Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

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300 Bäume für Afghanistan – oder noch mehr?

2016-12-17-17-46-23In den letzten Tagen ging es durch die Medien, dass 50 Afghanen abgeschoben wurden – nach Afghanistan. In das aktuell viertgefährlichste Land der Erde.

Mich bringt das zum Weinen. Bei einigen wenigen Menschen konnte die Abschiebung verhindert werden – etwa bei einem Afghanen, der seit 21 Jahren !!! in Deutschland lebt, hier arbeitet, verheiratet ist und seit 2 Monaten Vater eines Kindes.

Dennoch – wenn ich höre, dass Menschen in eine total ungewisse Zukunft abgeschoben werden, bricht mir das Herz. Können wir es uns als eines der reichsten Länder der Erde nicht leisten, diesen 50 Menschen Zuflucht zu geben?

Umso wichtiger ist mir das Baumprojekt. Ein Obstbaum für eine Familie mag wie ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Aber ein Tropfen und noch ein Tropfen und noch einer und noch einer bringen Veränderung. Aktuell haben wir das Geld für 300+ Obstbäume zusammen. 300 Familien, die bald eine verbesserte Ernährung haben werden.

Auf dem  BLOG vom Projekt habe ich noch mehr dazu geschrieben.

Auf dem Foto sind Udo Stolte, der Leiter von Shelter und seine Frau Sieglinde, die ich seit über 25 Jahren kenne. Sie haben mir einen Granatapfel geschenkt, weil das eine der Obstsorten ist, die wir dort pflanzen werden.

Sonntag Abend endet das Projekt.

Ich träume davon, dass wir im Endspurt noch richtig was in Bewegung bekommen… und insgesamt 500 Bäume zusammenkriegen. 

Alte D-Mark spenden

Übrigens: Eine fast „kostenfreie“ Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen ist, nachzusehen, ob du noch irgendwo alte D-Mark herumliegen hast. Und sie mir ganz schnell zu schicken (an die Adresse von Down to Earth. Am Mittwoch werde ich die, die ich schon habe in Euro umtauschen und auch für das Projekt verwenden.

Unerwartete Probleme – unerwartete Lösungen

edelweiss-4Heute bin ich zur Abwechslung mal nicht von Heinz, dem Hahn in der Nachbarschaft, geweckt worden. Sondern von Muskelkater. Intensiven, heftigen Muskelkater. Bin zu früh wach – und bis auf die Knochen müde. Und auch ein bisschen in der Seele. Der Grund: Gestern habe ich mit mehreren anderen Tonnen von Material umgelagert…

Aber erst mal der Reihe nach.

Im Seminarraum sind derzeit dunkle Siebdruckplatten am Boden. Es fehlt noch der Korkfussboden für mehr Helligkeit, Weichheit und vor allem für mehr Wärme an den Füssen. In  den Schlafzimmern liegt er schon. Und sieht wunderschön aus. Im Seminarraum wollten wir ihn eigentlich im gleichen Zug verlegen und haben den Besitzer des großen Schiffes, das neben mir liegt, gefragt, ob wir für die Zwischenzeit das Bauholz aus dem Seminarraum in seinem nicht benutzen Schiff lagern könnten.

Das war eigentlich so geplant…

Dann hat es alles länger gedauert als geplant und wir haben es nicht mehr im Frühjahr hinbekommen. Und auch nicht gleich jetzt. Weil das gute Wetter sich dafür anbot, Dachfenster zu setzen…und wir dann die Probleme m,it dem Abwasser hatten, das uns fast eine Woche Zeit gekostet hat. Und weil, bevor man den Fussboden machen kann, erst die Decke fertig montiert und vor allem gestrichen sein muss. Und dafür erst mal die Elektrizität fertig sein muss…

Mitten in all das hinein kam die Mail mit einer Nachricht vom Besitzer des Nachbarschiffes, wir sollten unser Material da wieder ausräumen…da er das Schiff auch Besuchern zeigt… puh….richtig, richtig blöde….ich hatte total Verständnis für ihn – er will sein Schiff ja verkaufen und es in schönem Zustand den Interessenten zeigen. Und wir haben seine Gastfreundschaft für unser Holz wirklich lange genutzt.

