Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Allgemein (Seite 2 von 26)

Nur so ne Frage: Soll ich mehr bloggen?

In den letzten 12 Tagen habe ich an einem Online-Kurs zum Thema „Lebenskonzeption“ teilgenommen. Ich lerne gern und es hat mich interessiert, was andere zu diesem Thema zu sagen haben.

Wie bei allen guten Kursen gab es Fragen. Eine gute Frage kann man auch daran erkennen, dass man nicht sofort eine Antwort darauf hat. Wenn ich Coaching-Kunden etwas frage und sie erst einmal – je nach Erziehungsstil – antworten: Das ist aber eine schwierige / ungewöhnliche / Scheiß-Frage!“ – dann weiß ich: Ich habe mit der Frage ins Schwarze getroffen. In das schwarze Loch, in dem sich die Probleme konzentrieren oder die Lösungen finden.

So ging es mir bei der – harmlosen – Frage im Kurs:

  • „Wie kannst du anderen Menschen mehr Nutzen bieten!“

Ich hab erst mal innerlich aufgestöhnt: „Das mach ich doch schon die ganze Zeit: Ich coache Menschen, halte Seminare, schreibe Bücher, Quadros, Impulshefte, unterstütze andere beim Publizieren… !“

Allein die Vorstellung, noch mehr zu tun, erschöpfte mich. Bis ich ans Bloggen dachte. Da ich intensiv am Online-Kurs „Dein gutes Leben“ und an meinem neuen Buch „Das gute Leben!“ gearbeitet habe, habe ich in den letzten Monaten nur wenig auf meinem Blog geschrieben.

Ich dachte:

  • Ich lese und erlebe Dinge, die für andere inspirierend und hilfreich sein könnten. Vielleicht sollte ich tatsächlich wieder mehr bloggen.

Und so denke ich jetzt  darüber nach

  • Mehr zu erzählen – von dem, was ich erlebe und was mich bewegt
  • Es darf sein, was ist...Zitat Kerstin HackMehr weiterzugeben, was ich gelernt habe
  • Mehr Buchzusammenfassungen zu schreiben
  • Mehr Tipps für ein gutes Leben weiterzugeben
  • Meine liebsten Zitate

Gern hätte ich dazu deine  Rückmeldung.

  • Würde das dein Leben bereichern? Wie(so)?
  • Wäre das etwas, was du dir wünscht?
  • Wenn ja, wie oft wäre gut?
  • Was wären deine liebsten Themen und Beiträge?

Bitte kommentiere einfach.

Und ich denke weiter nach.

Manche „dummen“ Fragen haben es echt in sich…

1000 Euro im Monat – einfach so…

1000 Euro im  Monat zusätzlich haben – das wäre doch was.

Für mich als Selbständige würden 1000 Euro im Monat den Unterschied machen zwischen

  • es reicht nicht und es reicht doch
  • ich kann keine Schiffsbaudarlehn zurückzahlen – ich kann es doch
  • ich kann mir keinen schönen Urlaub leisten – es geht doch
  • ich kann nur mit Mühe Menschen materiell beschenken und es geht leicht anderen eine Freude zu machen
  • ich kann es mir kaum leisten, in Pojekte zu investieren, die kein Einkommen generieren und ehrenamtliches Engagement ist leichter möglich

Weil 1000 Euro mehr für mich einen Riesenunterschied zwischen Enge und Weite machen würden, versuche ich gerade ein bedingungsloses Grundeinkommen zu gewinnen – am 27.7. ist die Verlosung.

Wer will, kann noch mitmachen – einfach auf den LINK hier klicken.
Wer mit mir ein Tandem bildet, erhöht seine und meine Chancen.
Ist kein Fake… die Initiative bedingungsloses Grundeinkommen gibt es seit mehreren Jahren und sie arbeiten seriös. 
 
 

Ebbe und Flut

Vor zwei Tagen sind die letzten Gäste abgereist. Ich erlebe es als großes Geschenk, Menschen Zeit und Raum schenken zu können.

Seit Anfang April waren 28 Menschen an Bord. Einige Freunde.  Und andere, die als Coaching-Gäste kamen, um zur Ruhe zu kommen und Orientierung zu finden. Es war wunderbar, ihnen den nötigen Raum und die gewünschte Begleitung zu geben – und dann zu erleben, dass Menschen anders von Bord gingen als sie gekommen sind: Klarer, freier, glücklicher. Wir hatten Spass und zugleich war es tief und Leben verändernd. Es war wunderbar.

