Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Erfolg (Seite 1 von 6)

Was ich wähle, ist das Handeln

Am 24. 9. haben wir Deutschen gewählt – genauer gesagt 75,6%  von uns.

Seit das Wahlergebnis fest steht – mit 12,6 % Stimmen für die AfD – ist in den Massenmedien und sozialen Medien der große Ärger und das große Jammern ausgebrochen. Ich poste auf Facebook in der Regel nichts zu politischen Themen, weil in diesem Medium eine echte inhaltliche Auseinandersetzung, Dialog usw. nur sehr begrenzt möglich ist. Und verkürzte Darstellungen niemandem weiterhelfen.

Einzige Ausnahme – ein Spiel mit Worten, das ich mir nicht verkneifen konnte.

Finde den Unterschied:
Die AfD jagt und klammert.
Der Rest klagt und jammert.

Ich will auch auf meinem Blog keine politische Diskussion starten. Dafür ist an anderer Stelle Platz.  Nur so viel: Ich will keine Partei wählen, bei denen ich noch nicht mal die Wahlplakate verstehe – etwa: „Berlin ist das Tor zur neuen Seidenstrasse“.

Wählbar ist für mich auch keine, die allen Ernstes noch Plakate mit „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ Werbung macht und damit zeigt, dass sie weder sprachlich noch inhaltlich in der Gegenwart angekommen ist. (Kein Witz, die Plakate der alten kommunistischen Parteien hingen in meiner Umgebung, ich hab´s leider verpasst, sie zu fotografieren.)

Wählbar ist für mich auch keine Partei, die sich nicht von rechtsradikalen Menschen in ihrer Mitte und ihrem Umfeld abgrenzen kann oder will. Das hat für mich weniger mit der Vergangenheit unseres Landes zu tun, als vielmehr mit der Gegenwart und Zukunft: Es gehört zu meinen Werten, Menschen aller Herkunft zu achten und wo es möglich ist, Schwächere im Rahmen unserer Kräfte zu unterstützen.

Soweit zur Erklärung und Abgrenzung.

Ich ärgere mich nicht

Als ich das Wahlergebnis und die empörten, verärgerten, klagenden Reaktionen in den sozialen Medien las, hab ich mich gefragt, was ich jetzt tun kann. Betonung auf ich. Punkt.

Verachten will ich niemanden – auch nicht, wenn er andere Werte wichtig findet als ich und anders wählt als ich. Ich weiß, was mir wichtig ist und was ich will und hoffe es gelingt mir, Menschen auch dann mit Respekt zu begegnen, wenn wir Dinge anders sehen.

Ärgern, wo man nichts mehr ändern kann, hielt ich schon immer für Energieverschwendung. Ein Seminar bei Dirk Eilert am Wahlwochenende hat das noch einmal bestätigt. Er sagte sinngemäß:

„Ärger ist eine Emotion, die dazu dient, Energie freizusetzen, um Hindernisse zu beseitigen. Können sie nicht beseitigt werden (etwa, wenn man in einem Stau steht), bringt einem Ärger nichts – im Gegenteil. Hier könnte Trauer eine angemessenere Reaktion sein.“

Ärgern über etwas, was nun schon Vergangenheit ist und mich empören – das wollte ich nicht! Was dann?

Ich spürte Traurigkeit. Wenn ich daran denke, dass einige Millionen Menschen für die „Alternativen“ die ihnen in der AfD angeboten werden, Werte in Kauf nehmen, die ich nicht gut heiße, schmerzt mich das. Und ich frage mich, was ich tun kann.

Was ich jetzt tue – Alternativen zur Alternative suchen

Ich fühle mich zu 1/80 Millionstel für das Wahlergebnis und auch für mein Land verantwortlich. Nicht für alles, aber für etwas. Und ich habe überlegt, was ich jetzt tun kann, will und möchte.

Kein Wahlplakat, sondern ein uraltes Schild in einer Berliner U-Bahn.

Meine Ideen: 

  • Mit AfD Sympathisanten  im eigenen Umfeld reden. Ich hatte nur ein einziges Gespräch mit einer Freundin, die frustriert über die etablierten Parteien war, und mit dem Gedanken spielte, AfD zu wählen. Sie war verwirrt, wie sie sich angesichts der oft tendenziösen Presse zurechtfinden konnte. Wir haben uns lange unterhalten, ich habe ihr erzählt, woran ich mich in dem Ganzen orientiere. Und ihr noch en paar Links geschickt. Wo sich künftig Gelegenheiten ergebe, will ich weiter verständnisvoll für die echten Fragen der anderen und auch klar für meine Werte kommunizieren.

 

  • Im Osten unseres Landes Urlaub machen. Wenn man in Berlin lebt, ist das ja eigentlich nicht so weit. Ich nutze Urlaub meist, um Freunde zu besuchen. Wenn man den Analysen glauben darf, ist die Perspektivlosigkeit einer der Hauptgründe, dass dort die AfD so viele Stimmen bekam. Die Jugend wandert ab, es gibt zu wenig Arbeit für die, die bleiben. Um etwas zur Verbesserung beizutragen, will ich  in den nächsten 4 Jahren 4 x 4 Tage Urlaub im Osten Deutschlands machen. Wenn es sich ergibt, will ich mit Menschen, die da leben ins Gespräch kommen.

