Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Perspektive (Seite 1 von 2)

Coaching und SelbstcoachingHil

Es ist mal wieder passiert: Ein Coaching hat Knoten gelöst und Perpektiven eröffnet. Eine Frau hatte mich angerufen und um einen kurzfristigen Termin gebeten. Sie hatte beruflich die Wahl zwischen zwei Alternativen, die beide Vor- und Nachteile hatten.  In ihrem Kopf kreiste es Tag und Nacht, sie tat sich mit der Entscheidung wirklich schwer.

Nach einer Stunde Coaching waren für sie die nächsten Schritte klar. Einen Tag später schrieb sie mir: „Danke fürs Angebot und Deine große Hilfe gestern (…die Achterbahn im Kopf wurde inzwischen komplett geschlossen, Nervenstränge und Gehirnsynapsen mäkeln noch, aber bisher konnte ich die Versuche, hintergehirns Gedankenkaruselle oder Gefühlsschiffschaukeln zu errichten, erfolgreich verhindern). …Melde mich dann mit dem Endergebnis! (-:“

Ich bin glücklich. Ich erlebe es oft (nicht immer!), dass sich in nur einer Stunde Coaching vieles klärt, an dem man sonst wochenlang rumbeißen würde, ohne zu einem konstruktiven Ergebnis zu kommen. Nur klar – Coaching hat auch seinen Preis – nicht zuletzt, weil professionelle Ausbildungen Tausende von Euros kosten.

Selbstcoaching, TurnerVon daher freue ich mich gerade sehr, das neue Quadro von Christoph Schalk in den Händen zu halten: „Selbstcoaching. Überlegt handeln, konsequent umsetzen.“ Christoph erklärt, wie man sich selbst coachen kann. Das geht. Zumindest bis zu einem bestimmten Punkt. Jeder kann sich selbst an der Nase kratzen oder die Hände massieren. Aus dem Sumpf ziehen – das geht alleine eher nicht so gut. Da ist Hilfe von anderen erforderlich.

Aber für die vielen kleinen Fragen und Krisen bietet „Selbstcoaching“ richtig gute Hilfestellung, wie man weiterkommt, konstruktiv fragt, Prozesse plant und Lösungen findet. Auch zu konkreten Fragen wie etwa berufliche Entscheidungen, gibt es wertvolle Impulse.

Ich liebe es und arbeite es gerade selbst durch, obwohl ich es beim Lektorat schon gelesen habe. Und freue mich daran!


Arbeit und Perspektive

Uhr, Höhere MathematikGerade arbeite ich an dem neuen Quadro „Arbeitsorganisation“. Das, was ich in einem der einleitenden Kapitel geschrieben habe, hat mich dann selbst so berührt, dass ich es gerne vorab mit euch teilen möchte.

Drei Steinmetze, die an einer Baustelle beschäftigt waren, wurden von einem Passanten gefragt: „Was macht ihr da?“ Der erste sagte: „Ich behaue Steine.“ Der zweite antwortete „Ich arbeite an einem Torbogen. Der dritte antwortete „Ich helfe dem berühmten Baumeister Christopher Wren, eine Kathedrale zu bauen.“ Man kann sich denken, wer mehr Sinn und Befriedigung aus seiner Arbeit gezogen hat.

Jeder Mensch – wenn er nicht gerade als Drogendealer arbeitet – trägt durch seinen Job dazu bei, das Leben anderer zu bereichern. Er hilft sozusagen dem großen Baumeister des Lebens dabei, Menschen zu ernähren, zu kleiden, zu belehren, zu transportieren und vieles mehr.

Man hat die Wahl, ob man sagt: „Ich produziere Schrauben“ oder „Ich verkaufe Kleider“ oder „Ich trage dazu bei, dass Menschen Dinge befestigen können.“ Oder „Durch meinen Job können andere Menschen sich kleiden und auch ihrer Persönlichkeit Ausdruck verleihen.“

Je weiter die Perspektive ist, umso beglückender wird die Arbeit empfunden – selbst wenn es sich um monotone Tätigkeiten wie Windeln wechseln („Ich unterstütze einen kleinen Menschen dabei, gesund zu leben“) oder Ablage ist („Ich trage dazu bei, dass andere sich zurechtfinden.“). Egal ob man Computer programmiert  oder Brötchen verkauft – es ist zutiefst befriedigend, sich daran zu erinnern, wie man durch die eigene Tätigkeit das Leben anderer bereichert. Und: Man kann es auch anderen sagen: „Durch das, was du tust, bereicherst du mein Leben.“

Denk mal: Wie bereichern andere durch ihre Berufe dein Leben? Wie trägst du durch deinen Job zu ihrem Leben bei?

