Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Archiv für ‘Buchtipps’ Kategorie

In Gottes Schule – von Hafiz

09.12.2010 um 7:26 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Besser Leben,Buchtipps,Kunst und Kultur,Zitate

In der letzten Zeit habe ich die Gedichte von Hafiz, dem wohl bekanntesten persischen Dichter, wieder neu entdeckt. Leider kenne ich nur eine gute englische Übertragung. Ich werde in den nächsten Tagen immer mal wieder eines davon auf deutsch übersetzen und die englischen Texte auf meinem englischen Blog Heart of Berlin posten.

Für eine Weile

Wir alle sind an den richtigen Ort gekommen.
Wir sitzen alle in Gottes Klassenzimmer.

Jetzt,
mein Lieber,
gibt es für uns nur noch eines zu tun:

Mal für eine Weile damit aufhören,
Spuckekügelchen zu machen.

Kommentar schreiben

F. W. Bernstein: Bekenntnis

03.12.2010 um 9:01 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Buchtipps

Ich leide an Versagensangst,
besonders wenn ich dichte.
Die Angst, die machte mir bereits
manch schönen Reim zuschanden.
F. W. Bernstein

2 Kommentare

Wie ich die Dinge geregelt kriege – 2

29.11.2010 um 8:20 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Besser Leben,Buchtipps,Ordnung

Jetzt habe ich das Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege halb durchgelesen und schon einiges gelernt.
Besonders hilfreich fand ich folgende Ratschläge:
- Wann immer man ein Projekt oder eine Aufgabe ansieht, gleich zu überlegen: Was ist die nächste Handlung, die ich tun kann.
- Alle , wirklich alle, Dinge, die man erledigen muss, auf eine Liste, die man regelmäßig durchsieht, aufzuschreiben. Nicht nur die Wichtigen, sondern wirklich alles, was einem durch den Kopf geht, was man tun sollte. Um dann den Kopf für die anstehenden Aufgaben frei zu haben.
Ausnahmen:

- Termine. Die kommen in den Terminkalender
- Dinge, die weniger als zwei Minuten dauern. Die werden gleich erledigt.

Ich habe das jetzt mal eine Woche lang gemacht und merke, wie entlastend das ist, nicht mehr denken zu müssen “das darf ich nicht vergessen”…sondern statt dessen zu wissen, es ist alles festgehalten.

Ich habe letzte Woche mal alles, was ich von der Liste erledigt habe, festgehalten, um zu sehen, wie viel es ist. Das Ergebnis:

- Rezepteschubfach aufräumen
- Bad aufräumen
- Geschenke-Liste ausdrucken
- Ordner „Aktuelle Projekte“ starten
- Uhrenarmband kaufen
- Kundenmail schreiben: Kalender kreativ / Stille / Notizbücher Reflexion Hand Methode
- Sachen für F. vom Dachboden
- 40 Tage prüfen
- Geplante Bücher auf Monate+Leute verteilen
- Schreibtisch 10 Sachen wegsortieren
- Liste Artikel aktuell aufräumen
- Bestellung Impulshefte erledigen
- Gebet prüfen Illustration
- Eltern (Freitag)
- Aktenordner anbieten
- Schweizer Preise eintragen
- Neue Titel eintragen
- S. anmailen – Bedienungsanleitung
- Termin klären Fr 12.20 – 13.00
- Geschenken für M. + B. besorgen
- Schnell-Lesekurs recherchieren
- Januar – Reflexionstage organisieren
- Manuskript Gebet – Änderungen prüfen
- Vorschau – Bearbeiten
- Termin Mi absagen telef.
- Vorschau – fehlende Texte schreiben
- Schreibtisch 6 Sachen
- Konto kündigen
- Fotos besprechen für Paket
- Vorschau ausdrucken
- Intro-Text Vorschau schreiben
- Hr. B. anrufen
- Frank Sch. Kurse anfragen
- Überweisungen
- M. – Unterlagen für Seminar klären
- Paket – Inhalt + Verpackung entscheiden (Kunst-Kiste, Beziehungskiste, Zitate-Kiste, Alles auf einmal – Kiste)
- Konto 01 Schreiben an Bank + MC
- Rechnungen schreiben
- Aquisemail Landlust
- Aquisemail home + more
- Libreka-Vertrag ausfüllen und absenden
- Display Fotos machen
- Texte schreiben für Paket Basic / Premium
- Werkhaus Display entscheiden und bestellen
- CM – Info lesen
- Paket –Verpackung entscheiden
- Intro für Wazala Store schreiben
- Mentoring-Konzeption für Stiftung
- Päckchen zur Post
- Schreibtisch 6 Sachen
- Marketing – einzelne Projekte ausdrucken
- Gebet prüfen Texte
- Geschenk für S. kaufen
- Schreibtisch 5 Sachen wegsortieren
- Auslandskrankenvers.+ Lebensvers. + Reiserücktrittvers. Prüfen
- Termine 2011 eintragen
- Impftermin machen
- C. – Gefällt mir / Share für Lesbar erklären
- Akku Mr. President kaufen
- Orga: Fotos für Facebook Shop
- Mail an C. – Handy Nr. erbitten
- Buchführung



