Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Training

Neu durchstarten

hippo1Du willst wissen, warum ich dich zu meinen Online-Kursen einlade?
Klar, erzähle ich dir das – gern.
Oder genauer gesagt: Ich hab es schon erzählt.
Schau mal in den Blogbeitrag vom März.
 

Mein neuer Kurs

2016-09-23-15-42-20Das Leben bleibt herausfordernd.

Zum einen mache ich mir viele Gedanken um Optimierung und Verbesserung der Struktur von Down to Earth, weil wir in den letzten Jahren viel Kraft und Geld an unnötigen Stellen verloren haben. Die Analyse, das Überprüfen, Nachdenken und Entwickeln sinnvoller Strategien kostet jetzt eine Menge Energie und Zeit – ich denke, dass es aber auf Dauer Zeit und Kraft spart, sonst würde ich es ja nicht machen.

Als eine Maßnahme um recht hohe Lagerbestände zu reduzieren – die viel Geld kosten – gibt es jetzt jede Woche Montag ein neues Sonderangebot.  So lange Vorrat reicht. Schaut da gern vorbei, wenn ihr euch und mir etwas Gutes tun wollt.

Gutes. Das ist das Stichwort.

Was ist gut? Was macht ein gutes Leben aus?

Das fragen sich viele. Ich möchte – basierend auf meinen Gedanken zu Swing. Dein Leben in Balance einen Online-Kurs entwickeln. Anders als die bisherigen Kurse DAN, IDA, LEA, SAM, WUM soll der neue Kurs zu SWING er etwas weniger intensiv sein. Geplant ist nur eine Mail pro Woche, dafür aber wird der Kurs dich ein ganzes Jahr lang dabei begleiten, ein gutes Leben zu entwickeln.

2016-09-23-15-42-13Eben habe ich mich mit der Illustratorin Monika Avakian zusammengesetzt. Wir haben uns über mögliches Design des neuen Kurses auszutauschen. Der soll natürlich 1 A schlicht und ergreifend schön werden.

Es ist noch superviel zu tun, aber wer verrückt oder vertrauensvoll genug ist, zu glauben, dass und das bis zum 1. 1. 2017 gelingen wird, der kann den Kurs nur noch bis 30. 9. zum Sonderpreis von 69 Euro (statt 120) buchen.

Und wer nicht so lange warten will, kann natürlich einen der aktuellen Kurse buchen, die am 1. 10. beginnen.

Hier noch mal die Übersicht:

Und…das hatte ich ja schon erwähnt….

Ich freu mich einfach, mit meinen Kursen dazu beitragen zu können, dass das Leben von Menschen stärker wird und besser gelingt. Das ist zumindest mein großer Wunsch und von dem, was ich bisher an Feedback zu den Kursen bekommen habe, klappt das auch recht häufig.

Septemberziel: Seminarraum winterwarm

2016-08-14 15.00.59Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das ist beim Schiffbau genauso wie im sonstigen Leben. Man braucht einen Plan, aber auch die Flexibilität auf aktuelle Gegebenheiten einzusteigen.

Der Plan für August war….

Wir hatten geplant, den Seminarraum weiterbauen, so dass ab Oktober dort Coachings und Seminare stattfinden können. Durch die Spendenaktion für die Stühle war genug Geld zusammengekommen, um die Stühle für den Seminarraum zu bestellen… ich dachte: Kein Problem, den Seminarraum in ein paar Wochen einsatzfertig zu haben…

Aber erstens….die schöne Realität

2016-08-23 07.19.04Das gute Wetter bot sich dafür an, eine Klappe als Zugang zum Boot zu bauen, und endlich im Eingangsbereich und im Steuerhaus Dachfenster einzusetzen. Das heißt: Stahl bzw. Alu aufschneiden, verzaubern, streichen, abdichten, Rahmen bauen, in den man die Fenster stabil einsetzen kann und das Glas austauschen – die sonst sehr teuren Fenster hatte ich gebraucht geschenkt bekommen, aber das Glas war halt kaputt….

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Eingang ist schön, hell und kann künftig gut belüftet werden (oben das Bild, wie es vorher aussah).

