Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 25)

Intensiv leben und Pausen machen

Die letzten Tage und wochen waren sehr intensiv: Endspurt für einen Artikel Stadt. Land. Gott, den ich für ein Magazin geschrieben habe. Und erfolgreicher Endspurt für das Crowdfunding für mein neues Buch. Wir haben es geschafft. Es ist wunderschön und ein riesiges Geschenk für mich, dass ich das Projekt jetzt ohne allzuviel finanziellen Druck angehen kann.

Dann fand an Bord Coaching – Basics statt: ein Workshop über die Grundlagen des Coaching inklusiv der Erläuterung und Einübung einiger hilfreichen Coaching-Techniken. Basierend auf meinem gleichnamigen Quadro.

Ich war stolz auf meine Teilnehmer. Sie haben das gelernte gleich erfolgreich umgesetzt. Nach einer Übung fragte ich die Kunden, wie hilfreich da Coaching mit den frischgebackenen „Coaches“ war. Auf einer Skala von 1 (wenig hilfreich) bis 10 (Problem gelöst), gab es 1 x die 3, mehrfach 7 – 8, 1 x sogar die Bestnote 10. Ziemlich gut für den Anfang. Die jüngste Teilnehmerin war meine 14 – jährige Patentochter, auf die ich mächtig stolz war.

Und am Sonntag habe ich dann in einer Gemeinde darüber gesprochen, wie man sein Lied des Lebens entdeckt.

Außerdem war – neben meiner Patentochter – noch weiterer Besuch an Bord. Und daneben haben wir weiter gebaut. Die Gästeküche hat jetzt Schubladen für Lebensmittel und meine eigene Küche bekommt noch zwei Geschirrschubladen. Der Seminarraum eine Eingangstür aus Glas, die etwas Privatsphäre und Schutz vor Zugluft bietet. Die Toilette hat jetzt einen Korkfussboden und es gibt eine Badeleiter mit der man elegant vom Schiff direkt ins Wasser und vor allem wieder zurück kommt.

Anderer Besuch war die Tochter einer Freundin, deren Mutter vor ziemlich genau einem Jahr sehr plötzlich und noch ziemlich jung verstarb. Der Jahrestag ihres Todes war kürzich und der Tochter war es wichtig, an diesem Tag an einem Ort und bei einem Menschen zu sein, bei denen sie sich sicher fühlt. Es berührt mich, dass sie mich und mein Schiff dafür gewählt hat.

Insgesamt waren 2017 bereits 21 Menschen als Gäste an Bord. Zum Reflektieren, zur Erholung, für Auszeiten. Um neue Perspektiven zu finden. Mit manchen habe ich intensive Gespräche geführt. Andere waren einfach „nur“ da und genossen die Zeit für sich und das Leben an Bord.  Über vieles, was da eher im Stillen passiert, kann ich nicht schreiben, weil die Themen, mit denen die Menschen kommen, oft sehr persönlich sind: Beziehungskrisen, Gesundheits- oder Gewichtsprobleme, Selbstwertproblematiken, Zukunftsperspektiven. Das sind Fragestellungen, die so vertraulich sind, dass ich sie nicht preisgeben kann und will.

Manchmal ist es auch ok etwas zu beschreiben. Die drei jungen Frauen auf dem Bild waren ein paar Tage an Bord, um die Frage zu klären, ob sie ihre berufliche Zukunft in Deutschland sehen. Wir hatten intensive Gespräche, auch Zeiten des Gebets, ich habe ihnen mehrere englischsprachige Interviews zu verschiedenen Themen gegeben. Und davon darf ich gern erzählen. Für Menschen, die wie sie und andere, die nach neuen Perspektiven und Orientierung suchen ist das Schiff gedacht.

Damit die räumlichen und auch meine persönlichen Kapazitäten nicht überfrachtet werden, steht das Schiff nicht für „normale“ Berlin-Besucher zur Verfügung, die ein Quartier für ihren Aufenthalt suchen. Obwohl ich das auf meiner Internet-Seite recht deutlich geschrieben habe, erhalte ich fast täglich Anfragen: „Ich bin bald in Berlin. Kann ich bei dir übernachten?“ Das kostet mich manchmal Kraft.

Doch insgesamt bin ich glücklich, dass das Schiff zunehmend an Fahrt aufnimmt.

