Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Gebet (Seite 1 von 3)

Alle Mann an Bord – schnell!!!

NEIN, nicht auch das noch!

Am Samstag Abend eröffnete mir Helge, dass er voraussichtlich nur noch bis Ende April hier ist. Sein bester Freund arbeitet auch an einem Projekt und braucht dringend Hilfe. Helge ist gelernter Bootsbauer und er hat in den letzten Jahren auf Honorarbasis bei mir an Bord gearbeitet und den Umbau planerisch und praktisch mit betreut. Ohne seine Erfahrung und sein Wissen wäre das Projekt – bei aller Hilfe durch Freunde – nicht möglich gewesen.

Ich hatte geplant, bis zum Sommer weiterzubauen und dann einzuziehen und hielt das für realistisch. Es fehlen noch einige Einbauten in Schlafräumen und Küchen, Korkfussboden, Notfallpumpen, zwei Türen, Oberlichter und Deckenverkleidung im Seminarraum und Eingangsbereich und der komplette Ausbau von Steuerhaus / Büro. Und Holzböden an Deck. Nichtmehr so viel, doch mehr als man in vier Wochen zu zweit – Helge und ich – schaffen kann. Ich war geschockt, wollte weinen, aber selbst die Tränen blieben mir im Hals stecken.

In der Nacht habe ich unruhig geschlfen und geträumt, dass ich mit dem Rad unterwegs war und plötzlich nicht weiter konnte, weil eine Flut, in der auch kleinere Eisberge schwammen mir den Weg versperrte. So ähnlich fühlt sich das gerade auch an. Im Traum gab mir dann jemand noch den etwas kryptischen Rat, ich solle nicht messen, sondern rechnen (ich nehme das mal als Impuls, nicht die viel zu kurze Zeit zu messen, sondern mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten zu rechnen).

Am Morgen hab ich dann gemacht, was ich bei Krisen immer mache: Erst mal mein Herz sortiert und bei meinem Gott ausgeschüttet. Und ich habe mich gefragt, was für mich das schlimmste alle Szenarien wäre.

Ergebnis – die schlimmsten und besten Szenarien

Am Schlimmsten wäre es für mich, im Sommer aufs Schiff zu ziehen, um doppelte Miete zu sparen und dann im Herbst, wenn Helge wieder Zeit hat – noch mal wochen- oder monatelang eine Baustelle an Bord zu haben, während ich schon dort lebe und arbeite. Das wäre ein Alptraum. Ich sehne mich sooooo sehr danach, fertig zu sein. Und das Projekt abzuschließen.

Am zweitschlimmsten wäre es, wenn sich der Einzug weiter verzögert, ich dann aber später als geplant auf ein fertiges Schiff ziehen könnte.

Am Schönsten wäre es, in den nächsten 6 – 10 Wochen bis Ende Mai sehr viel Hilfe bekommen, so dass das Schiff Ende Mai tatsächlich fertig ist und ich im Juni einziehen kann. Ich werde selbst meine Arbeitszeiten an Bord zu erhöhen: Bisher war ich Mittwoch Nachmittag und Samstags hier. Jetzt will ich zusätzlich auch Freitag Nachmittag kommen.

JA, so könnte es gehen

Gebet

Rechnen mit Gottes Hilfe. Ihr könnt mit mir beten….

  • dass Helge so lange bleiben kann, wie es für ihn und mich gut ist.
  • dass in den nächsten Wochen sehr viele Helfer an Bord kommen – gerade auch solche, die handwerkliche Erfahrung haben und eigenständig arbeiten können.
  • dass ich im Juni (10. Juni) einziehen kann und  das dann Schiff fertig ist (keine großen Baustellen mehr)
  • dass ich Gelassenheit und Frieden bewahre… Heute nacht hab ich geträumt, dass wir auf einer Konferenz auf Schweizerdeutsch gesungen haben: „Lehn dich bei mir an“ und mir jemand seinen starken Rücken zum Anlehnen angeboten hat. Ein Trost.

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  • Ihr  könnt mich für die Endphase finanziell unterstützen – das würde es mir ermöglichen, Material zu kaufen und ggf. Aufträge an Fremdfirmen zu geben, um die Prozesse zu beschleunigen. Ich brauche noch einige Tausend Euro für Holz, Türen, Fussboden, Farbe. Ich freue mich wirklich mich aber über jeden Euro (5 Euro = ein kleiner Topf Farbe). Fragt mich gern nach meiner Kontonr – Paypal kriselt gerade.
  • Ein Darlehn könnte beim Endspurt auch helfen.

Helfen

  • Wenn ihr ein, zwei oder mehr Tage an Bord kommen und helfen könnt wäre das eine große Hilfe. Man kann am Schiff bereits komfortabel übernachten und sogar warm duschen!
  • Wenn ihr Leute kennt, die gern handwerklich tätig sind, erzählt ihnen von dem Projekt und ladet sie ein, zu kommen.
  • Wenn ihr in Berlin oder Umgebung wohnt, ist es auch eine Hilfe, wenn ihr nur mal für zwei oder drei Stunden kommt.  Jeder Handgriff zählt.Ich bin wie gesagt in der Regel Mittwoch und Freitag Nachmittag und Samstag an Bord, Helge Mo – Sa ganztägig.

Bild: Schubladen für einen Wandschrank. Auf Maß gefertigt, weil ein Schiff unten schmaler ist als oben und vorne schmaler ist als weiter hinten:

Ein ganz normaler Tag mit Gott

CIMG0121 (2) 730_319Derzeit passiert so viel, dass ich mit dem Schreiben kaum hinterher komme. Am Samstag war so ein „ganz normaler Tag mit Gott“.

Manche Tage sind weitgehend ohne große neue Erkenntnisse. Einfach normale Tage mit einem Gott, der mir begegnen will. Und durch mich anderen. Und durch andere mir. Mein tägliches Gebet ist: „Herr, gebrauche mich, um etwas von deinem Reich in meiner Welt sichtbar werden zu lassen.“ An diesem Samstag sah das so aus.

Samstag ist mein Schiffstag. Ich gehe zu meinem Schiff und helfe bei den Bauarbeiten mit. Ich empfand, dass ich zu einer bestimmten U-Bahn Station gehen sollte. Ich erlebe das relativ häufig, dass ich Gottes leise Stimme höre. Manchmal erkenne ich im Nachhinein den Sinn einer Anweisung. Oft auch nicht. Aber das ist ok. Ich vertraue, dass er schon weiß, was er tut.

Ich bin am Leben, weil ich so einem kleinen Impuls gefolgt bin. Vor Jahren luden mich Freundinnen zu einem Ausflug ein. In letzte Minute entschied ich mich, nicht mitzukommen, wegen eines eines „komischen Gefühls“ – damals konnte ich die leise Stimme des Heiligen Geistes noch nicht so gut. An einer Kreuzung fuhr ein Auto hinten auf sie drauf – so heftig, dass der Rücksitz bis auf den Vordersitz zusammengequetscht wurde – von vorne knallte es fast auf einen von rechts kommenden Bus. Den beiden ist nichts passiert, doch wäre ich mitgefahren wäre ich vermutlich zerquetscht oder vom Bus überrollt worden. Es ist hilfreich, auf die kleinen Impulse des Heiligen Geistes hören zu lernen. Und ihnen zu folgen.

Auf dem Weg zur S-Bahn sehe ich in einem Laden eine Frau mit Rollator. Wir kommen ins Gespräch. Sie sagt, dass sie Schmerzen in allen Gelenken hat. Ich kriege in dem engen, vollgestellten Laden die Kurve nicht, ihr Gebet anzubieten. Ich mag es definitiv lieber, wenn für Gebet mehr Zeit und Raum ist. Das mit den spontanen Gebeten in unbequemen Räumen will ich noch lernen.

In der SBahn kommt ein Anruf von einer Freundin. Ich hatte ihr erzählt, dass ich überlege, aus dem, was ich in England gelernt habe, einen Online-Kurs zu machen, so wie die Kurse, die ich zu Stärke im Leben, Arbeitsorganisation und Beziehung zu Gott schon entwickelt habe. Und vielleicht sogar einen Live-Trainings-Kurs in Berlin dazu mache. Einen Namen, der mir gefällt, habe ich schon: WUM: Wunder unter Menschen. Natürlich Gottes Kraft erleben.

Meine Freundin ist ganz begeistert – aufgeregt. „Du, ich wollte dir nur sagen, dass das mit deinem Kurs goldrichtig liegst. Ich habe mich gestern mit zwei jungen Frauen unterhalten, die auf einer Bibelschule waren, aber da nie gelernt haben, dass man auch im Geist und in der Beziehung zu Gott eine Gestalt hat und Grenzen. Die Grenzen kann man natürlich erweitern. Aber wenn man versucht, zu schnell über die Grenzen des bisherigen Wachstums in Gott hinaus zu gehen, landet man im Burnout oder in der Verzweiflung. Ich spüre, dass es total wichtig ist, dass du diesen Kurs machst und ich wollte dir anbieten, dass ich zu dem Thema „Wachsen im Geist“ eine Einheit machen könnte. Ich freue mich über die Ermutigung und antworte lachend „Für dieses Thema habe ich dich schon eingeplant!“

Am Schiff lasse ich es langsam angehen. Ich streiche, entferne Farbe von der neuen Tür, die jetzt zum Vorderschiff führt – und stelle fest, dass Farbe, die man mit der Heißluftpistole erwärmt hat, auch hinterher noch heiß ist. Ich helfe mit, große, unhandliche Holzplatten, von denen eine 50 Kilo wiegt, an Bord zu tragen. Danach tut mir der Rücken weh. Das ist aber glaube ich normal. Schade, dass niemand an Bord war, der stärker ist als ich.

Eine Helferin hat einen großen blauen Fleck, der nicht gut aussieht. Ich bete, dass alles gut verheilt.