Und zweitens… die weniger schöne Realität

In den letzten Wochen breitete sich im untern Bereich des Schiffes ein muffeliger Geruch aus. Zuerst dachte ich, das kommt von Lebensmitteln. Doch den Kühlschrank zu putzen half nicht wirklich. Erst nach einer Weile stellten wir fest, dass durch ein Scharnier Brauchwasser ausgetreten war und sich am tiefsten Punkt des Schiffes unter dem Fussboden gesammelt hatte.

Den Fussboden in Schiffen verlegt man schwimmend, um für solche Fälle gerüstet zu sein. Ich dachte an einem Sonntag: „Ich wische das eben mal schnell auf!“ Das eben mal schnell waren drei Stunden, weil von oben immer mehr Wasser nachfloss.  Wasser ist noch die nette Beschreibung.  Bilder des „Wassers“ hab ich zwar gemacht, aber die erspare ich euch.

Ich hing also auf den Knien kopfüber auf dem Schiffsboden, schmiss Lappen nach unten, zog sie wieder raus und wrang sie aus… drei Stunden lang. In den nächsten Tagen kippten wir Frischwasser hinterher und  machte das ganze Spielchen nochmal. Puh. Fehlersuche und Beseitigung kostete ein paar Tage Arbeitszeit.

Der „Spass“ kostete ein paar Hundert Euro für neue Pumpen, damit uns das künftig nicht mehr passiert. Am wichtigsten: Eine ganz kleine, flache Pumpe im untersten Bereich des Schiffes, die Wasser, was da hinkommt, sofort wegpumpt. Das passiert bei einem Schiff immer. Da muss nur mal jemand einen Putzeimer umkippen – Wasser findet immer seinen Weg und sammelt sich am tiefsten Punkt. Kondenswasser tropft ebenfalls nach unten.

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Jetzt aber wirklich: Weiterbauen und  Kaminofen 

Die neuen Pumpen müssen zwar noch geliefert und eingebaut werden, aber trotzdem wollen wir jetzt mit Hochdruck am Seminarraum weiterbauen. Damit wir das Ziel erreichen und ab Oktober die ersten Seminare hier laufen können. Holz für die Regale und Kork für den Fussboden sind schon vorhanden.

Neben den noch fehlenden Türen ist die letzte große Anschaffung ein Kaminofen. Wir haben zwar einen kleinen Ofen, aber der zieht Sauerstoff aus dem Raum. Das ist ok wenn ein oder zwei Menschen am Schiff arbeiten. Aber es ist schwierig bis gefährlich,  wenn ein Dutzend Menschen in einem Seminar sitzt, atmet und Sauerstoff verbraucht. Mal abgesehen davon, dass Sauerstoffmangel müde macht, was bei Seminaren etwas kontraproduktiv ist.

Deshalb brauchen wir einen sogenannten raumluftunabhängigen Kaminofen. Die kosten ca. 800 Euro, mit Rohren und Einbau ca. 1000 Euro. Puh. Der nächste Große Brocken für den gerade kein Geld da ist.

Klar kannst du mithelfen…

Du kannst z. B. ein Stück Kamin sponsoren… 20 Menschen, die mit 50 Euro helfen, wären gerade eine große Entlastung. Oder wenn das nicht in deinem Budget ist – vielleicht magst du uns einen Tag Wärme schenken. Wir heizen den größten Teil des Schiffes (Eingang, Hauptraum, Schlafzimmer, Steuerhaus) bereits mit einem großen Pelletofen. Der verbraucht im Winter ca. 1 Sack Pellets (an sehr kalten Tagen etwas mehr). Ein Sack Pellets kostet ca. 3 – 4 Euro. Mit 5 Euro schenkst du uns garantiert einen ganzen Tag Wärme.

Wenn du mithelfen willst, dass wir es auch im Winter schön warm haben, kannst du Paypal nutzen (info(äääääät)down-to-earth.de) oder mich nach der Kontonummer fragen.

Andere Idee: Du gönnst dir einen von unseren Online-Trainingskursen, die dich im Leben und Glauben stärken. Das tut dir gut und uns – die Einnahmen aus den Kursen helfen natürlich beim Weiterbauen.

Wir schaffen das. Tatsächlich! 

DANKE!!!

Und übrigens:

Am 11. September gibt es von 10 – 16.00 einen Tag der offenen Tür für alle, die das Schiff gern mal sehen wollen. Herzliche Einladung.

