Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Besser leben (Seite 1 von 20)

Wie gehen wir mit Frauen um?

„Der Maßstab für jede Gesellschaft liegt darin, wie sie ihre Frauen und Mädchen behandelt“ –  Michelle Obama

In einer westlichen Demokratie brüstet sich ein Präsidentschaftskandidat damit, dass ein Mann, so bald er Macht hat, mit Frauen machen kann, was er will – und damit durchkommt. Michelle Obamas Satz bezieht sich auf ihn, doch geht weit darüber hinaus.

Vielleicht blickt sie auch zurück auf die Zeit in der Männer das gesetzliche Recht hatten, über alles zu bestimmen, was ihre Frauen taten: Beruf, Finanzen, Sexualität. Das wird in dem Film Die göttliche Ordnung über den Kampf der Schweizerinnen für das Wahlrecht eindrücklich geschildert.

Starke Frauen. Von Kerstin HackIch habe mich in den letzten Monaten intensiv mit der Frage beschäftigt, ob das Kleinhalten und Ausgrenzen von Frauen, das in manchen christlichen Kreisen noch praktiziert wird, tatsächlich vom Wort Gottes her haltbar ist. Und das Quadro Starke Frauen. Befreiende biblische Perspektiven zu dieser Frage veröffentlicht.

Für mich ist klar:  Ja, auch die Gesundheit einer christlichen Gemeinde kann man daran erkennen, wie sie mit Frauen umgeht, sie fördert, schätzt und ihnen den Raum gibt, die Gaben auszuleben, die der Vater ihnen zum Wohl aller anvertraut hat.

Kürzlich habe ich, weil ich das Thema gern noch tiefer verstehen will, das Buch Fashioned to reign  von Kris Vallotton gelesen. Er setzt sich darin mit zwei Fragen auseinander:

  • Dürfen Frauen in Gemeinde und Gesellschaft leiten?
  • Wie sieht weibliche Leiterschaft aus?

Zur ersten Frage kommt er nach gründlicher Analyse der biblischen Texte zu einem klaren „Ja“.  Er findet fundierte, plausible Erklärungen für einige der „schwierigen Stellen“. Eine Sache, die für mich neu war: Es gibt in den 66 Büchern der Bibel nur drei Bücher, in denen Stellen vorkommen, die die Leitung von Frauen einzuschränken scheinen. Das sind Briefe von Paulus an Gemeinden oder Leiter von Gemeinden, die sich in Ephesus, Korinth und Kreta (Titusbrief) an Orten.

Dort gab es einen sehr stark ausgeprägte Verehrung weiblicher Gottheiten gab – mit den dazugehörigen Vorstellungen, von denen sich auch die jungen Christen noch nicht gelöst hatten.  Bei vielen seiner Briefe schreibt Paulus am Ende, dass auch andere Gemeinden sie lesen sollen. Bei den drei Briefen mit den schwierigen Stellen tut er das nicht. Das kann als ein Hinweis darauf verstanden werden, dass die Ausführungen sich auf eine spezifische Situation, nicht auf alle Frauen an allen Orten zu verstehen sind.

Bemerkung von mir: Es kommt ja auch niemand auf die Idee, die Aufforderung an den an Magenproblemen leidenden Timoteus „Nimm etwas Wein für deinen Magen, trink nicht nur Wasser!“ als allgemeingültige Regel für alle Christen zu verstehen.

Interessanterweise schreibt Vallotton, dass die Frage nach der Art wie Frauen leiten für ihn weit herausfordernder war als die Frage, ob und wo sie leiten dürfen?

Wie leitet eine Frau?

Er gibt die Antwort, indem er fünf verschiedene Frauen beschreibt, die auf ganz unterschiedliche Weise leiten: Durch Sensibilität gegenüber dem Heiligen Geist, durch starkes Durchhaltevermögen und Solidarität, durch die Fähigkeit, Vision vor Augen zu malen, durch tiefes Mitgefühl mit den Armen und Schwachen und Vorbild sein oder auch durch gelebte Integrität.

Leiter sein kann heißen, vorne zu stehen und anderen zu sagen, wo es lang geht. Es kann aber auch heißen, etwas zu entwickeln, zu gestalten.

Ich bin glücklich, dass wir im Verlag eine Reihe von Kompaktbiographien über einige leitende Frauen herausgegeben haben und jeweils beschreiben, was diese Frauen in der Welt geleistet haben.

Weltveränderer Frauen

  • Sophie Scholl
  • Margarethe Steiff
  • Aung San Suu Kyi
  • Hildegard von Bingen
  • Marie Curie
  • Helen Keller
  • Coco Chanel
  • Mutter Teresa
  • Astrid Lindgren

Sie haben Spuren hinterlassen.

