Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Feiern – das geht leise und laut. Bist du dabei?

Feiern heißt, da Besondere betonen. - Kerstin Hack„Feiern heißt das Besondere betonen!“ – sage ich gern. Dabei muss „feiern“ nicht immer lautstark und groß sein, feiern kann man auch leise. Ich bin ja im letzten Jahr 50 geworden und habe mir vorgenommen, die Freude über das Leben, das hinter mir liegt, vor mir liegt und in mir ist, zu feiern – igin ganzes Jahr lang.

Das letzte große Fest habe ich im Dezember mit meiner Freundin Gea und ihrem Mann Menno gefeiert – sie hat mich nach Holland eingeladen und verwöhnt. Irgendwann ist die Statistik durcheinander gekommen – aber ich habe meinen runden Geburtstag mit bisher 40 oder mehr kleinen und großen Ereignissen gefeiert. Laut und leise.

MEHR – Begegnung feiern

Down to Earth StandDann feierte  ich auf andere Art und Weise. Anfang Januar war ich auf der MEHR Konferenz – dort  waren 12.000 Menschen zusammengekommen, um sich zu Beginn des Jahres für Glauben und Leben inspirieren zu lassen.

Ich hatte eine Standfläche gemietet und genoss es, mitten im Geschehen zu sein und vielen neuen Menschen zu begegnen. Daneben traf ich viele, die meine Bücher und mich bereits kannten – ein Genuss!

Wir haben T-shirts mit dem Aufdruck „Es geht MEHR als du denkst“ machen lassen. Das ist mein Motto des Jahres. Ich möchte  gern andere Menschen ermutigen, ihr Denken zu weiten und Gott und sich selbst mehr zuzutrauen. Ein paar von den T-Shirts sind noch da – wenn du eines (für 15 Euro + Porto) haben magst, gib mir per Mail oder im Kommentar Bescheid.

Schreiben und Kreativität feiern

Das gute Leben Kerstin HackNach der MEHR war ich erst mal ein wenig platt. Im November hatte ich eine Anfrage eines recht großen  Verlages bekommen, ob ich für sie ein Buch schreiben würde. Eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor, ein neues Buch zu schreiben. Mein aktuelles Buch Das gute Leben war ja gerade erst fertig geschrieben.

Das reicht erst mal, dachte ich. Es war immerhin Buch Nr. 10 (die anderen Titel findest du hier). Damit war mein Bedarf an Buchschreiben erst mal gedeckt – ich wollte lieber das neue Buch feiern und zu den Lesern  bringen, was ich eben geschrieben hatte.

Gleichzeitig will ich natürlich sehr gern Menschen inspirieren und prägen. Die Vorstellung, bei einem Verlag zu schreiben, der etwa 10 x mehr Menschen erreicht, als es meinem eigenen Down to Earth Verlag aktuell gelingt, fand ich durchaus reizvoll. Ich sagte „Ja.“

Regeneration feiern

Mir war klar: Noch ein Buch „nebenbei“ schreiben, will ich nicht. Es war – so gern ich schreibe – auch anstrengend, von Mai bis Oktober jeden Tag mehrere Stunden zu schreiben. Daneben führte ich ja gleichzeitig den Verlag, coachte Menschen und koordinierte die Publikation des Buches von Grafik bis Textsatz.

Also habe ich mich bei einem kleinen Gästehaus im Saarland eingenistet, das von Christen geführt wird. Ich genieße es, wunderbar bekocht und liebevoll umsorgt zu werden: „Was hättest du denn am liebsten zum Frühstück?“

Außerdem ist an das Gästehaus eine Gesundheitsabteilung angeschlossen. Ich habe mich mal gründlich checken lassen und gönnte mir neben dem Schreiben auch einige Behandlungen, um den Körper zu regenerieren und fit für die nächsten Herausforderungen zu machen. Auch das ist feiern.

Inspiration feiern

Bäume im SaarlandApropos Schreiben: So gern ich blogge,  so sehr ist durch meine anderen Aufgaben auch hier meine Zeit begrenzt. Aber ich blogge ja nicht nur, ich schreibe auch alle 14 Tage einen Newsletter. Jeden Monat zu einem anderen Schwerpunktthema. Im Januar 2018 ist das zum Beispiel das Thema Vision.

Wenn das was für dich ist, lade ich dich herzlich, ein, dich anzumelden und gern auch Freunden davon zu erzählen. Anmelden für den Inspirationsbrief kannst du dich hier. 

 

Entwicklung feiern – nebenbei lernen

Schreiben, erholen… Ich wäre nicht ich, wenn mir das als Beschäftigung  reichen würde. Und so genieße ich es, hier – anders als am Schiff – ausreichend Wlan zu haben, um mir Online-Kurse zu den Themen anzusehen, die mich interessieren.

Aktuell ist das iPhone-Fotografie, Experimentieren mit Instagram und Business-Entwicklung. Ich bin sehr gespannt, was das für mich noch immer neue Jahr bringen und was ich am Ende des Jahres feiern werde.

Und du so – was feierst du gerade?

Ich freue mich über jede Frage und jeden Kommentar von dir.

Gute Vorsätze – wie fasst man sie erfolgreich?

Zu Neujahr gehört es zur Tradition, dass man sich gute Vorsätze fürs neue Jahr vornimmt. Die guten Vorsätze sind besser als ihr Ruf. Ich hab die Statistik vergessen, aber viele werden tatsächlich eingehalten. Zumindest wenn sie ziemlich spezifisch sind.

Wie man gute Vorsätze so fasst, dass man größtmögliche Chancen hat, erfolgreich zu sein, habe ich vor einer Weile in dem Artikel Gute Ziele setzen beschrieben.

Eine ganze Reihe zusätzlicher Tipps und Tricks findest du hier.  Und die klare Antwort auf die Frage, ob ich mir selbst gute Vorsätze vornehme: Eindeutig jein.

Statt guter Vorsätze für ein Jahr – Projekte für begrenzte Zeit

Ein ganzes Jahr ist ganz schön lang. Auch wenn Neujahr eine gute Zäsur darstellt, sind 365 Tage oder sogar 366 eine Phase, für die man einen ziemlich langen Atem braucht.