Und jetzt ist es wunderbar, das Schiff wieder für mich zu haben. Ich genieße es, Morgens ins Wasser zu springen und Smoothies machen zu können und Abends mit dem Handstaubsauger auf Mückenjagd zu gehen, ohne Sorge haben zu müssen, Gäste zu wecken. Ich finde es schön, dass die Dinge jetzt  meist an ihrem Platz sind. Und ich nicht als lebendiges Google dienen muss: „Wie komme ich von hier am besten nach dort….?“. Ich genieße es, am Abend den Tag ruhig mit Blick aufs Wasser ausklingen zu lassen – so sehr der extrovertierte Teil von mir die abendlichen Gespräche mit den Gästen  genossen hat. Der introvertierte Teil von mir lebt auf, genießt den Raum.

Eine Freundin hatte mir vor einigen Wochen einen Newsletter mit einem Artikel von Ilona Dörr-Wälde weitergeleitet: Ein Lebensstil von Ebbe und Flut.   Darin schreibt sie über den irischen Mönch Aidan, der zum Berater des Königs Oswald berufen wurde. Als Wohnort wählte er eine Gezeiteninsel, die nur bei Ebbe zu erreichen war. Bei Flut waren “ die Schotten dicht“. Aidan war unerreichbar für die Anfragen der Menschen. Wer etwas wollte, musste warten, bis der Weg wieder frei war.

Ebbe und Flut  – Begleitung für die Höhen und Tiefen des Lebens – das ist das Motto meines Coaching- und Seminarschiffes. Ich will hier nicht nur anderen Raum zur Stille und Reflexion geben, sondern auch für mich selbst genug Raum haben, um abzuschalten, zu reflektieren und neue Kraft zu finden.

Einige Wege für einen guten Lebensryhythmus aus Aktivität und RUhe habe ich bereits relativ fest etabliert.

  • Morgens und Abends Internet-freie Zeit
  • Sonntags arbeitsfrei. Zeit für Ruhe, Genuss, Begegnung
  • Reflexions- Gebets- und Planungstag am 1. Tag jeden Monats
  • 1 – 2 längere Reflexions- Gebets- und Planungstage pro Jahr

Neu dazu kommt jetzt die Zeit für mich an Bord. Gäste sind willkommen vom 2. – 22. Tag eines Monats. Die anderen Tage ziehe ich die „Zugbrücke hoch“ und bin allein an Bord,

Ab und an wird es einen ganzen Monat Pause und Auszeit für mich geben – zum Beispiel jetzt im August, da ich mich auf die Fertigstellung meines Buches konzentrieren möchte. Das Manuskript soll bis 31. 8. fertig sein. Da geht es über die Schätze, die ich im Leben entdeckt habe. Einer davon ist der Schatz, der in dem Wechsel von Ebbe und Flut besteht.

U2 and me

Vor einigen Monaten lief ich an einem Plakat vorbei, das für die Joshua Tree Tour von U2 warb. Ich dachte mir: „Da werde ich bald 50 und war noch nie in meinem Leben auf einem großen Konzert in einem Stadion. Eigentlich wäre es schön, das mal erlebt zu haben…“  Mein bisher größtes Konzert waren ein paar Tausend Leute bei Mercedes Sosa in einer Halle – vor vielen, vielen Jahren.

Und so war ich gestern bei strömenden Regen auf dem ersten großen Konzert meines Lebens. Und fand es einzigartig schön. Weil ich nicht wusste, ob mehrere Stunden stehen das richtige für mich sind, habe ich mir einen Sitzplatz gegönnt… praktisch stand ich dann doch die meiste Zeit… weil es Musik gibt, die man nicht still sitzend anhören kann.

Mich hat das Konzert berührt. Die U2 Version von „singing in the rain“ werde ich wohl nie vergessen….

Mich hat berührt, dass die Musiker so unaufgeregt waren. Auch wenn es natürlich eine riesengroße Show mit allem, was dazu gehört, war, wirkte es nie so, als ob sie es nötig haben, eine Show abzuziehen. Sie haben gute Musik gemacht. Aber sich angenehm unaufgeregt dazu bewegt. Auch die Videos im Hintergrund waren weit ruhiger als erwartet.

Eine Einblendung zeigte ein geflüchtetes syrisches Mädchen, das gefragt wurde. „Wenn du vor Tausenden von Menschen sprechen könntest – was würdest du ihnen sagten?“ Ihre Antwort: „Hört nicht auf zu träumen. Ich träume auch, dass ich eines Tages Anwältin sein kann, um den Menschen beizustehen, die Hilfe brauchen!“ Statt Dinge in eigenen Worten zu formulieren, gaben die Musiker einem Teenie-Mädchen eine Plattform, um ihre Träume in ihrer Muttersprache (mit Übersetzung) in die Welt zu tragen.

