Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Bücher (Seite 2 von 8)

Meine Lieblingssprüche auf Postkarten

Www.down-to-earth.deWusstet ihr eigentlich, dass wir bei uns im Verlag auch Postkarten haben? Ich hab einige meiner liebsten Sprüche und Zitate mit schönen Bildern auf Karten drucken lassen. Natürlich umweltfreundlich, klar!
So sehr ich die Effizienz von Email und sozialen Medien liebe, so schön finde ich es, einem Menschen ab und zu eine „echte“ Karte zukommen zu lassen: Den Gästen bei mir an Bord zur Begrüssung oder auch mal einem Freund oder einer Freundin.
Leider werden wir den Sektor zum Jahresende aufgeben müssen, weil der organisatorische Aufwand sehr hoch ist und das Ganze sich leider nicht rechnet.
Mein Tipp:
Deck dich ein, so lange sie noch bei uns im Shop zu haben sind.

Als Frau in christlichen Kreisen stark sein – erlaubt?

45443_10150269187565249_4517196_n„Was – in der Gemeinde hat noch nie eine Frau gepredigt – und die nehmen als erste dich – mit deiner ganzen Unkonventionalität – nicht eine gesetztere Frau?“ Meine beste Freundin sprach mal wieder ziemlich direkt aus, was sie dachte.

Es war tatsächlich so – in dieser modern-konservativen Gemeinde (modern von Musik und Technik her, konservativ von den Traditionen) war es einer Frau noch nie erlaubt worden, sich in einem Sonntagsgottesdienst hinter das Rednerpult zu stellen. Bei Seminaren, in der Jugendgruppe ja  – aber nicht im Hauptgottesdienst.  Die traditionelle Meinung war. Lehre und Predigt ist Männern vorbehalten.

Diese Tradition überprüfte man, betrachtete die biblischen Aussagen genauer und der Großteil der Leitung kam zu dem Ergebnis: Einige der Bibelstellen, die Frauen das Leiten und Lehren verbieten zu scheinen, sind tendenziös übersetzt oder aus dem Kontext gerissen: die berühmte Stelle mit dem Schweigen der Frau in der Gemeinde befindet sich in einer Passage, wo den unterschiedlichsten Gruppen gesagt wird, sie sollen – zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Kontexten – schweigen. Bei den Frauen bezieht sich das Schweigen auf Fragen,  die sie nicht zwischendurch stellen, sondern liebe zu Hause den (damals meist gebildeteren) Mann fragen soll.

Die Gemeinde hatte sich also entschieden, eine Frau sprechen zu lassen – mich. Protest gab es trotzdem. Einige, die mit der Entscheidung nicht einverstanden waren,  verließen demonstrativ den Raum, als ich zum Sprechen nach vorne ging. Andere kritisierten hinterher meine Brille, die mein Gesicht verdeckt hat (ich hatte eine Bindehautentzündung und trug ausnahmsweise keine Kontaktlinsen – werden predigende Männer auch für ihre Brillenmode  kritisiert?). Oder auch dafür, dass ich kein Power Point verwendet hatte (ähm… hat Paulus Power Point genutzt).

Nichtsdestotrotz: Ich hab´s überlebt. Die Gemeinde auch. Seitdem sind 10 Jahre vergangen.  In vielen Christlichen Gemeinden hat man ein wertschätzendes Miteinander zwischen Männern und Frauen gefunden, die gemeinsam ihre von Gott geschenkten Gaben – auch die Gaben von Lehre und Leitung – zum Wohl aller einsetzen. Hat Worte wie Gal. 3, 28, die betonen, dass Christus die herkömmlichen Beurteilungs- und Bewertungskategorien (Rasse, Herkunft, Status, Geschlecht) aufgelöst hat: „in Christus zählt weder Mann-Sein noch Frau-Sein etwas).

An anderen Orten und in manchen Gemeinden hat man noch keine klare Position gefunden. Und manche Frauen suchen nach wie vor für sich den Weg, wie sie sowohl ihre von Gott geschenkten Gaben nutzen, aber auch  die Bibel ehren und achten können, die das Ausleben dieser Gaben an manchen Stellen einzuschränken scheint.

Für die Männer und Frauen, die diese Fragen bewegen, habe ich mich in den letzten Monaten noch einmal intensiv mit den ganzen Fragen, Meinungen und Positionen rund um das Thema „Frauen, die leiten und lehren“ auseinandergesetzt. Und dann habe ich dazu ein neues Quadro geschrieben:

Starke Frauen. Befreiende biblische Perspektiven.

