Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Frauen

Wie gehen wir mit Frauen um?

„Der Maßstab für jede Gesellschaft liegt darin, wie sie ihre Frauen und Mädchen behandelt“ –  Michelle Obama

In einer westlichen Demokratie brüstet sich ein Präsidentschaftskandidat damit, dass ein Mann, so bald er Macht hat, mit Frauen machen kann, was er will – und damit durchkommt. Michelle Obamas Satz bezieht sich auf ihn, doch geht weit darüber hinaus.

Vielleicht blickt sie auch zurück auf die Zeit in der Männer das gesetzliche Recht hatten, über alles zu bestimmen, was ihre Frauen taten: Beruf, Finanzen, Sexualität. Das wird in dem Film Die göttliche Ordnung über den Kampf der Schweizerinnen für das Wahlrecht eindrücklich geschildert.

Starke Frauen. Von Kerstin HackIch habe mich in den letzten Monaten intensiv mit der Frage beschäftigt, ob das Kleinhalten und Ausgrenzen von Frauen, das in manchen christlichen Kreisen noch praktiziert wird, tatsächlich vom Wort Gottes her haltbar ist. Und das Quadro Starke Frauen. Befreiende biblische Perspektiven zu dieser Frage veröffentlicht.

Für mich ist klar:  Ja, auch die Gesundheit einer christlichen Gemeinde kann man daran erkennen, wie sie mit Frauen umgeht, sie fördert, schätzt und ihnen den Raum gibt, die Gaben auszuleben, die der Vater ihnen zum Wohl aller anvertraut hat.

Kürzlich habe ich, weil ich das Thema gern noch tiefer verstehen will, das Buch Fashioned to reign  von Kris Vallotton gelesen. Er setzt sich darin mit zwei Fragen auseinander:

  • Dürfen Frauen in Gemeinde und Gesellschaft leiten?
  • Wie sieht weibliche Leiterschaft aus?

Zur ersten Frage kommt er nach gründlicher Analyse der biblischen Texte zu einem klaren „Ja“.  Er findet fundierte, plausible Erklärungen für einige der „schwierigen Stellen“. Eine Sache, die für mich neu war: Es gibt in den 66 Büchern der Bibel nur drei Bücher, in denen Stellen vorkommen, die die Leitung von Frauen einzuschränken scheinen. Das sind Briefe von Paulus an Gemeinden oder Leiter von Gemeinden, die sich in Ephesus, Korinth und Kreta (Titusbrief) an Orten.

Dort gab es einen sehr stark ausgeprägte Verehrung weiblicher Gottheiten gab – mit den dazugehörigen Vorstellungen, von denen sich auch die jungen Christen noch nicht gelöst hatten.  Bei vielen seiner Briefe schreibt Paulus am Ende, dass auch andere Gemeinden sie lesen sollen. Bei den drei Briefen mit den schwierigen Stellen tut er das nicht. Das kann als ein Hinweis darauf verstanden werden, dass die Ausführungen sich auf eine spezifische Situation, nicht auf alle Frauen an allen Orten zu verstehen sind.

Bemerkung von mir: Es kommt ja auch niemand auf die Idee, die Aufforderung an den an Magenproblemen leidenden Timoteus „Nimm etwas Wein für deinen Magen, trink nicht nur Wasser!“ als allgemeingültige Regel für alle Christen zu verstehen.

Interessanterweise schreibt Vallotton, dass die Frage nach der Art wie Frauen leiten für ihn weit herausfordernder war als die Frage, ob und wo sie leiten dürfen?

Wie leitet eine Frau?

Er gibt die Antwort, indem er fünf verschiedene Frauen beschreibt, die auf ganz unterschiedliche Weise leiten: Durch Sensibilität gegenüber dem Heiligen Geist, durch starkes Durchhaltevermögen und Solidarität, durch die Fähigkeit, Vision vor Augen zu malen, durch tiefes Mitgefühl mit den Armen und Schwachen und Vorbild sein oder auch durch gelebte Integrität.

Leiter sein kann heißen, vorne zu stehen und anderen zu sagen, wo es lang geht. Es kann aber auch heißen, etwas zu entwickeln, zu gestalten.

Ich bin glücklich, dass wir im Verlag eine Reihe von Kompaktbiographien über einige leitende Frauen herausgegeben haben und jeweils beschreiben, was diese Frauen in der Welt geleistet haben.

Weltveränderer Frauen

  • Sophie Scholl
  • Margarethe Steiff
  • Aung San Suu Kyi
  • Hildegard von Bingen
  • Marie Curie
  • Helen Keller
  • Coco Chanel
  • Mutter Teresa
  • Astrid Lindgren

Sie haben Spuren hinterlassen.