Sie haben unsere  Welt schöner, freier, mutiger und gesünder gemacht. Es lohnt sich, ihre Geschichten zu kennen und sie den eigenen Söhnen und Töchtern zu erzählen. Damit sie auch zu Menschen werden, die etwas in dieser Welt prägen.

Ich wünsche mir, dass in unserer Gesellschaft und gerade auch in den christlichen Gemeinden, Frauen Raum gegeben wird, das Potential zu leben, das in ihnen steckt – ob as nun Lehre oder Forschung, Politik oder Wirtschaft, Seelsorge oder Design ist.

 

Schiff: 99,5% fertig – mit Ballsaal

Flur Anfang Mai

Nach einem langen, intensiven Tag, genieße ich jetzt an Deck die Abendstille und die noch immer laue Luft .

Heute Morgen ist Bootsbauer Helge von Bord gegangen, nachdem er mal wieder zwei Wochen hier war, um weiterzubauen.

Schwerpunkt neben 10.000 Kleinigkeiten war der Eingangsbereich. Da gib es jetzt

  • Korkfussboden im Eingangsbereich
  • Eine leicht abklappere Arbeitsplatte in der Gästeküche
  • Eine ordentliche Sammelstelle für Flaschen
  • Zwischenböden im Schuhregal
  • Ein extra Ablage für meine 20 Schals
  • Einen eingebauten Filter für Trinkwasser
  • Eine ordentliche Abfall-Sammelstelle
  • Eine Kaffeemaschine – vor allem für Seminarbesucher und Gäste
  • Einen sicheren Stehplatz für die Queen (die war am Tag des Brexit von ihrem Platz gestürzt und hatte ihren Kopf verloren. Den haben wir wieder fest geklebt. Und ihr einen neuen, sicheren Standort spendiert,

Flur Mitte Juni

Jede einzelne bauliche Veränderung macht das Leben an Bord leichter oder schöner. Emotional und optisch macht der hell lasierte Kork natürlich den größten Unterschied. Statt das Empfinden zu haben, in einer engen Höhle zu sein, fühlt man sich nun wie in einem Tanzsaal.

99,5 % Basis-fertig 

Mit so einem Projekt ist man nie richtig fertig. Natürlich fehlen noch 1000 Kleinigkeiten und ein paar Großigkeiten z. B. ein guter Kamin für den Seminarraum.   Doch wenn man immer auf das was rein theoretisch perfekt fertig sein und noch gemacht werden könnte, schaut, wird man nie fertig. Und hat nie den Genuss, diese wunderbaren drei Worte auszusprechen: „Ich bin fertig!“

Deshalb habe ich für mich drei Stufen definiert

Stufe „Basis-fertig“ heißt: Alles funktioniert. Dazu fehlen aktuell noch

  • Eine Tür im Seminarraum
  • Ein Aufbewahrungsschrank für die Gästeküche (obwohl die dafür improvisierten Obstkisten auch einen guten Dienst tun)
  • Schubladen im Badezimmer
  • Funktionierender Herd in meiner Küche

Stufe „Luxus fertig“ heißt: Alles ist schick

  • Im Seminarraum gibt es einen guten Kamin und einen edlen Tisch für Coaching
  • Die Treppe nach unten ist auch für ungeübte Kletterer gut zu bewältigen
  • Alle Ecken und Kanten sind verkleidet
  • Der Maschinenraum hat Wandverkleidung satt tiefschwarzer Isolierung
  • Der Weg zu den Gästezimmern hat auch Korkfussboden
  • Einbauschrank im Gästezimmer oder Schubladen.
  • Lüftung fürs ganze Schiff (80% fertig)
  • Schicke Lampen… zum Teil improvisieren wir noch mit an die Decke geschraubten Marmeladegläsern

Stufe „Außen fertig „ heißt: Auch außen ist alles ist schick

  • Gute Sitz- und Liegemöbel für alle Besucher und Gäste (ok, für mich auch)
  • Holzfussboden statt Metall, das im Sommer sehr heiß und im Winter sehr glatt wird
  • Blumenkästen am Dach
  • Gute, leicht tragbare Kajaks oder Kanus
  • Eine angenehme Feuerstelle / Feuerkorb
  • Erweiterung der Solaranlage, damit das Schiff aus im Winter gut Licht hat.
  • So sah es am Anfang aus…

    ,,,

Es bleibt noch einiges zu tun. Aber fürs Erste freue ich mich über all das, was geworden ist.

So sah es am Anfang aus…99,5 & ist schon ganz schön weit, wenn man daran denkt, wie es am Anfang aussah.