45494_10150269190115249_2221367_nMir war wichtig, zuerst einmal deutlich zu machen, wozu es keinen Zweifel gibt. Das Quadro zeigt deshalb zuerst das Viele auf, was klar ist: Dass Gott Männer und Frauen begabt und beauftragt hat, dieser Erde und den Menschen und Geschöpfen auf ihr Gutes zu tun. Sie sollen Gottes liebevolle Herrschaft als seine Gesandten auszubreiten.

Das ist der Auftrag. der beiden Geschlechtern gemeinsam gegeben wurde und den Gott zu keinem Zeitpunkt zurückgenommen oder nur noch einem der beiden Geschlechter anvertraut hätte. Und das, obwohl natürlich manches in beiden Geschlechtern zerbrochen ist und geheilt werden darf.

Klar ist auch, dass es durch die biblische und weltliche Geschichtsschreibung hindurch unzählige Frauen gab, die genau das getan haben. Sie haben die Welt mit ihren Gaben und Talenten und mit ihrem Mut gesegnet – manchmal still im Hintergrund, manchmal vorne dran. Einige der Frauen, die auf ihre Art und Weise geleitet und ihre und unsere Welt geprägt und verändert haben, stelle ich in dem Quadro ebenfalls vor.

Neben dem Vielen, was klar und eindeutig ist, gibt es einiges, was verwirrt und nicht zu passen scheint. Ich bin in dem Quadro auch auf diese schwierigen Stellen eingegangen – manche Spannungen lassen sich relativ leicht auflösen, wenn man den Kontext näher betrachtet. Andere nicht. Das habe ich ehrlich formuliert und stehen gelassen.

Mir hat es gut getan, mich noch einmal intensiver mit all dieser Thematik  zu beschäftigen. Es hat mir – neben einigen Fragen, die bleiben – vor allem neu die Klarheit geschenkt. Es kommt nicht so sehr darauf an, welche Chromosomen wir in uns tragen, sondern welchen Herrn!

Soweit in Kürze. Ausführlicher zu all den Themen dann in dem Quadro, von dem ich mir erhoffe, dass es vielen beim Sortieren hilft und Klarheit schenkt.

Mein Tipp:

Bestelle es dir gleich hier – am besten gleich einen 10er Pack– eines für dich und neun zum Verschenken an andere, die sich bei der Fragestellung Klarheit und einen festen Stand wünschen oder es gebrauchen könnten! 

Meine Ziele 2015 erreicht? Vielleicht

2013-01-10 15.42.20 730_319So ein Frust!!! 

Vor einem Jahr habe ich den Entrepreneurial Strenghts finder Test gemacht, um herauszufinden, wo im umternehmerischen Bereich meine Stärken liegen – oder anders ausgedrückt: Welche der 10 wichtigen Qualifikationen für erfolgreiches unternehmerische Tätigkeit ich schon entwickelt haben.

Es gab drei Kategorien (stark, mittel, schwach). Ich hatte fünf wichtige Fähigkeiten stark entwickelt, zwei mittel und drei weitere schwach. Mein Ziel für 2015 war, drei der fünf weniger starken Stärken zu trainieren und weiter auszubauen. Schon damals hab ich mir vorgenommen, den Test zum Jahresende 2015 noch mal zu machen, um zu überprüfen, ob mir das gelungen ist. Ich hab mich im Delegieren (einer meiner Schwachpunkte) geübt, versucht mehr Business Fokus (und Fokus überhaupt) zu stärken und wollte vor allem mehr Zuversicht zu gewinnen.
Jetzt hab ich den Test noch mal gemacht – und stelle fest, dass die Herausgeber die Kategorien abgeschafft haben! Man sieht also nur noch, welche Reihenfolge die einzelnen Stärken haben, aber nicht, ob sie stark, mittel oder schwach sind. Das Ergebnis: Ich weiß ich nicht, ob ich mein Ziel erreicht habe. Es ist so, als ob die anderen beim Marathon plötzlich den Zieleinlauf weggenommen haben, so dass man nicht weiß, ob man tatsächlich angekommen ist. Was für ein Frust!

Test hin oder her – was klar ist: Im Delegieren bin ich besser geworden. Das bestätigen mir auch meine Mitarbeiter. Es ist für mich immer noch ein Übungsfeld, auszuloten, wie viel Anweisung jemand braucht – hier ist noch Luft zum Wachsen.

