Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Herausforderung

Es ist immer noch herausfordernd

Gerade habe ich Erdbeeren, Himbeersträucher und Geranien gepflanzt. Ich habe mich riesig gefreut. Zum einen, weil ich sie geschenkt bekommen habe – und Geschenke sind eine meiner Liebessprachen – ich freue mich immer, wenn ich was geschenkt bekomme – egal ob es ein Schokoriegel oder ein Beitrag zu nem Gästesofa ist – Geschenke tun meiner Seele richtig gut.

Außerdem freue ich mich, dass das Obst meine Haushaltskasse ein bisschen entlasten wird. Das ist auch bitter nötig.

In den letzten Tagen habe ich mal wieder Bilanz gezogen, Die allerschlimmste Krise im Verlag, als wir fast zahlungsunfähig waren, ist vorbei. Doch es ist nach wie vor so, dass Verlag und Schiff mich mehr kosten, als sie einbringen. Das wird abgefangen, indem immer mal wieder das eine oder andere Wunder passiert. Ich fange das zum Teil ab, indem ich recht sparsam lebe … kein Auto, Fernseher… Nur Biogemüse gönne ich mir… hab jetzt ein Abo für eine Gemüsekiste abgeschlossen und freu mich auf 7,5 Kilo Gemüse pro Woche. Das sollte für Smoothies und Kochen reichen. Hoffe ich. Die für dich ich mich entschieden habe, Etepetete, ist genial, weil sie Gemüse versenden, das sonst weggeworfen würde, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht.

Dennoch: Es ist sehr anstrengend! 

Ich habe heute mal durchgerechnet. Wenn ich  in den nächsten Wochen ca. 10.000 Artikel (von Postkarte bis Buch) verkaufen, dann ist die  Lage entschärft.

Wenn mir das gelingen würde, würde das bedeuten

  • Ich kann die vorhandenen Schulden abbauen
  • Ich kann die noch offenen und kommenden Rechnungen zahlen
  • Ich spare im Monat ca. 100 Euro an Überziehungszinsen und Lagerkosten ein.

EinTeil von mir ist müde und entmutigt. Der andere Teil will anpacken und Lösungen suchen. Und ich lade dich ein, Teil der Lösung zu sein.

Was du tun kannst

Einfach

  • Flyer verteilen: Du kannst mir sagen, ob du Flyer, Prospekte, Lesezeichen haben möchtest – zum Verteilen in Cafes, Gemeinde, Freundes-und Kollegenkreis. Und mir sagen,  wie viele. Das würde die Lagerbestände auch reduzieren.
  • Einkaufen für dich…egal ob einen Titel oder viele.
  • Beten…ich weiß nicht, ob das immer und für alle einfach ist, ich packe es einfach mal hier rein. Gebet und Segen ist mir sehr kostbar. Da die bisherigen Maßnahmen noch nicht erfolgreich genug waren, brauche ich neue Lösungen. Die sind immer ein Geschenk.

Mittel 

  • Postkarten und Impulskarten bestellen. Daran verdienen wir fast nichts und die stopfen uns das Lager voll. Schau dich mal bei uns im Shop um.
  • Bei Schnäppchen zuschlagen und schon mal gleich ein paar Geschenke für die nächsten Monate kaufen.
  • Verlagsvorschau weitergeben. Wenn du im Shop bestellt, bitte einen Stapel der Verlagsvorschau mitbestellen – so viele, wie du verteilen magst.

Herausfordernd (vielleicht)

  • Einen Sammelbestelleung in deinem Umfeld organisieren. Oder überlegen, was deine Freunde und Bekannten interessieren könnte und mal eine (kleine) Kiste zum Weiterverkaufen bestellen (Kommission machen wir eher ungern, das kostet mehr Zeit und Energie als die Sache wert ist).
  • Von uns erzählen: Mal in deinem Umfeld (Beruf, Gemeinde, Verein) auf unsere Titel hinweisen
  • Social Media (und sonstige Medien) nutzen: In sozialen Medien unsere Sachen bewerten (z.B. Im Shop, bei Amazon) und deinen Freunden empfehlen.

Impulsheft Krisen10.000 Stück ist herausfordernd.

Aber ich habe absolut keine Lust,  monatelang unter den Engpässen leiden.

Sondern hoffe, bete und arbeite, dass die Krise schnell gemeistert ist.

Ach ja, apropos Krise: Vom Impulsheft „Krisen“ habe ich auch noch mehr als genug auf Lager… das ist richtig gut und zeigt ganz praktische Schritte auf, wie man Krisen meistert. Das könnt ihr auch bestellen. Und ich sollte es vielleicht mal wieder lesen.

Und ja, Beiträge zu Gemüsekisten sind nach wie vor herzlich willkommen, um mich über Wasser zu halten.

 

 

Wachstum durch Druck

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.
1.Mose 41,52

Das sagt ein Mann, Joseph, der an Härten so fast alles erlebt hat, was man sich denken kann: Zerbruch seiner Familie, Verkauf an Menschenhändler, Sklaverei (da sicher auch Misshandlung), Verleumdung und Gefängnis.