Share


2 Kommentare

Wie ich die Dinge geregelt kriege – 1

22.11.2010 um 10:56 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Besser Leben,Buchtipps,Erfolg


Vor ein paar Tagen habe ich damit begonnen, das Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege von David Allen zu lesen. Ich halte mich schon für einen relativ gut strukturierten Menschen, der die Dinge recht gut im Griff hat. Dennoch finde ich das Buch sehr hilfreich. Es zeigt, wie man lernt, konsequent Dinge aus dem eigenen Kopf zu verbannen (“Ich sollte noch” und “ich müsste doch”). Statt dessen baut man ein zuverlässiges System aufzubauen, das alles erfasst und mit dessen Hilfe man leichter planen und besser strukturieren kann. Gefällt mir. Und hat mir schon beim Lesen Energie gegeben, manches, was schon lange auf meiner mentalen “sollte” Liste steht, gleich anzupacken.

Kommentar schreiben

Reisen und schreiben

18.11.2010 um 9:29 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Allgemein,Buchtipps,Glaube,Verlag

Hier auf dem Blog war es etwas still…was vor allem daran lag, dass ich viel zu Vorträgen und Terminen unterwegs war und bin. In diesem Monat: Stuttgart, Esslingen, Kirchheim, Hagen, Gießen, Siegen, Halle, Bernburg.
Und dass ich nebenbei mein neues Buch fertig gemacht habe: Gebet. Schlicht und ergreifend. Jetzt ist noch der letzte Feinschliff dran, dann geht es in den Druck. Ich hab gestern vor Glück gejubelt, als ich die Endfassung gesehen habe – ich finde es wunderschön. Eben schlicht und ergreifend.



5 Kommentare

Nur Tote bleiben liegen – Gedanken über ein lebendiges Buch

21.10.2010 um 12:11 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Buchtipps,Erfolg

Letztes Jahr hatte ich Pech. Bei einer Veranstaltung bekam jeder Teilnehmer ein Buch als Geschenk. Etwa 20 verschiedene Titel standen zur Wahl. Ich wollte Alles, außer gewöhnlich von Förster und Kreuz unbedingt haben – schon wegen des sprachwitzigen Titels. Doch ich bin ja wohl erzogen und brav. Ich wartete bis der Geschenktisch offiziell freigegeben war. Zu lange. Ein dreister, dicker Typ hatte mir das Buch schon weggeschnappt.
Das Ergebnis: Alles außer gewöhnlich führt nun die Liste der Bücher an, aus denen ich das meiste gelernt habe, ohne sie je gelesen zu haben. Meine Lektion: “Zeige offen, was dir wichtig ist und was du möchtest. Warte nicht zu lang. ” Ich habe meine Lektion gelernt.

Das neue Buch Nur Tote bleiben liegen der beiden habe ich tatsächlich gelesen. Mit Gewinn. Jedes Mal wenn ich in den letzten Wochen nach getaner Verlagsarbeit ein Kapitel las, stellte sich ein wohlig warmes Gefühl ein. Das lag zuerst einmal daran, dass meine Füße sich auf einem Massagegerät entspannten. Zum anderen am Inhalt des Buches.