Während U2 das nächste Lied spielte, wurde ein riesiges Porträt des Mädchens auf einem Banner durch die Reihen gegeben und gleichzeitig wurden Bilder  von einem riesigen Flüchtlingslager in Jordanien eingeblendet – und die ersten drei Artikel unseres Grundgesetzes.. Mich hat berührt, dass die einem Menschen Raum gaben, eine Stimme gaben…und stark und direkt an unsere Mitmenschlichkeit und Verantwortung erinnerten.

Dann sprach der Leadsänger Bono  darüber, dass in Konflikten und militärischen Auseinandersetzungen oft die Frauen besonders viel leiden. Sie erwähnten die junge, pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die an diesem Tag ihren 20. Geburtstag hatte und baten alle Besucher, Happy Birthday für sie zu singen.

Anschließend ehrten sie die Frauen in ihrem Leben. Namentlich ihre eigenen vier Ehefrauen. Aber dann auch – während sie das nächste Lied spielten, die Frauen in ihrer, unserer Welt, die etwas bewegt hatten. Sie sagten, dass es unzählige gibt, deren Namen niemand kennt. Aber sie wollten nicht nur HIStory, sondern auch HERstory erzählen,. Dafür blendeten sie die Porträts und Namen von vielen mutigen und starken, künstlerischen und klugen Weltveränderer-Frauen ein: Sophie Scholl, Marie Curie, Anne Frank, aber auch Angela Merkel und Christine Lagarde – viele Namen der afrikanischen und asiatischen Frauen auf der Leinwand waren mir nicht bekannt.

Doch als ich die vielen Gesichter all der unterschiedlichen Frauen sah, liefen mir Tränen über Gesicht. Ich habe mich gefragt, wieso mich das so berührt. Ich habe es selbst nur selten erlebt, von Männern (oder Frauen) geringschätzig behandelt worden zu sein, weil ich eine Frau bin. Das war wohl nicht der Grund. Aber ich habe es auch selten erlebt, dass starke, erfolgreiche, kernige Männer Frauen in der Art und Weise respektieren und ehren wie U2 es gestern Abend tat.

 

Heute Morgen habe ich mir dann vorgestellt, wie es im Himmel sein wird. Ich schätze, dass es da auch ein großes Konzert geben wird. Ob Gott eher auf Handels Halleluja oder eher auf U2 steht, wird sich noch zeigen. Aber ich kann mir vorstellen,

dass dann die Gesichter all der Frauen (und Männer) sichtbar machen wird,  die so gut sie konnten ihr Leben gelebt und – wo es in ihrer Kraft stand – etwas Positives in der Welt bewegt haben.

Von daher war gestern Abend für mich ein kleiner Vorgeschmack des Himmels.

 

 

 

Intensiv leben und Pausen machen

Die letzten Tage und wochen waren sehr intensiv: Endspurt für einen Artikel Stadt. Land. Gott, den ich für ein Magazin geschrieben habe. Und erfolgreicher Endspurt für das Crowdfunding für mein neues Buch. Wir haben es geschafft. Es ist wunderschön und ein riesiges Geschenk für mich, dass ich das Projekt jetzt ohne allzuviel finanziellen Druck angehen kann.

Dann fand an Bord Coaching – Basics statt: ein Workshop über die Grundlagen des Coaching inklusiv der Erläuterung und Einübung einiger hilfreichen Coaching-Techniken. Basierend auf meinem gleichnamigen Quadro.

Ich war stolz auf meine Teilnehmer. Sie haben das gelernte gleich erfolgreich umgesetzt. Nach einer Übung fragte ich die Kunden, wie hilfreich da Coaching mit den frischgebackenen „Coaches“ war. Auf einer Skala von 1 (wenig hilfreich) bis 10 (Problem gelöst), gab es 1 x die 3, mehrfach 7 – 8, 1 x sogar die Bestnote 10. Ziemlich gut für den Anfang. Die jüngste Teilnehmerin war meine 14 – jährige Patentochter, auf die ich mächtig stolz war.

Und am Sonntag habe ich dann in einer Gemeinde darüber gesprochen, wie man sein Lied des Lebens entdeckt.

Außerdem war – neben meiner Patentochter – noch weiterer Besuch an Bord. Und daneben haben wir weiter gebaut. Die Gästeküche hat jetzt Schubladen für Lebensmittel und meine eigene Küche bekommt noch zwei Geschirrschubladen. Der Seminarraum eine Eingangstür aus Glas, die etwas Privatsphäre und Schutz vor Zugluft bietet. Die Toilette hat jetzt einen Korkfussboden und es gibt eine Badeleiter mit der man elegant vom Schiff direkt ins Wasser und vor allem wieder zurück kommt.