Nach einem Jahr an Bord habe ich langsam einen guten Rhythmus zwischen Arbeit im Verlag, Coaching, Begegnung und Ruhepausen gefunden. Gerade genieße ich – nach Besorgungen – einen schönen Kaffee in Kreuzberg. Und eine Pause, in der ich Kraft tanken kann.

Mein neues Buch / Crowdfunding: ansetzen zum Endspurt

Puh, Crowdfunding ist echt nix für meine Nerven.

Eigentlich liebe ich ja Herausforderungen. Aber wenn ich das Ergebnis nur bedingt beeinflussen kann (entweder Leute machen mit oder auch nicht) und wenn sie mit Zeidruck kombiniert sind und es bis zum Ende knapp bleibt, dann finde ich das doch nervernaufreibend.

Und bei Crowdfunding ist es so: Wenn man die gesetztes Summe nicht erreicht, bekommt man gar nichts. Das Geld wird an die Unterstüzer zurück überwiesen.

Heute Morgen fehlten noch 400 von 5000 Euro für die Minimum-Summe. Wenn mehr als die benötigte Zielsumme zusammen kommt, macht das natürlich das ganze Projekt entspannter.

Ich denke und hoffe mal, dass das Gute Leben es schafft. Du darfst gern noch dabei sein.

Hier der Link zum Crowdfunding für das gute Leben

 

 

 

Mein gutes Leben – dein gutes Leben

Heute war ein wunderbarer Tag – zumindest, nachdem ich den Schrecken, von einem lauten Kompressor geweckt worden zu sein, mit einem Sprung in die Spree verdaut habe…

Montag ist mein Kreativtag. Kreativ bin ich zwar meistens. Doch am ersten Arbeitstag der Woche, nehme ich mir besonders – gemäß dem SWING – Konzept viel Zeit dafür. Und heute lief das Schreiben einfach. Das ist nicht immer so. Aber vielleicht hat es geholfen, dass ich alle zwei Stunden mal kurz in die Spree springen und mich erfrischen konnte, bevor ich weitergemacht habe.

Ich habe intensiv an weiteren Kurlektionen für mein Online-Training Dein gutes Leben gearbeitet und war um 18.00 richtig zufrieden mit der Ausbeute. Und hatte sogar noch die Energie, mir auf dem Weg zum Einkaufen eine Lektion eines Online-Trainingskurses anzuhören.

Ein Grund, warum ich gerade wie eine Weltmeisterin an dem Kurs arbeite ist, dass ich bereits von etwas neuem träume: Ich möchte mal wieder ein Buch schreiben.

Wer mich kennt, kennt einige der Sätze, die ich öfter sage:

  • Es darf sein, was ist. Ich gestalte, was wird. 
  • Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, braucht sich nicht wundern, wenn er bald von einer Elefantenherde überrannt wird. 
  • Es gibt mehr Probleme als Lösungen
  • Gut gedacht ist halt gemacht. 
  • Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist unwichtig. Wichtig ist, zu wissen, wo der Wasserhahn zum Nachfüllen ist. 
  •  Und viele mehr.

Ich habe in den knackigen, zum Teil sicher auch kontroversen Sätzen für mich die wichtigsten Erkenntnisse meines Lebens zusammen gefasst. Und ich träume davon, die Erkenntnisse mit euch zu teilen – zu jedem Satz etwas Erklärendes und ein paar Geschichten zu schreiben. Iin der Hoffnung, dass es auch euer Leben stärkt.

Das kleine Problem: Derzeit reicht das Budget nicht, um die 5 – 10.000 Euro vorzufinanzieren,  die so ein Projekt von Lektorat über Grafik bis hin zum Druck locker kostet.

Aber – ich hab ja meine Sätze. :

