Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Wunder. Schön!

2016-12-30-08-11-17Heute war ich bei meiner HNO Ärztin, da seit Jahren mein Gehör an Schwerhörigkeit grenzte und ich deshalb 1 x pro Jahr einen Hörtest machen soll, da bei weitere Verschlechterung ein Hörgerät nötig geworden wäre. Ich hab natürlich immer dafür gebetet, dass es NICHT schlechter wird und hab vor einigen Monaten bei einem Seminar zum Thema Heilung bei mir an Bord auch für mein Gehör beten lassen.

Als ich nach dem Test zur Ärztin reinkam, begrüsste sie mich mit den Worten: „Wollen Sie uns fertig machen?“ Da ich mich eigentlich nicht wirklich zu den Menschen zähle,  die andere absichtlich fertig machen, sagte ich : „Nein, wieso!“

Sie sagte: „Der Test ist so viel besser als die letzten, dass es, wenn das Ergebnis stimmt, an eine Wunderheilung grenzt!“

Sie zeigte mir die Kurven, die eindeutig besser waren. Und fragte: „Was haben Sie gemacht!“ Ich erzählte ihr vom Gebet. Und auch – von Physiotherapie, die den ganzen Nacken- und Kieferbereich entspannt. Sie war nur fassungslos. Und ich dankbar.

Sie bat mich, in ein paar Wochen noch mal zu kommen. Sie will einfach sicher sein, dass der Test stimmt und es nicht nur einmalige außergewöhnliche Höchstform war.

Klar bete ich, dass der beim nächsten Mal noch besser wird. 😉

Und danke schon mal König Jesus, der nicht eingefroren und tot ist wie mein Bordkönig, sondern ziemlich lebendig und aktiv ist.

Freudenbringer neu entdecken

2016-12-30-08-09-45Das letzte Jahr war ein Kraftakt.

Mit Umzug, großen finanziellen und praktischen Herausforderungen. Ein Kraftakt, den ich im Rahmen meiner Möglichkeiten gut gemeistert habe. Doch die Freude ist dabei auf der Strecke geblieben. Die eroberte ich mir gerade zurück.

Ein Weg ist, mich in mehr Achtsamkeit üben. Da sein, wo ich bin. Dinge wahrnehmen, aufnehmen. Ich hab dazu geschrieben m Newsletter von Down to Earth, den ihr übrigens hier abbonieren könnt, was ich wärmstens empfehle, weil ich da immer ein Stück Leidenschaft und Inspiration weiter gebe.

Ein anderer Weg ist, Dinge zu wieder entdecken, die mir Freue machen. Auf meiner aktuellen Wieder-Entdeckungsliste stehen

  • Kicker spielen. Ich kann es nicht, aber es macht extrem viel Spass.
  • Skifahren. Am Wochenende stand ich zum ersten Mal seit über 20  Jahren wieder auf Brettern – und fand es herrlich.
  • Lesen. Das mache ich eigentlich immer. Aber seit ich um 18 Uhr den Computer ziemlich konsequent ausschalte, habe ich viel mehr Zeit dafür. Und die Arbeit wird trotzdem erledigt.
  • Joggen gehen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das wirklich Spass macht… aber eine kleine Runde laufen tut einfach gut. Mit kleine Runde meine ich 8 –  10 min. Man muss sich ja nicht gleich unnötig stressen. Und kurze Sprints trainieren den Körper besser als langes Joggen.
  • Zeichnen. Jeden Morgen zeichne ich einen Gegenstand. Jeden Abend zeichne ich das Highlight des Tages.
  • 2016-12-30-08-11-33Haushaltsrezepte ausprobieren. Hier wird meine ökologische Seele lebendig. Immer wenn ein Putzmittel zur Neige geht, recherchiere ich und dann stelle ich Ersatz aus einigen wenigen Basis-Zutaten selbst her. Fensterputzmittel aus Essig plus warmen Wasser, Waschmittel aus Kastanien (einfach nur in kleine Stücke hauen, Wasser dazu, nach 8 Stunden kann man den Sud zum waschen nehmen), Wäscheduft und Entkalker aus Orangenschalen (superprimitiv:einfach in ein Netz zur Wäsche tun) usw. Das spart nicht nur Geld, sondern geht schneller als Einkaufen und macht Spass.
  • Dinge sortieren: Das tut mir gut, so lange es nicht zu viel ist. 10 – 15 Minuten macht mir Freude. So langsam schmilzt der schulterhohe Berg der „das könnte ich ja irgendwann mal lesen“ Papiere aus meinem alten Büro.
  • Schönes Betrachten: Draußen stehen oder am Fenster und die Winterschönheit der Dinge zu betrachten, tut einfach nur gut.
  • Ausstellungen besuchen. Der erste Versuch kürzlich ist gescheitert – weil halb Berlin die gleiche Idee hatte.  Aber ich weiß, dass ich Inspiration liebe.
  • Ins Kino gehen: Boah, das hatte ich lange nicht mehr gemacht. Als Ersatz für die Ausstellung war es richtig gut.