Trotzdem war ich erst mal superfrustriert. Wir haben, da das Schiff schon ziemlich weit gebaut ist, kaum mehr Lagerplatz. Und Holz ist sooo schwer. Ich wusste gar nicht, wie ich das schaffen sollte. Und dann fiel mir ein: Eine Gruppe von Helfern hatte sich für Mittwoch Abend angemeldet. Ich dachte: Gemeinsam mit ihnen könnte ich das Holzlager räumen. Und so haben wir es dann auch gemacht: Von 17 – 21.00 haben sechs engagierte Menschen und ich Holz und anderes Material geschleppt und zersägt und nebenbei noch geordnet, sortiert und geputzt.

2016-09-08-06-41-46Für mich war das so ein Geschenk, dass die Gruppe genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Ich dachte an ein Versprechen Gottes aus der Bibel „Noch bevor sie zu mir rufen, werde ich sie schon erhören!“ Das war in dem Fall so. Und ich bin dankbar.

Im Seminarraum muss jetzt noch die Elektrik und die Decke fertiggestellt werden. Wenn das fertig ist, muss alles Holz, was wir dann noch übrig ist und was wir da zwischengelagert haben, wieder raus. Und dann kann endlich der Korkfussboden rein. Und hoffentlich auch der neue Kaminofen….aber das ist eine andere Geschichte…

Alle Mann an Bord – schnell!!!

NEIN, nicht auch das noch!

Am Samstag Abend eröffnete mir Helge, dass er voraussichtlich nur noch bis Ende April hier ist. Sein bester Freund arbeitet auch an einem Projekt und braucht dringend Hilfe. Helge ist gelernter Bootsbauer und er hat in den letzten Jahren auf Honorarbasis bei mir an Bord gearbeitet und den Umbau planerisch und praktisch mit betreut. Ohne seine Erfahrung und sein Wissen wäre das Projekt – bei aller Hilfe durch Freunde – nicht möglich gewesen.

Ich hatte geplant, bis zum Sommer weiterzubauen und dann einzuziehen und hielt das für realistisch. Es fehlen noch einige Einbauten in Schlafräumen und Küchen, Korkfussboden, Notfallpumpen, zwei Türen, Oberlichter und Deckenverkleidung im Seminarraum und Eingangsbereich und der komplette Ausbau von Steuerhaus / Büro. Und Holzböden an Deck. Nichtmehr so viel, doch mehr als man in vier Wochen zu zweit – Helge und ich – schaffen kann. Ich war geschockt, wollte weinen, aber selbst die Tränen blieben mir im Hals stecken.

In der Nacht habe ich unruhig geschlfen und geträumt, dass ich mit dem Rad unterwegs war und plötzlich nicht weiter konnte, weil eine Flut, in der auch kleinere Eisberge schwammen mir den Weg versperrte. So ähnlich fühlt sich das gerade auch an. Im Traum gab mir dann jemand noch den etwas kryptischen Rat, ich solle nicht messen, sondern rechnen (ich nehme das mal als Impuls, nicht die viel zu kurze Zeit zu messen, sondern mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten zu rechnen).

Am Morgen hab ich dann gemacht, was ich bei Krisen immer mache: Erst mal mein Herz sortiert und bei meinem Gott ausgeschüttet. Und ich habe mich gefragt, was für mich das schlimmste alle Szenarien wäre.

Ergebnis – die schlimmsten und besten Szenarien

Am Schlimmsten wäre es für mich, im Sommer aufs Schiff zu ziehen, um doppelte Miete zu sparen und dann im Herbst, wenn Helge wieder Zeit hat – noch mal wochen- oder monatelang eine Baustelle an Bord zu haben, während ich schon dort lebe und arbeite. Das wäre ein Alptraum. Ich sehne mich sooooo sehr danach, fertig zu sein. Und das Projekt abzuschließen.

Am zweitschlimmsten wäre es, wenn sich der Einzug weiter verzögert, ich dann aber später als geplant auf ein fertiges Schiff ziehen könnte.

Am Schönsten wäre es, in den nächsten 6 – 10 Wochen bis Ende Mai sehr viel Hilfe bekommen, so dass das Schiff Ende Mai tatsächlich fertig ist und ich im Juni einziehen kann. Ich werde selbst meine Arbeitszeiten an Bord zu erhöhen: Bisher war ich Mittwoch Nachmittag und Samstags hier. Jetzt will ich zusätzlich auch Freitag Nachmittag kommen.

