Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Übernatürliches

Training. Laufen kann man lernen

2015-05-28 12.50.19WUM – live. Gemeinsam mit drei anderen Frauen überlege ich, ob ich ergänzend zu dem Online-Training WUM Wunder unter Menschen Natürlich Gott erfahren in Berlin einen 3-Monatigen Live-Kurs WUM – Live anbieten werde. Wir würden gern Mitte Juli starten, wenn wir genügend Menschen finden, die gemeinsam mit uns lernen wollen.

Das Ziel: Einmal pro Woche Menschen darin zu trainieren, für Kranke zu beten, Befreiung zu bringen und einfach mehr von und mit Gott zu erleben. Ich bin eine Frau, die Training liebt. weil man die meisten Dinge besser kann, wenn man gute Anleitung bekommt und sie trainiert hat – egal ob es sich um das Erstellen von Schweißnähten oder um Heilung handelt.

Der Rückblick auf mein eigenes Lernen

Ich hatte mir am Morgen des Tages noch mal Zeit genommen, um den vergangenen Monat auszuwerden. Anfang Juni hatte ich gebetet, dass ich wenigstens einmal pro Woche Gottes Eingreifen bei körperlichen Beschwerden erleben würde. Am ersten Juli werte ich aus. Ich habe insgesamt für 29 Personen gebetet. Und sechs Mal ist beim Gebet oder danach eine merkliche Veränderung eingetreten. Das ist sogar mehr als einmal pro Woche. Ich überlege, ob ich für Juli auf zwei pro Woche erhöhen soll. Klar bedeutet das, mir die Zeit zu nehmen um für Menschen zu beten. Zeit schenken ist nichts anderes als Liebe schenken. Meine aufmerksame Anteilnahme und meinen Glauben – beides darf noch weiter wachsen.

Auf dem Weg zu unserem Treffen denke ich über die Rolle von Training nach. Mir ist klar: Fast niemand hat das Laufen dadurch gelernt, dass jemand anderes ihm die Hand aufleget und sagte: „Im Namen Jesu, laufe!“ Die meisten von uns haben es Schritt für Schritt gelernt.

Nur bei geistlichen Dingen denken wir, dass wir Sachen sofort können müssen. Aber auch da gibt es viel zu lernen. Ein paar Tage zuvor hatte ich eine Frau als Coaching-Gast. Es ging um traumatische Erfahrungen bei einem Auslandseinsatz, die ihr auch im Nachhinein noch sehr zu schaffen machten. Zu Beginn erzählte sie, dass die Traumata ihre Schwerhörigkeit verschlechtert hätten. Ich wurde hellhörig. Schwerhörigkeit oder Taubheit hat Jesus häufig oder vielleicht sogar immer dadurch geheilt, dass er einen belastenden Geist austrieb. Von daher dachte ich: „Hmmm. Vielleicht spielt da etwas negativ – geistliches mit!“

Ich wollte ich vor dem Coaching auf Nummer sicher gehen, dass da nichts Belastendes da war. Ich erklärte ihr das und fragte sie, ob ich dafür – oder genauer gesagt dagegen beten dürfe. Sie war einverstanden. Ich gebot also dem Geist von Taubheit zu gehen. Was dann passierte war interessant. Das rechte Ohr war sofort frei und sie sofort konnte besser hören. Aber das andere Ohr machte noch Probleme und sie hatte plötzlich starke Schmerzen in den Augen und erinnerte sich an den starren Blick eines Angehörigen, der in der SA gewesen war. Wir lösten noch einige Dinge – der stechende Schmerz verschwand nicht ganz. Ich frage mich, ob ich mit dem Gebieten zu früh aufgehört habe? Bin mir nicht sicher. Ich lerne ja noch.

Kurz danach las ich in einem Buch über Heilung, dass Schmerzen, die eine dämonische Komponente haben, bei Gebet oft erst mal noch heftiger werden. Und im Körper springen. Ich erzählte das am Abend den Freudinnen aus dem Team und eine sagte sofort: „Klar, wenn ein Schmerz im Körper hin und her springt, ist es in der Regel dämonisch. Normale Schmerzen springen nicht!“ Wo sie recht hat sie recht. Ich merke, dass dieses Stück Wissen für mich beim weiteren Gebeten um Heilung oder Befreiung hilfreich sein wird. Wieder was gelernt.

Und noch was habe ich gelesen: Menschen zu befragen, bevor man betet, ist auch ziemlich sinnvoll. Besonders hilfreich ist die Frage, ob ein halbes Jahr oder ein Jahr bevor die Probleme auftraten, etwas Besonderes oder Schwieriges vorgefallen ist. Vor vier Wochen hatte ich für eine Frau mit Rückenproblemen gebetet. Ein Wirbel rutschte immer wieder raus, knackte ganz komisch, es war sehr unangenehm. , die einen Wirbel hatte, der immer ganz komisch und sehr unangenehm knackte – so sehr, dass sie sie Angst vor manchen Bewegungen bekam. Gemeinsam mit anderen betete ich vor einigen Woche für sie. Es passierte auf das Gebet hin jedoch keine Veränderung.

Gestern haben noch mal für sie gebetet. Gottes Gegenwart war spürbar, aber beim Testen, ob sich körperlich etwas verändert hat, ergab sich keine Veränderung. Dann erzählte sie, dass ihre Beine auch verschieden lang sind. Und als ich für die unterschiedlich langen Beine betete, wurde das eine plötzlich kürzer. So war das eigentlich nicht gedacht, sie will nicht unbedingt kleiner werden, aber zumindest waren die Beine schon mal gleich lang.

Dann hab ich mich an daran erinnert, dass es sinnvoll sein kann, zu fragen, ob sechs bis zwölf Monate bevor die Probleme auftraten, etwas ungewöhnlich Schwieriges passiert ist. Das tat ich und sie sagte, ihr sei bei meiner Frage sofort eine Situation in den Sinn gekommen, die belastend für sie gewesen sei. Also haben wir das zu Jesus gebracht, sie hat Vergebung ausgesprochen und wir haben um seinen Frieden gebetet. 
Danach war das Knacken in der Wirbelsäule anders. Nicht mehr so unangenehm wie vorher, sondern so ein leichtes Knacken, wie man es manchmal in den Fingern oder Handgelenken hat. Ich sagte „Wow, ich bin glücklich!“ Sie antwortete „Und ich erst!“ 
Danke, Jesus, Vater, Heiliger Geist. Wie wunderbar, was ihr tut.

Ich wünsche mir nach wie vor dramatische Schnellheilungen – ein Gebet und WUM ist alles anders. Aber ich erlebe, dass da, wo ich mir Zeit nehme, den Menschen und den Heiligen Geist nach Ursachen zu befragen und tiefer zu gehen, mehr Heilungen geschehen, als wenn ich nur mal schnell eben ein 10 Sekunden Gebet spreche oder gebiete, dass sich etwas ändert. Und dass Lernen von anderen, die mehr Erfahrung in dem Bereich haben, offensichtlich auch dazu führt, dass ich kraftvoller handeln kann. Ich freu mich auf weitere Erfahrungen und weiteres Lernen!