Sie haben unsere  Welt schöner, freier, mutiger und gesünder gemacht. Es lohnt sich, ihre Geschichten zu kennen und sie den eigenen Söhnen und Töchtern zu erzählen. Damit sie auch zu Menschen werden, die etwas in dieser Welt prägen.

Ich wünsche mir, dass in unserer Gesellschaft und gerade auch in den christlichen Gemeinden, Frauen Raum gegeben wird, das Potential zu leben, das in ihnen steckt – ob as nun Lehre oder Forschung, Politik oder Wirtschaft, Seelsorge oder Design ist.

 

Als Frau in christlichen Kreisen stark sein – erlaubt?

45443_10150269187565249_4517196_n„Was – in der Gemeinde hat noch nie eine Frau gepredigt – und die nehmen als erste dich – mit deiner ganzen Unkonventionalität – nicht eine gesetztere Frau?“ Meine beste Freundin sprach mal wieder ziemlich direkt aus, was sie dachte.

Es war tatsächlich so – in dieser modern-konservativen Gemeinde (modern von Musik und Technik her, konservativ von den Traditionen) war es einer Frau noch nie erlaubt worden, sich in einem Sonntagsgottesdienst hinter das Rednerpult zu stellen. Bei Seminaren, in der Jugendgruppe ja  – aber nicht im Hauptgottesdienst.  Die traditionelle Meinung war. Lehre und Predigt ist Männern vorbehalten.

Diese Tradition überprüfte man, betrachtete die biblischen Aussagen genauer und der Großteil der Leitung kam zu dem Ergebnis: Einige der Bibelstellen, die Frauen das Leiten und Lehren verbieten zu scheinen, sind tendenziös übersetzt oder aus dem Kontext gerissen: die berühmte Stelle mit dem Schweigen der Frau in der Gemeinde befindet sich in einer Passage, wo den unterschiedlichsten Gruppen gesagt wird, sie sollen – zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Kontexten – schweigen. Bei den Frauen bezieht sich das Schweigen auf Fragen,  die sie nicht zwischendurch stellen, sondern liebe zu Hause den (damals meist gebildeteren) Mann fragen soll.

Die Gemeinde hatte sich also entschieden, eine Frau sprechen zu lassen – mich. Protest gab es trotzdem. Einige, die mit der Entscheidung nicht einverstanden waren,  verließen demonstrativ den Raum, als ich zum Sprechen nach vorne ging. Andere kritisierten hinterher meine Brille, die mein Gesicht verdeckt hat (ich hatte eine Bindehautentzündung und trug ausnahmsweise keine Kontaktlinsen – werden predigende Männer auch für ihre Brillenmode  kritisiert?). Oder auch dafür, dass ich kein Power Point verwendet hatte (ähm… hat Paulus Power Point genutzt).

Nichtsdestotrotz: Ich hab´s überlebt. Die Gemeinde auch. Seitdem sind 10 Jahre vergangen.  In vielen Christlichen Gemeinden hat man ein wertschätzendes Miteinander zwischen Männern und Frauen gefunden, die gemeinsam ihre von Gott geschenkten Gaben – auch die Gaben von Lehre und Leitung – zum Wohl aller einsetzen. Hat Worte wie Gal. 3, 28, die betonen, dass Christus die herkömmlichen Beurteilungs- und Bewertungskategorien (Rasse, Herkunft, Status, Geschlecht) aufgelöst hat: „in Christus zählt weder Mann-Sein noch Frau-Sein etwas).

An anderen Orten und in manchen Gemeinden hat man noch keine klare Position gefunden. Und manche Frauen suchen nach wie vor für sich den Weg, wie sie sowohl ihre von Gott geschenkten Gaben nutzen, aber auch  die Bibel ehren und achten können, die das Ausleben dieser Gaben an manchen Stellen einzuschränken scheint.

Für die Männer und Frauen, die diese Fragen bewegen, habe ich mich in den letzten Monaten noch einmal intensiv mit den ganzen Fragen, Meinungen und Positionen rund um das Thema „Frauen, die leiten und lehren“ auseinandergesetzt. Und dann habe ich dazu ein neues Quadro geschrieben:

Starke Frauen. Befreiende biblische Perspektiven.

