Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Berlin (Seite 1 von 2)

Abschied vom ersten Coaching-Gast an Bord

2015-02-14 12.55.35Gerade bin ich einen Hauch wehmütig. Ich habe mich von meinem ersten Coaching-Gast am Schiff verabschiedet. Ich habe – schon vor einigen Monaten beschlossen, dass ich – auch wenn das Schiff noch nicht fertig ist, schon mal einen Testbetrieb starten will. Michael war der erste Coaching-Gast, der sich auf das Wagnis einließ und länger an Bord blieb. Er hat für sich nach Orientierung gesucht. Ich hab ihn gecoacht und er hat am Schiff gewohnt und mitgeholfen…

Er war echt hart im Nehmen…hat ein unfertiges Schiff und manchen Trubel ertragen… und hat sich auf den Weg gemacht, unbrauchbare Muster und Glaubenssätze über Bord zu werfen…

wenn ich von England zurückkomme wird er wohl nicht mehr da sein… : – (  Von daher hieß es Abschied nehmen. Es war eine sehr gute Zeit. Ich hab viel gelernt. Ich glaube er auch… und ich bin stolz auf ihn und darauf, wie er sich auf Veränderungsprozesse eingelassen hat. Und sicher, dass er seinen Weg gut weitergehen wird…
Vorhin hatten wir  ein intensiv-kreatives Abschlusscoaching. Es ist wirklich ne Etappe zu Ende… ein bisschen traurig. Und richtig gut.

Hausboot – Unterstützung und Herausforderungen

Eigentlich sollte das Schiff jetzt schon in der Werft bei Berlin sein. Doch kurz vor dem geplanten Transport hat die Kranfirma abgesagt, die das gute Stück aus dem Wasser heben und auf einen Laster setzen sollte. Danach die Firma, die es auf dem Wasser von Hamburg nach Berlin ziehen sollte. Jetzt arbeiten wir an Plan C (oder E oder F). Wir – das ist vor allem Karl, der Bootsbauer, der sich mit aller Kraft (und darüber hinaus) für das Projekt einsetzt.

Ansonsten bin ich nach wie vor beeindruckt und dankbar für die Unterstützung, die ich erhalte.

Ein paar Beispiele:

– Mehrere Leute haben mir praktische Hilfe beim Renovieren zugesagt. Oder auch Unterstützung bei der künstlerischen Ausgestaltung des Schiffes.

– Jemand hat einen Dauerauftrag für 10 Euro im Monat eingerichtet, um das Projekt zu unterstützen – mich rührt das sehr.

– Eine Frau, die bei der Bankenkrise praktisch alle ihre Ersparnisse verloren hat, hat überlegt und gebetet, wie sie das Projekt unterstützen kann. Beim Beten kam ihr folgende Idee. Sie besitzt Zeichnungen der Künstlerin Lieselotte Plangger -Popp. Es sind Zeichnungen mit Motiven aus Island, die mit einer Rohrfeder gezeichnet. Es sind 18 Zeichnungen. Sie sind unterschiedlich gross 47 cm mal 35 cm und auch grösser. Ich darf die Zeichnungen verkaufen und das Geld fürs Boot nehmen. Ich habe mal im Internet recherchiert: Dort liegen die Preise für Werke von Lieselotte Plangger-Popp zwischen 30 und 150 Euro.

Fragen:

a) Hat jemand von euch Interesse an einer Zeichnung? Sagt mir Bescheid und macht mir ein Angebot. Ab 30 Euro seid ihr dabei.

b) Wer hat Erfahrung im Verkauf von Zeichnungen / Kunst? Ich bräuchte hier Unterstützung, um die Zeichnungen möglichst gut verkaufen zu können.

Das ganze Projekt bleibt ein Abenteuer. Ich freue mich auf die nächsten Schritte.

 

Ein Traum wird wahr

Es ist mein Traum, Menschen zu inspirieren, zu prägen, zu fördern, dass sie ihr Leben stark und ihren Glauben fröhlich leben können. Ich tue dazu, was ich kann: Ich schreibe Bücher und lese aus ihnen vor. Ich halte Seminare und Vorträge. Und ich coache und begleite so Menschen bei Veränderungsprozessen. Ich gebe das Beste, was ich kann – und freue mich, wenn es im Leben von Menschen Veränderung bewirkt.

