Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Gott (Seite 1 von 2)

Ein wunderbarer Tag, Jane, Schwäne und Gottes Eingreifen.

Dieser Tag war ziemlich wunderbar. Er fing mit einem ermutigenden Traum an, den ich für einen Leiter hatte, den ich kenne. Was ich total schön fand, war dass der Traum nicht nur über seinen Dienst sprach, sondern auch über seine Familie. Ich schrieb ihm u. a. „Was mir in eurer Küche auffiel war an der Wand eine riesiger bunter Gemüseschneider, sah eher aus wie ne Bonbonmaschine aus den 60er Jahren… in dem jede Menge frisches Gemüse steckte (Karotten, Möhren, Gurken, Tomaten). Für mich auf der pragmatischen Ebene ein Bild dafür, dass ihr auf Gesunde Ernährung achtet und das sehr wichtig ist. Symbolisch Übertragen von Vitalität und Frische, aber auch Verspieltheit und Leichtigkeit (Das Ding sah wirklich cool aus).“ Er antwortet „Sehr cool. Danke!“

Dann erhielt ich einen Brief von einer Mutter, mit deren Teenagersohn ich neulich ein Coaching gemacht hatte, weil er Angst hatte, woanders zu übernachten, immer Magenprobleme bekam. Ihm war das natürlich peinlich, aber er hat es einfach nicht geschafft. Ich hab mit einer speziellen Technik aus dem Wingwave-Coaching gearbeitet, die bei derartigen Themen sehr hilft. Sie schrieb mir: „Er hat jetzt bei Freunden übernachtet und sich als Mitarbeiter auf einem Sommercamp angemeldet, weil jetzt woanders übernachten kein Problem mehr ist! Er erzählt allen Leuten, dass du ihn geheilt hast. “ Ich würde das vermutlich anders formulieren – eher „ich habe ihn dabei unterstützt ein paar Blockaden loszuwerden. Und Jesus hat geschenkt, dass es funktioniert hat.“ Wie dem auch sei. Ich weiß, dass es das Leben dieses wunderbaren jungen Mannes verändert hat,  in diesem Bereich jetzt Entspannung und Freiheit zu haben. Und weine vor Freude.

Gestern Abend hatte ich einigen Freunden geschrieben, dass ich darunter leide, dass bisher im Bereich Heilung noch kein wirklicher Durchbruch passiert ist – weder bei mir selbst noch durch mich. Und bat sie, für mich zu beten. Eine Freundin schrieb zurück, dass sie an die Geschichte aus Exodus dachte, wo die Hebammen von den hebräischen Frauen sagen, dass sie ohne fremde Hilfe Kinder zur Geburt bringen. Und schrieb, dass sie denkt, dass das, was ich gerade innerlich an Kämpfen durchmache Geburtswehen sind. Wow! Das hat die Perspektive dramatisch verändert. Wenn etwas weh tut und man es nur für normale Schmerzen hält, dann ist es frustrierend. Wenn man ahnt. Das sind Geburtswehen – dann ist es was ganz anderes… Ich fand das Mega-Gut und entlastend.

2015-05-19 19.54.53-1Und dann hatte ich den Mut beim Frühstück die vier Gäste anzusprechen und ihnen von einem Traum zu erzählen, den ich eine Nacht zuvor hatte, indem ich als Schauspielerin die Rolle einer übergewichtigen Frau spielen musste (inklusive Dickmach-Kostüm) und tiefes Mitempfinden empfand über den Frust der ganzen vergeblichen Versuche und des mangelnden Erfolges beim Abnehmen . Jane, eine der Frauen sagte: „Ja, das betrifft mich. Durch verschiedene Krankheiten habe ich massiv zugenommen.  Ich würde mich über Gebet freuen.“

Die Gebetszeit wurde dann relativ lang, weil Gott eine Menge Dinge aufzeigte, die mit den Krankheiten und auch dem Gewicht verbunden waren  – etwa der emotionale Nutzen. Ich hab das schon mehrfach erlebt, dass manche Menschen beim Abnehmen blockiert waren, weil sie unbewusst fürchteten, nicht mehr zu der Gemeinschaft der anderen Dicken in der Familie zu gehören oder Ähnliches.  Bei ihr ging es um etwas Ähnliches. Das zu erkennen und zu lösen war schon mal gut.

Gerade artbritische Krankheiten haben – das habe ich von Aliss gelernt – oft (nicht immer) eine Komponente von fehlender Vergebung nach erlittenem Unrecht oder Schmerz. Ich hab sie gefragt, ob es Menschen gibt, denen sie noch nicht vergeben hat. Und Gott hat ihr sofort einiges gezeigt. Und dann gab es einen wunderschönen, langen Prozess, indem sie ein Bild von innerer Stärke entwickelte und in verschiedene Lebensbereiche integrierte. Es war so, dass sich ganz natürlich eines nach dem anderen entfaltete und zeigte. Ganz natürlich und leicht. Als der innere Prozess durch war, hat sie selbst den verschiedenen Krankheiten geboten, sie zu verlassen.

