Archiv für ‘Feiern’ tag
Feier-Tage
“Zu viel des Guten kann wunderbar sein.” sagte Mae West einmal. Recht hat sie. In dieser Woche stelle ich vermutlich meinen persönlichen Rekord auf, was das Feiern großer Feste angeht:
- Gestern: Weihnachtsfeier mit einem Berliner Redaktionsteam, dem ich angehöre. Ich gebe zu, wir waren diesmal wirklich spät dran. Aber einen Termin zu finden, an dem sechs Personen können, war – trotz Doodle – nicht so leicht.
- Freitag: Karfreitag. Erinnerung an das, was Jesus für mich und uns getragen hat. Tag der Dankbarkeit.
- Samstag: Hochzeit einer lieben Freundin.
- Sonntag: Ostern und mein Geburtstag.
Also in einer Woche, Weihnachten, Karfreitag, Hochzeit, Ostern und Geburtstag – das wird wohl nicht mehr so oft passieren. Ich werde es genießen und mich an jedem einzelnen Fest freuen.
Besondere Tage
Feiern – gehört zu den schönen Dingen im Leben. Feiern heißt, Höhepunkte, Besonderes, Einzigartiges und Bemerkenswertes auf besondere Art und Weise zu zelebrieren. Feiern kann man Erfolge, Verbundenheit (z. B. Hochzeitstage), das Leben (Geburtstag) und vieles mehr.
Ich genieße es, den ersten Tag des Monats zu feiern. Für mich sind Anfänge etwas Besonderes. Der erste Tag eines neuen Monats markiert so einen Anfang. 28 bis 31 Tage liegen vor mir, die ich gestalten und füllen kann.
Ich feiere diesen Tag, in dem ich ihn anders verlebe, als die anderen. Ich arbeite nicht “normal”, sondern gehe an einen schönen Ort (meist ein gemütliches Café), nehme mir Zeit zum Bummeln, Spazierngehen, die Gedanken schweifen zu lassen, zum Beten.
Aber auch zum Reflektieren: Ich sehe die Ereignisse und Projekte des vergangenen Monats durch z. B. eine Reise, ein Vortrag, zwei neue Publikationen (Klar führen und Im Bund mit Gott)….
Und ich nehme mir Zeit zum Planen und Gestalten. Ich überlege:
- Was will ich in diesem Monat gestalten?
- Was ist mir wichtig?
- Was sollte bis Ende des Monats geschehen sein, damit ich sage: Das war ein guter Monat?
Meist nehme ich mir einen ganzen Tag dafür.
Heute wird es wohl nur ein halber, weil ich noch ein paar Dinge erledigen will. Denn Morgen fahre ich für einige Tage wegfahre, um in Ruhe an einem neuen Buch zu schreiben….
Olé, Olé, Olé
Meinen Grund zum Jubel habe ich schon. Ich bin vor 2 Stunden Tante geworden. Von einem zukünftigen Fussball – Nationalspieler, der offensichtlich das Halbfinale nicht verpassen wollte. Olé, Olé, Olé!
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher. Russisches Sprichwort Liebe Freunde, das obige Zitat begleitet mich schon seit einigen Jahren. Es bringt mich immer wieder zum Schmunzeln, weil es so wahr ist. Klüger und um eine Erfahrung reicher ist man hinterher immer. Aber das Leben lebt sich leichter, wenn man VORHER klug ist. Wenn man in der Lage ist, Situationen gut einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Kurz: Wenn man weise ist. Im neuen Impulsheft "Worte der Weisheit. Zitate und Gedanken für umsichtiges Handeln" findest du die schönsten Zitate über die Weisheit. Sie geben dir Impulse, wie du selbst klug handeln und Fehler vermeiden kannst. Dort ist das obige Zitat enthalten. Und viele weitere. Wie immer attraktiv gestaltet - ein schönes, kleines Geschenk für dich selbst und andere. Du bekommst das Impulsheft für 2 Euro, den als 10er-Pack für 18 Euro. Du kannst es im Buchhandel [978-3-935992-89-3] oder bei dte@chrismedia24.de bestellen. Oder direkt bei uns im Shop. Da kannst du auch in das Heft reinlesen. http://www.down-to-earth.de Neu - Leseproben zum Blättern Wir haben seit kurzem Leseproben, in denen man richtig herumblättern kann. Du kannst sie mit einer persönlichen Empfehlung, die du mit einem elektronischen "Klebezettel" auf der Leseprobe anbringt, an deine Freunde verschicken, denen du das Impulsheft empfehlen möchtest. Viel Spaß damit. http://book2look.de/vBook.aspx?id=qJdhBfj8Oa&ruid=0&euid=1264609&referURL=book2look.de Andere Leseproben zum Blättern findest, wenn du bei http://book2look.de/ "Kerstin Hack" oder "Down to Earth" als Suchbegriff eingibst. Weisheit verschenken Außer "Worte zur Weisheit" gibt es in der Worte-Serie noch sieben weitere Titel. Die schönsten Zitate zu Liebe, Hoffnung, Leben, Segen, Trost, Freundschaft und Stille. Die Worte Serie eignet sich besonders gut zum Verschenken. Die Impulshefte eignen sich besonders gut als Geschenke z. B. für das Hotelpersonal im Urlaub, die Freunde, die währenddessen deine Blumen gießen. Oder auch einfach so, um einem Menschen eine Freude zu machen. http://www.down-to-earth.de Weisheit - von euch lernen Zur Weisheit gehört auch, dass man von anderen lernt. Ich beschäftige mich gerade viel mit der Frage, in welche Richtung wir Down to Earth am besten weiterentwickeln. Hier würde ich gern deine Gedanken mit aufnehmen. Du kannst mir helfen, indem du mir deine ganz persönliche Antwort auf die zwei unten stehenden Fragen gibst. Entweder per Mail oder noch besser als Kommentar in der Lesbar http://lesbar.down-to-earth.de/ - Wie hat Down to Earth dein Leben am meisten bereichert? - Was wünscht du dir in Zukunft von uns? Ich bin sehr gespannt auf deine Antworten. Für Heute wünsche ich dir, dass du die Aufgaben, die jetzt für dich anstehen, mit Weisheit bewältigen kannst. Von Herzen Kerstin Hack und das Team von Down to Earth **************************** Dieser Newsletter ist ein Service des Down to Earth Verlags, Berlin. Er kann auf der Homepage des Verlags bestellt oder im eigenen Benutzerkonto abbestellt werden: http://www.down-to-earth.de Oder per mail an: info@down-to-earth.de Down to Earth Verlag - Laubacher Str. 16II - 14197 Berlin Gedanken verändern Leben Inhaberin: Kerstin Hack Tel: 030 - 822 79 62 Fax: 030 - 89731670 Ust.ID: DE 207 522 111 ****************************
Ost und West und Handeln
Der Städtetrip nach Krakau hat sich gelohnt. Eine Welt, die ich kaum kannte. Ich habe durch Begegnungen, Ausstellungen und Stadtführern die vielfältigen Brüche in der Geschichte Polens verstanden. Es ist krass, wie oft und wie lange dieses Volk fremdbestimmt und von anderen Mächten beherrscht war.
