Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Schiff (Seite 1 von 19)

Das Schiff – aktuelle Bilder

Einige Menschen haben mich gebeten, doch mal ein paar mehr Bilder vom Schiff zu posten…

Das mach ich gern.

Einige Bilder von den Decks

Dach, großes Deck, Bug

 

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Und so sieht es im Schiff aus

Büro, Gästeküche mit Wasserzugang, Hauptraum, Seminarrraum

 

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Es gibt noch sehr viel zu … ich schätze mal, dass wir in den vergangenen 53 Monaten 80% der Arbeit geschafft haben.

Jetzt gilt es das Erreichte zu genießen. Und den Rest anzupacken.

Wer in der einen oder anderen Form mithelfen möchte ist herzlich willkommen.

Ich freue mich über Gebet, Segen, Finanzen, Materialspenden. Essen und jede Menge praktische Hilfe – eine Stunde oder ein paar Tage.

Herzlich willkommen!

 

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Stuhlpaten gesucht

Seminarraum aktuell

Seminarraum aktuell

Seit heute bauen wir wieder.  Nach zwei Monaten (fast) ohne Bautätigkeit, geht es jetzt weiter.

Nächstes Etappenziel: Den Seminarraum fertig stellen, so dass ab Oktober auch größere Seminare mit 8 – 20 Teilnehmern hier stattfinden können.

Dazu fehlen: Helfer – ich bin dankbar für jede helfende Hand – egal ob für eine oder zwei Stunden oder einen Tag oder länger.

Außerdem fehlen: Regale, Teile der Wandverkleidung und Deckenverkleidung, Korkfussboden, Türen und Stühle.  Das meiste werden wir selbst aus Holz bauen. Aber Stühle bauen ist dann doch etwas aufwändig.

Ich habe wunderwunderschöne, bequeme Stühle / Sessel gefunden, in denen man bei Coaching-Gesprächen und Seminaren gut sitzen kann: Hell, stabil, leicht, bequem, schön.

Aktuell suche ich nach Menschen, die Freude daran haben, dem Schiff einen Stuhl (99 Euro) oder ein paar Stuhlbeine zu schenken.  Wenn ihr wollt, bekommt der STuhl dann sogar euren Namen.  Lasst mich einfach per Kommentar oder Mail wissen, ob ihr Lust habt, mitzumachen. Ich würde mich sehr freuen!

Aktualisierung:

12. 8. JUCHU: Schon drei Stuhlpaten haben sich gemeldet. Ich freu mich!

 

Der erste Monat an Bord

13873238_10157342102960249_1404556782846524682_nDas Leben an Bord ist voller Überraschungen. Heute Morgen habe ich nach einem Löffel getaucht, der mir ins Wasser gefallen war. Die Spree ist hier keine zwei Meter tief, das geht also mit Schwimmbrille recht problemlos. Den Löffel habe ich wieder gefunden – und außerdem noch einen meiner Liegestühle.

Ich war immer der Überzeugung gewesen, ich hätte vier davon gekauft. Bootsbauer Helge meinte – genauso überzeugt – wir hätten nur drei davon an Bord. Recht hatten wir beide. Jetzt haben wir wieder vier. Ich hoffe, dass es gelingt, die Muscheln und den Dreck, der sich am Stuhl angesammelt hat, wieder weg zu bekommen.

Jetzt ist es schon über einen Monat her,  seit ich aufs Schiff gezogen bin. Die meisten Kisten sind ausgepackt – bis auf viele Bücherkisten im Seminarraum – weil da schlichtweg noch die Regele fehlen, in die die Bücher später geräumt werden sollen.  Auch das Büro ist noch ziemlich improvisiert. Durch das Dach regnet es noch hinein. Die Wände sind noch nicht verkleidet. Aber es gibt Strom, einen improvisierten Schreibtisch und ebenso improvisierte Ablagen für Aktenordner und alles, was man sonst noch braucht.

Bootsbauer Helge hat gerade einen großen Auftrag in Flensburg, so dass in den letzten zwei Monaten Baupause war. Mir hat das richtig gut getan. Mal kein Staub, keine Farbeimer, sondern Zeit, hier anzukommen und mich einzurichten und einzuleben. Nachbar, Wachsdienst, das Gelände und die Umgebung hier kennenzulernen, die voller Überraschungen steckt.