Förster und Kreuz beschreiben die Eigenschaften, die ein Unternehmen braucht, um im harten Wettbewerb nicht nur zu bestehen, sondern sogar zu glänzen. Sie loben die Fähigkeit kreativ und experimentierfreudig Chancen nutzen, auf Sicherheiten zu verzichten, Kunden und Mitarbeitern Freiheit zu gewähren. Sie fordern dazu auf, die Intelligenz der vielen zu nutzen und transparent zu agieren. So wie in der schönen weiten – angesichts von Wiki-Wars zu rosarot gezeichneten – demokratischen Welt des Internets, wo jeder beitragen kann.

Innovation, Offenheit, Transparentz all das leben wir in meiner Firma. Zugegebenermaßen sind wir beim Down to Earth Verlag mit einer handvoll von Mitarbeitern noch weit davon entfernt ein großer Konzern zu sein. Doch die von den Autoren gelobten Tugenden wie Freiräume zu geben, Impulse meiner Mitarbeiter aufzugreifen und offen und transparent zu kommunizieren sind für mich als Chefin selbstverständlich. Beim Lesen jeder Seite stellte sich bei mir das erwähnte warme und wohlige Gefühl ein: Wir machen das gut!

Ich fragte mich etwas überrascht: Kann man heute eine Firma überhaupt noch anders führen? Offensichtlich schon. Die Autoren beschreiben immer wieder, wie innovationshemmend und kontrollierend es in vielen Konzernen zugeht. Gegen diese Leichengräber-Haltungen treten sie mit Sprachwitz und frischen Perspektiven an.

Auf jeder Seite spürt man ihre Leidenschaft, Dinge in Bewegung zu bringen. Sie wollen verkrustete Strukturen aufbrechen und Verantwortliche motivieren mehr Freiräume zu geben. Natürlich ganz konkret. Sie führen sie viele erfrischenden Beispiele von Firmenchefs an, die zeigen, wie es anders geht. Davon kann sich jeder Verantwortliche, der seine Firma weiter entwickeln möchte, die Scheiben abschneiden, die ihm am meisten Appetit machen. Allen Weiterkommen-Wollenden wärmstens zu empfehlen.

Nach der inspirierenden Lektüre blieben nur zwei Fragen offen:

-         Als Bestsellerautoren brauchen Förster und Kreuz sich nicht über schlechte Verkaufzahlen zu beklagen. Doch mich interessiert: Wer liest eigentlich dieses Buch? Innovative Menschen wie ich, die es eigentlich nicht unbedingt nötig haben. Denn wir gehören ohnehin zu der Generation gehören, die ohnehin nicht anders arbeiten will und kann. Oder lesen es tatsächlich die Chefs der großen Konzerne? Wenn ja, was machen sie damit? Hier würde ich sehr gern mal einem Konzernchef nach dem Kauf verfolgen und ihm bei der Lektüre über die Schulter und ins Gehirn sehen.

-         In kleinen Unternehmen wie meinen ist eine transparente und innovationsfördernde Unternehmenskultur oft eine Selbstverständlichkeit. Doch wie entwickelt man ein kleines Unternehmen zu einem großen, erfolgreichen Unternehemen, ohne die Lebendigkeit, Freiheit und Transparenz zu verlieren? Diese Frage, die die Lektüre in mir aufgeworfen hat, wird mich noch weiter beschäftigen. Vielleicht schreiben die beiden ja mal ein Buch darüber. Und wir sind dann drin. Ganz lebendig.

******
Als Verlegerin macht mich die schöne Gestaltung des Buches fast grün vor Neid  – passend zum Cover. Der Campus Verlag macht das auf seine Art fast genauso schön wie wir. Dass mich das ein wenig wurmt, herausfordert und anspornt, unser Niveau zu halten und zu verbessern, muss ich ja nicht unbedingt zugeben. Oder vielleicht doch.?


