Heute habe ich meine Sommershirts nach hinten in den Schrank gehängt. Das finde ich bedauerlich. Ich mag den Sommer, die Sonne und Wärme. Es ist wohl meine Lieblingsjahreszeit und ich finde es schade, dass es mit der Wärme nun für eine Weile vorbei ist.

Dennoch: Ich liebe Jahreszeiten und freue mich am und auf den Herbst. Ich mag die Weite von abgeernteten Feldern – wie auf dem Bild ( Brandenburg. Letzte Woche) . Außerdem finde ich es schön, dass nach dem erholsamen Sommer nun der produktive Herbst kommt. Ich arbeite gern und mag es, kreativ und produktiv zu sein. Deshalb freue mich darauf, in den nächsten Wochen ein neues, kleines Buch zu schreiben, auch wenn der Zeitrahmen dafür recht eng ist. Mit meinem Team habe ich kürzlich all die Dinge besprochen, die wir in der Zeit von jetzt bis März produzieren werden. Im Verlagswesen und Buchhandel gibt es ja immer die zwei Zyklen: Im Winter wird für den Sommer produziert. Im Frühjahr / Frühsommer für den Herbst. Nebenbei gibt es noch ein gutes Dutzend Seminare und Vorträge….eben eine produktive Zeit.

Mir tun Rhythmen gut. Wenn der Rhythmus in dem ich meine Tage, Wochen und Monate lebe, über längere Zeit hinweg durcheinander komme, „zerfranse“ ich innerlich. Dann werde ich unruhig, gerate leichter unter Druck. Ich genieße und brauche es, gute Rhythmen zu leben…vielleicht habe ich nicht zuletzt deswegen ein ganzes Buch dazu geschrieben: Swing. Dein Leben in Balance.

Es ist sicher eines meiner Markenzeichen, dass die Gestaltung von Lebensrhythmen für mich so wichtig ist. Doch ich glaube, dass es nicht nur mir gut tut. In der Schöpfungsgeschichte und die ganze Bibel hindurch wird immer wieder betont, wie wichtig Jahreszeiten, Ruhezeiten, Sabbatzeiten, Feste, Feiern, Höhepunkte sind. Gott scheint offenbar Rhythmen zu lieben. Und wenn es stimmt, dass wir in seinem Bild geschaffen sind, dann macht es wohl auch Sinn, dass wir Rhythmen achten und ehren. Mir zumindest tut es gut.

Jetzt werde ich mich gleich auf den Weg zu einem Samstag-Nachmittag-Kaffee mit einer Freundin machen. Auch das gehört zum Rhythmus.


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