Ziele im Beruf plane ich für ein ganzes Jahr und breche sie in einzelne Projekte herunter. Meistens bin ich etwas zu ambitioniert, doch ich erreiche immerhin eine ganze Menge davon. Das habe ich zum Beispiel mal wieder beim Jahresrückblick 2017 festgestellt .

Die meisten meiner persönlichen guten Vorsätze laufen eher kürzer – so hatte ich mir im September vorgenommen, mein Schiff bis zum Jahresende um 2000 Gegenstände zu befreien. Aktuell bin ich bei 1613 – es ist also bis Jahresende noch etwas zu tun. Oh. Ich hab die 40 Teller vergessen, die ich neulich verschenkt habe. Also 1653. Puh.

Solche Projekte sind oft motivierender als gute Vorsätze, die man ein ganzes Jahr lang durchhalten „muss“. Man kann natürlich auch einen großen guten Vorsatz in mehrere kleine Projekte herunterbrechen. Sowas ist bei Projekten wie Ausmisten, Aktensortieren etc. oft recht hilfreich.

Statt guter Vorsätze gute Gewohnheiten

Viele Dinge, dich ich mir vornehme sind eher ein Einüben neuer Gewohnheiten als klassische gute Vorsätze. Coach Jon Butcher hat gesagt, dass eine gute Gewohnheit, wenn man sie auf Dauer praktiziert, zum Charakter wird. Das finde ich ziemlich cool, einen ganz praktischen Weg zu haben, meinen Charakter zu prägen.

Davon inspiriert habe ich beispielsweise eine ganze Weile lang bewusst geübt, wenn jemand den Raum betritt, den Kopf zu heben und die Person anzusehen. Ab und an vergesse ich es, doch insgesamt bin ich durchs Einüben ein etwas aufmerksamerer Mensch geworden.

Aktuell arbeite ich daran, mir nach dem Lesen von Texten immer Fragen zu stellen. Ich hoffe, auf diese Woche zu einem fokussierteren und aufmerksameren Menschen zu werden. Und auch mehr von dem zu haben, was ich lese.

Sich gute Vorsätze leicht machen

Was Sport anbelangt, geht es mir oft so, dass es eine gewisse Diskrepanz zwischen meinen Vorsätzen und meiner Motivation gibt. Als Coach weiß ich, dass man Motivation nicht direkt beeinflussen kann. Das sagt auch der gesunde Menschenverstand. Mit Sätzen wie „jetzt sei mal ein bisschen motiviert“ kriegt man keinen vom Sofa hoch.

Man kann Motivation aber indirekt beeinflussen, indem man an den drei Stellschrauben dreht, die zusammen Motivation ergeben – und es sich so möglichst leicht machen, die guten Vorsätze umzusetzen.

  • Sinn: Man kann überlegen, wie man mehr Sinn in einer Sache sehen kann oder sich den Sinn, den man weiß, bewusst vor Augen malen.
  • Rahmenbedingungen: Man kann das Umfeld, die Umgebung usw. so verändern, dass es angenehmer ist. Ich habe mir beispielsweise extra Schlafanzüge gekauft, in denen ich auch joggen kann. Ich finde es angenehmer, morgens gleich loszulaufen, ohne mich vorher umziehen zu müssen. Das hat meine Motivation drastisch erhöht.
  • Fähigkeiten: Motiviert ist man, wenn man etwas tut, was den eigenen Fähigkeiten entspricht und sie leicht herausfordert. Das kann man beeinflussen. Ich habe beispielsweise versucht, kreativer als bisher zu schreiben und im Gehen – auf einem Laufband.

Gute Vorsätze brauchen Erinnerung

Wenn das Jahr erst einmal fortgeschritten ist, rutschen die guten Vorsätze im Kopf häufig erst mal weiter nach hinten. Deshalb schaffe ich mir Erinnerungshilfen.

  • Kleine, neue Gewohnheiten, die ich mir angewöhnen will, schreibe ich auf eine schöne Karte, die auf meinem Couchtisch steht. Aktuell steht da z. B. „3 D“. Das erinnert mich daran, dass ich meine Gliedmassen nicht nur auf und ab, sondern wie eine Tänzerin im ganzen Raum bewegen will. Das macht beweglicher.
  • Listen zum Abhaken oder ausfüllen an einer Stelle, wo ich sie oft sehe, helfen mir bei Projekten, die umfassender sind – z.B. 52 Buchkapitel schreiben oder die Wohnung um 2000 Gegenstände minimieren. Sie wachsen zu sehen,  motiviert mich, dran zu bleiben.
  • Erinnerungen in meiner To-Do Liste. Ich verwende Todoist, weil es sehr schlank ist und ich dort die Möglichkeit habe, Aufgaben als täglich oder wöchentlich einzutragen. Da steht täglich 5 min Sport, mein Land segnen, 2 kleine Marketing-Sachen. Und wöchentlich werde ich an meine guten Vorsätze erinnert, Buchführung zu machen.

Gute Vorsätze im Bauch verankern

Es gibt messbare Ziele – wie etwa 2000 Dinge aus der Wohnung entfernen. Aber auch Verhaltensziele. Hier haben Forscher der Universität Zürich herausgefunden, dass ein klar formuliertes Ziel wie etwa „Ich will mehr auf Menschen zugehen“ dem Gehirn noch nicht genügt, um motiviert zu sein und zu wissen, was es tun soll.

Das Gehirn, das in Bildern denkt,  reagiert besser auf sogenannte „Motto-Ziele“. Das sind bildhafte  Beschreibungen dessen, wie man sich verhalten will. Eines meiner Ziele ist strategischer zu handeln. Mein Mottoziel dafür lautet

„Wie ein Jäger sammle ich achtsam Informationen, die mich meiner Beute näher bringen!“

Auch schön.

Gute Vorsätze und Ziele erreichenKompakt und genau beschrieben habe ich das Vorgehen in einem Blogbeitrag: „Ziele stecken und erreichen“  für Down to Earth . Und mein Coaching-Kollege Christoph Schalk hat ein super Trainingsheft  / Quadro dazu geschrieben. Ziele erreichen. Wie persönliche Veränderung gelingt.

