Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Dankbarkeit

Eine Gemüsekiste voll Dankbarkeit

Gerade eben habe ich für eine Zeitschrift einen Artikel über Dankbarkeit geschrieben. Und dann, dankbar, dass ich mein Nr. 1 Aufgabe des Tages erledigt habe, eine kleine Pause gemacht. Und meine erste Gemüsebox von Etepetete in Empfang genommen. Die retten Gemüse, das sonst weggeworfen wird, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht.
In mener Box waren: 

  • riesige Äpfel
  • Monsterkarrotten
  • Bomben Auberginen
  • Kleine Kiwi
  • Kleine Orangen
  • zierliche Kartoffel
  • Avocados mit Fehlern an der Schale
  • und einige andere Sachen, die ziemlich normal aussahen. Leckerer Spargel zum Beispiel.

Ich freu mich riesig, dass ich das entdeckt habe….

  • Weil es meinen Werten entspricht, mit Ressourcen achtsam umzugehen. Ich mag es beispielsweise total, dass Jesus, nachdem er durch ein Wunder Brot vermehrt hat, um Leute vor dem Umkippen vor Hunger zu retten, den Jüngern sagt, sie sollen die Reste einsammeln. Er hätte ja vielleicht wieder ein Wunder tun können – aber nein, er geht sorgsam mit Ressourcen um. Das finde ich gut.
  • Weil es eine riesige Entlastung ist, das viele Gemüse, das ich in Smoothies etc. verzehre, nicht selbst schleppen zu müssen. Ich habe kein Auto und der nächste Biomarkt ist 5 km entfernt. Selbst das Geschleppe zur Tram nervt. 

Für mich ist so etwas alles andere als Selbstverständlich. Ich bin dankbar, dass Obst und Gemüse wächst. Und dankbar für Menschen, die sich so was ausgedacht haben wie Etepetete. Ich bin dankbar für die Post, die es liefert. Und dankbar, dass ich es – ohne Allergien oder sonst welche Hindernisse – essen kann und darf. Und dankbar für die kleine Pause eben. Und das Teilen…und

Ach ja, Dankbarkeit kann man lernen. Ich bringe es dir gerne bei – z. B. in meinen Büchern dazu (einfach bei uns im Shop „DANK“ als Suchbegriff eingeben. Oder in meinem Onlinekurs DAN. Dankbar alles nehmen.

Ich lade dich ein, dein Leben zu verändern…und begleite dich

Mich fasziniert derzeit ein Zitat des Apostels  Paulus. Er schreibt an seine Freunde in Thessaloniki

Gott bewahre euch, damit ihr fehlerlos seid an Geist, Seele und Leib.  – 1. Thessalonikerbrief 5,23

Mich berührt es, dass es dem großen Apostel nicht nur um das spirituelle Wohlergehen seiner Leser geht, sondern dass für ihn Geist, Seele und Körper untrennbar zusammengehören.

Er wusste schon damals: Damit es uns gut geht, brauchen wir Stärke in allen drei Bereichen:

  • Geist: gelebte Spiritualität – Pflege unserer Verbindung zu Gott.
  • Seele: gesundes Innenleben – emotionale und mentale Freude und Kraft.
    Körper: ganzheitliche Gesundheit – Fürsorge für unseren Leib.

Wie schön wäre es, wenn es uns tatsächlich auf allen Ebenen gutginge!

Aber ein solches Rundumprogramm kann auch als herausfordernd empfunden werden. Das erlebten offensichtlich auch die Adressaten von Paulus so – sonst hätten sie wohl kein Gebet gebraucht.

Und ich als Coach stelle natürlich gern Fragen dazu.

Wie könntest du zu mehr Wohlergehen finden?

Träumen
Ich finde es hilfreich, erst einmal zu träumen: Wie sähe es aus, wenn es mir an Geist, Seele und Leib rundum gutgehen würde? Was wäre das optimale Wohlbefinden für mich?
Wenn innerlich ein lebendiges, attraktives Bild entstanden ist, kannst du anschließend eine Bestandsaufnahme machen:

  • Wie geht es meinem Geist, meiner Seele, meinem Körper?
  • Was ist gut? Was fällt mir schwer?

Und dann erst konkret überlegen:

  • Was möchte ich gern verändern?
  • Womit kann und will ich beginnen?

