Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Verlag (Seite 1 von 2)

Verlag, Rollen und ich

Die letzten Wochen habe ich hier kaum geschrieben. Das lag auch daran, dass – neben dem neuen Buch, das ich schreibe, die Situation im Verlag mich intensiv beschäftigt hat.

Ich habe im August an die Empfänger unseres Newsletters, den ihr auch gern hier abonnieren könnt, geschrieben:

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Vor knapp einem Jahr hatten wir einen Hilfeschrei losgelassen: „Das Wasser steht uns bis zum Hals!“. Der Verlag machte Verluste, wir hatten Schulden und standen kurz davor, Rechnungen nicht mehr zahlen zu können.

Ich bat euch um Unterstützung durch fröhliches Einkaufen und beherztes Gebet. Mir selbst habe ich ein Jahr Zeit gegeben, um Wege zu suchen, die Situation zu verbessern und um dann zu
entscheiden, ob ich weitermachen kann, und wenn ja, wie. Dieses Jahr ist jetzt fast abgelaufen.

Die gute Nachricht
Es ist besser. Wir konnten Rechnungen zahlen und einige Schulden abbauen. Das ist für die relativ kurze Sanierungszeit ein großer Grund für Dankbarkeit.

Die Herausforderung
Es reicht noch nicht. Die Lagerbestände konnten wir etwas reduzieren, aber die Kosten sind nach wie vor sehr hoch. Hier suchen wir Menschen, die einmalig oder ab und zu von Gießen nach Berlin fahren und einige Kartons Bücher aus unserem Lager dort mitnehmen könnten. Hier in Berlin kann ich Dinge kostenlos lagern.

Ich konnte in den letzten Monaten Rechnungen und Mitarbeiter bezahlen, aber kein Gehalt für mich. Das ist super-frustrierend und belastend. So kann und will ich nicht dauerhaft leben.

Es bleibt spannend
Am 1. September ist mein Stichtag für die Entscheidung, ob und wie es mit Down to Earth weitergeht. Für mich ist der Ausgleich des aktuellen Defizits von ca. 10.000 Euro bis dann und ein Plus für mein Gehalt eine Voraussetzung zum Weitermachen.

Schaffen wir das zusammen?
Wir möchten euch mit unseren Büchern, Quadros und Kursen gern weiter inspirieren und stärken! Damit es uns gelingt, eine solide Basis dafür zu schaffen, wollen wir in den nächsten Wochen das Defizit ausgleichen. Speziell dafür gibt es bis Ende August einige Super-Special-Sonderangebote.

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Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es inmitten aller offenen Fragen herausfordernd war, „nebenbei“ noch ein Buch zu schrieben, eine neue Lektorin und einen neuen Webmaster einzuarbeiten (die beiden haben glücklicherweise einen großen Teil der Einarbeitung selbst übernommen. Dennoch gab es viel zusätzliche Kommunikationsarbeit.

Was für mich in allem Nachdenken und Beten deutlich wurde:

  • Geben: Mein Team und ich wir geben Menschen viel – das zu wissen tut uns gut.
  • Versorgung: Gott versorgt mich…manchal klassisch durch ein Gehalt, manchmal anders.
  • Härter vorgehen: Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, waren gut, aber noch zu sanft. Mit drastischeren Maßnahmen – z. B. Umlagerung von Lagerbeständen in ein günstigeres Lager könnte der Verlag gesünder und stärker werden.
  • Begleitung: Ich brauche Beratung, um die Bereiche, in denen ich nicht so stark bin z. B. Analyse, Finanzen, Controlling auszugleichen.
  • Rollen im Team definieren und stärken: Wenn ich noch stärker als bisher Verantwortungsbereiche und Rollen definiere und Menschen in meinem Team darin trainiere, kostet das erst mal Zeit und Energie, aber entlastet mich dauerhaft, weil ich dann stärker in meinen Stärken handeln kann.

In den nächsten Wochen werde ich mein Buch weiterschreiben, die Prozesse im Verlag weiter voranbringen…und daneben hoffentlich noch viele schöne Herbsttage genießen.

Im Alltag keine Spuren hinterlassen – wie ich die besondere Form der Achtsamkeit lerne

Gerade übe ich mich darin, keine Spuren zu hinterlassen.

