Archiv für ‘Berlin’ tag
Ein Traum wird wahr
Es ist mein Traum, Menschen zu inspirieren, zu prägen, zu fördern, dass sie ihr Leben stark und ihren Glauben fröhlich leben können. Ich tue dazu, was ich kann: Ich schreibe Bücher und lese aus ihnen vor. Ich halte Seminare und Vorträge. Und ich coache und begleite so Menschen bei Veränderungsprozessen. Ich gebe das Beste, was ich kann – und freue mich, wenn es im Leben von Menschen Veränderung bewirkt.
Die prägendste Veränderung geschieht jedoch oft, wenn man einige Tagen oder Wochen mit einem Menschen verbringt und ihn im Alltag erlebt. Wenn man miterleben kann, wie er oder sie Probleme löst und das Leben gestaltet. Und so für sich selbst ganz neue Wege entdeckt.
Seit über 12 Jahren träume ich davon, Raum dafür zu haben, Menschen für eine begrenzte Zeit genau dies zu ermöglichen: Eine Weile bei mir zu sein und mit mir und von mir zu lernen. Ein paar Tage oder vielleicht auch Wochen.
Meine derzeitige Wohnung ist dafür zu klein. Das Wohnzimmer ist ein Durchgangsraum und das Büro brauche ich zum Arbeiten. Da ist es schwierig, jemanden länger mitleben zu lassen. Vor einigen Jahren fand ich die perfekte Wohnung…und konnte sie mir nicht leisten. Ich hab bitterlich geweint, als andere sie bezogen haben. Aber es war halt nicht möglich. Auch eine zweite Möglichkeit, den Traum zu verwirklichen, scheiterte. Der Traum schien tot.
Dann las ich im Herbst von Hausbooten. Ich hatte schon immer davon geträumt, am Wasser zu wohnen. Ich finde das so schön, inspirierend und beruhigend. Und Hausboote kosten einen Bruchteil dessen, was eine gleich Große Wohnung an Land kostet. Durch “Zufall” – eine Nebenbemerkung bei einem Frühstück bei Freunden in Salzburg – lernte ich einen sehr genialen, engagierten, professionellen Berliner Bootsbauer kennen, der Lust auf ein Projekt mit mir hatte. Und obendrein den perfekten Liegeplatz für das Schiff mitten im Herzen von Berlin gefunden hat.
Und dann fand ich bei Ebay mein Schiff. Ein altes Torpedoboot der DDR Kriegsmarine. Groß genug, um darauf zu leben, kleinere Seminare zu halten und Gäste zu beherbergen, ohne dass man sich auf die Füsse tritt. Die Grundsubstanz ist ok. Das haben mir ein erfahrener Kapitän, ein Gutachter und der Bootsbauer bestätigt.
Diese Woche werde ich voraussichlich den Kaufvertrag unterschreiben. Dann zieht das Schiff um – von Hamburg in die Werft bei Berlin. Anschließend wird ein Jahr lang geschweißt, gelötet, renoviert, umgebaut. Wenn alles klappt wie geplant, kann ich im Frühjahr / Sommer 2013 einziehen, dort selbst leben und mit anderen das Leben gestalten.
Natürlich stehe ich jetzt auch vor dicken Herausforderungen – in erster Linie finanzieller Natur. In den nächsten zwei Wochen muss ich gut 54.000 Euro aufbringen, um die erste Rate für das Schiff, den Transport und das Baumaterial zu finanzieren. Dann monatliche Raten, bis es fertig ist.
Wenn ihr mich bei dem Projekt unterstützen wollt, könnt ihr mir helfen
- durch Geschenke: Egal ob ein paar Euro für Schrauben oder ´nen Topf Farbe – oder eine Palette Holz…ich freue mich über jede Unterstützung in Finanzen oder Naturalien. Wenn ihr wollt, fragt mich nach meiner Bankverbindung oder nutzt Paypal: Mein Konto dort ist: Kerstin (ähttttt) down-to-earth.de
- durch Darlehn: Ich bin nicht scharf darauf einer Bank fast 10% Zinsen zu zahlen. Mal abgesehen davon, dass die mir so viel Geld gar nicht geben würden. Größere und kleinere Darlehn für 6 – 12 Monate wären eine große Hilfe – und wären durch meine Altersvorsorge auch 100% abgesichert. Meldet euch einfach bei obiger Email, wenn ihr mich da unterstützen könnt.