Analysieren
Auch Skalen von 0 (schlecht) bis 10 (spitze) können hilfreich sein.
Male für jeden Bereich eine Skala – einen Strich mit Zahlen von 0 bis 10 – und trage ein:

  • Aktueller Zustand: Wo stehe ich gerade? Notiere dazu: Was kennzeichnet den Zustand?
  • Wunschzustand: Wo möchte ich demnächst sein? Markiere den Punkt auf der Skala, schreibe das Datum dazu und beschreibe in Stichworten, was den verbesserten Zustand kennzeichnet.
  • Ideen: Notiere 10 Möglichkeiten, die dich vom aktuellen Zustand zum Wunschzustand bringen. Wähle 1 bis maximal 3 aus, die du konkret umsetzen willst.

Training – du musst es nicht alleine schaffen

Für diejenigen von euch, die so richtig weiterkommen möchten, biete ich auch Online-Trainingskurse an, die euch drei Monate auf eurem Weg begleiten.

Geist:

  • WUM – Wunder unter Menschen. Natürlich Gottes Kraft erfahren.
    http://dte-training.de/wum
    Der Kurs ist ideal für alle, die darin wachsen wollen, Gottes übernatürliche Kraft zu erleben und weiterzugeben.

Seele:

  • DAN. Dankbar alles nehmen [Das Glas ist voller als du glaubst!]
    http://dte-training.de/dan
    Die Wissenschaft bestätigt: Das Einüben von Dankbarkeit führt zu mehr Lebensfreude und Gesundheit.
  • SAM. Seine Arbeit meistern. Gelassen und entspannt arbeiten lernen.
    http://dte-training.de/sam
    Wer die Dinge im Griff hat, lebt mit mehr Ruhe und Kraft.
  • Dein gutes Leben. Jahrestraining nach dem SWING-Konzept.
    http://dte-training.de/swing
    Der Kurs ist ein Rundumprogramm für Körper, Seele und Geist.

Körper:    

  • LEA. Lebe endlich anders. Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung gewinnen.
    http://dte-training.de/lea
    Körperlichen und seelischen Ballast loswerden und neue Stärke gewinnen.

Die Kurse beginnen am 1. Tag eines Quartals.

NEU: Du kannst dir aber auch einen individuellen Starttermin auswählen und zum Beispiel sofort beginnen.

Ich hoffe, dass die Tipps und Ideen zu mehr Wohlbefinden an Geist, Seele und Leib zu finden – das ist mein Wunsch und mein Gebet für dich.

Und wo ich dich durch die Kurse oder Coaching dabei unterstützen kann, tue ich das gern.

WUNDERschön. Matthias Beyer bei mir an Bord

2016-11-17-21-08-03Es ist 12 Stunden her, doch in meinen Augen stehen immer noch die Tränen.

Mein guter Freund Matthias Beyer hat gestern Abend zusammen mit seinem Schwiegervater mein Schiff besucht.

Das Besondere: Ostern 2015 lag Matthias nach einem extrem schweren Schlaganfall – der Arzt hatte noch nie ein so großes Aneurysma gesehen – im Sterben. Die Ärzte hatten ihn aufgegeben. Es war nur noch eine Frage, wann die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet würden.

Sein Großhirn sendete über eine Woche lang keine Signale, die auf einem EEG messbar gewesen wären. Nur das Stammhirn zeigte noch milde Aktivität.

Und dann – überraschend, schockierend, beglückend – wachte Matthias wieder auf und erlangte sein Bewusstsein zurück. In meinem Blogbeitrag Das zweitbeste Ostern aller Zeiten hab ich die Details erzählt.

Ein Mann erzählte mir gestern, seine Frau, die sich als „nicht gläubig“ bezeichnet, hätte danach gesagt: „Was mit Matthias geschehen ist, fordert meinen Unglauben heraus!“

Und – entgegen aller ärztlichen Prognosen – erholte er sich zusehends und gewann Fähigkeiten zurück, die Ärzte nicht für möglich gehalten hätten.

  • Stehen, Gehen mit Stock, selbständig gehen.
  • Etwas Verstehen, Worte sprechen, Sätze sprechen.

Gestern unterhielt er sich vier Stunden lang mit verschiedenen Menschen. Fragte, wie es ihnen geht. Und erzählte wie es ihm geht.