13925339_10157338414235249_6169237906488583151_nSchöneweide war Anfang des 20. Jahrhunderts eines der wichtigsten Zentren für Innovation und Technik. Die AEG begründete hier ihre Firmengeschichte mit einem hochmodernen Kraftwerk und Kabelwerken. Die Elektrifizierung Berlins trug zum Aufschwung der Stadt bei.  Es ist extrem spannend, die Zeugnisse alter Industriegeschichte zu studieren.

Etwa 500 Meter von mir entfernt hat im Konferenzsaal des Fahrzeugwerkes 1928 der damalige König Amannulla Khan von Afghanistan, der das Land in die Unabhängigkeit geführt hatte,  einen Vertrag für den Kauf von 20 Lastwagen geschlossen. Das ist ihm allerdings nicht sonderlich gut bekommen. 1929 wurde er von konservativen Kräften,  die seinem Modernisieungskurs entgegen standen, gestürzt. Wie wäre wohl die Geschichte Afghanistans verlaufen, wenn er erst mal nur fünf Lastwagen geordert hätte.

2016-07-02 04.37.01Außerdem waren die ersten Coaching-Gäste an Bord und haben Hilfe erfahren:

  •  bei der Verarbeitung schlimmster traumatischer Erlebnisse
  • beim Sortieren von Zukunftsperspektiven
  • bei der konkreten Überlegung, wie es beruflich weitergeht

Ich freue mich, dass das Schiff jetzt schon in vieler Hinsicht ein Ort des Segens ist, auch wenn es noch nicht fertiggestellt  ist. Hier begegnen sich Menschen, finden Hilfe und Ermutigung. Oder einfach nur Entspannung. Ab Mittwoch kommt Helge zurück und es kommen in den nächsten Wochen auch einige Helfer – gemeinsam  bauen wir wieder richtig weiter.  Den Seminarraum und Eingangsbereich fertig, damit endlich auch größere Seminare und Events hier stattfinden können. Dann das Büro, die Lüftung, die Treppe nach unten. Die Warmwasser-Solaranlage…

Auch wenn noch einige Monate Bauen vor mir liegen,  möchte ich jetzt beginnen, die Darlehn, die ich zu Beginn der Bauzeit aufgenommen habe, schrittweise zurück zu zahlen, damit sich das nicht bis in mein Rentenalter hinzieht. Mein Plan ist, 500 Euro im Monat zu tilgen. Das ist sehr ambitioniert. Ich suche deshalb nach Paten, die mir helfen:

  • Einen Monat Schuldentilgung übernehmen (500 Euro)
  • Eine Woche Schuldentilgung übernehmen (100 Euro)g
  • Einen Tag Schuldentilgung übernehmen (20 Euro, einmalig oder gern auch eine Weile lang jeden Monat)

Das würde mir eine große Last von den Schulter nehmen. Wenn du mitmachen möchtest, lass es mich einfach wissen.

Ankommen und Aufatmen

2014-08-10 05.37.47Gerade sitze ich mit Laptop und Wein an Bord… schau auf den Mond und die noch von der Abendsonne roten Wolken und höre den Vögeln beim Abendkonzert zu…eine Nachtigall hat auf einem alten Kran Platz genommen. Ab und an kommen Gänse oder Reiher vorbei… manchmal auch Partyboote.

Es ist der erste Samstag seit über 3 Jahren, an dem ich nicht verreist bin und keinen richtigen Arbeitseinsatz am Schiff habe: Seit einer Woche wohne ich nun an Bord und finde es wunderschön. Selbst bei Regenwetter hat das etwas Beruhigendes, aus Wasser und in die Weite zu blicken. Es ist ein großes Geschenk.

Natürlich stehen da noch die Kisten. die ausgepackt und eingeräumt werden wollen, es gibt noch viele Farbflecken am Boden und jede Menge Staub. Und natürlich viele Ecken an denen noch gebaut werden muss. Alles zu seiner Zeit. Jetzt ist erst mal Ankommen angesagt.

Ab und an kommen Menschen vorbei, die mir helfen (es gibt noch ca. 1000 Stunden Arbeit für gelernte und ungelernte Kräfte…), Oder die einfach nur einen Plausch halten oder einfach nur in

Bauphase - Seminarraum

Bauphase – Seminarraum

Ruhe an Deck sitzen und aufs Wasser blicken möchten.

Was jetzt kommt:  Erst mal einen Platz für die Dinge suchen und einen Rhythmus für mich. Dafür will ich mir die nächsten zwei Monate Zeit nehmen – unterbrochen von einem Flüchtlingskongress auf dem ich einen Workshop halte, ein paar Tage Urlaub mit Freundinnen und der Hochzeit meines Bruders. Davor und danach kommen Gäste an Bord und ich bin gespannt, wie sich das alles so entwickelt und wie ich es entwickeln werde. Und in den Bereichen, in denen ich ohne Fachleute weiterkomme, werde ich weiter streichen, bauen, einrichten.