Und am Ende dann diese Zusammenfassung:

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.11148774_10205730105104568_6040214888288850487_n

Seine Geschichte hatte ein Happy end. Doch das wäre wohl ohne das „unhappy zwischendrin“ nicht möglich gewesen. Die äußeren Herausforderungen und vor allem die inneren hatten ihn gestärkt. Er bestand die Prüfung in all dem zu seinen Werten zu stehen, durchzuhalten und ein weiches, hoffnungsvolles Herz zu bewahren

Nein, ein Schiff bauen ist nicht so hart, wie das, was Joseph erlebt hat. Auch wenn man beim monatelangen Entrosten schon mal an Sklavenarbeit denkt. Auch hier waren die größten Herausforderungen die inneren: Die Hoffnung zu bewahren, wenn es viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel länger und noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel länger dauert, als ich geplant und erwartet hatte. Wenn das Schiff auf der Werft im Hochwasser absäuft, wenn die Finanzen und Helfer fehlen oder Menschen, die Hilfe zugesagt haben, nicht auftauchen.

2013-08-24 18.40.59Dann nicht hart, hoffnungslos oder bitter zu werden  war und ist eine Herausforderung.

Menschen, die mich gut kennen, sagen, dass ich in diesen Jahren stärker geworden bin. Dass mich nichts mehr so leicht umhaut. Dass ich mit den Schwächen und auch Unzuverlässigkeiten von Menschen etwas leichter umgehen kann. Etwas gelassener bin, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich hoffe. Dass ich gewachsen bin in der zähen Entschlossenheit, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Mein Leben in den letzten Jahren war nicht so hart, wie das von Joseph. Doch seine Zusammenfassung passt auch für mich.

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.

Danke!

Alle Mann an Bord – schnell!!!

NEIN, nicht auch das noch!

Am Samstag Abend eröffnete mir Helge, dass er voraussichtlich nur noch bis Ende April hier ist. Sein bester Freund arbeitet auch an einem Projekt und braucht dringend Hilfe. Helge ist gelernter Bootsbauer und er hat in den letzten Jahren auf Honorarbasis bei mir an Bord gearbeitet und den Umbau planerisch und praktisch mit betreut. Ohne seine Erfahrung und sein Wissen wäre das Projekt – bei aller Hilfe durch Freunde – nicht möglich gewesen.

Ich hatte geplant, bis zum Sommer weiterzubauen und dann einzuziehen und hielt das für realistisch. Es fehlen noch einige Einbauten in Schlafräumen und Küchen, Korkfussboden, Notfallpumpen, zwei Türen, Oberlichter und Deckenverkleidung im Seminarraum und Eingangsbereich und der komplette Ausbau von Steuerhaus / Büro. Und Holzböden an Deck. Nichtmehr so viel, doch mehr als man in vier Wochen zu zweit – Helge und ich – schaffen kann. Ich war geschockt, wollte weinen, aber selbst die Tränen blieben mir im Hals stecken.

In der Nacht habe ich unruhig geschlfen und geträumt, dass ich mit dem Rad unterwegs war und plötzlich nicht weiter konnte, weil eine Flut, in der auch kleinere Eisberge schwammen mir den Weg versperrte. So ähnlich fühlt sich das gerade auch an. Im Traum gab mir dann jemand noch den etwas kryptischen Rat, ich solle nicht messen, sondern rechnen (ich nehme das mal als Impuls, nicht die viel zu kurze Zeit zu messen, sondern mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten zu rechnen).

Am Morgen hab ich dann gemacht, was ich bei Krisen immer mache: Erst mal mein Herz sortiert und bei meinem Gott ausgeschüttet. Und ich habe mich gefragt, was für mich das schlimmste alle Szenarien wäre.

Ergebnis – die schlimmsten und besten Szenarien

Am Schlimmsten wäre es für mich, im Sommer aufs Schiff zu ziehen, um doppelte Miete zu sparen und dann im Herbst, wenn Helge wieder Zeit hat – noch mal wochen- oder monatelang eine Baustelle an Bord zu haben, während ich schon dort lebe und arbeite. Das wäre ein Alptraum. Ich sehne mich sooooo sehr danach, fertig zu sein. Und das Projekt abzuschließen.

Am zweitschlimmsten wäre es, wenn sich der Einzug weiter verzögert, ich dann aber später als geplant auf ein fertiges Schiff ziehen könnte.

Am Schönsten wäre es, in den nächsten 6 – 10 Wochen bis Ende Mai sehr viel Hilfe bekommen, so dass das Schiff Ende Mai tatsächlich fertig ist und ich im Juni einziehen kann. Ich werde selbst meine Arbeitszeiten an Bord zu erhöhen: Bisher war ich Mittwoch Nachmittag und Samstags hier. Jetzt will ich zusätzlich auch Freitag Nachmittag kommen.