Klar. Alles kostet Zeit, Energie und einiges auch etwas Geld (bis auf die Putzsachen, die sparen Geld). Aber ich freue mich, das Leben neu zu entdecken und zu spüren.

Und du? Was willst du gern mal (wieder) tun?

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – mit Email

2016-12-30-08-48-02„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Die Messlatte liegt klar. Da hat einer gesagt, wie man leben soll. Und ich versuche dem zu folgen. Konkret. Praktisch. Im Alltag. Und überlegt. Nicht nur softe Säusel-Gefühle. Sondern so, dass das auch ankommt. Beim anderen. Und mir selbst. Dieses „wie dich selbst“ steht da ja auch drin. Und erwartet Beachtung.

Was heißt das vor meinem Computer? Für den Umgang mit Emails? Liebe deinen Nächsten heißt für mich zuerst einmal, einige der Prinzipien für klare, effiziente Kommunikation auch in Mails anzuwenden:

  • Fokus: In die BetreffsZEILE die BetreffsZIELE reinschreiben: was ist die Absicht dieser Mail: Termin klären, Design entwickeln, Absprachen Treffen.
  • Kurz und knapp: So lang wie nötig, aber so kurz wie möglich.
  • Klar: Die Bitte, Erwartung, die man an den anderen hat, klar kommunizieren.
  • Erwartungen formulieren: Die Bitten, Erwartungen, die ich an den anderen habe, klar zu nennen.
  • Freundlich schreiben.

Soweit in Kürze. Mehr zu entspanntem Arbeiten und effiziente Kommunikation vermittle ich  mit meinem Kollegen Christoph Schalk in unserem Online-Kurs SAM: Seine Arbeit meistern 

Aber damit ist es ja noch nicht getan. Wie viel Zeit und Raum gebe ich dem, frage ich mich. Was ist hier Liebe?  „Emails sind to-do Listen, die andere dir schreiben!“ sagt hat Coach Christine Carter. Mein Posteingang gibt ihr recht: Da will jemand ´ne Rechnung ausgestellt haben, jemand anderes eine Info zu einem Test, eine dritte Person detaillierte Auskunft zu… Manche wollen auch nur ein freundliches Wort weitergeben. Auch schön.

Ich tappe in die Falle. Mein guter Vorsatz war: Zuerst mich lieben, meine Aufgaben erledigen, bevor ich mich um die Anliegen anderer kümmern. So wie im Flugzeug: „Setzen Sie zuerst die Atemmaske auf, bevor sie jemand anderem helfen!“ Aber ich befinde mich ja nicht in einer Notsituation. Sondern an einem ganz normalen Montag. Obwohl sich das manchmal ähnlich anfühlt.

Ich tappe in die Falle. Nach meiner Schreibzeit am Morgen – das hat noch geklappt –  „Nur mal schnell schauen, was im Posteingang ist!“ Und komme erst drei Stunden später wieder raus. Zu spät, um bei den Ämtern anzurufen, die ich heute eigentlich dringend erreichen wollte.

Dumm gelaufen. Ich wusste es besser und hab es schlechter gemacht.

Ich vermute sogar, dass ich die Mails entspannter, fokussierter und klarer hätte schreiben können, wenn ich zuerst die Aufgaben erledigt hätte, die mir für den Tag wichtig waren und sie mir nicht im Nacken gesessen hätten.

 

Aber. wie schon Scarlet O´Hara sagte: „Morgen ist auch noch ein Tag!“

Morgen werde ich – so lautete der Plan – das ein bisschen besser hinkriegen, mich gut um das zu kümmern, was mir wichtig ist und auch gern um das, was andere brauchen.

 

 

Mein gutes Leben – 2017

dte-kalender-2013_7Einer meiner guten Vorsätze für 2017 ist: „Ich glaube, dass ich  Gedanken und Impulse weitergeben kann, die für andere stärkend und wertvoll sind.  Deshalb will mehr und hochwertiger schreiben – am Ende des Jahres 2017 will ich ein neues Buch  über das gute Leben geschrieben haben, den Online-Kurs, ein Quadro und eine ganze Reihe von Blog-Beiträgen.“ Soweit der Vorsatz. Eine von fünf. Ambitioniert.

Also habe ich gleich begonnen, die Einleitung für das neue Buch zu schreiben. Hier ist der erste Entwurf.