Das kann ich allen empfehlen, die ihre guten Vorsätze nicht aus reiner Gewohnheit setzen, sondern sie tatsächlich erreichen wollen. Viel Erfolg!

 

Jahresrückblick 2017: Stolz und Dank

2017 war ein intensives Jahr. Ich frage mich gerade beim Schreiben, ob es bei mir überhaupt Jahre gibt, die nicht intensiv sind. Wie dem auch sei – ich sehe jetzt, wo ich Rückblick halte,  extrem viel, auf das ich stolz bin.

Das Wort „Stolz“ hat in christlichen Kreisen manchmal einen schlechten Ruf.  Und das zu Recht, wenn man anmaßenden Stolz meint, der sich auf Dinge etwas einbildet, für die man nichts kann: Etwa das eigene Aussehen, Intelligenz, Herkunft.

Im Kontrast dazu ist angemessener Stolz motivierend. Also Stolz,  der den eigenen Beitrag zu einer erbrachten Leistung würdigt und dankbar und eben ein wenig stolz anerkennt. Diese Art von Stolz gibt uns Rückenwind. Letztlich ist natürlich alles, was wir tun können, ein Geschenk für das wir dankbar sein können. Für mich schließen sich Dankbarkeit und Stolz nicht aus.

Worauf ich im Rückblick auf 2017 stolz bin – Top 5

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, auf die ich stolz bin. Darunter ragen einige besonders hervor.

Ich habe gecoacht

Das wohl Erfüllendste dieses Jahr war, dass ab Herbst das Coaching stark zunahm. Ich bin ja unter anderem Coach für systemische Kurzzeitkonzepte.  Die beanspruchen, wie der Name schon sagt, nur kurze Zeit.  Dennoch bin ich oft fassungslos vor Glück, wenn sich oft in einer einzigen Stunde ein tiefsitzender alter Knoten, eine Angst oder verschobene Selbstwahrnehmung auflöst.

Nur eines von vielen Coaching Highlights 2017: Eine Frau,  die 30 Jahre lang Angst davor hatte, mit dem Aufzug zu fahren, schrieb mir nach der ersten !!!! Coaching-Stunde, in der wir das Thema angepackt hatten:

Mich hat ja jahrelang niemand auch nur in die Nähe eines Aufzugs gebracht. Nach dem Coaching mit dir hatte ich Lust, auszuprobieren, ob es jetzt geht. Und habe auf dem Rückweg bei der S-Bahn die Aufzüge gleich mehrfach ausprobiert. Es ging.

Auch wenn ich ähnlich erstaunliche Dinge öfter erlebe, bin ich doch jedes Mal fassungslos vor Glück – und dankbar für meine fundierten Ausbildungen – und die Wunder, die sich mit oder ohne mein Zutun einstellen. Und die Menschen, die mir vertrauen.

Ich habe geschrieben

Klar, Autorinnen schreiben. Es ist dann doch einiges geworden:

Schreiben ist zum Teil Geschenk, das mir in die Wiege gelegt wurde. Da habe ich vermutlich etwas an Ausdrucksfähigkeit geerbt, für das ich nur dankbar sein kann.

Stolz hingegen bin ich darauf, dass ich das Talent geformt und trainiert habe. Und dass ich mir in diesem Jahr sehr bewusst und diszipliniert Zeit und Raum fürs Schreiben genommen habe – das war angesichts der anderen Herausforderungen nicht immer leicht. Deshalb bin ich besonders glücklich und stolz.

Ich habe den Verlag vorangebracht – mit meinem Team

Im September 2016 war die Situation im Verlag so heftig, dass wir einen Hilfeschrei losließen: „Das Wasser steht uns bis zum Hals“!  Ein gutes Jahr später, sieht die Situation schon besser aus. Aktuell reduzieren wir die zu hohen Lagerbestände um 1% pro Monat. So richtig prickelnd ist das noch nicht. Aber im Vergleich zu 2016 wo es im ganzen Jahr 2% waren ist das schon viel besser.

Über das hinaus, was mir selbst an Lösungen einfiel,  habe ich mir externe Berater geholt. Wir arbeiten an Struktur und Prozessen. Mein Team und ich arbeiten daran, die Schätze die wir entwickelt haben, besser zu präsentieren, um sie mehr „zum Leuchten“ zu bringen. Denn was nützten die schönsten Dinge, wenn niemand sie findet.

Ein Projekt war die Erneuerung der Internet-Seite, auf der wir unsere Online-Trainingskurse vorstellen. Das hat – wie oft bei Online-Projekten länger gedauert als gehofft… aber wir haben es kurz vor Jahresende geschafft, die Seite fertigzustellen. Schaut einfach selbst mal dort nach.

Freude und Stolz und SchaufensterfigurenIch habe Zeit mit Freunden verbracht

Freundschaften sind wunderbar – doch ihre Pflege erfordert Zeit. Ich hatte mir zu Beginn des Jahres vorgenommen, Freundschaften in diesem Jahr aktiver zu pflegen, weil Freundschaft für mich einen hohen Wert hat. ihre Bedeutung ist für mich so hoch, dass ich mehrere Titel über die Kunst geschrieben habe, Freundschaften aufzubauen. Zwei Impulshefte, und das schöne Buch Freunde. Schlicht und ergreifend. 

Deshalb habe ich in diesem Jahr Freundschaft mit aller Kraft gelebt und bin stolz darauf, dass es mir recht gut gelungen ist, trotz eines vollen Lebens regelmäßig Zeit mit meinen engsten Freundinnen und Freunden zu verbringen. Es gibt eine kleine Zahl Menschen, mit denen ich mich fast jede Woche tief austausche, ein paar weitere mit denen das seltener geht.

Darüber hinaus gab es 2017 viele besondere Freundschaftszeiten:  Ich habe meinen 50. Geburtstag gefeiert, was das Zeug hielt. Nicht nur mit zwei Parties – mit meiner Familie und Freunden. Sondern auch mit vielen einzelnen besonderen Aktivitäten mit lieben Menschen: Konzerte, leckeres Essen, viele Kaffees. Zuletzt im Dezember bei Freuden aus Rotterdam, die mir die Reise zu ihnen zum Geburtstag geschenkt haben.