Zuversicht in Bezug auf das geschäftliche ist in diesem Jahr gewachsen.Das zeigt sogar der Test.  Zuversicht war vor einem Jahr an Platz 6 – also vorhanden, aber nicht sehr stark. Das mag für manche erstaunlich sein, aber in Bezug auf Firmenführung war ich manchmal tatsächlich nicht so zuversichtlich. Ich hatte viel probiert, manches hat geklappt, anderes nicht und es fiel mir oft schwer, ein Muster zu erkennen. Volle Kraft investiert habe ich immer, wieso ging manches und anderes – trotz großer Anstrengung nicht. Und mein Gehalt war – trotz großer Risiken und Verantwortung – oft weit unter dem einer einfachen Sekretärin. Das fans ich schon reichlich frustrierend. Und fühlte mich oft hilflos, weil ich nicht wusste, wo ich ansetzen sollte.

Manche Sachen, die ich auch mit dem Rat von Experten probiert habe, haben einfach nicht funktioniert. Und das viele erfolglose Herumprobieren hat mich ermüdet. Im Februar habe ich dann in einem Online-Buisness-Ratgeber gelesen, dass gute Newsletter weitaus wirksamer Menschen erreichen als die meisten Social Media Sachen. Also hab ich mich darauf konzentriert, unseren Verlagsnewsletter richtig gut zu schreiben. Inhalte zu vermitteln, die Menschen inspirieren und weiterbringen. Nicht nur Werbung für Produkte zu machen (das natürlich auch). Und Menschen davon zu erzählen uns sie einzuladen, sich einzutragen. Das tue ich hiermit gleich noch: anmelden kannst du dich dafür auf unserer Down to Earth Internet-Seite)

Das Ergebnis: Nach jahrelangem Abwärtstrend stiegen die Abonnentenzahlen für den Newsletter. Und auch die Verkäufe. Wo andere Verlage aufgeben oder verkauft werden, haben wir leichten Zuwachs. An verkaufen Büchern und an Zuversicht.

Die Zuversicht geht sogar so weit, dass ich es 2016 wage, 20% meiner Arbeitszeit für ein ehrenamtliches Projekt zu investieren: Kolibri – Zusammen wohnen mit Flüchtlingen. Das ambitionierte Ziel für 2016: die politischen und praktischen Vorraussetzungen zu schaffen, dass im nächsten Jahr 10.000 oder mehr Flüchtlinge langfristig privat bei Berlinern  wohnen können. Klar werde ich von Anfang an delegieren und andere mit einbeziehen. Und so fokussiert sein wie möglich, um das Ziel zu erreichen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Ziel erreichen werden. Denn Zuversicht ist in diesem Jahr gewachsen, auch wenn der Test mir nicht ganz genau sagt, wie sehr!

Auf ein gutes neues Jahr! 

 

Ruhige Kugel und schneller Reifen…

12347593_10153790778385798_611989199215580092_nDer zweite Teil des Urlaubs im teils kalten, teils sonnigen Texas hat einfach gut getan. Ich hab bei einer befreundeten Familie mit fünf Kindern gewohnt, gutes Essen genossen und das Leben ebenso wie die Ruhe.

Bei einem leckeren Brunch in einem berühmten Grillrestaurant mit live-Gospelmusik von echten Musikverteranen – die Hälfte der Band war 70+ und sang und spielte sich die Seele aus dem Leib. Ich hab mal richtig auf Cowgirl gemacht – mit geliehenen Stiefeln. Die echten Cowboystiefel haben mein Budget dann doch überfordert – 370 Dollar!

Dazwischen hab ich gelesen, unendlich viele Tassen Kaffee getrunken – meine Gastgeber sind Inhaber einer Kaffeekette. Und ich habe viel Zeit mit Freunden verbracht und – endlich – gelernt, wie man Hula Hoop macht. Keine Ahnung warum ich so lange dafür gebraucht habe, jetzt geht es richtig gut.

Am bewegendsten war für mich, dass ich vorab in eine Ausstellung über ein Bibelmanuskript aus dem 13. Jahrhundert kam, die erst später eröffnet wurde. Ich hab erklärt, dass ich dann nicht mehr da bin und gesagt, dass mich das interessiert, weil ich ´ne Biographie über Gutenberg geschrieben habe. Was stimmt. Ich hab allerdings nicht erwähnt, dass die Kompaktbiographien in unserer Weltveränderer-Serie nur 32 Seiten lang sind. Trotzdem habe ich mit lange und intensiv mit ihm beschäftigt.