Er sagte: „Ich bin noch nicht ganz gesund. Irgendwo in der Mitte. Ich kann noch nicht arbeiten (man beachte das noch in dem Satz!). Aber ich kann viel mehr sprechen als andere. Ich bin dankbar. Ich lebe!“

Sein Zustand jetzt

  • Er kann gehen, aber die rechte Seite ist noch eingeschränkt, ich weiß nicht, wie das medizinisch heißt, aber es sieht aus wie eine Spastik, Finger und Beine lassen sich nicht so leicht beugen und koordinieren.
  • Er kann sprechen und ist in 98% der Fälle gut verständlich…Deutsch fällt ihm leichter als Englisch. Manchmal spricht er leicht „nuschelnd“…kein Vergleich zu vor einem Jahr, als ich manchmal 10 Mal um Wiederholung bitten musste, bevor ich ihn verstehen konnte.
  • Die Fokussierung seiner Augen wird besser. Direkt nach dem Schlaganfall sah er alles x-fach. Das reduzierte sich auf 6, 5. 4. 3 – jetzt sieht er Dinge noch doppelt, was natürlich sehr anstrengend ist. Lesen und Schreiben ist noch nicht oder kaum möglich.
  • Er begreift und versteht Dinge viel besser, Komplexes oder Witze sind noch schwer. Als wir auf mein Schiff anstießen, und sein Schwiegervater sagte: „Trink nicht zu viel, sonst bekomme ich Ärger mit zwei Frauen!“ verstand er es nicht. Als ich es einfacher erklärte, verstand er es schon: „Wenn du zu viel trinkst, sind (deine Frau) Kim und (deine Schwiegermutter) Jody böse auf David, weil er nicht gut auf dich aufgepasst hat!“
  • Er ist präsent und reagiert – ganz andes als letztes Jahr im Dezember, wo er oft vor sich hinstarrte…

„Ich bin so dankbar… “

Diesen Satz hat Matthias gestern ein paar Dutzend Mal gesagt.

Ich bin auch sooo dankbar

  • Dass er lebt
  • Dass die Einschränkungen weit weniger schlimm sind als erwartet
  • Dass sein Gehirn und auch seine Seele (im Frühjahr war er oft niedergeschlagen) sich zunehmend erholt.
  • Dass wir gemeinsam mein Schiff bestaunen konnten.

Bitte betet weiter für ihn 

  • Dass die rechte Körperhälfte wieder voll funktionsfähig wird
  • Dass sein Gehirn sich schnell weiter erholt und Verstehen und Erinnern zunimmt
  • Dass seine Augen bald klar sehen

Die nächsten Schritte bis zum Ziel

Gerade tun mir alle Knochen weh. Richtig weh. 2016-03-19 13.58.24

Am Freitag und Samstag habe ich insgesamt etwa 18 Stunden am Schiff gearbeitet – und auch noch einen kompakten Workshop über Vergeben lernen  gehalten.

Ich habe Decken isoliert, Holz geschleppt, Metallplatten weggeräumt,  Anleitungen gegeben, Essen gekocht (ok….italienischer Eintopf aus der Dose) und und und….

Ich spüre den Zeitdruck, der durch Ankündigung von Bootsbauer Helge, dass er voraussichtlich nur bis Ende April hier sein wird, entstanden ist.  Wir haben schon soo viel geschafft, aber es ist noch soo viel zu tun:

  • 2016-03-19 12.32.30Installation von Dusche und Waschbecken
  • Decken im Seminarraum, Eingang, Steuerhaus
  • Möbel für Gästeküche und große Küche fertig
  • Boden und Wände fürs Steuerhaus
  • Schrank fürs Gästezimmer
  • Korkböden in ca. 80qm legen
  • Türen für Seminarraum und Bad
  • Treppe zum Gästebereich
  • Dachluken zum Lüften ins Metall schneiden
  • Gas für die Herde legen
  • Möbel für den Außenbereich bauen
  • Böden für die Decks

Das ist nicht mehr unendlich viel, aber doch mehr als ein Mann der Ahnung hat (Bootsbauer) und eine Frau, die weniger Ahnung hat (Ich) in den vier Wochen, die noch bleiben schaffen können.  Alle Dinge, die wir einbauen müssen in der Regel drei Mal gestrichen werden – es ist einfach ein Berg Arbeit.