Das ist ein Bild, das Jan von Wille in seinem Quadro Achtsamkeit verwendet. Damit beschreibt er, dass man bei einer Sache bleibt, bis sie ganz fertig ist.  So dass ein Detektiv nicht erkennen könnte, dass man da gewesen ist.
Für mich heißt das:

  • Tassen nicht vor, sondern sofort in die Spülmaschine stellen
  • Dokumente, mit denen ich gearbeitet habe, gleich wieder zurück legen.
  • Eine Seite, auf der ich gesurft habe, wenn ich fertig bin, gleich schließen.
  • Kleidung nach dem Ausziehen gleich zusammenlegen und an den richtigen Platz bringen usw.

Das klingt erst mal anstrengend – ist es auch ein bisschen.

Gerade für jemanden wie mich, der den Kopf schnell voll neuer Ideen hat, noch bevor die alten abgeschlossen sind. Es ist viel leichter, etwas Neues zu beginnen, als das alte komplett fertig zu stellen.

Doch zugleich erlebe ich es als ungemein entlastend, mich darin zu üben.

Es liegt nichts rum. Weder in der eigenen Umgebung. Noch im Kopf.

Es ist immer noch herausfordernd

Gerade habe ich Erdbeeren, Himbeersträucher und Geranien gepflanzt. Ich habe mich riesig gefreut. Zum einen, weil ich sie geschenkt bekommen habe – und Geschenke sind eine meiner Liebessprachen – ich freue mich immer, wenn ich was geschenkt bekomme – egal ob es ein Schokoriegel oder ein Beitrag zu nem Gästesofa ist – Geschenke tun meiner Seele richtig gut.

Außerdem freue ich mich, dass das Obst meine Haushaltskasse ein bisschen entlasten wird. Das ist auch bitter nötig.

In den letzten Tagen habe ich mal wieder Bilanz gezogen, Die allerschlimmste Krise im Verlag, als wir fast zahlungsunfähig waren, ist vorbei. Doch es ist nach wie vor so, dass Verlag und Schiff mich mehr kosten, als sie einbringen. Das wird abgefangen, indem immer mal wieder das eine oder andere Wunder passiert. Ich fange das zum Teil ab, indem ich recht sparsam lebe … kein Auto, Fernseher… Nur Biogemüse gönne ich mir… hab jetzt ein Abo für eine Gemüsekiste abgeschlossen und freu mich auf 7,5 Kilo Gemüse pro Woche. Das sollte für Smoothies und Kochen reichen. Hoffe ich. Die für dich ich mich entschieden habe, Etepetete, ist genial, weil sie Gemüse versenden, das sonst weggeworfen würde, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht.

Dennoch: Es ist sehr anstrengend! 

Ich habe heute mal durchgerechnet. Wenn ich  in den nächsten Wochen ca. 10.000 Artikel (von Postkarte bis Buch) verkaufen, dann ist die  Lage entschärft.

Wenn mir das gelingen würde, würde das bedeuten

  • Ich kann die vorhandenen Schulden abbauen
  • Ich kann die noch offenen und kommenden Rechnungen zahlen
  • Ich spare im Monat ca. 100 Euro an Überziehungszinsen und Lagerkosten ein.

EinTeil von mir ist müde und entmutigt. Der andere Teil will anpacken und Lösungen suchen. Und ich lade dich ein, Teil der Lösung zu sein.

Was du tun kannst

Einfach

  • Flyer verteilen: Du kannst mir sagen, ob du Flyer, Prospekte, Lesezeichen haben möchtest – zum Verteilen in Cafes, Gemeinde, Freundes-und Kollegenkreis. Und mir sagen,  wie viele. Das würde die Lagerbestände auch reduzieren.
  • Einkaufen für dich…egal ob einen Titel oder viele.
  • Beten…ich weiß nicht, ob das immer und für alle einfach ist, ich packe es einfach mal hier rein. Gebet und Segen ist mir sehr kostbar. Da die bisherigen Maßnahmen noch nicht erfolgreich genug waren, brauche ich neue Lösungen. Die sind immer ein Geschenk.

Mittel 

  • Postkarten und Impulskarten bestellen. Daran verdienen wir fast nichts und die stopfen uns das Lager voll. Schau dich mal bei uns im Shop um.
  • Bei Schnäppchen zuschlagen und schon mal gleich ein paar Geschenke für die nächsten Monate kaufen.
  • Verlagsvorschau weitergeben. Wenn du im Shop bestellt, bitte einen Stapel der Verlagsvorschau mitbestellen – so viele, wie du verteilen magst.