  • Es darf sein, was ist. Das die Kohle nicht reicht, ist gerade die Realität. Die Realität zu leugnen, hilft nichts. Ich akzeptiere: So ist es gerade. Und :  Ich gestalte, was wird. Ich denke mir Lösungen aus.
  • Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, braucht sich nicht wundern, wenn er bald von einer Elefantenherde überrannt wird. Okay. Das mit der fehlenden Kohle ist wirklich blöd. Aber ich hab schon ganz andere Herausforderungen gemeistert. Aus der Mücke „Finanzmangel“ werde ich jetzt nicht den Bimbo Elefanten „Riesenproblem“ machen. Die Mücke ist lästig. Aber nicht zu viel Aufregung wert.
  • Es gibt mehr Probleme als Lösungen. Den Satz finde ich  richtig cool. Und total wahr. Für jedes dumme Problem gibt es ein paar, vielleicht sogar  Hunderte von Lösungen. Für meines fällt mir ein: Von Millionär heiraten, Dinge bei Ebay verkaufen, Kredit aufnehmen, Singen auf der Strasse bis hin zu Crowdfunding.
  • Gut gedacht ist halt gemacht. Wenn man ein Problem erst mal gut durchdacht hat, ist der Rest relativ einfach. Der Millionär fiel aus Zeitgründne aus – einen Menschen so gut kennen zu lernen, dass man ihn gern heiraten möchte, dauert halt doch eine Weile, ebenso wie Verkauf von Dingen bei Ebay. So lang will ich mit dem Buch nicht warten. Singen auf der Straße will ich der Menschheit nicht zumuten und Kredite machen mir Druck.

Also scheint Crowfunding die beste Lösung zu sein. Crowdfunding heißt: Eine Menge Menschen (Crowd) bringt etwas gemeinsam auf die Reihe – indem sie zusammen das Geld für ein Projekt aufbringen (funding).

Ich mag Crowd funding. Da kann jemand sagen: „Das finde ich gut. Da mache ich mit meinem Geld mit – und vielleicht auch mit meiner Zeit, indem ich anderen davon erzähle.“ 

Und wer mitmacht, bekommt am Ende das coole Dankeschön, das er sich für seinen Beitrag auswählt zum Beispiel Ein handsigniertes Buch oder mehrere. Ein Coaching zum Sonderpreis, zwei Tage auf dem Schiff usw. Ihr könnt selbst bei der Plattform Startnext nachsehen, was es alles gibt.

Die Spielregeln: Wenn genug Leute mitmachen, kommt das Ding zustande. Wenn nicht, dann eben nicht. Dann fließt auch kein Geld. Und wenn es klappt, kriegst du ein cooles Dankeschön für deinen Beitrag.

Soweit ist das durchgedacht. Soweit schon halb gemacht.

Jetzt bist du dran.

Du kannst noch mitmachen. Ich bitte dich sogar darum. Denn derzeit ist erst – oder schon – knapp die Hälfte der für das Buch benötigten Summe zusammen gekommen.  Aber wie ich selbst sage:

  • Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist unwichtig. Wichtig ist, zu wissen, wo der Wasserhahn zum Nachfüllen ist. 

Von daher – herzliche Einladung, das Glas  noch weiter aufzufüllen.

Bei der Crowdfunding Plattform Startnext findest du alle weiteren Details. Und wenn ihr gerade kein Geld erübrigen könnt, ist es auch ein Geschenk, wenn ihr FAN werdet, Kommentare abgebt usw.

Hier noch mal der Link:

https://www.startnext.com/dasguteleben

Ich bin gespannt, ob wir es gemeinsam schaffen, Das gute Leben wahr werden zu lassen. Das wäre ein Traum.  Ich hoffe, er wird Realität. Und ich schreibe jetzt schon mal wie ne Weltmeisterin meine anderen Projekte, damit ich dann, wenn ihr mir hoffentlich in zwei Wochen den Startschuss für mein neues Buch gebt, alle Energie dafür verwenden kann.

50 – wie wunderbar

Es ist jetzt schon gut zwei Wochen her, doch es fühlt sich immer noch wunderbar an, jetzt 50 zu sein.

Ich habe den großen, runden Geburtstag mit bisher über 30 großen und kleinen Feiern zelebriert.

Unter anderem gab es ein Kaffeetrinken mit Patenkind und seinen Eltern, ein Jazz- ein Lud- und ein persisches Konzert, zwei leckere Essen, ein Bananenmilchschake am Morgen, ein Ausstellungsbesuch , eine großen Party an Bord.

Und ich habe den Geburtstag auch mit dem Pflanzen von vielen Erdbeeren, Tomaten, Blumen und vier Bäumen markiert. Auch wenn ich nicht glaube, dass Morgen die Welt untergeht.

Für mich war dieser Geburtstag der wohl schönste meines Lebens. Es war und ist so eine Freude, zu leben. Für mich ist das absolut nicht selbstverständlich. Es gab in meinem Leben mehrere Unfälle, die mich auch das Leben hätten kosten können.

Und es war wunderbar, zu sehen, zu lesen und zu hören, dass ich mit dem, was ich bin und geben kann, das Leben anderer Menschen bereichere.