Ab ca. Mitte August ist Bootsbauer Helge wieder in Berlin, dann werden wir alles  das in Angriff nehmen, was noch

Seminarraum aktuell

Seminarraum aktuell

nicht fertig gebaut ist

  • Dachfenster für Eingangsbereich und Steuerhaus / Büro
  • Seminarraum: Regale, Kamin, Korkfussboden, Türen
  • Eingangsbereich: Decken, Korkfussboden, Treppe nach unten
  • Steuerhaus / Büro: Decken, Wände, Böden
  • Lüftung fürs ganze Schiff
  • 100 Kleinigkeiten ….

Ich habe jetzt schon immer mal wieder kleinere Seminare und Coachings an Bord gehalten, freue mich auf die ersten größeren Seminare, Schulungen, Konzerte….

Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Jetzt freue ich mich übers Plätschern der Wellen, die zwitschernden Vögel und das Aufatmen.

Es ist schön, hier zu sein…

Der Umzug rückt näher

2016-05-14 12.54.23Nun steht der Umzugstermin fest. 10. Juni.

Die letzten Wochen waren SEHR gut, aber auch superintensiv. Am Schiff waren viele Helfer und Helge hat sich entschieden, bis 12 Juni zu bleiben… auf dem Bild sieht man ihn gerade Korkfussboden verlegen. Wir versuchen also alles, was möglich ist, noch fertig zu bekommen.

Richtig fertig wird das Schiff nicht sein, wenn ich einziehe.  Das Steuerhaus nicht und auch der Eingangsbereich noch nicht. Aber im Hauptraum, den Gästezimmern und außen ist es schon wunderschön. Und in zwei Wochen kann ja noch viel passieren….wenn die richtigen Helfer mit anpacken… Leute, die mit Holz umgehen können, sind gerade besonders begehrt, aber jede begabte und unbegabte Hand wird gebraucht.

Mit dem Umzug aufs Schiff werde ich den Verkauf meiner gebrauchten Bücher beenden. Wer also noch zuschlagen möchte und sich ein Schnäppchen gönnen und mir und dem Schiff was Gutes tun – hier ist die Liste.

Der eine oder andere Buchverkauf oder auch die eine oder andere Spende würde natürlich auch dem Konto gut tun, das mal wieder eher leer ist…. und wir doch noch den einen oder anderen Eimer Farbe brauchen….

Wachstum durch Druck

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.
1.Mose 41,52

Das sagt ein Mann, Joseph, der an Härten so fast alles erlebt hat, was man sich denken kann: Zerbruch seiner Familie, Verkauf an Menschenhändler, Sklaverei (da sicher auch Misshandlung), Verleumdung und Gefängnis.

Und am Ende dann diese Zusammenfassung:

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.11148774_10205730105104568_6040214888288850487_n

Seine Geschichte hatte ein Happy end. Doch das wäre wohl ohne das „unhappy zwischendrin“ nicht möglich gewesen. Die äußeren Herausforderungen und vor allem die inneren hatten ihn gestärkt. Er bestand die Prüfung in all dem zu seinen Werten zu stehen, durchzuhalten und ein weiches, hoffnungsvolles Herz zu bewahren

Nein, ein Schiff bauen ist nicht so hart, wie das, was Joseph erlebt hat. Auch wenn man beim monatelangen Entrosten schon mal an Sklavenarbeit denkt. Auch hier waren die größten Herausforderungen die inneren: Die Hoffnung zu bewahren, wenn es viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel länger und noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel länger dauert, als ich geplant und erwartet hatte. Wenn das Schiff auf der Werft im Hochwasser absäuft, wenn die Finanzen und Helfer fehlen oder Menschen, die Hilfe zugesagt haben, nicht auftauchen.

2013-08-24 18.40.59Dann nicht hart, hoffnungslos oder bitter zu werden  war und ist eine Herausforderung.

Menschen, die mich gut kennen, sagen, dass ich in diesen Jahren stärker geworden bin. Dass mich nichts mehr so leicht umhaut. Dass ich mit den Schwächen und auch Unzuverlässigkeiten von Menschen etwas leichter umgehen kann. Etwas gelassener bin, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich hoffe. Dass ich gewachsen bin in der zähen Entschlossenheit, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Mein Leben in den letzten Jahren war nicht so hart, wie das von Joseph. Doch seine Zusammenfassung passt auch für mich.