Ich habe aufgeräumt und minimiert

Worauf ich am meisten stolz bin: in den letzten Monaten hab ich physisch extrem viel aufgeräumt.

  • 1620 Dinge (von Kerzen über Socken bis Geschirr) aus meiner Wohnung. Bis zum Jahresende will ich noch die 2000 erreichen!
  • Noch heftiger: 18 Kilo Papier mit Ideen, was ich angehen könnte. Ich habe viele Ideen umgesetzt, doch in den fast 18 Jahren seit Firmengründung haben sich eben auch 18 Kilo mit Notizen zu Ideen angesammelt, die ich aus Mangel an Zeit, Finanzen oder Kraft nicht umgesetzt habe… oder weil noch bevor ich die eine Idee umsetzen konnte, die nächste vor der Tür stand.
  • Dateien…Hunderte. Hier hab ich nicht mitgezählt, aber im Dezember täglich 5 – 20 Dateien auf dem PC gelöscht oder zwei Dateien zu einer zusammengefasst, Bilddateien reduziert usw. Mein Ziel, nichts Ungeliebtes und Ungenutztes auf dem PC zu haben, ist noch nicht erreicht. Doch täglich komme ich ihm näher.

Jetzt bin ich ein bisschen stolz und vor allem sehr tief dankbar!

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Ehekrise – Eheglück

Die Zeit der  Reflexion in Antwerpen brachte auch viele Erinnerungen an meine langjährigen Freunde „Henk und Henriette“ hoch.

Er und Sie Doppelporatait Kürzlich war ich bei ihnen zu Besuch. Leser kennen die beiden und die Geschichte ihre Ehekrise vielleicht noch aus meinem Buch Die Hütte und ich. Damals war die Krise gerade eben überstanden, aber die alte Spannung lag noch in der Luft.

Jetzt hingegen war es einfach nur wohltuend, bei ihnen zu sein. Sie haben mich in der kurzen Zeit bei ihnen mit Massagen, Kaffee und leckerem Essen verwöhnt – wunderbar. Doch noch schöner war ihr Umgang miteinander. Es war so entspannend für mich, sie so glücklich zu erleben.

Von der alten  Ehekrise war nichts mehr zu spüren. Das lang nicht daran, dass sie etwas versteckten, dazu war und ist unsere Beziehung viel zu offen. Es lag vielmehr dran, dass es ihnen jetzt miteinander wirklich gut geht. Sie sind heute weit glücklicher miteinander als vor 10 Jahren.

Ehekrise – die Beziehung am Tiefpunkt

Schließlich war das nicht immer so. Vor einigen Jahren, als die Kinder gerade aus dem Haus waren, steckten die beiden mehrere Jahre lang in einer tiefen Ehekrise. Henriette sagte mir damals:

„Ich weiß, dass ich ihn nicht verlassen werde, aber ich habe keine Hoffnung, dass ich jemals wieder glücklich mit ihm sein werde.“

Im Kontrast zu ihr war Henk vor allem hilflos und gelähmt. Er strengte sich an, es besser zu machen. Doch nichts was er tat, schien zu fruchten. Es wirkte, als ob er nichts tun könnte, um die Beziehung wieder zur Freude und Lebendigkeit zu führen.

Allerdings wollten beide, dass es wieder besser wird. Als Freundin tat ich mein Bestes, um sie zu unterstützen  – mit der mir eigenen Mischung aus Empathie, professionellen Coaching-Fragen und einer guten Portion Direktheit. Das alles ergänzt mit praktischen Tipps und dem Versuch, innerlich auch auf das zu hören, was Gott ihnen möglicherweise Stärkendes sagen wollte.

Beistand in der Ehekrise – als Freundin und Coach

Klar gab es auch andere Menschen, die sie in der Phase begleitet haben, aber beide sagen, dass ich in der Zeit eine Schlüsselperson für sie war. Ich kann mich an einige der Begegnungen und Gespräche noch gut erinnern.

Natürlich war ich in der Ehekrise vor allem als Freundin an ihrer Seite. Darüber hinaus habe ich – mit ihrer Erlaubnis – auch meine Fähigkeiten als Coach eingesetzt. Die Erlaubnis ist mir sehr wichtig. Ich vergleiche Coachingwerkzeuge oft mit dem Skalpell eines Arztes. Das setzt man – auch bei Freunden – nur nach Absprache an. Und nur im passenden Rahmen.

Wenn ich zurückblicke, ist mir eine Szene am eindrücklichsten: Sie brachte mir morgens herrlichen Kaffee ans Bett und setzte sich auf meine Bettkante. Er kam dazu und ich machte im Schlafanzug zwei Stunden solide Eheberatung. Das war zugegebenermaßen ein eher ungewöhnliches Setting. Doch dieses Gespräch war ein wichtiger Meilenstein, der sie aus der Ehekrise heraus brachte.

Ehekrise – was hat geholfen?

Es ist für mich als Freundin und als Coach spannend, zu erfahren, was hilfreich und wirksam war.  Deshalb habe ich sie kürzlich bei einem leckeren Abendessen direkt gefragt:

Was vom dem, was ich getan habe, war denn in eurer Ehekrise am hilfreichsten für euch?

Ihre spannenden Antworten

  • Paar Gemälde Glaube: Es tat mir gut, dass du daran geglaubt hast, dass wir es schaffen können und uns Hoffnung vermittelt hast. Es war auch gut, dass du dabei gleichzeitig sehr realistisch warst. Es war keine billige, wolkige Hoffnung sondern wirklich „down to earth“ (bodenständig).
  • Impulse: Manche deiner prophetischen Impulse und Gedanken, die Gott dir im Gebet geschenkt hat,  haben mir viel Mut geschenkt.
  • Buchtipps: Eines der Bücher hat uns sehr geholfen. Ich hatte ihnen unter anderem ein Buch von Eva-Maria Zurhorst empfohlen, dessen Grundaussage ich schätze: Was dich am anderen stört, sagt mehr über dich und deine Bedürfnisse als über ihn.
  • Rückhalt: Mir half, dass du mir den Rücken gestärkt hast. Ich hatte oft das Empfinden ´Ich bin an allem schuld!´ Es hat mir gut getan, zu hören, dass das nicht so ist.