Auch das ist alles andere als selbstverständlich. Von daher bin ich rundum tief dankbar.

Und freue mich an den Worten, den Geschenken und am Leben selbst.

Eine Gemüsekiste voll Dankbarkeit

Gerade eben habe ich für eine Zeitschrift einen Artikel über Dankbarkeit geschrieben. Und dann, dankbar, dass ich mein Nr. 1 Aufgabe des Tages erledigt habe, eine kleine Pause gemacht. Und meine erste Gemüsebox von Etepetete in Empfang genommen. Die retten Gemüse, das sonst weggeworfen wird, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht.
In mener Box waren: 

  • riesige Äpfel
  • Monsterkarrotten
  • Bomben Auberginen
  • Kleine Kiwi
  • Kleine Orangen
  • zierliche Kartoffel
  • Avocados mit Fehlern an der Schale
  • und einige andere Sachen, die ziemlich normal aussahen. Leckerer Spargel zum Beispiel.

Ich freu mich riesig, dass ich das entdeckt habe….

  • Weil es meinen Werten entspricht, mit Ressourcen achtsam umzugehen. Ich mag es beispielsweise total, dass Jesus, nachdem er durch ein Wunder Brot vermehrt hat, um Leute vor dem Umkippen vor Hunger zu retten, den Jüngern sagt, sie sollen die Reste einsammeln. Er hätte ja vielleicht wieder ein Wunder tun können – aber nein, er geht sorgsam mit Ressourcen um. Das finde ich gut.
  • Weil es eine riesige Entlastung ist, das viele Gemüse, das ich in Smoothies etc. verzehre, nicht selbst schleppen zu müssen. Ich habe kein Auto und der nächste Biomarkt ist 5 km entfernt. Selbst das Geschleppe zur Tram nervt. 

Für mich ist so etwas alles andere als Selbstverständlich. Ich bin dankbar, dass Obst und Gemüse wächst. Und dankbar für Menschen, die sich so was ausgedacht haben wie Etepetete. Ich bin dankbar für die Post, die es liefert. Und dankbar, dass ich es – ohne Allergien oder sonst welche Hindernisse – essen kann und darf. Und dankbar für die kleine Pause eben. Und das Teilen…und

Ach ja, Dankbarkeit kann man lernen. Ich bringe es dir gerne bei – z. B. in meinen Büchern dazu (einfach bei uns im Shop „DANK“ als Suchbegriff eingeben. Oder in meinem Onlinekurs DAN. Dankbar alles nehmen.

Bethel – meine Erfahrungen

2017-03-05-14-43-48Einige meiner Freunde haben mich gebeten, meine Erfahrungen in der Bethel Church in Redding aufzuschreiben, die ich von Freitag bis Sonntag besucht habe. Die Gemeinde ist bekannt für ihre vielfältigen Erfahrungen mit,  körperlicher und  innerer Heilung – das Sozo-Konzept wurde dort entwickelt und für ihre Musil.

Freitag – Einstieg

Ich war gespannt, als ich am Freitag ankam und habe erst mal noch zwei Stunden im Gebetsraum, der eigenes für stilles, persönliches Gebet reserviert ist, verbracht. Herrlicher Ausblick durch große Glasfenster auf die hügelige Gegend, ein (etwas laut) plätschernder Brunnen in der Mitte des Raumes, sanfte Musik und Material für Malen und Abendmahl luden zum Gebet ein. Mich hat besonders eine Weltkarte beeindruckt, die zeigte, wo auf der Welt es gerade Tag war – für mich ein Ausdruck dafür, dass die Gemeinde die Welt im Blick hat, was auch in vielfältigen Aktivitäten zum Ausdruck kommt.

Im Freitag Abend Gottesdienst sprach jemand  über das Gleichnis in dem Jesus davon erzählt, dass die Jungs, die erst spät für die Arbeit angeheuert wurden, den gleichen Lohn bekamen wie die, die von Anfang an geschuftet hatten. Er hat sehr anschaulich beschrieben, welche Gefühle das auslöst, wenn man denkt, der andere bekommt etwas von Gott, das man sich selbst gewünscht hat.