Sie hat sich dann bei mir fürs Gebet bedankt. Und ich hab ihr geantwortet: „Das meiste hast du ja selbst gebetet!“ Sie hat darauf gesagt: „Aber du hast mich befähigt, es zu tun!“ Ich glaube, dass das das fast Schönste ist, was man mir sagen kann. „Du hast mich befähigt, es zu tun!“

Am Nachmittag sass ich in der Sonne, las das letzte Kapitel von Aliss´ Buch „Natürlich übernatürlich“ , indem sie die wichtigsten Sachen noch mal zusammenfasst. Ich hatte empfunden, dass Jesus mir sagt, dass ich das fast auswendig lernen soll. Und ich spüre, wie mir die Bibelstellen, die sie zitiert und ihre Erfahrungen helfen, meine Glaubensperspektive zu erweitern und zu stärken. Auswendig kann ich es noch nicht. Aber manche Gedanken und Impulse sickern langsam ein.

2015-05-17 14.18.38Und dann ging ich spazieren und sah im Kanal eine Schwanenfamilie mit drei ganz kleinen Schwanenküken. Ich machte einen großen Bogen, um sie nicht zu erschrecken – Schwäne können wütend werden, besonders wenn sie ihre Jungen beschützen wollen. Und setzte mich dann auf den Bug eines der flachen Hausbote um der Familie aus der Ferne zuzusehen. Sie kamen immer näher. Bis sie direkt unter meinen Füssen waren – nur eine Armeslänge von mir entfernt. Ich tat, als sei ich die Gallionsfigur vom Boot – vielleicht hielten sie mich auch für eine Blumenwiese. Auf alle Fälle blieben sie ganz in der Nähe. Ich war einfach nur berührt. Soooo schön. Danke, Vater.

Die vier Gäste waren den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Jane hat mir am Abend erzählt, dass sie so viel Kraft hatte, wie seit Jahren nicht mehr. Sie trug ihre Krücken fast die ganze Zeit, statt sie zu benutzen und hatte fast keine Kurzatmigkeit mehr. WOW! Da ist wohl auch körperlich was passiert!

Was mich richtig überrascht ist, wie einfach das war, von seelischer Heilung – etwas in dem ich schon ein gutes Stück weit geübt bin – zur körperlichen Heilung überzugehen. Es fühlte sich nicht mal wie ein richtiger Schritt an…sondern war ganz natürlich und selbstverständlich. Ich bin immer noch total überrascht. Richtig überrascht. Und bewegt. Jetzt hab ich schon wieder Tränen in den Augen.

Ich hab´sie gefragt, ob sie mir ein Mini-Video über das macht, was sie erlebt hat. Sie hat total gern ja gesagt. Ich muss noch rausfinden, wie ich das auf Youtube kriege. Wenn das geklappt hat, sage ich euch Bescheid. Werde auch versuchen, es auf meine Facebook-Seite Kerstin Hack stellen.

Zutiefst dankbar. Der Tag war wunderbar!

Dankbar und hungrig nach mehr

2015-05-13 17.55.05Der Tag begann mit einem Traum, der – ich warte noch auf Antwort – vielleicht für zwei andere Menschen eine Richtugnsweisung war. Und mit einer Gebetserhörung, Ein alter Freund, der seinen Job gekündigt bekommen hat, hat ihn wieder. Ich weiß, dass andere durch ihr Engagament auch zu dieser Entwicklung beigetragen haben…Ich hatte einen vor ein paar Tagen einen Traum und die spezifischen Gebete, die ich darauf hin gebetet habe, trugen, so weit ich das erkennen kann, auch zu dem Jobgeschenk bei. Dann hatte ich es auf dem Herzen, eine bestimmte Frau zu ermutigen, schrieb ihr meinen Impuls und sie schrieb mir, dass sie das an diesem Morgen ganz besonders gebraucht hat.

So was fällt mir relativ leicht. Es ist eingeübt, ich hab viel von Büchern und anderen gelernt – jetzt fühlt es sich so an, als ob es mir einfach zufällt. Aber das ist glaube ich mit allen Gaben so, die man geschenkt bekommen und dann durch Training eingeübt hat. Vielleicht ist das mit einem Kanal zu vergleichen, den man gut ausgebaut hat und durch den das Wasser Gottes relativ leicht fließen kann. Ich vermute, dass das Hören auf Gott und Reagieren auf Impulse vermutlich die Art und Weise sein wird, wie Gott mich auch in der Zukunft am häufigsten gebrauchen will.

Rob Cresswell erzählte, es hier in England viele christliche Dienste gibt, die sich mit körperlicher Heilung beschäftigen. Aber dass nur wenige Menschen im prophetischen Hören schulen. Interessant. Nur weil ich in meinem Umfeld mit dem Hören auf Gottes Stimme recht vertraut bin, heißt das noch längst nicht, dass das anderswo genauso ist. Ich bin dankbar dafür. Sehr dankbar. Oder zumindest relativ dankbar, wenn ich ganz ehrlich bin. Nichtsdestotrotz strecke ich mich danach aus, von Gott auch im Bereich Heilung und Befreiung gebraucht zu werden. Weil es in dieser Welt so nötig ist.