- durch Ermutigung: Es ist ein großes Projekt. Ich und freue mich darauf…und habe ab und an auch weiche Knie. Deshalb bin ich für ermutigende Worte und Gebete sehr dankbar.
Für mich ist es sehr bewegend, einen zwei Mal geplatzten Traum nun zu neuem Leben erwachen zu sehen. Ich bin berührt, überwältigt und gespannt, wie sich alles entwickelt.
Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es mit dem Projekt weitergeht.
Entdeckungsreise
Es gibt Phasen, da hält einen der Alltag gut fest. So war es bei mir in den letzten Monaten. Viele größere Projekte von neuem Shop bis zu den schlicht + ergreifend Büchern erforderten meine Aufmerksamkeit. Für weitere Entdeckungen blieb nur wenig Energie. Das war ok – für eine Phase.
Jetzt merke ich, dass ich schon wieder mit den Hufen scharre. Zum einen will ich neue Dinge lernen. Gerade beschäftige ich mich intensiv mit verschiedenen Ernährungskonzepten, um beim LEA Training fundiertes Wissen weitergeben zu können. Und natürlich auch, weil es mich selbst interessiert.
Daneben beschäftige ich mich aus gleichem Grund mit engpasskonzentrierter Strategie und mache eine Coachingausbildung dazu. Der Begriff ist etwas sperrig. Doch dahinter verbirgt sich ein sehr geniales Strategie-Konzept für Selbständige, Unternehmer und Angestellte, die entdecken wollen, wo und wie sie am wirksamsten handeln können. Da ich immer mal wieder Selbständige oder Menschen, die beruflich weiterkommen wollen, coache, ist es für mich gut, eine sehr fundierte Beratungsstrategie gründlich zu lernen. Und in ein paar Wochen erscheint ein Quadro zu dem Thema “Fokus finden”, das EKS Expertin Kerstin Friedrich geschrieben hat und das ich gerade lektoriere.
Und nicht zuletzt will ich mich in Berlin auf Entdeckungsreise begeben. Gestern habe ich mir das Buch “111 Orte, die man in Berlin gesehen haben muss” gekauft – da ich etwa 80 der beschriebenen Orte tatsächlich noch nicht kenne, freue ich mich auf spannende Entdeckungen in den nächsten Wochen und Monaten.
Es ist ein Geschenk für mich, dass die super-intensive Produktionsphase gerade zu Ende geht und ich Raum – und zunehmend Energie – habe, um mich auf Entdeckungsreise zu machen! Wie schön!
Ein friedlicher 1. Mai
Manchmal fragt man sich ja schon, was man tut. Seit Jahren engagiere ich mich gemeinsam mit anderen Christen dafür, dass der 1. Mai in Berlin friedlicher verläuft. Mit Gebet, einem Gottesdienst oder auch ganz praktisch, indem wir Flaschen wegräumen oder mit Menschen reden. Gebet kann man nicht messen – trotzdem ahne ich, dass das, was wir getan haben, dass dieser 1. Mai einer der friedlichsten seit langem war. Und bin einfach dankbar.
Die Presse hat dieses Jahr ausgesprochen positiv über den Open Air Gottesdienst berichtet – ich habe dort eine Ansprache gehalten und der Journalist hat richtig zugehört. Im Internet kann man sogar ein bisschen reinhören.
Und wer will, kann sogar – von uns organisiert – ganz praktisch etwas für Kreuzberg tun. Müll aufsammeln in Parks zum Beispiel. Gehört auch dazu.