 

  • Geflüchtete coachen. Menschen, die geflüchtet sind, haben oft viel Stress in den Knochen. Das kann alter Stress durch Krieg und Flucht sein oder der Stress, in einem neuen Land anzukommen. Ich bin überzeugt davon, dass Menschen, die Stress abbauen konnten (ob allein oder mit Coach), besser in einer neuen Umwelt ankommen. Und dass es dann nicht nur ihnen besser geht, sondern das nebenbei (hoffentlich) auch rassistisch gesinnten Menschen etwas Wasser aus den Mühlen nimmt. Von daher möchte ich zwei Coachingstunden pro Monat geflüchteten Menschen gratis oder reduziert zur Verfügung stellen.

Das ist mein Plan oder sagen wir mal der erste Entwurf. Die Wahl war ja erst gestern. 

Gern würde ich von dir hören:

  • Was hältst du davon?
  • Was willst du jetzt machen?

Ich bin gespannt auf deine Kommentare.

Verlag, Rollen und ich

Die letzten Wochen habe ich hier kaum geschrieben. Das lag auch daran, dass – neben dem neuen Buch, das ich schreibe, die Situation im Verlag mich intensiv beschäftigt hat.

Ich habe im August an die Empfänger unseres Newsletters, den ihr auch gern hier abonnieren könnt, geschrieben:

+++++++++++++++++++

Vor knapp einem Jahr hatten wir einen Hilfeschrei losgelassen: „Das Wasser steht uns bis zum Hals!“. Der Verlag machte Verluste, wir hatten Schulden und standen kurz davor, Rechnungen nicht mehr zahlen zu können.

Ich bat euch um Unterstützung durch fröhliches Einkaufen und beherztes Gebet. Mir selbst habe ich ein Jahr Zeit gegeben, um Wege zu suchen, die Situation zu verbessern und um dann zu
entscheiden, ob ich weitermachen kann, und wenn ja, wie. Dieses Jahr ist jetzt fast abgelaufen.

Die gute Nachricht
Es ist besser. Wir konnten Rechnungen zahlen und einige Schulden abbauen. Das ist für die relativ kurze Sanierungszeit ein großer Grund für Dankbarkeit.

Die Herausforderung
Es reicht noch nicht. Die Lagerbestände konnten wir etwas reduzieren, aber die Kosten sind nach wie vor sehr hoch. Hier suchen wir Menschen, die einmalig oder ab und zu von Gießen nach Berlin fahren und einige Kartons Bücher aus unserem Lager dort mitnehmen könnten. Hier in Berlin kann ich Dinge kostenlos lagern.

Ich konnte in den letzten Monaten Rechnungen und Mitarbeiter bezahlen, aber kein Gehalt für mich. Das ist super-frustrierend und belastend. So kann und will ich nicht dauerhaft leben.

Es bleibt spannend
Am 1. September ist mein Stichtag für die Entscheidung, ob und wie es mit Down to Earth weitergeht. Für mich ist der Ausgleich des aktuellen Defizits von ca. 10.000 Euro bis dann und ein Plus für mein Gehalt eine Voraussetzung zum Weitermachen.

Schaffen wir das zusammen?
Wir möchten euch mit unseren Büchern, Quadros und Kursen gern weiter inspirieren und stärken! Damit es uns gelingt, eine solide Basis dafür zu schaffen, wollen wir in den nächsten Wochen das Defizit ausgleichen. Speziell dafür gibt es bis Ende August einige Super-Special-Sonderangebote.

+++++++++++++++

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es inmitten aller offenen Fragen herausfordernd war, „nebenbei“ noch ein Buch zu schrieben, eine neue Lektorin und einen neuen Webmaster einzuarbeiten (die beiden haben glücklicherweise einen großen Teil der Einarbeitung selbst übernommen. Dennoch gab es viel zusätzliche Kommunikationsarbeit.

Was für mich in allem Nachdenken und Beten deutlich wurde:

  • Geben: Mein Team und ich wir geben Menschen viel – das zu wissen tut uns gut.
  • Versorgung: Gott versorgt mich…manchal klassisch durch ein Gehalt, manchmal anders.
  • Härter vorgehen: Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, waren gut, aber noch zu sanft. Mit drastischeren Maßnahmen – z. B. Umlagerung von Lagerbeständen in ein günstigeres Lager könnte der Verlag gesünder und stärker werden.
  • Begleitung: Ich brauche Beratung, um die Bereiche, in denen ich nicht so stark bin z. B. Analyse, Finanzen, Controlling auszugleichen.
  • Rollen im Team definieren und stärken: Wenn ich noch stärker als bisher Verantwortungsbereiche und Rollen definiere und Menschen in meinem Team darin trainiere, kostet das erst mal Zeit und Energie, aber entlastet mich dauerhaft, weil ich dann stärker in meinen Stärken handeln kann.

In den nächsten Wochen werde ich mein Buch weiterschreiben, die Prozesse im Verlag weiter voranbringen…und daneben hoffentlich noch viele schöne Herbsttage genießen.

Bedürfnisse erfüllen: Glücklich, wer vier Wege hat

Buchtipp der Woche für alle, die mehr als einen Weg finden wollen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen

In Coaching-Gesprächen höre ich oft: „Mein Partner (oder Freund oder Chef oder Freundin/Chefin/Mutter) ist zu still. Zu passiv. Macht zu wenig Komplimente usw.“

Ich als Coach höre dahinter: Ich habe ein Bedürfnis, z. B. nach Wertschätzung, Entlastung usw., das der andere nicht erfüllt.