Er und sie in der EhekriseEhekrise überstanden – Eheglück wiedergefunden

Es war kein einfacher Weg. Doch es hat sich gelohnt. Jetzt sagt sie:

„Ich bin so froh, dass wir zusammen geblieben sind. Es ist jetzt so schön und entspannt miteinander.“

Und ich bin dankbar, dass ich mit meinen Fähigkeiten als Mensch und Coach zur Heilung der Beziehung und Bewältigung der Ehekrise beitragen konnte. Klar habe ich professionelle Ausbildungen und investiere viel Zeit und Geld in Training , um fachlich so gut wie möglich zu sein.

Dennoch empfinde ich es immer als ein Geschenk des Himmels, wenn Liebe neu entfacht und Menschen mehr zum Leben finden. Vielleicht empfinden Hebammen das ähnlich wie Coaches  – man darf dabei sein, wenn jemand neu zum Leben kommt. Es fühlt sich so an, als ob man bei einem Wunder dabei sein darf.

Hinweis: In dem Buch Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen – eine Reise habe ich den beiden Freunden die Namen „Henk und Henriette“ gegeneben. Das will ich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes beibehalten.

Die Gemälde habe ich im Haus der Belgischen Künstlerin Agnes Nys fotografiert. Ich weiß jedoch nicht, ob sie von ihr selbst geschaffen worden sind oder von einem anderen Künstler stammen. Sie zeigen auf jeden Fall Menschen, die mir fremd sind.

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Antwerpen: Erinnerungen einer Autorin

Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen - eine Reise. Buch der Autorin Kerstin HackIm Jahr 2010 habe ich Die Hütte und und ich. Gott neu vertrauen, eine Reise geschrieben und im Down to Earth Verlag veröffentlicht. Für mich als Autorin ist es das wohl persönlichste Buch aus meiner Feder.

Denn damals steckte ich fest: in der Trauer nach dem Zerbruch einer wertvollen Beziehung. Zugleich in tiefer Irritation in meinem Glaubensleben. Mich haben ähnliche Fragen bewegt wie den Autor des Buches Die Hütte – deshalb auch der Titel „Die Hütte und ich„.

Was war mein Thema als Autorin von „Die Hütte und ich“

Künstlerwohnung in AntwerpenIch bin damals für eine Woche in die wunderschöne Wohnung meiner Freunde in Antwerpen gefahren, um für mich die Frage zu klären: Kann ich nach all den Enttäuschungen Gott weiter vertrauen – und wenn ja, wie? 

Es mag sein, dass es Menschen gibt, die so was  im stillen Kämmerlein mit sich ausmachen können. Mir hingegen gelingt das meist nicht so gut.

Wohl habe ich  tatsächlich Stunden auf dem satinbezogenen „Thronsessel“ verbracht, gebetet, geweint und aus dem Fenster gesehen. Manchmal sah ich hinter den hohen Fenstern Menschen kochen, reden und lachen – oder erahnte ihre Aktivitäten hinter zugezogenen Gardinen. Das hat schon zur Klärung beigetragen.

Wo fand ich Antworten?

Zugegeben, einiger Trost kam in dieser Zeit im Traum zu mir, anderer in Zeiten des Gebets – doch die meisten Antworten fand ich, als ich in der Stadt unterwegs war. In der Kunst, in Begegnungen und in schier unglaublichen Zufällen. Oft schien mir genau das an Impulsen zuzufallen, was ich an diesem Tag brauchte. Vielleicht war ich in diesen intensiven Tagen einfach nur offener, sie zu empfangen.

Als Autorin schreibe ich ja vor allem Ratgeber, die etwas von meinem Leben einfließen lassen. Dieses Buch ist anders geworden. Hier erzähle ich sehr offen von mir und meinem Schmerz, meiner Verwirrung.

Deshalb hat Die Hütte und ich einen besonderen Platz in meinen Herzen.

Vertrautheit tut mir gut

Nach einer längeren Pause wieder in Antwerpen zu sein, berührt mich sehr. Auch weil hier sehr vieles gleich geblieben ist.

Beispielsweise der Laden Jaspers, rechts im Bild, bei dem man das Empfinden hat, ins letzte Jahrhundert zurück versetzt worden zu sein. Die wunderschöne Wohnung meiner Freunde hat sich kaum verändert. Ich erlebe sie als zugleich vertraut und inspirierend – für mich als Autorin ist das die perfekte Mischung.

Klar: Als Autorin brauche ich  Vertrautheit, um entspannt und locker schreiben zu können.  Deshalb bin ich nur etwas erschrocken, als ich den Lichtschalter zum Bad nicht spontan gefunden habe. Es scheint, dass ich wohl tatsächlich viel zu lange nicht hier war.

Offensichtlich war die Abwesenheit länger als gut für mich ist.  Die Schreibzeiten in Antwerpen haben für mich immer eine besondere Qualität. Darüber habe ich auch öfters in meinem Blog geschrieben.

Inspiration finden für mich als Autorin

Rathausmarkt AntwerpenNeben der Vertrautheit brauche ich auch Impulse und Anregungen. Die finde ich hier reichlich – in den neuen Bildern und Postern an den Wänden, dem kreativen Design und der Schönheit des Ortes.

Darüber hinaus lässt mein Gastgeber stets die Bücher, die er gerade liest, offen liegen. Aktuell je eines über die Juden in Antwerpen, eins über Rembrandt, ein Bibellexikon, die Geschichte Europas und Originaltexte verschiedener großer Europäer – Hildegard Hamm-Bücher auf Englisch! Außerdem ist seine Bibel bei Psalm 99 – 101 aufgeschlagen. Was ihn wohl bewegt hat?

Schließlich ist in Antwerpen an jeder Ecke Schönheit und Kunst zu finden. Klassische Kunst von mittelalterlicher Bauweise bis hin zu den  Gemälden und Skulpturen der alten Meister: Rubens, Breughel und mehr. Sie bilden spannende Kontraste zu  der modernen Kunst, die ebenfalls im Stadtbild zu erkennen ist.