Anderer Besuch war die Tochter einer Freundin, deren Mutter vor ziemlich genau einem Jahr sehr plötzlich und noch ziemlich jung verstarb. Der Jahrestag ihres Todes war kürzich und der Tochter war es wichtig, an diesem Tag an einem Ort und bei einem Menschen zu sein, bei denen sie sich sicher fühlt. Es berührt mich, dass sie mich und mein Schiff dafür gewählt hat.

Insgesamt waren 2017 bereits 21 Menschen als Gäste an Bord. Zum Reflektieren, zur Erholung, für Auszeiten. Um neue Perspektiven zu finden. Mit manchen habe ich intensive Gespräche geführt. Andere waren einfach „nur“ da und genossen die Zeit für sich und das Leben an Bord.  Über vieles, was da eher im Stillen passiert, kann ich nicht schreiben, weil die Themen, mit denen die Menschen kommen, oft sehr persönlich sind: Beziehungskrisen, Gesundheits- oder Gewichtsprobleme, Selbstwertproblematiken, Zukunftsperspektiven. Das sind Fragestellungen, die so vertraulich sind, dass ich sie nicht preisgeben kann und will.

Manchmal ist es auch ok etwas zu beschreiben. Die drei jungen Frauen auf dem Bild waren ein paar Tage an Bord, um die Frage zu klären, ob sie ihre berufliche Zukunft in Deutschland sehen. Wir hatten intensive Gespräche, auch Zeiten des Gebets, ich habe ihnen mehrere englischsprachige Interviews zu verschiedenen Themen gegeben. Und davon darf ich gern erzählen. Für Menschen, die wie sie und andere, die nach neuen Perspektiven und Orientierung suchen ist das Schiff gedacht.

Damit die räumlichen und auch meine persönlichen Kapazitäten nicht überfrachtet werden, steht das Schiff nicht für „normale“ Berlin-Besucher zur Verfügung, die ein Quartier für ihren Aufenthalt suchen. Obwohl ich das auf meiner Internet-Seite recht deutlich geschrieben habe, erhalte ich fast täglich Anfragen: „Ich bin bald in Berlin. Kann ich bei dir übernachten?“ Das kostet mich manchmal Kraft.

Doch insgesamt bin ich glücklich, dass das Schiff zunehmend an Fahrt aufnimmt.

Nach einem Jahr an Bord habe ich langsam einen guten Rhythmus zwischen Arbeit im Verlag, Coaching, Begegnung und Ruhepausen gefunden. Gerade genieße ich – nach Besorgungen – einen schönen Kaffee in Kreuzberg. Und eine Pause, in der ich Kraft tanken kann.

Mein neues Buch / Crowdfunding: ansetzen zum Endspurt

Puh, Crowdfunding ist echt nix für meine Nerven.

Eigentlich liebe ich ja Herausforderungen. Aber wenn ich das Ergebnis nur bedingt beeinflussen kann (entweder Leute machen mit oder auch nicht) und wenn sie mit Zeidruck kombiniert sind und es bis zum Ende knapp bleibt, dann finde ich das doch nervernaufreibend.

Und bei Crowdfunding ist es so: Wenn man die gesetztes Summe nicht erreicht, bekommt man gar nichts. Das Geld wird an die Unterstüzer zurück überwiesen.

Heute Morgen fehlten noch 400 von 5000 Euro für die Minimum-Summe. Wenn mehr als die benötigte Zielsumme zusammen kommt, macht das natürlich das ganze Projekt entspannter.

Ich denke und hoffe mal, dass das Gute Leben es schafft. Du darfst gern noch dabei sein.

Hier der Link zum Crowdfunding für das gute Leben

 

 

 

Mein gutes Leben – dein gutes Leben

Heute war ein wunderbarer Tag – zumindest, nachdem ich den Schrecken, von einem lauten Kompressor geweckt worden zu sein, mit einem Sprung in die Spree verdaut habe…

Montag ist mein Kreativtag. Kreativ bin ich zwar meistens. Doch am ersten Arbeitstag der Woche, nehme ich mir besonders – gemäß dem SWING – Konzept viel Zeit dafür. Und heute lief das Schreiben einfach. Das ist nicht immer so. Aber vielleicht hat es geholfen, dass ich alle zwei Stunden mal kurz in die Spree springen und mich erfrischen konnte, bevor ich weitergemacht habe.

Ich habe intensiv an weiteren Kurlektionen für mein Online-Training Dein gutes Leben gearbeitet und war um 18.00 richtig zufrieden mit der Ausbeute. Und hatte sogar noch die Energie, mir auf dem Weg zum Einkaufen eine Lektion eines Online-Trainingskurses anzuhören.

Ein Grund, warum ich gerade wie eine Weltmeisterin an dem Kurs arbeite ist, dass ich bereits von etwas neuem träume: Ich möchte mal wieder ein Buch schreiben.