Ich spüre die Wut, den Ärger oder die Hilflosigkeit, die das bei meinen Coaching-Gästen auslöst. Sie sehen nur einen Weg, das Bedürfnis erfüllt zu bekommen: Der andere soll etwas tun. Wenn dieser Weg blockiert ist, weil der andere nicht will (sein gutes Recht), dann ist man tatsächlich hilflos.

Es sei denn, man ist kreativ genug, viele verschiedene Wege zu finden, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Viele Anregungen dafür fand ich in einem Buch:

COach dich selbst, sonst liebe dich keiner

Ich würde das Buch eher nennen: Sorg gut für dich selbst und lade auch andere ein, dir Gutes zu tun. Wege zur Erfüllung der eigenen Bedürfnisse entwickeln.

Denn es ist ein inspirierendes Buch, das helfen kann, eigene Bedürfnisse zu erkennen und dann Wege zu finden, sie zu erfüllen – entweder indem man selbst dafür sorgt oder andere Menschen um Unterstützung bittet.

Für viele Bedürfnisse nennt sie selbst eine ganze Reihe von Ideen, wie man sie erfüllen kann. Nicht alles passt für jeden, aber ihre Listen geben eine Vielzahl von Anregungen.

Ein Schwachpunkt:

An manchen Stellen empfinde ich ihre Definition von Bedürfnissen etwas durcheinander und unklar: Recht haben nennt sie z. B. ebenso als Bedürfnis wie geliebt werden.

Kerstin Hack Gewaltfreie Kommunikation

In der Gewaltfreien Kommunikation würde man Recht haben eher als eine (erlernte) Strategie definieren, um ein echtes Bedürfnis, z. B. Autonomie/Sicherheit zu erfüllen.  In meinem Quado Gewaltfreie Kommunikation liste ich die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen auf.

Insgesamt überwiegt das Inspirierende und die kreativen Ideen, die sie hat, um Bedürfnisse zu erfüllen.

Ich habe das Buch schon vor einigen Jahren gelesen und merke, dass mich der Gedanke befreit, dass ich immer wenigstens drei Wege zur Verfügung habe, für etwas zu sorgen, was ich brauche. Wenn ich – als gläubiger Mensch – auch noch den Dialog mit Gott und Bitten an ihn als weitere Möglichkeit sehe, habe ich sogar vier Wege.

Diese Erkenntnis hat meine Beziehungen entlastet: Wenn andere Menschen mich in der Erfüllung meiner Bedürfnisse unterstützen möchten, erlebe ich das als Geschenk. Unterstützung durch andere ist und bleibt eine meiner Lieblingsstrategien.

Wenn sie mich gerade nicht mit Wertschätzung, Unterstützung oder Wärme beschenken können oder wollen (weil sie gerade selbst mit eigenen Bedürfnissen beschäftigt sind) ist das auch o.k. Dann kann ich gelassen andere Wege finden. Das Buch von Talane Miedaner gibt viele gute Anregungen.

 

Lösung ist, wenn sich etwas löst.

Gestern wollte ich an meinem neuen Buch schreiben. Das klappte nicht. Zum einen, weil Bootsbauer Helge lautstark Lüftungslöcher in die Außenwand des Metallschiffes bohrt…das macht einen Höllenlärm, der der Konzentration nicht zuträglich ist.

Zum anderen, weil ich einen Aufruf erhielt, der mich aufgekratzt glücklich macht:

„Kerstin, ich bin frustriert und zugleich hoffnungsvoll. In den letzten Jahren hab ich extrem viel Zeit und Energie in Beratung investiert. doch an meinen Problemen hat sich nichts geändert. Doch seit dem Coaching mit dir (Thema: Blockaden / Angstzuständen) halte ich dauernd Ausschau nach Aufzügen, um mir zu zeigen, dass ich es kann. Geschlossene Aufzüge machen mir noch Probleme, aber offene Aufzüge fahre ich jetzt locker.

Wenn ich sehe, was sich in nur einer Stunde mit dir verändert hat, dann frustriert mich, dass ich an Stellen investiert habe, die mich nicht weiterbrachten. Und ich bin hoffnungsvolll. Ich will die noch  ungelösten Sachen jetzt gern intensiv anpacken  – mit dir. Hast du in nächster Zeit Kapazitäten?“

Wenn ich so was höre, explodiere ich vor Freude. Als Coach begleite ich Menschen sehr gern mit Herz und dem Handwerkszeug, das ich zur Verfügung habe. Egal wo – es ist genial, wenn Menschen beim Coaching Veränderung erfahren.

Ich bin ja in einer ganzen Reihe von klassischen Methoden (Systematisches Coaching – siehe auch mein Quadro Coaching Basics  , EKS – Business Coaching (siehe Fokus finden) und Gewaltfreie Kommunikation) ausgebildet, daneben noch in Wingwave, einem Ansatz, der sehr effizient bei Ängsten, Blockaden – von Aufzugangst bis Auftrittsangst  und Süchten von Schokolade bis Rauchen wirkt.

Ich habe in meinem Blog bereits davon erzählt: Wenn Altes wirklich vergeht.

In den letzen Wochen erlebte ich als Folge von Coaching das z. B.