Herausfordernd (vielleicht)

  • Einen Sammelbestelleung in deinem Umfeld organisieren. Oder überlegen, was deine Freunde und Bekannten interessieren könnte und mal eine (kleine) Kiste zum Weiterverkaufen bestellen (Kommission machen wir eher ungern, das kostet mehr Zeit und Energie als die Sache wert ist).
  • Von uns erzählen: Mal in deinem Umfeld (Beruf, Gemeinde, Verein) auf unsere Titel hinweisen
  • Social Media (und sonstige Medien) nutzen: In sozialen Medien unsere Sachen bewerten (z.B. Im Shop, bei Amazon) und deinen Freunden empfehlen.

Impulsheft Krisen10.000 Stück ist herausfordernd.

Aber ich habe absolut keine Lust,  monatelang unter den Engpässen leiden.

Sondern hoffe, bete und arbeite, dass die Krise schnell gemeistert ist.

Ach ja, apropos Krise: Vom Impulsheft „Krisen“ habe ich auch noch mehr als genug auf Lager… das ist richtig gut und zeigt ganz praktische Schritte auf, wie man Krisen meistert. Das könnt ihr auch bestellen. Und ich sollte es vielleicht mal wieder lesen.

Und ja, Beiträge zu Gemüsekisten sind nach wie vor herzlich willkommen, um mich über Wasser zu halten.

 

 

Ich liebe Adventskalender

2014-11-12 14.00.32Ich gestehe: Ich liebe Adventskalender und auch Adventskränze – für mich ist das eine der schönsten Traditionen, die wir Deutschen entwickelt haben. Ich mag die in allen Arten und Gestalten:

Adventskränze

– ganz klassisch rot und grün mit Tanne

– ganz modern mit weiß, Glas

Adventskalender

– Die kommerziellen – mit einem Stück Schokolade pro Tag in ganz verschiedenen Formen.

– selbstgebastelte mit lauter Überraschungen.

– Kalender mit täglich einem Spruch.

– …

Was ich daran mag?

An Adventskränzen: Die Erinnerung daran, dass die meisten Entwicklungen Prozesse sind… das immer heller werden…Woche für Woche…

An Adventskalendern: Das Gefühl, morgens aufzustehen und von einer lieben Überraschung in den Tag begrüßt zu werden, ist einfach wunderschön… vielleicht besonders, wenn man wie ich alleine lebt und niemanden hat, der morgens flötet: „Guten Morgen, Schatz!“ (oder, um realistisch zu bleiben, knurrt: „Was, jetzt schon Aufstehen?!). Täglich mit dem Gefühl, geliebt zu sein, in den Tag zu starten, ist einfach schön.

Das geht mir auch manchmal so, wenn ich morgens die Losungen – einen von anderen ausgewählten / ausgelosten Bibeltext für jeden Tag – lese. Da bin ich vorher auch neugierig und gespannt. Was wird mich heute ansprechen, ermutigen, korrigieren, überraschen?

Seit Tagen bin ich neugierig und gespannt… und hoffe… bei IKEA gibt es sogar einen, in dem neben der Schokolade auch Gutscheine für Möbel versteckt sind… den hätte ich natürlich riesig gern… in der Hoffnung, dass es das Gestalten des Schiffes leichter macht…

Vielleicht denke ich so viel an Adventskalender, weil ich gerade fast täglich den Adventskalender verpacke und verschicke, den wir selbst gestaltet haben und so das Thema „Adventskalender“ ständig präsent ist. Ich finden den wirklich toll – für Einzelne oder auch Büroteams und Familien. Mit 25 Impulsheften und einem Quadro als Weihnachtsgeschenk – für eine wirklich inspirierende Adventszeit… den, wie wir finden klügste Adventskalender der Welt… 

Wunschzeit - Impulsheft für Menschen, die ihre Wünsche entdecken wollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Adventskalender, den ich auf alle Fälle in der Adventszeit nutzen werde ist Wunschzeit.  Ein 24-Tage-Impulsheft, das mit Zitaten und Fragen Impulse gibt, den eigenen Wünschen und Träumen auf die Spur zu kommen… und Wege der Erfüllung zu entdecken.

Hach, ich freu mich auf die Zeit!

 

 

 

Advent: Statt fett lieber klug werden

2014-11-09 19.25.46Wenn die ganze Welt schweigt, macht eine Stimme den Unterschied. – Malala Yousafzai, 15-jährige pakistanische Friedensnobelpreisträgerin 2014, die sich für das Recht von Mädchen auf Bildung einsetzt.