Lebe ich ein gutes Leben?

Diese Frage hat mich Ende 2016 bewegt, als ich mich darauf vorbereitet habe, dieses Buch zu schreiben.

Als Coach arbeite ich häufig mit Skalen, um Menschen dabei zu helfen, Klarheit zu schaffen. Als ich das zurückliegende Jahr betrachtete, gab ich mir auf einer Skala von 1(Flop) – 10 (Top) die Note 6. Mittel, aber nicht wirklich gut.

Die Gründe waren vielfältig. Ein Hauptfaktor war Überlastung. In dem Jahr hatte ich mit einigen Herausforderungen zu kämpfen:

  • Hackerangriffen auf alle meine privaten und beruflichen Blogs und Internet-Seiten – es dauerte drei Monate lang, bis wir alle Schäden beseitigt
  • Ehrenamtliches Engagement, das sich als sehr zeitraubend und mühselig herausstellte.
  • Ein Umzug von einer Wohnung, im 4 Stock ohne Aufzug in der ich über 20 Jahre gewohnt hatte auf ein noch nicht fertig renoviertes Schiff.
  • Finanziellen Herausforderungen durch Schiffbau und unvorhergesehene, große Forderungen.

Das oben waren nur die vier größten Brocken in einer beachtlichen Steinsammlung, die ich im letzten Jahr mit mir herumschleppte. Gut gelebt habe ich in allem nicht. Über all dem Schwierigen habe ich vergessen, Zeit mit Freunden zu verbringen, schöne Momente zu genießen und für Aktivitäten zu sorgen, die mir Energie spenden. Ich habe das Gute einfachf nicht getan.

Das lag nicht nur an den Herausforderungen und den äußeren Umständen. Ja, die waren hart. Zeit für Wohltuendes wäre dafür – trotz allem – vorhanden gewesen – und es gab auch schöne Momente – sonst wäre das Ergebnis ja bei zwei oder drei.

Dass ich nicht wirklich gut gelebt habe, lag auch nicht daran, dass ich nicht wüsste, was zu einem guten Leben gehört. Damit habe ich mich mehr als ein Jahrzehnt lang beschäftigt, über die 8 Aspekte, die zu einem guten Leben gehören, das Buch Swing geschrieben und Seminare und Vorträge gehalten. Ja, ich weiß im Grunde, wie man ein gutes Leben lebt.

Dass ich  im letzten Jahr versäumt habe, ein gutes Leben zu leben lag vor allem daran, dass ich im Angst- und Stressmodus vergessen habe, so zu leben, wie es mir tatsächlich gut tut. Oder nicht mehr die innere Kraft hatte, das Wissen umzusetzen.. Jeder kennt das, theoretisch weiß man, was einem gut tun würde z. B. weniger Schokolade und mehr Bewegung. Oder weniger Internet und mehr Begegnung. Und praktisch misslingt es einen, das Gute tatsächlich zu tun.

Das kann richtig extrem sein. Die Forscherin Lisa Rankin hat intensiv darüber geforscht, welche Faktoren dazu beitragen, dass Menschen gesund werden. In einem Seminar zu dem Thema fragte sie die Teilnehmer: „Wenn Sie 100% sicher wüssten, dass etwas sie gesund machen würde, würden Sie es dann tun.“ Zu ihrer Überraschung meldeten sich nur 50% der Anwesenden.

Sie fragte nach, was der Grund dafür wäre, dass – trotz der Aussicht auf Gesundheit – die Chance nicht ergriffen würde. Die Seminarteilnehmer sagten Dinge wie

  • Mein Mann hat mich früher immer geschlagen – er hat damit aufgehört, seid ich krank bin. Wenn ich gesund werde, …
  • Ich lebe von der Sozialversicherung, ich weiß nicht, ob ich noch fürs normale Berufsleben fähig bin.
  • Ich müsste wieder zurück auf die Arbeit mit meinem cholerischen Chef.

Hinter all dem steckt Angst. Die Angst, eine Situation nicht bewältigen zu können.

Es ist schockierend. Da wissen chronisch kranke Menschen im Grunde, was ihnen gut tun würden – und tun es nicht – aus Angst, davor, dass sie dem Leben, wie es dann sein könnte, nicht gewachsen sind.

Vielleicht ist es bei uns nicht so extrem, aber im Kleinen kennen wir das alle – diese Verweigerung des Lebens. Wir lassen uns nicht auf Neues ein, das interessant und spannend sein könnte. Aus Angst uns zu blamieren. Uns ist klar, dass uns so viel Internet-Zeit nicht gut tut – aber wir sind trotzdem wie süchtig danach, haben Angst etwas zu verpassen. Wir wissen, was unser Leben bereichern könnte. Und tun es nicht, weil….