Nach einer Runde in der Spree, in der ich mir vorstelle, von Gottes heilendem Wasser umgeben zu sein, mache ich mich auf dem Weg zum Geburtstag. Das Geburtstagskind war Teilnehmerin bei einem meiner Seminare. Sie hat ihre Gäste gebeten, mitzuhelfen die Teeküche an Bord meines Schiffes zu finanzieren! Wie wunderschön!

Ein Gast, den ich kenne, sieht traurig aus. Ich frage nach. Der Grund ist viel Last in der Pflege der alten Eltern. Ich höre zu und bete um Segen und neue Kraft. Ein anderer Gast erzählt mir, dass er den Mann des Geburtstagskindes von Seminaren in State kennt. Dieses kleine Dorf erlebte einen geistlichen Aufbruch, als ein neuer Pfarrer kam. Der erkannte, dass die ansässigen Bauern im Sommer kaum Zeit für geistliche Themen hatten – im Winter wohl. Sie stellten im großen Pfarrhaus Betten auf und machten in den Wintermonaten Bibelwochen. Menschen fanden zum Glauben. Gott wirkte. Eines Tages war der Pfarrer zu Gast in einem Haus für Diakonissen – quasi evangelische Nonnen. Er erzählt eine uralten Schwester von dem, was an seinem Ort geschah. Sie fing an zu weinen. Sie hatte an diesem Ort ein Kinderheim geleitet und jahrzehntelang dafür gebetet, dass dort ein geistlicher Aufbruch geschehen würde. Ich weinte mit, als ich das hörte. Wie oft wissen wir gar nicht, wer für den Segen, den wir erleben durch seine Gebete mit ausgelöst hat.

Im Bus auf dem Weg zu einem Benefizkonzert – so voll sind nicht alle meine Tage – hustet eine Frau auf eine Art, die sehr schmerzhaft klingt. Ich spreche sie an und sie erzählt von Allergien. Ich frage sie, ob ich beten darf und bete, als sie bejaht, über den Gang des Busses hinweg für sie.

In der U-Bahn, die teilweise überirdisch fährt, sah ich, dass es heftig regnete. Ich hatte keinen Regenschirm dabei und freute mich, dass ich am Fußboden der Haltestelle eine große Einkaufstasche aus Karton fand, die ich kurzerhand zum Regenhut umfunktioniere. Ich dachte darüber nach, dass wir als Gottes Kinder Licht in die Welt bringen – einfach nur durch unser Dasein und entschied mich, den Weg zum Ziel zu wählen, der mitten durch den Straßenstrich führten, wo Großteil der Frauen von Armut oder Menschenhändlern gezwungen werden, dort ihre Dienste anzubieten. An diesem Abend stehen sie nicht wie üblich an der Straße, sondern sitzen zusammengekauert unter einem Vordach, um sich vor dem Regen zu schützen. Als sie mich mit meinem „Regenhut“ sehen, fangen sie an zu lachen. Nicht hämisch, sondern das fröhliche Lachen von Kindern, die etwas Lustiges sehen.

Ich lache und winke zurück und wünsche ihnen noch einen schönen Abend. Ich freue mich, dass ich ein ganz kleines bisschen Licht und Freude in ihre finstere Welt bringen konnte – und bin dankbar für Freunde von mir, die dort ein Café betreiben und den Frauen helfen, so gut sie können.

Beim Konzert genieße ich die herrliche Jazzmusik und Sarah Kaiser und ihre Band bete aus der Ferne segnend für eine Frau, die sehr unruhig wirkt und ein Korsett am Rücken trägt.

Eine Frau, die ich kenne, erzählt mir, ihr Mann sei ungeschickt gestürzt und habe sich vier Rippen gebrochen. Ich biete ihr Gebet an und empfinde, dass ich vor allem gegen Selbstvorwürfe beten soll, die er sich womöglich macht. Sich zu denken „Wie kann ich nur so dumm sein“ trägt vermutlich nicht zu schneller Heilung bei, wofür ich natürlich auch bete. Weniger bittend, als vielmehr segnend. In dem Wissen um die Autorität, die Jesus uns anvertraut hat.

Auf dem Nachhausweg schreit ein Mann, den ich durch das offene Wohnungsfenster höre sehr aggressiv. Die Worte, die ich hier nicht wiederholen mag, sind beleidigend. Es macht keinen Sinn, Dämonen rauszuwerfen, die sofort danach wieder eingeladen zu werden. Ich will die Person schützen, die angeschrieen wird, also binde ich den aggressiven Geist. Es ist Ruhe. Ich gehe nach Hause. Ein ganz normaler Tag mit Gott geht zu Ende.

Ein wunderbarer Tag, Jane, Schwäne und Gottes Eingreifen.

Dieser Tag war ziemlich wunderbar. Er fing mit einem ermutigenden Traum an, den ich für einen Leiter hatte, den ich kenne. Was ich total schön fand, war dass der Traum nicht nur über seinen Dienst sprach, sondern auch über seine Familie. Ich schrieb ihm u. a. „Was mir in eurer Küche auffiel war an der Wand eine riesiger bunter Gemüseschneider, sah eher aus wie ne Bonbonmaschine aus den 60er Jahren… in dem jede Menge frisches Gemüse steckte (Karotten, Möhren, Gurken, Tomaten). Für mich auf der pragmatischen Ebene ein Bild dafür, dass ihr auf Gesunde Ernährung achtet und das sehr wichtig ist. Symbolisch Übertragen von Vitalität und Frische, aber auch Verspieltheit und Leichtigkeit (Das Ding sah wirklich cool aus).“ Er antwortet „Sehr cool. Danke!“

Dann erhielt ich einen Brief von einer Mutter, mit deren Teenagersohn ich neulich ein Coaching gemacht hatte, weil er Angst hatte, woanders zu übernachten, immer Magenprobleme bekam. Ihm war das natürlich peinlich, aber er hat es einfach nicht geschafft. Ich hab mit einer speziellen Technik aus dem Wingwave-Coaching gearbeitet, die bei derartigen Themen sehr hilft. Sie schrieb mir: „Er hat jetzt bei Freunden übernachtet und sich als Mitarbeiter auf einem Sommercamp angemeldet, weil jetzt woanders übernachten kein Problem mehr ist! Er erzählt allen Leuten, dass du ihn geheilt hast. “ Ich würde das vermutlich anders formulieren – eher „ich habe ihn dabei unterstützt ein paar Blockaden loszuwerden. Und Jesus hat geschenkt, dass es funktioniert hat.“ Wie dem auch sei. Ich weiß, dass es das Leben dieses wunderbaren jungen Mannes verändert hat,  in diesem Bereich jetzt Entspannung und Freiheit zu haben. Und weine vor Freude.

Gestern Abend hatte ich einigen Freunden geschrieben, dass ich darunter leide, dass bisher im Bereich Heilung noch kein wirklicher Durchbruch passiert ist – weder bei mir selbst noch durch mich. Und bat sie, für mich zu beten. Eine Freundin schrieb zurück, dass sie an die Geschichte aus Exodus dachte, wo die Hebammen von den hebräischen Frauen sagen, dass sie ohne fremde Hilfe Kinder zur Geburt bringen. Und schrieb, dass sie denkt, dass das, was ich gerade innerlich an Kämpfen durchmache Geburtswehen sind. Wow! Das hat die Perspektive dramatisch verändert. Wenn etwas weh tut und man es nur für normale Schmerzen hält, dann ist es frustrierend. Wenn man ahnt. Das sind Geburtswehen – dann ist es was ganz anderes… Ich fand das Mega-Gut und entlastend.

2015-05-19 19.54.53-1Und dann hatte ich den Mut beim Frühstück die vier Gäste anzusprechen und ihnen von einem Traum zu erzählen, den ich eine Nacht zuvor hatte, indem ich als Schauspielerin die Rolle einer übergewichtigen Frau spielen musste (inklusive Dickmach-Kostüm) und tiefes Mitempfinden empfand über den Frust der ganzen vergeblichen Versuche und des mangelnden Erfolges beim Abnehmen . Jane, eine der Frauen sagte: „Ja, das betrifft mich. Durch verschiedene Krankheiten habe ich massiv zugenommen.  Ich würde mich über Gebet freuen.“

Die Gebetszeit wurde dann relativ lang, weil Gott eine Menge Dinge aufzeigte, die mit den Krankheiten und auch dem Gewicht verbunden waren  – etwa der emotionale Nutzen. Ich hab das schon mehrfach erlebt, dass manche Menschen beim Abnehmen blockiert waren, weil sie unbewusst fürchteten, nicht mehr zu der Gemeinschaft der anderen Dicken in der Familie zu gehören oder Ähnliches.  Bei ihr ging es um etwas Ähnliches. Das zu erkennen und zu lösen war schon mal gut.

Gerade artbritische Krankheiten haben – das habe ich von Aliss gelernt – oft (nicht immer) eine Komponente von fehlender Vergebung nach erlittenem Unrecht oder Schmerz. Ich hab sie gefragt, ob es Menschen gibt, denen sie noch nicht vergeben hat. Und Gott hat ihr sofort einiges gezeigt. Und dann gab es einen wunderschönen, langen Prozess, indem sie ein Bild von innerer Stärke entwickelte und in verschiedene Lebensbereiche integrierte. Es war so, dass sich ganz natürlich eines nach dem anderen entfaltete und zeigte. Ganz natürlich und leicht. Als der innere Prozess durch war, hat sie selbst den verschiedenen Krankheiten geboten, sie zu verlassen.