Am 9. November war es so weit. Ich hab den Hebel umgelegt. Ein Ballons der „Lichtergrenze“ erhob sich in die Luft… als Erinnerung daran, dass vor 25 Jahren die Mauer gefallen war. Ich war eine von 8000 Mitwirkenden… zusammen haben wir die „Mauer“ zum Einsturz gebracht. So wie damals… als die Gebete, Proteste vieler Menschen und die dummen und weisen Handlungen von Verantwortlichen zum Falle der Mauer führten.

Was mich dazu bewegt: Jesus sagt von sich, dass er das Licht ist, das in die Welt gekommen ist. Daran erinnern wir uns in der Adventszeit – freuen uns daran, dass er uns Licht gebracht hat. Aber Jesus sagt auch: „Ihr seid das Licht der Welt.“

Lichter gibt es in unterschiedlichen Größen. Manche leuchten weit. Das sind Menschen, die wir als „Weltveränderer“ bezeichnen und in den „Weltveränder-Impulsheften“ portraitieren. Weltveränderer, weil sie ihre Talente und ihren Einfluss nutzten, um in Religion, Politik, Wirtschaft, Bildung oder Kunst Veränderung zu bringen. Von solchen Menschen kann man sich inspirieren lassen – selbst Licht zu sein.

Mein Team und ich haben uns etwas ausgedacht – für alle, die in der Adventszeit nicht fett, sondern weise werden wollen:

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Der klügste Adventskalender der Welt! 24 Tage Inspiration durch Menschen, die die Welt verändert haben. Die Weltveränderer-Impulshefte laden ein zu einer Zeit des Nachdenkens über Ideale, Sinn, Werte und Engagement für andere.

Die Weltveränderer sind Kompaktbiografien beeindruckender Persönlichkeiten. Man hat nicht die Zeit über alle eine ausführliche Biographie zu lesen. Die Weltveränderer sind kurz, knapp und bringen dennoch das Wesentliche der Person zum Ausdruck: Ihre Kämpfe, ihre Schlüssel zum Erfolg. Auch als Anregung für das eigenen Leben.

Der klügste Adventskalender umfasst:

Wunschzeit. Der Advents-Begleiter mit täglich einer Frage zum Nachspüren, Horchen auf die eigenen Wünsche und Platz für Notizen.

19 Weltveränderer für die Adventswochentage – z.B. Mutter Teresa, Franz von Assisi, Martin Luther King, Charlie Chaplin, Johann Sebastian Bach, Margarete Steiff…

4 besinnliche Worte-Impulshefte für die Adventssonntage: Worte der Hoffnung, des Segens, zur Stille und des Lebens.

Weihnachtsgeschenk: Quadro Gottes Vaterliebe. Die Liebe des Vaters erleben. Weil das der Kern von Weihnachten ist.

Es ist wohl die wunderbarste und klügste Art, den besinnlichen Advent zu begehen. Egal ob allein, mit Familie oder im Team und mit Kollegen.

Sonderpreis:

Alles zusammen zum Advents-Angebotspreis von 55 € (statt 65 € bei Einzelbestellung).
Hier gibt es den tollen Adventskalender!

Natürlich kannst du Wunschzeit, die Weltveränderer – und Worte-Impulshefte und das obige und weitere Quadros auch einzeln bestellen. Sie eignen sich wunderbar, um sich selbst und anderen Menschen eine Freude zu machen – nicht nur zur Weihnachtszeit…

Toll als Adventsbegleiter ist – finde ich zumindest – auch mein Quadro „In seiner Hütte“, das zur nahen und herzerwärmenden Begegnung mit Gott einlädt.

Ich bin einfach stolz und dankbar – für die Menschen, die die Welt verändert haben, für mein Team, mit dem ich so tolle Sachen publizieren kann. Und für euch, mit denen ich Dinge teilen kann.

2014-11-09 18.18.11

Gerichtsprozess überstanden

So, jetzt hab ich den ersten – und hoffentlich letzten – Gerichtsprozess meines Lebens hinter mir.

Negativ

– Die Richterin hatte sich offensichtlich kaum vorbereitet, kannte die Fakten nicht. Die Referendarin, die sich – nach den Worten der Richterin – intensiv mit dem Fall beschäftigt hatte – schlief fast ein.