Mach mal: Schreibe bei 10 Tätigkeiten, die du nicht sehr liebst, konkret auf, wie sie dein Leben oder das Leben anderer Menschen bereichern.

Perspektive

Das habe ich gerade erlebt – und gleich unter dem Punkt „P“ wie Perspektive in mein neues Buch „Leben. schlicht und ergreifend“ eingebaut. Ihr dürft vorab reinlesen…

„Danke für meine Arbeitsstelle“ – sang der Straßenmusiker. Natürlich weiß ich nicht, ob er von Herzen meinte, was er da sang. Dennoch berührte es mich. Das Lied kenne ich noch aus meinen Kindertagen. Ich weiß, wie der Text weitergeht „danke für jedes kleine Glück. Danke für alles Schöne, Helle und für die Musik“. Für das Schöne im Leben zu danken – das fällt leicht.
Doch könnte ich Gott und dem Leben auch dankbar sein, wenn ich mein Geld mit Straßenmusik verdienen müsste. Ich hatte, als ich an dem Musiker vorbeilief einen Strauß Tulpen im Fahrradkorb. Nicht die teuren, gefüllten Tulpen. Das gibt mein Budget gerade nicht her. Aber schöne, leuchtend orange Tulpen. Die kann ich mir gut leisten. Wie schön!
Mich hat die Begegnung sehr berührt. Im Grunde ist da ein Perspektiv-Wechsel passiert. Ich habe mein Leben mit dem verglichen, wie sein Leben vermutlich ist. Und dadurch die Schätze, die ich habe, neu entdeckt. Oft genug sehe ich die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die mein Leben als Autorin und Verlegerin mit sich bringt. Die Begegnung machte mir neu deutlich, wie viel Grund zur Dankbarkeit ich habe. Ich bin auch dankbar, dass mir das durch diesen Mann neu bewusst wurde.

Blumen pflanzen

In einem Buch über Trauer fand ich einen Text, der mich sehr berührt hat.

Ich möchte gern wieder in der Lage sein, Blumen zu pflanzen

Es muss ja nicht gleich
ein Apfelbäumchen sein,
zumal meine Welt ja schon
untergegangen ist.

Aber wenn das wieder ginge,
aufginge,
dann würde mir
was blühen….

Ludwig Burgdörfer / Marthe Kuhn
aus „Trauern braucht seine Zeit“

Hat alles einen Sinn?