Der Prediger sagte, dass wir es selten als unfair empfinden, wenn wir selbst das größte Stück Kuchen abkriegen und sagte: „Wenn Gottes Großzügigkeit bei dir negative Gefühle auslöst, dann berührt das eine Ebene, in der Du noch wachsen und die Werte seines Reiches tiefer verinnerlichen kannst. In einer (heilen) Familie freut man sich, wenn ein Familienmitglied beschenkt wird!“

Mir wurde bewusst, dass ich manchmal ein Problem mit Gottes Großzügigkeit anderen gegenüber habe – gerade wenn sie etwas bekommen, was ich mir auch wünschen würde. Dabei erlebe ich Gott mir gegenüber als denjenigen, der seine Versprechen hält, mich zu versorgen.

Samstag – Healing Rooms

Der Samstag Vormittag war für Gebet für Heilung für diejenigen reserviert, die es wollten und brauchten. Was mich beeindruckt hat: Erst gab es eine kurze, klare Einführung über den Ablauf – es war den Verantwortlichen wichtig, dass Menschen wussten, was auf sie zukam. Dann eine kompakte, fundierte Lehre über Heilung und erst dann Gebet. Ich fand das sehr angenehm, weil das einen sehr klaren, sicheren Rahmen schuf.

Dann wurde in Teams für die Leute gebetet. Ich habe davon erzählt, dass ich eine Reihe von größeren und kleineren Unfällen hatte, von Sturz auf den Nacken über Bänder- und Muskelrisse, die alle nicht richtig verheilt sind. Das Team, das für mich gebetet hat, hat sich viel Zeit genommen und beim Gebet habe ich weniger körperlich als vielmehr seelische Veränderung gespürt: Es fühlte sich an, als ob sich viel von der Angst und inneren Anspannung, die sich durch die Unfälle in mir angesammelt hatte, sich gelöst hat.

Das war so intensiv, dass ich anschließend drei Stunden geschlafen habe. Und noch einen Abenspaziergang durch die Hügel gemacht habe. Das war es dann auch.

Sonntag – Volles Programm

Sonntag Morgens ging es in der Predigt darum Freund Gottes zu sein. Eric Johnson hat gepredigt. Über Mose, der mit seinem Gott wie ein Freund geredet und mit ihm Dinge unternommen hat. Solide. Gut. Bewegend.

Der Gemeinde ist es wichtig, dass die Menschen aktive Gmeeindeglieder sind und so gibt es Sonntags und auch an anderen Tagen Trainingskurse. Ich war bei den Firestarters, die vermitteln, wie man Gottes Kraft im Alltag einsetzen kann. So was ähnliches, wie mein WUM-Wunder unter Menschen – online Kurs – nur eben live. Solide, klar und immer mit Austausch- und Übungseinheiten.

Und später am Tag gab es noch die Möglichkeit, sich für hörendes Gebet einzuschreiben – wo zwei Menschen innerlich auf Gott hören und einem die Impulse  weitergeben. Auch hier – solide, kompakte Einführung. Viel Sicherheit. Und zwei Menschen, die einfühlsam das weitergaben, was sie als Impulse empfangen hatten.

Abends dann noch einen Gottesdienst in dem Kris Valvation. Vor der Predigt noch Gebet für die Verbindung zwischen den USA und Russland. Die Perspektive, dass die aktuellen Verbindung dieser beiden Nationen zum Frieden in der Welt beitragen soll und könnte, war für mich erst mal gewöhngsbedürftig – wie manch andere Perspektiven mancher amerikanischer Christen auf Politik. Dass ich zufällig neben einer Russin sass, als wir aufgefordert wurden, für eine segensreiche Verbindung zwischen Russland und den USA  zu beten, nahm ich als Gottes Augenzwinkern zur Kenntnis. Viele politische Haltungen kann und muss ich nicht teilen – und kann dennoch von Herzen für Segen beten und empfangen, was Menschen mir zu geben haben.

Kris Valatton sprach darüber, dass das Justizsystem in der ganzen Region / County nicht funktioniert – es gibt nicht genügend Gefängnisplätze, was dazu führt, dass Menschen nicht verurteilt werden und die Zahl von Einbrüchen, Autodiebstählen und anderen Verbrechen eine der höchsten des Landes ist. Er sagte, dass sie bisher als Gemeinde ratlos sind, wie sie in guter Weise dazu beitragen können, dass sich das verbessert. Er machte deutlich, dass es ihn nicht darum geht, dass die Christen das Ruder übernehmen, wohl aber dass sie mithelfen, dass die Dinge in eine gute Richtung kommen.