  • Wurzeln für alte, behindernde Muster aufgespürt werden konnten
  • ein Mann im Blick auf die Vergangenheit mehr inneren Frieden spürte
  • eine Frau die entspannter in die Zukunft blicken kann
  • ein Mann nach nur einer Stunde Coaching ein deutlich reduziertes Verlangen nach Zigaretten hatte.
  • eine Frau, die erstmals in ihrem Leben das Wort „Selbstbewusstsein“ positiv assoziieren konnte
  • eine Frau, die psychischen Ursache auf die Spur kam, die zur Entwicklung von vielen Allergien beitrugen .
  • eine Frau, die mehr Sinn in ihrem Leben sieht.

Details kann und darf ich natürlich aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mitteilen – leider. Manche Geschichten sind so bewegend, dass ich sie lieben d gern erzählen würde, um andere Menschen zu ermutigen, das Lösung gefunden werden können.

Blockaden lösen. Selbstcoaching mit wingwave Christoph Schalk und Kerstin Hack Kurz: Ich liebe meinen Beruf. Und nutze eine Vielzahl von Werkzeugen, um Menschen im Coaching vor Ort in Berlin oder am Telefon weiterzuhelfen.

Wingwave ist die Methode der Wahl, die ich zum Lösen von Blockaden einsetze.

Mein Kollege Christoph Schalk​ und ich haben das Trainings-Quadro Blockaden lösen dazu geschrieben, wie man die Methode auch im Selbstcoaching nutzen kann, um Blockaden loszuwerden.

Das funktioniert – wenn gleich ich selbst immer Coaching mit einem echten Coach bevorzugen würde, wenn es möglich ist. Wenn das aus Zeit- Kosten oder sonstigen Gründen nicht geht, ist Selbstcoaching eine fantastische Alternative.

Wie zum Beispiel als ich so aufgekratzt war, dass ich nicht mehr klar fokussieren konnte. Dann höre ich Wingwave-Musik, weil die zugleich anregt und beruhigt.

Was mich interessieren würde: Hast du selbst schon mal Coaching in Anspruch genommen? Was waren deine Erfahrungen?

Schiff im Februar

2017-01-22-12-56-12Nach frostkalten Wintertagen gibt es sie jetzt wieder – diese einzelnen Stunden, wo man eingewickelt in warme Decken und mit einer heißen Tasse Tee zumindest eine Weile draußen in der Sonne sitzen kann.

In den letzten Wochen ging es nicht so sehr voran, weil ich selbst wenig Kapazitäten habe, da ich intensiv mit der Arbeit an meinem neuen Buch und dem neuen Onlinekurs Swing Dein gutes Leben beschäftigt bin und wenig Helfer hatte.

Aber am Wochenende kommt Bootsbauer Helge, da wollen wir weiterbauen 

  • Ein Treppengeländer, damit Menschen sicher an Bord kommen
  • Decken im Eingangsbereich
  • Decken im Steuerhaus

Wenn das geschafft ist, haben alle Räume im Schiff (bis auf den Maschinenraum) Deckenverkleidungen. Das wäre mal wieder ein Meilenstein.

Dann fehlt noch an großen Dingen 

  • Tür für den Seminarraum
  • Kaminofen für den Seminarraum
  • Treppe nach unten
  • Böden im Eingang und Seminarraum schleifen und mit Kork bekleben
  • Lüftung

Da alles, jedes einzelne Brett, das an die Decke kommt, auf Maß zugeschnitten und angepasst werden muss, ist das alles  bei einem Schiff viel mehr Arbeit als etwa bei dem Neubau eines Hauses.

Aber ich freue mich über jeden Zwischenschritt. Und darüber, dass Menschen, die Orientierung brauchen, das Angebot nutzen (im Winter bisher weniger, obwohl das Schiff gut geheizt ist!).

Weitermachen

Ich bin nach wie vor dankbar für jeden Menschen, der mir mit Finanzen oder indem er ein paar Stunden oder Tage hilft. Kurz: Über alles, was dazu beiträgt, dass mein Traum, bis zu meinem 50. Geburtstag im April ein fertiges Schiff zu haben, Realität wird.

 

 

 

Mein gutes Leben – 2017

dte-kalender-2013_7Einer meiner guten Vorsätze für 2017 ist: „Ich glaube, dass ich  Gedanken und Impulse weitergeben kann, die für andere stärkend und wertvoll sind.  Deshalb will mehr und hochwertiger schreiben – am Ende des Jahres 2017 will ich ein neues Buch  über das gute Leben geschrieben haben, den Online-Kurs, ein Quadro und eine ganze Reihe von Blog-Beiträgen.“ Soweit der Vorsatz. Eine von fünf. Ambitioniert.

Also habe ich gleich begonnen, die Einleitung für das neue Buch zu schreiben. Hier ist der erste Entwurf.

Lebe ich ein gutes Leben?

Diese Frage hat mich Ende 2016 bewegt, als ich mich darauf vorbereitet habe, dieses Buch zu schreiben.

Als Coach arbeite ich häufig mit Skalen, um Menschen dabei zu helfen, Klarheit zu schaffen. Als ich das zurückliegende Jahr betrachtete, gab ich mir auf einer Skala von 1(Flop) – 10 (Top) die Note 6. Mittel, aber nicht wirklich gut.