Aber das Schönste ist: Das Schiff erfüllt – egal ob 70 oder 99% fertig, seinen Zweck. Vor ein paar Tagen waren mal wieder drei junge Frauen an Bord, die nach Orientierung für ihr Leben suchen und sich fragen, ob Deutschland und eventuell Berlin der Ort sein könnte, an dem sie einen Auftrag haben. Sie zu beherbergen, mit ihnen zu sprechen und sie bei der Suche nach Antworten zu unterstützen, das ist der Auftrag des Schiffes und von mir ganz persönlich.

Und es macht glücklich, wenn wir – mein Schiff und ich – das Leben können, was unsere Bestimmung ist.

 

Schlank und fit – drei kleine Tricks

Ich liebe es, Menschen dabei zu unterstützen, zu Leichtigkeit und Lebenskraft zu finden. In den letzten Jahren habe ich mehrfach Menschen als Coach begleitet, die Unterstützung dafür suchten, Übergewicht nachhaltig und gesund zu reduzieren. Mir hat der – im übrigen erfolgreiche – Prozess sehr viel Spass gemacht – es war berührend, Menschen bei so einem persönlichen und auch sensiblen Thema zur Seite zu stehen. Und ich habe selbst viel gelernt.
Manche Menschen tun sich schwer mit der Geichtsreduktion, weil sie es gewohnt sind, schnell zu essen und sich so kein Sättigungsgefühl einstellt.
Ein anderen Oder weil sie es gewohnt sind, zu große Mengen zu essen und der Magen größer ist als wünschenwert und sich das Sättigungsgefühl erst nach einer bestimmten Füllmenge einstellt.
Schlank und fit - Grundlagen und Tricks für einen gesunden und starken Körper
Trick zu gesunder Sättigung
  • Eine halbe Stunde vor dem Essen ein großes Glas Wasser trinken
Das Wasser füllt den Magen schon mal und reduziert das Hungergefühl. Wichtig: Wasser zum Essen verdünnt die Verdauungssäfte und erschwert das Verdauen – Das ist also nicht so gut.
  • Ballaststoffreiche Nahrung essen, die den Magen gut füllt

Lieber Roggenbrot als Baguette, lieber einen Apfel, an dem du kauen musst, als einen Smoothie, lieber Salat als Pasta.

  • Häufig Suppen essen
Suppen muss man langsam löffeln. Und Suppe füllt den Magen sehr gut.
Ganz klar: das dicke Fett wird man damit nicht weg. Aber die Tricks können eine weiter gute Gewohnheit werden, die dabei hilft, schlank zu werden oder zu bleiben.
Weitere Grundlagen zum Thema gesund abnehmen und Tipps und Tricks, um wieder zu dem Körper zu finden, in dem du dich wohlfühlst, gibt es in meinem Quadro schlank und fit 
Und falls du dich für Coaching interessierst, kannst du dich auf meiner Internet-Seite KerstinHack.de informieren.

Im Alltag keine Spuren hinterlassen – wie ich die besondere Form der Achtsamkeit lerne

Gerade übe ich mich darin, keine Spuren zu hinterlassen.

Das ist ein Bild, das Jan von Wille in seinem Quadro Achtsamkeit verwendet. Damit beschreibt er, dass man bei einer Sache bleibt, bis sie ganz fertig ist.  So dass ein Detektiv nicht erkennen könnte, dass man da gewesen ist.
Für mich heißt das:

  • Tassen nicht vor, sondern sofort in die Spülmaschine stellen
  • Dokumente, mit denen ich gearbeitet habe, gleich wieder zurück legen.
  • Eine Seite, auf der ich gesurft habe, wenn ich fertig bin, gleich schließen.
  • Kleidung nach dem Ausziehen gleich zusammenlegen und an den richtigen Platz bringen usw.

Das klingt erst mal anstrengend – ist es auch ein bisschen.

Gerade für jemanden wie mich, der den Kopf schnell voll neuer Ideen hat, noch bevor die alten abgeschlossen sind. Es ist viel leichter, etwas Neues zu beginnen, als das alte komplett fertig zu stellen.

Doch zugleich erlebe ich es als ungemein entlastend, mich darin zu üben.

Es liegt nichts rum. Weder in der eigenen Umgebung. Noch im Kopf.

Ich lade dich ein, dein Leben zu verändern…und begleite dich

Mich fasziniert derzeit ein Zitat des Apostels  Paulus. Er schreibt an seine Freunde in Thessaloniki

Gott bewahre euch, damit ihr fehlerlos seid an Geist, Seele und Leib.  – 1. Thessalonikerbrief 5,23

Mich berührt es, dass es dem großen Apostel nicht nur um das spirituelle Wohlergehen seiner Leser geht, sondern dass für ihn Geist, Seele und Körper untrennbar zusammengehören.