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.

Danke!

Die nächsten Schritte bis zum Ziel

Gerade tun mir alle Knochen weh. Richtig weh. 2016-03-19 13.58.24

Am Freitag und Samstag habe ich insgesamt etwa 18 Stunden am Schiff gearbeitet – und auch noch einen kompakten Workshop über Vergeben lernen  gehalten.

Ich habe Decken isoliert, Holz geschleppt, Metallplatten weggeräumt,  Anleitungen gegeben, Essen gekocht (ok….italienischer Eintopf aus der Dose) und und und….

Ich spüre den Zeitdruck, der durch Ankündigung von Bootsbauer Helge, dass er voraussichtlich nur bis Ende April hier sein wird, entstanden ist.  Wir haben schon soo viel geschafft, aber es ist noch soo viel zu tun:

  • 2016-03-19 12.32.30Installation von Dusche und Waschbecken
  • Decken im Seminarraum, Eingang, Steuerhaus
  • Möbel für Gästeküche und große Küche fertig
  • Boden und Wände fürs Steuerhaus
  • Schrank fürs Gästezimmer
  • Korkböden in ca. 80qm legen
  • Türen für Seminarraum und Bad
  • Treppe zum Gästebereich
  • Dachluken zum Lüften ins Metall schneiden
  • Gas für die Herde legen
  • Möbel für den Außenbereich bauen
  • Böden für die Decks

Das ist nicht mehr unendlich viel, aber doch mehr als ein Mann der Ahnung hat (Bootsbauer) und eine Frau, die weniger Ahnung hat (Ich) in den vier Wochen, die noch bleiben schaffen können.  Alle Dinge, die wir einbauen müssen in der Regel drei Mal gestrichen werden – es ist einfach ein Berg Arbeit.

2016-03-19 06.56.52Ich bin so tief dankbar für jeden Menschen, betet, gibt und der ein paar Stunden oder Tage mit anpackt, um das eigentlich Unmögliche – bis Sommer fertig werden, möglich macht. Wie die zwei,  die die Platten grundieren, die später an die Decke kommen – siehe Bild.  Wer weit weg von Berlin ist und trotzdem helfen mag, kann und darf für Segen beten und wenn er mag, gerne etwas für das Projekt geben. Oder Bücher kaufen – bei mir im Verlag oder von meinem Stapel gebrauchter Bücher.  Ein Pott 5 Liter Lackfarbe kostet ca. 25 Euro. Da hilft jeder Cent ein paar Tropfen oder Liter weiter.

Bei allen Herausforderungen – ich bin dankbar,  dass es bei und neben der harten Arbeit immer wieder wunderbare Momente gibt. Wie etwa als ich Samstag Morgen mit einer Kaffeetasse an Deck saß und ein Schwan angeschwommen kam.

Das Bild ist nicht bearbeitet. Der Moment war tatsächlich so. Ich fand es wunderschön.

 

Alle Mann an Bord – schnell!!!

NEIN, nicht auch das noch!

Am Samstag Abend eröffnete mir Helge, dass er voraussichtlich nur noch bis Ende April hier ist. Sein bester Freund arbeitet auch an einem Projekt und braucht dringend Hilfe. Helge ist gelernter Bootsbauer und er hat in den letzten Jahren auf Honorarbasis bei mir an Bord gearbeitet und den Umbau planerisch und praktisch mit betreut. Ohne seine Erfahrung und sein Wissen wäre das Projekt – bei aller Hilfe durch Freunde – nicht möglich gewesen.

Ich hatte geplant, bis zum Sommer weiterzubauen und dann einzuziehen und hielt das für realistisch. Es fehlen noch einige Einbauten in Schlafräumen und Küchen, Korkfussboden, Notfallpumpen, zwei Türen, Oberlichter und Deckenverkleidung im Seminarraum und Eingangsbereich und der komplette Ausbau von Steuerhaus / Büro. Und Holzböden an Deck. Nichtmehr so viel, doch mehr als man in vier Wochen zu zweit – Helge und ich – schaffen kann. Ich war geschockt, wollte weinen, aber selbst die Tränen blieben mir im Hals stecken.