JA, so könnte es gehen

Gebet

Rechnen mit Gottes Hilfe. Ihr könnt mit mir beten….

  • dass Helge so lange bleiben kann, wie es für ihn und mich gut ist.
  • dass in den nächsten Wochen sehr viele Helfer an Bord kommen – gerade auch solche, die handwerkliche Erfahrung haben und eigenständig arbeiten können.
  • dass ich im Juni (10. Juni) einziehen kann und  das dann Schiff fertig ist (keine großen Baustellen mehr)
  • dass ich Gelassenheit und Frieden bewahre… Heute nacht hab ich geträumt, dass wir auf einer Konferenz auf Schweizerdeutsch gesungen haben: „Lehn dich bei mir an“ und mir jemand seinen starken Rücken zum Anlehnen angeboten hat. Ein Trost.

Geben2016-03-12 17.15.57

  • Ihr  könnt mich für die Endphase finanziell unterstützen – das würde es mir ermöglichen, Material zu kaufen und ggf. Aufträge an Fremdfirmen zu geben, um die Prozesse zu beschleunigen. Ich brauche noch einige Tausend Euro für Holz, Türen, Fussboden, Farbe. Ich freue mich wirklich mich aber über jeden Euro (5 Euro = ein kleiner Topf Farbe). Fragt mich gern nach meiner Kontonr – Paypal kriselt gerade.
  • Ein Darlehn könnte beim Endspurt auch helfen.

Helfen

  • Wenn ihr ein, zwei oder mehr Tage an Bord kommen und helfen könnt wäre das eine große Hilfe. Man kann am Schiff bereits komfortabel übernachten und sogar warm duschen!
  • Wenn ihr Leute kennt, die gern handwerklich tätig sind, erzählt ihnen von dem Projekt und ladet sie ein, zu kommen.
  • Wenn ihr in Berlin oder Umgebung wohnt, ist es auch eine Hilfe, wenn ihr nur mal für zwei oder drei Stunden kommt.  Jeder Handgriff zählt.Ich bin wie gesagt in der Regel Mittwoch und Freitag Nachmittag und Samstag an Bord, Helge Mo – Sa ganztägig.

Bild: Schubladen für einen Wandschrank. Auf Maß gefertigt, weil ein Schiff unten schmaler ist als oben und vorne schmaler ist als weiter hinten:

Die Schönheit des Unvollkommenen

BS-730-319-150606-106Am Wochenende war ein Bauingenieur an Bord. Und war – gelinde gesagt – überrascht, wie wir das Projekt angehen. Ein Fachmann, Helge, gelernter Bootsbauer, mit dem ich kooperiere, ab und zu ein Elektriker. Ansonsten Helfer und ich, die wir in der Regel wenig Ahnung von der Materie haben und vieles zum ersten Mal machen. Das ist nicht immer ganz so drastisch wie in dem Fall, als wir einen Helfer baten, der altes Holz zersägen sollte – und unsere Sägeböcke gleich mit zersägte. Aber oft so, dass Arbeitsschritte von Helge oder – falls ich schon weiß, wie es geht – von mir erklärt werden müssen. Was Zeit und Energie kostet.

Der Ingenieur erzählte mir, wie er es machen würde: Einen Kredit aufnehmen, dann Profis kommen lassen und das Schiff zügig fertig bauen. Die Vorstellung hat was (mal abgesehen davon, dass ich schon Kredite in Höhe von drei Jahreseinkommen habe und nicht scharf auf weitere bin): Schnell fertig werden. Das Schiff bald einweihen und benutzen können. Schnell vorwärts kommen. Mal wieder freie Wochenenden haben. Schnell fertig werden.  Schneller – statt mühsam, kleiner Schritt für kleiner Schritt. Oh, ich glaub ich wiederhole mich.

BS-150704-102Heute habe ich mal ausgerechnet, wie viele Facharbeiterstunden ich noch bräuchte (Profis oder geübte Laien):

  • Tischler für Decken, Wände, Böden, Türen: 280 Stunden
  • Fachleute für Heizung, Wasser, Sanitär: 80 Stunden
  • Elektrik und Solar: 80 Stunden
  • Schweißarbeiten, v. a. Reling etc.: 40 Stunden

Alles in allem: 560 Stunden. Dazu noch mindestens genauso viele Helferstunden für Streichen, Malen, Putzen. Nach jetzigem Tempo noch 6 Monate.