Die Gründe waren vielfältig. Ein Hauptfaktor war Überlastung. In dem Jahr hatte ich mit einigen Herausforderungen zu kämpfen:

  • Hackerangriffen auf alle meine privaten und beruflichen Blogs und Internet-Seiten – es dauerte drei Monate lang, bis wir alle Schäden beseitigt
  • Ehrenamtliches Engagement, das sich als sehr zeitraubend und mühselig herausstellte.
  • Ein Umzug von einer Wohnung, im 4 Stock ohne Aufzug in der ich über 20 Jahre gewohnt hatte auf ein noch nicht fertig renoviertes Schiff.
  • Finanziellen Herausforderungen durch Schiffbau und unvorhergesehene, große Forderungen.

Das oben waren nur die vier größten Brocken in einer beachtlichen Steinsammlung, die ich im letzten Jahr mit mir herumschleppte. Gut gelebt habe ich in allem nicht. Über all dem Schwierigen habe ich vergessen, Zeit mit Freunden zu verbringen, schöne Momente zu genießen und für Aktivitäten zu sorgen, die mir Energie spenden. Ich habe das Gute einfachf nicht getan.

Das lag nicht nur an den Herausforderungen und den äußeren Umständen. Ja, die waren hart. Zeit für Wohltuendes wäre dafür – trotz allem – vorhanden gewesen – und es gab auch schöne Momente – sonst wäre das Ergebnis ja bei zwei oder drei.

Dass ich nicht wirklich gut gelebt habe, lag auch nicht daran, dass ich nicht wüsste, was zu einem guten Leben gehört. Damit habe ich mich mehr als ein Jahrzehnt lang beschäftigt, über die 8 Aspekte, die zu einem guten Leben gehören, das Buch Swing geschrieben und Seminare und Vorträge gehalten. Ja, ich weiß im Grunde, wie man ein gutes Leben lebt.

Dass ich  im letzten Jahr versäumt habe, ein gutes Leben zu leben lag vor allem daran, dass ich im Angst- und Stressmodus vergessen habe, so zu leben, wie es mir tatsächlich gut tut. Oder nicht mehr die innere Kraft hatte, das Wissen umzusetzen.. Jeder kennt das, theoretisch weiß man, was einem gut tun würde z. B. weniger Schokolade und mehr Bewegung. Oder weniger Internet und mehr Begegnung. Und praktisch misslingt es einen, das Gute tatsächlich zu tun.

Das kann richtig extrem sein. Die Forscherin Lisa Rankin hat intensiv darüber geforscht, welche Faktoren dazu beitragen, dass Menschen gesund werden. In einem Seminar zu dem Thema fragte sie die Teilnehmer: „Wenn Sie 100% sicher wüssten, dass etwas sie gesund machen würde, würden Sie es dann tun.“ Zu ihrer Überraschung meldeten sich nur 50% der Anwesenden.

Sie fragte nach, was der Grund dafür wäre, dass – trotz der Aussicht auf Gesundheit – die Chance nicht ergriffen würde. Die Seminarteilnehmer sagten Dinge wie

  • Mein Mann hat mich früher immer geschlagen – er hat damit aufgehört, seid ich krank bin. Wenn ich gesund werde, …
  • Ich lebe von der Sozialversicherung, ich weiß nicht, ob ich noch fürs normale Berufsleben fähig bin.
  • Ich müsste wieder zurück auf die Arbeit mit meinem cholerischen Chef.

Hinter all dem steckt Angst. Die Angst, eine Situation nicht bewältigen zu können.

Es ist schockierend. Da wissen chronisch kranke Menschen im Grunde, was ihnen gut tun würden – und tun es nicht – aus Angst, davor, dass sie dem Leben, wie es dann sein könnte, nicht gewachsen sind.

Vielleicht ist es bei uns nicht so extrem, aber im Kleinen kennen wir das alle – diese Verweigerung des Lebens. Wir lassen uns nicht auf Neues ein, das interessant und spannend sein könnte. Aus Angst uns zu blamieren. Uns ist klar, dass uns so viel Internet-Zeit nicht gut tut – aber wir sind trotzdem wie süchtig danach, haben Angst etwas zu verpassen. Wir wissen, was unser Leben bereichern könnte. Und tun es nicht, weil….

Es genügt nicht, zu wissen, wie man das Leben rein theoretisch gut lebt. Sondern es ist darüber hinaus auch nötig, herauszufinden, was uns daran hindert, es ganz praktisch zu leben.

In den acht Monaten, die vor mir liegen, will ich deshalb zwei Dinge tun

  • Ich will beschreiben und erleben, was gut tut. Ich orientiere mich dabei an den 8 Lebenselementen aus dem Swing – Konzept. Und Wege in das gute Leben aufzeigen.
  • Ich will beobachten und analysieren, was andere und mich daran hindert, das gute Leben zu leben, das wir eigentlich leben könnten. Und Wege aus dem schlechten Leben zeigen.

Ich bin gespannt auf die Reise.

Wie soll dein 2017 werden?

dgl-facebook-header-150dpiEiner meiner Freunde nahm sich für 2017 vor, mehr zu trinken, mehr zu rauchen, weniger Sport zu machen und sich höher zu verschulden. Seine Logik hinter dem schlechten Vorsatz: Am Ende des Jahres scheint immer das Gegenteil dessen eingetreten zu sein, was er sich vorgenommen hat. Also nimmt er sich nun absichtlich das Gegenteil dessen vor, was er eigentlich will. In der Hoffnung, es so zu erreichen.

