2014-02-06 08.13.28Wow! Gerade lese ich ein englisches Buch „What your body knows about God“ , das die Zusammenhänge zwischen Körper und Spiritualität erklärt. Was mich begeistert: Religiöse Empfindungen und Empathie mit Menschen sind in der gleichen Hirnregion aktiv. Das bedeutet, dass Gebet Empathie stärkt und umgekehrt. Es gab Versuche, bei denen Menschen aufgefordert wurden, 12 Minuten pro Tag von Herzen in Kommunikation mit Gott zu treten – also nicht nur „Automaten-Gebete“ zu beten: „Herr, mach dies, Herr mach das“.

Nach 8 Wochen war das betreffende Areal im Gehirn so gewachsen, dass man im MRT den Unterschied sehen konnte. Und bei weiteren Experimenten zeigte sich die Gruppe der Beter als weit großzügiger und mitfühlender als die Vergleichsgruppe, die ein rein kognitives Gehirntraining zur Steigerung der Gedächtnisleistung gemacht hatte.

Was das praktisch bedeutet: 

  • Wer ein hartes Herz und wenig Empathie für Mitmenschen hat, könnte das durch Gespräch mit Gott weicher bekommen.
  • Wer gerade eine Glaubenskrise hat, könnte durch Dienst an anderen wieder mehr Vertrauen zu Gott fassen (Studien belegen, dass nichts – weder Bibellesen noch Gottesdienst etc. – Glauben so sehr stärkt wie der Dienst an anderen Menschen).
  • Wer an miesen Stimmungen bis hin zu Depressionen leidet, könnte durch Dienst an anderen Linderung erfahren. Beim Dienen wird Oxytocin ausgeschüttet, das Wohlfühlhormon, das die Stimmung hebt. Natürlich nicht so viel, dass es Stress macht, denn Stress blockiert die guten Gefühle wieder.
  • Wer anderen dient, stärkt nebenbei den Bereich im Gehirn, der die Schönheit der Welt wahrnimmt – das wiederum kann sich positiv auf den Glauben auswirken.
  • Eltern können – neben Kuscheln und Zuhören – ihren Kindern Aufgaben im Haushalt übertragen. Alle drei Faktoren stärken die Empathiefähigkeit des Kindes und seine sozialen Kompetenzen.

Habe – gleich nachdem ich das gelesen habe, eine Runde Geschirr gespült, um meinen Glauben zu stärken 🙂 und werde jetzt ein bisschen beten, um meine Empathie zu fördern… und auch, weil Reden mit Gott einfach an und für sich gut ist.

Menschen lieben. Nächstenliebe verstehen und praktizieren.

 

Buchtipp:
Für alle, die das neu oder tiefer einüben möchten:

Menschen lieben. Nächstenliebe verstehen und praktizieren.
Vier Wochen lang täglich ein Impuls zum Einüben einer – für beide Seiten – wohltuenden Haltung.