Als ich anfing, mir vorzustellen, wie viel schneller das mit Fachleuten gehen könnte, fing ich an zu weinen. Ja, es kostet Energie, vieles mit ungelernten Leuten zu machen. Und ich liebe es, wenn Visionen bald Realität werden und Dinge schnell gehen. Ich liebe Effizienz, egal ob beim Coaching, bei Büchern, beim Putzen oder Bauen. Zwei Wochen ein Team von ein bis vier  Tischlern an Bord zu haben, die alle Decken, Böden, Wände und Türen fertig machen – das wäre unfassbar schön.

Mir wurde durch die Auseinandersetzung mit dem Impuls klar, dass mein Denken und meine Vorstellungskraft begrenzt ist. Dass Jesus mir Geld für so viele Facharbeiterstunden geben könnte, sprengt gerade mein Denken. Ich denke da eher klein. Schritt für Schritt. In dem, was gerade geht. Mit dem, was eben an Geld da ist. Ganz anders zu denken, das Schiff schnell fertig zu bauen und dann Darlehen zurück zu zahlen – an die Variante habe ich bisher noch nicht mal im Traum gedacht.

Als ich nachgedacht und gebetet habe, wurde mir klar: Wonach ich mich am meisten sehne, ist Leichtigkeit. Wie die kommt, ist fast egal – das ist etwas, was ich in der Gewaltfreien Kommunikation gelernt habe. Wenn man erst einmal weiß, was das unerfüllte Bedürfnis ist, kann man es auf verschiede Arten erfüllen. In meinem Fall etwa durch Gelassenheit, die langsamen, günstigen, aber eher umständlichen Prozesse zu akzeptieren. Oder durch schnelles Vorankommen. Es ist meine Erfahrung: Wann immer ich herausgefunden habe, was mein Bedürfnis ist, ist die innere Hauptarbeit bereits getan. Der Rest klärt sich dann meist recht schnell.

Dann habe ich mich und Jesus gefragt, wie ER denn mein Schiff am liebsten bauen würde:

  • So wie bisher
  • Mit mehr Fachleuten
  • Mit einer Mischung

Ich dachte an David und die Männer und Frauen, die er um sich gesammelt und geprägt hat. Und an Jesus und seine Nicht-Fachleute im geistlichen Dienst, die er als Team ausgesucht hat. Und daran, wie viel Gutes beim Bauen geschieht. Mit den Menschen, die an Bord helfen, mit mir durch die Begegnung mit ihnen. Wie viele kurze Impulse zwischen Farbe wechseln und Wände rollen weitergegeben werden. Ich dachte an die zwei Menschen, die durch die Begegnungen an Bord erstmals bzw. neu ihr Leben in die Hand von Jesus gelegt haben. Der Dienst des Schiffes hat schon längst begonnen. Menschen werden verändert und erneuert, während sie an Bord sind und anderen und mir begegnen. Das, was ich mir für das Schiff wünsche, wenn es mal fertig wird, geschieht schon jetzt.

Ich spüre, wie kostbar das ist. Das will ich auf keinen Fall aufgeben. Und ich sehne mich zugleich nach etwas Entlastung. Danach, etwas schneller als bisher voranzukommen. Obwohl jeder, der länger nicht an Bord war, den Mund nicht mehr zukriegt. „Boah, seit ihr weit!“ (Jeder der erstmals kommt, kriegt ihn auch nicht mehr zu: „Boah, ist das noch viel Arbeit!“). Ich weiß nicht genau, wie Jesus sich denkt, dass die Arbeit am Schiff weitergehen soll, aber ich weiß jetzt, wonach ich mich sehne.  Mein Traum wäre: 3 Wochen so wie gehabt arbeiten. Und eine Woche pro Monat eine Fachkraft (professioneller Handwerker oder geübter Laie) oder mehrere an Bord haben, die mit Kompetenz und Erfahrung dazu beitragen, dass das Projekt einen Sprung nach vorne macht.