2015-12-03 16.10.07Die Bibel dort war ein Unikum. Vierfarbige Blätter – das erste Quadro ? – mit je vier Szenen zu einer Geschichte. Wunderschön, detailreich gemalt – mit sehr europäisch gekleideten biblischen Gestalten, aber das war damals einfach so. Die Bibel wurde in Frankreich hergestellt, später ging sie nach Polen. Dort schrieb man lateinische Kommentare unter die Bilder.  Weiter ging´s nach Persien. Da wurden dann untendrunter oder auch mal quer persische Ergänzungen angefügt, die dann von einem persischen Juden auf persisch, aber mit hebräischen Buchstaben wiederum kommentiert wurden. Die einen Kommentatoren beschwerten sich über die anderen, die ja von nichts ´ne Ahnung hatten. Also ein lebhafter theologischer Diskurs. Und ein paar Seiten, die den moslemischen Herrschern nicht ganz in die Ideologie passten, wurden rausgetrennt, sind aber glücklicherweise in anderen Museen erhalten geblieben.

2015-12-03 16.24.20-1Mir gefiel die Optik, der Detailreichtum und nicht zuletzt der Humor. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Bilderbibel mit dem nackten Hintern von König Saul sehen würde. Er erledigte in einer Höhle seine Notdurft. David, den er verfolgte, schnitt heimlich ein Stück seines Mantels ab, lies Saul aber am Leben. Heutige Bibelausgaben sind da um einiges dezenter in der bildlichen Darstellung.Ich vermute das leuchtende Gold auf der rechten Seite soll die Größe der Gnade und Barmherzigkeit Davids, der damit auch Gottes Herz widerspiegelt, zum Ausdruck bringen. Das finde ich wunderschön.

Leider bin ich gegen Ende der Zeit krank geworden, eitrige Halsentzündung. Was die Freude dann etwas minimiert hat. War aber trotzdem richtig schön.

Danke, Leben! Mein neues Buch ist da!

011742773_10155874665585249_435241371224756022_nMein neues Buch ist da: Danke, Leben! 365 Impulse, die Fülle zu entdecken. Ein Impulsbuch für jeden Tag des Jahres. Mit Texten von mir und anderen im Quadro-Stil. Es war soooo viel Arbeit für mein Team und mich, 365 Texte zu 12 Themen rund ums Leben zu bearbeiten oder ganz neu zu schreiben, aber jetzt bin ich glücklich. Auch grafisch ist es mal wieder sehr schön geworden. „Normal“ ist uns zu langweilig.

Früher nannte man so was Andachtsbuch, weil einer etwas angedacht hat, was man dann selbst weiterdenken konnte. Aber ich mag den Ausdruck „Impulsbuch“ lieber. Und hoffe, dass es dir und anderen viele gute Impulse gibt. Du kannst bis Januar warten – oder das Jahr der frischen Impulse schon jetzt beginnen lassen und mit den 31 Tagen starten, deren Thema dich am meisten interessiert.

11403005_10155874708945249_1454177899515789439_nGleich bestellen! Wenn du magst, auch gern handsigniert, von mir für dich. Das dann aber bei der Bestellung bitte als Kommentar dazuschreiben!
http://down-to-earth.de/startseite/buch-danke-leben.html

Segnen heißt…. ein Text von Bonhoeffer

Bonhoeffer biographieSegnen heißt:
Die Hand auf etwas legen und sagen:
Du gehörst trotz allem Gott.
So tun wir es mit der Welt,
die uns solches Leid zufügt
Wir verlassen sie nicht.
Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht,
sondern wir rufen sie zu Gott.
Wir geben ihr Hoffnung,
wir legen die Hand auf sie und sagen:
Gottes Segen komme über dich.

Wir haben Gottes Segen empfangen
im Glück und im Leiden.
Wer aber selbst gesegnet wurde,
der kann nicht mehr anders
als diesen Segen weitergeben,
ja, er muss dort, wo er ist,
ein Segen sein.
Nur aus dem Unmöglichen
kann die Welt erneuert werden,
dieses Unmögliche ist der Segen Gottes.

Dietrich Bonhoeffer am 8.6.1944 DBW 8, 675
zit nach Jochen Arnold, Ralph Kunz, Christine Tergau-Harms Behütet auf dem Weg Sendung und Segen im Kirchenjahr

Zum Vertiefen:

Bonhoeffer Kompaktbiographie. Dietrich Bonhoeffer. Einer der standhaft blieb.