 

Pfingsten. Oder: Wo und wie Gottes Geist wirkt

2015-05-24 18.03.42Der Tag begann gut. Mit zwei Träumen. In einem träumte ich vom Stapellauf meines Schiffes – noch ein Wunschtraum, der aber in den nächsten Monaten Realität werden dürfte.

Und dann träumte ich von einer Freundin aus Berlin, die mir im Traum erzählte, dass sie es bedauert, eine Operation hat machen lassen, aber jetzt das Beste draus macht. Hmmm?

Im der Auslegung zum täglichen Bibelstudium ging es darum, dass durch den Sündenfall auf drei Ebenen Zweifel in unser Leben gesät worden waren:

  • Zweifel an Gottes Versorgung
  • Zweifel an Gottes Liebe
  • Zweifel an Gottes Autorität

Plötzlich wurde mir klar: Vertrauen auf einer Ebene heißt nicht, automatisch, dass man auf den anderen Ebenen auch glauben kann. In den letzten Jahren hat Gott mein Vertrauen, dass er mich liebt, stark vertieft. Er hat mir sogar mal gesagt: „Du bist in meiner Schule der Liebe und hast eben das erste Lehrjahr bestanden.“ Das war von ein paar Jahren. Ich hoffe dass ich da weiter bin.

Ich kenne eine ganze Reihe Christen, die richtig tief in der Liebe Gottes verankert sind. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie in Gottes Autorität gehen oder Vertrauen in seine Versorgung haben. Ich selbst hab immer wieder mit Zweifeln an Gottes Versorgung zu kämpfen gehabt. Es ist ein Bereich, in dem ich achtsam mit meinem eigenen Herzen sein will, um nicht in Misstrauen zu gehen. Die Zweifel an Gottes Autorität – besonders im Bereich Heilung – saßen so tief, dass ich sie nicht mal als Zweifel wahrnahm. Ich ging davon aus, dass ohnehin nichts passiert. Das ist krass tiefsitzender Zweifel.

Ich bin froh, dass mir das bewusst wird – und dass mir auch durch das Nebeneinanderstellen der drei verschiedenen Ebenen des Vertrauens, klar wurde, dass ein „noch mehr“ von dem, was man schon hat, nicht automatisch die anderen Ebenen ausfüllt. Wer Vertrauen in Gottes Autorität hat, muss noch lange nicht in seiner Liebe verankert sein. Und wer weiß, wie sehr er geliebt ist, kann trotzdem an Gottes Versorgung oder Macht, einzugreifen, zweifeln. Am besten, man wächst in allen drei Bereichen. Meine zwei Wachstumsherausforderungen sind mir jetzt erst mal klar.

Dann hab ich geweint. Ich habe darüber nachgedacht, dass ich in ganz Berlin niemanden kenne, der im Bereich göttliche Heilung trainiert ist und regelmäßig von Gott darin gebraucht wird. Ich kenne viele Christen in der Stadt, aber in dem Bereich niemanden. Keinen! Mich hat das zutiefst erschüttert. Die Stadt hat drei Millionen Menschen, von denen viele Hilfe und Heilung brauchen! Immer wieder habe ich geweint. Auch als ich den anderen von Trainings-Treffen, das hier stattfindet, davon erzählt habe. Mich trifft das sehr.

Später, als ich bei einem Spaziergang darüber nachdachte, fiel mir eine Begebenheit ein, die mir Sascha Flek erzählt hat. Sascha ist Tscheche und er hat sich eines Tages bei Gott ausgeweint: „Liebst du die Engländer mehr als uns – sie haben die Bibel in X verschiedenen Übersetzungen – und wir haben nur eine 700 Jahre alte Übersetzung, die keiner versteht. Liebst du uns nicht auch?“ Immer wieder klagte er Gott seinen Schmerz. Bis Gott antwortete: „Was meinst du, warum ich dir das so aufs Herz gelegt habe?“ Die einzig logische Antwort, die Sascha einfiel formulierte er gleich in einen Protest „Du kannst nicht meinen, dass ich die Bibel übersetzen soll…ich kann das nicht!“ „Doch!“. Nach einer kleineren Auseinandersetzung, bei der Gott gewann, setzte sich Sascha an den Schreibtisch und fing mit dem an, was er übersetzen konnte – Matthäus 1: „Adam zeugte….“

Es schien, als würde Gott mich fragen: „Kerstin, warum meinst du, hab ich dir das aufs Herz gelegt?“ „Herr, du kannst doch nicht im Ernst meinen…“ „Doch!“ „Puh!“

Aber das war erst am Nachmittag. Beim Meeting traf ich zwei Frauen wieder, für die ich letzte Woche um Heilung gebetet habe. Eine sagte, ihre Nackenprobleme sind seitdem weg. Und sie konnte problemlos schlafen. Die andere sagte, nichts hat sich verändert.

Eine andere Frau schrieb mir ein Feedback: „Bisher kann ich nur sagen, dass ich seit dem Gebet durchschlafen kann – das ging lange nicht mehr. Und mein Mann sagt, ich bin fröhlicher und gelassener. Für den Rest der körperlichen Heilung vertraue ich Gott.“ Das ist eine Quote von 50 : 50 offensichtlich erhörte Gebete zu Gebeten, bei denen bisher nichts Erkennbares geschah.

Gemessen an meinen bisherigen Gebeten für Heilung, bei denen das Verhältnis von erhörten zu wohl eher nicht erhörten Gebeten eher bei 1: 100 oder 1:1000 lag, finde ich das ziemlich ermutigend. Es geht ja nicht um „Erfolg“ im Sinne von Medaillen, sondern darum, leidenden Menschen in der Autorität Jesu dienen lernen zu wollen – und das möglichst effektiv – vielleicht ähnlich wie ein Evangelist lernen möchte, das Evangelium so weiterzugeben, dass viele Menschen es verstehen und annehmen.

Nach dem Treffen kam fiel mir der Traum wieder ein – und da zwei Frauen hier den gleichen Namen haben wie die Freundin, von der ich geträumt habe. Ich hab also gefragt: „Hattest du eine Operation, die du jetzt bereust!“ Eine Frau sagte nein. Die andere „Ja!“ Sie wurde als junge Frau zu einem Kaiserschnitt überredet, der medizinisch wohl nicht wirklich notwendig war, aber negative Folgewirkungen auf ihren Körper hatte. Sie freute sich, dass ich dafür beten wollte. Das haben wir dann gleich gemacht. Ich finde es spannend, dass Gott Träume benutzt, um mich auf Sachen aufmerksam zu machen, die ich nicht wissen kann. Und wenn Gott schon ein Problem aufdeckt, dann liegt für mich die Vermutung nahe, dass er es auch heilen will.

Und dann hat mir noch eine Frau erzählt, dass ich ihr bei der Konferenz einen Impuls weitergegeben habe, der ihr sehr weitergeholfen hat. Ich empfand, Gott sagt ihr, sie soll sich jetzt kein Kopfzerbrechen um ihre Berufung und Zukunft machen, das würde Gott ihr jetzt noch nicht sagen, sondern zur richtigen Zeit Schritt für Schritt zeigen. Weil mir das englische Wort für Kopfzerbrechen nicht einfiel, habe ich ihr erklärt, dass man auf Deutsch sagt, dass man den ganzen Kopf kaputt macht, zerbricht, wenn man zu viel über Dinge nachdenkt, die man gerade noch nicht lösen kann. Das hat ihr sehr geholfen, gelassener zu werden.