Die prägendste Veränderung geschieht jedoch oft, wenn man einige Tagen oder Wochen mit einem Menschen verbringt und ihn im Alltag erlebt. Wenn man miterleben kann, wie er oder sie Probleme löst und das Leben gestaltet. Und so für sich selbst ganz neue Wege entdeckt.
Seit über 12 Jahren träume ich davon, Raum dafür zu haben, Menschen für eine begrenzte Zeit genau dies zu ermöglichen: Eine Weile bei mir zu sein und mit mir und von mir zu lernen. Ein paar Tage oder vielleicht auch Wochen.

Meine derzeitige Wohnung ist dafür zu klein. Das Wohnzimmer ist ein Durchgangsraum und das Büro brauche ich zum Arbeiten. Da ist es schwierig, jemanden länger mitleben zu lassen. Vor einigen Jahren fand ich die perfekte Wohnung…und konnte sie mir nicht leisten. Ich hab bitterlich geweint, als andere sie bezogen haben. Aber es war halt nicht möglich. Auch eine zweite Möglichkeit, den Traum zu verwirklichen, scheiterte. Der Traum schien tot.

Dann las ich im Herbst von Hausbooten. Ich hatte schon immer davon geträumt, am Wasser zu wohnen. Ich finde das so schön, inspirierend und beruhigend. Und Hausboote kosten einen Bruchteil dessen, was eine gleich Große Wohnung an Land kostet. Durch „Zufall“ – eine Nebenbemerkung bei einem Frühstück bei Freunden in Salzburg – lernte ich einen sehr genialen, engagierten, professionellen Bootsbauer kennen, der Lust auf ein Projekt mit mir hatte.

Und dann fand ich bei Ebay mein Schiff. Ein altes Torpedoboot der DDR Kriegsmarine. Groß genug, um darauf zu leben, kleinere Seminare zu halten und Gäste zu beherbergen, ohne dass man sich auf die Füsse tritt. Die Grundsubstanz ist ok.  Das haben mir ein erfahrener Kapitän, ein Gutachter und der Bootsbauer bestätigt.

Nach dem Kauf zieht das Schiff um – von Hamburg in die Werft bei Berlin. Anschließend wird ein Jahr lang geschweißt, gelötet, renoviert, umgebaut. Wenn alles klappt wie geplant, kann ich im Frühjahr / Sommer 2014 einziehen, dort selbst leben und mit anderen das Leben gestalten.

Natürlich stehe ich jetzt auch vor dicken Herausforderungen – in erster Linie finanzieller Natur. In den nächsten zwei Wochen muss ich gut 54.000 Euro aufbringen, um die erste Rate für das Schiff, den Transport und das Baumaterial zu finanzieren. Dann monatliche Raten, bis es fertig ist.

Wenn ihr mich bei dem Projekt unterstützen wollt, könnt ihr mir helfen

– durch Geschenke: Egal ob ein paar Euro für Schrauben oder ´nen Topf Farbe – oder eine Palette Holz…ich freue mich über jede Unterstützung in Finanzen oder Naturalien. Wenn ihr wollt, fragt mich nach meiner Bankverbindung oder nutzt Paypal: Mein Konto dort ist: Kerstin (ähttttt) down-to-earth.de

– durch Darlehn: Ich bin nicht scharf darauf einer Bank fast 10% Zinsen zu zahlen. Mal abgesehen davon, dass die mir so viel Geld gar nicht geben würden. Größere und kleinere Darlehn für 6 – 12 Monate wären eine große Hilfe – und wären durch meine Altersvorsorge auch 100% abgesichert. Meldet euch einfach bei obiger Email, wenn ihr mich da unterstützen könnt.

– durch Mitmachen: Es liegen etwa 6000 Stunden Arbeit vor mir. Manches muss von Fachkräften ausgeführt werden, aber vieles – wie Rost kratzen oder Streichen – kann jeder. Ich suche also Fachleute (Sanitär, Elektro, Holzarbeiten, Fliesen), begabte Handwerker und Menschen mit einem Herz zu helfen, die ein paar Stunden, Tage oder Wochen mitarbeiten.

