeugt – wir hätten nur drei davon an Bord. Recht hatten wir beide. Jetzt haben wir wieder vier. Ich hoffe, dass es gelingt, die Muscheln und den Dreck, der sich am Stuhl angesammelt hat, wieder weg zu bekommen.

Jetzt ist es schon über einen Monat her,  seit ich aufs Schiff gezogen bin. Die meisten Kisten sind ausgepackt – bis auf viele Bücherkisten im Seminarraum – weil da schlichtweg noch die Regele fehlen, in die die Bücher später geräumt werden sollen.  Auch das Büro ist noch ziemlich improvisiert. Durch das Dach regnet es noch hinein. Die Wände sind noch nicht verkleidet. Aber es gibt Strom, einen improvisierten Schreibtisch und ebenso improvisierte Ablagen für Aktenordner und alles, was man sonst noch braucht.

Bootsbauer Helge hat gerade einen großen Auftrag in Flensburg, so dass in den letzten zwei Monaten Baupause war. Mir hat das richtig gut getan. Mal kein Staub, keine Farbeimer, sondern Zeit, hier anzukommen und mich einzurichten und einzuleben. Nachbar, Wachsdienst, das Gelände und die Umgebung hier kennenzulernen, die voller Überraschungen steckt.

13925339_10157338414235249_6169237906488583151_nSchöneweide war Anfang des 20. Jahrhunderts eines der wichtigsten Zentren für Innovation und Technik. Die AEG begründete hier ihre Firmengeschichte mit einem hochmodernen Kraftwerk und Kabelwerken. Die Elektrifizierung Berlins trug zum Aufschwung der Stadt bei.  Es ist extrem spannend, die Zeugnisse alter Industriegeschichte zu studieren.

Etwa 500 Meter von mir entfernt hat im Konferenzsaal des Fahrzeugwerkes 1928 der damalige König Amannulla Khan von Afghanistan, der das Land in die Unabhängigkeit geführt hatte,  einen Vertrag für den Kauf von 20 Lastwagen geschlossen. Das ist ihm allerdings nicht sonderlich gut bekommen. 1929 wurde er von konservativen Kräften,  die seinem Modernisieungskurs entgegen standen, gestürzt. Wie wäre wohl die Geschichte Afghanistans verlaufen, wenn er erst mal nur fünf Lastwagen geordert hätte.

2016-07-02 04.37.01Außerdem waren die ersten Coaching-Gäste an Bord und haben Hilfe erfahren:

  •  bei der Verarbeitung schlimmster traumatischer Erlebnisse
  • beim Sortieren von Zukunftsperspektiven
  • bei der konkreten Überlegung, wie es beruflich weitergeht

Ich freue mich, dass das Schiff jetzt schon in vieler Hinsicht ein Ort des Segens ist, auch wenn es noch nicht fertiggestellt  ist. Hier begegnen sich Menschen, finden Hilfe und Ermutigung. Oder einfach nur Entspannung. Ab Mittwoch kommt Helge zurück und es kommen in den nächsten Wochen auch einige Helfer – gemeinsam  bauen wir wieder richtig weiter.  Den Seminarraum und Eingangsbereich fertig, damit endlich auch größere Seminare und Events hier stattfinden können. Dann das Büro, die Lüftung, die Treppe nach unten. Die Warmwasser-Solaranlage…

Auch wenn noch einige Monate Bauen vor mir liegen,  möchte ich jetzt beginnen, die Darlehn, die ich zu Beginn der Bauzeit aufgenommen habe, schrittweise zurück zu zahlen, damit sich das nicht bis in mein Rentenalter hinzieht. Mein Plan ist, 500 Euro im Monat zu tilgen. Das ist sehr ambitioniert. Ich suche deshalb nach Paten, die mir helfen:

  • Einen Monat Schuldentilgung übernehmen (500 Euro)
  • Eine Woche Schuldentilgung übernehmen (100 Euro)g
  • Einen Tag Schuldentilgung übernehmen (20 Euro, einmalig oder gern auch eine Weile lang jeden Monat)

Das würde mir eine große Last von den Schulter nehmen. Wenn du mitmachen möchtest, lass es mich einfach wissen.

Was ich über das Leben gelernt habe….