Einige aus der Gruppe haben dann noch für Sua und mich gebetet, weil es unser letztes gemeinsames Treffen ist. Einer der Männer empfand, dass Gott mich gebrauchen will, um da Farbe zu bringen, wo andere nur schwarz-weiß denken können. Das fand ich ebenso spannend wie schön.

Als ich später bei herrlichem Wetter einen Spaziergang machte und an einem kleinen Wasserfall stand, dachte ich über den Impuls nach. Ich glaube bei Heilung denken viele Menschen nur schwarz – weiß. Entweder Gott heilt. Oder nicht. Entweder man hat eine besondere Gabe der Heilung oder nicht. Entweder Gott will heilen. Oder er will nicht. Entweder Heilung fließt wie ein Wasserfall durch einen von Gott mächtig gebrauchten Menschen. Oder es ist wie Wüste.

Ich glaube das Bild ist in Wahrheit viel bunter. Wo ein Wort der Ermutigung ausgesprochen wird, fließt Heilung. Manche Menschen werden von Gott eher im Bereich der seelischen oder sozialen Heilung gebraucht. Andere eher körperlich. Medizinische Heilung und göttliche Heilung gehen manchmal Hand in Hand. Manchmal nicht. Manchmal arbeiten sie miteinander. Manchmal fast gegeneinander. Heilung ist eine Gabe, die man geschenkt bekommt. Heilung ist eine Gabe, die man trainieren kann, Alle können heilen – das glaube ich wirklich, genau wie jeder Jünger Jesu das Evangelium weitergeben kann. Manche haben eine besondere Gabe dafür. Heilung ist bunt. Unendlich bunt.

2015-05-24 18.21.52Wie die Natur, durch die Gottes Atem fließt. Bei meinem langen Spaziergang habe ich die Frühlingsbäume bestaunt, die sich im Wind wiegten, die gefleckten ! englischen Schafe, die auf einer Wiese weideten – so was hab ich noch nie gesehen. Meine Schwanenfamilie kam wieder raus und eines der Küken führte mir ein Kunststück vor, dass er oder sie erst neu gelernt hatte: Mit den Flügeln flattern und sich im Wasser aufrichten. Ich war stolz auf das Kleine!

Und an einer Ecke tummelten sich Mücken, die auf und Kaulquappen, die unter dem Wasser tanzten. Mir fiel Pslam 29 ein, der davon spricht, wie die ganze Schöpfung Gottes Atem vibriert… ich hatte das nicht mehr richtig im Kopf, dachte, es heißt da: Der Geist Gottes macht das alles. Im Psalm steht aber „Die Stimme Gottes…“ Aber da die Stimme Gottes nur sagt und tut, was der Geist Gottes sagt passt das auch.

 

Gott ist und belebt wunderbar. Vielfältig. Bunt.

 

Dankbar und hungrig nach mehr

2015-05-13 17.55.05Der Tag begann mit einem Traum, der – ich warte noch auf Antwort – vielleicht für zwei andere Menschen eine Richtugnsweisung war. Und mit einer Gebetserhörung, Ein alter Freund, der seinen Job gekündigt bekommen hat, hat ihn wieder. Ich weiß, dass andere durch ihr Engagament auch zu dieser Entwicklung beigetragen haben…Ich hatte einen vor ein paar Tagen einen Traum und die spezifischen Gebete, die ich darauf hin gebetet habe, trugen, so weit ich das erkennen kann, auch zu dem Jobgeschenk bei. Dann hatte ich es auf dem Herzen, eine bestimmte Frau zu ermutigen, schrieb ihr meinen Impuls und sie schrieb mir, dass sie das an diesem Morgen ganz besonders gebraucht hat.

So was fällt mir relativ leicht. Es ist eingeübt, ich hab viel von Büchern und anderen gelernt – jetzt fühlt es sich so an, als ob es mir einfach zufällt. Aber das ist glaube ich mit allen Gaben so, die man geschenkt bekommen und dann durch Training eingeübt hat. Vielleicht ist das mit einem Kanal zu vergleichen, den man gut ausgebaut hat und durch den das Wasser Gottes relativ leicht fließen kann. Ich vermute, dass das Hören auf Gott und Reagieren auf Impulse vermutlich die Art und Weise sein wird, wie Gott mich auch in der Zukunft am häufigsten gebrauchen will.

Rob Cresswell erzählte, es hier in England viele christliche Dienste gibt, die sich mit körperlicher Heilung beschäftigen. Aber dass nur wenige Menschen im prophetischen Hören schulen. Interessant. Nur weil ich in meinem Umfeld mit dem Hören auf Gottes Stimme recht vertraut bin, heißt das noch längst nicht, dass das anderswo genauso ist. Ich bin dankbar dafür. Sehr dankbar. Oder zumindest relativ dankbar, wenn ich ganz ehrlich bin. Nichtsdestotrotz strecke ich mich danach aus, von Gott auch im Bereich Heilung und Befreiung gebraucht zu werden. Weil es in dieser Welt so nötig ist.

Heute Morgen dachte ich – beim Nachdenken über die Elemente, die ich bei der Heilung von Matthias erlebt habe, darüber nach, dass die Gabe der Heilung vielleicht nichts anderes ist als eine Mischung aus Mitgefühl und Glauben. Und natürlich Gottes Wirken. Man kann sicher mehr Mitgefühl entwicklen – in mir wächst es, je mehr ich davon lese, wie Gott Menschen heilt. Und Glauben wächst – durch Gottes Wort und sein Handeln. Vor ein paar Tagen hab ich für eine Frau mit Magenproblemen gebetet. Sie hat mir total leid getan, weil ihr ganzer Bauch aufgebläht war. Ich hab für sie gebetet, aber direkt ist nichts passiert. Aber ich hab mich gefreut, dass sie mir heute sagte, dass es ihr heute viel besser geht. Einfach nur gefreut.

Dann hab ich das „Tagebuch der Wunder“ von Aliss gelesen, wo sie ein ganzes Jahr lang aufschreibt, was sie mit Gott erlebt hat. Sie schreibt, dass sie zwölf Jahre lang gebetet hat, dass Gott sie gebraucht, um die Dinge zu tun, die im Neuen Testament den Jüngern zugesagt sind: Heilen, befreien, zu Jesus führen. Und dass sie häufig Dienstags einen Fastentag speziell dafür gemacht hat. Und dass sie Anfang 2009 Gott gebeten hat, dass er ein Wunder pro Tag durch sie tut. Ab Februar 2009 – das Jahr, in dem sie ihr Café in einem heruntergekommen Stadtteil Chesters eröffnet haben, hat sich das Gebet so ziemlich gründlich erhört. Ich hab nicht nachgezählt, aber pro Monat 30 Bekehrungen und Wunder dürfen es schon gewesen sein.