In der Nacht habe ich unruhig geschlfen und geträumt, dass ich mit dem Rad unterwegs war und plötzlich nicht weiter konnte, weil eine Flut, in der auch kleinere Eisberge schwammen mir den Weg versperrte. So ähnlich fühlt sich das gerade auch an. Im Traum gab mir dann jemand noch den etwas kryptischen Rat, ich solle nicht messen, sondern rechnen (ich nehme das mal als Impuls, nicht die viel zu kurze Zeit zu messen, sondern mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten zu rechnen).

Am Morgen hab ich dann gemacht, was ich bei Krisen immer mache: Erst mal mein Herz sortiert und bei meinem Gott ausgeschüttet. Und ich habe mich gefragt, was für mich das schlimmste alle Szenarien wäre.

Ergebnis – die schlimmsten und besten Szenarien

Am Schlimmsten wäre es für mich, im Sommer aufs Schiff zu ziehen, um doppelte Miete zu sparen und dann im Herbst, wenn Helge wieder Zeit hat – noch mal wochen- oder monatelang eine Baustelle an Bord zu haben, während ich schon dort lebe und arbeite. Das wäre ein Alptraum. Ich sehne mich sooooo sehr danach, fertig zu sein. Und das Projekt abzuschließen.

Am zweitschlimmsten wäre es, wenn sich der Einzug weiter verzögert, ich dann aber später als geplant auf ein fertiges Schiff ziehen könnte.

Am Schönsten wäre es, in den nächsten 6 – 10 Wochen bis Ende Mai sehr viel Hilfe bekommen, so dass das Schiff Ende Mai tatsächlich fertig ist und ich im Juni einziehen kann. Ich werde selbst meine Arbeitszeiten an Bord zu erhöhen: Bisher war ich Mittwoch Nachmittag und Samstags hier. Jetzt will ich zusätzlich auch Freitag Nachmittag kommen.

JA, so könnte es gehen

Gebet

Rechnen mit Gottes Hilfe. Ihr könnt mit mir beten….

  • dass Helge so lange bleiben kann, wie es für ihn und mich gut ist.
  • dass in den nächsten Wochen sehr viele Helfer an Bord kommen – gerade auch solche, die handwerkliche Erfahrung haben und eigenständig arbeiten können.
  • dass ich im Juni (10. Juni) einziehen kann und  das dann Schiff fertig ist (keine großen Baustellen mehr)
  • dass ich Gelassenheit und Frieden bewahre… Heute nacht hab ich geträumt, dass wir auf einer Konferenz auf Schweizerdeutsch gesungen haben: „Lehn dich bei mir an“ und mir jemand seinen starken Rücken zum Anlehnen angeboten hat. Ein Trost.

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  • Ihr  könnt mich für die Endphase finanziell unterstützen – das würde es mir ermöglichen, Material zu kaufen und ggf. Aufträge an Fremdfirmen zu geben, um die Prozesse zu beschleunigen. Ich brauche noch einige Tausend Euro für Holz, Türen, Fussboden, Farbe. Ich freue mich wirklich mich aber über jeden Euro (5 Euro = ein kleiner Topf Farbe). Fragt mich gern nach meiner Kontonr – Paypal kriselt gerade.
  • Ein Darlehn könnte beim Endspurt auch helfen.

Helfen

  • Wenn ihr ein, zwei oder mehr Tage an Bord kommen und helfen könnt wäre das eine große Hilfe. Man kann am Schiff bereits komfortabel übernachten und sogar warm duschen!
  • Wenn ihr Leute kennt, die gern handwerklich tätig sind, erzählt ihnen von dem Projekt und ladet sie ein, zu kommen.
  • Wenn ihr in Berlin oder Umgebung wohnt, ist es auch eine Hilfe, wenn ihr nur mal für zwei oder drei Stunden kommt.  Jeder Handgriff zählt.Ich bin wie gesagt in der Regel Mittwoch und Freitag Nachmittag und Samstag an Bord, Helge Mo – Sa ganztägig.

Bild: Schubladen für einen Wandschrank. Auf Maß gefertigt, weil ein Schiff unten schmaler ist als oben und vorne schmaler ist als weiter hinten:

Wow – Das Licht geht an

2016-03-09 16.36.44 Gestern zeigten mir Helge, der Bootsbauer und Uwe der Elektriker stolz wie Oskar die größte Neuheit am Schiff: Lichtschalter.

Es ist faszinierend. Man drückt auf einen Schalter – und das Licht im Raum geht an. Im Hauptraum, in den Schlafzimmern, in der Dusche. Und die Dusche hat jetzt auch noch eine Decke.

Man kann mit Provisorien leben. Sogar sehr lange.