Heute Morgen dachte ich – beim Nachdenken über die Elemente, die ich bei der Heilung von Matthias erlebt habe, darüber nach, dass die Gabe der Heilung vielleicht nichts anderes ist als eine Mischung aus Mitgefühl und Glauben. Und natürlich Gottes Wirken. Man kann sicher mehr Mitgefühl entwicklen – in mir wächst es, je mehr ich davon lese, wie Gott Menschen heilt. Und Glauben wächst – durch Gottes Wort und sein Handeln. Vor ein paar Tagen hab ich für eine Frau mit Magenproblemen gebetet. Sie hat mir total leid getan, weil ihr ganzer Bauch aufgebläht war. Ich hab für sie gebetet, aber direkt ist nichts passiert. Aber ich hab mich gefreut, dass sie mir heute sagte, dass es ihr heute viel besser geht. Einfach nur gefreut.

Dann hab ich das „Tagebuch der Wunder“ von Aliss gelesen, wo sie ein ganzes Jahr lang aufschreibt, was sie mit Gott erlebt hat. Sie schreibt, dass sie zwölf Jahre lang gebetet hat, dass Gott sie gebraucht, um die Dinge zu tun, die im Neuen Testament den Jüngern zugesagt sind: Heilen, befreien, zu Jesus führen. Und dass sie häufig Dienstags einen Fastentag speziell dafür gemacht hat. Und dass sie Anfang 2009 Gott gebeten hat, dass er ein Wunder pro Tag durch sie tut. Ab Februar 2009 – das Jahr, in dem sie ihr Café in einem heruntergekommen Stadtteil Chesters eröffnet haben, hat sich das Gebet so ziemlich gründlich erhört. Ich hab nicht nachgezählt, aber pro Monat 30 Bekehrungen und Wunder dürfen es schon gewesen sein.

Sehr oft berichtet sie von gebrochenen Fingern oder anderen Fingerproblemen, die Gott geheilt hat. Mich haben die Finger-Heilungen besonders berührt und ich dachte, dass das vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass Gott mich heute zum Heilen von Fingern gebrauchen will. Und hielt deswegen besonders nach kaputten Fingern Ausschau. Aber zuerst fiel mir eine Frau mit Gehproblemen auf. Ich fragte, was ihr Problem sei – Arthritis – und ob ich für sie beten dürfte – Nein! Damit hätte ich nicht gerechnet.Die nächste Frau, die einen Gehstock hatte und die ich ansprechen wollte, lief weg, bevor ich zu ihr hinkam. Ich hatte einfach zu lang gewartet.

Ein kleines Mädchen , das einen eingequetschten Finger hatte, der ihr sehr weh tat, und ihre Mutter erlaubten mir für das Mädchen zu beten. Ob etwas passiert ist, konnte ich direkt nach dem Gebet nicht sagen, da ich von der Bedienung an meinen Tisch gerufen wurde. Aber ne halbe Stunde später hab ich sie auf dem Weg zur Toilette noch mal gesehen und gefragt, wie es ihrem Finger geht. Und sie meinte „It´s ok!“ Und als ich noch mal fragte, ob er noch weh tut, sagte sie „It´s fine!“ Ich bin erstaunt. Klingt nach einem Anfang.

Mir fiel dann auf, dass die Bedienung Gelenke hatte, die sich total überstreckten und durchbogen – der Daumen bog nach hinten durch, wenn sie Dinge trug. Ich hab sie darauf angesprochen. Wenn ich sie richtig verstanden habe hatte sie eine Krankheit namens „Hyperlaxie“, die zu instabilen Gelenken führt und ihr Schmerzen bereitet. Ich hab für sie gebetet und sie gefragt, ob sie etwas gespürt hat. Sie verneinte. Ich hab mich später gefragt, ob sie Schmerzen in ganz anderen Körperregionen als den Händen hat, etwa im Rücken, der durch die weichen Gelenke nicht gut gehalten wird. Wie dem auch sei – ich werde für Vivian weiterbeten.

Als ich vor der Kathedrale auf Sua wartete, sah ich eine Frau, die mich warm anlächelte, aber gebeugt lief. Mich berührte das – und ich lief ihr hinterher und fragte sie, ob sie körperliche Probleme hätte. Und dass ich, wenn ja, gern für sie beten würde. Sie verneinte, meinte, sie einfach nur alt. Sagte aber, dass es ziemlich komplexe Familienprobleme gäbe. Und freute sich über Gebet – war selbst offensichtlich gläubig. Ich betete trotzdem für körperliche Energie – kann ja nix schaden. Und dann für die Familie. Und hatte auch ein Bild für die Situation. Sie hatte Tränen im Gesicht. Und hat sich ganz warm bedankt.

