Archiv für ‘Besser Leben’ tag
Erfolgreich faul sein
Ich habe mich oft gefragt,
ob nicht gerade die Tage,
die wir gezwungen sind,
müßig zu sein,
diejenigen sind,
die wir in tiefster Tätigkeit verbringen.
Rainer Maria Rilke
[Quelle ist mir leider nicht bekannt. Für Hinweise bin ich dankbar.]
Unterstützung wahrnehmen
An meinen schlechten Tagen als Selbständige und Single passiert es schon mal, dass ich denke: “Keiner hilft mir. Alles muss ich alleine machen.”
Schwups kommen auch schon die entsprechenden Gefühle von Selbstmitleid und Traurigkeit im Schlepptau der Gedanken hinterher. Hilfreich? Nicht wirklich.
Also habe ich eine Gegenmassnahme beschlossen. Gegen Herbst- Winter, mangelnden Unterstützer und sonstigen Blues. Ich erinnere mich an fünf Situationen im Laufe des Tages an denen ich Unterstützung erhalten habe.
Heute waren meine Favoriten:
1. Schminke.
Als ich – kurz vor einem wichtigen, offiziellen Termin – feststellte, dass ich vergessen hatte, mich zu schminken, habe ich bei Karstadt schnell Schminke auftragen wollen. Eine Verkäuferin sah das, ich erzählte ihr, warum ich das tat. Sie bot mir an, mich zu schminken. So professionell hätte ich das nie hinbekommen.
2. Kletterhilfe
Als ich mich auf dem Weg zum Termin verfuhr, half mir ein Mann, mitsamt meinem Fahrrad über einen Zaun zu klettern – was mir einen langen Umweg erspart hat.
3. Zufallstreffer
Auf dem Ku´damm traf ich zufällig eine Frau, die ich kannte und dir mir wichtige Hintergrund-Informationen zu einer Situation gab, die ich erlebt hatte und nicht einordnen konnte. Hat mich da jemand unterstützt, dass ich sie gerade heute zufällig traf?
4. Beratung
Ich erhielt sehr gute Beratung für eine geschäftliche Situation. Nicht ganz billig. Aber gute Berater sind ihr Geld langfristig wert.
5. Technik
Die Leute von Textunes haben das Krisen – App unser erstes Impulsheft als App fürs iphone, ipad und den ipod fertigbekommen: Krisen. Impulse, schwierige Zeiten zu bewältigen. Ich freue mich wie eine Schneekönigin. Das App kann man im App – Store gleich kaufen oder auch erst mal nur eine kostenlose Leseprobe runterladen.
Es tut mir richtig gut, wahrzunehmen, wie viel Unterstützung ich im Lauf eines Tages erhalten…das hier war gar nicht alles…”nur” meine Top 5.
Gelassenheit
Heute las ich ein Zitat von James Stewart: «Glück ist, Veränderungen würdevoll zu akzeptieren.» In den letzten Tagen habe ich die Gelassenheit mancher Fussballer bewundert – insbesondere dann, wenn Ihnen in einem Spiel Unrecht geschehen war. In den Interviews danach haben sie oft gesagt: “Das ist vorbei. Jetzt wollen wir nach vorne schauen.”
Wie echt und tief die Gelassenheit war, kann ich natürlich nicht beurteilen. Dennoch hat es mich beeindruckt, dass sie es sich offensichtlich angewöhnt hatten, nicht unendlich lang über das “Was wäre gewesen, wenn..” nachzudenken. Sie blieben auf das fokussiert, was sie beeinflussen konnten. Die Gegenwart und Zukunft. Ich finde das beeindruckend.
Nebeneinander
Vor ein paar Jahren hat Erfolgsautor Rick Warren, der bei der Amtseinführung von Präsident Obama gebetet hat, ein Interview gegeben. Er erlebte die erfolgreichste Zeit seines Lebens. Sein Buch “Leben mit Vision” wurde ein Welterfolg, das Tausenden von Menschen half, Perspektive zu gewinnen. Zur gleichen Zeit kämpfte seine Frau gegen Krebs.
Er sagte sinngemäß, dass er bisher immer gedacht hatte, im Leben würde es mal gute, mal schlechte Phasen geben. Doch nun wäre ihm klar geworden, dass es oft nebeneinander liegt. Manchmal liegt ganz Wunderbares und Begeisterndes direkt neben Schmerzhaftem und irritierenden.
Ich finde das eine sehr treffende Beschreibung und erlebe das Ähnlich. Da gibt es begeisternde Entwicklungen auf der einen Seite und Schmerzhaftes auf der anderen. Nah beieinander. Die Kunst besteht darin, es auch nebeneinander zu lassen. Den Schmerz zu bewältigen und sich zugleich am Schönen zu freuen.