Quadro: Segen erfahren. Lebenskraft empfangen und weitergeben.

Ich liebe Adventskalender

2014-11-12 14.00.32Ich gestehe: Ich liebe Adventskalender und auch Adventskränze – für mich ist das eine der schönsten Traditionen, die wir Deutschen entwickelt haben. Ich mag die in allen Arten und Gestalten:

Adventskränze

– ganz klassisch rot und grün mit Tanne

– ganz modern mit weiß, Glas

Adventskalender

– Die kommerziellen – mit einem Stück Schokolade pro Tag in ganz verschiedenen Formen.

– selbstgebastelte mit lauter Überraschungen.

– Kalender mit täglich einem Spruch.

– …

Was ich daran mag?

An Adventskränzen: Die Erinnerung daran, dass die meisten Entwicklungen Prozesse sind… das immer heller werden…Woche für Woche…

An Adventskalendern: Das Gefühl, morgens aufzustehen und von einer lieben Überraschung in den Tag begrüßt zu werden, ist einfach wunderschön… vielleicht besonders, wenn man wie ich alleine lebt und niemanden hat, der morgens flötet: „Guten Morgen, Schatz!“ (oder, um realistisch zu bleiben, knurrt: „Was, jetzt schon Aufstehen?!). Täglich mit dem Gefühl, geliebt zu sein, in den Tag zu starten, ist einfach schön.

Das geht mir auch manchmal so, wenn ich morgens die Losungen – einen von anderen ausgewählten / ausgelosten Bibeltext für jeden Tag – lese. Da bin ich vorher auch neugierig und gespannt. Was wird mich heute ansprechen, ermutigen, korrigieren, überraschen?

Seit Tagen bin ich neugierig und gespannt… und hoffe… bei IKEA gibt es sogar einen, in dem neben der Schokolade auch Gutscheine für Möbel versteckt sind… den hätte ich natürlich riesig gern… in der Hoffnung, dass es das Gestalten des Schiffes leichter macht…

Vielleicht denke ich so viel an Adventskalender, weil ich gerade fast täglich den Adventskalender verpacke und verschicke, den wir selbst gestaltet haben und so das Thema „Adventskalender“ ständig präsent ist. Ich finden den wirklich toll – für Einzelne oder auch Büroteams und Familien. Mit 25 Impulsheften und einem Quadro als Weihnachtsgeschenk – für eine wirklich inspirierende Adventszeit… den, wie wir finden klügste Adventskalender der Welt… 

Wunschzeit - Impulsheft für Menschen, die ihre Wünsche entdecken wollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einen Adventskalender, den ich auf alle Fälle in der Adventszeit nutzen werde ist Wunschzeit.  Ein 24-Tage-Impulsheft, das mit Zitaten und Fragen Impulse gibt, den eigenen Wünschen und Träumen auf die Spur zu kommen… und Wege der Erfüllung zu entdecken.

Hach, ich freu mich auf die Zeit!

 

 

 

Advent: Statt fett lieber klug werden

2014-11-09 19.25.46Wenn die ganze Welt schweigt, macht eine Stimme den Unterschied. – Malala Yousafzai, 15-jährige pakistanische Friedensnobelpreisträgerin 2014, die sich für das Recht von Mädchen auf Bildung einsetzt.

Am 9. November war es so weit. Ich hab den Hebel umgelegt. Ein Ballons der „Lichtergrenze“ erhob sich in die Luft… als Erinnerung daran, dass vor 25 Jahren die Mauer gefallen war. Ich war eine von 8000 Mitwirkenden… zusammen haben wir die „Mauer“ zum Einsturz gebracht. So wie damals… als die Gebete, Proteste vieler Menschen und die dummen und weisen Handlungen von Verantwortlichen zum Falle der Mauer führten.

Was mich dazu bewegt: Jesus sagt von sich, dass er das Licht ist, das in die Welt gekommen ist. Daran erinnern wir uns in der Adventszeit – freuen uns daran, dass er uns Licht gebracht hat. Aber Jesus sagt auch: „Ihr seid das Licht der Welt.“

Lichter gibt es in unterschiedlichen Größen. Manche leuchten weit. Das sind Menschen, die wir als „Weltveränderer“ bezeichnen und in den „Weltveränder-Impulsheften“ portraitieren. Weltveränderer, weil sie ihre Talente und ihren Einfluss nutzten, um in Religion, Politik, Wirtschaft, Bildung oder Kunst Veränderung zu bringen. Von solchen Menschen kann man sich inspirieren lassen – selbst Licht zu sein.