 

Ich hasse Hilflosigkeit

2015-06-28 17.02.52Es war knapp. In Hamburg hatte ich nur sechs Minuten Umsteigezeit, um den Regionalzug nach Cuxhaven zu einem Seminar zu erwischen. Knapp aber machbar. Doch dann blieb der Zug etwa 500 Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof stehen. Wenn ich lange  Fingernägel gehabt hätte (nicht drin, wenn man ein Schiff baut), dann hätte ich die vermutlich abgekaut. Es ist sco schrecklich, wenn man in einer Situation festhängt und absolut nichts machen kann.

Hilflosigkeit ist mein absolutes nicht-Lieblingsgefühl. Ich hasse es regelrecht, wenn ich mit einer Situation konfrontiert bin, nicht weiß, was ich tun kann. Oder das, was ich tun möchte – etwa schnell zum nächsten Gleis zu rennen, nicht möglich ist. Wenn – trotz harter Arbeit – die Papierstapel nicht kleiner werden. Oder trotz Disziplin die Pfunde nicht schmelzen.

Manchmal kommt die Hilflosigkeit von außen. Oft aber auch aus dem Inneren. Man fühlt sich perspektivlos und hilflos, festgenagelt und handlungsunfähig. Oder einfach nur matt und leer und weiß nicht, wo man beginnen soll.

Ich schätze, du kennst das auch:

  • Du willst konzentriert arbeiten, kriegst es aber absolut nicht hin.
  • Du wünscht dir Nähe und Vertrauen in der Beziehung zu Gott – aber irgendwie überwiegen dann doch die Zweifel.
  • Du willst lästige Pfunde loswerden, aber die Schokoladentorte gewinnt immer.
  • Du bist im Grunde ein freundlicher Mensch, aber muffelst doch viel rum.
  • Du wünscht dir Power im Gebet, aber es fühlt sich an, wie ein nasser Lappen.

Sich hilflos fühlen ist scheußlich. Was für mich richtig schön ist: Ich fühle das Gefühl der Hilflosigkeit – außer bei Reisen – nur selten. Früher habe ich das viel häufiger gespürt. Und mich entsprechend oft schlecht gefühlt. Der Unterschied besteht für mich darin, dass ich Verhaltensmuster und Strategien gelernt haben, die mich gestärkt haben, so dass ich nur noch sehr selten in die Hilflosigkeit abstürze.

Gelernt habe ich in ganz verschiedenen Bereichen: Praktische Strategien zur Arbeitsbewältigung. Wege zu Kraft und Energie. Wissen über Ernährung und Bewegung. Zugänge zu einer stärkenden Spiritualität. Aufbruch zu mehr Gelassenheit.

Die gute Nachricht für dich: Auch du kannst lernen, die Hilflosigkeit zu überwinden. Ganz einfach, indem du dir Schritt für Schritt die Fähigkeiten aneignet, die für bessere Bewältigung hilfreich sind. Und du bist dabei nicht allein.

 

Ich habe für dich aus dem, was ich gelernt habe, 5 Anti-Hilflosigkeitstrainings entwickelt. Die kannst du bequem online von zu Hause aus mitmachen. 

1. Gegen schlechte Arbeitsorganisation und für mehr Effizienz und Entspannung:

Sam. Seine Arbeit meistern. Gelassen durch den Alltag gehen

2. Gegen die Mauern zwischen Gott und dir – und für mehr Erfahrung von Gottes Nähe

IDA. In deinen Armen. Vaterliebe Gottes erfahren.

3. Gegen Energielosigkeit und Ballast – für mehr körperliche und seelische Leichtigkeit.

LEA. Lebe endlich anders. Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung gewinnen.

 4. Gegen Kraftlosigkeit im Glauben und für mehr Erfahrung von Gottes Eingreifen.

WUM. Wunder unter Menschen. Natürlich Gottes Kraft erfahren.

Zu WUM gibt es auch ein kurzes Video: https://www.youtube.com/watch?v=uCXvQKHgzN4

5. GANZ NEU!!!! Gegen Muffigkeit und für mehr halb oder ganz volle Gläser im Leben.

DAN. Dankbar alles nehmen. Mehr Zufriedenheit entfalten.