Es genügt nicht, zu wissen, wie man das Leben rein theoretisch gut lebt. Sondern es ist darüber hinaus auch nötig, herauszufinden, was uns daran hindert, es ganz praktisch zu leben.

In den acht Monaten, die vor mir liegen, will ich deshalb zwei Dinge tun

  • Ich will beschreiben und erleben, was gut tut. Ich orientiere mich dabei an den 8 Lebenselementen aus dem Swing – Konzept. Und Wege in das gute Leben aufzeigen.
  • Ich will beobachten und analysieren, was andere und mich daran hindert, das gute Leben zu leben, das wir eigentlich leben könnten. Und Wege aus dem schlechten Leben zeigen.

Ich bin gespannt auf die Reise.

Wie soll dein 2017 werden?

dgl-facebook-header-150dpiEiner meiner Freunde nahm sich für 2017 vor, mehr zu trinken, mehr zu rauchen, weniger Sport zu machen und sich höher zu verschulden. Seine Logik hinter dem schlechten Vorsatz: Am Ende des Jahres scheint immer das Gegenteil dessen eingetreten zu sein, was er sich vorgenommen hat. Also nimmt er sich nun absichtlich das Gegenteil dessen vor, was er eigentlich will. In der Hoffnung, es so zu erreichen.

Es gibt keine offizielle Statistik. Aber meine Vermutung ist, dass 70 – 80% aller Neujahrsvorsätze scheitern. Dafür gibt es verschiedene Gründe z. B. dass Neujahrsvorsätze nicht zu einem passen oder zu unrealistisch oder schwammig formuliert werden.

Das waren die schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht:  Du kannst lernen, Ziele so zu wählen, dass sie für dich tief motivierend und tatsächlich umsetzbar sind. Das ist gar nicht so schwer.

Die drei Schritte für gute Zielsetzung

  • Ein warum: Du brauchst einen echten, tieferen Grund, warum du etwas tust. Das hat in der Regel etwas mit dem zu tun, wer du bist (deine Persönlichkeit) und was du brauchst (deine Bedürfnisse)
  • Ein wie: Die innere Haltung mit der du etwas angehen willst
  • Ein was: Die konkrete Handlung, die du zu einer spezifische Zeit tun möchtest.

Wie das genau geht, verrate ich in meinem neuen Online-Kurs Dein gutes Leben.

Der startet am 1. 1. und du kannst dich jetzt noch zu diesem und anderen Kursen anmelden.

Wir haben unsere Online-Kurse mit viel Zeit und Energie entwickelt, weil es uns wichtig ist, reichlich fundiertes Wissen kompakt zu vermitteln. Und außerdem praktische und umsetzbare Anregungen fürs Leben zu geben.  In jedem Kurs stecken Hunderte von Stunden an Recherche und Gestaltung. Alles für dich!

Du träumst von einem guten Leben?

Der Kurs Dein gutes Leben. Das Down to Earth-Jahrestraining nach dem Swing-Konzept begleitet dich ein ganzes Jahr lang mit einer Trainingsmail pro Woche dabei, zu entdecken, was ein gelingendes Leben ausmacht. Und wie du es gestalten kannst.

Du träumst von mehr Zufriedenheit im Leben?

DAN. Dankbar alles nehmen bringt dir bei, das halbvolle Glas zu sehen und zu entdecken, wie du es notfalls auffüllen kannst. Und wie du mehr Gelassenheit und Freude findest.

Du träumst von mehr Nähe zu Gott?

IDA. In deinen Armen. Gottes Vaterliebe erfahren bringt dir über einen Zeitraum von drei Monaten bei, dich bei Gott tiefer fallen zu lassen und seine Liebe zu genießen.

Du träumst von mehr Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung?

Dann könnte LEA. Lebe endlich anders der richtige Kurs für dich sein. Er vermittelt dir, wie du körperlichen und seelischen Ballast loswirst und zu mehr Leichtigkeit im Leben findest.

Du hast die Nase voll vom Chaos auf der Arbeit oder zu Hause?

SAM. Seine Arbeit meistern zeigt dir Schritt für Schritt wie du deine Aufgaben bewältigen kannst.

Du wünscht dir Wunder –so wie Jesus sie erlebt hat?

WUM. Wunder unter Menschen könnte dich dem Ziel ein paar Schritte näher bringen.


Die Onlne-Kurse beginnen am 1.1.2017 – sei dabei!
Anmeldung findest du hier.

Dein Thema ist nicht dabei?