Sie hat sich dann bei mir fürs Gebet bedankt. Und ich hab ihr geantwortet: „Das meiste hast du ja selbst gebetet!“ Sie hat darauf gesagt: „Aber du hast mich befähigt, es zu tun!“ Ich glaube, dass das das fast Schönste ist, was man mir sagen kann. „Du hast mich befähigt, es zu tun!“

Am Nachmittag sass ich in der Sonne, las das letzte Kapitel von Aliss´ Buch „Natürlich übernatürlich“ , indem sie die wichtigsten Sachen noch mal zusammenfasst. Ich hatte empfunden, dass Jesus mir sagt, dass ich das fast auswendig lernen soll. Und ich spüre, wie mir die Bibelstellen, die sie zitiert und ihre Erfahrungen helfen, meine Glaubensperspektive zu erweitern und zu stärken. Auswendig kann ich es noch nicht. Aber manche Gedanken und Impulse sickern langsam ein.

2015-05-17 14.18.38Und dann ging ich spazieren und sah im Kanal eine Schwanenfamilie mit drei ganz kleinen Schwanenküken. Ich machte einen großen Bogen, um sie nicht zu erschrecken – Schwäne können wütend werden, besonders wenn sie ihre Jungen beschützen wollen. Und setzte mich dann auf den Bug eines der flachen Hausbote um der Familie aus der Ferne zuzusehen. Sie kamen immer näher. Bis sie direkt unter meinen Füssen waren – nur eine Armeslänge von mir entfernt. Ich tat, als sei ich die Gallionsfigur vom Boot – vielleicht hielten sie mich auch für eine Blumenwiese. Auf alle Fälle blieben sie ganz in der Nähe. Ich war einfach nur berührt. Soooo schön. Danke, Vater.

Die vier Gäste waren den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Jane hat mir am Abend erzählt, dass sie so viel Kraft hatte, wie seit Jahren nicht mehr. Sie trug ihre Krücken fast die ganze Zeit, statt sie zu benutzen und hatte fast keine Kurzatmigkeit mehr. WOW! Da ist wohl auch körperlich was passiert!

Was mich richtig überrascht ist, wie einfach das war, von seelischer Heilung – etwas in dem ich schon ein gutes Stück weit geübt bin – zur körperlichen Heilung überzugehen. Es fühlte sich nicht mal wie ein richtiger Schritt an…sondern war ganz natürlich und selbstverständlich. Ich bin immer noch total überrascht. Richtig überrascht. Und bewegt. Jetzt hab ich schon wieder Tränen in den Augen.

Ich hab´sie gefragt, ob sie mir ein Mini-Video über das macht, was sie erlebt hat. Sie hat total gern ja gesagt. Ich muss noch rausfinden, wie ich das auf Youtube kriege. Wenn das geklappt hat, sage ich euch Bescheid. Werde auch versuchen, es auf meine Facebook-Seite Kerstin Hack stellen.

Zutiefst dankbar. Der Tag war wunderbar!

Dankbar und hungrig nach mehr

2015-05-13 17.55.05Der Tag begann mit einem Traum, der – ich warte noch auf Antwort – vielleicht für zwei andere Menschen eine Richtugnsweisung war. Und mit einer Gebetserhörung, Ein alter Freund, der seinen Job gekündigt bekommen hat, hat ihn wieder. Ich weiß, dass andere durch ihr Engagament auch zu dieser Entwicklung beigetragen haben…Ich hatte einen vor ein paar Tagen einen Traum und die spezifischen Gebete, die ich darauf hin gebetet habe, trugen, so weit ich das erkennen kann, auch zu dem Jobgeschenk bei. Dann hatte ich es auf dem Herzen, eine bestimmte Frau zu ermutigen, schrieb ihr meinen Impuls und sie schrieb mir, dass sie das an diesem Morgen ganz besonders gebraucht hat.

So was fällt mir relativ leicht. Es ist eingeübt, ich hab viel von Büchern und anderen gelernt – jetzt fühlt es sich so an, als ob es mir einfach zufällt. Aber das ist glaube ich mit allen Gaben so, die man geschenkt bekommen und dann durch Training eingeübt hat. Vielleicht ist das mit einem Kanal zu vergleichen, den man gut ausgebaut hat und durch den das Wasser Gottes relativ leicht fließen kann. Ich vermute, dass das Hören auf Gott und Reagieren auf Impulse vermutlich die Art und Weise sein wird, wie Gott mich auch in der Zukunft am häufigsten gebrauchen will.

Rob Cresswell erzählte, es hier in England viele christliche Dienste gibt, die sich mit körperlicher Heilung beschäftigen. Aber dass nur wenige Menschen im prophetischen Hören schulen. Interessant. Nur weil ich in meinem Umfeld mit dem Hören auf Gottes Stimme recht vertraut bin, heißt das noch längst nicht, dass das anderswo genauso ist. Ich bin dankbar dafür. Sehr dankbar. Oder zumindest relativ dankbar, wenn ich ganz ehrlich bin. Nichtsdestotrotz strecke ich mich danach aus, von Gott auch im Bereich Heilung und Befreiung gebraucht zu werden. Weil es in dieser Welt so nötig ist.

Heute Morgen dachte ich – beim Nachdenken über die Elemente, die ich bei der Heilung von Matthias erlebt habe, darüber nach, dass die Gabe der Heilung vielleicht nichts anderes ist als eine Mischung aus Mitgefühl und Glauben. Und natürlich Gottes Wirken. Man kann sicher mehr Mitgefühl entwicklen – in mir wächst es, je mehr ich davon lese, wie Gott Menschen heilt. Und Glauben wächst – durch Gottes Wort und sein Handeln. Vor ein paar Tagen hab ich für eine Frau mit Magenproblemen gebetet. Sie hat mir total leid getan, weil ihr ganzer Bauch aufgebläht war. Ich hab für sie gebetet, aber direkt ist nichts passiert. Aber ich hab mich gefreut, dass sie mir heute sagte, dass es ihr heute viel besser geht. Einfach nur gefreut.

Dann hab ich das „Tagebuch der Wunder“ von Aliss gelesen, wo sie ein ganzes Jahr lang aufschreibt, was sie mit Gott erlebt hat. Sie schreibt, dass sie zwölf Jahre lang gebetet hat, dass Gott sie gebraucht, um die Dinge zu tun, die im Neuen Testament den Jüngern zugesagt sind: Heilen, befreien, zu Jesus führen. Und dass sie häufig Dienstags einen Fastentag speziell dafür gemacht hat. Und dass sie Anfang 2009 Gott gebeten hat, dass er ein Wunder pro Tag durch sie tut. Ab Februar 2009 – das Jahr, in dem sie ihr Café in einem heruntergekommen Stadtteil Chesters eröffnet haben, hat sich das Gebet so ziemlich gründlich erhört. Ich hab nicht nachgezählt, aber pro Monat 30 Bekehrungen und Wunder dürfen es schon gewesen sein.

Sehr oft berichtet sie von gebrochenen Fingern oder anderen Fingerproblemen, die Gott geheilt hat. Mich haben die Finger-Heilungen besonders berührt und ich dachte, dass das vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass Gott mich heute zum Heilen von Fingern gebrauchen will. Und hielt deswegen besonders nach kaputten Fingern Ausschau. Aber zuerst fiel mir eine Frau mit Gehproblemen auf. Ich fragte, was ihr Problem sei – Arthritis – und ob ich für sie beten dürfte – Nein! Damit hätte ich nicht gerechnet.Die nächste Frau, die einen Gehstock hatte und die ich ansprechen wollte, lief weg, bevor ich zu ihr hinkam. Ich hatte einfach zu lang gewartet.

Ein kleines Mädchen , das einen eingequetschten Finger hatte, der ihr sehr weh tat, und ihre Mutter erlaubten mir für das Mädchen zu beten. Ob etwas passiert ist, konnte ich direkt nach dem Gebet nicht sagen, da ich von der Bedienung an meinen Tisch gerufen wurde. Aber ne halbe Stunde später hab ich sie auf dem Weg zur Toilette noch mal gesehen und gefragt, wie es ihrem Finger geht. Und sie meinte „It´s ok!“ Und als ich noch mal fragte, ob er noch weh tut, sagte sie „It´s fine!“ Ich bin erstaunt. Klingt nach einem Anfang.

Mir fiel dann auf, dass die Bedienung Gelenke hatte, die sich total überstreckten und durchbogen – der Daumen bog nach hinten durch, wenn sie Dinge trug. Ich hab sie darauf angesprochen. Wenn ich sie richtig verstanden habe hatte sie eine Krankheit namens „Hyperlaxie“, die zu instabilen Gelenken führt und ihr Schmerzen bereitet. Ich hab für sie gebetet und sie gefragt, ob sie etwas gespürt hat. Sie verneinte. Ich hab mich später gefragt, ob sie Schmerzen in ganz anderen Körperregionen als den Händen hat, etwa im Rücken, der durch die weichen Gelenke nicht gut gehalten wird. Wie dem auch sei – ich werde für Vivian weiterbeten.

Als ich vor der Kathedrale auf Sua wartete, sah ich eine Frau, die mich warm anlächelte, aber gebeugt lief. Mich berührte das – und ich lief ihr hinterher und fragte sie, ob sie körperliche Probleme hätte. Und dass ich, wenn ja, gern für sie beten würde. Sie verneinte, meinte, sie einfach nur alt. Sagte aber, dass es ziemlich komplexe Familienprobleme gäbe. Und freute sich über Gebet – war selbst offensichtlich gläubig. Ich betete trotzdem für körperliche Energie – kann ja nix schaden. Und dann für die Familie. Und hatte auch ein Bild für die Situation. Sie hatte Tränen im Gesicht. Und hat sich ganz warm bedankt.

Jetzt werde ich noch ein wenig beten, dass ich im Bereich Heilung mehr direkt und gleich erlebe… da ist der Kanal noch nicht so weit ausgebaut. wenn du magst, kannst du ja mit für mich beten.

Ich glaub das heute war ein ganz normaler Tag mit Jesus.