– durch Ermutigung: Es ist ein großes Projekt. Ich und freue mich darauf…und habe ab und an auch weiche Knie. Deshalb bin ich für ermutigende Worte und Gebete sehr dankbar.

Für mich ist es sehr bewegend, einen zwei Mal geplatzten Traum nun zu neuem Leben erwachen zu sehen. Ich bin berührt, überwältigt und gespannt, wie sich alles entwickelt.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Projekt weitergeht.

Entdeckungsreise

Es gibt Phasen, da hält einen der Alltag gut fest. So war es bei mir in den letzten Monaten. Viele größere Projekte von neuem Shop bis zu den schlicht + ergreifend Büchern erforderten meine Aufmerksamkeit. Für weitere Entdeckungen blieb nur wenig Energie. Das war ok – für eine Phase.
Jetzt merke ich, dass ich schon wieder mit den Hufen scharre. Zum einen will ich neue Dinge lernen. Gerade beschäftige ich mich intensiv mit verschiedenen Ernährungskonzepten, um beim LEA Training fundiertes Wissen weitergeben zu können. Und natürlich auch, weil es mich selbst interessiert.
Daneben beschäftige ich mich aus gleichem Grund mit engpasskonzentrierter Strategie und mache eine Coachingausbildung dazu. Der Begriff ist etwas sperrig. Doch dahinter verbirgt sich ein sehr geniales Strategie-Konzept für Selbständige, Unternehmer und Angestellte, die entdecken wollen, wo und wie sie am wirksamsten handeln können. Da ich immer mal wieder Selbständige oder Menschen, die beruflich weiterkommen wollen, coache, ist es für mich gut, eine sehr fundierte Beratungsstrategie gründlich zu lernen. Und in ein paar Wochen erscheint ein Quadro zu dem Thema „Fokus finden“, das EKS Expertin Kerstin Friedrich geschrieben hat und das ich gerade lektoriere.

Und nicht zuletzt will ich mich in Berlin auf Entdeckungsreise begeben. Gestern habe ich mir das Buch „111 Orte, die man in Berlin gesehen haben muss“ gekauft – da ich etwa 80 der beschriebenen Orte tatsächlich noch nicht kenne, freue ich mich auf spannende Entdeckungen in den nächsten Wochen und Monaten.
Es ist ein Geschenk für mich, dass die super-intensive Produktionsphase gerade zu Ende geht und ich Raum – und zunehmend Energie – habe, um mich auf Entdeckungsreise zu machen! Wie schön!

Ein friedlicher 1. Mai

Manchmal fragt man sich ja schon, was man tut. Seit Jahren engagiere ich mich gemeinsam mit anderen Christen dafür, dass der 1. Mai in Berlin friedlicher verläuft. Mit Gebet, einem Gottesdienst oder auch ganz praktisch, indem wir Flaschen wegräumen oder mit Menschen reden. Gebet kann man nicht messen – trotzdem ahne ich, dass das, was wir getan haben, dass dieser 1. Mai einer der friedlichsten seit langem war. Und bin einfach dankbar.
Die Presse hat dieses Jahr ausgesprochen positiv über den Open Air Gottesdienst berichtet – ich habe dort eine Ansprache gehalten und der Journalist hat richtig zugehört. Im Internet kann man sogar ein bisschen reinhören.

Und wer will, kann sogar – von uns organisiert – ganz praktisch etwas für Kreuzberg tun. Müll aufsammeln in Parks zum Beispiel. Gehört auch dazu.

Zwei Mal lieben

Rykestr. , Berlin, SynagogeIn einer Synagoge, in einem Verlagsmagazin, Online, in einem Buch – in dieser Woche ist mir – auf ganz unterschiedliche Weise ein Thema begegnet, das mich seit Jahren beschäftigt.