Wer mich kennt, kennt einige der Sätze, die ich öfter sage:

  • Es darf sein, was ist. Ich gestalte, was wird. 
  • Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, braucht sich nicht wundern, wenn er bald von einer Elefantenherde überrannt wird. 
  • Es gibt mehr Probleme als Lösungen
  • Gut gedacht ist halt gemacht. 
  • Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist unwichtig. Wichtig ist, zu wissen, wo der Wasserhahn zum Nachfüllen ist. 
  •  Und viele mehr.

Ich habe in den knackigen, zum Teil sicher auch kontroversen Sätzen für mich die wichtigsten Erkenntnisse meines Lebens zusammen gefasst. Und ich träume davon, die Erkenntnisse mit euch zu teilen – zu jedem Satz etwas Erklärendes und ein paar Geschichten zu schreiben. Iin der Hoffnung, dass es auch euer Leben stärkt.

Das kleine Problem: Derzeit reicht das Budget nicht, um die 5 – 10.000 Euro vorzufinanzieren,  die so ein Projekt von Lektorat über Grafik bis hin zum Druck locker kostet.

Aber – ich hab ja meine Sätze. :

  • Es darf sein, was ist. Das die Kohle nicht reicht, ist gerade die Realität. Die Realität zu leugnen, hilft nichts. Ich akzeptiere: So ist es gerade. Und :  Ich gestalte, was wird. Ich denke mir Lösungen aus.
  • Wer aus jeder Mücke einen Elefanten macht, braucht sich nicht wundern, wenn er bald von einer Elefantenherde überrannt wird. Okay. Das mit der fehlenden Kohle ist wirklich blöd. Aber ich hab schon ganz andere Herausforderungen gemeistert. Aus der Mücke „Finanzmangel“ werde ich jetzt nicht den Bimbo Elefanten „Riesenproblem“ machen. Die Mücke ist lästig. Aber nicht zu viel Aufregung wert.
  • Es gibt mehr Probleme als Lösungen. Den Satz finde ich  richtig cool. Und total wahr. Für jedes dumme Problem gibt es ein paar, vielleicht sogar  Hunderte von Lösungen. Für meines fällt mir ein: Von Millionär heiraten, Dinge bei Ebay verkaufen, Kredit aufnehmen, Singen auf der Strasse bis hin zu Crowdfunding.
  • Gut gedacht ist halt gemacht. Wenn man ein Problem erst mal gut durchdacht hat, ist der Rest relativ einfach. Der Millionär fiel aus Zeitgründne aus – einen Menschen so gut kennen zu lernen, dass man ihn gern heiraten möchte, dauert halt doch eine Weile, ebenso wie Verkauf von Dingen bei Ebay. So lang will ich mit dem Buch nicht warten. Singen auf der Straße will ich der Menschheit nicht zumuten und Kredite machen mir Druck.

Also scheint Crowfunding die beste Lösung zu sein. Crowdfunding heißt: Eine Menge Menschen (Crowd) bringt etwas gemeinsam auf die Reihe – indem sie zusammen das Geld für ein Projekt aufbringen (funding).

Ich mag Crowd funding. Da kann jemand sagen: „Das finde ich gut. Da mache ich mit meinem Geld mit – und vielleicht auch mit meiner Zeit, indem ich anderen davon erzähle.“ 

Und wer mitmacht, bekommt am Ende das coole Dankeschön, das er sich für seinen Beitrag auswählt zum Beispiel Ein handsigniertes Buch oder mehrere. Ein Coaching zum Sonderpreis, zwei Tage auf dem Schiff usw. Ihr könnt selbst bei der Plattform Startnext nachsehen, was es alles gibt.

Die Spielregeln: Wenn genug Leute mitmachen, kommt das Ding zustande. Wenn nicht, dann eben nicht. Dann fließt auch kein Geld. Und wenn es klappt, kriegst du ein cooles Dankeschön für deinen Beitrag.

Soweit ist das durchgedacht. Soweit schon halb gemacht.

Jetzt bist du dran.

Du kannst noch mitmachen. Ich bitte dich sogar darum. Denn derzeit ist erst – oder schon – knapp die Hälfte der für das Buch benötigten Summe zusammen gekommen.  Aber wie ich selbst sage:

  • Ob das Glas halb voll oder halb leer ist, ist unwichtig. Wichtig ist, zu wissen, wo der Wasserhahn zum Nachfüllen ist. 

Von daher – herzliche Einladung, das Glas  noch weiter aufzufüllen.

Bei der Crowdfunding Plattform Startnext findest du alle weiteren Details. Und wenn ihr gerade kein Geld erübrigen könnt, ist es auch ein Geschenk, wenn ihr FAN werdet, Kommentare abgebt usw.

