Die letzten Wochen habe ich hier kaum geschrieben. Das lag auch daran, dass – neben dem neuen Buch, das ich schreibe, die Situation im Verlag mich intensiv beschäftigt hat.

Ich habe im August an die Empfänger unseres Newsletters, den ihr auch gern hier abonnieren könnt, geschrieben:

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Vor knapp einem Jahr hatten wir einen Hilfeschrei losgelassen: „Das Wasser steht uns bis zum Hals!“. Der Verlag machte Verluste, wir hatten Schulden und standen kurz davor, Rechnungen nicht mehr zahlen zu können.

Ich bat euch um Unterstützung durch fröhliches Einkaufen und beherztes Gebet. Mir selbst habe ich ein Jahr Zeit gegeben, um Wege zu suchen, die Situation zu verbessern und um dann zu
entscheiden, ob ich weitermachen kann, und wenn ja, wie. Dieses Jahr ist jetzt fast abgelaufen.

Die gute Nachricht
Es ist besser. Wir konnten Rechnungen zahlen und einige Schulden abbauen. Das ist für die relativ kurze Sanierungszeit ein großer Grund für Dankbarkeit.

Die Herausforderung
Es reicht noch nicht. Die Lagerbestände konnten wir etwas reduzieren, aber die Kosten sind nach wie vor sehr hoch. Hier suchen wir Menschen, die einmalig oder ab und zu von Gießen nach Berlin fahren und einige Kartons Bücher aus unserem Lager dort mitnehmen könnten. Hier in Berlin kann ich Dinge kostenlos lagern.

Ich konnte in den letzten Monaten Rechnungen und Mitarbeiter bezahlen, aber kein Gehalt für mich. Das ist super-frustrierend und belastend. So kann und will ich nicht dauerhaft leben.

Es bleibt spannend
Am 1. September ist mein Stichtag für die Entscheidung, ob und wie es mit Down to Earth weitergeht. Für mich ist der Ausgleich des aktuellen Defizits von ca. 10.000 Euro bis dann und ein Plus für mein Gehalt eine Voraussetzung zum Weitermachen.

Schaffen wir das zusammen?
Wir möchten euch mit unseren Büchern, Quadros und Kursen gern weiter inspirieren und stärken! Damit es uns gelingt, eine solide Basis dafür zu schaffen, wollen wir in den nächsten Wochen das Defizit ausgleichen. Speziell dafür gibt es bis Ende August einige Super-Special-Sonderangebote.

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Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es inmitten aller offenen Fragen herausfordernd war, „nebenbei“ noch ein Buch zu schrieben, eine neue Lektorin und einen neuen Webmaster einzuarbeiten (die beiden haben glücklicherweise einen großen Teil der Einarbeitung selbst übernommen. Dennoch gab es viel zusätzliche Kommunikationsarbeit.

Was für mich in allem Nachdenken und Beten deutlich wurde:

  • Geben: Mein Team und ich wir geben Menschen viel – das zu wissen tut uns gut.
  • Versorgung: Gott versorgt mich…manchal klassisch durch ein Gehalt, manchmal anders.
  • Härter vorgehen: Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, waren gut, aber noch zu sanft. Mit drastischeren Maßnahmen – z. B. Umlagerung von Lagerbeständen in ein günstigeres Lager könnte der Verlag gesünder und stärker werden.
  • Begleitung: Ich brauche Beratung, um die Bereiche, in denen ich nicht so stark bin z. B. Analyse, Finanzen, Controlling auszugleichen.
  • Rollen im Team definieren und stärken: Wenn ich noch stärker als bisher Verantwortungsbereiche und Rollen definiere und Menschen in meinem Team darin trainiere, kostet das erst mal Zeit und Energie, aber entlastet mich dauerhaft, weil ich dann stärker in meinen Stärken handeln kann.

In den nächsten Wochen werde ich mein Buch weiterschreiben, die Prozesse im Verlag weiter voranbringen…und daneben hoffentlich noch viele schöne Herbsttage genießen.