Am Wochenende habe ich ein Seminar zum Thema „Swing. Dein Leben in Balance“ in Oldenburg gehalten. Nachmittags gab es lecker Kaffee und Kuchen und ich trank – durstig vom vielen Reden – mehrere Tassen Tee. Die wollten sich – als ich später im Zug saß, verabschieden.
Also machte ich mich in einem von Weihnachtsmarkt-Besuchern völlig überfüllten Zug auf die Suche nach einer funktionierenden Toilette. Ich ging – ehrlich – einmal komplett durch den ganzen Zug. Acht Toiletten waren defekt. Erst die allerletzte funktionierte. Leicht frustrierend. Ich wollte eigentlich lieber gemütlich lesen und entspannen, als einen Teil der Zugfahrt mit Wanderungen durch überfüllte Wagons zu verbringen.
Auf dem Rückweg hörte ich plötzlich ein „Hallo, Kerstin“. Eine Frau, die vor einem Jahr an einem unserer „Hütte-Seminare“ teilgenommen hatte, sprach mich an. Es war schön, sie zu sehen. Ohne die überfüllten Klos hätte ich sie wohl kaum gesehen.
Den nächsten Zug erreichte ich – wegen Verspätung – nur mit Sprint. Ich stieg in einen Wagon ein – und wollte fast wieder rückwärts raus. Es stank total eklig nach kaltem Schweiß. Da wollte ich nicht eine Stunde lang bleiben. Also einen Wagon weiter…Gerade als ich saß, wieder ein „Hallo, Kerstin..“ Ein Kollege aus Süddeutschland saß im gleichen Zug. Er hatte in der vorausgegangenen Woche gleich zwei Mal an mich gedacht, wollte mich um Unterstützung für Projekte bitten, hatte den Gedanken aber verworfen, weil er dachte, dass ich sehr beschäftigt bin. So hatten wir eine Stunde Zeit, um über die Projekte und Persönliches zu reden. Gut so.
Im nächsten Zug – war ich endlich gerade ein bisschen eingedöst, als mich mein Sitznachbar wieder weckte, der gerade vom Speisewagen zurück kam. Wir kamen ins Gespräch – über Bücher und Ebooks und er kaufte gleich „Krisen“ unser erstes Impulsheft, das es als App fürs Iphone gibt.
Am Wochenende hat mich ein Gespräch mit einem jungen Mann sehr bewegt. Er leidet an einer chronischen Krankheit. Und Leute haben ihm gesagt: „Das hat sicher alles seinen Sinn.“
Ich glaube nicht, dass alles automatisch seinen Sinn hat. Wir leben in einer Welt in der vieles wunderbar, aber auch einiges reichlich kaputt und zerstört ist. Kaputte Toiletten, stinkende Zugabteile, Menschen, die einen aus dem Schlaf wecken und chronische Schmerzen – all das hat aus meiner Sicht erst mal keinen Sinn.
Aber in allen Situationen haben wir – durchaus mit Gottes Hilfe – die Möglichkeit Sinn zu geben. In dem wir aus den vorhandenen Begrenzungen das bestmögliche machen. Indem wir gestalten, was wir gestalten können. Bei chronischen Krankheiten hat man oft keine Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu gestalten – wohl aber seine Einstellungen und dem Umgang damit. Hier kann man Sinn finden und Sinn geben.
Und ich halte es durchaus für legitim, Gott zu bitten, einzugreifen und zu handeln und „enge“, schwierige Situationen zu transformieren. So hatte vor meiner Abfahrt eine Frau für mich gebetet, dass ich eine gute Zugfahrt haben würde…

Wie ich die Dinge geregelt kriege – 2

Jetzt habe ich das Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege halb durchgelesen und schon einiges gelernt.
Besonders hilfreich fand ich folgende Ratschläge:
– Wann immer man ein Projekt oder eine Aufgabe ansieht, gleich zu überlegen: Was ist die nächste Handlung, die ich tun kann.
Alle , wirklich alle, Dinge, die man erledigen muss, auf eine Liste, die man regelmäßig durchsieht, aufzuschreiben. Nicht nur die Wichtigen, sondern wirklich alles, was einem durch den Kopf geht, was man tun sollte. Um dann den Kopf für die anstehenden Aufgaben frei zu haben.
Ausnahmen:

– Termine. Die kommen in den Terminkalender
– Dinge, die weniger als zwei Minuten dauern. Die werden gleich erledigt.

Ich habe das jetzt mal eine Woche lang gemacht und merke, wie entlastend das ist, nicht mehr denken zu müssen „das darf ich nicht vergessen“…sondern statt dessen zu wissen, es ist alles festgehalten.

Ich habe letzte Woche mal alles, was ich von der Liste erledigt habe, festgehalten, um zu sehen, wie viel es ist. Das Ergebnis:

– Rezepteschubfach aufräumen
– Bad aufräumen
– Geschenke-Liste ausdrucken
– Ordner „Aktuelle Projekte“ starten
– Uhrenarmband kaufen
– Kundenmail schreiben: Kalender kreativ / Stille / Notizbücher Reflexion Hand Methode
– Sachen für F. vom Dachboden
– 40 Tage prüfen
– Geplante Bücher auf Monate+Leute verteilen
– Schreibtisch 10 Sachen wegsortieren
– Liste Artikel aktuell aufräumen
– Bestellung Impulshefte erledigen
– Gebet prüfen Illustration
– Eltern (Freitag)
– Aktenordner anbieten
– Schweizer Preise eintragen
– Neue Titel eintragen
– S. anmailen – Bedienungsanleitung
– Termin klären Fr 12.20 – 13.00
– Geschenken für M. + B. besorgen
– Schnell-Lesekurs recherchieren
– Januar – Reflexionstage organisieren
– Manuskript Gebet – Änderungen prüfen
– Vorschau – Bearbeiten
– Termin Mi absagen telef.
– Vorschau – fehlende Texte schreiben
– Schreibtisch 6 Sachen
– Konto kündigen
– Fotos besprechen für Paket
– Vorschau ausdrucken
– Intro-Text Vorschau schreiben
– Hr. B. anrufen
– Frank Sch. Kurse anfragen
– Überweisungen
– M. – Unterlagen für Seminar klären
– Paket – Inhalt + Verpackung entscheiden (Kunst-Kiste, Beziehungskiste, Zitate-Kiste, Alles auf einmal – Kiste)
– Konto 01 Schreiben an Bank + MC
– Rechnungen schreiben
– Aquisemail Landlust
– Aquisemail home + more
– Libreka-Vertrag ausfüllen und absenden
– Display Fotos machen
– Texte schreiben für Paket Basic / Premium
– Werkhaus Display entscheiden und bestellen
– CM – Info lesen
– Paket –Verpackung entscheiden
– Intro für Wazala Store schreiben
– Mentoring-Konzeption für Stiftung
– Päckchen zur Post
– Schreibtisch 6 Sachen
– Marketing – einzelne Projekte ausdrucken
– Gebet prüfen Texte
– Geschenk für S. kaufen
– Schreibtisch 5 Sachen wegsortieren
– Auslandskrankenvers.+ Lebensvers. + Reiserücktrittvers. Prüfen
– Termine 2011 eintragen
– Impftermin machen
– C. – Gefällt mir / Share für Lesbar erklären
– Akku Mr. President kaufen
– Orga: Fotos für Facebook Shop
– Mail an C. – Handy Nr. erbitten
– Buchführung



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Neues Buch. Gebet. Basics von A – Z

Ab Montag beginne ich mit dem Schreiben von meinem neuen Buch. Es ist eine Einführung ins Gebet, die den Buchstaben des Alphabets folgt.

Gebet von A – Z

A Anbetung. Über das Staunen über Gott.

B Bitten. Über die Herausforderung konkret zu werden.

C Christus-zentriert beten. Über die Brücke zum Vater

D Danken. Über die Kunst, das Leben von der positiven Seite zu sehen

E Einfach beten Über Zutrauen zu Gott. Glaubensvoll beten.

F Für andere beten / Fürbitte. Über die Bereitschaft, für andere einzustehen

G Gemeinsam beten. Über die Freude und Herausforderung mit anderen zu beten.

H Hören. Über die Kunst, Gott wahrzunehmen

I Innerlich beten. Über die Kunst, mit Gott verbunden zu sein.

J Jubeln. Über die Kunst, Gott und das Leben zu feiern.

K Klagen. Über die Kunst, das Herz vor Gott auszuschütten

L Laut und Leise. Über die Kunst, die richtige Form zu finden.

M Meditativ beten. Über die Kunst, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren.

N Namen Gottes beten. Über die Kunst, sich von Gottes Wesen inspirieren zu lassen.

O Ohne Worte …Über die Kunst, wortlos zu beten.

P Politisch beten. Über die Kunst, sich einzumischen

Q Quirlig und kreativ. Über die Kunst, anregende Formen zu finden.

R Rituale und Traditonen. Über den reichen Schatz der gesammelten Gebete

S Segnend beten. Über die Kunst, anderen Gutes zuzusprechen.

T Themenorientiert beten. Über die Kunst, für bestimmte Anliegen zu beten.

U Umkehr. Die Kunst, Fehler einzugestehen. // Beichte. Bußgebet

V Verheißungsorientiert beten. Über die Orientierung an Gottes Zusagen.

W Wort Gottes beten. Über die Verankerung in Gottes Wort // Bibelstellen beten //

X X-beliebig beten. Über die kindliche Freiheit, alles mit Gott zu besprechen.

Y Yes we can. Über die Freude, Gott als Partner zu haben (Bund)

Z Zuversichtlich beten Über die Kunst, dran zu bleiben // Unerhörte Gebete // Wenn Gott schweigt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat. Dann gibt es einen kurzen Text zum Thema, Praxistipps, Buch- und Medientipps (auch Internet-Seiten) und ein Modellgebet.