Kuchen, Zuckerguss und Bobby Connor

2015-05-09 15.51.15Eine Freundin von mir, mit der ich seit 15 Jahren nur per Mail Kontakt hatte, war extra aus Südengland angereist, um mich zu sehen. Sie sagte mir bei einem abschließenden Mittagessen, wie kostbar die Zeit für sie war. „Es war so toll, dich zu sehen – und Bobby Connor – einer der Sprecher – war dann noch der Zuckerguss auf dem Kuchen!“ Hier gibt es extrem leckeren Karottenkuchen der an und für sich schon toll schmeckt, aber der herrlich weiche Guss obendrauf macht ihn besonders gut.

Bobby Connor (auf dem Foto links) ist ein Mann, der seit Jahrzehnten mit Gott unterwegs ist und im Dienst für Gott schon so ungefähr alles erlebt hat, was man erleben kann. Seine Predigten –falls man seine geistlichen Impulse mit spontanen dramatischen Einlagen so bezeichnen kann – waren ausgesprochen originell. Bobby ist eine Nummer für sich. Äußerst unkonventionell und zugleich kraftvoll und tief. Der Mann kennt das Wort Gottes und die Kraft Gottes. Eine seiner Lieblingsstellen ist, aus einem Psalm, in dem beschrieben wird, dass Gott dem Psalmisten die Kraft eines wilden Ochsen gegeben hat. Das findet er ziemlich gut.
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Es hat mich berührt, dass meine Freundin mich – im Vergleich mit diesem Mann – als den Kuchen und Bobby, Gottes wilden Ochsen, als den Zuckerguss bezeichnet hat. Als ich darüber nachdachte wurde mir klar, dass sie recht hat. Coole Inspiration, auch starkes Wirken Gottes, kommt nicht an den Wert lange gelebter Freundschaft, Einstehen füreinander, Liebe und Gebet heran. Tiefe, gelebte Beziehung ist der Kuchen – auch im Leben mit Gott. Tolle Erfahrungen, Zeichen und Wunder der „Zuckerguss“ obendrauf, der natürlich dazu gehört. Ohne den Guss ist der Kuchen nahrhaft, aber etwas trocken.

Zuckerguss-Bobby war definitiv gehaltvoll. Da er im gleichen Haus untergebracht war, hatte ich Abends nach den Veranstaltungen die Möglichkeit, noch viele weitere Geschichten zu hören und ihm die eine oder andere Frage zu stellen. Er ist jemand, der klar Gottes Stimme hört, beeindruckende, übernatürliche Erfahrungen und Gebetserhörungen hat, regelmäßig Heilungen erlebt – natürlich wollte ich wissen, was sein Geheimnis ist. „Tiefe Zeiten mit Gott und seinem Wort sind der schnellste Weg, im Übernatürlichen zu wachsen“ antwortete er. Und zitierte gleich noch Psalm 42, 7 im Englischen kommt da zum Ausdruck, dass die Tiefe in uns sich danach sehnt, mit der Tiefe in Gott in Resonanz zu gehen: „Deep calls onto deep!“

Das ist auch das, was mir hier so gefällt – dass immer wieder betont wird, dass die persönlichen, innigen Zeiten mit Jesus der Schlüssel für alles Wirken mit Gott sind. Klar ist die Sehnsucht nach seiner Kraft da. Und Aliss sagt immer wieder, wenn sie von etwas hört, das sie noch nicht erlebt hat: „Das will ich auch sehen!“

Doch bei allem Spaß, den begeisternde Wunder mit sich bringen – es ist keine Sensationslust, sondern der Wunsch, Menschen die Liebe und die Kraft Gottes nahe zu bringen. Das merkt man Bobby auch an – wenn er von Heilungen und Befreiungen erzählt, die er erlebt hat, dann spürt man die tiefe Barmherzigkeit, die er mit Menschen hat.

Etwa als ihn während eines Vortrags eine Frau verfluchte und anschrie. Er ging zu ihr, schaltete das Mirko aus, lies alle anderen warten und sagte ihr, was Gott ihm gezeigt hatte – dass sie als Kind brutal missbraucht worden war. Sie fing an zu weinen, bestätigte das. Er betete um Befreiung für sie. Unter ihrer extremen Aggression sah er den leidenden Menschen.

Oder die Geschichte als ein extrem gewalttätiger Einbrecher ihm ne Pistole an den Kopf hielt. Er hatte zuvor mehrere Monate lang immer wieder über die Bibelstelle gesprochen „Was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein…“ (Matthäus 18, 18), was er so verstand: Wenn wir als Kinder Gottes auf der Erde etwas beschließen, stimmt der Himmel mit uns überein.
Also unterband er das Schießen und obwohl er es versuchte, konnte der Mann nicht abdrücken und flüchtete. Weil er als so gefährlich galt, wurden 150 Polizisten einer Spezialeinheit abkommandiert, um ihn zu stellen. Bobby wurde aus Sicherheitsgründen in den Mannschaftswagen der Polizei gesteckt. Dort bekam er alle Funksprüche mit. Unter anderem den Befehl, den Mann zu erschießen.
Er entschied sich, das zu unterbinden, weil er nicht wollte, dass der Mann sterben würde und betete und gebot still. Direkt nach seinem Gebet darauf nahm der Kommandant den Befehl zurück. Dann wurde er gefragt, was denn geschehen sollte. Er sagte und gebot: „Der Mann soll mit den Händen hinter dem Kopf aus dem Versteck kommen und es soll ihm kein Leid zugefügt werden!“ So geschah es. Er hätte guten Grund gehabt, dem Mann Schlechtes zu gönnen, aber hatte Barmherzigkeit und Erbarmen.

Bobby lebt vor, welche Bedeutung Gottes Wort für ihn hat und das die Begegnung mit dem lebendigen Gott und seinem lebendigen Wort seine Kraftquelle ist. In meinem ganzen Leben als Christ habe ich noch nie jemanden erlebt, der so viele Bibelstellen auswendig kann. „Du fragst dich xy – die Antwort ist in Bibelstelle z!“ Seine Predigten war letztlich nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Fragen und Antworten in Form von Bibelversen, die er aus dem Gedächtnis zitierte. In einem Tempo, das ich mit dem Schreiben nicht hinterher kam. Gesprenkelt mit Anekdoten, musikalischen Einlagen, Louis Armstrong Imitaten und prophetischen Impulsen für einzelne Zuhörer – auch meist in Form von Bibelversen. Für fromme Menschen, die eine strukturierte drei-Punkte Predigt erwarten, sicher gewöhnungsbedürftig. Für alle anderen eine Bonbonmaschine, die in raktetenartigem Tempo ein geistliches Schmankerl und Kraftpaket nach dem anderen herauswarf.

Der Mann kennt seine Bibel. Und glaubt ihr wie ein Kind. Er spricht – wie ein Kind – auch gelegentlich in der dritten Person von sich. „Weißt du, ich hab mir gedacht: Vor Gott gibt es kein Ansehen der Person. Also hab ich Gott gesagt: Ich will das auch erleben, was die anderen Leute in der Bibel erlebt haben. Und ihm gesagt: Bobby will das alles auch erleben – gib´s ihm oder erkläre ihm, wieso es nicht geht!“ Wow!

Er macht keinen Hehl daraus, dass einige der Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hat, auch viel gekostet haben. Gott bitten ist ein Schlüssel. Wahre Autorität hat jedoch immer ihren Preis – Wachstum, Charaktertransformation, Herausforderungen meistern. Das war bei Jesus nicht anders. Von ihm heißt es, dass er erfüllt mit dem Heiligen Geist in die Wüste ging. Und dort vom Teufel versucht wurde. Nachdem er den Test bestanden hatte, war er nicht mehr „nur“ mit dem Geist Gottes erfüllt, sondern diente und sprach kam in der Kraft Gottes. (Lukas 4, 1 -15)

Bobby ist in der Regel fünf mal pro Woche irgendwo predigen und Menschen dienen – ich hab ihn gefragt, wie er das schafft, bei so einem Reisepensum ruhige Zeiten mit Gott zu haben. Er meinte „In der Bibel steht, dass man zum Beten in sein Kämmerchen gehen soll. Das muss keine Kammer im materiellen Sinn. Ich habe in meinem inneren eine Kammer geschaffen, in die ich mich zurückziehen kann, selbst wenn um mich das Leben tobt.“ Nochmal wow!

Lernen, Fehler machen und Gottes Kommunikation erkennen lernen

2013-01-10 15.50.41Ich will lernen, lernen, lernen. Wenn ich hier weggehe, will ich in vielen Bereichen sicherer sein als ich es zu Beginn hier war. Und ich habe (fast) keine Angst davor, Fehler zu machen. Fehler gehören dazu. Das sage ich nicht einfach so als Kopfwissen. Vor einigen Jahren half  mir eine wahre Geschichte, zu erkennen, wie wichtig Fehler fürs Lernen sind.

Vor einigen Jahre habe ich mal von  Robert Kiyosaki gelesen, der ein sehr erfolgloser Verkäufer von Xerox Kopiergeräten war. Als er seinem Mentor davon erzählte, sagte der: „Du führst derzeit  nur ein paar wenige Verkaufsgespräche pro Tag. Wie in aller Welt willst du da lernen, was funktioniert und was nicht? Du musst einen Weg finden, deine Fehlerquote zu erhöhen, um schneller zu lernen!“ 
Der Mann suchte sich, um bewusst seine Fehlerquote zu erhöhen, neben seinem Job bei Xerox noch einen zweiten Job als Telefonverkäufer. Dort musste er jeden Abend vier Stunden lang am Telefon Leuten etwas verkaufen. Am Anfang machte er einen Fehler nach dem anderen. Aber weil er so viele Gespräche führte, lernte er schnell, was funktioniert und was nicht. Und wurde immer besser – als Telefonverkäufer und dann auch als Xerox Verkäufer. Er wurde am Ende als bester Verkäufer seines Bundeslandes ausgezeichnet, verlies dann aber Xerox um sich selbständig zu machen.