Jetzt werde ich noch ein wenig beten, dass ich im Bereich Heilung mehr direkt und gleich erlebe… da ist der Kanal noch nicht so weit ausgebaut. wenn du magst, kannst du ja mit für mich beten.

Ich glaub das heute war ein ganz normaler Tag mit Jesus.

Kuchen, Zuckerguss und Bobby Connor

2015-05-09 15.51.15Eine Freundin von mir, mit der ich seit 15 Jahren nur per Mail Kontakt hatte, war extra aus Südengland angereist, um mich zu sehen. Sie sagte mir bei einem abschließenden Mittagessen, wie kostbar die Zeit für sie war. „Es war so toll, dich zu sehen – und Bobby Connor – einer der Sprecher – war dann noch der Zuckerguss auf dem Kuchen!“ Hier gibt es extrem leckeren Karottenkuchen der an und für sich schon toll schmeckt, aber der herrlich weiche Guss obendrauf macht ihn besonders gut.

Bobby Connor (auf dem Foto links) ist ein Mann, der seit Jahrzehnten mit Gott unterwegs ist und im Dienst für Gott schon so ungefähr alles erlebt hat, was man erleben kann. Seine Predigten –falls man seine geistlichen Impulse mit spontanen dramatischen Einlagen so bezeichnen kann – waren ausgesprochen originell. Bobby ist eine Nummer für sich. Äußerst unkonventionell und zugleich kraftvoll und tief. Der Mann kennt das Wort Gottes und die Kraft Gottes. Eine seiner Lieblingsstellen ist, aus einem Psalm, in dem beschrieben wird, dass Gott dem Psalmisten die Kraft eines wilden Ochsen gegeben hat. Das findet er ziemlich gut.
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Es hat mich berührt, dass meine Freundin mich – im Vergleich mit diesem Mann – als den Kuchen und Bobby, Gottes wilden Ochsen, als den Zuckerguss bezeichnet hat. Als ich darüber nachdachte wurde mir klar, dass sie recht hat. Coole Inspiration, auch starkes Wirken Gottes, kommt nicht an den Wert lange gelebter Freundschaft, Einstehen füreinander, Liebe und Gebet heran. Tiefe, gelebte Beziehung ist der Kuchen – auch im Leben mit Gott. Tolle Erfahrungen, Zeichen und Wunder der „Zuckerguss“ obendrauf, der natürlich dazu gehört. Ohne den Guss ist der Kuchen nahrhaft, aber etwas trocken.

Zuckerguss-Bobby war definitiv gehaltvoll. Da er im gleichen Haus untergebracht war, hatte ich Abends nach den Veranstaltungen die Möglichkeit, noch viele weitere Geschichten zu hören und ihm die eine oder andere Frage zu stellen. Er ist jemand, der klar Gottes Stimme hört, beeindruckende, übernatürliche Erfahrungen und Gebetserhörungen hat, regelmäßig Heilungen erlebt – natürlich wollte ich wissen, was sein Geheimnis ist. „Tiefe Zeiten mit Gott und seinem Wort sind der schnellste Weg, im Übernatürlichen zu wachsen“ antwortete er. Und zitierte gleich noch Psalm 42, 7 im Englischen kommt da zum Ausdruck, dass die Tiefe in uns sich danach sehnt, mit der Tiefe in Gott in Resonanz zu gehen: „Deep calls onto deep!“

Das ist auch das, was mir hier so gefällt – dass immer wieder betont wird, dass die persönlichen, innigen Zeiten mit Jesus der Schlüssel für alles Wirken mit Gott sind. Klar ist die Sehnsucht nach seiner Kraft da. Und Aliss sagt immer wieder, wenn sie von etwas hört, das sie noch nicht erlebt hat: „Das will ich auch sehen!“

Doch bei allem Spaß, den begeisternde Wunder mit sich bringen – es ist keine Sensationslust, sondern der Wunsch, Menschen die Liebe und die Kraft Gottes nahe zu bringen. Das merkt man Bobby auch an – wenn er von Heilungen und Befreiungen erzählt, die er erlebt hat, dann spürt man die tiefe Barmherzigkeit, die er mit Menschen hat.

Etwa als ihn während eines Vortrags eine Frau verfluchte und anschrie. Er ging zu ihr, schaltete das Mirko aus, lies alle anderen warten und sagte ihr, was Gott ihm gezeigt hatte – dass sie als Kind brutal missbraucht worden war. Sie fing an zu weinen, bestätigte das. Er betete um Befreiung für sie. Unter ihrer extremen Aggression sah er den leidenden Menschen.