Ich gestehe: Ich lerne leidenschaftlich gern. Ich meine nicht das sture Lernen von Lateinvokabeln, sondern das Entdecken von Wahrheiten, Prinzipien, interessanten Fakten, die das Leben reicher und stärker machen.

In den letzten Wochen habe ich gelernt…

  • Herkömmliche Tampons enthalten Pestizide, Fungizide, Dioxin, Parfüm (!) , Chlor… wie konnte ich nur damit leben!
  • Nudeln kocht man mit Salz…. alle Freunde, die jahrelang meine Faden Nudeln essen mussten, bitte ich hiermit um Entschuldigung.
  • Nachrichten ins Handy zu diktieren, statt mühsam zu tippen, geht ganz leicht – ich hab nur 20 Sekunden gebraucht, es zu verstehen… warum nur hab ich nicht früher gefragt….
  • Es gibt die Möglichkeit, dass die Partner bei Hochzeiten gleichzeitig „Ja, ich will!“ sagen. Lustig wird es dann, wenn der Bräutigam „Ja“ und die französische Braut „Oui“ sagt.
  • Menschen, die sich notieren, worum sie Gott bitten wollen, beten meist tatsächlich mehr als Menschen, die „auf gut Glück“ losbeten.
  • Im Alltags-Farsi heitßt „Danke“ „Merci“.
  • Fruchtfliegen kann man effizient mit dem Staubsauger wegsaugen.
  • Es hilft Opfern von Traumata und Terroranschlägen dramatisch, wenn man sie dabei unterstützt, das Geschehen minutiös in eine chronologische Reihenfolge zu bringen.
  • Heute isst der durchschnittliche Deutsche 35 Kilo Zucker pro Jahr (selten pur, meist versteckt in Getränken, Soßen, Fertignahrung). Empfohlen sind 50 g pro Tag (18 Kilo im Jahr)
  • 31 Migranten, die in einer französischen Stadt mit 45.000 Einwohnern ankommen, schaffen es in die Schlagzeile des Tages.
  • Es heißt „la baguette“, nicht „le“
  • …und vieles mehr.

Neben den Dingen, die man „eben mal nebenbei lernt“, gibt es auch die Lektionen, die einen des Leben – manchmal auch schmerzhaft lehrt. Oder durch Erfahrung. In dem wunderschönen, inspirierenden Buch „Happiness-Projekt. Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um meine Freunde zu kümmern, meinen Kleiderschrank auszumisten, Philosophen zu lesen und überhaupt mehr Freude am Leben zu haben. , listet Gretchen Rubin unter anderem auf, was sie gelernt hat, seit sie erwachsen ist (in Englisch auf S. 31 der englischen Leseprobe)

z. B.

  • Nicht alles, was anderen Spass macht, muss auch dir Spass machen.
  • Nimm ne Jacke mit (wenn es kalt werden könnte)
  • Kleine Schritte jeden Tag bringen dich weiter.

Außerdem inspirierte mich die Liste von 15 Dingen, die Pastor Kris Valloton von seinem Mentor und Freund Bill Johnson gelernt hat.

Kurz: Ich habe mit meiner eigenen, noch sehr unvollständigen Liste von Sätzen und LEbensweisheiten, die mein Leben in den letzten Jahren und Jahrzehnten gestärkt und geprägt haben. Manches sind sicher ALlerweltsweisheiten, die ich irgendwann mal tatsächlich in der Tiefe begriffen habe, anderes sind Sätze, die ich für mich ganz persönlich entwickelt habe.