Dann gönne dir doch mal ein Halbtages- oder Ganztagescoaching, um deinen Träumen näher zu kommen. Oder, falls dafür das Budget nicht reicht, kann oft auch eine Stunde Coaching live oder am Telefon sehr weiterbringen.
Tipp: Am besten bald buchen. Infos findest du auf meiner persönlichen Internetseite.

Religion plus. Oder: Was den Glauben vergiften kann

2016-12-19-17-47-32Häufig wird darüber diskutiert, ob Glaube oder Religion (je nachdem, welchen Begriff man bevorzugt) an und für sich gut oder schlecht sei. Ich habe – inspiriert durch die Soziologin Brené Brown in Daring Greatly / Verletzlichkeit macht mich stark und die Rabbinerin Sharon Brous für mich drei Gleichungen aufgestellt (das Plus steht hierbei für und und das Minus für ohne)

  • Glaube + Leidenschaft – Empathie = Extremismus
  • Glaube – Leidenschaft – Empathie = Erstarrung
  • Glaube + Leidenschaft + Empathie = Echtheit

Was ich damit meine. Manche Menschen nehmen ihren Glauben leidenschaftlich ernst, so leidenschaftlich, dass sie dabei das Mitgefühl für sich selbst und vor allem die anderen Menschen vergessen, sich nicht einfühlen können, in Menschen, die nicht oder anders glauben und leben.

Die Lösung ist nicht, die Leidenschaft aus der Gleichung herauszunehmen. Denn dann kommt nur noch kalte, erstarrte Religion heraus, die niemanden innerlich nährt. Auch das löscht Leben aus.

Die Lösung scheint mir Glauben mit Leidenschaft zu leben, aber auch mit Empathie und Verletzlichkeit. Mit dem Wissen, dass wir beides sind – Staub und Asche und geschaffen im Ebenbild Gottes. Zu wissen, dass wir manches verstehen, aber nicht alles. Mitzufühlen mit uns selbst und mit anderen. Raum geben für großes Vertrauen. Verständnis haben für großen Zweifel. Wissen, dass Gott immer ein Mysterium bleiben wird und Staunen und Jubeln über das, was er uns über sich offenbart hat.

Tipp

Gottes VaterliebeÜber „Stark Glauben“  hab ich ein Quadro geschrieben. Und ich denke, dass gesunder, lebendiger Glaube immer in dem Herzenswissen über Gottes Vaterliebe verwurzelt sein muss – um das zu vertiefen empfehle ich das  Quadro Gottes Vaterliebe von Esther und Manfred Lanz.

Heute war ein guter Tag. Oder: wie ich die Dinge geregelt kriege.

Heute war ein guter Tag.

Ich liebe die Tage „zwischen den Jahren“,  um Dinge zu sortieren. Und mich. 

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass ich eine große Sehnsucht habe: Weniger Kram im Kopf. All diese Tausend Dinge, die anstehen, die gemacht werden müssen. Zum Teil mit großem Druck, wenn – wie ich es als Selbständige in den letzten Monaten erlebt habe – die Finanzen ziemlich eng sind und schnell eine Lösung her muss.

Kein schönes Lebensgefühl!

In den letzten Tagen habe ich viel darüber

Im Bergman Leadership Podcast (20 Min Interviews mit interessanten Persönlichkeiten) stieß ich ein extrem spannendes Interview mit Christine Carter und über die Seite zu einem Link auf ihr Ebook, das Strategien verspricht, die einen einen Tag pro Woche freischaufeln.

0-to-do-doneTo-Do Listen entrümpeln

Eine ihrer wesentlichen Strategien habe ich gleich umgesetzt. Ich hab mich an meine To-Do Berge gemacht. Und sortiert. Da ich Papier liebe, notiere ich mir meine To-Dos auf Papier (Umweltfreunde: Keine Angst. Ich nehme dazu in der Regel gebrauchtes Papier!)

Schritt 1 – Nicht tun 

Alles aussortieren, was man nicht tun will.  Das war bei mir ein ansehnlicher Stapel von ca. 5 cm Höhe. Nicht zuletzt, weil ich eine Reihe von To-Dos schon erledigt hatte, aber versäumt hatte, die Zettel mit dem To-Do wegzuwerfen. Taktischer Fehler.

Aber auch, weil man nicht alles, was man theoretisch machen könnte, tatsächlich auch machen kann. Da einfach und klar zu sagen: Das mache ich nicht. Ich konzentriere mich auf andere Dinge, tat richtig gut.

Schritt 2 – Delegieren 

Die Dinge, die ich delegieren kann, sind leider nicht allzu viele – knapp 1 cm. Aber immerhin.