Zwei Mal lieben
In einer Synagoge, in einem Verlagsmagazin, Online, in einem Buch – in dieser Woche ist mir – auf ganz unterschiedliche Weise ein Thema begegnet, das mich seit Jahren beschäftigt.
Benefizkonzert in der Synagoge in der Rykestrasse zu Gunsten der Gedenkstätte Yad Vashem. Mit einer Bekannten unterhalte ich mich über die prachtvolle Synagoge und andere, wie die Synagoge in der Oranienburger Straße, die einst wohl genauso prachtvoll waren.
Oranienburger Straße. Ich erzählte ihr von dem Mann, der vor ein paar Jahren die Berliner Literaturtage eröffnet hat. Aufgewachsen in Berlin - noch vor dem ersten (!) Weltkrieg. Die Tragik des Geschehens erschloss sich dem kleinen Kind in einem einfachen Bild. Was musste schreckliches geschehen sein, wenn man so eilig aufbrechen musste, dass die Schüssel herrlicher Blaubeeren auf dem Tisch nicht mehr verspeist werden konnte!
Im zweiten Weltkrieg flieht er mit Hilfe seiner Frau, als Jude nach Holland, überlebt, anders als seine Eltern den Holocaust, bleibt bis heute in seiner Wahlheimat. Beeindruckt hat mich damals die Liebe, mit der er von seinen beiden Frauen sprach. Der ersten, die gestorben war, als er etwa 60 war. Und seine jetzige Frau, die er später noch geheiratet hat – nicht hoffen könnend, dass sie noch mehrere Jahrzehnte miteinander verleben würden. Tiefe Liebe zu beiden…anders, einzigartig, doch jede auf ihre Art und Weise geliebt.
Das erzählte ich meiner Bekannten…weil die Erinnerungen an diesen Vormittag, an dem ich ihn sprechen hörte, noch immer lebendig sind. Sie erzählte mir von einem Mann, der sie geprägt hat und der an einem Abend in vertrauter Runde von seinen beiden Frauen sprach. Er erzählte mit tiefer Liebe von seiner ersten Frau, die er bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Er erzählte von seiner Liebe zu seiner ersten Frau, von dem, was sie ihm gegeben und bedeutet hat – während seine zweite Frau neben ihm saß. Für alle war spürbar, dass er beide liebt.
Es ist möglich, zwei Mal zu lieben, wenn man mit dem Verlust des einen Menschen versöhnt ist.
Mit Verlusten versöhnt…das begegnete mir auf anderer Ebene. In einem Artikel über die Verleger (Diogenes) und Freunde Rudolf C. Bettschart und Daniel Keel, den ich im aktuellen Diogenes Magazin fand (lag kostenlos bei Starbucks aus). Zwei Mal fast Konkurs. Trotzdem neu begonnen. Auch miteinander.
Und dann empfahl mir ein Freund einen Artikel, der Verletzlichkeit als einen Charakterzug großer Unternehmer beschreibt. Er unterscheidet zwischen aktiver Verletzlichkeit – der Bereitschaft Risiken einzugehen und zu akzeptieren, dass nicht alles gelingt. Und das bewusst bejahen. Kennzeichen großartiger Unternehmer ist für ihn nicht, keine Fehler zu machen. Sondern nach Scheitern, was sich unweigerlich immer wieder einstellt, nicht zu zerbrechen und aufzugeben. Viele schmeißen dann alles hin. Wollen nicht noch einmal so enttäuscht werden. Das ist für ihn passive Verletzlichkeit (weinerlich, selbst-mitleidig, mutlos). Gute Unternehmer sind mit ihren gescheiterten Versuchen versöhnt. Und fangen wieder neu an.
Ähnliche Gedanken finden sich auch in einem Buch von Paul Getty, zu seiner Zeit der reichste Mann der Welt, das mir eine Freundin geschenkt hat.
Ich hab mich viel mit der Frage beschäftigt, wie man es schafft, nach Scheitern, nach Verlusten, nach schmerzhaften Erfahrungen wieder zurück ins Leben zu finden. Ich habe sogar ein ganzes Buch dazu geschrieben – mit dem, was ich vor ein paar Jahren dazu zu sagen hatte: Spring. Hinein ins volle Leben.