Und dafür bete ich jetzt: 1 Handwerker-Woche pro Monat. Bis wir fertig sind. Konkret: Dass mir jeden Monat für eine Woche geübte Handwerker mir eine Woche ihrer Zeit schenken oder andere Menschen mir durch zweckgebundene Spenden eine Woche ermöglichen, Fachkräfte projektweise anzustellen. Ich bin gespannt, ob und wie Gott das Gebet erhört. Und wenn ihr wollt, helft mit… durch Kostenübernahme oder indem ihr Handwerkern, die ihr kennt, davon erzählt und sie einladet. Toll sind auch kleine Trupps (2 – 4 Leute, die gemeinsam ein paar Tage anpacken und gern in der Zeit an Bord wohnen dürfen!)

Und auch Nicht-Handwerker sind willkommen. Arbeit gibt es für uns alle noch genug! 

(Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass es im Sommer herrlich an Bord ist? Sonnenauf- und -untergänge betrachten, grillen und bei Bedarf in die Spree springen! Traumhaft).

 

Schiff – aktueller Stand

2013-05-02 10.43.01Schiffsnews – für alle, die es interessiert: Von den unerwartet hohen Werftkosten sind bisher 16284 Euro von Freunden übernommmen worden – was für ein Geschenk!!! Das hätte ich nie gedacht!

Aktuell fehlen noch 6223 Euro…
Die sind derzeit mit Darlehn finanziert, die ich bis Ende Juli zurückzahlen muss. Wer mit kleinen oder großen Beträgen mithelfen mag, dass der Rest auch noch geschafft wird und das Schiff seiner Bestimmung näher kommt – herzlich willkommen!

Rückenwind – wenn andere mit unterstützen

Beim Renovieren.

Beim Renovieren.

Eine von den Dingen, die mich in den letzten Tagen bei der „Lösegeld-Aktion“ am meisten berührt hat, war der Rückenwind durch andere.

  • Die bisher über 120 einzelnen kleinen und großen Beiträge zum Lösegeld.
  • Die Beiträge auf Facebook, Blogs usw. in denen Menschen ihre Freunde auf das Projekt und die aktuelle Krise aufmerksam gemacht haben.

Gestern hab ich vor Rührung geweint, als ich im Lebe leichter Blog, den Beitrag von Heike Malisic las: Warte nicht auf ein Wunder, sei selbst eins. Sie schreibt über mehrere tolle Frauen, die es wagen, etwas in der Welt zu bewegen – und zählt mich dazu. Dann schreibt sie:

Es ist mir eine Ehre, solche Frauen zu kennen und sie im Herzen mit zu tragen.
Und genauso finde ich, kann die eine mal für die andere eintreten.
Habt ihr sicherlich schon auf Beates Blog letzte Woche gelesen. Die Not von Kerstin, der plötzlich unerwartet eine Rechnung über 20.000 € ins Haus flattert. Die für ein Wunder betet, sich aber dennoch nicht zu schade ist, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Knapp 10.000€ sind schon zusammen gekommen und ich dachte heute bei mir, da geht noch was.

Vielleicht magst du ihre Geschichte lesen, und auch Teil ihres Wunders sein.

Es lohnt sich, ihren ganzen Text zu lesen – das hier war nur ein kurzer Auszug.

Und klar…wenn du willst, erzähle deinen Freunden von dem Projekt und mir und puste ein wenig Rückenwind in meine Richtung.

Leid, Hiob und Einsamkeit

In den letzten Tagen habe ich zwei Bücher über Leid gelesen. Zum einen das biblische Buch Hiob. Klar. Der Klassiker. Habe ich aber nur deswegen gelesen, weil ich gerade die Bibel chronologisch lese – also in der Reihenfolge in der die Ereignisse tatsächlich spielen. Und Hiob lebte erstaunlich früh. Kurz nach Noah. Vor David. Den anderen Königen. Dem Exil. Die Frage nach dem „Wer ist schuld, wenn es weh tut?“ hat die Menschen offensichtlich schon von Anfang an beschäftigt.

Das zweite Buch war „Ich sehe deine Spuren im Sand“.  Der bewegende Bericht einer Mutter, die am 2. Geburtstag ihrer fröhlichen, kleinen Tochter Thais (sprich Tha-is) erfährt, dass diese unheilbar krank ist und nicht mehr lange zu leben hat. In einem bewegenden Video auf Englisch Oder Video auf Deutsch erzählen sie und ihr Mann ebenfalls von ihren Erfahrungen.