Oder die Geschichte als ein extrem gewalttätiger Einbrecher ihm ne Pistole an den Kopf hielt. Er hatte zuvor mehrere Monate lang immer wieder über die Bibelstelle gesprochen „Was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein…“ (Matthäus 18, 18), was er so verstand: Wenn wir als Kinder Gottes auf der Erde etwas beschließen, stimmt der Himmel mit uns überein.
Also unterband er das Schießen und obwohl er es versuchte, konnte der Mann nicht abdrücken und flüchtete. Weil er als so gefährlich galt, wurden 150 Polizisten einer Spezialeinheit abkommandiert, um ihn zu stellen. Bobby wurde aus Sicherheitsgründen in den Mannschaftswagen der Polizei gesteckt. Dort bekam er alle Funksprüche mit. Unter anderem den Befehl, den Mann zu erschießen.
Er entschied sich, das zu unterbinden, weil er nicht wollte, dass der Mann sterben würde und betete und gebot still. Direkt nach seinem Gebet darauf nahm der Kommandant den Befehl zurück. Dann wurde er gefragt, was denn geschehen sollte. Er sagte und gebot: „Der Mann soll mit den Händen hinter dem Kopf aus dem Versteck kommen und es soll ihm kein Leid zugefügt werden!“ So geschah es. Er hätte guten Grund gehabt, dem Mann Schlechtes zu gönnen, aber hatte Barmherzigkeit und Erbarmen.

Bobby lebt vor, welche Bedeutung Gottes Wort für ihn hat und das die Begegnung mit dem lebendigen Gott und seinem lebendigen Wort seine Kraftquelle ist. In meinem ganzen Leben als Christ habe ich noch nie jemanden erlebt, der so viele Bibelstellen auswendig kann. „Du fragst dich xy – die Antwort ist in Bibelstelle z!“ Seine Predigten war letztlich nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Fragen und Antworten in Form von Bibelversen, die er aus dem Gedächtnis zitierte. In einem Tempo, das ich mit dem Schreiben nicht hinterher kam. Gesprenkelt mit Anekdoten, musikalischen Einlagen, Louis Armstrong Imitaten und prophetischen Impulsen für einzelne Zuhörer – auch meist in Form von Bibelversen. Für fromme Menschen, die eine strukturierte drei-Punkte Predigt erwarten, sicher gewöhnungsbedürftig. Für alle anderen eine Bonbonmaschine, die in raktetenartigem Tempo ein geistliches Schmankerl und Kraftpaket nach dem anderen herauswarf.

Der Mann kennt seine Bibel. Und glaubt ihr wie ein Kind. Er spricht – wie ein Kind – auch gelegentlich in der dritten Person von sich. „Weißt du, ich hab mir gedacht: Vor Gott gibt es kein Ansehen der Person. Also hab ich Gott gesagt: Ich will das auch erleben, was die anderen Leute in der Bibel erlebt haben. Und ihm gesagt: Bobby will das alles auch erleben – gib´s ihm oder erkläre ihm, wieso es nicht geht!“ Wow!

Er macht keinen Hehl daraus, dass einige der Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hat, auch viel gekostet haben. Gott bitten ist ein Schlüssel. Wahre Autorität hat jedoch immer ihren Preis – Wachstum, Charaktertransformation, Herausforderungen meistern. Das war bei Jesus nicht anders. Von ihm heißt es, dass er erfüllt mit dem Heiligen Geist in die Wüste ging. Und dort vom Teufel versucht wurde. Nachdem er den Test bestanden hatte, war er nicht mehr „nur“ mit dem Geist Gottes erfüllt, sondern diente und sprach kam in der Kraft Gottes. (Lukas 4, 1 -15)

Bobby ist in der Regel fünf mal pro Woche irgendwo predigen und Menschen dienen – ich hab ihn gefragt, wie er das schafft, bei so einem Reisepensum ruhige Zeiten mit Gott zu haben. Er meinte „In der Bibel steht, dass man zum Beten in sein Kämmerchen gehen soll. Das muss keine Kammer im materiellen Sinn. Ich habe in meinem inneren eine Kammer geschaffen, in die ich mich zurückziehen kann, selbst wenn um mich das Leben tobt.“ Nochmal wow!

Wunderschönes Alltagsglück

rothko-marshmelloEs gibt nur wenige Wetterlagen, bei denen ich nicht Fahrrad fahre. Heute war eine davon. Es wehte einfach eisig kalter Wind (gestern hatten wir Minus 17 Grad!). Ich wußte, dass ich nach 2 x 40 Minuten Fahrradfahren bis auf die Knochen durchgefroren sein würde. Also ausnahmsweise U-Bahn.

Auf dem Rückweg traf ich eine Obdachlose Frau, die mir schon einmal begegnet war. Bei der letzten Begegnung hatte sie mir erzählt, dass sie starke Schmerzen hatte. Wir stiegen an der gleichen Station aus und ich wollte ihr eigentlich anbieten, für sie zu beten. Aber war zu feige. Also habe ich „heimlich“ für sie gebetet, auf dem Nachhauseweg und noch ein anderes Mal, als ich sie sah.

Jetzt traf ich sie wieder, als sie in der U-Bahn die Obdachlosenzeitung verkaufte und gab ihr etwas Geld und fragte sie, wie es ihren Schmerzen denn ginge. Sie sagte, dass alles in Ordnung sei. Ich wollte ihr dann eigentlich noch sagen, dass ich für sie gebetet habe, aber da hatte sie sich schon umgedreht und stieg aus. Vielleicht ein andermal.