 

Was du in den drei Monaten für nur ca. einen Euro pro Tag bekommst:

  • Zwei Mal pro Woche Inspiration und Input zu deinem Thema.
  • Konkrete Anleitungen und Aufgaben, die dir helfen, die ersten Schritte zu gehen.
  • Viele weiterführende Tipps und Links, die dir helfen, das Gelesene zu vertiefen.
  • Eine Facebook-Gruppe für zusätzlichen Input , Fragen und Austausch mit anderen Teilnehmern.

Kurz: ein Kraftpaket für dich und dein Leben.

 

Dadurch dass jeder Kurs auf drei Monate aufgeteilt ist, kannst du in deinem Bereich Schritt für Schritt lernen – und wirst souveräner, stärker und handlungsfähiger!

Jeder Kurs kostet 99 Euro, wenn du ihn alleine machst. Nur 90 Euro, wenn du ihn zusammen mit einer anderen Person machst. Das ist ohnehin klasse, weil man sich gegenseitig motivieren kann. Gruppenpreise gibt es auf Anfrage bei mir.

Ich liebe es, Menschen im persönlichen Coaching oder am Telefon im Leben weiterzubringen oder bei Vorträgen und Seminaren zu inspirieren.

Das erreicht immer nur eine begrenzte Anzahl von Menschen. Deshalb hab ich die Kurse entwickelt, um auch über die direkte Begegnung hinaus Menschen aus der Hilflosigkeit zu helfen und zu stärken.

2015-09-19 14.33.28Ich lade dich herzlich ein, dabei zu sein.

Die Kurse beginnen alle immer zu Beginn eines neuen Quartals (Januar, April, Juli, Okotober). Am besten du meldest dich gleich für deinen Kurs an! Und motivierst noch einen Freund oder eine Freundin, mitzumachen. Zu zweit ist es noch schöner – und günstiger.

Ach ja – den Anschlusszug nach Cuxhaven habe ich tatsächlich verpasst und musste eine Stunde lang auf den nächsten Zug warten. Ich hatte glücklicherweise genug Puffer eingeplant – der reichte sogar noch für einen Sparziergang am Meer. Das ist eine von den Sachen, die ich im Leben gelernt habe.

 

Intimität neu verstehen – mit Gott unterwegs sein

2015-05-17 14.18.38Heute Morgen las ich auf Facebook:

„There can’t be a true intimacy if we are demanding the other to fill up our sense of need or lack or want. … We all have this deep intuition of real intimacy, we all know on some level the potential of our relationship and yet over and over again we find that our relationships are spoiled by our projecting of our needs and fears onto the other person.” Rupert Spiral

Kurz zusammengefasst: Erwartungen an den anderen, unseren Bedürfnisse zu erfüllen zerstören Intimiät. Plötzlich hat es in meinem Hirn klick gemacht. Und ich habe drei Dinge verstanden:

  • Zum einen, dass sich das auch auf die Beziehung zu Gott bezieht. Natürlich dürfen wir mit unseren Bedürfnissen und Nöten zu ihm kommen. Doch echte Intimität ist das noch nicht.
  • Zum Zweiten: Intimität muss nicht kitschig sein. Viele Christen, die ich kenne, sprechen von ihren intimen Begegnungen mit Jesus in Worten und Bildern, die für mich kitschig oder süsslich wirken. Und ich vermute, dass mich das ein gutes Stück weit in meinen eigenen Versuchen, Jesus nahe zu kommen blockiert hat.
  • Intimität heißt nichts anderes, als das mitzuteilen, was man erlebt. Und dann miteinander in Resonanz zu gehen. Das muss nicht immer „Ich liebe dich!“ sein, sondern auch: „Boah, dieser Wein schmeckt wirklich mundig. Findest du nicht auch!“ „Ja, ich hab ihn an sonnig-steinigen Hängen wachsen lassen. Ich freu mich, dass du ihn magst.“

Ich war dann lange spazieren und hatte den Impuls das Buch „Gebet als Begegnung“ mitzunehmen (Sehr hilfreiches Buch für alle, die sich nach tieferer Begegnung mit Gott sehnen). Da geht es in einem Kapitel darum, mit Gott spazieren zu gehen. Im Grunde sagen die Autoren: Geh langsam. Nimm auf, was du siehst. Nehme Gott an deiner Seite wahr.