Schritt 3 – Sortieren 

Sie empfiehlt – wie Peter Bregman in 18 Minuten, für sich 5 wichtige Ziele/ Aufgaben im Leben zu definieren. Nicht mehr.  Und für diese 5 Dinge 95% der Zeit, die man hat, zu verwenden (ambitioniert!). Für den anderen Kram gibt es noch den Ordner 5%.

Meine 5 wichtigsten Ziele / Prioritäten 2017 

  • Freundschaften leben (dazu gehören auch To-Dos wie Events raussuchen, (Reise)-Tickets kaufen….
  • Glauben stärken. Das Thema Vollmacht, in Gottes Kraft leben beschäftigt mich nach wie vor sehr.
  • Verlag stärken. Uns stand das Wasser bis zum Hals. Es wird besser. Ich wünsche mir Solides aufzubauen
  • Schreiben. Ich will in diesem Jahr viel schreiben Den Online-Kurs. Ein neues Buch. Blogbeiträge.
  • Beitrag leisten. Ich will dazu beitragen, dass die Welt etwas besser wird. Aktuell sind meine Themen die Unterbringung der Flüchtlinge in Berlin, der Umgang mit Konvertiten und Ökologie. Nicht alles auf einmal.

Daneben gibt´s noch den Ordner

  • Kram, der mir keinen Spass macht, aber Kohle bringt z. B. die Liste der Auswärtsübernachtungen 2016 zu erstellen, da das Steuerermässigungen gibt.
  • 5%: Die Dinge, die nicht zu den wichtigen Zielen passen, aber trotzdem erledigt werden wollen. Obwohl sie noch nicht mal Geld bringen – Personalausweis neu beantragen z. B.

Das zu sortieren war nicht mehr so schwer, weil ich das schon vorsortiert habe, da. ich to-dos schon lange nach Themengebieten ordne. Ich werde innerhalb der einzelnen Ordner vermutlich noch mal sortieren. Gerade der Schreibordner steckt so voller Ideen,  dass er noch keine richtige To-Do Liste darstellt, sondern eher eine Stoffsammlung.

Bei mir gibt es darüber hinaus noch die Karteikartensammlng

  • Potentielle Glückserlebnisse: Die 100 (naja, bei mir aktuell 25) Aufgaben, die ich als ein „du sollte“ im Kopf habe.

Ich habe nämlich  festgestellt, dass das Sortieren der To-Dos noch nicht reicht, um meinen Kopf ruhig und die Belastung wegzubekommen. Neben den Aufgaben, die zu meinem Beruf und meinen Zielen gehören, gibt es noch jede Menge Zeug, von dem ich denke, dass ich es „mal tun sollte“.

Dazu gehört zum Beispiel die ganze Bettwäsche, die ich für Gäste geschenkt bekommen habe, sortieren und die Bücher, die keinen Platz in den Bücherregalen fanden und meinen Schmuck und die Fotos und Terminkalender und…

Nichts davon eilt. Und wenn ich es nicht erledige, kann ich auch noch gut leben. Aber wenn ich es erledige, wird mir das richtig, richtig gut tun.  Deshalb heißt die Sammlung Potentielle Glückserlebnisse. Damit die nicht zu einer blossen Ideensammlung verkommen, habe ich die in eine wunderschöne Schachtel getan und mich entschieden, jeden Tag nach Büroschluss mir eins der Glückserlebnisse zu gönnen. Wie wunderbar.

Kleiner Tipp:

Wer gern auch mehr Glücksgefühle haben will, dem empfehle ich den Online-Trainingskurs SAM. Seine Arbeit meisten. In dem Kurs verraten Coach Christoph Schalk und ich die besten Prinzipien und jede Menge Tipps und Tricks für entspanntes und effizientes Arbeiten.

300 Bäume für Afghanistan – oder noch mehr?

2016-12-17-17-46-23In den letzten Tagen ging es durch die Medien, dass 50 Afghanen abgeschoben wurden – nach Afghanistan. In das aktuell viertgefährlichste Land der Erde.

Mich bringt das zum Weinen. Bei einigen wenigen Menschen konnte die Abschiebung verhindert werden – etwa bei einem Afghanen, der seit 21 Jahren !!! in Deutschland lebt, hier arbeitet, verheiratet ist und seit 2 Monaten Vater eines Kindes.

Dennoch – wenn ich höre, dass Menschen in eine total ungewisse Zukunft abgeschoben werden, bricht mir das Herz. Können wir es uns als eines der reichsten Länder der Erde nicht leisten, diesen 50 Menschen Zuflucht zu geben?