Mein Team und ich haben uns etwas ausgedacht – für alle, die in der Adventszeit nicht fett, sondern weise werden wollen:

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Der klügste Adventskalender der Welt! 24 Tage Inspiration durch Menschen, die die Welt verändert haben. Die Weltveränderer-Impulshefte laden ein zu einer Zeit des Nachdenkens über Ideale, Sinn, Werte und Engagement für andere.

Die Weltveränderer sind Kompaktbiografien beeindruckender Persönlichkeiten. Man hat nicht die Zeit über alle eine ausführliche Biographie zu lesen. Die Weltveränderer sind kurz, knapp und bringen dennoch das Wesentliche der Person zum Ausdruck: Ihre Kämpfe, ihre Schlüssel zum Erfolg. Auch als Anregung für das eigenen Leben.

Der klügste Adventskalender umfasst:

Wunschzeit. Der Advents-Begleiter mit täglich einer Frage zum Nachspüren, Horchen auf die eigenen Wünsche und Platz für Notizen.

19 Weltveränderer für die Adventswochentage – z.B. Mutter Teresa, Franz von Assisi, Martin Luther King, Charlie Chaplin, Johann Sebastian Bach, Margarete Steiff…

4 besinnliche Worte-Impulshefte für die Adventssonntage: Worte der Hoffnung, des Segens, zur Stille und des Lebens.

Weihnachtsgeschenk: Quadro Gottes Vaterliebe. Die Liebe des Vaters erleben. Weil das der Kern von Weihnachten ist.

Es ist wohl die wunderbarste und klügste Art, den besinnlichen Advent zu begehen. Egal ob allein, mit Familie oder im Team und mit Kollegen.

Sonderpreis:

Alles zusammen zum Advents-Angebotspreis von 55 € (statt 65 € bei Einzelbestellung).
Hier gibt es den tollen Adventskalender!

Natürlich kannst du Wunschzeit, die Weltveränderer – und Worte-Impulshefte und das obige und weitere Quadros auch einzeln bestellen. Sie eignen sich wunderbar, um sich selbst und anderen Menschen eine Freude zu machen – nicht nur zur Weihnachtszeit…

Toll als Adventsbegleiter ist – finde ich zumindest – auch mein Quadro „In seiner Hütte“, das zur nahen und herzerwärmenden Begegnung mit Gott einlädt.

Ich bin einfach stolz und dankbar – für die Menschen, die die Welt verändert haben, für mein Team, mit dem ich so tolle Sachen publizieren kann. Und für euch, mit denen ich Dinge teilen kann.

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Gerichtsprozess überstanden

So, jetzt hab ich den ersten – und hoffentlich letzten – Gerichtsprozess meines Lebens hinter mir.

Negativ

– Die Richterin hatte sich offensichtlich kaum vorbereitet, kannte die Fakten nicht. Die Referendarin, die sich – nach den Worten der Richterin – intensiv mit dem Fall beschäftigt hatte – schlief fast ein.

– Die Richterin schnitt meiner Anwältin und mir gelegentlich das Wort ab. Das war unangenehm.

– Die Gegenseite behauptete, sie hätten den Urheberrechtsnachweis nicht gesehen. Und vermuten, dass wir den nachträglich eingefügt hätten. Die Richterin nahm das so zu Protokoll, ohne Belege zu fordern.

– Die Richterin sagte, dass die Lizenzbestimmungen von Photocase, wo wir die Lizenz erworben hatten, denkbar schlecht formuliert sind – und, wenn sie nicht eindeutiger formuliert werden, wohl auch künftig Anlass zu Rechtsstreit geben werden.

Positiv

– Ich hab gut geschlafen. Nach der Anspannung vorher keine Selbstverständlichkeit.

– Die Richterin erkannte ganz klar an, dass das Bild einen Urheberrechtsnachweis hatte. Damit sind 50% des Falls erledigt.

– In der Klage ging es nur um einen Bildschirmhintergrund. Die Fotografin wollte kurz vor dem Prozess die Klage noch nachträglich auf den Kalender, in dem das Bild auch vorkam; erweitern. Es war bei Gericht klar: Es geht nur um den Bildschirmhintergrund.