Die Geschichte der Juden Krakaus ist erschütternd. Im Mittelalter hieß es: “Polen ist die Hölle für Bauern, der Himmel für Adlelige, das Paradies für Juden.” Das hat sich in der Besatzungszeit von 1939 – 1945 drastisch geändert, vor allem 1942. Mehr als 50% aller polnischen Holocaust-Opfer wurden von März 1942 – Februar 1943 ermordet.
Manches habe ich erst vor Ort so richtig begriffen – etwa, was es konkret heißt, in einem Ghetto leben zu müssen. 17.000 Krakauer Juden wurden aus ihren Wohnungen vertrieben und mussten sich in einem eigenen Judenbezirk ansiedeln. Der bestand aus 320 Häusern, in denen vorher etwa 3000 christliche Polen gelebt hatten. Also etwa 10 Personen pro Haus. Die Häuser waren klein, oft nur einstöckig (siehe Bild, die Dachgauben sind neu hinzugefügt). Die christlichen Polen wurden vertrieben, Juden einquartiert. Dort, wo vorher 10 Personen in einem Haus gewohnt hatten, wohnten nun 50 Menschen unter einem Dach. Jeder hatte 2qm zur Verfügung. Das hat für mich den Begriff “Ghetto” mit viel klareren Bildern und Vorstellungen gefüllt, als ich sie bislang hatte.
Viele Menschen haben weggesehen. Andere haben den Juden der Stadt geholfen.
- Ein polnischer Junge, der 3 Laib Brot aus der Straßenbahn warf, die durchs Ghetto fuhr, um den notleidenden Menschen zu helfen.
- Ein polnischer Apotheker, der im Ghetto blieb, für die Juden Nachrichten und Geld schmuggelte und sie mit Haarfärbemittel versorgte, damit sie jünger wirkten und so – vielleicht – den Transporten nach Auschwitz entgehen konnten.
- Ein alter Herr, der als er sah, wie Juden, die zwangsweise Schnee räumen mussten und von Umstehenden mit Schnee und Eis beworfen wurden, mit einem Tablett mit Tee und Wodka nach draußen ging und es Ihnen mit den Worten anbot: “Meine Herrschaften, würden Sie mir die Ehre erweisen…”
Was führt dazu, dass die einen wegsehen…und die anderen sich von der Not bewegen lassen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen? Diese Frage habe ich aus Krakau mitgenommen.
Abschied vom Bundespräsidenten
Vor sechs Jahren gab es am Brandenburger Tor ein rauschendes Fest. Der Amtsantritt des neuen Bundespräsidenten Horst Köhler wurde gefeiert. Ich war dabei. 500 Karten für das Fest wurden an Bürger verlost. Ich gewann zwei davon und nahm mit einem Freund am Fest zur Amtseinführung teil.
Selbst die Sonne ließ es sich – nachdem es den ganzen Tag geregnet hatte – nicht nehmen, am Fest teilzunehmen und beleuchtete die Fassaden rund um den Pariser Platz in warmen Abendgelb.
Klassische und moderne Musik, kurze Reden, leckeres Essen – ein wunderbares Fest. Das silberne Blechdöschen, das vor jedem Platz stand und in dem kleine Blumen als Tischdeko steckten, ist mittlerweile verrostet. Aber die Erinnerung an den Abend ist noch sehr lebendig.
Gegen Ende des Abends ging ich noch einmal an die Bühne, um die Musiker aus der Nähe zu sehen – und stand genau im Weg, als Herr Köhler und seine Frau gingen. Wir wechselten ein paar Worte, er fragte mich, wer ich bin. Ich war so aufgeregt, dass ich nur stottern konnte (keine Ahnung, was davon er in Erinnerung behalten hat), aber ich habe ihm gesagt, dass viele Menschen sich freuen, dass er Bundespräsident geworden ist und dass viele für ihn beten.
Vielleicht zu wenige, um ihm den Rückhalt spüren zu lassen, den er angesichts massiver Kritik und des Bedürfnisses nach Wertschätzung gebraucht hätte. Ich finde es sehr traurig, dass er geht. Hätte ihn noch gern länger als mein Oberhaupt gehabt.