Auch wenn geistliche Dinge nicht mit dem Verkaufen von Kopiergeräten zu vergleichen sind, ist es doch so, dass wir vieles lernen müssen. Ich hab zum Beispiel bisher keine Ahnung, wie man das mit dem Gebet für Kranke wirklich macht. Oder gar wie ich unterscheiden kann, ob jemand eine „normale“ Krankheit hat oder etwas, was durch dämonischen Einfluss hervorgerufen wurde. Eine normale Krankheit heilt man. Wenn dämonischer Einfluss vorliegt, ist es sinnvoll, erst zu schauen, wie der reinkam (oft durch Traumata, Schmerz oder durch Ungehorsam Gott gegenüber). Wenn das dann bereinigt ist, kann man in der Autorität Jesu entspannt um Befreiung beten. Soweit die Theorie. Wie das praktisch geht, will ich auch noch lernen. Habe aber heute Aliss nach ihren Erfahrungen befragt.

Für heute war die Aufgabe, Worte der Erkenntnis zu üben. Es ist – soweit ich weiß, theologisch nicht 100% geklärt, wie das definiert ist. Aber viele Menschen im geistlichen Dienst verstehen darunter, dass man Erkenntnis über eine Situation im Leben eines Menschen  bekommt,  die man natürlicherweise nicht über eine Person wissen kann, es sei denn, Gott hat es offenbart.

Oft Zeit Gott durch ein Wort der Erkenntnis etwas, was einer anderen Person wichtig ist, oder eine Schwierigkeit in Beruf oder Beziehungen, bei der Gott ihnen helfen will. Oder Gott offenbart eine Krankheit oder einer anderen Not, der er begegnen möchte.

Die Art, wie man ein Wort der Erkenntnis empfängt, kann ganz verschieden sein. Manchmal hat man ein inneres Empfinden, manchmal sieht man ein Bild oder hat ein bestimmtes Wort im Kopf, manchmal spürt man selbst Schmerz an der Stelle die Gott bei einem anderen Menschen heilen möchte.

Als ich betete und Gott um so ein Wort bat, erinnerte ich mich daran, dass ein Mann hier mir erzählt hatte, dass er eine bestimmte Sache nicht macht. Ich empfand, dass da etwas dahinter steckt, dem Gott begegnen will. Ich fragte ihn danach. Er kratze sich am Kinn: „Hmm, das könnte sein!“ Nicht gerade ein Volltreffer.

Dann empfand ich, dass die Tante einer Frau ihr als Kind etwas weggenommen hat, das ihr persönlich wertvoll war. Ich erzählte ihr davon. Und sie meinte: „Ich habe nur eine Tante – sie hat uns allen das Leben schwer gemacht.  Aber ob sie mir etwas weggenommen hat, weiß ich nicht. Daran kann ich mich nicht erinnern.“ 

Hmm…Volltreffer klingen anders. Aber ich lerne. Und mache Fehler.

Später kam mir bei einer Begegnung mit einer anderer Frau das Wort „Bruder“ in den Sinn. Ich fragte sie, ob sei einen Bruder hat. Sie erzählte mir einige Details aus ihrer Familiengeschichte und dass sie in den letzten Tagen viel an ihren Bruder gedacht hatte. Da ich weiter nichts Klares von Gott dazu hatte, fragte ich sie, ob ich für die Beziehung unter den Geschwistern beten dürfe. Und ich hab einfach um Segen gebetet. Sie war berührt und ermutigt. Ich auch. Ich finde es schön, dass man hier so Schritt für Schritt an Neues angeführt wird. Und ich will lernen, lernen, lernen.

Der Mann, den ich fragte, ob er sich kürzlich am Finger geschnitten hatte, verneinte. Klarer Fehler. Auch ok. Kein Weltuntergang.

Zum Thema „Gottes Stimme hören“, haben wir als vertiefende Lektüre das Buch von Steve Thompson „Alle können prophetisch reden!“ empfohlen bekommen. Ich hab Steve schon mal live erlebt – er ist ein genialer Trainer. Schon der erste Abschnitt des Kapitels über die Art, wie Gott redet, hatte es in sich: „Wenn wir Gottes Stimme hören lernen wollen, ist es wichtig, zuerst einmal wahrzunehmen, dass es sich bei Gottes Stimme selten um eine Stimme handelt!“

Es gibt natürlich die dramatischen Kommunikationsformen Gottes. Engel, Visionen, in den Himmel entrückt werden. Die kriegt man mit, wenn man sie erlebt. Aber häufig verpassen wir das Reden Gottes, weil es so unscheinbar daher kommt. Er beschreibt dann unterschiedliche Arten und Weisen, wie Gott kommuniziert:

  • Ein innerer Gedanke – das ist die berühmte „leise, innere Stimme“, die wir oft wegschieben. Was mir beim Erkennen dabei, ob es Gottes Stimme ist, hilft ist die Abwehreaktion. Wenn ein Gedanke von mir selbst entspringt,  dann denke ich selten gleich danach „Was ist denn das für ein komischer Gedanke? Wo kommt der denn her?“ Wenn ich einen Gedanken als „merk-würdig“ einstufe, kann das ein Hinweis darauf, dass er nicht aus mir, sondern aus Gott entsprungen ist.
  • Ein Gefühl, das nicht typisch für einen selbst ist (ich habe mich mal bei einer Gebetsreise sehr minderwertig gefühlt, was untypisch für mich ist. Ich dachte, ich fühle das, weil ich die jüngste und unerfahrendste im Team war. Nach drei Tagen stellten wir fest, dass alle im Team sich so fühlten – selbst die Leute, die in meinen Augen geistliche Helden waren. Wir verstanden, dass Gott uns ein Gefühl fühlen lies, das nicht unseres war, aber das das Land, in dem wir waren, kennzeichnet – viele Menschen dort fühlten sich offensichtlich so. Das gab uns einen Hinweis darauf, wie wir beten konnten. Ähnliches habe ich oft gespürt, wenn wir betend in Berlin oder anderswo unterwegs waren: Plötzlich war eine Bedrückung zu spüren oder Freude oder Ungezogenheit oder… Das waren nicht „meine“ Gefühle, sondern Gottes Art, mir über meine Gefühle etwas mitzuteilen, was in dieser Gegend los war.
  • Ähnlichkeiten: Wenn man jemanden sieht, plötzlich an jemand anderen erinnert zu werden und denken. Es kann sein, dass Gott einen so auf eine Ähnlichkeit aufmerksam macht z. B. dass die Person, die man sieht eine ähnliche Berufung oder ähnliche Probleme hat wie der Mensch, den man kennt. Eine sehr lustige Variante dieser Art Gottes zu reden, habe ich eben erlebt. Ich habe in der Küche eine Frau getroffen, die ich schon kannte. Ihre Nase hat mich an eine Kartoffelknolle erinnert. Das habe ich ihr natürlich nicht gesagt, ich wollte sie schließlich nicht beleidigen. Aber ich dachte an das, was ich gerade über „Assoziationen mit Ähnlichkeiten“ gelesen habe und habe dann weiter überlegt, wofür Kartoffel steht. Ganz klar für Nahrung. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich empfinde, dass sie jemand ist, der viele Menschen nährt – nicht mit Süßkram, sondern mit gesunder Basisnahrung. „Ja, das stimmt!“ sagte sie. „Meine Familie kommt aus Irland und meine Kartoffeln sind einfach die besten. Meine Kinder und Enkel nennen mich deshalb „Kartoffel-Königin!“ Wie bitte. Ich hätte das mit der Kartoffel doch sagen sollen (das mit der Nase natürlich nicht). Dann habe ich dafür gebetet, dass Gott sie segnen soll. Und beim Beten habe ich an die Geschichte eines Schweizer Landwirts gedacht, der in einem trockenen Jahr im Vertrauen auf Gott Kartoffeln geerntet hat, obwohl das Kraut vollkommen vertrocknet war. Seine Kartoffeln waren riesig. Ich empfand, dass sie tief graben soll und dann auch an Stellen Ernte erleben wird, wo sie es nicht erwartet. Sie erzählte, dass sie im letzten Jahr dachte, ihre Kartoffelpflanzen hätten keinen Ertrag gebracht. Aber als sie dann im Winter die alte Kartoffelerde umgrub, stieß sie in der Tiefe auf riesige Kartoffeln – die leider nicht mehr essbar waren. Wenn Gott durch ein Bild spricht, das man tatsächlich selbst erlebt hat, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich groß, dass man sich daran erinnert. Ich weiß nicht, was „tief graben“für sie bedeutet…aber ich vermute, dass sie das nicht so schnell vergessen wird.  Ich glaub das war so nah an einem Volltreffer dran, wie man an einem ersten Tag nur kommen kann.
  • Schmerzen / Körpergefühle: Manche Menschen spüren, wenn sie für jemand anderen beten, plötzlich einen Schmerz an einer Stelle, an der sie sonst eigentlich keine Schmerzen haben. Das kann ein Hinweis Gottes auf einen Schmerz sein, den die betreffende Person hat – und darauf, dass Gott das heilen möchte.
  • Gerüche und Geschmack: Etwas riechen oder schmecken, das eigentlich nicht wahrnehmbar ist und nicht zu der Umgebung oder dem passt, was man als letztes gegessen hat  z. B. kann ein wunderbarer Geruch, den man plötzlich wahrnimmt auf Anbetung hinweisen.

Es gibt noch viele weitere Formen, wie Gott kommunizieren kann…z. B. Zeichen: ich sehe oft Verkehrsschilder und Inschriften – und plötzlich bekommen sie für mich eine geistliche Bedeutung.

Ganz oft geht es gar nicht darum, Gott zum reden zu bringen. Er redet dauernd und gern. Es ist vielmehr eine Kunst, zu lernen, sein vielfältiges Kommunizieren mit uns und durch uns für andere wahrzunehmen.