Autorin sieht Besitzerin von Poppins vor vor ihrem Blumenladen in AntwerpenLeben pur

Vielleicht bin ich hier offener für die Lebendigkeit – vielleicht sind die Belgier tatsächlich lebensfroher. Aber in Deutschland ist es mir noch nie passiert, dass ein Verkäufer in seinem Laden alle Songs mitsang oder mir eine Frau gleich erzählte, dass sie früher Bühnenbildnerin war und jetzt mit ihrem Freund ausgestopfte Tiere verkauft.

Oder auch nicht, dass  ich die Besitzerin eines Ladens vor ihrem Geschäft tanzen sah. Genau das ist mir gestern vor Poppins Bloemen passiert, einem neuen Blumenladen in Antwerpen.

Dann,  einige Momente später, erzählte mir eine Frau, die sich als früheres Kindermädchen von „Miss Poppins“ outete, Details aus der Geschichte von „Miss Poppins“, die es nicht leicht gehabt hatte. 
Blumen bei Poppins in Antwerpen

Möglicherweise hat gerade das ihre Kreativität gefördert. Beispielsweise als sie den Besitzer eines seit 6 Jahren leer stehenden Ladengeschäftes überzeugte, den Laden an sie zu vermieten. Dort funktioniert die Elektrizität nicht richtig, also beleuchten vor allem energiesparenden LED-Ketten das Geschäft und die kreativen Blumenarrangements.

Solche Geschichten berühren mich.  Ich habe gleich einige Karten gekauft, um ihr in der ersten Woche Selbständigkeit ein bisschen Geld in die Kassen zu bringen. Außerdem habe ich ihr mehrfach gesagt, dass sie wunderschön ist und ich ihr Segen wünsche.

Als Autorin sind solche Erlebnisse eine Fundgrube. Vielleicht wird „Miss Poppins“ eines Tages in einem meiner Bücher erwähnt. Jetzt erst mal hier.

Veränderungen in der Stadt

Die Stadt verändert sich. Auch wenn vieles bleibt – wie etwa die Skulptur von der Hand des Riesen, die der Stadtheld Bravo abgehauen und weggeworfen hat. Daher kommt auch angeblich der Name der Stadt „Ant-Werpen“ (Hand-Werfen).

Doch manche vertrauten Orte verschwinden. Etwa das Café, das immer belgische Pralinen zum Kaffee serviert, ist weg.

Dort hatte ich philosophiert, ob man Gottes Liebe daran erkennt, ob eklige Orangenpralinés oder zartschmelzende Köstlichkeiten aus Nougat neben der Tasse liegen. Zwischenstand meiner philosophischen Überlegungen: Daran misst man es besser nicht.

Veränderungen in mir als Autorin

Stühle in AntwerpenIm Gegensatz zu der Zeit damals, in der meine Seele traurig und meine Gedanken verwirrt waren, erlebe ich mich als viel lebendiger als früher.

Weil ich nur selten in Antwerpen bin, nehme ich den Kontrast hier wohl besonders intensiv wahr. Ich kann mich deutlich erinnern , wie kalt und unbeweglich sich mein Herz damals anfühlte. Jetzt ist es voller Leben. In den letzten Tagen habe ich mehrfach fast geweint, weil ich so vieles intensiv spürte und erlebte.

Wenn ich zurückblicke, bin ich dankbar, dass ich dem Schmerz und den Fragen nicht ausgewichen bin, sondern mich dem Verwirrenden  gestellt habe. Auch dadurch ist wieder Farbe in mein Leben gekommen. Mein neues Buch ist bunter als das damalige. Mein  Leben auch. Das  finde ich wunderbar.

Und „Henk und Henriette“, deren Ehekrise ich in „Die Hütte und ich“ beschrieben habe, sind wieder glücklich miteinander. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich in den nächsten Tagen erzählen werde.

Kleiner Hinweis

Aktuell gibt es nur noch ca. 50 Exemplare von „Die Hütte und ich“. Es steht noch nicht fest, ob es einen Nachdruck gibt. Wenn ihr das Buch haben möchtet, holt es euch am besten bald.

Frage

Was macht euch lebendig? Im Glauben und im Leben?

Kreativer Wettbewerb: Präsident gegen Unterwäsche

Rostiges Schiff Dieser Artikel über meine kreative, unkonventionelle Strategie, die Qualität von amerikanischen Präsidenten und Unterwäsche zu beurteilen, hätte schon vor einem Jahr veröffentlicht werden sollen.

Doch irgendetwas ist beim Veröffentlichen schief gegangen. Deshalb kommt er jetzt, weil ich mich nach wie vor gern an diesen unkonventionellen Wettbewerb erinnere.

Vielleicht war es bei aller Kreativität etwas unfair, einen Präsidenten gegen ein paar Unterhosen antreten zu lassen. Doch am Tag  nach Obamas erster Wahl zum Präsidenten der USA fand ich beim Einkaufen zufälligerweise schwarze und weiße Unterwäsche mit schwarz-weißem Gummizug.

Da war ich neugierig darauf, herauszufinden, was länger hält: der Präsident oder die Unterwäsche. Ich erstand einen BH und mehrere Unterhosen. Ich hoffe, Obama verklagt mich nicht wegen Wettbewerbsverzerrung, da es nur einen Präsidenten, aber mehrere Wäschestücke gab, was ja zugegebenermaßen etwas unfair ist.

Der Gewinner ist…

Die Kandidaten, die ohne ihr Wissen gegeneinander antraten, waren beide erstaunlich zäh. Die Wäsche und auch der Präsident überlebten die erste Amtsperiode Barak Obamas (BO) relativ unbeschadet. Dann begann  der Verfall. Erst gab der BH auf. Die erste Runde – BH gegen BO ging klar an BO.