Er wusste schon damals: Damit es uns gut geht, brauchen wir Stärke in allen drei Bereichen:

  • Geist: gelebte Spiritualität – Pflege unserer Verbindung zu Gott.
  • Seele: gesundes Innenleben – emotionale und mentale Freude und Kraft.
    Körper: ganzheitliche Gesundheit – Fürsorge für unseren Leib.

Wie schön wäre es, wenn es uns tatsächlich auf allen Ebenen gutginge!

Aber ein solches Rundumprogramm kann auch als herausfordernd empfunden werden. Das erlebten offensichtlich auch die Adressaten von Paulus so – sonst hätten sie wohl kein Gebet gebraucht.

Und ich als Coach stelle natürlich gern Fragen dazu.

Wie könntest du zu mehr Wohlergehen finden?

Träumen
Ich finde es hilfreich, erst einmal zu träumen: Wie sähe es aus, wenn es mir an Geist, Seele und Leib rundum gutgehen würde? Was wäre das optimale Wohlbefinden für mich?
Wenn innerlich ein lebendiges, attraktives Bild entstanden ist, kannst du anschließend eine Bestandsaufnahme machen:

  • Wie geht es meinem Geist, meiner Seele, meinem Körper?
  • Was ist gut? Was fällt mir schwer?

Und dann erst konkret überlegen:

  • Was möchte ich gern verändern?
  • Womit kann und will ich beginnen?

Analysieren
Auch Skalen von 0 (schlecht) bis 10 (spitze) können hilfreich sein.
Male für jeden Bereich eine Skala – einen Strich mit Zahlen von 0 bis 10 – und trage ein:

  • Aktueller Zustand: Wo stehe ich gerade? Notiere dazu: Was kennzeichnet den Zustand?
  • Wunschzustand: Wo möchte ich demnächst sein? Markiere den Punkt auf der Skala, schreibe das Datum dazu und beschreibe in Stichworten, was den verbesserten Zustand kennzeichnet.
  • Ideen: Notiere 10 Möglichkeiten, die dich vom aktuellen Zustand zum Wunschzustand bringen. Wähle 1 bis maximal 3 aus, die du konkret umsetzen willst.

Training – du musst es nicht alleine schaffen

Für diejenigen von euch, die so richtig weiterkommen möchten, biete ich auch Online-Trainingskurse an, die euch drei Monate auf eurem Weg begleiten.

Geist:

  • WUM – Wunder unter Menschen. Natürlich Gottes Kraft erfahren.
    http://dte-training.de/wum
    Der Kurs ist ideal für alle, die darin wachsen wollen, Gottes übernatürliche Kraft zu erleben und weiterzugeben.

Seele:

  • DAN. Dankbar alles nehmen [Das Glas ist voller als du glaubst!]
    http://dte-training.de/dan
    Die Wissenschaft bestätigt: Das Einüben von Dankbarkeit führt zu mehr Lebensfreude und Gesundheit.
  • SAM. Seine Arbeit meistern. Gelassen und entspannt arbeiten lernen.
    http://dte-training.de/sam
    Wer die Dinge im Griff hat, lebt mit mehr Ruhe und Kraft.
  • Dein gutes Leben. Jahrestraining nach dem SWING-Konzept.
    http://dte-training.de/swing
    Der Kurs ist ein Rundumprogramm für Körper, Seele und Geist.

Körper:    

  • LEA. Lebe endlich anders. Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung gewinnen.
    http://dte-training.de/lea
    Körperlichen und seelischen Ballast loswerden und neue Stärke gewinnen.

Die Kurse beginnen am 1. Tag eines Quartals.

NEU: Du kannst dir aber auch einen individuellen Starttermin auswählen und zum Beispiel sofort beginnen.

Ich hoffe, dass die Tipps und Ideen zu mehr Wohlbefinden an Geist, Seele und Leib zu finden – das ist mein Wunsch und mein Gebet für dich.

Und wo ich dich durch die Kurse oder Coaching dabei unterstützen kann, tue ich das gern.

Traumsofa- Suche – ein kleiner Alptraum

2014-07-16-19-42-41Das Gästezimmer im Schiff ist wunderbar. Man wird beim Schlafen sanft von den Wellen hin – und hergezogen. Draußen vor den Bullaugen plätschert die Spree vorbei. Die Wände sind mit hellem Holz getäfelt, der Boden mit fuasangenehmen Kork belegt – ein Traum.

Es hat nur ein paar kleine Nachteile. 