Sehr oft berichtet sie von gebrochenen Fingern oder anderen Fingerproblemen, die Gott geheilt hat. Mich haben die Finger-Heilungen besonders berührt und ich dachte, dass das vielleicht ein Hinweis darauf ist, dass Gott mich heute zum Heilen von Fingern gebrauchen will. Und hielt deswegen besonders nach kaputten Fingern Ausschau. Aber zuerst fiel mir eine Frau mit Gehproblemen auf. Ich fragte, was ihr Problem sei – Arthritis – und ob ich für sie beten dürfte – Nein! Damit hätte ich nicht gerechnet.Die nächste Frau, die einen Gehstock hatte und die ich ansprechen wollte, lief weg, bevor ich zu ihr hinkam. Ich hatte einfach zu lang gewartet.

Ein kleines Mädchen , das einen eingequetschten Finger hatte, der ihr sehr weh tat, und ihre Mutter erlaubten mir für das Mädchen zu beten. Ob etwas passiert ist, konnte ich direkt nach dem Gebet nicht sagen, da ich von der Bedienung an meinen Tisch gerufen wurde. Aber ne halbe Stunde später hab ich sie auf dem Weg zur Toilette noch mal gesehen und gefragt, wie es ihrem Finger geht. Und sie meinte „It´s ok!“ Und als ich noch mal fragte, ob er noch weh tut, sagte sie „It´s fine!“ Ich bin erstaunt. Klingt nach einem Anfang.

Mir fiel dann auf, dass die Bedienung Gelenke hatte, die sich total überstreckten und durchbogen – der Daumen bog nach hinten durch, wenn sie Dinge trug. Ich hab sie darauf angesprochen. Wenn ich sie richtig verstanden habe hatte sie eine Krankheit namens „Hyperlaxie“, die zu instabilen Gelenken führt und ihr Schmerzen bereitet. Ich hab für sie gebetet und sie gefragt, ob sie etwas gespürt hat. Sie verneinte. Ich hab mich später gefragt, ob sie Schmerzen in ganz anderen Körperregionen als den Händen hat, etwa im Rücken, der durch die weichen Gelenke nicht gut gehalten wird. Wie dem auch sei – ich werde für Vivian weiterbeten.

Als ich vor der Kathedrale auf Sua wartete, sah ich eine Frau, die mich warm anlächelte, aber gebeugt lief. Mich berührte das – und ich lief ihr hinterher und fragte sie, ob sie körperliche Probleme hätte. Und dass ich, wenn ja, gern für sie beten würde. Sie verneinte, meinte, sie einfach nur alt. Sagte aber, dass es ziemlich komplexe Familienprobleme gäbe. Und freute sich über Gebet – war selbst offensichtlich gläubig. Ich betete trotzdem für körperliche Energie – kann ja nix schaden. Und dann für die Familie. Und hatte auch ein Bild für die Situation. Sie hatte Tränen im Gesicht. Und hat sich ganz warm bedankt.

Jetzt werde ich noch ein wenig beten, dass ich im Bereich Heilung mehr direkt und gleich erlebe… da ist der Kanal noch nicht so weit ausgebaut. wenn du magst, kannst du ja mit für mich beten.

Ich glaub das heute war ein ganz normaler Tag mit Jesus.

Kuchen, Zuckerguss und Bobby Connor

2015-05-09 15.51.15Eine Freundin von mir, mit der ich seit 15 Jahren nur per Mail Kontakt hatte, war extra aus Südengland angereist, um mich zu sehen. Sie sagte mir bei einem abschließenden Mittagessen, wie kostbar die Zeit für sie war. „Es war so toll, dich zu sehen – und Bobby Connor – einer der Sprecher – war dann noch der Zuckerguss auf dem Kuchen!“ Hier gibt es extrem leckeren Karottenkuchen der an und für sich schon toll schmeckt, aber der herrlich weiche Guss obendrauf macht ihn besonders gut.

Bobby Connor (auf dem Foto links) ist ein Mann, der seit Jahrzehnten mit Gott unterwegs ist und im Dienst für Gott schon so ungefähr alles erlebt hat, was man erleben kann. Seine Predigten –falls man seine geistlichen Impulse mit spontanen dramatischen Einlagen so bezeichnen kann – waren ausgesprochen originell. Bobby ist eine Nummer für sich. Äußerst unkonventionell und zugleich kraftvoll und tief. Der Mann kennt das Wort Gottes und die Kraft Gottes. Eine seiner Lieblingsstellen ist, aus einem Psalm, in dem beschrieben wird, dass Gott dem Psalmisten die Kraft eines wilden Ochsen gegeben hat. Das findet er ziemlich gut.
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Es hat mich berührt, dass meine Freundin mich – im Vergleich mit diesem Mann – als den Kuchen und Bobby, Gottes wilden Ochsen, als den Zuckerguss bezeichnet hat. Als ich darüber nachdachte wurde mir klar, dass sie recht hat. Coole Inspiration, auch starkes Wirken Gottes, kommt nicht an den Wert lange gelebter Freundschaft, Einstehen füreinander, Liebe und Gebet heran. Tiefe, gelebte Beziehung ist der Kuchen – auch im Leben mit Gott. Tolle Erfahrungen, Zeichen und Wunder der „Zuckerguss“ obendrauf, der natürlich dazu gehört. Ohne den Guss ist der Kuchen nahrhaft, aber etwas trocken.

Zuckerguss-Bobby war definitiv gehaltvoll. Da er im gleichen Haus untergebracht war, hatte ich Abends nach den Veranstaltungen die Möglichkeit, noch viele weitere Geschichten zu hören und ihm die eine oder andere Frage zu stellen. Er ist jemand, der klar Gottes Stimme hört, beeindruckende, übernatürliche Erfahrungen und Gebetserhörungen hat, regelmäßig Heilungen erlebt – natürlich wollte ich wissen, was sein Geheimnis ist. „Tiefe Zeiten mit Gott und seinem Wort sind der schnellste Weg, im Übernatürlichen zu wachsen“ antwortete er. Und zitierte gleich noch Psalm 42, 7 im Englischen kommt da zum Ausdruck, dass die Tiefe in uns sich danach sehnt, mit der Tiefe in Gott in Resonanz zu gehen: „Deep calls onto deep!“

Das ist auch das, was mir hier so gefällt – dass immer wieder betont wird, dass die persönlichen, innigen Zeiten mit Jesus der Schlüssel für alles Wirken mit Gott sind. Klar ist die Sehnsucht nach seiner Kraft da. Und Aliss sagt immer wieder, wenn sie von etwas hört, das sie noch nicht erlebt hat: „Das will ich auch sehen!“

Doch bei allem Spaß, den begeisternde Wunder mit sich bringen – es ist keine Sensationslust, sondern der Wunsch, Menschen die Liebe und die Kraft Gottes nahe zu bringen. Das merkt man Bobby auch an – wenn er von Heilungen und Befreiungen erzählt, die er erlebt hat, dann spürt man die tiefe Barmherzigkeit, die er mit Menschen hat.

Etwa als ihn während eines Vortrags eine Frau verfluchte und anschrie. Er ging zu ihr, schaltete das Mirko aus, lies alle anderen warten und sagte ihr, was Gott ihm gezeigt hatte – dass sie als Kind brutal missbraucht worden war. Sie fing an zu weinen, bestätigte das. Er betete um Befreiung für sie. Unter ihrer extremen Aggression sah er den leidenden Menschen.