Obamas Haare wurden im Laufe der Amtszeit weiß,  meliert sagt man wohl im offiziellen Sprachgebrauch bei Herren. Im gleichen Tempo ergrauten die weißen Unterhosen. Hatten die sich abgesprochen? Die schwarzen Unterhosen hielten länger durch, was vermutlich am Farbstoff lag, der ihnen zusätzliche Stabilität verlieh. Das ist zumindest meine Theorie.

Doch der klare, eindeutige Gewinner des Wettbewerbs ist die letzte, weiße Unterhose. Sie blieb bis zum Ende im Amt. Sie schied erst einige Wochen nachdem ein neuer Präsident gewählt wurde aus dem Rennen.

Ich danke allen Kandidaten für dieses spannende Zeit. Ich bedauere es, Mr. Obama, dass Ihnen und meiner Wäsche keine dritte Amtszeit vergönnt war. Das wäre schön gewesen.

Für dich: ein kreativer Buchtipp
Thorsten Huith Kreativität entwickeln

Präsidenten gegen Unterwäsche war eine meiner kreativen Ideen – sie passt zu mir. Doch jeder ist auf seine eigene Art und Weise kreativ. Du kannst es lernen.

Wenn du Kreativität auf deine eigene, originelle, unkonventionelle Art entfalten möchtest, empfehle ich dir das Quadro-Trainingsheft Kreativität entwickeln. Es hilft dir, mit bewährten Strategien, Kreativität zum Blühen zu bringen.

Geschrieben hat es der Kreativitätstrainer und Coach Thorsten Huith. 

Jubel-Feedback zur Buch-Neuerscheinung „Das gute Leben“

Autorin Kerstin Hack feiert ihr neues Buch "Das gute Leben"

Als Autorin ist man immer aufgeregt, wenn man eine Neuerscheinung publiziert hat. In so einem Buch stecken jede Menge Herzblut, Monate von Arbeit und – wenn man so persönlich schreibt, wie ich es tue – immer auch sehr viel durchlebtes Leben. In allen Höhen und Tiefen.

Ich schreibe über Lebensfreude, aber auch die Momente, in denen ich Mut aufbringen musste, um weiterzumachen. Und über die Menschen, die mich begleitet und gestärkt haben. Freundschaft stärkt mich wie kaum etwas anderes im Leben.

Doch egal wie viel Herzblut man in ein Buchprojekt steckt, man weiß nicht, wie es bei anderen ankommt. Umso mehr ist man gespannt auf die Reaktionen der Leser.

Gerade kam eine Mail mit dem ersten schriftlichen Feedback zu meinem neuen Buch  „Das gute Leben“:

„Vorhin klingelte der Postbote und brachte endlich dein heißersehntes Buch!
Da ich heute mehrere Beratungen habe, konnte ich nur einen kurzen Blick hineinwerfen und bin schon jetzt begeistert!

Ich hatte ja sehr Gutes erwartet – aber was ich gerade angelesen habe, toppt meine Erwartungen um Vieles!

Ich freue mich auf Lese- und Denkzeit mit deinem Buch!

Ganz herzlichen Glückwunsch,
Du hast da etwas sehr Wichtiges und Schönes und Gutes zusammengestellt!

Ganz herzlichen Dank für alle die Arbeit und die Lebenshilfe, die darin steckt!“

Luftballons in den Farben eines Buches

Da kann ich nur sagen: WOW!

Ich freue mich riesig,

Ich bin gerade zu Besuch bei meiner Freundin und Autorenkollegin Gea Gort. Wir haben uns gestern schon in einem Café, das zufällig in meinen Buch-Farben geschmückt war, von unseren Buchprojekten erzählt und miteinander gefeiert.

Winterschön

Auch wenn der Sommer meine Lieblingsjahreszeit ist, mag ich auch den Herbst und Winter. Im Herbst fuhr ich nach einem Termin mit dem Zug durch Brandenburg. Zwischen den für die Gegend typischen, eher monotonen Kiefern blitzten immer mal wieder buntgefärbte Laubbäume auf, ab und zu ein kleines Birkenwäldchen mit gelben Blättern, die zart im Wind tanzen.

Herbststürme

Dann kamen die  ersten große Herbststürme. Bei Xavier hat selbst auf der harmlosen Spree meterhohe Wellen geschlagen, auf denen die Enten fröhlich surften – fröhlich zumindest so weit ich das beurteilen kann. Leider hat er auch an Bord Schäden hinterlassen – ein Dachfenster hat durch einen herunterfallenden Gegenstand einen Riss bekommen und muss erneuert werden.

Ich habe die Krise erst nach meiner Rückkehr von einer Reise gemerkt und leider hat es in den Tagen meiner Abwesenheit heftig geregnet, so dass auch der Korkfußboden in Mitleidenschaft gezogen wurde. Kein Weltuntergang, aber vermutlich doch ein paar Hundert Euro Schaden.

Dennoch bin froh, dass das Kamindrama – nachdem ich meinen Ärger gut gezeigt habe – endlich ein Ende gefunden hat und ich es an Bord wieder kuschelig und warm habe.

Kamin und Coaching

Neuer Kaminofen – noch nicht eingebaut.

Im Seminarraum gibt es einen weiteren Kamin, der seit kurzem kuschelige Wärme verbreitet. Am Wochenende ist ein Coaching-Gast an Bord und sie darf dann gerne bei prasselndem Kaminfeuer ihren Gedanken nachhängen, ihr Leben sortieren und neue Perspektiven entwickeln – bei Bedarf auch mit einem Coaching.

In den letzten Monaten hat Coaching vor Ort und am Telefon stark zugenommen – sowohl zeitlich als auch geographisch. Es ist schon ein wenig verrückt, jemanden, der 5000 km entfernt wohnt per Telefon zu coachen – aber es geht.

Gleichzeitig bin ich oft auch zu Tränen gerührt, wenn ich miterlebe, was sich beim Coaching löst und wie schnell. Es gibt Menschen, die ein Leben lang von Familie und Umfeld fehlgeprägt wurden – da brauchen Veränderungen ihre Zeit. Doch sehr häufig erlebe ich, dass ein Denkmuster oder eine Emotion, die das Leben stark blockiert, sich in nur einer Stunde löst und dauerhaft gelöst bleibt. Das ist zum Weinen schön.