45494_10150269190115249_2221367_nMir war wichtig, zuerst einmal deutlich zu machen, wozu es keinen Zweifel gibt. Das Quadro zeigt deshalb zuerst das Viele auf, was klar ist: Dass Gott Männer und Frauen begabt und beauftragt hat, dieser Erde und den Menschen und Geschöpfen auf ihr Gutes zu tun. Sie sollen Gottes liebevolle Herrschaft als seine Gesandten auszubreiten.

Das ist der Auftrag. der beiden Geschlechtern gemeinsam gegeben wurde und den Gott zu keinem Zeitpunkt zurückgenommen oder nur noch einem der beiden Geschlechter anvertraut hätte. Und das, obwohl natürlich manches in beiden Geschlechtern zerbrochen ist und geheilt werden darf.

Klar ist auch, dass es durch die biblische und weltliche Geschichtsschreibung hindurch unzählige Frauen gab, die genau das getan haben. Sie haben die Welt mit ihren Gaben und Talenten und mit ihrem Mut gesegnet – manchmal still im Hintergrund, manchmal vorne dran. Einige der Frauen, die auf ihre Art und Weise geleitet und ihre und unsere Welt geprägt und verändert haben, stelle ich in dem Quadro ebenfalls vor.

Neben dem Vielen, was klar und eindeutig ist, gibt es einiges, was verwirrt und nicht zu passen scheint. Ich bin in dem Quadro auch auf diese schwierigen Stellen eingegangen – manche Spannungen lassen sich relativ leicht auflösen, wenn man den Kontext näher betrachtet. Andere nicht. Das habe ich ehrlich formuliert und stehen gelassen.

Mir hat es gut getan, mich noch einmal intensiver mit all dieser Thematik  zu beschäftigen. Es hat mir – neben einigen Fragen, die bleiben – vor allem neu die Klarheit geschenkt. Es kommt nicht so sehr darauf an, welche Chromosomen wir in uns tragen, sondern welchen Herrn!

Soweit in Kürze. Ausführlicher zu all den Themen dann in dem Quadro, von dem ich mir erhoffe, dass es vielen beim Sortieren hilft und Klarheit schenkt.

Mein Tipp:

Bestelle es dir gleich hier – am besten gleich einen 10er Pack– eines für dich und neun zum Verschenken an andere, die sich bei der Fragestellung Klarheit und einen festen Stand wünschen oder es gebrauchen könnten! 

Bin ich ein richtiger Mann?

4 Open Door IBin ich ein richtiger Mann? Nachdem ich mich in letzter Zeit mit Prinzessinnen, Königinnen und Frauenrollen auseinander gesetzt habe, beschäftigt mich gerade die Frage „Bin ich ein richtiger Mann?“ – eine Frage, die einige Männer in meinem Umfeld tief bewegt.

Ich fand das zuerst überraschend. Ich frage mich eigentlich nie „Bin ich eine richtige Frau?“  Vielleicht liegt das daran, dass ich im Teenie-Alter Yentl gesehen habe. Ein wunderbarer Film mit Barbara Streisand in der Titelrolle. Sie spielt Yentl, eine Frau, die kluge, theologische Bücher weit spannender findet als Kochtöpfe. Ich würde keinem Menschen empfehlen, sich den Film mit mir anzusehen – ich habe die Filmmusik so oft gehört, dass ich alle Lieder fast auswendig kann und leidenschaftlich gern laut mitsinge – leider nicht so gut wie Barbara Streisand…

Im Film wird die kluge, aber nicht sonderlich hübsche, flachbrüstige Yentl mit einer anderen Frau kontrastiert: Hadass mit goldbraunen Locken, lieblichen Gesicht und „ribbons und laces in all the right places“ (Bänder und Besatz genau am richtigen Platz). Yentl staunt über diese Frau und blickt zugleich etwas auf sie herab: „No wonder she is pretty – what else should she be!“ (Kein Wunder, dass sie schön ist, was für Möglichkeiten hat sie denn sonst?).

Die Frauen lernen sich kennen und schätzen. Am Ende blickt Yentl weiterhin fasziniert auf Hadass und auf sich „She is the wonder of wonders…she is mother and lover and sister… she is woman…and so am I!“ (Sie ist Mutter und Schwester  und Geliebte – sie ist das Wunder der Wunder – eine Frau und ich bin es auch!

Ich bin Verlegerin, Autorin, Lebenskünstlerin, Schutzspenderin und Schutzbedürftige, Starke und Schwache Person, mutig und ängstlich, Leiterin und Lernende. Manchmal in schönen, weichfließenden Kleidern. Manchmal in unförmigen Arbeitsklamotten voller Baustaub und mit zerbrochenen Fingernägeln. Ich kann trotz unterschiedlicher Ausprägungen und Rollen sehen: So kann Frau-sein gelebt werden. Und anders auch. Das habe ich durch Yentl tief begriffen. Die Frage „Bin ich eine richtige Frau“ stelle ich seit Jahrzehnten nicht mehr. Und bin sehr dankbar dafür.