Ich habe Rob, den Leiter hier, gefragt, wie er selbst denn Worte der Erkenntnis bekommt. Er gab mir ein paar wertvolle Impulse:

  • Übe dich darin, in einer Haltung der Aufmerksamkeit Gott gegenüber zu sein.
  • Wir werden nie 100% sicher sein, ob wir ein Wort von Gott haben oder nicht. Glaube buchstabiert sich immer so: R. I. S. K. I. O.
  • Ich nutze meine Vorstellungskraft, um ins Hören einzusteigen. Oft gehe ich Morgen in Gedanken zum Thron des Vaters. Dann frage ich ihn: Was hast du heute für mich in deiner Hand? Für mich als Geschenk oder für mich zum Weitergeben an andere? Dann versuche ich, mit meinen geistigen Augen wahrzunehmen, was er in der Hand hat.
  • Die Zeit zwischen Wach sein und Schlaf ist oft eine Zeit, in der Gott viel redet. Die Bibel nennt das „nächtliche Visionen“, was etwas anderes als Träume sind. Wenn ich wach genug bin, um mir zu notieren, was ich in diesen Phasen zwischen Schlafen und Wachen sehe, dann sind das oft die klarsten und kostbarsten Eindrücke.
  • Wir haben den Sinn Christi. Von daher ist – wenn wir geprägt und geformt von ihm sind, oft kein großer Unterschied, zwischen dem, was wir denken und dem, was Christus gerade tun will. Ich war gestern beim Abendessen und hatte es einfach auf den Herzen, die Kellnerin zu ermutigen. Eine Wasserkaraffe mit Zitronen erinnerte mich an das Sprichwort: „Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade daraus!“ Ich hatte das Empfinden, dass sie eine Frau sein, die Schweres in Positives verwandeln kann und sagte ihr das. Sie erzählte dann, dass ihre Oma vor einer Woche verstorben war und  dass dies ihr erster Arbeitstag sei und dass das Wort sie ermutigen würde.

Ich werde Rob und andere hier weiter Löcher in den Bauch fragen. Und von ihren Erfahrungen lernen. Man darf alle Fehler selbst machen, aber ab und zu ist es auch praktisch, von den Fehlern und Erfahrungen anderer zu profitieren. Dann lernt man schneller.

Jetzt erst mal schlafen: Ab Morgen ist hier 3 Tage Konferenz. Da werde ich vermutlich auch nicht zum Schreiben kommen. Aber hinterher.

Der Ball ist im Loch! Erste Erfahrungen mit Golf und dem Gebet für Fremde

2015-05-03 18.09.41Ich juble. Gestern habe ich zum ersten Mal beim Golfen einen Ball ins Loch geschlagen – eingeputtet, wie das im Fachjargon heißt. Und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einem fremden Menschen Gebet angeboten. Wobei letzteres für mich der größere Meilenstein war. Aber erst mal der Reihe nach.

Seit der Impuls kam nach England zu gehen und mich im Bereich des Übernatürlichen trainieren zu lassen, habe ich mir vorgenommen, mutiger zu sein und auch fremden Menschen direkt Gebet anzubieten, wenn ich von Problemen höre. Das war der Plan. Geschafft habe ich bis heute kein einziges Mal.
Da erzählt mir ein Angestellter in meinem Lieblingsfalafel-Laden, dass er und seine Frau keine Kinder bekommen können. Ich sage ihm, dass ich Gott darum bitten werde. Aber wage es nicht, das sofort zu tun. Hätte in dem Kontext – mit anderen wartenden Kunden – vielleicht auch nicht so ganz gepasst.

Schwerwiegender war für mich die Taxifahrerin hierher zum Zentrum. Beim Einladen des Gepäcks schrie sie vor Schmerz auf. Der Koffer war tatsächlich sehr schwer, aber das eigentliche Problem war ihr verstauchter Fuß. Ich erzählte ihr, dass die Leute hier in Little Mollington Hall für Kranke beten, aber habe es nicht gewagt, ihr direkt Gebet anzubieten. Ich hab mich danach so schlecht gefühlt. Ich will so gerne Menschen die Liebe von Jesus nahebringen, wenigstens die Tür öffnen helfen. Und ich war so traurig über mich, dass ich nicht den Mut gefunden habe. Selbst wenn Jesus nicht gleich offensichtlich gehandelt hätte, wäre es ein Zeichen von Nähe und Mitgefühl gewesen.

Am zweiten Tag hatten wir dann die Aufgabe, Gott zu bitten, uns einen Menschen zu zeigen, dem wir Gebet anbieten könnten. Das ist an und für sich schon herausfordernd. Aber wenn es ununterbrochen regnet, kein Bus in die Stadt fährt und nur wenige Menschen unterwegs sind, noch mehr.

Wagemutig habe ich mich in den Regen gestürzt ins nächste Dorf gelaufen. Unterwegs bin ich einem Golfer begegnet, der nicht zum Gespräch aufgelegt war, mich aber immerhin freundlicherweise vor herumfliegenden Golfbällen warnte. Dann einer fröhlichen Wandergruppe, die auch nicht das geeignete Objekt für Gebet zu sein schien. Und dann sah ich eine Frau aus Südasien – in einem wunderschönen türkisen traditionellen Gewand und mit rotem Punkt auf der Stirn. Ich empfand, dass ich sie ansprechen sollte. Bis der Gedanke sich von meinem Hirn bis in meine Füße – Befehl stehenbleiben – ausgewirkt hatte, waren 20 Meter zwischen uns. Sie drehte sich tatsächlich noch mal nach mir um. Aber ich hatte nicht den Mut au sie zuzugehen. Chance verpasst. Schon wieder Frust. Ich betete, dass ich der Frau noch einmal begegnen möge, falls es tatsächlich die Person war, die Gott durch mich ansprechen wollte.

Ich lief weiter durch das Dorf, aber bei dem Wetter war praktisch niemand auf der Straße oder so weit weg, dass ich hätte rennen müssen, um sie einzuholen. Zu allem Überfluss bestand der Rest des Dorfes aus einem riesigen Krankenhauskomplex, aber Kranke und eventuelle Besucher hatten sich offensichtlich alle in ihren Häusern verschanzt und auch die Kirche war abgesperrt.

Als ich das Dorf etwa eine Stunde später wieder verlies, kam mir die Frau von voher entgegen. Mit Handy am Ohr. In der Nacht hatte ich davon geträumt, dass ich eine Frau, die ich kenne ermutigt habe. Dass Gott ihr sagt, dass sie eine gute Mutter ist und dass sie, wenn sie an ihre Grenzen kommt, ihn um Hilfe bitten soll und er ihr helfen wird. Ich habe im Traum gleich direkt für sie gebetet, was ich irgendwie ziemlich praktisch fand. Wenn man schon im Schlaf betet, spart man tagsüber Zeit. Ich habe der Frau meinem Traum gemailt , aber noch keine Antwort erhalten.

Ich habe mich, weil mich der Traum selbst so bewegt hat, gefragt, ob Gott mir durch den Traum vielleicht auch sagen will, dass ich auch hier eine Mutter ermutigen soll und hatte deshalb immer wieder gebetet, dass – falls ich das richtig sehe – er mich zu der Frau führen soll. Als ich also die Frau mit dem asiatischen Gewand wieder sah,  fiel ich – etwas unelegant gleich mit der Tür ins Haus und fragte  sie:

„Haben sie Kinder!“ Sie antwortete: „Kindermädchen!“ Ich erzähle ihr von meinem Traum und sagte, dass Gott ihr bei ihrer Aufgabe helfen würde. Sie fragte „Helfen?“ Ich sagte „Ja, Gott will Ihnen dabei helfen.“ Sie strahlte übers ganze Gesicht. Dann fragte sie „Haus?“ „Ich zeigte auf die andere Seite des Tales, wo ich gerade wohne und fragte, wo sie wohnt. „Chester!“

Dann ging sie – noch bevor ich eine Chance hatte oder ergreifen konnte, für sie zu beten. Ich habe keine Ahnung, was von dem, was ich gesagt habe, bei ihr ankam, da ihre Sätze nur aus Nomen bestanden. Und ob es tatsächlich das war, was Jesus ihr sagen wollte. Aber immerhin hat sie gestrahlt. Etwas Positives war bei ihr angekommen. Von daher kein glänzender Erfolg in Sachen „Gebet für Fremde!“ – aber wohl ein ehrenwerter Versuch.

Und am Abend schrieb mir dann übrigens die Mutter, für die ich im Traum gebetet hatte, dass das genau ins Schwarze traf – die Frage der Erziehung würde sie gerade sehr beschäftigen.

Was mir hier gefällt ist das ein so großer Schwerpunkt auf Gebet, Nachsinnen über Gottes Wort, persönliche Begegnung und geistliche Übungen, um den Begegnungsraum mit ihm zu erweitern und vertiefen, gelegt wird. Ja, die Sehnsucht danac2015-05-03 18.07.30h, ihn auch in all seiner Macht handeln zu sehen, ist da. Aber der Fokus liegt auf dem Wachsen in der Beziehung zu ihm, nicht auf dem Handeln mit ihm.

Also habe ich den Nachmittag unter einem blühendem Kirschbaum – herrlich – verbracht und die Nachmittagsaufgabe ausgeführt: Über Psalm 1, 1 – 3 nachsinnen und meditieren.

  • Glücklich ist, wer nicht lebt wie Menschen, die von Gott nichts wissen wollen.
  • Glücklich ist, wer sich kein Beispiel an denen nimmt, die gegen Gottes Willen verstoßen.
  • Glücklich ist, wer sich fern hält von denen, die über alles Heilige herziehen.
  • Glücklich ist, wer Freude hat am Gesetz des Herrn und darüber nachdenkt – Tag und Nacht. Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser steht, der Frucht trägt jedes Jahr und dessen Blätter nie verwelken. 

