Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Umwelt und Klima

Klamotten-Kur

IMG_1457Die Aktion „Modeprotest“ fordert dazu auf, sich zu überlegen, wie viel Kleidung man tatsächlich braucht und auf Überflüssiges zu verzichten.

Ihre Empfehlung ist, für die Fastenzeit die Garderobe mal auf minimal runterzufahren:

Die Minimal-Garderobe besteht aus 50 Teilen. Jeder kann selbst entscheiden, welche Kleidungsstücke er oder sie benötigt. Zur Orientierung hier aber mal unsere Empfehlung:

Hose, Rock, Kleid: 4
Shirt, Bluse, Hemd (lang- und kurzarm): 14
Strickjacke, Jacke, Blazer, Weste u.ä.: 4
Unterwäsche (Slips/ggf. BHs) 8/2
Strümpfe (Paare): 10
Strumpfhosen, Leggings u.ä.: 2
Schuhe, Stiefel: 2
Jacke, Mantel: 1
Accessoires, Schal, Handschuhe, Mütze: 3

Das hat in mir erst mal Protest ausgelöst: Das reicht nie. Und: Wer nur 8 Slips hat muss dauernd waschen. Das ist auch nicht sehr ökologisch.

Dennoch. Es hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Wie viele Kleidungsstücke habe ich eigentlich. Wie viele möchte ich gern haben? Was halte ich für sinnvoll? Wie kann ich Kleidungsstücke so kombinieren, das ich aus möglichst wenig Kleidungsstücken möglichst viele Outfits machen kann.

Fundis und Realos oder Kaffeesatz und Pilze

Kürzlich war ich beim Entrepreneurship Summit, einer Tagung für Menschen, die in dieser Welt etwas bewegen wollen. In einem Workshop wurde ein Projekt vorgestellt, das mich begeistert hat. Auf Kaffeesatz und anderen organischen Abfällen, werden Pilze gezüchtet. Der Kaffeesatz kommt von Berliner Cafés, die ihn normalerweise wegwerfen würden.
Weniger begeistert hat mich der Kommentar eines Zuhörers: Das Beste wäre, wir würden überhaupt keinen Kaffee importieren. Stimmt natürlich irgendwie. Aber wenn man das konsequent zu Ende denkt, dann müssten wir alle zurück in die Wälder und Beeren sammeln. Also keine perfekte Lösung.
Und: Ich mag es nicht, wenn erste Schritte klein geredet werden. Weder bei Projekten noch beim Coaching. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Grund zum Feiern. Finde ich. Ganz fundamental.

© 2017 Kerstin Pur

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