Was mich an beiden Büchern und Geschichten bewegt hat, war der Schrei nach Verbindung. Hiob beschwert sich seitenweise darüber, dass der Trost seiner Freunde sein Herz nicht erreicht. Er sehnt sich nach Mitgefühl, Beistand – zur Not auch Beistand gegen Gott, der ihn so behandelt -, Empathie, Trost und bekommt statt dessen die üblichen Clichées und Standardantworten vorgesetzt. Und er schreit nach der Verbindung zu Gott: „Wenn nur Gott mit mir reden würde, wenn ich nur jemanden hätte, der zwischen mir und Gott vermittelt und Verbindung schafft.“

Ähnlich ging es Anne, der Mutter der kleinen Thais. Einer ihrer schlimmsten Momente war, als auch bei der zweiten Tochter die gleiche Erbkrankheit diagnostiziert wurde – und ihr Mann keine Regung zeigte. Seine Regungslosigkeit und (scheinbare) Gefühlskälte löste in ihr die Angst aus, die Verbindung zu ihm zu verlieren….und das war für sie schlimmer als alles andere. In dem Video schildern beide eindrücklich, wie sie es gelernt haben, sich in den anderen -und in seine ganz eigene Art, mit der Situation umzugehen – einzufühlen.

Und sie haben auch Gottes Nähe erlebt. Anne erzählt davon, dass sie nach der Diagnose innerlich nur drei warme, tröstende, weise Worte hörte….die Worte „…wenn du wüsstest…“ Die gaben ihr immer wieder die Ahnung, dass Gott liebevoll auf sie schaute und Gutes vorbereitet hat.

Mich bewegen beide Geschichten. Experimente mit kleinen Kindern haben gezeigt, dass es für Babies traumatisch ist, wenn Verbindung abreißt. Das löst Panik, Erschrecken, Hilflosigkeit aus. Es ist nicht das Leid, das das eigentlich Schlimme ist – es ist der Verlust der Verbindung zu Gott, zu Menschen…

Umgekehrt heißt das auch: Wenn ich Verbindung stärke, dann wird jedes Leid erträglicher.

 

Coaching und SelbstcoachingHil

Es ist mal wieder passiert: Ein Coaching hat Knoten gelöst und Perpektiven eröffnet. Eine Frau hatte mich angerufen und um einen kurzfristigen Termin gebeten. Sie hatte beruflich die Wahl zwischen zwei Alternativen, die beide Vor- und Nachteile hatten.  In ihrem Kopf kreiste es Tag und Nacht, sie tat sich mit der Entscheidung wirklich schwer.

Nach einer Stunde Coaching waren für sie die nächsten Schritte klar. Einen Tag später schrieb sie mir: „Danke fürs Angebot und Deine große Hilfe gestern (…die Achterbahn im Kopf wurde inzwischen komplett geschlossen, Nervenstränge und Gehirnsynapsen mäkeln noch, aber bisher konnte ich die Versuche, hintergehirns Gedankenkaruselle oder Gefühlsschiffschaukeln zu errichten, erfolgreich verhindern). …Melde mich dann mit dem Endergebnis! (-:“

Ich bin glücklich. Ich erlebe es oft (nicht immer!), dass sich in nur einer Stunde Coaching vieles klärt, an dem man sonst wochenlang rumbeißen würde, ohne zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen. Nur klar – Coaching hat auch seinen Preis – nicht zuletzt, weil professionelle Ausbildungen Tausende von Euros kosten.

Selbstcoaching, TurnerVon daher freue ich mich gerade sehr, das neue Quadro von Christoph Schalk in den Händen zu halten: „Selbstcoaching. Überlegt handeln, konsequent umsetzen.“ Christoph erklärt, wie man sich selbst coachen kann. Das geht. Zumindest bis zu einem bestimmten Punkt. Jeder kann sich selbst an der Nase kratzen oder die Hände massieren. Aus dem Sumpf ziehen – das geht alleine eher nicht so gut. Da ist Hilfe von anderen erforderlich.

Aber für die vielen kleinen Fragen und Krisen bietet „Selbstcoaching“ richtig gute Hilfestellung, wie man weiterkommt, konstruktiv fragt, Prozesse plant und Lösungen findet. Auch zu konkreten Fragen wie etwa berufliche Entscheidungen, gibt es wertvolle Impulse.

Ich liebe es und arbeite es gerade selbst durch, obwohl ich es beim Lektorat schon gelesen habe. Und freue mich daran!