Benefizkonzert in der Synagoge in der Rykestrasse zu Gunsten der Gedenkstätte Yad Vashem. Mit einer Bekannten unterhalte ich mich über die prachtvolle Synagoge und andere, wie die Synagoge in der Oranienburger Straße, die einst wohl genauso prachtvoll waren.

Oranienburger Straße. Ich erzählte ihr von dem Mann, der vor ein paar Jahren die Berliner Literaturtage eröffnet hat. Aufgewachsen in Berlin – noch vor dem ersten (!) Weltkrieg. Die Tragik des Geschehens erschloss sich dem kleinen Kind in einem einfachen Bild. Was musste schreckliches geschehen sein, wenn man so eilig aufbrechen musste, dass die Schüssel herrlicher Blaubeeren auf dem Tisch nicht mehr verspeist werden konnte!

Im zweiten Weltkrieg flieht er mit Hilfe seiner Frau, als Jude nach Holland, überlebt, anders als seine Eltern den Holocaust, bleibt bis heute in seiner Wahlheimat. Beeindruckt hat mich damals die Liebe, mit der er von seinen beiden Frauen sprach. Der ersten, die gestorben war, als er etwa 60 war. Und seine jetzige Frau, die er später noch geheiratet hat – nicht hoffen könnend, dass sie noch mehrere Jahrzehnte miteinander verleben würden. Tiefe Liebe zu beiden…anders, einzigartig, doch jede auf ihre Art und Weise geliebt.

Das erzählte ich meiner Bekannten…weil die Erinnerungen an diesen Vormittag, an dem ich ihn sprechen hörte, noch immer lebendig sind. Sie erzählte mir von einem Mann, der sie geprägt hat und der an einem Abend in vertrauter Runde von seinen beiden Frauen sprach. Er erzählte mit tiefer Liebe von seiner ersten Frau, die er bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Er erzählte von seiner Liebe zu seiner ersten Frau, von dem, was sie ihm gegeben und bedeutet hat – während seine zweite Frau neben ihm saß. Für alle war spürbar, dass er beide liebt.

Es ist möglich, zwei Mal zu lieben, wenn man mit dem Verlust des einen Menschen versöhnt ist.

Mit Verlusten versöhnt…das begegnete mir auf anderer Ebene. In einem Artikel über die Verleger (Diogenes) und Freunde Rudolf C. Bettschart und Daniel Keel, den ich im aktuellen Diogenes Magazin fand (lag kostenlos bei Starbucks aus). Zwei Mal fast Konkurs. Trotzdem neu begonnen. Auch miteinander.

Und dann empfahl mir ein Freund einen Artikel, der Verletzlichkeit als einen Charakterzug großer Unternehmer beschreibt. Er unterscheidet zwischen aktiver Verletzlichkeit – der Bereitschaft Risiken einzugehen und zu akzeptieren, dass nicht alles gelingt. Und das bewusst bejahen. Kennzeichen großartiger Unternehmer ist für ihn nicht, keine Fehler zu machen. Sondern nach Scheitern, was sich unweigerlich immer wieder einstellt, nicht zu zerbrechen und aufzugeben. Viele schmeißen dann alles hin. Wollen nicht noch einmal so enttäuscht werden. Das ist für ihn passive Verletzlichkeit (weinerlich, selbst-mitleidig, mutlos). Gute Unternehmer sind mit ihren gescheiterten Versuchen versöhnt. Und fangen wieder neu an.

Ähnliche Gedanken finden sich auch in einem Buch von Paul Getty, zu seiner Zeit der reichste Mann der Welt, das mir eine Freundin geschenkt hat.

Ich hab mich viel mit der Frage beschäftigt, wie man es schafft, nach Scheitern, nach Verlusten, nach schmerzhaften Erfahrungen wieder zurück ins Leben zu finden. Ich habe sogar ein ganzes Buch dazu geschrieben – mit dem, was ich vor ein paar Jahren dazu zu sagen hatte: Spring. Hinein ins volle Leben.

Doch es bewegt mich immer noch. Scheitern und Verluste bleiben leider nicht aus. Ich will nicht hart und kalt werden. Sondern weiter lieben: Menschen, Projekte, Ideen. Einmal lieben. Zwei Mal lieben. Ein Schlüssel dazu ist wohl, versöhnt mit den Verlusten zu sein. Und dann wieder neu zu lieben – wenn es sein muss ein Dutzend Mal.