Hier noch mal der Link:

https://www.startnext.com/dasguteleben

Ich bin gespannt, ob wir es gemeinsam schaffen, Das gute Leben wahr werden zu lassen. Das wäre ein Traum.  Ich hoffe, er wird Realität. Und ich schreibe jetzt schon mal wie ne Weltmeisterin meine anderen Projekte, damit ich dann, wenn ihr mir hoffentlich in zwei Wochen den Startschuss für mein neues Buch gebt, alle Energie dafür verwenden kann.

50 – wie wunderbar

Es ist jetzt schon gut zwei Wochen her, doch es fühlt sich immer noch wunderbar an, jetzt 50 zu sein.

Ich habe den großen, runden Geburtstag mit bisher über 30 großen und kleinen Feiern zelebriert.

Unter anderem gab es ein Kaffeetrinken mit Patenkind und seinen Eltern, ein Jazz- ein Lud- und ein persisches Konzert, zwei leckere Essen, ein Bananenmilchschake am Morgen, ein Ausstellungsbesuch , eine großen Party an Bord.

Und ich habe den Geburtstag auch mit dem Pflanzen von vielen Erdbeeren, Tomaten, Blumen und vier Bäumen markiert. Auch wenn ich nicht glaube, dass Morgen die Welt untergeht.

Für mich war dieser Geburtstag der wohl schönste meines Lebens. Es war und ist so eine Freude, zu leben. Für mich ist das absolut nicht selbstverständlich. Es gab in meinem Leben mehrere Unfälle, die mich auch das Leben hätten kosten können.

Und es war wunderbar, zu sehen, zu lesen und zu hören, dass ich mit dem, was ich bin und geben kann, das Leben anderer Menschen bereichere.

Auch das ist alles andere als selbstverständlich. Von daher bin ich rundum tief dankbar.

Und freue mich an den Worten, den Geschenken und am Leben selbst.

Eine Gemüsekiste voll Dankbarkeit

Gerade eben habe ich für eine Zeitschrift einen Artikel über Dankbarkeit geschrieben. Und dann, dankbar, dass ich mein Nr. 1 Aufgabe des Tages erledigt habe, eine kleine Pause gemacht. Und meine erste Gemüsebox von Etepetete in Empfang genommen. Die retten Gemüse, das sonst weggeworfen wird, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht.
In mener Box waren: 

  • riesige Äpfel
  • Monsterkarrotten
  • Bomben Auberginen
  • Kleine Kiwi
  • Kleine Orangen
  • zierliche Kartoffel
  • Avocados mit Fehlern an der Schale
  • und einige andere Sachen, die ziemlich normal aussahen. Leckerer Spargel zum Beispiel.

Ich freu mich riesig, dass ich das entdeckt habe….

  • Weil es meinen Werten entspricht, mit Ressourcen achtsam umzugehen. Ich mag es beispielsweise total, dass Jesus, nachdem er durch ein Wunder Brot vermehrt hat, um Leute vor dem Umkippen vor Hunger zu retten, den Jüngern sagt, sie sollen die Reste einsammeln. Er hätte ja vielleicht wieder ein Wunder tun können – aber nein, er geht sorgsam mit Ressourcen um. Das finde ich gut.
  • Weil es eine riesige Entlastung ist, das viele Gemüse, das ich in Smoothies etc. verzehre, nicht selbst schleppen zu müssen. Ich habe kein Auto und der nächste Biomarkt ist 5 km entfernt. Selbst das Geschleppe zur Tram nervt. 

Für mich ist so etwas alles andere als Selbstverständlich. Ich bin dankbar, dass Obst und Gemüse wächst. Und dankbar für Menschen, die sich so was ausgedacht haben wie Etepetete. Ich bin dankbar für die Post, die es liefert. Und dankbar, dass ich es – ohne Allergien oder sonst welche Hindernisse – essen kann und darf. Und dankbar für die kleine Pause eben. Und das Teilen…und

Ach ja, Dankbarkeit kann man lernen. Ich bringe es dir gerne bei – z. B. in meinen Büchern dazu (einfach bei uns im Shop „DANK“ als Suchbegriff eingeben. Oder in meinem Onlinekurs DAN. Dankbar alles nehmen.

Bethel – meine Erfahrungen

2017-03-05-14-43-48Einige meiner Freunde haben mich gebeten, meine Erfahrungen in der Bethel Church in Redding aufzuschreiben, die ich von Freitag bis Sonntag besucht habe. Die Gemeinde ist bekannt für ihre vielfältigen Erfahrungen mit,  körperlicher und  innerer Heilung – das Sozo-Konzept wurde dort entwickelt und für ihre Musil.