Nach zwei Stunden Lesen, Wiederholen und Nachsinnen über diese Verse, hatte ich das Bedürfnis, mich zu bewegen und lief über den nahegelegenen Golfplatz. Ich betete, dass Gott mir hier genügend neue Erfahrungen im Bereich Gebet für Heilung etc. schenken möge, damit ich mich in dem neuen sicher fühlen würde, bis ich nach Hause komme.
Ein Mann spielte eine Runde Golf mit seinem Sohn. Da ich noch nie in meinem Leben einen Golfschläger in der Hand hatte, fragte ich, ob ich mal probieren dürfe. Die ersten beiden Schläge gingen in die Luft, dann traf ich tatsächlich den Ball. Der rollte – und ich erntete ein anerkennendes „Nicht schlecht für den ersten Schlag!“ von Colin, dem Vater. Aber das Loch war…naja…noch etwa 20 Meter entfernt. Also weiter. Schließlich sollte der Ball ja ins Loch. Nach dem fünften Versuch machte es das ersehnte „Plop“! Eingeputtet!
2015-05-03 18.24.14Dann fragte mich Colin, was ich hier machen würde. Ich erzählte, dass ich hier sei, um trainiert zu werden. Jesus hätte ja immer Meschen geheilt und ich wollte das lernen – so wie man das Golfen üben müsste. Und dass ich bei Leuten sei, die oft erleben, dass Jesus Menschen durch ihr Gebet heilt – von Arthritis, Knochenbrüchen, chronischen Kopfschmerzen.
„Chronische Kopfschmerzen – das klingt nach mir. Ich habe ständig Kopfschmerzen. Ich denke, das liegt an meiner Frau!“ sagte Colin. „Ich kann dafür beten, dass Jesus das heilt!“ sagte ich. „Danke!“ antwortete er. Ich erklärte ihm, dass es für mich leichter sei, gleich hier vor Ort für ihn zu beten, als weit weg. Er meinte Okay. Also betete ich ein einfaches Gebet: „Jesus, ich weiß nicht, woher Colins Kopfschmerzen kommen, ob von der Frau oder von etwas anderem. Aber ich bitte dich, ihn zu heilen und von seinen Kopfschmerzen zu befreien. Im Namen von Jesus. Amen!“

Colin sagte fröhlich: „Es ist schon viel besser!“ – ich bin mir nicht sicher, ob er das aus Höflichkeit, im Spaß oder im Ernst gesagt hat. Aber das ist fast egal – obwohl ich es mir für ihn natürlich stark wünsche, dass es tatsächlich besser und sogar ganz weg ist. Ich glaube und hoffe, dass Jesus ihm da begegnet ist.

Und ich war glücklich – zum ersten Mal in meinem Leben haben ich für einen fremden Menschen für Heilung gebetet. Für mich ist das ein Meilenstein. Das erste Mal ist immer das schwerste. Und das erste Mal liegt jetzt hinter mir. Was für eine Erleichterung und Freude! Gar nicht so schlecht fürs erste Mal. Der Ball ist im Loch. Plopp.

Gott kennen und mit ihm handeln

11179943_10155445607590623_8127252150424667995_nAm 1. Mai fahre ich nach England um mich einen Monat lang im Glauben und im übernatürlich handeln lernen, herausfordern und trainieren zu lassen. Wie es dazu kam hab ich vor ein paar Wochen in dem Blogbeitrag Wunder bewirken lernen beschrieben.

Mir geht es nicht um Sensationslust – auch wenn ich es ziemlich cool finde, wenn Menschen aus Rollstühlen kommen, chronische Schmerzen oder Hautausschläge verschwinden. Jesus hat so was dauernd gemacht. Seine Jünger auch. Ich glaube, dass er es heute noch tun will. Für die Menschen. Er tut mächtige Dinge allein – weil er Gott ist. Und er will uns an seinem Handel beteiligen – weil er uns seine Freunde nennt.

Das Training dort wird viel Bibelstudium und Lesen und praktische Herausforderungen beinhalten. Ergänzend dazu will ich bewusst einüben, mein Herz tiefer vor Jesus zu öffnen. Gerade lese ich Gebet als Begegnung von Charles Bello und Kristian Reschke. Da gibt es eine Anleitung für das sogenannte Examen – eine geistliche Praxis von Ignatius von Loyoloa.

Er empfiehlt, am Ende des Tages betend zu fragen:

  • Was war heute der stärkste Moment des Zuspruchs? (Wann war ich heute am lebendigsten?)
  • Was war heute der stärkste Moment der Verwüstung? (Wann war ich heute am wenigsten lebendig?)

Und dann diese Momente noch einmal nachzuspüren und Gott zu fragen, was genau mich den Moment als so besonders wahrnehmen lies. Und was er mir zeigen möchte.

Inspiriert durch das wunderschöne Buch Sleeping with Bread, das auch in die Praxis der Tagesreflexion einführt, habe ich das schon mal eine Weile gemacht. Aber nicht mit dem Aspekt, dann noch tiefer Jesus zu fragen, was genau das Bewegende war.  Hier wünsche ich mir, tiefer zu gehen in der Begegnung mit ihm und liebe zu ihm.

Ich werde dafür das wunderschön gestaltetes Lieblings-Notizbuch Stille Gedanken mitnehmen, das ich liebe, weil es keine Linien, sondern zarte Punkte hat…und tolle Zitat!!! Und bin gespannt, was ich erleben werden… an Gottes Wirken mit mir und in mir.

Noch was Praktisches:

Ich freu mich auf England. Gleichzeitig kostet es etwas. Einen Monat lang nicht arbeiten UND gleichzeitig höhere Ausgaben haben, ist als Selbstständige herausfordernd.

Ein Tag England (Unterkunft, Kursgebühr, Verpflegung, Reisekosten) kostet gut 50 Euro. Ich bin 30 Tage dort…das sind….


Ich sehe es als Investition in meine Zukunft und die Zukunft anderer.
Falls du die Zeit dort unterstützen magst, freue ich mich sehr.
Konto / Inhaberin: Kerstin Hack
Konto: 0478578209
BLZ: 10080000 (Commerzbank)
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Kann man Wunder bewirken lernen?

rothko-bluegoldSchiff, Verlag, Coaching, Schreiben… an Herausforderungen mangelt es mir gerade eher nicht. Trotzdem hat sich Gott offensichtlich ausgedacht. mich auf ein neues Abenteuer loszuschicken.

Vor zwei Wochen sah ich eine Prophetie von Aliss Cresswell auf Youtube. Eigentlich nur aus Neugierde, weil mich einfach interessierte, was diese Frau mit den hüftlangen feuerroten Locken wohl zu sagen hat. Die ruhige, natürliche Art, mit der sie sprach, aber auch das, was sie sagte, berührte mich sehr. Aliss ist eine Frau, die Gott sehr stark im Bereich Zeichen und Wunder gebraucht, aber weniger bei großen Events als vielmehr im Alltag – in ihrem Buch Natürlich übernatürlich beschreibt sie, wie sie mal eben im Supermarkt zwischen Nudeln und Suppen jemanden von Schwerhörigkeit heilt. Oder in dem Cafe, das sie betrieb, erlebte wie Knochenbrüche spontan geheilt wurden.

In der Nacht, nachdem ich die Prophetie gelesen hatte, träumte ich, ich sei in England an einem Ort, den ich schon kannte, in einem christlichen Zentrum und würde dort auch in einem Dachzimmer übernachten. Da ich an dem Ort, wo Aliss und ihr Team sind, schon zum Schüleraustausch war – ihn also kenne – empfand den Traum als Hinweis von Gott, diesem Ort einen Besuch abzustatten und fragte per Mail bei Aliss und ihrem Team an, ob das möglich war. Ich empfand, dass Gott mir sagte, Mai sei die richtige Zeit. Aber das schrieb ich ihnen nicht.

Die Antwort überraschte mich dann doch. Sie luden mich zu einem 28 Tage langen, persönlichen intensiven Training in Zeichen und Wundern ein. Intensiv heißt: Es sind nur zwei Leute als Teilnehmer!!! Das Training ist eine Mischung aus viel Zeit mit Jesus,  Bibelstudium gemischt mit Mentoring, Teilnahme an den Aktivitäten und Herausforderungen für den eigene Glauben. Ach ja – der Zeitpunkt, zu dem sie mich einluden, wo noch ein Platz frei sei war … Mai!

28 Tage!!! Mir blieb die Spucke weg. Das ist lang, wenn man selbständig ist, einen Verlag leitet und ein Schiff baut. Ein zweites Mal staunte ich. als ich in den Kalender sah. Mai ist der einzige !!! Monat im ganzen Jahr 2015 an dem ich keinen einzigen Termin habe.

Als ich betete und Gott fragte, ob ich mich auf diese verrückte Sache einlassen soll, wurde ich an meinen Vater in seinen Jugendjahren erinnert. Er war sehr guter Handballspieler – spielte damals in der Bayernauswahl. Also so was ähnliches wie Bundesliga heute. Er war extrem schnell und konnte kräftig werfen. Mit rechts. Eines Sommers entschied er sich, seinen linken Arm zu trainieren. In Ermangelung von Fitnessstudios, stach er einen ganzen Sommer lang, das geerntete Heu auf dem Bauernhof mit dem linken Arm von der Tenne in den Heuschober. Am Ende des Sommers war er links genauso schlagkräftig wie rechts. Die Gegner seiner Mannschaft stellten in der Regel zwei Spieler ab, um ihn zu decken! Er war einfach zu gefährlich.