Share


1 Kommentar

“Papa und ich”: Begegnung mit William Paul Young

19.09.2010 um 6:00 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Beziehungen,Buchtipps,Erfolg,Erlebnisse,Glaube

Heute führte ich das erste Interview meines Lebens:  Mit William Paul Young, dem Autor von “Die Hütte“. Das Magazin “Neues Leben” hatte mich gebeten, für einen ausgefallenen Redakteur einzuspringen. Das tat ich gerne. Es war mehr als ein Interview. Es war eine Begegnung mit einem Menschen, der in sich selbst und Gott zu Hause ist.
Da ich vom Interview ja vor dem Abdruck nichts preisgeben will, um Neues Leben nicht die Show zu stehlen, erzähle ich euch einfach ein bisschen vom “Drumherum”.

Tee und Familie
“Hast du das schon mal probiert? Das schmeckt ja ekelhaft.” Mit diesen Worten zeigte Paul Young auf eine Tasse Mate-Tee, den eine Mitarbeiterin ihm gebracht hatte. Lachend schob er die Tasse auf die Seite und wandte sich mir zu.
Ich fragte ihn: Willst du noch etwas über mich wissen, bevor wir mit dem Interview beginnen? Ja, das wollte er. Doch er fragte mich nicht nach meinem Beruf, meiner Qualifikation, sondern nach meiner Familie!

Hütte-Seminare

Ich erzählte ihm auch von unseren Seminaren. Ich hatte inspiriert durch sein Buch das Seminar “In seiner Hütte” entwickelt. Es ist für Menschen gedacht, die sich danach sehnen, (wieder) in Beziehung mit Gott zu treten, aber nicht wissen wie.  Nicht jeder Autor mag es, wenn man seine Ideen aufgreift und weiterentwickelt. Doch Paul Young reagierte anders. Ich erzählte ihm, dass bei den Wochenenden manche Menschen – manchmal zum ersten Mal seit Jahrzehnten – Belastendes loslassen können. Er strahlte über das ganze Gesicht: “Das ist wunderbar!”

Seine Geschichte und Gottes Humor

Paul Young hat ganz offensichtlich Interesse an Menschen und ihrer Geschichte. Das war mir schon vor dem Interview aufgefallen. Am Morgen hielt er einen bewegenden Vortrag. Er erzählte die Entstehungsgeschichte des Buches “Die Hütte” und wie es Verbreitung fand. Er erzählte davon, wie ein 84jähriger Mann ohne Internetanschluss und Bankkonto zu einer der Schlüsselpersonen für die Verbreitung des Buches in Australien wurde. “Das war unsere Marketingstrategie für Australien!” sagte er mit mehr als einem gehörigen Schuss Selbstironie.

Man spürte ihm ab, dass er sich immer noch die Augen rieb, den Kopf schüttelte und sich fragte: “Ist das real, was ich erlebe? Ist das wirklich meine Geschichte?” Dass er als unbekannter Autor einen derartigen Weltbestseller schrieb, kann er nur mit zwei Worten beschreiben: “Gottes Humor!”
“Woher kommt Humor, wenn nicht von Gott?” Die Frage überraschte wohl den einen oder anderen Zuhörer. Manch einer denkt, so Young, Gott sei wie ein “schlechtgelaunter Gandalf” (O-Ton: “Gandalf with an attitute”). Youngs Gott hingegen hat keine grundlos schlechte Laune. Er ist den Menschen vielmehr mit aktiver Liebe zugewandt. Young brachte mit jedem Satz, den er sprach, zum Ausdruck, dass er das zutiefst glaubte: Gott liebt die Menschen. Und er möchte in einer Beziehung zu ihnen stehen.
Viele Zuhörer und sogar die Übersetzerin hatten Tränen in den Augen. Manchmal vor Rührung. Manchmal vor Lachen. Paul Young erzählte von der Kritik die er dafür erhielt, dass er Papa Gott in die Gestalt einer dicken schwarze Amerikanerin kleidete. Das konnte nicht jeder gut schlucken – einschließlich seiner Mutter, die ihn anfangs für einen Häretiker hielt.