JA, so könnte es gehen

Gebet

Rechnen mit Gottes Hilfe. Ihr könnt mit mir beten….

  • dass Helge so lange bleiben kann, wie es für ihn und mich gut ist.
  • dass in den nächsten Wochen sehr viele Helfer an Bord kommen – gerade auch solche, die handwerkliche Erfahrung haben und eigenständig arbeiten können.
  • dass ich im Juni (10. Juni) einziehen kann und  das dann Schiff fertig ist (keine großen Baustellen mehr)
  • dass ich Gelassenheit und Frieden bewahre… Heute nacht hab ich geträumt, dass wir auf einer Konferenz auf Schweizerdeutsch gesungen haben: „Lehn dich bei mir an“ und mir jemand seinen starken Rücken zum Anlehnen angeboten hat. Ein Trost.

Geben2016-03-12 17.15.57

  • Ihr  könnt mich für die Endphase finanziell unterstützen – das würde es mir ermöglichen, Material zu kaufen und ggf. Aufträge an Fremdfirmen zu geben, um die Prozesse zu beschleunigen. Ich brauche noch einige Tausend Euro für Holz, Türen, Fussboden, Farbe. Ich freue mich wirklich mich aber über jeden Euro (5 Euro = ein kleiner Topf Farbe). Fragt mich gern nach meiner Kontonr – Paypal kriselt gerade.
  • Ein Darlehn könnte beim Endspurt auch helfen.

Helfen

  • Wenn ihr ein, zwei oder mehr Tage an Bord kommen und helfen könnt wäre das eine große Hilfe. Man kann am Schiff bereits komfortabel übernachten und sogar warm duschen!
  • Wenn ihr Leute kennt, die gern handwerklich tätig sind, erzählt ihnen von dem Projekt und ladet sie ein, zu kommen.
  • Wenn ihr in Berlin oder Umgebung wohnt, ist es auch eine Hilfe, wenn ihr nur mal für zwei oder drei Stunden kommt.  Jeder Handgriff zählt.Ich bin wie gesagt in der Regel Mittwoch und Freitag Nachmittag und Samstag an Bord, Helge Mo – Sa ganztägig.

Bild: Schubladen für einen Wandschrank. Auf Maß gefertigt, weil ein Schiff unten schmaler ist als oben und vorne schmaler ist als weiter hinten:

100 Tage Neues wagen

Es passiert – auch mir – immer wieder – dass ich in Routine feststecke. Obwohl ich gerade etwas Großes wage, erwischt mich im Alltag doch ab und an die Routine. Das ist ok. Routine tut gut und entlastet. Und schläfert irgendwie auch ein. Man isst das gleiche Essen, trifft die gleichen Leute, geht an die gleichen Orte….

Als ich am Sonntag darüber nachdachte, fiel mir auf, dass es eine Menge Dinge gibt, die ich noch nie gemacht habe:

  • 2014-08-28 12.28.21Im Beiwagen eines Motorrads mitgefahren
  • Kartoffelsalat gemacht (ehrlich!)
  • Salsa, Hip Hop oder Zumba getanzt
  • Einen Mann um ein Date gebeten
  • Ein Dinner for 8 (4 Bekannte, 4 neue Menschen) organisiert
  • Pizza gebacken (vielleicht einmal, aber das habe ich verdrängt!)
  • Blut gespendet
  • Origami gefaltet
  • Braten gekocht
  • Fingernägel rot lackiert
  • Einen Bettler gefragt wie er in die Situation kam
  • Meinen Namen in einer fremden Schrift geschrieben

Ein bisschen Grenzen erweitern tut der Seele und dem Körper gut. Neues gewagt zu haben, stärkt auch die innere Sicherheit. Deshalb habe ich beschlossen, mir selbst eine Herausforderung zu stellen. 100 Tage lang jeden Tag etwas Neues zu probieren, zu machen, zu sehen. Ich werde mir jede Woche 7 Aufgaben stellen, die in der Regel in 5 – 20 Minuten zu bewältigen sind. Und es dann einfach machen.

100 x Neues wagen

  • Dinge warten darauf, von mir entdeckt zu werden.
  • Bewegungen warten darauf, von mir ausprobiert zu werden
  • Orte warten darauf, von mir besucht zu werden
  • Fähigkeiten warten darauf, von mir eingeübt zu werden
  • Neue Menschen warten darauf, mir zu begegnen

Gemeinsam Neues wagen

Mach mit! Ich lade dich ein, mitzumachen. Ich werde hier und auf Facebook  die Aufgaben bekannt geben. Du kannst hier bei den Kommentaren oder bei Facebook davon berichten, was du gemacht hast. Die Aufgaben sind so formuliert, dass sie Spielraum lassen. Zum Beispiel kann „Neues essen“ bedeuten, dass du selbst kochst oder auch nur, dass du ein Lebensmittel oder eine Speiel probierst, die noch nie zuvor deine Lippen berührt hat.

© 2017 Kerstin Pur

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