12,5 Minuten in Berlin


Was geschieht in 12, 5 Minuten in Berlin?
– 1665 Currywürste werden gekauft
– 879 Döner gehen über die Döner-Buden Theke
– 8 Züge fahren durch den Hauptbahnhof
– 1 neues Unternehmen wird gegründet. Fast 2 x so viele wie im Bundesdurchschnitt. [Quelle: Berliner Zeitung vom 15. 11. 2010]
Kein Wunder, dass ich mich in dieser unternehmerischen Stadt so wohl fühle.

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Behali – Fair Trade Möbel

Als Kind und Teenager hatte ich den Traum, irgendwann mal ins Ausland zu gehen, und dort etwas zu bewegen und zu verändern.  Das Leben hat mich anders geführt. Dennoch bewegen mich Schicksale wie die der Menschen im Hunza Tal in Pakistan, deren Häuser nach wie vor überflutet sind.  Mich bewegt das sehr und ich überlege seit Wochen, ob und wie ich da effektiv helfen kann.

Es begeistert mich, wenn ich Projekte entdecke und unterstützen kann, die auf konkrete,  nachvollziehbare und nachhaltige Art und Weise helfen.  Wie Safran statt Opium oder Behali.  In Pakistan fertigen Schreiner wunderschöne Möbel aus alten Türen und Fensterrahmen, die sonst weggeworfen werden. Die Leute von Behali zahlen faire Preise, importieren die Möbel und verkaufen sie in Berlin.

Ich finde das genial. Das ist ein Projekt, das auf so vielen verschiedenen Ebenen gut ist: Es schafft Arbeitsplätze – in einer Bevölkerungsgruppe, die sonst wenig Perspektiven hat. Wunderschönes altes Handwerk wird erhalten und die Techniken an eine neue Generation weitergegeben. Und nicht zuletzt bekommen Menschen in Berlin Kontakt zu einer faszinierenden Kultur und die Möglichkeit, sich ein Stück davon in ihre eigene Welt zu holen.

Ich finde es sehr schön. Und überlege, wie ich das weiter unterstützen kann.


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Dranbleiben lohnt sich

Vor einigen Wochen war ich mit einer Freundin einkaufen. Wir waren in drei Läden. Hinterher vermisste ich meine Lieblings-Sonnenbrille. Ich rief bei allen Läden an und fragte nach. „Nein, wir haben nichts gefunden.“ Heute war ich noch mal in der Gegend. Ging direkt in die Läden, fragte einfach noch mal. Und bekam sie zurück! Jetzt freu´ ich mich. Sehr.

Nicht nur darüber, dass ich das schöne Stück zurück habe. Sondern auch darüber, dass sich das Dranbleiben gelohnt hat.


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Kleiner Geschäftsmann

Gestern bin ich auf dem Weg zu einem Termin an Kindern vorbei gekommen, die am Bürgersteig altes Spielzeug verkauften. Als ich auf dem Rückweg wieder vorbei kam, baten Sie mich anzuhalten.
Da mein Bedarf an blinkenden Plastik-Roboter-Männchen nicht allzu groß ist, kaufte ich ihnen nichts ab, schenkte ihnen aber dafür das Kleingeld, das ich im Geldbeutel hatte.
Ein etwa sieben-jähriger Junge meinte: „Sie sind aber nett – alle anderen sind einfach weitergelaufen und haben uns nichts gegeben.“ Und dann „Bitte sagen Sie allen Leuten, dass wir hier sind.“
Ich musste grinsen. Im Business nennt man das Empfehlungsmarketing. Er beherrschte offensichtlich die Grundzüge davon. Kraftvoller ist Empfehlungsmarkting noch, wenn man es nicht generell macht (empfehlen Sie es allen), sondern spezifiziert: „Empfehlen Sie uns an Menschen weiter, für die unsere Angebot interessant sein könnten.“ Aber vermutlich waren das aus seiner Perspektive ja alle.


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