Es gibt keine offizielle Statistik. Aber meine Vermutung ist, dass 70 – 80% aller Neujahrsvorsätze scheitern. Dafür gibt es verschiedene Gründe z. B. dass Neujahrsvorsätze nicht zu einem passen oder zu unrealistisch oder schwammig formuliert werden.

Das waren die schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht:  Du kannst lernen, Ziele so zu wählen, dass sie für dich tief motivierend und tatsächlich umsetzbar sind. Das ist gar nicht so schwer.

Die drei Schritte für gute Zielsetzung

  • Ein warum: Du brauchst einen echten, tieferen Grund, warum du etwas tust. Das hat in der Regel etwas mit dem zu tun, wer du bist (deine Persönlichkeit) und was du brauchst (deine Bedürfnisse)
  • Ein wie: Die innere Haltung mit der du etwas angehen willst
  • Ein was: Die konkrete Handlung, die du zu einer spezifische Zeit tun möchtest.

Wie das genau geht, verrate ich in meinem neuen Online-Kurs Dein gutes Leben.

Der startet am 1. 1. und du kannst dich jetzt noch zu diesem und anderen Kursen anmelden.

Wir haben unsere Online-Kurse mit viel Zeit und Energie entwickelt, weil es uns wichtig ist, reichlich fundiertes Wissen kompakt zu vermitteln. Und außerdem praktische und umsetzbare Anregungen fürs Leben zu geben.  In jedem Kurs stecken Hunderte von Stunden an Recherche und Gestaltung. Alles für dich!

Du träumst von einem guten Leben?

Der Kurs Dein gutes Leben. Das Down to Earth-Jahrestraining nach dem Swing-Konzept begleitet dich ein ganzes Jahr lang mit einer Trainingsmail pro Woche dabei, zu entdecken, was ein gelingendes Leben ausmacht. Und wie du es gestalten kannst.

Du träumst von mehr Zufriedenheit im Leben?

DAN. Dankbar alles nehmen bringt dir bei, das halbvolle Glas zu sehen und zu entdecken, wie du es notfalls auffüllen kannst. Und wie du mehr Gelassenheit und Freude findest.

Du träumst von mehr Nähe zu Gott?

IDA. In deinen Armen. Gottes Vaterliebe erfahren bringt dir über einen Zeitraum von drei Monaten bei, dich bei Gott tiefer fallen zu lassen und seine Liebe zu genießen.

Du träumst von mehr Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung?

Dann könnte LEA. Lebe endlich anders der richtige Kurs für dich sein. Er vermittelt dir, wie du körperlichen und seelischen Ballast loswirst und zu mehr Leichtigkeit im Leben findest.

Du hast die Nase voll vom Chaos auf der Arbeit oder zu Hause?

SAM. Seine Arbeit meistern zeigt dir Schritt für Schritt wie du deine Aufgaben bewältigen kannst.

Du wünscht dir Wunder –so wie Jesus sie erlebt hat?

WUM. Wunder unter Menschen könnte dich dem Ziel ein paar Schritte näher bringen.


Die Onlne-Kurse beginnen am 1.1.2017 – sei dabei!
Anmeldung findest du hier.

Dein Thema ist nicht dabei?

Dann gönne dir doch mal ein Halbtages- oder Ganztagescoaching, um deinen Träumen näher zu kommen. Oder, falls dafür das Budget nicht reicht, kann oft auch eine Stunde Coaching live oder am Telefon sehr weiterbringen.
Tipp: Am besten bald buchen. Infos findest du auf meiner persönlichen Internetseite.

Heute war ein guter Tag. Oder: wie ich die Dinge geregelt kriege.

Heute war ein guter Tag.

Ich liebe die Tage „zwischen den Jahren“,  um Dinge zu sortieren. Und mich. 

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass ich eine große Sehnsucht habe: Weniger Kram im Kopf. All diese Tausend Dinge, die anstehen, die gemacht werden müssen. Zum Teil mit großem Druck, wenn – wie ich es als Selbständige in den letzten Monaten erlebt habe – die Finanzen ziemlich eng sind und schnell eine Lösung her muss.

Kein schönes Lebensgefühl!

In den letzten Tagen habe ich viel darüber

Im Bergman Leadership Podcast (20 Min Interviews mit interessanten Persönlichkeiten) stieß ich ein extrem spannendes Interview mit Christine Carter und über die Seite zu einem Link auf ihr Ebook, das Strategien verspricht, die einen einen Tag pro Woche freischaufeln.

0-to-do-doneTo-Do Listen entrümpeln

Eine ihrer wesentlichen Strategien habe ich gleich umgesetzt. Ich hab mich an meine To-Do Berge gemacht. Und sortiert. Da ich Papier liebe, notiere ich mir meine To-Dos auf Papier (Umweltfreunde: Keine Angst. Ich nehme dazu in der Regel gebrauchtes Papier!)

Schritt 1 – Nicht tun 

Alles aussortieren, was man nicht tun will.  Das war bei mir ein ansehnlicher Stapel von ca. 5 cm Höhe. Nicht zuletzt, weil ich eine Reihe von To-Dos schon erledigt hatte, aber versäumt hatte, die Zettel mit dem To-Do wegzuwerfen. Taktischer Fehler.

Aber auch, weil man nicht alles, was man theoretisch machen könnte, tatsächlich auch machen kann. Da einfach und klar zu sagen: Das mache ich nicht. Ich konzentriere mich auf andere Dinge, tat richtig gut.