– Die Richterin schnitt meiner Anwältin und mir gelegentlich das Wort ab. Das war unangenehm.

– Die Gegenseite behauptete, sie hätten den Urheberrechtsnachweis nicht gesehen. Und vermuten, dass wir den nachträglich eingefügt hätten. Die Richterin nahm das so zu Protokoll, ohne Belege zu fordern.

– Die Richterin sagte, dass die Lizenzbestimmungen von Photocase, wo wir die Lizenz erworben hatten, denkbar schlecht formuliert sind – und, wenn sie nicht eindeutiger formuliert werden, wohl auch künftig Anlass zu Rechtsstreit geben werden.

Positiv

– Ich hab gut geschlafen. Nach der Anspannung vorher keine Selbstverständlichkeit.

– Die Richterin erkannte ganz klar an, dass das Bild einen Urheberrechtsnachweis hatte. Damit sind 50% des Falls erledigt.

– In der Klage ging es nur um einen Bildschirmhintergrund. Die Fotografin wollte kurz vor dem Prozess die Klage noch nachträglich auf den Kalender, in dem das Bild auch vorkam; erweitern. Es war bei Gericht klar: Es geht nur um den Bildschirmhintergrund.

– Ich konnte der Fotografin am Ende noch mal dafür danken, dass wir mit Hilfe ihres Bildes einen Brunnen bauen und 300 Menschen in Afghanistan mit Wasser versorgen konnten.

Offen

Der Ausgang. Jetzt muss die Richterin noch mal alle Argumente lesen und eine Entscheidung fällen. Es ist für mich ein Anliegen, dass das klar, sauber und eindeutig – und natürlich zu meinen Gunsten fällt. Ich habe das Bild korrekt gekennzeichnet mit der richtigen Lizenz verwendet – und hoffe und bete, dass mir auch vor Gericht Recht gesprochen wird. Das wird vermutlich in den nächsten Wochen oder Monaten der Fall sein – bis dahin muss ich abwarten.

Stress und Solidarität auf allen Kanälen

KöpfeDas Wunderbar an Solidarität ist, dass man sie manchmal bekommt – auch von ganz unerwarteter Stelle.

Das Dumme an Solidarität ist, dass man dann, wenn man sie erlebt, sie oft auch bitter nötig hat.

Die letzten Wochen waren für mich ziemlich hart. Es ist viel „Kleinscheiß“ passiert. Meine nette Nachbarin hat mir ihr Auto geliehen, um Sachen zum Schiff zu transportieren. Beim Beladen ist eine Abdeckung und ein Hebel etwas an ihrem Auto kaputt gegangen. Meine Haftpflichtversicherung weigert sich, den Schaden zu übernehmen. Kein Kleinscheiß, auch wenn ich noch nicht genau weiß, was das kostet. Dann leckte meine Badewannenabfluss und verursachte beim Nachbarn unter mir einen Wasserschaden. Dann ging die Mischbatterie am Badezimmerwaschbecken kaputt. Als die repariert war platzte der Duschschlauch und das Scharnier war so fest, dass mir die Kraft fehlte, es zu lösen. Einen Tag nachdem das wieder repariert war, ging der Spülkasten kaputt. Alles innerhalb von kurzer Zeit. Teuer. Nervig. Zeitraubend. Anstrengend.

Doch das Schlimmste ist, dass ich gerade im Rechtsstreit mit einer Fotografin stehe.

Für unseren Benefizkalender 2014 und einen für Werbezwecke erstellten Gratis-Desktophintergrund habe ich ein Foto von einer Bildagentur verwendet. Mein Grafiker hat wie üblich die Lizenzen dafür erworben, den Kalender und das Download mit Urheberrechtshinweisen versehen. Alles bestens. Dachte ich.

Im April habe ich eine Klage vom Anwalt der Fotografin bekommen, mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung und der Lizenzverletzung. Von mir geforderte Summe für den Schaden gut 1700 Euro plus 805 Euro Rechtsanwaltsgebühren. Steile Sache für ein Bild für das die Lizenz 12 Euro kostete. Ich versuchte, das mit der Fotografin direkt zu klären, doch das scheiterte. Am Ende konnte ich mit einem eigenen Anwalt und auch mit Hilfe der Rechtsabteilung der Agentur bei der die Lizenz erworben wurde, belegen, dass weder Urheberrechtsverletzung noch eine Lizenzverletzung vorliegt. Nach deutschem Recht muss dann die Gegenseite die angefallen Kosten zahlen.