Als eine Frau, die selbst ein großes Herz dafür hat, dass unsere Städte und Regionen von uns gesegnet und in positiver Weise durch uns geprägt werden, hat mich das sehr bewegt – auch seine Offenheit zu sagen, dass ihnen bisher die Schlüssel fehlen. Und zugleich der Mut und Glauben, dass sie dranbleiben wollen, bis sie Veränderung sehen. Als Gemeinde haben sie der Stadt Geld gespendet, um Stellen in dem Bereich zu finanzieren. Ihnen war klar, dass das die Sache nicht löst, aber sie wollten wenigstens etwas beitragen. Die Transparenz, Ehrlichkeit und Sehnsucht hat mich berührt.

Großzügigkeit

Was mich in den Tagen am meisten beeindruckt hat, war die Großzügigkeit der Menschen. Ich hatte kein Auto, wohnte etwa 5 km von der Gemeinde entfernt und habe an allen Tagen erlebt, dass die erste Person, die ich ansprach, ob sie mir eine Mitfahrgelegenheit anbieten könnte, das auch tat – selbst wenn mein Quartier nicht auf der Strecke lag.

Ebenso großzügig waren Menschen mit Segen. Man kam mit jemandem ins Gespräch. Und wenn die Person mitbekam, dass ich Besucher war, fragte sie, ob sie segnend für mich beten darf. Ich hab den Überblick verloren, aber meiner Schätzung nach haben 50 oder mehr Menschen in den Tagen für mich gebetet. Viele haben auch von Gott Sachen für mich gehört.

Die Menschen in der Gemeinde werden trainiert,bei der Weitergabe von Impulsen darauf zu achten, dass die Impulse ermutigend und stärkend sind – aus ihrer Sicht ist Kritik und Zurechtweisung den Leitern der jeweiligen Person vorbehalten und sollte im segneten Gebet keinen Raum haben.

Manchmal sagt Gott Sachen, die einfach nur bestätigen, was man schon weiß: „Ich sehe, dass du ganz viele Bücher schreibst!“ (lustig, wenn die Person, die das innerlich gesehen hat, völlig überrascht ist, wenn man erklärt, dass man das bereits tut). Oder Gott beschreibt einfach nur, wie er einen sieht – auch das ist extrem ermutigend und berührend. Und gelegentlich gibt es auch Impulse, die wegweisend für die Zukunft sind. Ich hab in den drei Tagen dort die ganze Bandbreite  erlebt; Beschreibung, Bestätigung, Ausrichtung. .

Zusammenfassung

Was ich in den Tagen erlebt habe, war eine – gerade auch in der Anbetung – auf Jesus und sein Erlösungswerk fokussierte Gemeinde, die nicht vollkommen ist, aber Gott zutraut, mit ihnen und durch sie zu handeln.  Und die großzügig, wirklich großzügig weitergibt, was sie empfangen hat.

Gerade lese ich das Buch von Beni Johnson 40 Days to Wholeness, die zusammen mit ihrem Mann die Gemeinde leitet, ein Buch über gesunden Lebensstil, der auf angenehmene und berührende Weise das natürliche, aber auch das Seelische und Geistliche verbindet.

Als kleines PS sass ich beim Rückflug neben einer Frau aus der Gemeinde, als der Pilot ansagte, dass wir wegen schlechten Wetters nicht landen könnten, sondern 30 Minuten kreisen müssten, bis es vielleicht besser oder wir zu einem anderen Flughafen umgeleitet werden müssten. Unser Flug hatte wegen des Wetters schon 2 Stunde Verspätung. Wir beteten gemeinsam, dass Gott die Wolken wegschiebt. und keine 30 Sekunden nach unserem „Amen“  sagte der Pilot „Gute Nachrichten. Das Wetter hat sich plötzlich aufgeklärt. Wir können in 10 Minuten landen!“ Gut so.

Freundschaft leben

2017-03-06-15-16-32Gerade sitze ich bei Freunden auf einem Balkon mit Blick auf den Pazifik und lasse die letzten Tage Revue passieren.

Erst mal von Anfang an.

Als ich zu Beginn des Jahres betend überlegt habe, was 2017 wichtig sein könnte, war Freundschaft das erste Wort, das mir in den Sinn kam. Ich empfand, dass ich in diesem Jahr, in dem ich 50 werde, die Freundschaften, die mein Leben geprägt haben,  feiern und genießen sollte. Dazu gehören auch eine Reihe von Freunden in den USA., die ich wegen der Entfernung nicht oft sehe.