– Ich konnte der Fotografin am Ende noch mal dafür danken, dass wir mit Hilfe ihres Bildes einen Brunnen bauen und 300 Menschen in Afghanistan mit Wasser versorgen konnten.

Offen

Der Ausgang. Jetzt muss die Richterin noch mal alle Argumente lesen und eine Entscheidung fällen. Es ist für mich ein Anliegen, dass das klar, sauber und eindeutig – und natürlich zu meinen Gunsten fällt. Ich habe das Bild korrekt gekennzeichnet mit der richtigen Lizenz verwendet – und hoffe und bete, dass mir auch vor Gericht Recht gesprochen wird. Das wird vermutlich in den nächsten Wochen oder Monaten der Fall sein – bis dahin muss ich abwarten.

Stress und Solidarität auf allen Kanälen

KöpfeDas Wunderbar an Solidarität ist, dass man sie manchmal bekommt – auch von ganz unerwarteter Stelle.

Das Dumme an Solidarität ist, dass man dann, wenn man sie erlebt, sie oft auch bitter nötig hat.

Die letzten Wochen waren für mich ziemlich hart. Es ist viel „Kleinscheiß“ passiert. Meine nette Nachbarin hat mir ihr Auto geliehen, um Sachen zum Schiff zu transportieren. Beim Beladen ist eine Abdeckung und ein Hebel etwas an ihrem Auto kaputt gegangen. Meine Haftpflichtversicherung weigert sich, den Schaden zu übernehmen. Kein Kleinscheiß, auch wenn ich noch nicht genau weiß, was das kostet. Dann leckte meine Badewannenabfluss und verursachte beim Nachbarn unter mir einen Wasserschaden. Dann ging die Mischbatterie am Badezimmerwaschbecken kaputt. Als die repariert war platzte der Duschschlauch und das Scharnier war so fest, dass mir die Kraft fehlte, es zu lösen. Einen Tag nachdem das wieder repariert war, ging der Spülkasten kaputt. Alles innerhalb von kurzer Zeit. Teuer. Nervig. Zeitraubend. Anstrengend.

Doch das Schlimmste ist, dass ich gerade im Rechtsstreit mit einer Fotografin stehe.

Für unseren Benefizkalender 2014 und einen für Werbezwecke erstellten Gratis-Desktophintergrund habe ich ein Foto von einer Bildagentur verwendet. Mein Grafiker hat wie üblich die Lizenzen dafür erworben, den Kalender und das Download mit Urheberrechtshinweisen versehen. Alles bestens. Dachte ich.

Im April habe ich eine Klage vom Anwalt der Fotografin bekommen, mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung und der Lizenzverletzung. Von mir geforderte Summe für den Schaden gut 1700 Euro plus 805 Euro Rechtsanwaltsgebühren. Steile Sache für ein Bild für das die Lizenz 12 Euro kostete. Ich versuchte, das mit der Fotografin direkt zu klären, doch das scheiterte. Am Ende konnte ich mit einem eigenen Anwalt und auch mit Hilfe der Rechtsabteilung der Agentur bei der die Lizenz erworben wurde, belegen, dass weder Urheberrechtsverletzung noch eine Lizenzverletzung vorliegt. Nach deutschem Recht muss dann die Gegenseite die angefallen Kosten zahlen.

Das kleine Problem. Die Gegenseite akzeptiert das nicht. Und kämpft mit allen Mitteln weiter.

Nur zwei von vielen Beispielen:

Abgeschnittene Beweisfotos: Die Fotografin hat sich – das rechne ich ihr hoch an – per Mail bei mir entschuldigt, dass sie unachtsam war und den vorhandenen Urhebernachweis übersehen hat. Dennoch legt ihr Anwalt legt als „Beweis“ dafür, dass der Urhebernachweis fehlt dem Gericht einen Ausdruck des bei, Merkwürdigerweise ist das  Bild ausgerechnet am linken Rand um ca. 1 cm abgeschnitten ist – dort wo der Urhebernachweis stand. Zum Glück war das so dilettantisch gemacht, dass man die abgeschnitten Schrift noch erkennen kann, wenn man genau hinsieht. Heftig ist sso ein Vorgehen es trotzdem.

Spannendes Argumentation: Der Anwalt wirft mir vor, dadurch eine Urheberrechtsverletzung begeangen zu haben, dass ich die Fotografin nicht im Impressum unserer Internet-Seite nenne. Als „Beweis“ legen sie einen Ausdruck meines Impressums vom 10. Oktober bei. Da wir seit Mai einen neuen Kalender im Shop haben ist das Bild natürlich längst nicht mehr auf unserer Seite. Also werfen mir vor, ein Bild nicht im Impressum zu erwähnen, dass es auf unserer Seite gar nicht mehr gibt. Interessant.