Er blieb locker: “Die Bibel verwendet viele Bilder, um die mütterliche Seite Gottes zu beschreiben: Den Gott, der ein Neugeborenes versorgt oder der sein Volk wie eine Glucke unter seine Flügel nehmen will. Ich hätte Gott in meiner Geschichte auch als dicke Henne durch die Tür kommen lassen können – aber das hätte einfach nicht den gleichen Effekt gehabt.”

Signierstunde

Die Schlange war 40 Meter lang. Young begrüßte jeden einzelnen Menschen, der an seinen Tisch kam mit Handschlag und einigen freundlichen Worten. Dann  setzte er sich, schrieb eine persönliche Widmung und stand dann wieder auf, um die Person zu umarmen. Manche nur kurz. Andere, bei denen er wohl spürte, wie sehr sie Zuwendung brauchten, nahm er eine halbe Minute oder länger in den Arm.
Ich weiß nicht, wie lange er signiert hat. Ich sah eine halbe Stunde lang zu. Dann ging ich zu einem leckeren Mittagesssen. Als ich zurück kam, signierte er wieder oder immer noch. Eine weitere halbe Stunde lang. Er wandte sich jedem Menschen achtsam zu. Ich konnte mir erstmals richtig gut vorstellen, wie es aussah, wenn es in der Bibel heißt, dass Jesus die Menschen verabschiedete.  Nicht mit distanziertem Segensgruß aus der Ferne. Sondern persönlich und nah.

Familie und Heilung

Während Paul Young signierte, kam ich mit seiner Frau und seiner Tochter ins Gespräch. “Nein, das Buch hat ihn nicht verändert. Die Veränderung fand vorher statt.  Klar, seit dem er das Buch geschrieben hat, lernen wir neue Leute kennen. Aber ansonsten hat es unser Leben und unser Miteinander als Familie nicht verändert.” Das sagten mir Mutter und Tochter übereinstimmend.

Kim Young, Pauls Frau, führte das näher aus: “Eine Veränderung war, dass er vor seinem Heilungsprozess immer recht haben musste. Er war schon immer ein sanfter Mann. Aber früher musste er immer Recht haben. Das gab ihm Sicherheit.  Das braucht er jetzt nicht mehr. Ich selbst bin mitfühlender geworden, seit ich an ihm gesehen habe, wie viel ein Mensch mitmachen kann und wie ihn das zerbrechen kann.”

“Veränderung” und “Prozess” – das sind zwei Worte, die ich später im Gespräch auch aus Paul Youngs Mund immer wieder höre. Er wünscht anderen das gleiche, was er selbst erlebt hat: Dass sie Gott in ihre “Hütte” lassen. Die “Hütte” ist für ihn eine Metapher für den Ort im Inneren unseres Herzens. Dort, wo alles eingeschlossen ist, was wir lieber verborgen halten: Schmerz, Zerbrochenheit, Geheimnisse, Süchte und Ängste. Er wünscht Menschen, dass sie erleben, dass Gott in ihre Hütte kommt, sie annimmt und liebt… und annimmt und liebt… und annimmt und liebt. Und dann verändert.

“Nach diesem 11 Jahre dauernden Prozess waren meine Frau und ich zwei der innerlich gesündesten Menschen, die wir kennen.  ” (O-Ton “most healed people”). Aus dem Mund von Paul Young klingt das nicht arrogant. Sondern eher wie das Staunen eines Kindes über ein Wunder.

Paul Young ist noch bis zum 23. September 2010 in Europa: Wien 22. 9. , Bern 23. 9.


Share

2 Kommentare

Neues Buch. Gebet. Basics von A – Z

11.09.2010 um 6:51 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Allgemein,Buchtipps,Glaube,Ideen

Ab Montag beginne ich mit dem Schreiben von meinem neuen Buch. Es ist eine Einführung ins Gebet, die den Buchstaben des Alphabets folgt.

Gebet von A – Z

A Anbetung. Über das Staunen über Gott.

B Bitten. Über die Herausforderung konkret zu werden.

C Christus-zentriert beten. Über die Brücke zum Vater

D Danken. Über die Kunst, das Leben von der positiven Seite zu sehen

E Einfach beten Über  Zutrauen zu Gott. Glaubensvoll beten.