Bin ich ein richtiger Mann? 

Diese Frage irritiert mich. Denn wenn es richtige Männer geben soll, impliziert das ja, dass es auch falsche Männer gibt. Was ist ein falscher Mann? Aus meiner Sicht gibt es nur Männer (das sind Menschen mit einem X und einem Y Chromosom. Und es gibt Nicht-Männer oder Frauen. Die Menschen mit zwei X Chromosomen). Von den ganz wenigen Intersexuellen Menschen abgesehen, gibt es nur Männer und Frauen. Eigentlich müsste man die Frage gar nicht stellen. Denn es gibt ja nur richtige Menschen… richtige Männer und richtige Frauen. Offensichtlich ist es nicht so einfach, denn sonst hätten Millionen Männer, die diese Frage beschäftigt, sie schon längst beantwortet „Ach ja es gibt keine falschen Männer. Nur Männer. Also bin ich ein Mann. Ein richtiger Mann!“

Wer gibt die Antwort auf die Frage „Bin ich ein richtiger Mann?“

Wenn man sich eine Frage stellt, dann sucht man Antwort. Die Frage ist nur, von wem man die Antwort erwartet. Mir fallen vier Optionen ein:

  • Von anderen Männern
  • Von Frauen
  • Von Gott
  • Von sich selbst

Ich frage mich, wie man(n) hofft, Antworten auf diese Frage zu finden. Mal angenommen andere Männer, Frauen, Gott und man selbst würde sagen: „Ja, du bist ein richtiger Mann!“ Würde das das den Knoten im Herzen lösen? Das Suchen beenden?

Welche Kriterien gelten für einen „richtigen“ Mann?

Es stellt sich mir die Frage: Nach welchen Kriterien bestimmen andere Männer, Frauen, Gott und man selbst, wer ein „richtiger Mann“ ist? Das ist – zu allem Überfluss auch noch regional verschieden. Wer in Stuttgart als „richtiger Mann“ gilt ist es in Berlin auf Grund anderer Werte noch lange nicht. Und umgekehrt. Und ob der Berliner in Abu Dhabi oder Neu Delhi als „richtiger“ Mann anerkannt würde, wäre dann die nächste Frage.

Ich halte es für sinnvoll, sich die unbewussten Kriterien für „richtiges Mannsein“ bewusst zu machen. Dem Stier in die Augen zu schauen und die Frage frontal anzupacken: „Sag mir, was macht einen richtigen Mann aus?“ Und dann alle Antworten, die man findet, aufzuschreiben… um Klarheit zu finden: Will ich mich daran messen (lassen) oder lieber nicht?

Und vielleicht jenseits von allem „richtig“ und „falsch“ zu der Erkenntnis kommt: Ich bin ein Mann. Das genügt. 

Welche Fragen stehen hinter der Frage „Bin ich ein richtiger Mann?“

Wenn ich mich in den Fragenden hineinversetze, ahne ich, dass dahinter andere Fragen stehen, Bedürfnisse, die nicht befriedigt sind, Unsicherheiten, die Sicherheit suchen, Sehnsüchte, die nicht gestillt sind. Ich vermute etwa folgende Fragen hinter der Frage:

  • Erhalte ich Anerkennung von Menschen?
  • Erhalte ich Wertschätzung von den Menschen, deren Meinung für mich zählt? Wer ist das?
  • Gelingt mir Verbindung zum anderen Geschlecht?
  • Kann ich bei Gott sicher sein?
  • Kann ich „ja“ zu mir, meinen Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Grenzen sagen?

Ich vermute, dass die Frage immer dann auftaucht, wenn Schmerz und Unsicherheit sich breit macht. Wenn das Leben nicht so gelingt, wie erhofft. Wenn man Schwäche im Körper, in der Seele und der Sexualität spürt. Wenn man beim Vergleichen mit anderen vermeintlich schlechter abschneidet. Wenn Scheitern an der Identität kratzt.

Ich vermute, die Frage „Bin  ich ein richtiger Mann“ ist nichts anderes als der Versuch, die emotionale Unsicherheit, die man spürt, auf rationaler Ebene – durch eine Frage – lösen zu wollen. Die Strategie geht vermutlich nicht auf – deshalb ist die Frage seit Jahrhunderten präsent.