Ich freue mich, dass mein Gott offensichtlich ein Gebet erhört hatte – ohne dass ich davon wusste. Ich frage mich, wieviel mehr Gebete es gibt, die Gott erhört hat, ohne dass ich es weiß.

Gebete in Krisen

Derzeit lese ich Stück um Stück die Bibel in chronologischer Reihenfolge…und es bleibt  spannend Geschichtsbücher und die dazugehörige Lyrik (Lieder und Gebete) zusammen zu lesen. In den letzten Tagen war 1. Samuel dran. Da wird erzählt, wie David von Gott zum künftigen König berufen wird, was beim Amtsinhaber Saul Eifersucht bis hin zu Mordversuchen auslöst. David muss fliehen.

Rund ein Dutzend Kapitel erzählen von Verrat, Undank, Unverständnis, Verwirrung jahrelanger Flucht, Verstecken in Höhlen und Wüsten und im Ausland. Nicht gerade das, was man sich vorstellt, wenn man von Gott zum König berufen wird – das Kleingedruckte stand wohl nicht im Einstellungsvertrag.

Was mich beeindruckte: Mitten in dieser Zeit dichtet David Lieder voll emotionaler Transparenz. Er schrieb und schrie seinen Ärger, seine Verzweiflung, seine Müdigkeit heraus – und sein Vertrauen in Gott. Er wartete nicht nur auf einen guten Ausgang und betete darum, sondern er hielt IN der Situation an Gott fest und fand da zur Ruhe. Das ist etwas, was ich von ihm lernen möchte: Nicht nur hoffen, dass Gott eine Situation ändert und Probleme löst, sondern IN der Situation bei Gott zur Ruhe finden.

Von Davids Prozessen zehren wir noch heute. Das was er durchgemacht hat und WIE er damit umgegangen ist, wurde fruchtbar für sein Leben – und sprach in das Leben von Millionen anderer Menschen, die in seinen Worten Trost und Stärkung ihres Glaubens fanden – etwas in Psalm 27: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten…der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen.“ Das schrieb er nicht auf dem Balkon seiner Villa – sondern mitten auf der Flucht.

Vermutlich sind 14 Psalmen – das sind knapp 10% aller in der Bibel enthaltenen Psalmen – in der Zeit der Verfolgung und Flucht entstanden: Psalm 7, 17, 27 (einer meiner Favoriten!), 31, 34, 35, 52, 56, 59, 63, 120, 140, 141, 142. Es lohnt sich, die Geschichte und die Psalmen dazu zu lesen – finde ich.

Schiff – es geht weiter Schritt für Schritt

Es ist für mich eine Freude aus der Ferne – das Schiff liegt immer noch in Hamburg – mitzuerleben, wie es Schritt für Schritt vorangeht.

Es liegt noch gut Arbeit für ein Jahr vor uns. Aktuell ist  Karl, der Bootsbauer,  vorallem mit Entrosten beschäftigt und hat schon ein paar Hundert Schleifscheiben verschlissen. Heute bekam er Hilfe von Alejandro, der mit angepackt hat – einfach so.  Der erste von hoffentlich vielen Helfen, die helfen, dass es vorangeht.

Mit Unmengen von Geld könnte das alles natürlich viel schneller gehen. Derzeit kann ich mir nur 50 Euro pro Tag leisten – und das ist schon herausfordernd genug. Für  mich ist es erstaunlich, jeden Monat zu erleben, wie das nötige Geld zusammenkommt. Durch eigene Einnamen (Coaching, Seminar, Verlag), durch Darlehn oder Spenden. Manche Menschen schenken mir einen Tag Renovierungsarbeit, heute bekam ich zwei Wochen geschenkt. Ich hab nie dick Geld im Voraus – doch es reichte in den letzten Monaten immer für das, was anstand. Einfach wunder-bar.

Ich bin einfach nur am Staunen, wie offensichtlich Gott dieses Projekt bestätigt. Nein, ich glaube nicht, dass immer alles glatt geht, wenn Gott hinter einer Sache steht. Als Jesus mal seine Jünger über den See schickte – seine Idee, dass sie da rüber sollten – ging der Sturm erst richtig los . Auch das kann Glauben sein. Und solche Zeiten kenne ich auch – manchmal mehr als mir lieb ist.

Doch manchmal ist es einfach so, dass es so wirkt, als ob Gott lächelt und sagt: „Ich zeige dir so richtig dicke, dass ich es gut mit dir meine.“ Solche Zeiten kann ich genießen – rundum.