F Für andere beten / Fürbitte. Über die Bereitschaft, für andere einzustehen

G Gemeinsam beten. Über die Freude und Herausforderung mit anderen zu beten.

H Hören. Über die Kunst, Gott wahrzunehmen

I Innerlich beten. Über die Kunst, mit Gott verbunden zu sein.

J Jubeln. Über die Kunst, Gott und das Leben zu feiern.

K Klagen. Über die Kunst, das Herz vor Gott auszuschütten

L Laut und Leise. Über die Kunst, die richtige Form zu finden.

M Meditativ beten. Über die Kunst, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren.

N Namen Gottes beten. Über die Kunst, sich von Gottes Wesen inspirieren zu lassen.

O Ohne Worte …Über die Kunst, wortlos zu beten.

P Politisch beten. Über die Kunst, sich einzumischen

Q Quirlig und kreativ. Über die Kunst, anregende Formen zu finden.

R Rituale und Traditonen. Über den reichen Schatz der gesammelten Gebete

S Segnend beten. Über die Kunst, anderen Gutes zuzusprechen.

T Themenorientiert beten. Über die Kunst, für bestimmte Anliegen zu beten.

U Umkehr. Die Kunst, Fehler einzugestehen. // Beichte. Bußgebet

V Verheißungsorientiert beten. Über die Orientierung an Gottes Zusagen.

W Wort Gottes beten. Über die Verankerung in Gottes Wort  // Bibelstellen beten //

X X-beliebig beten. Über die kindliche Freiheit, alles mit Gott zu besprechen.

Y Yes we can. Über die Freude, Gott als Partner zu haben (Bund)

Z Zuversichtlich beten Über die Kunst, dran zu bleiben // Unerhörte Gebete //  Wenn Gott schweigt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat. Dann gibt es einen kurzen Text zum Thema, Praxistipps, Buch- und Medientipps (auch Internet-Seiten) und ein Modellgebet.

Bitte schreibt einen Kommentar, falls ihr Ideen, Gedanken, Zitate, Anregungen, Lieblingsbücher und Gebete habt, die zu dem Buch passen könnten. Ich freue mich über jede Anregung.


Share


4 Kommentare

Rhythmus und Zeiten

04.09.2010 um 1:48 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Allgemein,Buchtipps

Heute habe ich meine Sommershirts nach hinten in den Schrank gehängt. Das finde ich bedauerlich.  Ich mag den Sommer, die Sonne und Wärme. Es ist wohl meine Lieblingsjahreszeit und ich finde es schade, dass es mit der Wärme nun für eine Weile vorbei ist.

Dennoch: Ich liebe Jahreszeiten und freue mich am und auf den Herbst.  Ich mag die Weite von abgeernteten Feldern – wie auf dem Bild ( Brandenburg. Letzte Woche) . Außerdem finde ich es schön, dass nach dem erholsamen Sommer nun der produktive Herbst kommt. Ich arbeite gern und mag es, kreativ und produktiv zu sein.  Deshalb freue mich darauf, in den nächsten Wochen ein neues, kleines Buch zu schreiben, auch wenn der Zeitrahmen dafür recht eng ist.  Mit meinem Team habe ich kürzlich all die Dinge besprochen, die wir in der Zeit von jetzt bis März produzieren werden.  Im Verlagswesen und Buchhandel gibt es ja immer die zwei Zyklen: Im Winter wird für den Sommer produziert. Im Frühjahr / Frühsommer für den Herbst. Nebenbei gibt es noch ein gutes Dutzend Seminare und Vorträge….eben eine produktive Zeit.

Mir tun Rhythmen gut. Wenn der Rhythmus in dem ich meine Tage, Wochen und Monate lebe, über längere Zeit hinweg durcheinander komme, “zerfranse” ich innerlich.  Dann werde ich unruhig, gerate leichter unter Druck. Ich genieße und brauche es, gute Rhythmen zu leben…vielleicht habe ich nicht zuletzt deswegen ein ganzes Buch dazu geschrieben:  Swing. Dein Leben in Balance.