Gaaaanz langsam zu gehen kriege ich bei meinem Temperament noch nicht wirklich hin, aber ich habe das Tempo drastisch reduziert, die Landschaft, einzelne Pflanzen und Tiere tief auf mich wirken lassen. Einiges hat sich intensiv in meine Gedächtnis eingeprägt: Wiesenschaumkraut im Wind, ein vom Blitz getroffener Baum, der Kanal. Ich hab es  tief genossen, dass Gott bei mir war.

Der Wunsch, Gott näher zu kommen, ist – neben dem Wunsch, in Heilung und dem Übernatürlichen zu wachsen – mein größtes Anliegen für die Zeit hier.

Auch im Bereich Übernatürliches geht es voran. Ich wünsche mir ja immer noch, dass die ganze Sache mit Heilung lernen blitzschnell geht, aber Sua hatte beim Beten für mich gestern den Impuls, Gott würde meine eigenen Herausforderungen in dem Bereich nutzen, um mich Dinge zu lehren. Na klasse! Trotzdem hab ich zu Jesus gesagt: „Es ist ok. Ich will lernen. Auch wenn mir die Schnellvariante lieber wäre!“

Ich bin am Späten vormittags – vor dem langen Sapziergang mit Jesus – zu einem Flohmarkt gegangen, weil ich dachte, da könnten Leute sein, denen ich Gebet anbieten kann…ich will ja wachsen und lernen. Als ich losging, sah ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Mann humpeln. Hier war Halbmarathon und er sah aus, als hätte er eine Muskelzerrung. Ich hab´s irgendwie verpasst, zu ihm hinzugehen. Ich glaub bei der Sache muss man lernen schnell zu sein, auf einen Impuls zu reagieren, bevor der Kopf anfängt, querzuschießen… und man dann zu blockiert ist. War ein bisschen traurig.

Der Flohmarkt war auch vorbei, also hab ich mir erst einmal in ´nem Pub nen Kaffee gegönnt und im Buch von Aliss gelesen „Tagebuch der Wunder“. Manchmal musste ich gegen Neid ankämpfen. Was die Frau erlebt. Und mit welcher Leichtigkeit. Dann dachte ich: Ich weiß, dass es auch Menschen gibt, die mich um das beneiden, was ich erlebe. Meistens sieht man von außen nur die Ergebnisse, nicht, was ein bestimmter Weg gekostet hat. Und ich hab mich wieder entschieden, dem Neid keinen Raum zu geben, sondern Jesus weiter zu bitten, dass er seinen Weg mit mir geht.

Dann kam ich mit einer älteren Frau mit Gehstock ins Gespräch, die gestern übel auf den Rücken gestürzt war. Ich betete für sie. Für Heilung – und dass sie irgendwo ein Exemplar des gleichen Mantels finden würde, um den sie mich so beneidet hat. Sie spürte nicht, meinte aber, sie würde an mich denken, wenn es besser würde. Ich meinte, dass sie in dem Fall Jesus danken sollte.

Der Mann mit Gips, den ich ansprach, erzählte mir, dass der Gips am nächsten Tag abgenommen würde und er auch keine Schmerzen mehr habe. Für einen Geheilten zu beten, macht nun wirklich keinen Sinn.

Für die Kellnerin hatte ich einen Impuls. Ich „sah“ einfach, wie Jesus sie sieht. Das finde ich wirklich leicht. Ich sehe das einfach. Der Mensch hat diese oder jene Gaben und Jesus schätzt das an ihm. Das zu kommunizieren finde ich ganz einfach. Und habe immer erlebt, dass Menschen berührt und bewegt von dem waren, was sie gehört haben und sich bedankt haben. Ausnahme: Ein Mann eine Stunde später, der „no thanks“ sagte und mitten im Satz weglief…ich hab den Staub von meinen Schuhen geschüttelt und bin weitergelaufen.