Das kleine Problem. Die Gegenseite akzeptiert das nicht. Und kämpft mit allen Mitteln weiter.

Nur zwei von vielen Beispielen:

Abgeschnittene Beweisfotos: Die Fotografin hat sich – das rechne ich ihr hoch an – per Mail bei mir entschuldigt, dass sie unachtsam war und den vorhandenen Urhebernachweis übersehen hat. Dennoch legt ihr Anwalt legt als „Beweis“ dafür, dass der Urhebernachweis fehlt dem Gericht einen Ausdruck des bei, Merkwürdigerweise ist das  Bild ausgerechnet am linken Rand um ca. 1 cm abgeschnitten ist – dort wo der Urhebernachweis stand. Zum Glück war das so dilettantisch gemacht, dass man die abgeschnitten Schrift noch erkennen kann, wenn man genau hinsieht. Heftig ist sso ein Vorgehen es trotzdem.

Spannendes Argumentation: Der Anwalt wirft mir vor, dadurch eine Urheberrechtsverletzung begeangen zu haben, dass ich die Fotografin nicht im Impressum unserer Internet-Seite nenne. Als „Beweis“ legen sie einen Ausdruck meines Impressums vom 10. Oktober bei. Da wir seit Mai einen neuen Kalender im Shop haben ist das Bild natürlich längst nicht mehr auf unserer Seite. Also werfen mir vor, ein Bild nicht im Impressum zu erwähnen, dass es auf unserer Seite gar nicht mehr gibt. Interessant.

Das Ganze ist emotional wie praktisch sehr stressig. Ich habe bisher schon eine Arbeitswoche in diese dumme Auseinandersetzung gesteckt – meine Zeit würde ich lieber für was anderes verwenden. Die Gegenseite bestreitet alles: Dass ich die Anwältin beauftragt, mit ihr gesprochen, sie und Mitarbeiter, die ich mit Recherche beauftragt habe, bezahlt habe. Ich muss für alles Belege ranschaffen.

Zugleich macht es mich fertig, dass Menschen so gegen mich agieren. Klar handeln sie für sich und ihre Interessen, aber doch sind die Auswirkungen schädigend gegen mich. Gestern – als ich mich intensiv damit beschäftigt habe – hat mich das sehr angespannt. Heute war ich immer noch super angspannt und fertig. Ich hab am Morgen erst mal gebetet und dann überlegt und notiert, was mir für den Prozess, der am nächsten Freitag stattfindet, wichtig ist um innerlich Klarheit zu gewinnen. Das half etwas.

Ich merkte, dass es mir einfach nicht gelang, aus der Anspannung wieder herauszukommen. Dieses Gefühl, wenn man gern weinen möchte, aber nicht kann. Ich weiß, dass ich, wenn es mir so geht – zum Glück sehr selten – einen empathischen Menschen brauche, der mir durch seine Resonanz hilft, meine eigenen Gefühle wahrzunehmen. Ich schreib einer Freundin, die das super gut kann, eine SMS und fragte, ob sie Zeit für ein Gespräch hätte, bekam aber keine Antwort.

Dann leitete mir eine Mitarbeiterin eine warme Mail einer Kundin weiter, in der stand: „Ihr macht eine klasse Arbeit, solches Material zu verlegen, alle Achtung!“

Die warmen Worte brachen den Damm – plötzlich konnte ich weinen und all den Schmerz darüber, so behandelt zu werden, rauslassen. Das tat richtig gut.

2014-10-31 19.17.31Im Lauf des Tages und schon vorher habe ich einiges an richtig toller Solidarität erlebt:

  • Eine Freundin fragte, ob mir ein Kredit helfen würde, die vielen Reparaturen zu zahlen.
  • Eine andere Freundin, die einen Mailverteiler mit 5000 Adressen hat, erwähnte meine Situation in einer Mail und bat ihre Leser für mich und die Situation zu beten.
  • Der Bootsbauer, der mir am Schiff hilft, besorgte im Baumarkt einen neuen Spülkasten – leider passen die Anschlüsse nicht – und kam zu mir, um ihn zu montieren.
  • Eine Anwältin (nicht die, die den Prozess betreut, sondern eine andere), der ich geschrieben habe, dass ich unsicher bin, wie man sich vor Gericht verhält, hat mir eine drei Seiten lange Mail mit den wichtigsten Punkten geschrieben. Die ist so klasse, dass man sie – natürlich ohne den Bezug auf den Fall – fast als Leitfaden veröffentlichen könnte.
  • Ein Punk, hat mich heute gefragt, wie es mir geht. Als ich ihm kurz von dem Prozess erzählte, fragte er:  „Hast du die Adresse von dem Anwalt? Hast du dir schon mal überlegt, da mal hinzugehen? Und als ich verneinte ergänzte er: „Ich kenne da ein paar Leute für die groben Sachen!“ Ich hab ihm dann gesagt, dass ich Konflikte doch eher anders löse. Aber mich hat es trotzdem sehr berührt, dass er mir auf seine Art sagte: Du, ich lass dich da nicht allein, ich wäre bereit, dir zu helfen.