  • Es ist schief. „Schiff kommt von schief“ sagt Bootsbauer Helge immer. Im Gästezimmer heißt das: Die Wand an der Backbordseite ist oben breiter als unten (ca. 40 cm) und hinten breiter als vorn. Um das abzufangen, haben wir schon ein Podest gebaut. Aber nur ganz oben unter der Decke wäre das Schiff breit genug, um zwei Menschen nebeneinander schlafen zu lassen. Aber da kriegt man dann keine Luft mehr!
  • Schmale Schlafecke: Der Schlafplatz ist an drei Seiten 1,50 breit, an der vierten 1,80. Das ist ok, um eine Person dort schlafen zu lassen (eine Matratze, die man schräg zuschneidet, kriegt man dort rein), aber für zwei ist es nicht ideal.  Mit nebeneinander liegenden Matratzen ist nicht ausreichend Fläche für zwei Menschen zu schaffen – es sei denn einer ist kürzer als 1,50 cm.
  • Die Treppe und die Tür sind schmal.

Da ich auch Paaren ermöglichen will, am Schiff zu schlafen war klar: Es musste ein Bettsofa her. Nur welches?

Bootsbauer Helge und ich haben neulich von 8.00 Abends bis 1.00 Morgens gegoogelt, um passende Modelle zu finden. Das sind die Stunden „Bauzeit“, die keiner sieht und die doch so wichtig sind, damit am Ende alles schön ist.

schlafsofa-frizzo-webstoff-stoff-zahira-tuerkis-3966968Ergebnis 

  • 90%  lösen bei mir das Gefühl aus, ästhtische Körperverletzung erlitten zu haben (Farbe, Form) z. B. Black-Red-White
  • 80% passen nicht durch die Tür des Gästezimmers
  • 70% sind von der Statik her nicht geeignet, der Schwerpunkt ist zu weit vorn, sie würden vom Podest kippen.
  • 40% sind unbezahlbar

Am Ende haben wir ein traumhaftes Schlafsofa. gefunden, das alle Kriterien erfüllt. Und es in einem Showroom in Berlin genau angesehen, vermessen – es passt wirklich.

Einziger Haken, der noch bleibt. Ich habe gerade keine 679,99 Euro, um das gute Stück zu kaufen. Das Konto ist fast bis zum Anschlag in den roten Zahlen. Jetzt Sachen für die Einrichtung kaufen, geht gar nicht.

Mein Wunsch wäre es, bis zu meinem Geburtstag Ende April, wenn ich viele Gäste erwarte, das gute Stück einsatzbereit zu haben. Wenn du mithelfen willst, dass der Traum vom Traumsofa wahr wird, dann frag mich nach meiner Paypal Mail oder Kontonummer. Wenn ich – wenigstens –  die Hälfte geschenkt bekomme, werde ich es bestellen. Dann ist es hoffentlich bis zum Geburtstag einsatzbereit.

Wenn ich das Geld nicht zusammenbekomme, muss ich halt warten und improvisieren…

Aber…Ich würde mich riesig freuen, wenn es klappt.

 

 

Wunderbar und zum Wundern

2017-03-12-18-19-00In meiner Zeit in den USA habe ich auch Matthias Beyer und seine Familie besucht. Matthias ist ein alter, lieber Freund, der wie ich Coach ist, jedoch vor zwei Jahren einen schlimmen Schlaganfall hatte, der ihn an die Schwelle des Todes brachte – und wieder zurück zu den Lebenden – was man wohl ohne zu übertreiben als ein Wunder bezeichnen kann – Details hab ich in einem Blogbeitrag beschrieben:  Das zweitbeste Ostern aller Zeiten .

Matthias und Kim und Kims Eltern haben sich sehr gefreut, mich zu sehen.  Ich fand es auch sehr schön, an ihrem Leben Anteil zu haben. Und selbst zu sehen, wie es Matthias jetzt geht. Es ist zum einen wunderbar, dass so ein riesiges Wunder geschehen ist – und es wundert mich manchmal, dass das Wunder nicht alles abgedeckt hat und eine ganze Menge zum Glauben, Hoffen und Trainieren übrig bleibt.

Wenn ich jetzt an den Besuch denke, spüre ich eine Mischung aus Dankbarkeit und Traurigkeit. Und ich bete.

Ich bin dankbar

  • Matthias lebt. Er lebt wirklich. Genießt manche Dinge wie draußen sein. Spazieren gehen. Helfen.
  • Er kann mit den Kindern spielen, kommt die Treppe zu ihrem Zimmer hoch (beides war beim letzten Besuch vor 14 Monaten noch nicht der Fall)
  • Es geht Matthias jetzt schon besser als die Ärzte es bei der Schwere seines Aneurysmas jemals für möglich gehalten haben – er läuft, spricht – in zwei Sprachen! – und versteht vieles.
  • Kim hat eine 30-Stunden Stelle in der Gemeinde angenommen, blüht darin auf und kann mit dem Gehalt zum Familieneinkommen beitragen
  • Er kann wenn er von sich aus etwas sagt, meist recht klar und deutlich sprechen.
  • Er hilft viel im Haushalt (Spülmaschine ein- und ausräumen, Wäsche zusammenlegen usw.