Oder die Geschichte als ein extrem gewalttätiger Einbrecher ihm ne Pistole an den Kopf hielt. Er hatte zuvor mehrere Monate lang immer wieder über die Bibelstelle gesprochen „Was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein…“ (Matthäus 18, 18), was er so verstand: Wenn wir als Kinder Gottes auf der Erde etwas beschließen, stimmt der Himmel mit uns überein.
Also unterband er das Schießen und obwohl er es versuchte, konnte der Mann nicht abdrücken und flüchtete. Weil er als so gefährlich galt, wurden 150 Polizisten einer Spezialeinheit abkommandiert, um ihn zu stellen. Bobby wurde aus Sicherheitsgründen in den Mannschaftswagen der Polizei gesteckt. Dort bekam er alle Funksprüche mit. Unter anderem den Befehl, den Mann zu erschießen.
Er entschied sich, das zu unterbinden, weil er nicht wollte, dass der Mann sterben würde und betete und gebot still. Direkt nach seinem Gebet darauf nahm der Kommandant den Befehl zurück. Dann wurde er gefragt, was denn geschehen sollte. Er sagte und gebot: „Der Mann soll mit den Händen hinter dem Kopf aus dem Versteck kommen und es soll ihm kein Leid zugefügt werden!“ So geschah es. Er hätte guten Grund gehabt, dem Mann Schlechtes zu gönnen, aber hatte Barmherzigkeit und Erbarmen.

Bobby lebt vor, welche Bedeutung Gottes Wort für ihn hat und das die Begegnung mit dem lebendigen Gott und seinem lebendigen Wort seine Kraftquelle ist. In meinem ganzen Leben als Christ habe ich noch nie jemanden erlebt, der so viele Bibelstellen auswendig kann. „Du fragst dich xy – die Antwort ist in Bibelstelle z!“ Seine Predigten war letztlich nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Fragen und Antworten in Form von Bibelversen, die er aus dem Gedächtnis zitierte. In einem Tempo, das ich mit dem Schreiben nicht hinterher kam. Gesprenkelt mit Anekdoten, musikalischen Einlagen, Louis Armstrong Imitaten und prophetischen Impulsen für einzelne Zuhörer – auch meist in Form von Bibelversen. Für fromme Menschen, die eine strukturierte drei-Punkte Predigt erwarten, sicher gewöhnungsbedürftig. Für alle anderen eine Bonbonmaschine, die in raktetenartigem Tempo ein geistliches Schmankerl und Kraftpaket nach dem anderen herauswarf.

Der Mann kennt seine Bibel. Und glaubt ihr wie ein Kind. Er spricht – wie ein Kind – auch gelegentlich in der dritten Person von sich. „Weißt du, ich hab mir gedacht: Vor Gott gibt es kein Ansehen der Person. Also hab ich Gott gesagt: Ich will das auch erleben, was die anderen Leute in der Bibel erlebt haben. Und ihm gesagt: Bobby will das alles auch erleben – gib´s ihm oder erkläre ihm, wieso es nicht geht!“ Wow!

Er macht keinen Hehl daraus, dass einige der Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hat, auch viel gekostet haben. Gott bitten ist ein Schlüssel. Wahre Autorität hat jedoch immer ihren Preis – Wachstum, Charaktertransformation, Herausforderungen meistern. Das war bei Jesus nicht anders. Von ihm heißt es, dass er erfüllt mit dem Heiligen Geist in die Wüste ging. Und dort vom Teufel versucht wurde. Nachdem er den Test bestanden hatte, war er nicht mehr „nur“ mit dem Geist Gottes erfüllt, sondern diente und sprach kam in der Kraft Gottes. (Lukas 4, 1 -15)

Bobby ist in der Regel fünf mal pro Woche irgendwo predigen und Menschen dienen – ich hab ihn gefragt, wie er das schafft, bei so einem Reisepensum ruhige Zeiten mit Gott zu haben. Er meinte „In der Bibel steht, dass man zum Beten in sein Kämmerchen gehen soll. Das muss keine Kammer im materiellen Sinn. Ich habe in meinem inneren eine Kammer geschaffen, in die ich mich zurückziehen kann, selbst wenn um mich das Leben tobt.“ Nochmal wow!

Der Ball ist im Loch! Erste Erfahrungen mit Golf und dem Gebet für Fremde

2015-05-03 18.09.41Ich juble. Gestern habe ich zum ersten Mal beim Golfen einen Ball ins Loch geschlagen – eingeputtet, wie das im Fachjargon heißt. Und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einem fremden Menschen Gebet angeboten. Wobei letzteres für mich der größere Meilenstein war. Aber erst mal der Reihe nach.

Seit der Impuls kam nach England zu gehen und mich im Bereich des Übernatürlichen trainieren zu lassen, habe ich mir vorgenommen, mutiger zu sein und auch fremden Menschen direkt Gebet anzubieten, wenn ich von Problemen höre. Das war der Plan. Geschafft habe ich bis heute kein einziges Mal.
Da erzählt mir ein Angestellter in meinem Lieblingsfalafel-Laden, dass er und seine Frau keine Kinder bekommen können. Ich sage ihm, dass ich Gott darum bitten werde. Aber wage es nicht, das sofort zu tun. Hätte in dem Kontext – mit anderen wartenden Kunden – vielleicht auch nicht so ganz gepasst.

Schwerwiegender war für mich die Taxifahrerin hierher zum Zentrum. Beim Einladen des Gepäcks schrie sie vor Schmerz auf. Der Koffer war tatsächlich sehr schwer, aber das eigentliche Problem war ihr verstauchter Fuß. Ich erzählte ihr, dass die Leute hier in Little Mollington Hall für Kranke beten, aber habe es nicht gewagt, ihr direkt Gebet anzubieten. Ich hab mich danach so schlecht gefühlt. Ich will so gerne Menschen die Liebe von Jesus nahebringen, wenigstens die Tür öffnen helfen. Und ich war so traurig über mich, dass ich nicht den Mut gefunden habe. Selbst wenn Jesus nicht gleich offensichtlich gehandelt hätte, wäre es ein Zeichen von Nähe und Mitgefühl gewesen.

Am zweiten Tag hatten wir dann die Aufgabe, Gott zu bitten, uns einen Menschen zu zeigen, dem wir Gebet anbieten könnten. Das ist an und für sich schon herausfordernd. Aber wenn es ununterbrochen regnet, kein Bus in die Stadt fährt und nur wenige Menschen unterwegs sind, noch mehr.

Wagemutig habe ich mich in den Regen gestürzt ins nächste Dorf gelaufen. Unterwegs bin ich einem Golfer begegnet, der nicht zum Gespräch aufgelegt war, mich aber immerhin freundlicherweise vor herumfliegenden Golfbällen warnte. Dann einer fröhlichen Wandergruppe, die auch nicht das geeignete Objekt für Gebet zu sein schien. Und dann sah ich eine Frau aus Südasien – in einem wunderschönen türkisen traditionellen Gewand und mit rotem Punkt auf der Stirn. Ich empfand, dass ich sie ansprechen sollte. Bis der Gedanke sich von meinem Hirn bis in meine Füße – Befehl stehenbleiben – ausgewirkt hatte, waren 20 Meter zwischen uns. Sie drehte sich tatsächlich noch mal nach mir um. Aber ich hatte nicht den Mut au sie zuzugehen. Chance verpasst. Schon wieder Frust. Ich betete, dass ich der Frau noch einmal begegnen möge, falls es tatsächlich die Person war, die Gott durch mich ansprechen wollte.