[Kommentare mit euren Gedanken zu diesem Eintrag wie auch zu allen anderen sind herzlich willkommen.]
Stärken entdecken
Eigentlich sind Gabentests ja etwas Ernsthaftes. Man füllt sie aus, liest das Ergebnis und weiß hinterher (mehr), wer man ist und was man gut kann. Dachte ich. Gestern habe ich den Strenghtsfinder 2.0. einen der besten wissenschaftlichen Tests zum Entdecken eigener Stärken gemacht.
Als ich die Beschreibung meiner Stärken las, fing ich laut an zu lachen. Selten hat mich jemand so gut und so präzise beschrieben. Meine Fähigkeit, quer zu denken, Lösungen zu entdecken, wo andere noch nicht mal das Problem wahrgenommen haben, Mengen an Ideen zu kreieren – all das war so präzise beschrieben, dass ich aus dem Lachen und Staunen nicht mehr heraus kam. Einer Freundin, der ich meine Ergebnisse zeigte, ging es genauso.
Ich habe gelernt: Gabentests können durchaus amüsant sein. Was mir – außer den treffsicheren Beschreibungen an dem Test noch gut gefiel, war die Tatsache, dass es zu jeder Stärke Tipps gab, wie man sie weiter entwickeln kann. Das finde ich sehr hilfreich. Ich kann es nur empfehlen.
Um den Test zu machen, muss man sich das Buch Strenghtfinder 2.0. besorgen (15 Euro, die sich lohnen). Hinten im Buch gibt es dann einen Code für den Test. Den Test kann man auf Deutsch machen, die Auswertungen gibt es leider nur auf Englisch.
Glücklich
Gott weiß, wie er mich glücklich machen kann. In meinem Buch “Die Hütte und ich” habe ich eine Liste mit verschiedenen Dingen beschrieben, in denen ich Gottes liebevolles Wirken in meinem Leben erahne und erlebe:
Beim Blick auf die Liste berührte mich am tiefsten, dass ich sehr oft genau die richtigen Bücher entdecke, die ich für die nächsten Entwicklungsschritte brauche. Ich bin nun mal ein Mensch, der viel durch inspirierende Bücher lernt. Ich könnte in diesen hilfreichen Entdeckungen den Zufall sehen, wenn ich möchte. Das wäre auch o.k. Ich hege jedoch den Verdacht, dass mein guter Gott mir augenzwinkernd das eine oder andere Buch in den Weg legt, weil er meine Entwicklung unterstützten möchte.
Das habe ich heute wieder erlebt. Der Kirchentag war mein letzter geschäftlicher Termin. Beim betenden Planen zu Beginn des Jahres 2010 habe ich empfunden, dass Gott mir empfiehlt, dass ich mir den Sommer von Terminen frei halten soll, um Zeit und Freiraum zum Träumen, Denken und Planen zu haben. Ich will mir in den nächsten Wochen und Monaten Gedanken darüber machen, wohin ich mein Leben und meine Firma in den nächsten 7 Jahren entwickeln will.
Heute habe ich – völlig überraschend – das Buch “Strenght finder 2.0.” geschenkt bekommen. Das ist ein professioneller Test der eigenen Stärken und Talente. Ich weiß zwar schon im Groben wo meine Stärken liegen, aber das noch genauer zu entdecken und zu definieren ist genau das richtige zu Beginn dieses Entdeckungsprozesses. Ich freue mich riesig. Und ich glaube, Gott zwinkert mir zu und sagt: “Das hab ich gut gemacht”!
Was Liebe ist
Ausgelöst durch eine Begebenheit in Antwerpen, die ich in meinem Buch “Die Hütte und ich” beschrieben habe, beschäftigt mich seit einigen Monaten die Frage, was Liebe ist. Gestern habe ich das berühmte “Hohelied der Liebe” in der Message, einer Englischen Übersetzung gelesen. Luther übersetzt eine Passage so: “Die Liebe eifert nicht!” In der Message heißt es: “Love doesn’t want what it doesn’t have.” Die Liebe kämpft nicht für das, das sie nicht hat.
Autsch. Mit materiellen Dingen bin ich meist recht zufrieden. Doch im Umgang mit Menschen kenne ich das “eifern”, das verbissene innere Kämpfen durchaus. Die Erwartung, der andere müsste mir doch jetzt Zeit, Aufmerksamkeit, Verständnis oder was auch immer geben.
Puh. Wenn Liebe bedeutet, dass ich dem anderen wirklich von Herzen die Freiheit lasse, mir zu geben, was er oder sie mir gerade geben möchte, dann habe ich noch einiges zu lernen. Puh. Herausfordernd.