Ich bin traurig 

  • Müdigkeit: Das engste Unterstützer-System ist erschöpft. Kims Frau Matthias und seine Schwiegereltern. Sie tragen durch die Behinderung von Matthias viel zusätzliche emotionale. praktische und finanzielle Last. Bei den Finanzen hilft die Familie von Matthias, bei vielen praktischen Dingen – wie Fahrten zu Therapien, helfen Freunde. Dennoch ist sowohl Kim als auch ihren Eltern anzumerken, dass die zusätzliche Belastung an ihren Kräften zehrt und ihnen die Ruhe- und Erholungszeiten fehlen.
  • Wahrnehmung: Matthias spürt jetzt viel mehr als früher, was er verloren hat – an Bewegungs- Denk- und Sprachfähigkeit. Das belastet ihn und macht ich traurig. Immer wieder sagte er „Ich kann nicht mehr zurück!“. Es verunsichert ihn, dass niemand sagen kann, ob wann und wie sich sein Zustand weiter verbessern wird.
  • Gedächtnis: Matthias rutscht immer wieder sprachlich in Schleifen – erzählt die gleichen drei bis vier Dinge immer wieder – selbst in Kontexten, wo sie nicht wirklich passen. Manchmal schimpft er sich dann selbst „STOP. Du weißt das schon.“ Zugleich ist er hilflos.
  • Doppelsicht: Matthias sieht nach wie vor alles doppelt. Das ist schon besser als alles mehrfach zu sehen. Aber dennoch eine starke Belastung. Stelle dir mal vor, du müsstest dich konzentriert mit jemandem unterhalten, den du ständig doppelt siehst. Das irritiert gewaltig.

Ich bete

  • Erholung: Dass Matthias und die Menschen, die ihn stärken, immer wieder gute Phasen tiefer Regeneration und Gottesbegegnung erleben.
  • Finanzen: Dass die deutsche Rentenversicherung greift, Kim eine Gehaltserhöhung bekommen kann, Matthias einen Mini-Job speziell für Menschen mit Einschränkungen und die Familie insgesamt entlastet wird.
  • Heilung: Dass Gott weiter Schritt für Schritt oder dramatisch Heilung schenkt.
  • Ermutigung: Dass Matthias konkrete Fortschritte sieht und Hoffnung sch-öpft – und Kraft, weiter zu üben.

Ich fände es schön, wenn du dir nach dem Lesen des Artikels ein paar Momente Zeit nehmen würdest, um Matthias und seiner Familie Gutes zu wünschen und / oder von Gott zu erbitten.

DANKE! 

 

 

 

 

Bethel – meine Erfahrungen

2017-03-05-14-43-48Einige meiner Freunde haben mich gebeten, meine Erfahrungen in der Bethel Church in Redding aufzuschreiben, die ich von Freitag bis Sonntag besucht habe. Die Gemeinde ist bekannt für ihre vielfältigen Erfahrungen mit,  körperlicher und  innerer Heilung – das Sozo-Konzept wurde dort entwickelt und für ihre Musil.

Freitag – Einstieg

Ich war gespannt, als ich am Freitag ankam und habe erst mal noch zwei Stunden im Gebetsraum, der eigenes für stilles, persönliches Gebet reserviert ist, verbracht. Herrlicher Ausblick durch große Glasfenster auf die hügelige Gegend, ein (etwas laut) plätschernder Brunnen in der Mitte des Raumes, sanfte Musik und Material für Malen und Abendmahl luden zum Gebet ein. Mich hat besonders eine Weltkarte beeindruckt, die zeigte, wo auf der Welt es gerade Tag war – für mich ein Ausdruck dafür, dass die Gemeinde die Welt im Blick hat, was auch in vielfältigen Aktivitäten zum Ausdruck kommt.

Im Freitag Abend Gottesdienst sprach jemand  über das Gleichnis in dem Jesus davon erzählt, dass die Jungs, die erst spät für die Arbeit angeheuert wurden, den gleichen Lohn bekamen wie die, die von Anfang an geschuftet hatten. Er hat sehr anschaulich beschrieben, welche Gefühle das auslöst, wenn man denkt, der andere bekommt etwas von Gott, das man sich selbst gewünscht hat.