Doch es bewegt mich immer noch. Scheitern und Verluste bleiben leider nicht aus. Ich will nicht hart und kalt werden. Sondern weiter lieben: Menschen, Projekte, Ideen. Einmal lieben. Zwei Mal lieben. Ein Schlüssel dazu ist wohl, versöhnt mit den Verlusten zu sein. Und dann wieder neu zu lieben – wenn es sein muss ein Dutzend Mal.
12,5 Minuten in Berlin

Was geschieht in 12, 5 Minuten in Berlin?
- 1665 Currywürste werden gekauft
- 879 Döner gehen über die Döner-Buden Theke
- 8 Züge fahren durch den Hauptbahnhof
- 1 neues Unternehmen wird gegründet. Fast 2 x so viele wie im Bundesdurchschnitt. [Quelle: Berliner Zeitung vom 15. 11. 2010]
Kein Wunder, dass ich mich in dieser unternehmerischen Stadt so wohl fühle.
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Behali – Fair Trade Möbel
Als Kind und Teenager hatte ich den Traum, irgendwann mal ins Ausland zu gehen, und dort etwas zu bewegen und zu verändern. Das Leben hat mich anders geführt. Dennoch bewegen mich Schicksale wie die der Menschen im Hunza Tal in Pakistan, deren Häuser nach wie vor überflutet sind. Mich bewegt das sehr und ich überlege seit Wochen, ob und wie ich da effektiv helfen kann.
Es begeistert mich, wenn ich Projekte entdecke und unterstützen kann, die auf konkrete, nachvollziehbare und nachhaltige Art und Weise helfen. Wie Safran statt Opium oder Behali. In Pakistan fertigen Schreiner wunderschöne Möbel aus alten Türen und Fensterrahmen, die sonst weggeworfen werden. Die Leute von Behali zahlen faire Preise, importieren die Möbel und verkaufen sie in Berlin.
Ich finde das genial. Das ist ein Projekt, das auf so vielen verschiedenen Ebenen gut ist: Es schafft Arbeitsplätze – in einer Bevölkerungsgruppe, die sonst wenig Perspektiven hat. Wunderschönes altes Handwerk wird erhalten und die Techniken an eine neue Generation weitergegeben. Und nicht zuletzt bekommen Menschen in Berlin Kontakt zu einer faszinierenden Kultur und die Möglichkeit, sich ein Stück davon in ihre eigene Welt zu holen.
Ich finde es sehr schön. Und überlege, wie ich das weiter unterstützen kann.
Dranbleiben lohnt sich
Vor einigen Wochen war ich mit einer Freundin einkaufen. Wir waren in drei Läden. Hinterher vermisste ich meine Lieblings-Sonnenbrille. Ich rief bei allen Läden an und fragte nach. “Nein, wir haben nichts gefunden.” Heute war ich noch mal in der Gegend. Ging direkt in die Läden, fragte einfach noch mal. Und bekam sie zurück! Jetzt freu´ ich mich. Sehr.
Nicht nur darüber, dass ich das schöne Stück zurück habe. Sondern auch darüber, dass sich das Dranbleiben gelohnt hat.
Kleiner Geschäftsmann
Gestern bin ich auf dem Weg zu einem Termin an Kindern vorbei gekommen, die am Bürgersteig altes Spielzeug verkauften. Als ich auf dem Rückweg wieder vorbei kam, baten Sie mich anzuhalten.
Da mein Bedarf an blinkenden Plastik-Roboter-Männchen nicht allzu groß ist, kaufte ich ihnen nichts ab, schenkte ihnen aber dafür das Kleingeld, das ich im Geldbeutel hatte.
Ein etwa sieben-jähriger Junge meinte: “Sie sind aber nett – alle anderen sind einfach weitergelaufen und haben uns nichts gegeben.” Und dann “Bitte sagen Sie allen Leuten, dass wir hier sind.”