Meine lebensspendenenden Sätze 2014-03-16 16.37.40

  • Es darf sein, was ist. Ich gestalte, was wird.
  • Wenn die Türen zu sind, kann man durchs Fenster klettern.
  • Zucker und Weizen sind für den Körper schlimmer als natürliche Fette.
  • „Ist es gut, ist es schlecht, wer will es sagen!“ (Sei nicht so vorschnell mit deiner Beurteilung, manches ist langfristig anders als es kurzfristig wirkt.)
  • Was der andere tut, tut er für sich, nicht gegen mich.
  • Sünde ist nichts anderes als eine falsche (für sich selbst und andere destruktive) Strategie um ein berechtigtes Bedürfnis (z. B. Anerkennung und Liebe) zu erfüllen.
  • „Gott schafft in deinen Grenzen Frieden“ – Frieden kann man nur im Rahmen der eigenen Grenzen spüren. Wenn ich woanders sein will, als ich gerade bin, werde ich unzufrieden.
  • Hinter jeder Handlung steckt ein Bedürfnis.
  • Ich kann und darf die Gefühle anderer Menschen bei ihnen lassen.  Und mir zugleich überlegen, ob ich ihre (unausgesprochenen) Bitten erfüllen möchte.
  • Arbeite Morgens als ein Künstler, der Neues schafft, Nachmittags als Manager.
  • Wenn Gott Gebete nicht erhört, heißt es nicht, dass er mich nicht sieht. Er sieht mich immer mit Liebe an. Nur manchmal sagt er nein.
  • „Jedes Ding hat seinen Platz – jedes Ding hat einen Platz“ – entlastet das Leben.
  • „1 rein, 2 raus“ hält Dinge in Schach.
  • 1000 kleine Schritte bringen mich weiter als ein großer.
  • Umgib dich nur mit Dingen, die du schön findest,  oder tatsächlich gebrauchst.
  • Es ist ok und tut gut, sich selbst zu sagen: „Das hast du gut gemacht!“

In meinem Quadro „Lebensfreude. Die Fülle des Lebens entdecken“ hab ich einige der Sätze und Prinzipien ausführlicher erklärt und lade zum Ausprobieren ein.

Mich würde interessieren, was du zu den Sätzen denkst. Welche sprechen dich an? Welche regen Widerspruch? Was sind deine eigenen Sätze und Prinzipien, die du als lebensspendend entdeckt hast.  Ich bin auf dein Feedback gespannt.

 

Ankommen und Aufatmen

2014-08-10 05.37.47Gerade sitze ich mit Laptop und Wein an Bord… schau auf den Mond und die noch von der Abendsonne roten Wolken und höre den Vögeln beim Abendkonzert zu…eine Nachtigall hat auf einem alten Kran Platz genommen. Ab und an kommen Gänse oder Reiher vorbei… manchmal auch Partyboote.

Es ist der erste Samstag seit über 3 Jahren, an dem ich nicht verreist bin und keinen richtigen Arbeitseinsatz am Schiff habe: Seit einer Woche wohne ich nun an Bord und finde es wunderschön. Selbst bei Regenwetter hat das etwas Beruhigendes, aus Wasser und in die Weite zu blicken. Es ist ein großes Geschenk.

Natürlich stehen da noch die Kisten. die ausgepackt und eingeräumt werden wollen, es gibt noch viele Farbflecken am Boden und jede Menge Staub. Und natürlich viele Ecken an denen noch gebaut werden muss. Alles zu seiner Zeit. Jetzt ist erst mal Ankommen angesagt.

Ab und an kommen Menschen vorbei, die mir helfen (es gibt noch ca. 1000 Stunden Arbeit für gelernte und ungelernte Kräfte…), Oder die einfach nur einen Plausch halten oder einfach nur in

Bauphase - Seminarraum

Bauphase – Seminarraum

Ruhe an Deck sitzen und aufs Wasser blicken möchten.

Was jetzt kommt:  Erst mal einen Platz für die Dinge suchen und einen Rhythmus für mich. Dafür will ich mir die nächsten zwei Monate Zeit nehmen – unterbrochen von einem Flüchtlingskongress auf dem ich einen Workshop halte, ein paar Tage Urlaub mit Freundinnen und der Hochzeit meines Bruders. Davor und danach kommen Gäste an Bord und ich bin gespannt, wie sich das alles so entwickelt und wie ich es entwickeln werde. Und in den Bereichen, in denen ich ohne Fachleute weiterkomme, werde ich weiter streichen, bauen, einrichten.

Ab ca. Mitte August ist Bootsbauer Helge wieder in Berlin, dann werden wir alles  das in Angriff nehmen, was noch

Seminarraum aktuell

Seminarraum aktuell

nicht fertig gebaut ist

  • Dachfenster für Eingangsbereich und Steuerhaus / Büro
  • Seminarraum: Regale, Kamin, Korkfussboden, Türen
  • Eingangsbereich: Decken, Korkfussboden, Treppe nach unten
  • Steuerhaus / Büro: Decken, Wände, Böden
  • Lüftung fürs ganze Schiff
  • 100 Kleinigkeiten ….