  • Die Jones Family. Andrew und Debbie und  ihre fünf Kinder. Ich kenne die Familie seit 2001 und hab die Kinder heranwachsen sehen. Debbie ist letztes Jahr sehr plötzlich verstorben – ich konnte nicht zur Beerdigung kommen und so war es mir besonders wichtig, in dieser Trauerphase Zeit mit ihnen zu haben. Ich habe Sohn und Schwiegertochter und Vater und zwei der anderen Töchter an der Westküste besucht. Da bin ich gerade noch. Und ich genieße neben Gesprächen, Gebeten und gutem Essen auch den Pazifik und das sonnig-milde Wetter.
    2017-02-28-12-33-17
  • Derek und Amy C.: Die beiden kenne ich auch seit 2001. Aufgrund logistischer Komplikationen hat es bei dieser Reise nicht mit  einen Besuch bei ihnen geklappt – aber ich habe Drecks Eltern, von denen ich schon viel gehört und mit denen ich auch schon gemailt habe, zum Essen treffen.  Es war spannend und berührend, Menschen, die indirekt schon lange zum Leben gehören, kennenzulernen. Am Ende der Begegnung gab mir Dereks Mutter eine warme Umarmung und sagte: „Ich liebe dich – ich weiß, dass Derek dich liebt, deshalb liebe ich dich auch!“ (Das amerikanische „Love“ ist in dem Fall so eine Mischung aus „schätzen, wertvoll finden, mögen usw.)
  • 2017-03-01-19-14-35Amy P., die ich seit 20 Jahren kenne. Sie und ihr Mann konnten – nach langen Jahren der Hoffnung und des Gebets vor 10 Jahren zwei Kinder adoptieren. Zwei Jahre nach der Adoption starb plötzlich ihr Mann innerhalb von 11 Wochen an einem Hirntumor. In meinem Buch „Die Hütte und ich“ habe ich über sie geschrieben. Sie hat später wieder geheiratet und der Tag, an dem ich bei ihr ankam, war „zufällig“ der 10. Jahrestag des Tages, an dem die Kinder zu ihr kamen. Das haben wir natürlich gefeiert. Mit einem leckeren Essen, einem Museumsbesuch und Gebet und Segen.
  • Bauteam: Ein Bauteam aus Kalifornien hat mal auf dem Schiff gearbeitet. Drei von ihnen haben mich am Flughafen getroffen und zu Andrew und seinen Töchtern gebracht. Wir kennen uns ja nur von einer Woche bauen, aber dennoch war viel Herzlichkeit und Verbundenheit da.
  • Matthias und Kim und ihre Familie. Matthias ist ein langjähriger Freund, mit dem mich eine innige Nähe verbindet. Er hat vor zwei Jahren einen extrem heftigen Schlaganfall gehabt, von dem er weitgehend genesen ist. Die Zeit bei ihnen ist der krönende Abschluss meiner Reise…

Ich spüre den Reichtum dessen, was es heißt, mit Menschen verbunden zu sein – in leichten wie in schweren Tagen….

Dankbar für Freundschaft.

 

2016-12-30-08-12-13Mein aktuelles Lieblingszitat:

Die Gelassenheit

ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

– Marie von Ebner-Eschenbach

Schiff im Februar

2017-01-22-12-56-12Nach frostkalten Wintertagen gibt es sie jetzt wieder – diese einzelnen Stunden, wo man eingewickelt in warme Decken und mit einer heißen Tasse Tee zumindest eine Weile draußen in der Sonne sitzen kann.

In den letzten Wochen ging es nicht so sehr voran, weil ich selbst wenig Kapazitäten habe, da ich intensiv mit der Arbeit an meinem neuen Buch und dem neuen Onlinekurs Swing Dein gutes Leben beschäftigt bin und wenig Helfer hatte.

Aber am Wochenende kommt Bootsbauer Helge, da wollen wir weiterbauen 

  • Ein Treppengeländer, damit Menschen sicher an Bord kommen
  • Decken im Eingangsbereich
  • Decken im Steuerhaus

Wenn das geschafft ist, haben alle Räume im Schiff (bis auf den Maschinenraum) Deckenverkleidungen. Das wäre mal wieder ein Meilenstein.