Der Prediger sagte, dass wir es selten als unfair empfinden, wenn wir selbst das größte Stück Kuchen abkriegen und sagte: „Wenn Gottes Großzügigkeit bei dir negative Gefühle auslöst, dann berührt das eine Ebene, in der Du noch wachsen und die Werte seines Reiches tiefer verinnerlichen kannst. In einer (heilen) Familie freut man sich, wenn ein Familienmitglied beschenkt wird!“

Mir wurde bewusst, dass ich manchmal ein Problem mit Gottes Großzügigkeit anderen gegenüber habe – gerade wenn sie etwas bekommen, was ich mir auch wünschen würde. Dabei erlebe ich Gott mir gegenüber als denjenigen, der seine Versprechen hält, mich zu versorgen.

Samstag – Healing Rooms

Der Samstag Vormittag war für Gebet für Heilung für diejenigen reserviert, die es wollten und brauchten. Was mich beeindruckt hat: Erst gab es eine kurze, klare Einführung über den Ablauf – es war den Verantwortlichen wichtig, dass Menschen wussten, was auf sie zukam. Dann eine kompakte, fundierte Lehre über Heilung und erst dann Gebet. Ich fand das sehr angenehm, weil das einen sehr klaren, sicheren Rahmen schuf.

Dann wurde in Teams für die Leute gebetet. Ich habe davon erzählt, dass ich eine Reihe von größeren und kleineren Unfällen hatte, von Sturz auf den Nacken über Bänder- und Muskelrisse, die alle nicht richtig verheilt sind. Das Team, das für mich gebetet hat, hat sich viel Zeit genommen und beim Gebet habe ich weniger körperlich als vielmehr seelische Veränderung gespürt: Es fühlte sich an, als ob sich viel von der Angst und inneren Anspannung, die sich durch die Unfälle in mir angesammelt hatte, sich gelöst hat.

Das war so intensiv, dass ich anschließend drei Stunden geschlafen habe. Und noch einen Abenspaziergang durch die Hügel gemacht habe. Das war es dann auch.

Sonntag – Volles Programm

Sonntag Morgens ging es in der Predigt darum Freund Gottes zu sein. Eric Johnson hat gepredigt. Über Mose, der mit seinem Gott wie ein Freund geredet und mit ihm Dinge unternommen hat. Solide. Gut. Bewegend.

Der Gemeinde ist es wichtig, dass die Menschen aktive Gmeeindeglieder sind und so gibt es Sonntags und auch an anderen Tagen Trainingskurse. Ich war bei den Firestarters, die vermitteln, wie man Gottes Kraft im Alltag einsetzen kann. So was ähnliches, wie mein WUM-Wunder unter Menschen – online Kurs – nur eben live. Solide, klar und immer mit Austausch- und Übungseinheiten.

Und später am Tag gab es noch die Möglichkeit, sich für hörendes Gebet einzuschreiben – wo zwei Menschen innerlich auf Gott hören und einem die Impulse  weitergeben. Auch hier – solide, kompakte Einführung. Viel Sicherheit. Und zwei Menschen, die einfühlsam das weitergaben, was sie als Impulse empfangen hatten.

Abends dann noch einen Gottesdienst in dem Kris Valvation. Vor der Predigt noch Gebet für die Verbindung zwischen den USA und Russland. Die Perspektive, dass die aktuellen Verbindung dieser beiden Nationen zum Frieden in der Welt beitragen soll und könnte, war für mich erst mal gewöhngsbedürftig – wie manch andere Perspektiven mancher amerikanischer Christen auf Politik. Dass ich zufällig neben einer Russin sass, als wir aufgefordert wurden, für eine segensreiche Verbindung zwischen Russland und den USA  zu beten, nahm ich als Gottes Augenzwinkern zur Kenntnis. Viele politische Haltungen kann und muss ich nicht teilen – und kann dennoch von Herzen für Segen beten und empfangen, was Menschen mir zu geben haben.

Kris Valatton sprach darüber, dass das Justizsystem in der ganzen Region / County nicht funktioniert – es gibt nicht genügend Gefängnisplätze, was dazu führt, dass Menschen nicht verurteilt werden und die Zahl von Einbrüchen, Autodiebstählen und anderen Verbrechen eine der höchsten des Landes ist. Er sagte, dass sie bisher als Gemeinde ratlos sind, wie sie in guter Weise dazu beitragen können, dass sich das verbessert. Er machte deutlich, dass es ihn nicht darum geht, dass die Christen das Ruder übernehmen, wohl aber dass sie mithelfen, dass die Dinge in eine gute Richtung kommen.