Ich musste grinsen. Im Business nennt man das Empfehlungsmarketing. Er beherrschte offensichtlich die Grundzüge davon. Kraftvoller ist Empfehlungsmarkting noch, wenn man es nicht generell macht (empfehlen Sie es allen), sondern spezifiziert: “Empfehlen Sie uns an Menschen weiter, für die unsere Angebot interessant sein könnten.” Aber vermutlich waren das aus seiner Perspektive ja alle.
Urlaub im Alltag
Obwohl ich heute bis zum frühen Nachmittag gearbeitet habe, beim (netten) Zahnarzt war und Nachmittags viel Unternehmerinnen-Weiterbildung gemacht habe, fühlte sich der Tag wie Urlaub an. Sonne, Kaffee mit einer Freundin und zum Tagesausklang eine spannende Lesung im Hotel Ellington.
Ich bin eigentlich kein Krimi-Fan. Doch “Das große Tier“, ein Krimi im Umfeld der Finanz- und Aktienwelt, gefiel mir wirklich gut. Klug, spannend und stellenweise durchaus humorvoll geschrieben. Die Tatsache dass es in Berlin spielt, ist natürlich ein zusätzlicher Bonus.
Die Presse feiert den Autor Veit M. Etzold schon als den neuen Dan Brown. In Bezug auf eine gewisse Vorliebe für spannende Verschwörungstherorien mag der Vergleich passend, allerdings teilt er nicht Browns offen zur Schau getragene Abneigung gegen Kirche und Glauben.
Der Krimi ist nicht nur spannend – er streut sogar den einen oder anderen Satz ein, über den man länger nachdenken kann. Etwa: Sein und werden, das sind die wichtigsten Dinge im Leben.. Oder: Komischerweise hatten ihr die Menschen den meisten Halt gegeben, die akzeptierten, dass alles sich verändert. Diese Perlen zu entdecken setzt natürlich voraus, dass man nicht so gefesselt von der Handlung ist, dass man nicht mehr zum Reflektieren kommt. Was in dem Fall echt schwer ist. Aber man kann es ja auch zwei Mal lesen.
Vorgelesen von Franziska Pigulla, die auch das Hörbuch gelesen hat, war es ein doppelter Genuss. Nur…ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt schlafen kann.
Abschied vom Bundespräsidenten
Vor sechs Jahren gab es am Brandenburger Tor ein rauschendes Fest. Der Amtsantritt des neuen Bundespräsidenten Horst Köhler wurde gefeiert. Ich war dabei. 500 Karten für das Fest wurden an Bürger verlost. Ich gewann zwei davon und nahm mit einem Freund am Fest zur Amtseinführung teil.
Selbst die Sonne ließ es sich – nachdem es den ganzen Tag geregnet hatte – nicht nehmen, am Fest teilzunehmen und beleuchtete die Fassaden rund um den Pariser Platz in warmen Abendgelb.
Klassische und moderne Musik, kurze Reden, leckeres Essen – ein wunderbares Fest. Das silberne Blechdöschen, das vor jedem Platz stand und in dem kleine Blumen als Tischdeko steckten, ist mittlerweile verrostet. Aber die Erinnerung an den Abend ist noch sehr lebendig.
Gegen Ende des Abends ging ich noch einmal an die Bühne, um die Musiker aus der Nähe zu sehen – und stand genau im Weg, als Herr Köhler und seine Frau gingen. Wir wechselten ein paar Worte, er fragte mich, wer ich bin. Ich war so aufgeregt, dass ich nur stottern konnte (keine Ahnung, was davon er in Erinnerung behalten hat), aber ich habe ihm gesagt, dass viele Menschen sich freuen, dass er Bundespräsident geworden ist und dass viele für ihn beten.
Vielleicht zu wenige, um ihm den Rückhalt spüren zu lassen, den er angesichts massiver Kritik und des Bedürfnisses nach Wertschätzung gebraucht hätte. Ich finde es sehr traurig, dass er geht. Hätte ihn noch gern länger als mein Oberhaupt gehabt.