Kostbare Räume schützen

In der Bibel wird beschrieben, wie Jesus an einem Tag alle Händler aus dem Tempel vertreibt: Er sah im Tempel viele Händler, die Ochsen, Schafe und Tauben als Opfertiere verkauften. Auch Geldwechsler saßen hinter ihren Tischen.Jesus knüpfte aus Stricken eine Peitsche und jagte die Händler mit all ihren Schafen und Ochsen aus dem Tempel.“ Aus Johannesevangelium Kapitel 2

Ziemlich radikal, mit handfestem Körpereinsatz und drastischen Worten. Eine der härtesten Geschichten im neuen Testament. Das Auftreten ungewöhnlich intensiv und heftig. Nirgendwo sonst wird in der Bibel erzählt, dass Jesus körperlich gegen Menschen vorging. Warum ist er da so heftig?

Das ist schon hart! Was daran ist denn eine „gute Nachricht?“ kann man sich fragen. Bei einem Gespräch über diesen Text kam mir ein interessanter Gedanke.  Jesus hat nichts gegen Handel. Im Alten Testament erlaubt Gott klar, dass Leute, die auf Grund der Entfernung selbst keine eigenen Opfertiere zum Tempel bringen können, diese vor Ort kaufen und dann opfern können. Jesus hat nichts gegen Handel. Er hat aber etwas gegen Handel an diesem Ort.

Warum? Jesus weiß, dass wir Menschen Räume brauchen. FreiRäume. Zum Beispiel den Raum, um Gott zu begegnen. Ist dieser Raum mit allem möglichen vollgestellt, dann wird es erschwert, fast unmöglich, die Seele auf Gott auszurichten.

Wir Menschen brauchen unterschiedliche Räume: Raum für Stille und Gebet. Raum für Begegnung. Raum für Zartheit und Intimität. Raum für Freude und Spiel. Raum für konzentriertes Arbeiten. Das können physische Räume sein, die extra für diesen Zweck vorgesehen sind: Eine Kapelle, ein Schlafzimmer, ein Squash Court.

Es können aber auch Freiräume, die wir uns durch Definition schaffen. Etwa: „Das ist unsere Spiel-Zeit.“ Oder: „Jetzt ist Zeit zu reden.“ „Ich will nun konzentriert an diesem Projekt arbeiten.“ Oder „Lass uns diesen Abend für tiefe Begegnung nutzen.“

Kostbare Räume wollen geschützt werden. In der Regel drängen sich immer andere Dinge in die Frei-Räume rein. Verstopfen sie. Da wird der Ruheraum plötzlich vollgestellt mit allem möglichen Kram. Papiere auf dem Schreibtisch oder der Posteingang vom Computer lenken vom konzentrieren Arbeiten ab. Die Steuererklärung will noch gemacht werden oder die Wäsche gebügelt, oder…Plötzlich ist keine Zeit mehr – oder kein Raum mehr im Kopf – für entspanntes Miteinander.

Von einem Ehepaar habe ich gelesen, dass sie sich in allen Räumen der Wohnung stritten. Wenn sie sich stritten und einer wegging lief der andere hinterher. So dass alle Räume mit Streit gefüllt waren. Irgendwann einigten sie sich. „Streit ist normal. Er zeigt, dass wir Dinge verschieden sehen und erleben und noch keine Einigung gefunden haben. Doch wir wollen nicht, dass der Streit sich überall ausbreitet. Wir streiten nur noch auf der Bank im Flur.“ Wenn Streit aufkommt, gehen sie dorthin, streiten sich gründlich, bis sie fertig sind. Und dann ist gut. FreiRaum zum Streit.

Letztlich ist das ganze Swing-Konzept ein Konzept, um Räume zu schützen. Mir wurde vor Jahren bewusst: Damit das Leben gut und ausgewogen ist, brauchen wir Menschen als einzelne, Paare, Teams und Gruppen acht wesentliche Elemente: Kreativität, Ordnung, Sinn (etwas beitragen zu können), Höhepunkte, Energiespender, Beziehung, Reflexionszeiten und Ruhe. Fehlt etwas davon,verkümmert das Leben.

Wenn ich Swing-Seminare mache oder Leute zum Thema Leben in Balance coache, dann geht es letztlich immer darum: Wie kann ich diese Räume schützen. Wie kann ich dafür sorgen, dass nicht die ganzen anderen Dinge, die „man“ noch tun sollte, den LebensRaum nicht erdrücken. Vielleicht sollten wir lernen, mit der gleichen Radikalität, mit der Jesus es tat, Dinge aus den Räumen zu vertreiben, in die sie nicht gehören. Kostbare FreiRäume notfalls auch mit Körpereinsatz schützen.

Letztlich geht es auch auf dem Schiff um Räume. Es soll ein Ort sein, wo Menschen FreiRaum finden, über sich und ihr Leben, ihre Beziehung zueinander und zu Gott nachzudenken. Ein ganz realer Raum mit Wänden. Und ein zeitlicher, geschützter, begleiteter FreiRaum, der hilft, innerlich Raum zu schaffen.