Dann fehlt noch an großen Dingen 

  • Tür für den Seminarraum
  • Kaminofen für den Seminarraum
  • Treppe nach unten
  • Böden im Eingang und Seminarraum schleifen und mit Kork bekleben
  • Lüftung

Da alles, jedes einzelne Brett, das an die Decke kommt, auf Maß zugeschnitten und angepasst werden muss, ist das alles  bei einem Schiff viel mehr Arbeit als etwa bei dem Neubau eines Hauses.

Aber ich freue mich über jeden Zwischenschritt. Und darüber, dass Menschen, die Orientierung brauchen, das Angebot nutzen (im Winter bisher weniger, obwohl das Schiff gut geheizt ist!).

Weitermachen

Ich bin nach wie vor dankbar für jeden Menschen, der mir mit Finanzen oder indem er ein paar Stunden oder Tage hilft. Kurz: Über alles, was dazu beiträgt, dass mein Traum, bis zu meinem 50. Geburtstag im April ein fertiges Schiff zu haben, Realität wird.

 

 

 

Freudenbringer neu entdecken

2016-12-30-08-09-45Das letzte Jahr war ein Kraftakt.

Mit Umzug, großen finanziellen und praktischen Herausforderungen. Ein Kraftakt, den ich im Rahmen meiner Möglichkeiten gut gemeistert habe. Doch die Freude ist dabei auf der Strecke geblieben. Die eroberte ich mir gerade zurück.

Ein Weg ist, mich in mehr Achtsamkeit üben. Da sein, wo ich bin. Dinge wahrnehmen, aufnehmen. Ich hab dazu geschrieben m Newsletter von Down to Earth, den ihr übrigens hier abbonieren könnt, was ich wärmstens empfehle, weil ich da immer ein Stück Leidenschaft und Inspiration weiter gebe.

Ein anderer Weg ist, Dinge zu wieder entdecken, die mir Freue machen. Auf meiner aktuellen Wieder-Entdeckungsliste stehen

  • Kicker spielen. Ich kann es nicht, aber es macht extrem viel Spass.
  • Skifahren. Am Wochenende stand ich zum ersten Mal seit über 20  Jahren wieder auf Brettern – und fand es herrlich.
  • Lesen. Das mache ich eigentlich immer. Aber seit ich um 18 Uhr den Computer ziemlich konsequent ausschalte, habe ich viel mehr Zeit dafür. Und die Arbeit wird trotzdem erledigt.
  • Joggen gehen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mir das wirklich Spass macht… aber eine kleine Runde laufen tut einfach gut. Mit kleine Runde meine ich 8 –  10 min. Man muss sich ja nicht gleich unnötig stressen. Und kurze Sprints trainieren den Körper besser als langes Joggen.
  • Zeichnen. Jeden Morgen zeichne ich einen Gegenstand. Jeden Abend zeichne ich das Highlight des Tages.
  • 2016-12-30-08-11-33Haushaltsrezepte ausprobieren. Hier wird meine ökologische Seele lebendig. Immer wenn ein Putzmittel zur Neige geht, recherchiere ich und dann stelle ich Ersatz aus einigen wenigen Basis-Zutaten selbst her. Fensterputzmittel aus Essig plus warmen Wasser, Waschmittel aus Kastanien (einfach nur in kleine Stücke hauen, Wasser dazu, nach 8 Stunden kann man den Sud zum waschen nehmen), Wäscheduft und Entkalker aus Orangenschalen (superprimitiv:einfach in ein Netz zur Wäsche tun) usw. Das spart nicht nur Geld, sondern geht schneller als Einkaufen und macht Spass.
  • Dinge sortieren: Das tut mir gut, so lange es nicht zu viel ist. 10 – 15 Minuten macht mir Freude. So langsam schmilzt der schulterhohe Berg der „das könnte ich ja irgendwann mal lesen“ Papiere aus meinem alten Büro.
  • Schönes Betrachten: Draußen stehen oder am Fenster und die Winterschönheit der Dinge zu betrachten, tut einfach nur gut.
  • Ausstellungen besuchen. Der erste Versuch kürzlich ist gescheitert – weil halb Berlin die gleiche Idee hatte.  Aber ich weiß, dass ich Inspiration liebe.
  • Ins Kino gehen: Boah, das hatte ich lange nicht mehr gemacht. Als Ersatz für die Ausstellung war es richtig gut.

Klar. Alles kostet Zeit, Energie und einiges auch etwas Geld (bis auf die Putzsachen, die sparen Geld). Aber ich freue mich, das Leben neu zu entdecken und zu spüren.

Und du? Was willst du gern mal (wieder) tun?

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