Ich habe jetzt schon immer mal wieder kleinere Seminare und Coachings an Bord gehalten, freue mich auf die ersten größeren Seminare, Schulungen, Konzerte….

Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Jetzt freue ich mich übers Plätschern der Wellen, die zwitschernden Vögel und das Aufatmen.

Es ist schön, hier zu sein…

Kleine Samen säen – mein überraschender Weg in die Politik

2016-05-25 06.54.44Es begann im November 2015. In Berlin und weit darüber hinaus ging die Situation an unserem Landesamt für Gesundheit und Soziales, wo auch Geflüchtete betreut werden, durch die Presse. Menschen warteten Tage- und Nächtelang auf Registrierung, Termine. Es war katastrophal. Und hat mich bewegt. Im Herzen und zum Handeln.

Ich hab mich gefragt, was ich tun kann. Und habe – in meinem Freundeskreis und bei einer Teefabrik aus meiner früheren fränkischen Heimat – erst mal gut 40 Kilo Tee als Spende organisiert. Das half in den kalten Nächten wenigstens etwas.

Dann habe ich die Facebook-Gruppe Volunteer Translators initiiert, um kurze Texte schnell mal in die Sprachen der Geflüchteten übersetzen zu können.  Um die Geflüchteten und die Helfer zu entlasten. Und schließlich Nestwerk Berlin gestartet, eine Plattform der InitInitiativen, die sich um Wohnraum für Geflüchtete bemühen. Mit dem Ziel, gemeinsam effizient mehr zu erreichen. Daran arbeite ich intensiv bis jetzt. Aktuell vor allem an der Homepage.

Ich ging davon aus, dass solche Situationen sich nicht von heute auf Morgen ändern. Ich wollte Gott regelmässig um die Verbesserung der Situation bitten, aber kenne mich gut genug, um zu wissen, dass solche Vorsätze gern mal im Sand verlaufen, wenn es keine konkrete Erinnerungshilfe dazu gibt.

Also habe ich mir als Erinnerungshilfe den gleichen Tee gekauft, den wir auch für die Flüchtlinge besorgt hatten. Vorsichtshalber gleich zweihundert Teebeutel.- man weiß ja nie, wie lange es dauert, bis ein Gebet erhört wird. Jedes Mal, wenn ich mir eine Tasse schwarzen Tee gemacht habe, habe ich gebetet. Für die Berliner Verwaltung, für die Verantwortlichen, für gute Lösungen für die Herausforderungen, für Verbesserung der Prozesse.

Ein Gebet nach dem anderen. Jedes Gebet ein Same. 

Natürlich hätte ich ahnen können, dass Gott sich die Chance nicht entgehen lässt, mich auch zur Erhörung meiner Gebete einzuspannen. Anfang Mai ging – nach 200 Tassen Tee und Gebeten – mein  Teevorrat zu Ende – und dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse.

Ahmad, ein Freund aus Syrien, erzählte mir davon, dass es ihm dieses Jahr vor dem Ramadan graut. Der Grund: Die Fastenzeit, in der zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts gegessen und getrunken werden darf, fällt auf die längsten Tage des Jahres vom 6. Juni bis 4. Juli. Das bedeutet: einen Monat lang 19 Stunden lang nichts essen und nicht trinken.

Ich fühlte mit ihm mit. Und mit den Flüchtlingen in den Turnhallen, von denen ein Teil Ramadan hält und die vielleicht Nachts nichts mehr zu essen bekommen. Und den Nicht-Moslems, die womöglich gestresst durch diejenigen sind, die Nachts essen und laut sind.  Mich lies das nicht mehr los. Bei einer öffentlichen Veranstaltung mit Bürgermeister Müller fragte ich, ob es denn ein Konzept für die Notunterkünfte gäbe, wie in dieser Zeit Versorgung der Fastenden, ihre Gesundheit und der sozialer Friede zwischen denen, die fasten und denen, die es nicht tun, gewährleistet werden kann.

