Auch wenn der Sommer meine Lieblingsjahreszeit ist, mag ich auch den Herbst und Winter. Im Herbst fuhr ich nach einem Termin mit dem Zug durch Brandenburg. Zwischen den für die Gegend typischen, eher monotonen Kiefern blitzten immer mal wieder buntgefärbte Laubbäume auf, ab und zu ein kleines Birkenwäldchen mit gelben Blättern, die zart im Wind tanzen.

Herbststürme

Dann kamen die  ersten große Herbststürme. Bei Xavier hat selbst auf der harmlosen Spree meterhohe Wellen geschlagen, auf denen die Enten fröhlich surften – fröhlich zumindest so weit ich das beurteilen kann. Leider hat er auch an Bord Schäden hinterlassen – ein Dachfenster hat durch einen herunterfallenden Gegenstand einen Riss bekommen und muss erneuert werden.

Ich habe die Krise erst nach meiner Rückkehr von einer Reise gemerkt und leider hat es in den Tagen meiner Abwesenheit heftig geregnet, so dass auch der Korkfußboden in Mitleidenschaft gezogen wurde. Kein Weltuntergang, aber vermutlich doch ein paar Hundert Euro Schaden.

Dennoch bin froh, dass das Kamindrama – nachdem ich meinen Ärger gut gezeigt habe – endlich ein Ende gefunden hat und ich es an Bord wieder kuschelig und warm habe.

Kamin und Coaching

Neuer Kaminofen – noch nicht eingebaut.

Im Seminarraum gibt es einen weiteren Kamin, der seit kurzem kuschelige Wärme verbreitet. Am Wochenende ist ein Coaching-Gast an Bord und sie darf dann gerne bei prasselndem Kaminfeuer ihren Gedanken nachhängen, ihr Leben sortieren und neue Perspektiven entwickeln – bei Bedarf auch mit einem Coaching.

In den letzten Monaten hat Coaching vor Ort und am Telefon stark zugenommen – sowohl zeitlich als auch geographisch. Es ist schon ein wenig verrückt, jemanden, der 5000 km entfernt wohnt per Telefon zu coachen – aber es geht.

Gleichzeitig bin ich oft auch zu Tränen gerührt, wenn ich miterlebe, was sich beim Coaching löst und wie schnell. Es gibt Menschen, die ein Leben lang von Familie und Umfeld fehlgeprägt wurden – da brauchen Veränderungen ihre Zeit. Doch sehr häufig erlebe ich, dass ein Denkmuster oder eine Emotion, die das Leben stark blockiert, sich in nur einer Stunde löst und dauerhaft gelöst bleibt. Das ist zum Weinen schön.

Herausfordernd ist und bleibt die verschiedenen Verantwortungsbereiche – Neugestaltung des Verlags, Coaching, Schiff, Schreiben meines neuen Buches – unter einen Hut zu bringen. Immer wieder gut zu entscheiden, was für jetzt das Richtige ist, ist manchmal herausfordernd. Da tut es gut, regelmäßig Pausen zu machen und einfach nur die schöne Herbstnatur zu betrachten – so wie eben jetzt.

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