Gestern habe ich gelesen, dass 40 % der Eltern, die sich scheiden lassen, sich im ersten(!) Jahr nach der Geburt des ersten Kindes trennen. Bei nicht verheirateten Paaren ist die Anzahl derer, die sich im ersten Jahr nach der Geburt trennen noch höher. Mich bewegt das. Die meisten wollen sich ja nicht trennen. Sie wollen gern zusammen bleiben. Aber irgendwie klappt es nicht.
Eine riesige Tragödie für jedes Paar, jede Familie. Ein Verlust für alle – für die Geschwister, die vielleicht nie gezeugt und geboren werden, die Kinder die fehlen und die Kinder, denen es fehlt, dass Mami und Papi zusammen und bei ihnen sind.
Ich frage mich, was man tun kann, um junge Familien zu unterstützen, dass sie Wege miteinander finden, die herausfordernden Baby-Jahre zu meistern.

Im Kontrast dazu habe ich gestern eine Mail von einem Mann bekommen, der seine seit Jahren schwer Demenzkranke Frau pflegt. Sie kann nicht mehr mit klaren Worten kommunizieren kann, muss gewickelt, gepflegt und gefüttert werden. Dennoch steht unter jeder Mail, die er schreibt, nicht nur sein Name als Signatur, sondern auch ihrer.

Er schrieb mir, dass seine Liebe zu ihr immer noch wächst und stärker wird.


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