Eine Spaziergängerin, die ich – weil es so aussah fragte, ob sie Gehprobleme hat, verneinte. Als sie dann weiterging, konnte ich ganz klar sehen, dass sie sehr schräg lief. Es wirkte, als ob ein Bein merklich kürzer war als das andere oder dass die Hüfte schief stand. Normal sah es auf keinen Fall aus. Aber vielleicht hat sie das nicht als „Gehproblem“ definiert. Lernerfahrung: Künftig Menschen genau beschreiben, was mir aufgefallen ist z. B. „Ich habe gesehen, dass ihr Gang sehr unrythmisch wirkt oder etwas in der Art.“

Das für mich das schönste Erlebnis des Tages. Ich sah einen Mann mit einer großen Plastikschiene um sein Bein. Er hatte beim Sport die Bänder gerissen. Als ich betete, spürte ich plötzlich den Heiligen Geist. Menschen nehmen Gottes Geist ja unterschiedlich wahr. In der Apostelgeschichte sahen sie Feuerflammen, manche Menschen spüren die Gegenwart des Heiligen Geistes in Form einer emotionale Berührung – sie fühlen eine innere Wärme oder beginnen sanft zu weinen oder ein Wort Gottes brennt in ihrem Herzen wie bei den Jüngern von Emmaus. Oder beginnen zu lachen, weil der Heilige Geist ihnen Lasten abnimmt oder sie erfrischt. Andere werden – wie manche Propheten des alten Testaments – kraftlos oder beginnen zu zittern. Ich spüre den Heiligen Geist selten emotional, aber relativ häufig ist es so, als ob plötzlich aus meinen Lungen eine Kraft herauskommt – gelegentlich auch mit Geräuschen verbunden, die wie „Ho“ klingen.

Als ich für das Knie des Mannes betete, entfuhr mir plötzlich so ein „Ho“. Nicht laut, ich glaube auch nicht, dass er es gemerkt hat, weil ich ja an seinem Knie kniete, während er ja stand. Meine Frage, ob er etwas gespürt habe, verneinte er. Aber für mich war es ein Zeichen: Boah, da ist gerade etwas vom Heiligen Geist durch mich durchgeflossen.

Mich hat das total ermutigt. Ich glaube, dass der Heilige Geist da ist – egal, ob wir ihn spüren oder nicht. Aber es ist schön, ihn zu spüren. Und da ich das beim Beten für Kranke bisher noch nie gespürt habe, sondern mich immer ziemlich trocken und kraftlos fühlte, sehe ich das Erlebnis heute als Vorboten des Gebets, dass ich ein Kanal sein möchte, durch den Gottes Heilung fließen kann…vielleicht waren das die ersten Tropfen. Mögen es Liter und Ströme werden.

LEA 1 – 2012 beginnt am 10. Januar

Der nächste LEA Kurs steht vor der Tür. Ihr könnt euch jetzt schon dafür anmelden (Anmeldeformular findet ihr oben rechts auf der neuen LEA-Homepage) – und gern auch anderen davon erzählen, denen ihr mehr Leichtigkeit, Energie und Lebensfreude wünscht.

Kreativität im eigenen Betrieb

Der amerikanische Businessautor Gary Hamel schlägt folgenden Test für Unternehmen vor, die von sich behaupten, dass ihnen die Kreativität ihrer Mitarbeiter am Herzen liege [gilt auch für Schulen, Verbände, Institutionen]:

Fünf „einfache“ Fragen, die es in sich haben… Los geht’s zu den Mitarbeitern in die Fabrikhalle, in die Büros, an die Schreibtische:

1. Seid ihr trainiert worden, kreativ zu sein?
2. Könnt ihr eure Ideen ungehindert von Bürokratie umsetzen?
3. Bekommt ihr Zeit, Geld und Ressourcen für eure Ideen?
4. Interessieren eure Ideen irgendjemanden in der Organisation?
5. Bekommt ihr irgendeine Anerkennung für eure Ideen?

Und? Wenn die Antwort weniger als drei Mal „Ja“ lautet, dürfte ziemlich klar sein, dass sich das Thema „Entfesselung des kreativen Potenzials aller Mitarbeiter“ in dem betreffenden Unternehmen auf Festreden und Unternehmensbroschüren beschränkt. [Quelle: Nur Tote bleiben liegen, S. 176]

Ich würde in Bezug auf meinen Verlag zumindest Fragen 2, 4 und 5 mit „Ja“ beantworten, 3 teilweise auch. Und hoffe mal, dass meine Mitarbeiter das auch so sehen.

© 2017 Kerstin Pur

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