Der erste Schritt auf dem Schiff war übrigens aufzuräumen. Es standen überall im Vorraum noch verschiedenste Gegenstände und Baumaterial voTriton, Hauptraum, m Vorbesitzer herum. Man konnte kaum durchlaufen. Das ist jetzt alles auf die Seite geräumt. Jetzt ist Raum da.  Raum zum Arbeiten, neu gestalten. FreiRaum.

Pilgerreise

Die ZEIT Autorin Özlem Topçu schreibt von einer Pilgerreise:  „Diese Reise: Zu einer Gläubigen hat sie mich nicht gemacht – aber zu jemandem, der sich seines Nichtglaubens nicht mehr sicher ist. „

Ich finde das sehr schön formuliert…sich seines Nichtglaubens nicht mehr so sicher sein. Es berührt mich, wenn Menschen unterwegs sind – und ich wünsche ihnen, dass sie da ankommen, wo sie zu Hause und geborgen sind. Voll Glauben und Vertrauen.

In Gottes Schule – von Hafiz

In der letzten Zeit habe ich die Gedichte von Hafiz, dem wohl bekanntesten persischen Dichter, wieder neu entdeckt. Leider kenne ich nur eine gute englische Übertragung. Ich werde in den nächsten Tagen immer mal wieder eines davon auf deutsch übersetzen und die englischen Texte auf meinem englischen Blog Heart of Berlin posten.

Für eine Weile

Wir alle sind an den richtigen Ort gekommen.
Wir sitzen alle in Gottes Klassenzimmer.

Jetzt,
mein Lieber,
gibt es für uns nur noch eines zu tun:

Mal für eine Weile damit aufhören,
Spuckekügelchen zu machen.

Gott in New York

Kirchen sind hier überall zu sehen. Große, beeindruckende, hässliche (groß, beeindruckend und hässlich schließt sich nicht aus), kleine, schöne, heruntergekommene, einfache – die Gebäude sind wahrscheinlich ebenso so vielfältig wie das geistliche Leben der Menschen, die sich dort treffen.

Ich war gestern mit meinen Freunden in der North Brooklyn Vineyard Gemeinde, einer kleinen Gemeinde, mit gestern etwa 40 Besuchern im Morgengottesdienst. Entspannt und locker. Kaffee und Bagels, die es umsonst gibt, kann man auch an den Platz mitnehmen. Treffpunkt ist Morgens eine kleine Schulturnhalle (die eher die Größe eines sehr großen Wohnzimmers hat), Abends eine Bar.

Nach der Predigt gab es eine Zeit, wo die Anwesenden gemeinsam oder auch persönlich Gott ihre Liebe oder ihr Vertrauen ausdrücken konnten. Was mich berührt hat. Ein Mann empfand, dass Gott einer Frau in einer ganz spezifischen Situation etwas sagen wollte und gab diesen Impuls weiter. Die Situation, die er beschriebe, entsprach genau einer konkreten Situation, die mich sehr intensiv beschäftigt. In diese Situation hinein zu hören „Gott sieht dich!“ hat mich sehr berührt.

Keine Ahnung, warum Gott manchmal den Weg wählt, über andere Menschen zu einem zu sprechen…vielleicht ist man da weniger in Gefahr, das anzuzweifeln…und nur als Ausgeburt der eigenen Phantasie zu betrachten.

Nach dem Mittagessen bei IKEA…- gleiche Möbel, gleiches Essen, vor Gott und IKEA sind alle Menschen gleich – hab ich meine Freunde Möbel kaufen lassen und selbst das am Wochenende kostenlose Wassertaxi an die Südspitze Manhattans genommen. Mit vielen orthodoxen Familien, die ihre Kinder – bis zu sieben an der Zahl – zum Teil in gleicher Kleidung gekleidet hatten, wohl um sie im IKEA – Gewühl schneller wieder zu finden.

Schlendern durch die Wall-Street Gegend und später Soho, das am Wochenende fast genauso voll ist, wie unter der Woche. Auf dem Bürgersteig betete ein Moslem auf einem Pappkarton. Ob Allah das als „Teppich“ akzeptiert. Praktisch ist es allemal.

Mein Highlight: Eine Galerie verkaufte Original-Lithographien von Chagall, Picasso und Dali – zum Teil wunderschön. Und gar nicht sooo teuer. Ab 3000 Dollar war man dabei. Sogar neue Drucke von den alten Druckplatten die Rembrandt benutzt hatte, waren zu sehen. Die fand ich allerdings nicht so schön wie die Originale, die ich in einer Ausstellung gesehen hatte. Ein bisschen Patina muss bei Rembrandt schon sein.

Noch eine heiße Schokolade in einem Café…dann nach Hause zu einem türkischen Abendessen…unterwegs war ich noch lange an der Tür eines Lokals gestanden, in dem wunderbarer Live Jazz gespielt wurde…traumhaft.

Am 1. Tag des Monats nehme ich mir in der Regel Zeit, meine Aufzeichnungen des vorangegangenen Monats zu lesen, zu planen, zu beten….das habe ich, weil ich gestern den Tag mit Freunden verbringen wollte, auf heute verschoben.


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