Freitag – Einstieg

Ich war gespannt, als ich am Freitag ankam und habe erst mal noch zwei Stunden im Gebetsraum, der eigenes für stilles, persönliches Gebet reserviert ist, verbracht. Herrlicher Ausblick durch große Glasfenster auf die hügelige Gegend, ein (etwas laut) plätschernder Brunnen in der Mitte des Raumes, sanfte Musik und Material für Malen und Abendmahl luden zum Gebet ein. Mich hat besonders eine Weltkarte beeindruckt, die zeigte, wo auf der Welt es gerade Tag war – für mich ein Ausdruck dafür, dass die Gemeinde die Welt im Blick hat, was auch in vielfältigen Aktivitäten zum Ausdruck kommt.

Im Freitag Abend Gottesdienst sprach jemand  über das Gleichnis in dem Jesus davon erzählt, dass die Jungs, die erst spät für die Arbeit angeheuert wurden, den gleichen Lohn bekamen wie die, die von Anfang an geschuftet hatten. Er hat sehr anschaulich beschrieben, welche Gefühle das auslöst, wenn man denkt, der andere bekommt etwas von Gott, das man sich selbst gewünscht hat.

Der Prediger sagte, dass wir es selten als unfair empfinden, wenn wir selbst das größte Stück Kuchen abkriegen und sagte: „Wenn Gottes Großzügigkeit bei dir negative Gefühle auslöst, dann berührt das eine Ebene, in der Du noch wachsen und die Werte seines Reiches tiefer verinnerlichen kannst. In einer (heilen) Familie freut man sich, wenn ein Familienmitglied beschenkt wird!“

Mir wurde bewusst, dass ich manchmal ein Problem mit Gottes Großzügigkeit anderen gegenüber habe – gerade wenn sie etwas bekommen, was ich mir auch wünschen würde. Dabei erlebe ich Gott mir gegenüber als denjenigen, der seine Versprechen hält, mich zu versorgen.

Samstag – Healing Rooms

Der Samstag Vormittag war für Gebet für Heilung für diejenigen reserviert, die es wollten und brauchten. Was mich beeindruckt hat: Erst gab es eine kurze, klare Einführung über den Ablauf – es war den Verantwortlichen wichtig, dass Menschen wussten, was auf sie zukam. Dann eine kompakte, fundierte Lehre über Heilung und erst dann Gebet. Ich fand das sehr angenehm, weil das einen sehr klaren, sicheren Rahmen schuf.

Dann wurde in Teams für die Leute gebetet. Ich habe davon erzählt, dass ich eine Reihe von größeren und kleineren Unfällen hatte, von Sturz auf den Nacken über Bänder- und Muskelrisse, die alle nicht richtig verheilt sind. Das Team, das für mich gebetet hat, hat sich viel Zeit genommen und beim Gebet habe ich weniger körperlich als vielmehr seelische Veränderung gespürt: Es fühlte sich an, als ob sich viel von der Angst und inneren Anspannung, die sich durch die Unfälle in mir angesammelt hatte, sich gelöst hat.

Das war so intensiv, dass ich anschließend drei Stunden geschlafen habe. Und noch einen Abenspaziergang durch die Hügel gemacht habe. Das war es dann auch.

Sonntag – Volles Programm

Sonntag Morgens ging es in der Predigt darum Freund Gottes zu sein. Eric Johnson hat gepredigt. Über Mose, der mit seinem Gott wie ein Freund geredet und mit ihm Dinge unternommen hat. Solide. Gut. Bewegend.

Der Gemeinde ist es wichtig, dass die Menschen aktive Gmeeindeglieder sind und so gibt es Sonntags und auch an anderen Tagen Trainingskurse. Ich war bei den Firestarters, die vermitteln, wie man Gottes Kraft im Alltag einsetzen kann. So was ähnliches, wie mein WUM-Wunder unter Menschen – online Kurs – nur eben live. Solide, klar und immer mit Austausch- und Übungseinheiten.

Und später am Tag gab es noch die Möglichkeit, sich für hörendes Gebet einzuschreiben – wo zwei Menschen innerlich auf Gott hören und einem die Impulse  weitergeben. Auch hier – solide, kompakte Einführung. Viel Sicherheit. Und zwei Menschen, die einfühlsam das weitergaben, was sie als Impulse empfangen hatten.

Abends dann noch einen Gottesdienst in dem Kris Valvation. Vor der Predigt noch Gebet für die Verbindung zwischen den USA und Russland. Die Perspektive, dass die aktuellen Verbindung dieser beiden Nationen zum Frieden in der Welt beitragen soll und könnte, war für mich erst mal gewöhngsbedürftig – wie manch andere Perspektiven mancher amerikanischer Christen auf Politik. Dass ich zufällig neben einer Russin sass, als wir aufgefordert wurden, für eine segensreiche Verbindung zwischen Russland und den USA  zu beten, nahm ich als Gottes Augenzwinkern zur Kenntnis. Viele politische Haltungen kann und muss ich nicht teilen – und kann dennoch von Herzen für Segen beten und empfangen, was Menschen mir zu geben haben.