Und natürlich hatten wir uns in den bisher dreieinhalb Jahren Bauzeit daran gewöhnt, dass man auf der Toiletten nur Licht von draußen hatte und ein mini-kleines batteriebetriebenes Ding, das den Namen „Licht“ nicht wirklich verdient hat.

Es war auch ok,  dass man bei Kerzenschein duscht. Und mit einer Taschenlampe im Bett liest. Und natürlich zum Arbeiten immer Leuchten irgendwo hintragen und in ein Verlängerungskabel stecken muss.

2016-03-09 16.30.01Und jetzt:

Man drückt auf einen Schalter und das Licht geht an. Faszinierend. Einfach. Wunderbar.

Es ist einfach nur wunderschön. Und ich freu mich über diesen Meilenstein.

Ich bin dankbar für alle, die daran mitgeholfen haben – auch bei all den Schritten vorher. Entrosten, Streichen, Isolieren, Kabel legen, Wände streichen und bauen.

 

Termin merken: Vom 2. – 7. 4. Lebens – und Lernwoche an Bord des Schiffs 

Morgens und nach Arbeitsende gibt es Impulse von mir und anderen zu Glauben und Leben.

2016-03-09 16.37.34Tagsüber wird am Schiff gewerkelt. Abends kann man grillen, nach Berlin gehen usw. Handwerkskenntnisse sind wünschenswert, aber nicht zwingend nötig. Wichtig vor allem: Ein offenes Herz und die Bereitschaft zu lernen und mit anzupacken. Es gibt Übernachtungsmöglichkeit an Bord. Bei Interesse dabei zu sein einfach in den Kommentar schreiben oder noch besser Mail an mich.

 

 

Schiff – Handgriff für Handgriff

2016-02-20 15.28.41Zu zweit klebten eine Helferin und ich stundenlang. Sie schnitt Isolierung maßgerecht für die Außenwand des Schiffes zu: 13,5 x 20 cm 8 x 50 cm. Ich klebte die Stücke an die Wand. Nach etwa zwei Stunden seufzte sie auf: „Ich hab mich ja schon gefragt, warum du mit dem Schiff nicht schneller vorankommst. Jetzt verstehe ich es!“

Es geht voran. Aber wie beschrieben ist vieles intensive, oft mühevolle Keinarbeit. Jedes Brett das an die Wand kommt, muss einmal grundiert, dann angeschliffen und dann zwei Mal lackiert werden. Und natürlich massgerecht an die jeweilige Nische angepasst werden. Das kostet Zeit. Und auch Geld. Für Holz, Farben, Schleifpapier, Sägeblätter…

Was schon (weitgehend) fertig ist2016-02-13 11.18.46

  • Entrosten innen und aussen
  • Komplette Lackierung außen
  • Isolierung
  • Fussböden
  • Innenausbau Hauptraum
  • Innenausbau Seminarraum
  • Inneausbau Gästerräume
  • Außentüren
  • Fenster
  • Bullaugen

 

2016-01-09 16.00.26Was noch fehlt und was es kostet

  • Fertigstellung Gästeküche (500)
  • Türen für Seminarraum, Bad und Toilette (500)
  • Decken im Seminarraum und Flur (500)
  • Bodenbelag im Flur, Seminarraum, Gästeräumen (2500)
  • Fertigstellung Badezimmer (500)
  • Ausbau Steuerhaus / Büro (2000)
  • Garderobe (100)
  • Solaranlage (8000)
  • Lampen, Sofa, Teppiche… (2000)
  • Holzboden fürs Deck (2000)

 

Von Finanzen und Helfern ist abhängig, wie schnell das Schiff fertig wird. Meine aktuelle Schätzung – im besten Fall 3 – 4 Monate. Im schlechtesten 6 – 8. Ich hoffe, dass zwei Jungs aus Amerika, die gerne für ein paar Monate kommen wollen, es tatsächlich schaffen…sie brauchen vor alle die Kosten für den Flug und natürlich für Verpflegung. Falls jemand Lust hat, eine Woche Basisverpflegung für die beiden (50 Euro) zu sponsoren, würde ich mich total freuen.

Fast jedes Mal, wenn ich an Bord bin, gibt es persönliche und manchmal auch seelsorgerliche Gespräche. Das Schiff erfüllt in vieler Hinsicht schon seinen Zweck, auch wenn es längst noch nicht fertig ist. Aber das wird es – Schritt für Schritt. „Gib mir mal bitte ein Stück Isolierung, 17,5 x 12 cm.“

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