Ich lief weiter durch das Dorf, aber bei dem Wetter war praktisch niemand auf der Straße oder so weit weg, dass ich hätte rennen müssen, um sie einzuholen. Zu allem Überfluss bestand der Rest des Dorfes aus einem riesigen Krankenhauskomplex, aber Kranke und eventuelle Besucher hatten sich offensichtlich alle in ihren Häusern verschanzt und auch die Kirche war abgesperrt.

Als ich das Dorf etwa eine Stunde später wieder verlies, kam mir die Frau von voher entgegen. Mit Handy am Ohr. In der Nacht hatte ich davon geträumt, dass ich eine Frau, die ich kenne ermutigt habe. Dass Gott ihr sagt, dass sie eine gute Mutter ist und dass sie, wenn sie an ihre Grenzen kommt, ihn um Hilfe bitten soll und er ihr helfen wird. Ich habe im Traum gleich direkt für sie gebetet, was ich irgendwie ziemlich praktisch fand. Wenn man schon im Schlaf betet, spart man tagsüber Zeit. Ich habe der Frau meinem Traum gemailt , aber noch keine Antwort erhalten.

Ich habe mich, weil mich der Traum selbst so bewegt hat, gefragt, ob Gott mir durch den Traum vielleicht auch sagen will, dass ich auch hier eine Mutter ermutigen soll und hatte deshalb immer wieder gebetet, dass – falls ich das richtig sehe – er mich zu der Frau führen soll. Als ich also die Frau mit dem asiatischen Gewand wieder sah,  fiel ich – etwas unelegant gleich mit der Tür ins Haus und fragte  sie:

„Haben sie Kinder!“ Sie antwortete: „Kindermädchen!“ Ich erzähle ihr von meinem Traum und sagte, dass Gott ihr bei ihrer Aufgabe helfen würde. Sie fragte „Helfen?“ Ich sagte „Ja, Gott will Ihnen dabei helfen.“ Sie strahlte übers ganze Gesicht. Dann fragte sie „Haus?“ „Ich zeigte auf die andere Seite des Tales, wo ich gerade wohne und fragte, wo sie wohnt. „Chester!“

Dann ging sie – noch bevor ich eine Chance hatte oder ergreifen konnte, für sie zu beten. Ich habe keine Ahnung, was von dem, was ich gesagt habe, bei ihr ankam, da ihre Sätze nur aus Nomen bestanden. Und ob es tatsächlich das war, was Jesus ihr sagen wollte. Aber immerhin hat sie gestrahlt. Etwas Positives war bei ihr angekommen. Von daher kein glänzender Erfolg in Sachen „Gebet für Fremde!“ – aber wohl ein ehrenwerter Versuch.

Und am Abend schrieb mir dann übrigens die Mutter, für die ich im Traum gebetet hatte, dass das genau ins Schwarze traf – die Frage der Erziehung würde sie gerade sehr beschäftigen.

Was mir hier gefällt ist das ein so großer Schwerpunkt auf Gebet, Nachsinnen über Gottes Wort, persönliche Begegnung und geistliche Übungen, um den Begegnungsraum mit ihm zu erweitern und vertiefen, gelegt wird. Ja, die Sehnsucht danac2015-05-03 18.07.30h, ihn auch in all seiner Macht handeln zu sehen, ist da. Aber der Fokus liegt auf dem Wachsen in der Beziehung zu ihm, nicht auf dem Handeln mit ihm.

Also habe ich den Nachmittag unter einem blühendem Kirschbaum – herrlich – verbracht und die Nachmittagsaufgabe ausgeführt: Über Psalm 1, 1 – 3 nachsinnen und meditieren.

  • Glücklich ist, wer nicht lebt wie Menschen, die von Gott nichts wissen wollen.
  • Glücklich ist, wer sich kein Beispiel an denen nimmt, die gegen Gottes Willen verstoßen.
  • Glücklich ist, wer sich fern hält von denen, die über alles Heilige herziehen.
  • Glücklich ist, wer Freude hat am Gesetz des Herrn und darüber nachdenkt – Tag und Nacht. Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser steht, der Frucht trägt jedes Jahr und dessen Blätter nie verwelken. 

Nach zwei Stunden Lesen, Wiederholen und Nachsinnen über diese Verse, hatte ich das Bedürfnis, mich zu bewegen und lief über den nahegelegenen Golfplatz. Ich betete, dass Gott mir hier genügend neue Erfahrungen im Bereich Gebet für Heilung etc. schenken möge, damit ich mich in dem neuen sicher fühlen würde, bis ich nach Hause komme.
Ein Mann spielte eine Runde Golf mit seinem Sohn. Da ich noch nie in meinem Leben einen Golfschläger in der Hand hatte, fragte ich, ob ich mal probieren dürfe. Die ersten beiden Schläge gingen in die Luft, dann traf ich tatsächlich den Ball. Der rollte – und ich erntete ein anerkennendes „Nicht schlecht für den ersten Schlag!“ von Colin, dem Vater. Aber das Loch war…naja…noch etwa 20 Meter entfernt. Also weiter. Schließlich sollte der Ball ja ins Loch. Nach dem fünften Versuch machte es das ersehnte „Plop“! Eingeputtet!
2015-05-03 18.24.14Dann fragte mich Colin, was ich hier machen würde. Ich erzählte, dass ich hier sei, um trainiert zu werden. Jesus hätte ja immer Meschen geheilt und ich wollte das lernen – so wie man das Golfen üben müsste. Und dass ich bei Leuten sei, die oft erleben, dass Jesus Menschen durch ihr Gebet heilt – von Arthritis, Knochenbrüchen, chronischen Kopfschmerzen.
„Chronische Kopfschmerzen – das klingt nach mir. Ich habe ständig Kopfschmerzen. Ich denke, das liegt an meiner Frau!“ sagte Colin. „Ich kann dafür beten, dass Jesus das heilt!“ sagte ich. „Danke!“ antwortete er. Ich erklärte ihm, dass es für mich leichter sei, gleich hier vor Ort für ihn zu beten, als weit weg. Er meinte Okay. Also betete ich ein einfaches Gebet: „Jesus, ich weiß nicht, woher Colins Kopfschmerzen kommen, ob von der Frau oder von etwas anderem. Aber ich bitte dich, ihn zu heilen und von seinen Kopfschmerzen zu befreien. Im Namen von Jesus. Amen!“

Colin sagte fröhlich: „Es ist schon viel besser!“ – ich bin mir nicht sicher, ob er das aus Höflichkeit, im Spaß oder im Ernst gesagt hat. Aber das ist fast egal – obwohl ich es mir für ihn natürlich stark wünsche, dass es tatsächlich besser und sogar ganz weg ist. Ich glaube und hoffe, dass Jesus ihm da begegnet ist.