Beim Nachdenken über diese Begebenheit, schien es mir als würde Gott mir sagen: „Du hast die letzen 10 Jahre deine natürlichen Fähigkeiten, deinen rechten Arm, stark traininert. Durch Coachingausbildungen, Lernen etc. Jetzt ist es dran, deine übernatürlichen Fähigkeiten zu trainieren, dienen linken Arm, um in meinem Reich noch schlagkräftiger zu sein….“ 

rothko-blau-gelb-Es stimmt. Wenn ich coache habe ich eine „Erfolgsquote“ von fast 100%. Praktisch nach jedem Coaching sagen mir Menschen, dass sich ihr Problem gelöst hat oder zumindest besser lösbar geworden ist. Beim Gebet für Kranke sieht das anders aus. Es haben schon viele Menschen für mich gebetet – besonders für Heilung der Auswirkungen mehrere Unfälle. Bisher ohne spürbare Veränderung. Und  Ich habe in den letzten Jahrzehnten wahrscheinlich Hunderte von Malen , vielleicht sogar  Tausende von Malen für kranke Menschen gebetet.

Bisher habe ich nur vier Mal etwas erlebt, was ich als offensichtliche Gebetserhörung und übernatürliches Eingreifen Gottes werten würde.

  • Als die Tochter von Nachbarn wegen Bulimie in Lebensgefahr schwebte, haben eine andere Frau und ich monatelang für ihr Überleben und ihre Heilung gebetet. Irgendwann wusste ich: Jetzt ist es gut. Sie konnte bald darauf entlassen werden. Ich sehe sie in der Regel 1 x im Jahr beim Weihnachtsgottesdienst in meiner Heimatstadt… und habe jedes Mal Tränen in den Augen: Sie lebt… und vermutlich bin ich mit beteiligt daran.
  • Bei einem Kostümfest in England bekam eine Freundin heftige Magenschmerzen. Ich suchte im ganzen Haus erfolglos nach Kräutertee, als ich keinen fand, kam ich auf die Idee zu beten. Als die Magenschmerzen nach dem Gebet plötzlich weg waren, war ich diejenige, die am erstauntesten war.
  • Als ich im Januar 2013 mit meiner Freundin Rosemarie in Wales beim Gebetszentrum Ffald – y – Brenin war, wo öfters Heilungen geschehen, bat sie mich für ihren Rücken zu beten, der ihr immer wieder Schmerzen machte. Seit dem Gebet hatte sie nie wieder Schmerzen in dem Bereich.
  • Einmal habe ich für eine Frau gebetet, die sie dem 9. Lebensjahr keinen Haarwuchs mehr hatte. Nirgends. Keine Augenbrauen, keine Achselhaare und natürlich keine Haare auf dem Kopf. In den Wochen nach dem Gebet begannen die Haare wieder zu sprießen – zum ersten Mal seit über 15 Jahren!!! Dann fielen die neu gewachsenen Haare wieder aus. Nein, ich verstehe das auch nicht!

Die drei bzw. vier Erlebnisse waren beeindruckend. Sie sind aber – ehrlich gesagt – eine magere Ausbeute für unendlich viel Gebet. Als Coach hatte ich vermutlich schon längst aufgegeben, wenn meine Resultate im Coaching ähnlich schlecht wären, wie beim Beten für Kranke. Dass da so wenig passiert, frustriert und irritiert mich zutiefst. Aber irgendwie bleibe ich dran. Auch weil Jesus es klipp und klar gesagt hat, dass das zu unseren Aufgaben als Jünger gehört, für Kranke zu beten bzw. er sagt nicht, dass wir für sie beten sollen, er sagt noch steiler „Heilt Kranke, weckt die Toten auf!“ (Matthäus 10, 8).

Aber es stimmt auch: In meine Coachingausbildungen habe ich weit über 10.000 Euro gesteckt, habe jahrelang gelernt – in Seminaren, aus Büchern und von Menschen, die es richtig gut kennen. Im Bereich „Heilung für Kranke“ hab ich wenig gelesen, mal einen Workshop besucht… aber bisher noch nicht wirklich mit und von Menschen gelernt, die darin geübt sind und die es besser „können“ als ich.

Was mich auch bewegt ist, dass Bereich Gebet für Kranke so viel Schräges läuft. Lautstärke, Dramatik, Kraftlosigkeit oder – am Schlimmsten – Schuldvorwürfe an den Kranken, wenn auf Gebet hin mal wieder nichts passiert ist. „Du hast halt nicht genug geglaubt!“ Was für eine Last, die man da Menschen aufbürdet. Wie schrecklich!

Ich sehne mich, danach, im Bereich körperliche Heilung und Befreiung effektiver zu werden. Gerade liegt ein lieber Freund von mir nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Das nimmt mich mit. Wie wunderbar wäre es, da ganz einfach Heilung zu bewirken. Tatsächlich zu erleben, dass ich Menschen nicht nur bei seelischen, sondern auch bei körperlichen Problemen helfen kann. Zu erleben, dass mehr Heilungen geschehen. Auf eine Art und Weise, die respektvoll und einfühlend ist – und zugleich kraftvoll und wirkungsvoll.

Ein betender Freund, der von meinem Englandabenteuer weiß, schrieb mir dazu:

Du lebst Deine natürlichen Fähigkeiten und alles das, was Du im sichtbaren Bereich tust (Schiff!) hochgradig bewusst als im Angesicht Gottes, mit Ihm, für Ihn.Und das, was Du im übernatürlichen Bereich zunehmend tun wirst, bei und nach diesem Training, genauso. Und das ist das Kostbarste daran: Nicht das, was Du schaffst, oder was Gott Übernatürliches durch Dich schafft, sondern dass Gottes Gegenwart dadurch so konkret wird, dass Ihn viele Menschen sehen, spüren, in Ehrfurcht verstummen und Ihn anbeten.

Und eine Freundin, die selbst viel richtig Schräges und Schreckliches mit Menschen erlebt hat, die sich an Heilung versucht haben, schrieb mir, dass sie mir zutraut, dass ich anders mit Menschen umgehe. Mich rührt ihre Wertschätzung zutiefst. Und ich hoffe, dass ich dem in mich gesetzten Vertrauen gerecht werde.
Also werde ich vom 1. – 28. Mai genau das tun. Mich darauf einlassen, mich von Menschen mit mehr Erfahrung in dem Bereich trainieren zu lassen. Und vor allem von Jesus und seinem Wort lernen, mehr im Übernatürlichen zu leben und zu handeln. Ich bin aufgeregt und mega-gespannt.
Die erste Herausforderung für mich als Selbständige ist, einen Monat nicht zu coachen und auf andere Art und Weise Einkommen zu generieren und gleichzeitig die Kursgebühr und Unterkunft, Reisen und Aufenthalt zu zahlen.  Herzliche Einladung, wenn du mir dabei helfen möchtest.
 
Ich empfinde das Training in England als Investition in meine Zukunft, in das Schiffsprojekt und die Menschen, die dorthin kommen werden und denen ich dann hoffentlich noch kraftvoller dienen kann… und ja, ich werde über meine Erfahrungen berichten! Versprochen!
Ergänzung: Wenige Stunden, nachdem ich diesen Beitrag geschrieben habe, kam die Nachricht, dass Matthias, dessen Gehirn vor einigen Tagen aufgehört hat, zu funktionieren, wieder auf Ansprache reagiert und Aufforderungen wie „drück meine Hand, halte den Damen hoch, lass meine Hand los“ nachkommen kann. Die Ärzte sind geschockt. Die Krankenschwestern auch. Und ich weine vor Glück! Das ist wohl Heilung Nr. 5, die ich selbst miterlebe – und die größte von allen.

Hat Gott womöglich meine Gebete erhört? Größer, als ich dachte?

CIMG2025Das ist schon irgendwie krass. An GENAU dem Ort in Hamburg, an dem ich mein Schiff für über ein Jahr liegen hatte, liegt jetzt ein Schiff, das zum Flüchtlingsrettungsschiff im Mittelmeer wird.

Oft, wenn ich dort war, hab ich gebetet, dass dieser Ort zum Segen wird… und jetzt zu sehen, dass dort ein anderes Segensschiff gebaut wird, berührt mich.

Hat Gott womöglich meine Gebete erhört – auch wenn ich mir nie hätte ausdenken können, wie?

So genau weiß ich das natürlich nicht, aber es ist auf jeden Fall berührend und schön. Das  hab ich auch den Leuten vom Team geschrieben.

fischkutter208_v-vierspaltigHallo, liebes Team von SEA life…

derzeit baue ich ein altes Schiff zu einem Ort um, an dem Menschen Inspiration und Hilfe erfahren können.

Aktuell in Berlin (wo ich lebe).

Die erste Bauphasellag das Schiff in Hamburg, Lotsekai 1!!!!
Ich bin ein gläubiger Mensch, und oft, wenn ich in Hamburg an Bord war, habe ich gebetet, dass Gottes Segen, sein wohltuendes Handeln, sich an diesem Ort entfaltet. Ich habe da natürlich zuerst an mein Schiff gedacht, aber als ich jetzt von euch gelesen habe, hab ich vor Rührung geweint.
Ich weiß nicht, ob ihr gläubig seid oder nicht, aber ich bin 100% sicher, dass Gott sich über das freut, was ihr tut. Indem ihr seine wunderbaren Geschöpfe vor dem sicheren Tod rettet.
Finanziell kann ich gerade nichts beitragen, aber ich bin ausgebildeter Coach – auch für Trauma-Nachbearbeitung. Ggf. könnte ich Menschen nach einem Einsatz bei der Verarbeitung des Gesehenen unterstützen.
Macht weiter. Mit viel Mut. Es ist toll, was ihr tut!
Lieben Gruß
Kerstin

4 Tage später

Meinem Bootsbauer habe ich von dem Projekt erzählt. Mit dem Ergebnis, dass er auch an das Team vom Schiff geschrieben hat. Und jetzt eingesetzt wird, um das Schiff ins Mittelmeer zu bringen. Ein Bootsführer für die letzte Etappe hatte ihnen nämlich noch gefehlt.

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