Er sagte mir zu, er würde das am nächsten Tag in der Senatsbesprechung ansprechen. Und am Nachmittag erhielt ich einen Anruf von  dem für die Unterbringung von Geflüchteten zuständigen Staatsekretär. Wir unterhielten uns eine Weile und er bat mich, ihm mein Konzept zu schicken… Er schrieb mir,  dass er das Konzept für wertvoll hält und es dem Präsidenten das LaGeSo zur Umsetzung empfohlen hat. Das ist mein letzter Wissensstand.

Mich berührt das sehr. Ich glaube, dass es ein Stück dazu beitragen kann, dass die Situation in der Zeit des Ramadan für alle Beteiligten besser wird- Muslime wie Christen und Atheisten. Fastende wie Nichtfastende.

Und dann ging mir mehrere Tage nicht mehr aus dem Kopf, dass Herr Müller gesagt hatte, dass er eine Bürgersprechstunde hat. Ich schaute nach, stellte fest, dass die nur zwei Mal im Jahr ist und ich die Anmeldefrist knapp verpasst hatte. Und bekam gleich online die Rückmeldung, dass es mehr Interessenten als Termine gab. Rechnete mir kaum Chancen aus, bis ich an einem Samstag! einen Anruf seines Mitarbeiters erhielt, ich hätte einen Termin.

2016-05-25 14.42.57Der Termin war dann heute. Ich war natürlich aufgeregt, hab mir, kurz bevor ich los ging die Zähne versehentlich mit Gesichtsreinigungsmilch geputzt. Zum Glück Bio. Und es war gut. Weil die Person vor mir kurzfristig abgesagt hatte, war sogar mehr Zeit als üblich. Ich konnte Herrn Müller ein Konzept vorstellen, das wir entwickeln, um Geflüchtete schneller aus Turnhallen in eigenen Wohnraum zu bringen und er sagte mir zu, mich mit den Verantwortlichen in Kontakt zu bringen.

Dann sprach ich das Thema Schutz Minoritäten in den Flüchtlingsunterkünften, sowie verbesserte Integration aller an und machte einige konkrete Vorschläge, worauf er mich fragte, ob ich ein Konzept hätte. Hatte ich tatsächlich. Und auch dabei.

Irgendwann mal vor einem halben Jahr hab ich begonnen, Samen auszusäen. Samen des Gebets. Samen des Engagements. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mich mal an den Tisch des Regierenden Bürgermeisters von Berlin führen würden, hätte ich nicht gedacht. Und jetzt hoffe und bete ich, dass die Gedanken, die für meine Stadt und unser Land hilfreich sind, weiter wachsen.

 

 

 

 

Der Umzug rückt näher

2016-05-14 12.54.23Nun steht der Umzugstermin fest. 10. Juni.

Die letzten Wochen waren SEHR gut, aber auch superintensiv. Am Schiff waren viele Helfer und Helge hat sich entschieden, bis 12 Juni zu bleiben… auf dem Bild sieht man ihn gerade Korkfussboden verlegen. Wir versuchen also alles, was möglich ist, noch fertig zu bekommen.

Richtig fertig wird das Schiff nicht sein, wenn ich einziehe.  Das Steuerhaus nicht und auch der Eingangsbereich noch nicht. Aber im Hauptraum, den Gästezimmern und außen ist es schon wunderschön. Und in zwei Wochen kann ja noch viel passieren….wenn die richtigen Helfer mit anpacken… Leute, die mit Holz umgehen können, sind gerade besonders begehrt, aber jede begabte und unbegabte Hand wird gebraucht.

Mit dem Umzug aufs Schiff werde ich den Verkauf meiner gebrauchten Bücher beenden. Wer also noch zuschlagen möchte und sich ein Schnäppchen gönnen und mir und dem Schiff was Gutes tun – hier ist die Liste.

Der eine oder andere Buchverkauf oder auch die eine oder andere Spende würde natürlich auch dem Konto gut tun, das mal wieder eher leer ist…. und wir doch noch den einen oder anderen Eimer Farbe brauchen….

Wachstum durch Druck

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.
1.Mose 41,52

Das sagt ein Mann, Joseph, der an Härten so fast alles erlebt hat, was man sich denken kann: Zerbruch seiner Familie, Verkauf an Menschenhändler, Sklaverei (da sicher auch Misshandlung), Verleumdung und Gefängnis.