Bitte schreibt einen Kommentar, falls ihr Ideen, Gedanken, Zitate, Anregungen, Lieblingsbücher und Gebete habt, die zu dem Buch passen könnten. Ich freue mich über jede Anregung.


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Etwas weniger Wasser im Hunza Tal

Die Situation im Hunza Tal in Pakistan bewegt mich nach wie vor. Der See, der sich durch einen Erdrutsch in einem Flusstal gebildet hat, ist nach wie vor mehr als 100 Meter tief…und hat Häuser, Straßen usw. verschluckt.

Das Bild ist vom 3. Stock eines Hotels…..die ersten beiden Stockwerke sind mit Wasser gefüllt.

Derzeit sinken die Temperaturen in der Region wieder – was zu weniger Schmelzwasser führt. Der Fluss, der den See speist, wird schwächer. Der See kann langsam abfließen.  Langsam ist natürlich immer noch eine Katastrophe für die Menschen, deren Häuser flussaufwärts vom Wasser verschluckt sind. Schnell wäre eine Katastrophe und Bedrohung für die Menschen, die flussabwärts leben.


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Gelassenheit

Heute las ich ein Zitat von James Stewart: «Glück ist, Veränderungen würdevoll zu akzeptieren.» In den letzten Tagen habe ich die Gelassenheit mancher Fussballer bewundert – insbesondere dann, wenn Ihnen in einem Spiel Unrecht geschehen war. In den Interviews danach haben sie oft gesagt: „Das ist vorbei. Jetzt wollen wir nach vorne schauen.“

Wie echt und tief die Gelassenheit war, kann ich natürlich nicht beurteilen.  Dennoch hat es mich beeindruckt, dass sie es sich offensichtlich angewöhnt hatten, nicht unendlich lang über das „Was wäre gewesen, wenn..“ nachzudenken. Sie blieben auf das fokussiert, was sie beeinflussen konnten. Die Gegenwart und Zukunft. Ich finde das beeindruckend.


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Worauf man Einfluss hat

Die Post stellt fest: Es werden weniger Briefe ausgeliefert als früher. Waren es im Dezember 2005 noch 21,5 Milliarden Briefe, sank die Zahl bis Dezember 2009 auf 20,7 Milliarden. Das trotz aller Werbesendungen und Rechnungen, die täglich aus den Briefkästen quellen. Der Grund. Menschen kommunizieren heute mehr online. Das spart Zeit und manchmal auch Papier.

Das Lustige: Der Konzernchef hat sich(laut Bundesnetzagentur vorgenommen, den Trend aufzuhalten. Er will „jeden Stein im Konzern umdrehen“, um den Rückgang zu stoppen. Das ist in meinen Augen ähnlich aussichtsreich wie der Versuch, sich gegen Ebbe und Flut zu stellen. Trends kommen und gehen. Man kann auf den Wellen mitschwimmen. Sie zu beeinflussen dürfte – zumindest bei großen internationalen Trends auch für einen großen Konzern wie die Post kaum möglich sein.

Für mich selbst wünsche ich mir, dass ich immer klarer und besser unterscheiden kann, womit ich es zu tun habe. Mit Dingen, die ich aktiv beeinflussen kann oder mit Wellen und Trends, die jenseits meines Einflussbereiches stehen. Und entweder aktiv werde. Oder gelassen auf den Wellen surfe.

Die Getränke-Hersteller alkoholischer Getränke scheinen da um einiges schlauer zu sein. Sie haben offensichtlich verstanden, dass sie die Tendenz zum Homing (zu Hause am Computer rumhängen statt rauszugehen) nicht aufhalten können. Also bemühen sie sich offensichtlich, die dadurch sinkenden Umsätze offensichtlich dadurch auszugleichen, dass sie Getränke für spezielle Zielgruppen entwickelt z. B. alkoholische Getränke, die besonders junge Mädchen ansprechen. Die dann zu viel trinken. Und krank davon werden. Im Jahr 2009 gab es 28.000 Einlieferngen ins Krankenhaus wegen Koma-Trinken (Jungs und Mädchen). Die Kids haben natürlich eine eigene Verantwortung. Aber die Getränkeindustrie scheint derartige Vorfälle zumindest billigend in Kauf zu nehmen. Hauptsache der Umsatz stimmt.


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