Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Zitate

Unser tägliches Boot gib uns heute

Gestern habe ich mal ausgerechnet, dass ich in den nächsten Monaten täglich 50 Euro brauche, um die Renovierung des Bootes zu finanzieren – vor allem die Personalkosten. Das Material ist schon weitgehend bezahlt.

Ich habe überlegt, ob ich für eine Weile das Vater Unser in abgewandelter Form bete: „Unser tägliches Boot gibt uns heute!“ (oder den täglichen Boots-Anteil).

Konkret bete ich, dass ichTag für Tag

– genug Bücher verkaufe

– genug Coaching – Kunden habe

– oder dass Menschen, die das Projekt unterstüzen wollen, für einen oder mehrere Tage das „tägliche Boot“ übernehmen wollen.

 

Erfolgreich faul sein

Ich habe mich oft gefragt,

ob nicht gerade die Tage,

die wir gezwungen sind,

müßig zu sein,

diejenigen sind,

die wir in tiefster Tätigkeit verbringen.

Rainer Maria Rilke

[Quelle ist mir leider nicht bekannt. Für Hinweise bin ich dankbar.]

Blumen pflanzen

In einem Buch über Trauer fand ich einen Text, der mich sehr berührt hat.

Ich möchte gern wieder in der Lage sein, Blumen zu pflanzen

Es muss ja nicht gleich
ein Apfelbäumchen sein,
zumal meine Welt ja schon
untergegangen ist.

Aber wenn das wieder ginge,
aufginge,
dann würde mir
was blühen….

Ludwig Burgdörfer / Marthe Kuhn
aus „Trauern braucht seine Zeit“

In Gottes Schule – von Hafiz

In der letzten Zeit habe ich die Gedichte von Hafiz, dem wohl bekanntesten persischen Dichter, wieder neu entdeckt. Leider kenne ich nur eine gute englische Übertragung. Ich werde in den nächsten Tagen immer mal wieder eines davon auf deutsch übersetzen und die englischen Texte auf meinem englischen Blog Heart of Berlin posten.

Für eine Weile

Wir alle sind an den richtigen Ort gekommen.
Wir sitzen alle in Gottes Klassenzimmer.

Jetzt,
mein Lieber,
gibt es für uns nur noch eines zu tun:

Mal für eine Weile damit aufhören,
Spuckekügelchen zu machen.

Herbst

Vier Fenster
Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke

Lieblingsgedicht von Loki Schmidt, das auch auf ihrer Trauerfeier verlesen wurde.

Endlich

Endlich

Er ist wieder da,
der lang ersehnte Geliebte.
Er tanzt durch die Straßen,
sammelt unsere Mäntel und Mützen ein.
Uns wir lächeln und lachen
und breiten die Arme aus.
Willkommen
lieber Frühling.

Anne Steinwart


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