Schritt 2 – Delegieren 

Die Dinge, die ich delegieren kann, sind leider nicht allzu viele – knapp 1 cm. Aber immerhin.

Schritt 3 – Sortieren 

Sie empfiehlt – wie Peter Bregman in 18 Minuten, für sich 5 wichtige Ziele/ Aufgaben im Leben zu definieren. Nicht mehr.  Und für diese 5 Dinge 95% der Zeit, die man hat, zu verwenden (ambitioniert!). Für den anderen Kram gibt es noch den Ordner 5%.

Meine 5 wichtigsten Ziele / Prioritäten 2017 

  • Freundschaften leben (dazu gehören auch To-Dos wie Events raussuchen, (Reise)-Tickets kaufen….
  • Glauben stärken. Das Thema Vollmacht, in Gottes Kraft leben beschäftigt mich nach wie vor sehr.
  • Verlag stärken. Uns stand das Wasser bis zum Hals. Es wird besser. Ich wünsche mir Solides aufzubauen
  • Schreiben. Ich will in diesem Jahr viel schreiben Den Online-Kurs. Ein neues Buch. Blogbeiträge.
  • Beitrag leisten. Ich will dazu beitragen, dass die Welt etwas besser wird. Aktuell sind meine Themen die Unterbringung der Flüchtlinge in Berlin, der Umgang mit Konvertiten und Ökologie. Nicht alles auf einmal.

Daneben gibt´s noch den Ordner

  • Kram, der mir keinen Spass macht, aber Kohle bringt z. B. die Liste der Auswärtsübernachtungen 2016 zu erstellen, da das Steuerermässigungen gibt.
  • 5%: Die Dinge, die nicht zu den wichtigen Zielen passen, aber trotzdem erledigt werden wollen. Obwohl sie noch nicht mal Geld bringen – Personalausweis neu beantragen z. B.

Das zu sortieren war nicht mehr so schwer, weil ich das schon vorsortiert habe, da. ich to-dos schon lange nach Themengebieten ordne. Ich werde innerhalb der einzelnen Ordner vermutlich noch mal sortieren. Gerade der Schreibordner steckt so voller Ideen,  dass er noch keine richtige To-Do Liste darstellt, sondern eher eine Stoffsammlung.

Bei mir gibt es darüber hinaus noch die Karteikartensammlng

  • Potentielle Glückserlebnisse: Die 100 (naja, bei mir aktuell 25) Aufgaben, die ich als ein „du sollte“ im Kopf habe.

Ich habe nämlich  festgestellt, dass das Sortieren der To-Dos noch nicht reicht, um meinen Kopf ruhig und die Belastung wegzubekommen. Neben den Aufgaben, die zu meinem Beruf und meinen Zielen gehören, gibt es noch jede Menge Zeug, von dem ich denke, dass ich es „mal tun sollte“.

Dazu gehört zum Beispiel die ganze Bettwäsche, die ich für Gäste geschenkt bekommen habe, sortieren und die Bücher, die keinen Platz in den Bücherregalen fanden und meinen Schmuck und die Fotos und Terminkalender und…

Nichts davon eilt. Und wenn ich es nicht erledige, kann ich auch noch gut leben. Aber wenn ich es erledige, wird mir das richtig, richtig gut tun.  Deshalb heißt die Sammlung Potentielle Glückserlebnisse. Damit die nicht zu einer blossen Ideensammlung verkommen, habe ich die in eine wunderschöne Schachtel getan und mich entschieden, jeden Tag nach Büroschluss mir eins der Glückserlebnisse zu gönnen. Wie wunderbar.

Kleiner Tipp:

Wer gern auch mehr Glücksgefühle haben will, dem empfehle ich den Online-Trainingskurs SAM. Seine Arbeit meisten. In dem Kurs verraten Coach Christoph Schalk und ich die besten Prinzipien und jede Menge Tipps und Tricks für entspanntes und effizientes Arbeiten.

Perspektivwechsel

2016-08-04-21-00-38Man findet immer jemanden, dem es schlechter geht als einem selbst – sogar dann, wenn man nicht danach sucht. 

Heute bin ich nach Feierabend noch zum Briefkasten gelaufen, Pfandflaschen wegbringen und Essen einkaufen. Weil ich möchte, dass die Gäste sich an Bord sofort willkommen fühlen, bin ich noch zu einem kleinen Blumenladen gegangen, um Heidekraut zu kaufen, das im Herbst / Winter etwas Fröhlichkeit verbreiten sollte.

Der Blumenladen befindet sich in einem Gebäude, in dem bis Ende August ein Supermarkt war. Der wurde geschlossen. Ich dachte mir schon, dass ohne Laufkundschaft die Geschäfte wohl eher schlecht gehen und entschied mich, das Heidekraut dort zu holen.

Die Inhaberin war Asiatin, die eine Hälfte ihres Gesichts sah zertrümmert aus. Eine Schusswunde? Ein Tumor? Und auf meine Frage, wie es so geht, erzählte sie mir, dass sie noch im Mai 2016 den Mietvertrag verlängert hat – im Juni erfuhr sie dann, dass der Supermarkt schließt. Der Besitzer wusste das wohl, informierte sie nicht. Ohne die Laufkundschaft hat ihr Geschäft keine Chance, auch wenn einige Stammkunden nach wie vor zu ihr kommen. Sie steht um zwei Uhr Morgens auf – vermutlich um zum Blumengroßmarkt zu gehen, arbeitet bis 18.00 – ohne Einkommen. Was für ein Leben!