Ich fürchte, so wird man nie eine innerlich tief befriedigende Antwort finden. Im Vergleich wird es immer Männer geben, die „richtiger“ sind…stärker, mutiger, erfolgreicher… Und weil selbst ein „Ja, du bist ein richtiger Mann!“ den Kern nicht trifft. Vielleicht ist die Frage „Bin ich ein richtiger Mann?“ nur eine Flucht vor den anderen Fragen?

1 TemptationMutiger, stärker und männlicher könnte es vielleicht sein, auch hier den Stier an den Hörnen zu packen und sich zu fragen:

  • Was fühle ich wirklich, wenn mir diese Frage „Bin ich ein richtiger Mann?“ durch den Kopf geht? Oder noch präziser: Was fühlte ich in dem Moment kurz bevor ich mir die Frage gestellt habe (z. B. Unsicherheit, Traurigkeit)?
  • Was brauche ich wirklich (z. B. Bestätigung, Trost, Ermutigung)?
  • Wer kann mir das geben? (Das kann ein anderer Mensch sein, Gott oder auch man selbst… es ist kein bisschen unmännlich, sich selbst Trost und Mut zuzusprechen… kämpferische, starke, poetische Männer und Liebhaber wie David haben das in den Psalmen immer wieder getan z B. Psalm 42)?

3 Welcome Celebration IIIWenn ich Filmemacherin wäre, dann würde ich vielleicht einen Film machen, in dem ein softer, poetischer, zurückhaltender Mann einem durchsetzungsstarken, bäumefällenden Kraftprotz begegnet – und die beiden die Schätze aneinander entdecken. Nicht mehr nach richtiger und falscher Männlichkeit fragen. Sondern einfach nur gemeinsam singen: „Ich bin ein Mann!“

Was denkt ihr? Liege ich mit meinen Vermutungen richtig? Falsch? Welche ergänzenden Gedanken und Kommentare habt ihr? Ich bin gespannt.

Bilder auf dieser Seite stammen von dem Künstler Wolfgang Tonne.

 

 

 

Die ultimative Männer – Checkliste

Mein Patenkind (11 Jahre) hat mir vor einer Weile mal  erklärt, worauf man als Frau bei der Auswahl eines Partners achten sollte. Ich finde ihre 10-Punkte Liste durchaus spannend.Formulierungen sind Orginalton von ihr – ich hab so schnell ich konnte mitgeschrieben.

 

  1. Er sollte keiner sein, der Hitler mag.
  2. Er sollte kein Mann sein, der nur eine Frau will, die für ihn die Wäsche macht.
  3. Am besten ein Pflanzenfreak oder Hobbykoch, win man ja als Frau ja auch nicht immer kochen will.
  4. Er sollte im gleichen Alter sein, denn ein ein 80-Jähriger einer 20-Jährige heiratet, will die doch nur das Geld. Er sollte höchstens 10 Jahre älter sein – optimal sind drei.
  5. Er sollte nicht alkohol- oder drogenabhängig sein – Rauchen wäre gerade noch ok.
  6. Er sollte nicht jemand sein, der immer nur an sich denkt, sondern auch an die Anderen.
  7. Er sollte sich nicht nur für sich interessieren, aber auch nicht nur für die anderen – sondern auch auf die eigene Gesundheit achten.
  8. Er sollte kein Moschusparfüm verwenden, weil Männer, die das tun, die sagen nur „Komm du mal her.“
  9. Er sollte einen heiraten, weil er einen mag, nicht wegen dem Geld.
  10. Man selbst sollte ihn mögen.

Männer und Frauen – Hafiz

Wie fühlt es sich an, ein Herz zu haben

Eines Tages fragte mich eine junge Frau:
„Wie fühlt es sich an, ein Mann zu sein?“
Ich antwortete ihr:

„Meine Liebe,
das weiß ich nicht so genau.“

Darauf antwortete sie:
„Wieso – bist du denn kein Mann?“

Dieses Mal antwortet ich:

„Für mich ist Geschlecht
wie ein wunderschönes Tier
das die Menschen oft an einer Leine
vor sich her Parade führen
und das sie manchmal benutzen
um auf merkwürdige Weise miteinander in Wettbewerb zu treten
um komische Preise zu gewinnen.

Meine Liebe,
eine bessere Frage,
die du mir, Hafiz, hättest stellen können,
wäre gewesen:

Wie fühlt es sich an, ein Herz zu haben?

Denn alles, was ich kenne ist die Liebe.
Und ich finde in allem und überall
mein unbegrenzt weites Herz.“

Hafiz

© 2017 Kerstin Pur

Theme von Anders NorénHoch ↑