Und am Ende dann diese Zusammenfassung:

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Seine Geschichte hatte ein Happy end. Doch das wäre wohl ohne das „unhappy zwischendrin“ nicht möglich gewesen. Die äußeren Herausforderungen und vor allem die inneren hatten ihn gestärkt. Er bestand die Prüfung in all dem zu seinen Werten zu stehen, durchzuhalten und ein weiches, hoffnungsvolles Herz zu bewahren

Nein, ein Schiff bauen ist nicht so hart, wie das, was Joseph erlebt hat. Auch wenn man beim monatelangen Entrosten schon mal an Sklavenarbeit denkt. Auch hier waren die größten Herausforderungen die inneren: Die Hoffnung zu bewahren, wenn es viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel länger und noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel länger dauert, als ich geplant und erwartet hatte. Wenn das Schiff auf der Werft im Hochwasser absäuft, wenn die Finanzen und Helfer fehlen oder Menschen, die Hilfe zugesagt haben, nicht auftauchen.

2013-08-24 18.40.59Dann nicht hart, hoffnungslos oder bitter zu werden  war und ist eine Herausforderung.

Menschen, die mich gut kennen, sagen, dass ich in diesen Jahren stärker geworden bin. Dass mich nichts mehr so leicht umhaut. Dass ich mit den Schwächen und auch Unzuverlässigkeiten von Menschen etwas leichter umgehen kann. Etwas gelassener bin, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich hoffe. Dass ich gewachsen bin in der zähen Entschlossenheit, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Mein Leben in den letzten Jahren war nicht so hart, wie das von Joseph. Doch seine Zusammenfassung passt auch für mich.

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.

Danke!

Ich will dich beschenken

DSC_4169Gestern habe ich einen Impulsvortrag über Ziele und Träume gehalten. Wie kommt man vom Traum zur Wirklichkeit? ich habe die Gedanken und Erfahrungen weitergegeben, die mich dazu bewegen.

Was mich am Ende am meisten überrascht hat, war, wie viele Menschen sich hinterher bei mir dafür bedankt haben, dass das so inspirierend und hilfreich war.

Manchmal vergesse ich, wie oft das, was ich weitergebe für andere erfrischend, hilfreich und neu ist. Für mich ist das selbstverständlich, ganz viel zu lernen  – im Leben und aus Büchern – und das dann kompakt, inspirierend und praktisch weiterzugeben. Dass vieles von dem, was ich entdeckt habe, für andere ganz neu, inspirierend und hilfreich ist, wenn sie es bei meinen Veranstaltungen hören, ist für mich dann manchmal überraschend und schön.

Mein größter Schatz, in dem ich ganz viel von dem, was ich gelernt habe, hineingepackt haben, sind meine Online-Kurse. Die sind eine Fundgrube an Inspiration, praktischer Hilfe für Glauben und Leben. Und so aufgeteilt (zwei Mails pro Woche mit Inspiration und Tipps zur Umsetzung), dass du Schritt für Schritt lernen kannst.

Ich lade dich herzlich ein, dir einen der Kurse zu gönnen. 

DAN – Dankbar alles nehmen. Wenn du lernen möchtest, mehr die helle Seite des Lebens zu sehen.

IDA – In deinen Armen. Gottes Vaterliebe erfahren: Wenn du tiefer Gottes Liebe spüren willst.

LEA – Lebe endlich anders: Wenn du mit mehr Stärke und Leichtigkeit durchs Leben gehen willst – körperlich und seelisch . Mein Basis-Kurs für ein gutes Leben.

SAM – Seine Arbeit meistern. Wenn du endlich das Chaos besiegen und effizienter und entspannter arbeiten möchtest.

WUM – Wunder unter Menschen.  Wenn du mehr sehen willst, wie Gottes Kraft durch dich fließt.

Meine Einladung. Sei dabei. Lass dich stärken. Gewinne mehr Zuversicht und Lebenskraft. Ich würde mich sehr freuen – für dich, weil es dich stärkt. Und für mich, weil ich es einfach schön finde, die Schätze, die ich habe, weiterzugeben.

Die Kurse starten immer zum Quartalsbeginn, also am 1. 1. , 1.4., 1.7. und 1. 10 und kosten 99 Euro, wenn du sie alleine machst, 90 Euro wenn du den Kurs gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin machst.

Anmelden kannst du dich unter Down to Earth-Training – bei Anmeldung

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