Und auf dem Nachhauseweg vom Schiff, dem ich heute etwas Rost entwendet und neue Farbe gespendet habe, traf ich eine Frau, die ab und zu am Schiff mitgeholfen hatte. Ihr ging es gerade nicht gut, weil sie viel Stress in ihrer Ausbildung hatte. In meinem Herzen war wieder Platz zum Zuhören, wir aßen eine Suppe zusammen – ich aß, sie sah zu – und ich konnte ihr ein Stück weiterhelfen.

Solidartität ist toll. Auch wenn ich auf die Probleme, die sie erforderlich machen, manchmal gern verzichten würde.

860.000 x Leben prägen

Strandhäuser Am Wochenende wollte ich mal wissen, wie viele Bücher, Impulshefte, Quadros, Videos und Kalender ich in den letzen 14 Jahren publiziert habe. Ich habe gezählt und gerechnet und kam auf für die Gesamtauflage auf die stolze Summe von

860.000 Stück!

Für alle, die beim Lesen gleich Dollarzeichen in den Augen haben und denken, da müssten wir jetzt steinreich sein, sei gesagt:

  • Wir haben noch nicht alle Sachen verkauft. Einige der Bücher wie etwa Imagine, Feuertaufe, Apostel der Stadt und Den Himmel offen sehen warten noch auf mehr Leser. Und da man immer gleich größere Mengen drucken muss, sind vermutlich bisher „nur“ 600.000 Stück verkauft worden.
  • An einem Impulsheft verdienen wir etwa 20 Cent, an Quadros und Büchern etwas mehr – je nachdem, ob wir sie direkt verkaufen oder über Zwischenhändler.
  • Verteilt auf 14 Jahre und 9 Monate sind das produzierte (nicht verkaufte) 3389 Stück pro Monat. Von dem Erlös müssen bis zu 10 Leute, die voll- oder Teilzeit bei Down to Earth arbeiten, leben. Das ist oft knapp.
  • Ich brauche die Einkünfte aus Coaching und Vorträgen – allein vom Verlag kann ich derzeit noch nicht leben.

Dennoch: Es ist wunderbar.

860.000 Möglichkeiten Menschen zu inspirieren und zu prägen!

Immer wieder bekomme ich von Menschen Rückmeldung wie folgende:

  • Als meine Mutter starb, waren es deine Bücher und Quadros, die mir am meisten halfen.
  • In einer bestimmten Phase meines Lebens waren deine Sachen für mich die Rettung.
  • Der LEA Kurs hat mir die Kraft gegeben, abzunehmen und dann mit meinem Mann wieder auf Berge zu steigen.
  • Als ich mit einer Depression zu kämpfen hatte, fand ich in deinen
  • Dein Blog inspiriert und stärkt mich.

Von daher bin ich glücklich, über Hunderttausende Möglichkeiten, Menschen zu prägen. Und natürlich bin ich Visionärin – und würde gern meine und unsere Kapazitäten ausweiten. Ich würde gern mehr Dinge gratis zur Verfügung stellen: Inspirierende Artikel, hilfreiche Hintergrund-Info, schöne Vorlagen zum Download z. B. zum „Danke sagen“.

Du kannst mitmachen!

Ich kann es mir derzeit nicht leisten, weiteren Menschen einstellen und bezahlen, aber ich habe Platz und Aufgaben für Menschen, die ein paar Stunden pro Woche oder Monat Zeit haben und gerne mithelfen möchten, Menschen zu inspirieren.