Herausfordernd ist und bleibt die verschiedenen Verantwortungsbereiche – Neugestaltung des Verlags, Coaching, Schiff, Schreiben meines neuen Buches – unter einen Hut zu bringen. Immer wieder gut zu entscheiden, was für jetzt das Richtige ist, ist manchmal herausfordernd. Da tut es gut, regelmäßig Pausen zu machen und einfach nur die schöne Herbstnatur zu betrachten – so wie eben jetzt.

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Trübe Tage, schöne Notizen

Über das Wetter und den Regen schreibe ich ja eher selten…aber an so einem trüben Tag bietet sich das an.

Stille Gedanken - #Notizbuch Heute Morgen als ich erwachte, war alles trübe und grau. Ich mag das – manchmal. Wenn die Farben und Formen abgedämpft sind, kommt mein quirliges Gehirn zur Ruhe. Ich  kann mein Innerstes leichter spüren.

Als ich dann mein Notizbuch aufschlug, musste ich lachen:

Millionen von Menschen verlangen nach Unsterblichkeit und wissen nicht, was sie an einem regnerischen Nachmittag mit sich anfangen sollen. -Autor unbekannt

Das ist übrigens aus  meinem Lieblings- #Notizbuch „Stille Gedanken“.

Lieblingsnotizbuch weil es keine Zeilen hat – die finde ich eher nervig – sondern zarte Punkte, die dezent für Schrift oder Zeichnungen etwas Orientierung geben. Und auf jeder Doppelseite ein Zitat, das ich liebe.

P.S.: Für Vielschreiber und weil der Winter wieder näher kommt gibt´s die Doppel– und Fünferpacks gerade besonders günstig.

 

Ich schreibe ein Buch – und finde einen Verlag oder zwei

Für viele Autoren ist die Frage nach dem passenden Verlag die größte Herausforderung, vor der sie stehen. Manchmal liegt das am Autor selbst, der einfach im Gießkannenprinzip allen passenden und vielen nicht passenden Verlagen sein Opus anbietet.

Zu welchem Verlag passt mein Buch?

Als Verlegerin kann ich ein Lied davon singen. Da wurde uns beispielsweise ein Roman mit „depressiv-schizoider Tendenz“ (ehrlich!) angeboten, außerdem  jede Menge Gedichte, Lebensbilder, Kinderbücher, Sachbücher zum Erwerb von PC Kenntnissen für Senioren und vieles mehr – ungeachtet dessen, dass wir Derartiges gar nicht publizieren.

In den meisten Fällen hat man nicht den Eindruck, dass die Autoren sich auch nur zwei Minuten Gedanken darüber gemacht haben, an wen und für wen sie schreiben. Sie fragen eher: „Wie finde ich (irgend)einen Verlag?“ statt: „Zu welchem Verlag passt mein Buch und wieso?“, was ich für die weit erfolgs- versprechendere Frage halte.

Verlag und Autor müssen zusammenpassen wie Handschuh und Hand. Ineinander greifen, einander ergänzen. Im besten Fall kann das eine Symbiose werden, die alle Seiten voranbringt – den Autor und Verlag und natürlich die Leser, die durch eine gelungene Kooperation gute Bücher erhalten. So ist das zumindest gedacht.

Risiko minimieren

Da ich als Verlegerin quasi einen Verlag an Bord habe, war die Frage, wo ich mein neues Buch publizieren will, schnell beantwortet. Das gute Leben passt gut zu uns – es greift ein Thema auf, zu dem wir schon publiziert haben – Titel von anderen Autoren und auch von mir. Und klar wählten wir Stil und Gestaltung so, dass es zu den anderen Titeln passt.

Als Autorin zugleich Verlegerin zu sein, ist nicht nur positiv. Es bedeutet auch, dass ich das komplette Risiko selbst trage:

  • Das Zeit-Risiko – investiere ich meine Zeit an der richtigen Stelle?
  • Das Kosten-Risiko für Grafik, Design, Druck usw.

Da mein Team und ich im Verlag eine finanziell sehr herausfordernde Zeit hinter uns hatten, entschied ich mich das Risiko durch Crowdfunding abzumildern. Ich schätze Crowdfunding sehr.

Für soziale Projekte ist es eine phantastische Plattform, um Gleichgesinnte zu finden und gemeinsam etwas zu ermöglichen. Ich habe z.B. das Geld für mehrere Hundert Obstbäume in Afghanistan per Crowdfunding zusammen bekommen. Und freue mich, dass jetzt viele Familien mehr zu Essen haben.

Kinder und Obstbäume in Afghanistan
Ich mag Crowdfunding auch als Möglichkeit, um Produktideen zu testen. Wenn man da  keine 100 Menschen für ein Projekt begeistern kann, wie soll man erwarten, später ein paar Tausend Käufer zu finden? Also entschied ich mich,  dass ich über Crowdfunding wenigstens die Druckkosten sichergestellt haben wollte – das würde das Risiko minimieren, das mit Zeit, Grafik, Design für ein Projekt in dem Umfang nicht gerade klein war. Es hat geklappt.

Die Überraschung – ein zweiter Verlag

Als ich schon mitten im Schreiben war, fand der Verlagschef eines anderen Verlags die Idee, das Konzept und die Gestaltung so schön, dass er es auch seinen Kunden anbieten wollte. Ich sagte zu. Eine Partnerschaft von zwei Verlagen bietet immer die Möglichkeit, dass man zu zweit mehr Menschen erreicht, als ein Verlag allein.

Außerdem werden durch eine größere Auflage auch die Herstellungskosten pro Stück etwas niedriger. Auch gut. Und so kommt es, dass ich, ohne zu suchen einen Verlag gefunden habe und das Buch jetzt nicht nur bei Down to Earth, sondern auch bei SCM erscheinen wird. Auch schön.

Erfolgreich schreiben Jörg Achim ZollTipp für Autoren

Erfolgreiche Strategien, wie man bei der Verlagssuche zielgerichtet vorgeht und worauf es sonst noch beim Publizieren ankommt, beschreibt Profi Autorencoach Jörg Achim Zoll in dem Quadro Erfolgreich schreiben.

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