Als eine Frau, die selbst ein großes Herz dafür hat, dass unsere Städte und Regionen von uns gesegnet und in positiver Weise durch uns geprägt werden, hat mich das sehr bewegt – auch seine Offenheit zu sagen, dass ihnen bisher die Schlüssel fehlen. Und zugleich der Mut und Glauben, dass sie dranbleiben wollen, bis sie Veränderung sehen. Als Gemeinde haben sie der Stadt Geld gespendet, um Stellen in dem Bereich zu finanzieren. Ihnen war klar, dass das die Sache nicht löst, aber sie wollten wenigstens etwas beitragen. Die Transparenz, Ehrlichkeit und Sehnsucht hat mich berührt.

Großzügigkeit

Was mich in den Tagen am meisten beeindruckt hat, war die Großzügigkeit der Menschen. Ich hatte kein Auto, wohnte etwa 5 km von der Gemeinde entfernt und habe an allen Tagen erlebt, dass die erste Person, die ich ansprach, ob sie mir eine Mitfahrgelegenheit anbieten könnte, das auch tat – selbst wenn mein Quartier nicht auf der Strecke lag.

Ebenso großzügig waren Menschen mit Segen. Man kam mit jemandem ins Gespräch. Und wenn die Person mitbekam, dass ich Besucher war, fragte sie, ob sie segnend für mich beten darf. Ich hab den Überblick verloren, aber meiner Schätzung nach haben 50 oder mehr Menschen in den Tagen für mich gebetet. Viele haben auch von Gott Sachen für mich gehört.

Die Menschen in der Gemeinde werden trainiert,bei der Weitergabe von Impulsen darauf zu achten, dass die Impulse ermutigend und stärkend sind – aus ihrer Sicht ist Kritik und Zurechtweisung den Leitern der jeweiligen Person vorbehalten und sollte im segneten Gebet keinen Raum haben.

Manchmal sagt Gott Sachen, die einfach nur bestätigen, was man schon weiß: „Ich sehe, dass du ganz viele Bücher schreibst!“ (lustig, wenn die Person, die das innerlich gesehen hat, völlig überrascht ist, wenn man erklärt, dass man das bereits tut). Oder Gott beschreibt einfach nur, wie er einen sieht – auch das ist extrem ermutigend und berührend. Und gelegentlich gibt es auch Impulse, die wegweisend für die Zukunft sind. Ich hab in den drei Tagen dort die ganze Bandbreite  erlebt; Beschreibung, Bestätigung, Ausrichtung. .

Zusammenfassung

Was ich in den Tagen erlebt habe, war eine – gerade auch in der Anbetung – auf Jesus und sein Erlösungswerk fokussierte Gemeinde, die nicht vollkommen ist, aber Gott zutraut, mit ihnen und durch sie zu handeln.  Und die großzügig, wirklich großzügig weitergibt, was sie empfangen hat.

Gerade lese ich das Buch von Beni Johnson 40 Days to Wholeness, die zusammen mit ihrem Mann die Gemeinde leitet, ein Buch über gesunden Lebensstil, der auf angenehmene und berührende Weise das natürliche, aber auch das Seelische und Geistliche verbindet.

Als kleines PS sass ich beim Rückflug neben einer Frau aus der Gemeinde, als der Pilot ansagte, dass wir wegen schlechten Wetters nicht landen könnten, sondern 30 Minuten kreisen müssten, bis es vielleicht besser oder wir zu einem anderen Flughafen umgeleitet werden müssten. Unser Flug hatte wegen des Wetters schon 2 Stunde Verspätung. Wir beteten gemeinsam, dass Gott die Wolken wegschiebt. und keine 30 Sekunden nach unserem „Amen“  sagte der Pilot „Gute Nachrichten. Das Wetter hat sich plötzlich aufgeklärt. Wir können in 10 Minuten landen!“ Gut so.

2016-12-30-08-12-13Mein aktuelles Lieblingszitat:

Die Gelassenheit

ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

– Marie von Ebner-Eschenbach

Geflüchtete Jugendliche helfen Menschen in Afghanistan

afgha032003_1206_090134aaWie wunderschön! Gerade erhielt ich folgende Nachricht:
„Mit unseren 20 unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen aus 8 Nationen haben wir aus Solidarität mit unseren afghanischen Jungs Ihr Projekt mit den Bäumen und Bienen unterstützt.
Wir sammelten „Zu-spät-komm Geld“, Kleiderverkaufserlöse und freiwillige Spenden der Jungs und Mitarbeiter.
Für unsere afghanischen Jungs war es eine echte Aufwertung ihrer Kultur.“
Mein Fundraising Projekt ist schon abgeschlossen, aber shelter.de nimmt weiter Spenden für Obstbäume in Afghanistan entgegen.
 
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