Ich gebe zu – mich belastet die Situation in meinem Verlag. Es ist schwer, wenn der Verdienst an vielen Stellen weggefressen wird. Aber dennoch geht es mir relativ gut. Ich habe keine hohen Verpflichtungen – von Schiffsmiete mal abgesehen. Ich habe neben dem Verlag noch weitere Verdienstmöglichkeiten wie Coaching und Seminare. Ich habe ein robustes Vertrauen in den Gott, der mich bisher noch nie im Stich gelassen hat – auch wenn seine Vorstellungen von „Glauben prüfen“ manchmal etwas zu herb für meinen Geschmack sind.

2016-09-12-09-14-05Und ich habe Freunde, viele Freunde, die mich ermutigen, stärken, tragen und unterstützen.

Ich weiß nicht, was diese Frau hat. Auf jeden Fall seit heute eine Stammkundin. Im Winter tun Blumen unendlich gut. Ich will mir jetzt jede Woche einen kleinen Strauß Blumen kaufen – natürlich bei ihr. Und beten, dass Gott Wege und Lösungen schenkt. Und sie wieder ein Einkommen hat.

Auf zu neuen Ufern

2016-06-14-14-23-30Die letzten Wochen waren intensiv. Anfang September habe ich die abschließende Jahresabrechnung 2015 erhalten, die deutlich machte, dass der Verlag defizitär wirtschaftet. Zugleich wurde mir klar, dass ich zwar sehr kreativ bin, aber nicht sehr analytisch. Das wusste ich eigentlich schon vorher, aber wie stark sich das auf das Führen eines Unternehmens auswirkt wurde mir erst durch das Lesen von Rock your idea bewusst.

Klar, auf eine ganze Reihe von Faktoren habe ich keinen Einfluss. Darüber habe ich im Blog von Down to Earth geschrieben. Dass Zwischenhändler von uns Verlagen bis zu 60% Rabatt verlangen – daran kann ich erst einmal mit meinen vorhandenen Mitteln nichts ändern.

Aber der Hebel, an dem ich immer ansetzen kann, bin ich selbst.

Seit ich erkannt hatte, Ich will lernen, mich weiterentwickeln, eine bessere Unternehmerin werden. Oder überhaupt Unternehmerin. Es gibt einen großen Unterschied, zwischen jemandem, der selbstständig arbeitet, für das meiste selbst zuständig ist und jemandem, der ein Unternehmen führt, etwas unternimmt, aber nicht alles selbst macht.

Mit Down to Earth bin ich irgendwo dazwischen. Ich leite ein geniales Team, das in weiten Bereichen eigenständig arbeitet, aber so ein Verlag plus Coaching plus Seminare ist doch ziemlich aufwändig und komplex. Am Ende laufen sehr viele Fäden doch wieder bei mir zusammen. Was manchmal gut ist. Häufig auch anstrengend.

Hier würde ich gern lernen, unternehmerischer zu agieren. Besser zu strukturieren. Prozesse zu optimieren.

Ich würde gern.

Ich würde gern… das kann ja jede*r sagen.

Ich tue es.

Ich lerne es, Entrepreneurin zu werden.

Jawohl.

Ich habe mich entschieden, am Call to Action der Stiftung Entrepreneurship teilzunehmen.

Das ist ein Einjahres-Training in Entrepreneurship (Entrepreneure, das ist das zeitgemässere Wort für Menschen, die Lösungen entwickeln,  eher vegan und fair produzierte Sneaker tragen als Anzüge und teure Lederschuhe und die eher in Cafes sitzen als in dicken Chefsesseln.

Das sind die Äußerlichkeiten. Innerlich geht es darum, Lösungen für diese Welt zu entwickeln, die den Menschen dienen. Ob es fair gehandelter Tee ist wie bei der Teekampagne oder technische Lösungen, die das Leben leichter machen.

Ich erwarte mir von dem Programm zum einen Impulse, mein bestehendes Unternehmen zu optimieren. Und vielleicht gründe ich auch noch ein oder zwei neue Unternehmen, wenn mir etwas einfällt, was  ich entwickeln kann, um diese Welt ein kleines Stück besser zu machen.

Weil ich mich schnell für Dinge begeistern kann,  habe ich vorsichtshalber meine zwei besten Freundinnen um Rat gefragt, ob ich das tatsächlich tun soll. Schließlich kostet so was Geld und Zeit. Die eine meinte „Das scheint der beste Weg zu sein, wie du die Dinge, die du lernen willst, effektiv lernen kannst.“ 

Die andere meinte trocken „Du bist nicht glücklich, wenn du nichts Neues lernen kannst. Ich würde es dir empfehlen! Außerdem könnte ich wetten, dass du, kaum dass du etwas gelernt hast, es wieder an andere weitergibst. Das kann auch ein Segen sein.“ 

Also: Diese Woche geht es los.

Klar… das ganze kostet. Zeit und Geld. Nicht superviel. Aber 550 Euro + ca. 200 Euro Seminargebühren ist einiges, wenn man gerade Schulden bis über die Ohren hat. Falls du ein paar Tage oder Wochen oder einen Monat Lernen mitfinanzieren möchtest, würde ich mich freuen.

Und jetzt: Auf zu neuen Ufern!

Ältere Beiträge

© 2017 Kerstin Pur

Theme von Anders NorénHoch ↑