Kris Valatton sprach darüber, dass das Justizsystem in der ganzen Region / County nicht funktioniert – es gibt nicht genügend Gefängnisplätze, was dazu führt, dass Menschen nicht verurteilt werden und die Zahl von Einbrüchen, Autodiebstählen und anderen Verbrechen eine der höchsten des Landes ist. Er sagte, dass sie bisher als Gemeinde ratlos sind, wie sie in guter Weise dazu beitragen können, dass sich das verbessert. Er machte deutlich, dass es ihn nicht darum geht, dass die Christen das Ruder übernehmen, wohl aber dass sie mithelfen, dass die Dinge in eine gute Richtung kommen.

Als eine Frau, die selbst ein großes Herz dafür hat, dass unsere Städte und Regionen von uns gesegnet und in positiver Weise durch uns geprägt werden, hat mich das sehr bewegt – auch seine Offenheit zu sagen, dass ihnen bisher die Schlüssel fehlen. Und zugleich der Mut und Glauben, dass sie dranbleiben wollen, bis sie Veränderung sehen. Als Gemeinde haben sie der Stadt Geld gespendet, um Stellen in dem Bereich zu finanzieren. Ihnen war klar, dass das die Sache nicht löst, aber sie wollten wenigstens etwas beitragen. Die Transparenz, Ehrlichkeit und Sehnsucht hat mich berührt.

Großzügigkeit

Was mich in den Tagen am meisten beeindruckt hat, war die Großzügigkeit der Menschen. Ich hatte kein Auto, wohnte etwa 5 km von der Gemeinde entfernt und habe an allen Tagen erlebt, dass die erste Person, die ich ansprach, ob sie mir eine Mitfahrgelegenheit anbieten könnte, das auch tat – selbst wenn mein Quartier nicht auf der Strecke lag.

Ebenso großzügig waren Menschen mit Segen. Man kam mit jemandem ins Gespräch. Und wenn die Person mitbekam, dass ich Besucher war, fragte sie, ob sie segnend für mich beten darf. Ich hab den Überblick verloren, aber meiner Schätzung nach haben 50 oder mehr Menschen in den Tagen für mich gebetet. Viele haben auch von Gott Sachen für mich gehört.

Die Menschen in der Gemeinde werden trainiert,bei der Weitergabe von Impulsen darauf zu achten, dass die Impulse ermutigend und stärkend sind – aus ihrer Sicht ist Kritik und Zurechtweisung den Leitern der jeweiligen Person vorbehalten und sollte im segneten Gebet keinen Raum haben.

Manchmal sagt Gott Sachen, die einfach nur bestätigen, was man schon weiß: „Ich sehe, dass du ganz viele Bücher schreibst!“ (lustig, wenn die Person, die das innerlich gesehen hat, völlig überrascht ist, wenn man erklärt, dass man das bereits tut). Oder Gott beschreibt einfach nur, wie er einen sieht – auch das ist extrem ermutigend und berührend. Und gelegentlich gibt es auch Impulse, die wegweisend für die Zukunft sind. Ich hab in den drei Tagen dort die ganze Bandbreite  erlebt; Beschreibung, Bestätigung, Ausrichtung. .

Zusammenfassung

Was ich in den Tagen erlebt habe, war eine – gerade auch in der Anbetung – auf Jesus und sein Erlösungswerk fokussierte Gemeinde, die nicht vollkommen ist, aber Gott zutraut, mit ihnen und durch sie zu handeln.  Und die großzügig, wirklich großzügig weitergibt, was sie empfangen hat.

Gerade lese ich das Buch von Beni Johnson 40 Days to Wholeness, die zusammen mit ihrem Mann die Gemeinde leitet, ein Buch über gesunden Lebensstil, der auf angenehmene und berührende Weise das natürliche, aber auch das Seelische und Geistliche verbindet.

Als kleines PS sass ich beim Rückflug neben einer Frau aus der Gemeinde, als der Pilot ansagte, dass wir wegen schlechten Wetters nicht landen könnten, sondern 30 Minuten kreisen müssten, bis es vielleicht besser oder wir zu einem anderen Flughafen umgeleitet werden müssten. Unser Flug hatte wegen des Wetters schon 2 Stunde Verspätung. Wir beteten gemeinsam, dass Gott die Wolken wegschiebt. und keine 30 Sekunden nach unserem „Amen“  sagte der Pilot „Gute Nachrichten. Das Wetter hat sich plötzlich aufgeklärt. Wir können in 10 Minuten landen!“ Gut so.

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