2016-03-19 06.56.52Ich bin so tief dankbar für jeden Menschen, betet, gibt und der ein paar Stunden oder Tage mit anpackt, um das eigentlich Unmögliche – bis Sommer fertig werden, möglich macht. Wie die zwei,  die die Platten grundieren, die später an die Decke kommen – siehe Bild.  Wer weit weg von Berlin ist und trotzdem helfen mag, kann und darf für Segen beten und wenn er mag, gerne etwas für das Projekt geben. Oder Bücher kaufen – bei mir im Verlag oder von meinem Stapel gebrauchter Bücher.  Ein Pott 5 Liter Lackfarbe kostet ca. 25 Euro. Da hilft jeder Cent ein paar Tropfen oder Liter weiter.

Bei allen Herausforderungen – ich bin dankbar,  dass es bei und neben der harten Arbeit immer wieder wunderbare Momente gibt. Wie etwa als ich Samstag Morgen mit einer Kaffeetasse an Deck saß und ein Schwan angeschwommen kam.

Das Bild ist nicht bearbeitet. Der Moment war tatsächlich so. Ich fand es wunderschön.

 

Ziel in Sicht

ShipDer große Tag ist da. Und die gute Nachricht zuerst: Die Werftrechnung konnte komplett gezahlt werden.

Zum Teil mit Darlehn, aber zum allergrößten Teil aus den Geschenken, die ich erhalten habe – bisher über 15.000 Euro! In den letzten Tagen kam noch mal richtig viel Unterstützung rein – so dass die noch offene noch Summe jetzt „nur “ noch über 7000 Euro sind. Es ist  so wohltuend, dass „nur“ noch vier Stellen vor dem Komma sind.

Und das, was Menschen dazu schreiben, bringt mich nach wie vor zum Weinen – ich hätte mir nie träumen lassen, so viel Unterstützung und Hilfe zu bekommen.

Wir glauben an einen großen Gott und glauben an dich und dass er einen Plan mit dir und dem Schiff hat. Darum haben wir dir eben etwas überwiesen und segnen dich damit.

Oder:

Zum Geburtstag „zocke“ ich hoffentlich meine Gäste ab, indem ich sie für dein Schiffsprojekt begeistere, die Sparbüchse auffällig positioniere und ihnen zur Verstärkung gleich ein Quadro mitgebe! Dir wünsche ich im Gefühlsaufundab einfach nur wieder zur Ruhe zu kommen und das Wissen, dass du nicht alleine bist!!!

Es ist richtig unangenehm, plötzlich so ein Problem zu haben wie eine unerwartet riesige Werft-Rechnung. Und es ist richtig wunderbar zu erleben, wie Menschen ihr Herz und ihren Geldbeutel öffnen, um das Projekt zu unterstützen. Ich habe selten so viel vor Dankbarkeit geweint wie in den letzten Tagen!

Wer noch mithelfen mag, dass auch noch der Rest zusammenkommt und ich nicht monatelang – neben den laufenden Kosten – auch noch Darlehn abstottern muss, ist herzlich eingeladen, mitzuhelfen. Auch kleine Beträge helfen. Infos gibt es hier.

Schritt für Schritt

Das Bild zeigt das Unterdeck des Schiffes – entrostet und mit Korrossionsschutz versehen. Wer es vorher gesehen hat – vollgestellt mit Sachen und rostig – weiß wie gewaltig dieser Schritt ist!

Die meiste Arbeit schultert Karl, der Bootsbauer allein – er ist echt ein Held.

 

Ich bin so dankbar für jede Unterstützung – Menschen, die praktisch mithelfen…ein paar Stunden, einen Tag oder ein paar Tage – ihr seid in Hamburg, wo das Schiff noch liegt,  mehr als herzlich willkommen.

Und ich bin dankbar für finanzielle Unterstützung. Gestern erhielt ich eine Überweisung von Hannah, einer alleinerziehenden Mutter. Sie hat – obwohl sie selbst nur ein sehr geringes Einkommen hat – 15 Euro überwiesen…damit können wir eine Stunde das Boot renovieren…Mich hat das sehr berührt – wenn ich so etwas erlebe, kann ich vor Berührung nur weinen. . Am liebsten würde ich ihr eine Ehrenmedallie verleihen – ich bin einfach nur dankbar.

© 2017 Kerstin Pur

Theme von Anders NorénHoch ↑