Und ich war glücklich – zum ersten Mal in meinem Leben haben ich für einen fremden Menschen für Heilung gebetet. Für mich ist das ein Meilenstein. Das erste Mal ist immer das schwerste. Und das erste Mal liegt jetzt hinter mir. Was für eine Erleichterung und Freude! Gar nicht so schlecht fürs erste Mal. Der Ball ist im Loch. Plopp.

Gott kennen und mit ihm handeln

11179943_10155445607590623_8127252150424667995_nAm 1. Mai fahre ich nach England um mich einen Monat lang im Glauben und im übernatürlich handeln lernen, herausfordern und trainieren zu lassen. Wie es dazu kam hab ich vor ein paar Wochen in dem Blogbeitrag Wunder bewirken lernen beschrieben.

Mir geht es nicht um Sensationslust – auch wenn ich es ziemlich cool finde, wenn Menschen aus Rollstühlen kommen, chronische Schmerzen oder Hautausschläge verschwinden. Jesus hat so was dauernd gemacht. Seine Jünger auch. Ich glaube, dass er es heute noch tun will. Für die Menschen. Er tut mächtige Dinge allein – weil er Gott ist. Und er will uns an seinem Handel beteiligen – weil er uns seine Freunde nennt.

Das Training dort wird viel Bibelstudium und Lesen und praktische Herausforderungen beinhalten. Ergänzend dazu will ich bewusst einüben, mein Herz tiefer vor Jesus zu öffnen. Gerade lese ich Gebet als Begegnung von Charles Bello und Kristian Reschke. Da gibt es eine Anleitung für das sogenannte Examen – eine geistliche Praxis von Ignatius von Loyoloa.

Er empfiehlt, am Ende des Tages betend zu fragen:

  • Was war heute der stärkste Moment des Zuspruchs? (Wann war ich heute am lebendigsten?)
  • Was war heute der stärkste Moment der Verwüstung? (Wann war ich heute am wenigsten lebendig?)

Und dann diese Momente noch einmal nachzuspüren und Gott zu fragen, was genau mich den Moment als so besonders wahrnehmen lies. Und was er mir zeigen möchte.

Inspiriert durch das wunderschöne Buch Sleeping with Bread, das auch in die Praxis der Tagesreflexion einführt, habe ich das schon mal eine Weile gemacht. Aber nicht mit dem Aspekt, dann noch tiefer Jesus zu fragen, was genau das Bewegende war.  Hier wünsche ich mir, tiefer zu gehen in der Begegnung mit ihm und liebe zu ihm.

Ich werde dafür das wunderschön gestaltetes Lieblings-Notizbuch Stille Gedanken mitnehmen, das ich liebe, weil es keine Linien, sondern zarte Punkte hat…und tolle Zitat!!! Und bin gespannt, was ich erleben werden… an Gottes Wirken mit mir und in mir.

Noch was Praktisches:

Ich freu mich auf England. Gleichzeitig kostet es etwas. Einen Monat lang nicht arbeiten UND gleichzeitig höhere Ausgaben haben, ist als Selbstständige herausfordernd.

Ein Tag England (Unterkunft, Kursgebühr, Verpflegung, Reisekosten) kostet gut 50 Euro. Ich bin 30 Tage dort…das sind….


Ich sehe es als Investition in meine Zukunft und die Zukunft anderer.
Falls du die Zeit dort unterstützen magst, freue ich mich sehr.
Konto / Inhaberin: Kerstin Hack
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Kann man Wunder bewirken lernen?

rothko-bluegoldSchiff, Verlag, Coaching, Schreiben… an Herausforderungen mangelt es mir gerade eher nicht. Trotzdem hat sich Gott offensichtlich ausgedacht. mich auf ein neues Abenteuer loszuschicken.

Vor zwei Wochen sah ich eine Prophetie von Aliss Cresswell auf Youtube. Eigentlich nur aus Neugierde, weil mich einfach interessierte, was diese Frau mit den hüftlangen feuerroten Locken wohl zu sagen hat. Die ruhige, natürliche Art, mit der sie sprach, aber auch das, was sie sagte, berührte mich sehr. Aliss ist eine Frau, die Gott sehr stark im Bereich Zeichen und Wunder gebraucht, aber weniger bei großen Events als vielmehr im Alltag – in ihrem Buch Natürlich übernatürlich beschreibt sie, wie sie mal eben im Supermarkt zwischen Nudeln und Suppen jemanden von Schwerhörigkeit heilt. Oder in dem Cafe, das sie betrieb, erlebte wie Knochenbrüche spontan geheilt wurden.

In der Nacht, nachdem ich die Prophetie gelesen hatte, träumte ich, ich sei in England an einem Ort, den ich schon kannte, in einem christlichen Zentrum und würde dort auch in einem Dachzimmer übernachten. Da ich an dem Ort, wo Aliss und ihr Team sind, schon zum Schüleraustausch war – ihn also kenne – empfand den Traum als Hinweis von Gott, diesem Ort einen Besuch abzustatten und fragte per Mail bei Aliss und ihrem Team an, ob das möglich war. Ich empfand, dass Gott mir sagte, Mai sei die richtige Zeit. Aber das schrieb ich ihnen nicht.

Die Antwort überraschte mich dann doch. Sie luden mich zu einem 28 Tage langen, persönlichen intensiven Training in Zeichen und Wundern ein. Intensiv heißt: Es sind nur zwei Leute als Teilnehmer!!! Das Training ist eine Mischung aus viel Zeit mit Jesus,  Bibelstudium gemischt mit Mentoring, Teilnahme an den Aktivitäten und Herausforderungen für den eigene Glauben. Ach ja – der Zeitpunkt, zu dem sie mich einluden, wo noch ein Platz frei sei war … Mai!

28 Tage!!! Mir blieb die Spucke weg. Das ist lang, wenn man selbständig ist, einen Verlag leitet und ein Schiff baut. Ein zweites Mal staunte ich. als ich in den Kalender sah. Mai ist der einzige !!! Monat im ganzen Jahr 2015 an dem ich keinen einzigen Termin habe.

Als ich betete und Gott fragte, ob ich mich auf diese verrückte Sache einlassen soll, wurde ich an meinen Vater in seinen Jugendjahren erinnert. Er war sehr guter Handballspieler – spielte damals in der Bayernauswahl. Also so was ähnliches wie Bundesliga heute. Er war extrem schnell und konnte kräftig werfen. Mit rechts. Eines Sommers entschied er sich, seinen linken Arm zu trainieren. In Ermangelung von Fitnessstudios, stach er einen ganzen Sommer lang, das geerntete Heu auf dem Bauernhof mit dem linken Arm von der Tenne in den Heuschober. Am Ende des Sommers war er links genauso schlagkräftig wie rechts. Die Gegner seiner Mannschaft stellten in der Regel zwei Spieler ab, um ihn zu decken! Er war einfach zu gefährlich.