Umso wichtiger ist mir das Baumprojekt. Ein Obstbaum für eine Familie mag wie ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Aber ein Tropfen und noch ein Tropfen und noch einer und noch einer bringen Veränderung. Aktuell haben wir das Geld für 300+ Obstbäume zusammen. 300 Familien, die bald eine verbesserte Ernährung haben werden.

Auf dem  BLOG vom Projekt habe ich noch mehr dazu geschrieben.

Auf dem Foto sind Udo Stolte, der Leiter von Shelter und seine Frau Sieglinde, die ich seit über 25 Jahren kenne. Sie haben mir einen Granatapfel geschenkt, weil das eine der Obstsorten ist, die wir dort pflanzen werden.

Sonntag Abend endet das Projekt.

Ich träume davon, dass wir im Endspurt noch richtig was in Bewegung bekommen… und insgesamt 500 Bäume zusammenkriegen. 

Alte D-Mark spenden

Übrigens: Eine fast „kostenfreie“ Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen ist, nachzusehen, ob du noch irgendwo alte D-Mark herumliegen hast. Und sie mir ganz schnell zu schicken (an die Adresse von Down to Earth. Am Mittwoch werde ich die, die ich schon habe in Euro umtauschen und auch für das Projekt verwenden.

Weiterbauen und Schweizer Schulden

2016-12-09-21-25-38Während ich unterwegs war und Urlaub und Herausforderungen erlebte, hat Helge hier gut zwei Wochen weitergebaut. Das Ergebnis: Das Steuerhaus, also mein Büro, hat jetzt Fussboden und zwei blau gestrichene Wände…

In anderen Worten: Jetzt sind alle Räume im Schiff im Groben fertig, haben Böden und Wände.

Das ist mal wieder ein Meilenstein! Ich bin dankbar

Wir bauen weiter: Es fehlt noch an großen Sachen

  • Deckenverkleidung im Flur, Büro und auf der Toilette
  • Tür zum Seminarraum und Kaminofen dort
  • Treppe nach unten
  • Lüftung
  • Korkfussboden im Seminarraum und Eingangsbereich
  • Regale an manchen Stellen und weitere 10.000 Kleinigkeiten

Rückzahlung Darlehn

Auch wenn wir in den nächsten Monaten noch weiter bauen werden und ich auch da für jede praktische und finanzielle Hilfe dankbar bin, will ich versuchen, Darlehn zurück zu zahlen. In der Anfangsphase der Bauzeit haben einige Freunde mir Geld geliehen, damit ich das Schiff kaufen und mit dem Projekt starten kann.

Besonders die Darlehn aus der Schweiz – insgesamt 20.690 Euro liegen mir im Magen, weil bei Rückzahlung in kleinen oder großen Schritten immer auch Bankgebühren anfallen. Ich suche deshalb aktuell besonders nach Schweizer Freunden, die mir 10, 50, 100 oder 500 Franken Schulden von meinem Schuldenberg abnehmen wollen. Wenn ihr es auf dem Herzen habt, mich da zu entlasten, schreibt mir einfach den Betrag. Ich gebe euch dann die Kontonummer meiner Schweizer Freunde und wir können gemeinsam den Berg etwas abbauen.

Ich würde mich riesig freuen!

Update 1 Woche später: 

Ich freue mich riesig. Durch ein richtig großes Geschenk sind die Schweizer Darlehn jetzt um 10% geschrumpft. Das nimmt den Schuldenbergen schon mal ihre Spitze!

Chaos und Frieden

2016-08-07-20-19-28Es war ein bisschen verrückt. Aber gelegentlich „muss“ man verrückte Dinge tun. Etwa mit der besten Freundin nach London fliegen, um die Ausstellung „Revolution“ anzusehen. Meine Freundin bereitet eine Konferenz zur Aufarbeitung der 68er Bewegung vor. Und die Ausstellung gab einen sehr guten weltumfassenden Einblick in all die Ströme und einzelnen Veränderungen, die zu der großen Revolution führten: Die Pille genauso wie politische Skandale, Ideologien, Mode, Musik, Drogen, Kriege (Vietnam), Bürgerrechtsbewegungen usw.

Und ich hab den „Bildungsausflug“  es sogar noch mit einem Besuch bei meinem Patenkind im Norden Englands verbinden können.

Durch ein Quartier bei einer Freundin und Billigflüge war das ganze auch erschwinglich (London hat es sonst ja finanziell in sich). Dachte ich.

Bis zu dem Moment als mir bei der Passkontrolle mein Personalausweis abgenommen wurde. Der war mir 2015 gestohlen worden. Ich hab das – ebenso wie den freudigen Zurückerhalt – der Polizei gemeldet. Alles in Ordnung, dachte ich. Leider – das erfuhr ich erst später – gibt es bei den Computern von Interpol keine Möglichkeit, ein einmal verloren gemeldetes Dokument wieder als „ok“ zu markieren. Einmal verloren bleibt immer verloren.