Es ist sicher eines meiner Markenzeichen, dass die Gestaltung von Lebensrhythmen für mich so wichtig ist. Doch ich glaube, dass es nicht nur mir gut tut. In der Schöpfungsgeschichte und die ganze Bibel hindurch wird immer wieder betont, wie wichtig Jahreszeiten, Ruhezeiten, Sabbatzeiten, Feste, Feiern, Höhepunkte sind. Gott scheint offenbar Rhythmen zu lieben. Und wenn es stimmt, dass wir in seinem Bild geschaffen sind, dann macht es wohl auch Sinn, dass wir Rhythmen achten und ehren. Mir zumindest tut es gut.

Jetzt werde ich mich gleich auf den Weg zu einem Samstag-Nachmittag-Kaffee mit einer Freundin machen. Auch das gehört zum Rhythmus.


Share


Kommentar schreiben

Die fünf Sprachen des Verzeihens

02.09.2010 um 6:56 Uhr | Kerstin Hack | Thema: Allgemein,Buchtipps

Oder…warum Rechtfertigung nichts nützt.

Gerade lese ich auf Englisch Die fünf Sprachen des Verzeihens von Gary Chapmann und Jennifer Thomas. Ich finde den Grundgedanken einleuchtend, dass man die Bitte um Vergebung unterschiedlich zum Ausdruck bringen kann.

Man kann betonen, dass man

- mit dem anderen mitfühlt: es tut mir leid

- Verantwortung für das eigene Handeln übernimmt: Ich habe falsch gehandelt.

- den Schaden wieder gut machen möchte: Ich möchte das wieder in Ordnung bringen.

- das eigene Verhalten ändern möchte: Ich werde mich darum bemühen, in Zukunft anders zu handeln

- um Vergebung bittet: Bitte vergib mir.

Je nachdem, was für den “Geschädigten” das Wichtigste ist, wird die Bitte um Verzeihung mehr oder weniger gut ankommen. Das macht für mich viel Sinn. Manchmal genügt es mir zum Beispiel nicht, dass Jemand nur sagt “Das tut mir leid.” Das gibt mir keine Sicherheit, dass es in Zukunft anders wird.

Auch wenn die Autoren das nicht explizit geschrieben haben, wurde mir beim Lesen wurde mir auch klar, warum Rechtfertigungen nicht gut ankommen.

Wenn Jemand ein Verhalten rechtfertigt bringt er damit zwei Dinge zum Ausdruck.

- Ich hatte einen guten Grund / ein gutes Motiv so zu handeln. Bitte nimm das wahr. [Anmerkung: Das ist eigentlich ohnehin klar. Wir tun in der Regel nichts, ohne dass dahinter eine gute Absicht steht. Beispiel: Uns zu verteidigen / zu schützen ist eine gute Absicht, die eigentlich unserem Leben dienen soll. Nur die Art und Weise wie wir es manchmal tun ist nicht förderlich für Beziehungen und das Leben anderer. Wenn jemand sich rechtfertigt kann dahinter die Bitte stehen: Bitte nimm mich wahr und registriere, dass ich mit meinem Verhalten eine gute Absicht verfolgt habe.]

- Ich halte das Handeln für gerechtfertigt und würde in einer ähnlichen Situation wieder so handeln.

Wenn jemand auf Rechtfertigung verzichtet sagt er:

- Ich hatte einen guten Grund / eine gute Absicht, so zu handeln, wie ich gehandelt habe, sonst hätte ich das ja nicht getan. Ich vertraue darauf, dass du das wahrnimmst und anerkennst.

- Und: Ich habe dich und deine Bedürfnisse nicht im Blick gehabt.  Die nehme ich jetzt in den Blick und stelle fest: Mein Handeln war nicht optimal / gut, weil es dich irritiert, verletzt hat. Das nächste Mal werde ich nach einem Weg suchen, wie ich meine eigenen guten Absichten und deine Bedürfnisse besser berücksichtigen kann.

Das entlastet und macht den Weg für ein neues Miteinander frei.


Share


Kommentar schreiben