Das Ganze ist emotional wie praktisch sehr stressig. Ich habe bisher schon eine Arbeitswoche in diese dumme Auseinandersetzung gesteckt – meine Zeit würde ich lieber für was anderes verwenden. Die Gegenseite bestreitet alles: Dass ich die Anwältin beauftragt, mit ihr gesprochen, sie und Mitarbeiter, die ich mit Recherche beauftragt habe, bezahlt habe. Ich muss für alles Belege ranschaffen.

Zugleich macht es mich fertig, dass Menschen so gegen mich agieren. Klar handeln sie für sich und ihre Interessen, aber doch sind die Auswirkungen schädigend gegen mich. Gestern – als ich mich intensiv damit beschäftigt habe – hat mich das sehr angespannt. Heute war ich immer noch super angspannt und fertig. Ich hab am Morgen erst mal gebetet und dann überlegt und notiert, was mir für den Prozess, der am nächsten Freitag stattfindet, wichtig ist um innerlich Klarheit zu gewinnen. Das half etwas.

Ich merkte, dass es mir einfach nicht gelang, aus der Anspannung wieder herauszukommen. Dieses Gefühl, wenn man gern weinen möchte, aber nicht kann. Ich weiß, dass ich, wenn es mir so geht – zum Glück sehr selten – einen empathischen Menschen brauche, der mir durch seine Resonanz hilft, meine eigenen Gefühle wahrzunehmen. Ich schreib einer Freundin, die das super gut kann, eine SMS und fragte, ob sie Zeit für ein Gespräch hätte, bekam aber keine Antwort.

Dann leitete mir eine Mitarbeiterin eine warme Mail einer Kundin weiter, in der stand: „Ihr macht eine klasse Arbeit, solches Material zu verlegen, alle Achtung!“

Die warmen Worte brachen den Damm – plötzlich konnte ich weinen und all den Schmerz darüber, so behandelt zu werden, rauslassen. Das tat richtig gut.

2014-10-31 19.17.31Im Lauf des Tages und schon vorher habe ich einiges an richtig toller Solidarität erlebt:

  • Eine Freundin fragte, ob mir ein Kredit helfen würde, die vielen Reparaturen zu zahlen.
  • Eine andere Freundin, die einen Mailverteiler mit 5000 Adressen hat, erwähnte meine Situation in einer Mail und bat ihre Leser für mich und die Situation zu beten.
  • Der Bootsbauer, der mir am Schiff hilft, besorgte im Baumarkt einen neuen Spülkasten – leider passen die Anschlüsse nicht – und kam zu mir, um ihn zu montieren.
  • Eine Anwältin (nicht die, die den Prozess betreut, sondern eine andere), der ich geschrieben habe, dass ich unsicher bin, wie man sich vor Gericht verhält, hat mir eine drei Seiten lange Mail mit den wichtigsten Punkten geschrieben. Die ist so klasse, dass man sie – natürlich ohne den Bezug auf den Fall – fast als Leitfaden veröffentlichen könnte.
  • Ein Punk, hat mich heute gefragt, wie es mir geht. Als ich ihm kurz von dem Prozess erzählte, fragte er:  „Hast du die Adresse von dem Anwalt? Hast du dir schon mal überlegt, da mal hinzugehen? Und als ich verneinte ergänzte er: „Ich kenne da ein paar Leute für die groben Sachen!“ Ich hab ihm dann gesagt, dass ich Konflikte doch eher anders löse. Aber mich hat es trotzdem sehr berührt, dass er mir auf seine Art sagte: Du, ich lass dich da nicht allein, ich wäre bereit, dir zu helfen.

Und auf dem Nachhauseweg vom Schiff, dem ich heute etwas Rost entwendet und neue Farbe gespendet habe, traf ich eine Frau, die ab und zu am Schiff mitgeholfen hatte. Ihr ging es gerade nicht gut, weil sie viel Stress in ihrer Ausbildung hatte. In meinem Herzen war wieder Platz zum Zuhören, wir aßen eine Suppe zusammen – ich aß, sie sah zu – und ich konnte ihr ein Stück weiterhelfen.

Solidartität ist toll. Auch wenn ich auf die Probleme, die sie erforderlich machen, manchmal gern verzichten würde.

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