Beim Nachdenken über diese Begebenheit, schien es mir als würde Gott mir sagen: „Du hast die letzen 10 Jahre deine natürlichen Fähigkeiten, deinen rechten Arm, stark traininert. Durch Coachingausbildungen, Lernen etc. Jetzt ist es dran, deine übernatürlichen Fähigkeiten zu trainieren, dienen linken Arm, um in meinem Reich noch schlagkräftiger zu sein….“ 

rothko-blau-gelb-Es stimmt. Wenn ich coache habe ich eine „Erfolgsquote“ von fast 100%. Praktisch nach jedem Coaching sagen mir Menschen, dass sich ihr Problem gelöst hat oder zumindest besser lösbar geworden ist. Beim Gebet für Kranke sieht das anders aus. Es haben schon viele Menschen für mich gebetet – besonders für Heilung der Auswirkungen mehrere Unfälle. Bisher ohne spürbare Veränderung. Und  Ich habe in den letzten Jahrzehnten wahrscheinlich Hunderte von Malen , vielleicht sogar  Tausende von Malen für kranke Menschen gebetet.

Bisher habe ich nur vier Mal etwas erlebt, was ich als offensichtliche Gebetserhörung und übernatürliches Eingreifen Gottes werten würde.

  • Als die Tochter von Nachbarn wegen Bulimie in Lebensgefahr schwebte, haben eine andere Frau und ich monatelang für ihr Überleben und ihre Heilung gebetet. Irgendwann wusste ich: Jetzt ist es gut. Sie konnte bald darauf entlassen werden. Ich sehe sie in der Regel 1 x im Jahr beim Weihnachtsgottesdienst in meiner Heimatstadt… und habe jedes Mal Tränen in den Augen: Sie lebt… und vermutlich bin ich mit beteiligt daran.
  • Bei einem Kostümfest in England bekam eine Freundin heftige Magenschmerzen. Ich suchte im ganzen Haus erfolglos nach Kräutertee, als ich keinen fand, kam ich auf die Idee zu beten. Als die Magenschmerzen nach dem Gebet plötzlich weg waren, war ich diejenige, die am erstauntesten war.
  • Als ich im Januar 2013 mit meiner Freundin Rosemarie in Wales beim Gebetszentrum Ffald – y – Brenin war, wo öfters Heilungen geschehen, bat sie mich für ihren Rücken zu beten, der ihr immer wieder Schmerzen machte. Seit dem Gebet hatte sie nie wieder Schmerzen in dem Bereich.
  • Einmal habe ich für eine Frau gebetet, die sie dem 9. Lebensjahr keinen Haarwuchs mehr hatte. Nirgends. Keine Augenbrauen, keine Achselhaare und natürlich keine Haare auf dem Kopf. In den Wochen nach dem Gebet begannen die Haare wieder zu sprießen – zum ersten Mal seit über 15 Jahren!!! Dann fielen die neu gewachsenen Haare wieder aus. Nein, ich verstehe das auch nicht!

Die drei bzw. vier Erlebnisse waren beeindruckend. Sie sind aber – ehrlich gesagt – eine magere Ausbeute für unendlich viel Gebet. Als Coach hatte ich vermutlich schon längst aufgegeben, wenn meine Resultate im Coaching ähnlich schlecht wären, wie beim Beten für Kranke. Dass da so wenig passiert, frustriert und irritiert mich zutiefst. Aber irgendwie bleibe ich dran. Auch weil Jesus es klipp und klar gesagt hat, dass das zu unseren Aufgaben als Jünger gehört, für Kranke zu beten bzw. er sagt nicht, dass wir für sie beten sollen, er sagt noch steiler „Heilt Kranke, weckt die Toten auf!“ (Matthäus 10, 8).

Aber es stimmt auch: In meine Coachingausbildungen habe ich weit über 10.000 Euro gesteckt, habe jahrelang gelernt – in Seminaren, aus Büchern und von Menschen, die es richtig gut kennen. Im Bereich „Heilung für Kranke“ hab ich wenig gelesen, mal einen Workshop besucht… aber bisher noch nicht wirklich mit und von Menschen gelernt, die darin geübt sind und die es besser „können“ als ich.

Was mich auch bewegt ist, dass Bereich Gebet für Kranke so viel Schräges läuft. Lautstärke, Dramatik, Kraftlosigkeit oder – am Schlimmsten – Schuldvorwürfe an den Kranken, wenn auf Gebet hin mal wieder nichts passiert ist. „Du hast halt nicht genug geglaubt!“ Was für eine Last, die man da Menschen aufbürdet. Wie schrecklich!

Ich sehne mich, danach, im Bereich körperliche Heilung und Befreiung effektiver zu werden. Gerade liegt ein lieber Freund von mir nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Das nimmt mich mit. Wie wunderbar wäre es, da ganz einfach Heilung zu bewirken. Tatsächlich zu erleben, dass ich Menschen nicht nur bei seelischen, sondern auch bei körperlichen Problemen helfen kann. Zu erleben, dass mehr Heilungen geschehen. Auf eine Art und Weise, die respektvoll und einfühlend ist – und zugleich kraftvoll und wirkungsvoll.

Ein betender Freund, der von meinem Englandabenteuer weiß, schrieb mir dazu:

Du lebst Deine natürlichen Fähigkeiten und alles das, was Du im sichtbaren Bereich tust (Schiff!) hochgradig bewusst als im Angesicht Gottes, mit Ihm, für Ihn.Und das, was Du im übernatürlichen Bereich zunehmend tun wirst, bei und nach diesem Training, genauso. Und das ist das Kostbarste daran: Nicht das, was Du schaffst, oder was Gott Übernatürliches durch Dich schafft, sondern dass Gottes Gegenwart dadurch so konkret wird, dass Ihn viele Menschen sehen, spüren, in Ehrfurcht verstummen und Ihn anbeten.

Und eine Freundin, die selbst viel richtig Schräges und Schreckliches mit Menschen erlebt hat, die sich an Heilung versucht haben, schrieb mir, dass sie mir zutraut, dass ich anders mit Menschen umgehe. Mich rührt ihre Wertschätzung zutiefst. Und ich hoffe, dass ich dem in mich gesetzten Vertrauen gerecht werde.
Also werde ich vom 1. – 28. Mai genau das tun. Mich darauf einlassen, mich von Menschen mit mehr Erfahrung in dem Bereich trainieren zu lassen. Und vor allem von Jesus und seinem Wort lernen, mehr im Übernatürlichen zu leben und zu handeln. Ich bin aufgeregt und mega-gespannt.
Die erste Herausforderung für mich als Selbständige ist, einen Monat nicht zu coachen und auf andere Art und Weise Einkommen zu generieren und gleichzeitig die Kursgebühr und Unterkunft, Reisen und Aufenthalt zu zahlen.  Herzliche Einladung, wenn du mir dabei helfen möchtest.
 
Ich empfinde das Training in England als Investition in meine Zukunft, in das Schiffsprojekt und die Menschen, die dorthin kommen werden und denen ich dann hoffentlich noch kraftvoller dienen kann… und ja, ich werde über meine Erfahrungen berichten! Versprochen!
Ergänzung: Wenige Stunden, nachdem ich diesen Beitrag geschrieben habe, kam die Nachricht, dass Matthias, dessen Gehirn vor einigen Tagen aufgehört hat, zu funktionieren, wieder auf Ansprache reagiert und Aufforderungen wie „drück meine Hand, halte den Damen hoch, lass meine Hand los“ nachkommen kann. Die Ärzte sind geschockt. Die Krankenschwestern auch. Und ich weine vor Glück! Das ist wohl Heilung Nr. 5, die ich selbst miterlebe – und die größte von allen.

© 2017 Kerstin Pur

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