Unterstützung wahrnehmen

Pflanze auf BahnschieneAn meinen schlechten Tagen als Selbständige und Single passiert es schon mal, dass ich denke: „Keiner hilft mir. Alles muss ich alleine machen.“

Schwups kommen auch schon die entsprechenden Gefühle von Selbstmitleid und Traurigkeit im Schlepptau der Gedanken hinterher. Hilfreich? Nicht wirklich.
Also habe ich eine Gegenmassnahme beschlossen. Gegen Herbst- Winter, mangelnden Unterstützer und sonstigen Blues. Ich erinnere mich an fünf Situationen im Laufe des Tages an denen ich Unterstützung erhalten habe.

Heute waren meine Favoriten:
1. Schminke.
Als ich – kurz vor einem wichtigen, offiziellen Termin – feststellte, dass ich vergessen hatte, mich zu schminken, habe ich bei Karstadt schnell Schminke auftragen wollen. Eine Verkäuferin sah das, ich erzählte ihr, warum ich das tat. Sie bot mir an, mich zu schminken. So professionell hätte ich das nie hinbekommen.

2. Kletterhilfe
Als ich mich auf dem Weg zum Termin verfuhr, half mir ein Mann, mitsamt meinem Fahrrad über einen Zaun zu klettern – was mir einen langen Umweg erspart hat.

3. Zufallstreffer
Auf dem Ku´damm traf ich zufällig eine Frau, die ich kannte und dir mir wichtige Hintergrund-Informationen zu einer Situation gab, die ich erlebt hatte und nicht einordnen konnte. Hat mich da jemand unterstützt, dass ich sie gerade heute zufällig traf?

4. Beratung
Ich erhielt sehr gute Beratung für eine geschäftliche Situation. Nicht ganz billig. Aber gute Berater sind ihr Geld langfristig wert.

5. Technik
Die Leute von Textunes haben das Krisen – App unser erstes Impulsheft als App fürs iphone, ipad und den ipod fertigbekommen: Krisen. Impulse, schwierige Zeiten zu bewältigen. Ich freue mich wie eine Schneekönigin. Das App kann man im App – Store gleich kaufen oder auch erst mal nur eine kostenlose Leseprobe runterladen.

Es tut mir richtig gut, wahrzunehmen, wie viel Unterstützung ich im Lauf eines Tages erhalten…das hier war gar nicht alles…“nur“ meine Top 5.

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Unwirksamer Trost

„Ihr Trost taugt nichts“ Mit diesen Worten beschwert sich Gott über Menschen, die als spirituelle Experten auftreten (Wahrsager), aber nichts Substantielles zu bieten haben. Dass er und seine Propheten die Aussagen und Träume der Wahrsager für leer und inhaltslos halten, war mir schon bekannt. Aber der Aspekt des Trostes ist mir erst aufgefallen, als ich den Text aus Sacharia 10 gestern mal wieder las.
Vielleicht bemerkte ich es auch deshalb, weil ich am Tag zuvor erlebt hatte, welche Anziehungskraft echter Trost hat. Paul Young hatte so tief von der Liebe Gottes und seinem Trost gesprochen, dass man schon ein Stein hätte sein müssen, um sich davon nicht erweichen zu lassen. Die Zuhörer waren zum größten Teil Menschen, die sich intensiv mit allen möglichen spirituellen Praktiken, Meistern und Methoden beschäftigt hatten, die ihnen Erleuchtung und Kraft versprachen. Aber offensichtlich nicht den Trost gaben, den sie suchten. Zumindest konnte ich mir die Anziehung, die Paul mit seiner herzlichen und einfühlsamen Art hatte, nicht anders erklären.
Vielleicht sind die Leute auch müde von all der Anstrengung, die mit verschiedenen Praktiken verbunden ist. Ich entdeckte dort ein Plakat, wo ein Meister damit Werbung für sich machte, dass er die Praktiken der anderen für überflüssig erklärt.
“ VERGISS:
– Wünsche an den Orbit
– Engel-Krempel
– Geheimniskrämereien
– 2012 fällt aus.“

Ein anderer erklärte mir: „Ich mag keine Leute, die alles mögliche aus dem Universum channeln und dann Hartz iV empfangen.“

Es waren interessante Erlebnisse und Begegnungen. Ich finde es spannend, all das im Licht der Frage nach dem Trost zu betrachten. Menschen suchen Trost.

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