  • Recherche: Zitate, Infos, Adressen für Artikel, Texte etc. recherchieren.
  • Grafik: Dinge schön gestalten z. B. Besser Leben Tipps, die wir als Download anbieten können (natürlich mit deinem Namen drauf!)
  • Übersetzung.  Deutsch-Englisch: Muttersprachliche Unterstützung für die Englische LEA und Quadros wäre toll. Weitere Sprachen: Gern würden wir unsere Titel als Ebook in anderen Sprachen anbieten: Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Russich, Niederländisch, Japanisch….um mehr Menschen Zugang zu der Inspiration darin zu geben….
  • Kommunikatoren: Menschen, die in ihrem Umfeld unsere Sachen bekannt machen.
  • Bildverwaltung: Bilder in entsprechende Größen zuscchneiden,  Schlagworte finden, in Datenbanken stellen…
  • Fehler finden: Gerade in Blog-Beiträgen schleichen sich immer welche ein….da wären scharfe Augen toll.
  • Handwerker: Um das Coaching-und Seminarschiff fertig zu stellen, brauchen wir noch Zimmermänner, Fließenleger und jede Menge Menschen, die einige Stunden oder Tage mithelfen – egal ob mit oder ohne handwerkliche Vorkenntnisse.
  • Gebet: Steht zwar am Ende, ist uns aber sehr wichtig: Menschen, die mit uns um Gottes Segen bitten – für uns als Team und die Menschen, die durch uns berührt werden. (Wir schreiben 1 x im Monat eine Gebets-Info-Mail. Die kannst du gern haben!).

Es wäre wunderbar, wenn mein Team und ich mit dem, was wir tun, noch mehr Menschen erreichen und prägen können. Wenn du – einmalig z. B. in einem Urlaub oder als Praktikum oder regelmässig z. B. ein paar Stunden im Monat mit dazu beitragen möchtest, sag mir einfach Bescheid. Und klar – du musst dazu nicht in Berlin sein. Alle Aufgaben gehen auch bequem von deinem Zuhause aus.

PS: Wenn ihr so richtig beeindruckt sein möchtet, dann könnt ihr euch hier mal unser Gesamtprogramm ansehen.

 

 

Neue Serie – Weltveränderer

Einer unserer Autoren, Gerd König, ist glücklich. Er schrieb: „Gerade erreichte mich die Lieferung der Impulshefte. GLÜCKSGEFÜHLE! Die Coverfarbe sieht live tatsächlich viel besser aus als am Bildschirm. Auch die anderen Hefte sind sehr schick geworden – auch Euch also meinen Glückwunsch! Ich freue mich riiiiiiiiiiiesig “

Ich bin auch glücklich. Das Heft ist wunderschön. Sich mit dieser faszinierenden Frau und ihrem Werk zu beschäftigen „weckt die Superkräfte deiner Kindheit“ wie Gerd schreibt.

Über ein Jahr haben wir an der neuen Serie konzipiert. Die Idee: Menschen vorzustellen, die etwas in unsrer Welt bewegt und verändert haben. Kurz, kompakt im Impulsheft-Format. Mit Inspiration zum Nachmachen.

Die ersten Titel sind eben erschienen: Neben Astrid Lindgren noch Sophie Scholl, Nelson Mandela und Franz von Assisi.

Klar: „Nicht jeder ist eine Sophie Scholl, aber jeder kann gegen Ungerechtigkeit aufstehen. Jawohl!“

Feedback zu Coaching-Titeln

In der Regel lesen Menschen meine Bücher und profitieren davon – aber meist erfahre ich davon nur wenig. Umso schöner, wenn sich jemand die Zeit nimmt, mir Feedback zu geben. So wie ein netter Herr heute Morgen:

„Ich möchte Ihnen an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen für Ihre fabelhaften Werke „Power-Fragen“ und „Coaching Basics„. Diese sind wahre Riesen, was den Informationsgehalt in puncto absolut positiver Schlichtheit und Gradlinigkeit (eben die Basics, die wir manchmal vor lauter Bäumen nicht mehr sehen), aber auch Effizienz angeht!

Ich selber absolviere gerade ein Fernstudium zum Psychologischen Berater & Personal Coach und was mir bis vor kurzem zwischen den ganzen Blöcken an Information und Input noch gefehlt hat, war der „Mörtel“, der all das zusammen hält, der auf einfache aber doch eindrückliche Art und Weise alles verbindet und auf  „menschlichem Level hält“. Neben einigen wenigen anderen Werken sprechen mich Ihre Büchlein sehr an und ich konnte mir viel daraus mitnehmen.“

– Klaus Heine, Straelen


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