Obwohl ich auf dem Perso klar zu erkennen bin, Führerschein und weitere Dokumente zum Beweis meiner Identität dabei hatte und sogar noch die Email im Laptop hatte, mit der ich den Rückerhalt des Personalausweises an die Polizei gemeldet hatte. nahm mir die britische Grenzkontrolle meinen Personalausweis ab. Und gab mir eine Kopie und ein Schreiben mit. Sie meinte, damit müsste ich wieder ausreisen können.

Am Flughafen in Liverpool stellte ich dann fest: Das war ein Irrtum. Die Billig-Fluggesellschaften wollen kein Risiko eingehen (Sie müssen Strafe zahlen, wenn sie jemanden illegal in ein Land bringen). Also verweigerte man mir die Abreise (natürlich ohne jede finanzielle Entschädigung), schickte mich zum Konsulat, das aber nur einen Tag pro Woche geöffnet ist. Nicht an dem, an dem ich da war.

Der Konsul war aber telefonisch erreichbar und teilte mir mit, ich müsste nach London zur Botschaft. Die natürlich nur bis 14.00 geöffnet hat.  Es war klar: Das ist an diesem Tag nicht zu schaffen.

Ich war gestresst, frustriert, konnte meine Freunde in London nicht erreichen… fand alles ziemlich anstrengend.

Der ganze Spass kostete mich mit Zugtickets (88 Pfund), Pass, der nur 1 Tag gültig ist (25 Pfund) und neuem Flugticket (140 Pfund) plus Essen und Trinken (15 Pfund) so an die 300 Euro. Plus die Kosten für einen neuen Personalausweis. Kein Vergnügen.

Es ist total eklig, wenn so was passiert. Man fühlt sich hilflos, ausgeliefert gegenüber Machthabern, Behörden, Fluggesellschaften,  die nach – teilweise absurden – Vorgaben operieren, wenig Flexibilität zeigen. Ich hasse es, mich ausgeliefert und hilflos zu fühlen.  Diese Gefühlsmischung ist neben tiefer Enttäuschung einer der furchtbarsten Gefühle, die ich kenne.

2016-10-18-15-44-12Eine der besten Gegenmassnahmen gegen das Gefühl der Hilflosigkeit: 

Die Möglichkeiten  zur Gestaltung nutzen, die noch verbleiben. 

Klar, man kann manches leider nicht ändern und fühlt sich zu Recht hilflos und ausgeliefert. Aber in der Situation kann man – im Rahmen der Möglichkeiten – noch gut für sich sorgen. Das habe ich so gut ich konnte, gemacht:

  • Das deutsche Konsulat in Liverpool, das neben einer Zahnarztpraxis ist, war ja geschlossen. Ich hab die Sprechstundenhilfe gebeten, ihr Telefon zu nutzen, um Konsulat und Botschaft anzurufen. Und ihr am Ende einen meiner Kalender als Dankeschön geschenkt.
  • Da ich schon in Liverpool war und ohnehin erst am nächsten Tag in die deutsche Botschaft nach London konnte, entschied ich mich, die Stadt zwei Stunden zu erkunden… und landete „zufällig“ bei The Cavern, dem Club, in dem die Karriere der Beatles begann. Dort lief gerade ein Live-Konzert mit richtig guter Musik, Das war sooo wohltuend.
  • Auf dem Weg zur deutschen Botschaft, kam ich an Eaton Square vorbei, den ich aus einer Fernsehserie meiner Kindheit kenne. Und genoss das Schlendern durch die historische Gegend.
  • In der Botschaft hab ich mit zwei Babies geflirtet. Mit Kindern zu spassen und zu spielen tut meiner Seele immer gut.
  • Da auch noch ein Streik auf der Zuglinie nach Gatwick, von wo die meisten Billigflieger abfliegen, war, entschied ich mich, mir die 20 Pfund fürs Zugticket zu sparen und mir dafür (plus noch etwas mehr)  lieber ein etwas teureres Flugticket vom City Flughafen zu gönnen. Ich habe es so genossen, zwei Sitzplätze für mich zu haben…

All das hat meiner Seele richtig gut getan, etwas von dem Stress abgemildert, den die Ungerechtigkeiten und Unzulänglichkeiten der Menschen und Systeme ausgelöst haben. Ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass mir das gelungen ist. Ich werde noch ein bisschen weitermachen, die Techniken aus Blockaden lösen anwenden, um Stress weiter abzubauen. Und gestalten und Momente genießen. So gut ich kann. Weil es gut tut.

 

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