Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Coaching (Seite 1 von 3)

Die These an meiner Lebenstür

Das vielerorts gefeierte Reformationsjubiläum ist ein guter Anlass, darüber nachzudenken, wie denn Reformation im eigenen Leben aussehen könnte.

Luther hat sich mit seinen Thesen gegen Überzeugungen gewandt, die das entspannte (Glaubens)-Leben nicht förderten, sondern eher behinderten. Und lautstark seine Gegen-Sätze zu diesen einschränkenden Überzeugungen in die Welt gerufen. Dass der Stein, den er damit ins Rollen brachte, auch die eine oder andere Struktur mitriss, war so wohl nicht beabsichtig, aber das ist eine andere Geschichte.

Meine These

95 Thesen sind mir etwas zu viel des Guten. Simplify und minimalistischer Lebensstil sind ja in. Auch in meinem Kopf. Also hab ich mich auf einen Satz beschränkt, der mein Leben einschränkt.

„Du musst es schaffen!“

Dieser Satz ist ebenso umfassend wie unerbittlich. Er sagt: „Alles, was dir an To-Dos auf den Schreibtisch, ins Haus, in Gedanken, in Begegnungen in dein Leben kommt, das musst du schaffen!“ Wie grausam. Wie unbarmherzig. Wie ungnädig.

Meine Frage ist nicht: „Wie finde ich einen gnädigen Gott?“ Dank Luther ist das ja schon mal sortiert: Durch das, was Christus getan hat, erhalten wir Gottes Gnade als Geschenk.

Meine Frage ist viel mehr: „Wie bekomme ich ein gnädiges Ich!“ 

Nachdenken

Mir hilft da erst mal Nachdenken. Diesen Satz habe ich von meinen Eltern übernommen. Die lebten auf einem Bauernhof. Da musste man die anstehende Arbeit schaffen, um versorgt zu bleiben, um zu überleben: Die Tiere mussten gefüttert werden, sonst würden sie sterben. Die Ernte musste eingebracht werden, sonst würde sie verderben.

Der Satz war und ist sinnvoll in Situationen, in denen das Überleben bedroht ist. Wenn man auf der Flucht um sein Leben rennt oder ein Sturm die Ernte bedroht, dann kann der Satz „Du musst es schaffen, sonst stirbst du!“ helfen, letzte Energiereserven zu aktivieren. Und das Leben zu sichern.

Der Unterschied zu heute ist, dass die Arbeit damals tatsächlich begrenzt war – durch die Größe der Felder und die Anzahl der Tiere. Damals konnten Menschen nicht einfach mit ein paar Klicks auf einer Tastatur anderen Menschen Aufgaben aufbürden, die Zeit und Mühe kosten.

Mails sind To-Dos, die andere für dich schreiben.  – Christine Carter

Anderes als früher haben Aufgaben heute fast keine Grenzen mehr. Zu denken, man müsste oder könnte alles schaffen, was irgendwie an Aufgaben an einen herangetragen wird, ist Anmassung und Hybris.

In dem  Satz „Du musst es schaffen!“ schwingt innerlich jedoch noch die gleiche Bedrohung des Lebens mit, die frühere Generationen empfunden haben, wenn sie ihn sagten.

Wir denken: „Du musst es schaffen, sonst ist dein Leben bedroht!“ Und realisieren oft gar nicht, dass gerade das Viele „schaffen müssen“ uns Kraft, Gesundheit und Leben raubt.

Nachfühlen

Negative Sätze sind nicht nur in unserem Denken abgelegt, sondern über Hormone und körperliche Reaktionen auch in unserem ganzen Körper. Der Satz „Du musst es schaffen!“ löst Stress und Angst aus.

Weil ich das weiß, habe ich mir erst einmal die Zeit genommen, zu spüren, wo im Körper und in der Seele ich diesen Satz spüre. Ganz klar im Nacken. Etwas auch im Bauch. Und dann durch gezielte rechts-links-Bewegungen, die ich aus dem Coaching kenne, den körperlichen Stress, der mit diesem Satz verbunden ist, neutralisiert. (Mehr dazu im Quadro „Blockaden lösen„)

Das tat gut.

Gegensatz finden – neue These

Vermutlich wird der Satz „Ich muss es schaffen!“ immer mal wieder in meinen Gedanken auftauchen. Ich habe mir überlegt, was ich dazu als Gegenthese brauche. Ganz klar war mir: Ich wollte mich nicht von dem „es“ herumkommandieren lassen. Nicht es bestimmt, sondern ich will bestimmen, ob ich es tue.

So heißt mein neuer Satz jetzt in Übereinstimmung mit dem, dass ich mich als die Regentin meines Lebens sehe:

Ich entscheide, was ich jetzt tue!

Und ergänzend dazu noch einen weisen Rat an mich selbst.

Nimm nicht mehr To-Dos an, als du auch wieder loswerden kannst.

Ich glaube, mit diesen beiden Sätzen habe ich eine gnädigere Lebensregentin gefunden als die alte mit ihrem dummen „muss“!

Das ist eine echte Reformation.

P. S: Ach ja…immer wenn ich an Luthers Thesen denke, erinnert mich das daran, dass ein Kind in einem Schulaufsatz mal schrieb: „Dann nagelte Luther seine Prothesen an die Tür.“ Die Vorstellung hat auch was.

Merken

Kleines Glück

Schon seit einer ganzen Weile habe ich mir gewünscht, mit meinen Fähigkeiten als Coach geflüchtete Menschen dabei unterstützen zu können, stressige Erlebnisse effizient zu verarbeiten. Bisher hat das aus verschiedenen Gründen – von Kommunikation bis zur anderen Faktoren – nie so richtig geklappt.

Heute hatte ich das erste Coaching mit einem geflüchteten jungen Mann. Ich arbeite ja mit Wingwave, einer Methode, mit der man den Stress erst genau fokussiert, indem man nach den inneren Bildern, Gefühlen, Körpergefühlen und negativen Selbstaussagen fragt, die mit einer bestimmten Situation verbunden sind.

Das könnte dann zum Beispiel so klingen:  Immer wenn ich an Hunde denke, sehe ich den kläffenden Hund der Nachbarn vor mir, ich spüre Angst, meine Schultern ziehen sich zusammen und ich denke: Ich bin dem ausgeliefert.

In meiner Erfahrung mit deutschen Klienten habe ich oft sehr erstaunte Blicke geerntet, wenn wir über ein Gefühl sprachen und ich dann fragte: Wo im Körper spüren Sie dieses Gefühl? Viele konnten das überhaupt nicht benennen. Nicht so der junge Mann aus Syrien. Er fand es nicht leicht, die passende Szene zu finden, aber bei der Frage nach der körperlichen Wahrnehmbarkeit des Gefühl kam es wie aus der Pistole geschossen: „Im Bauch“, „Im Herzen“, „Im Kopf“, „In den Wangen!“ usw.

Das hat mich richtig fasziniert. Und gefreut… die Freude… die spüre ich im Herzen und im Kopf. Und im Mund. Der lächelt.

Was ich wähle, ist das Handeln

Am 24. 9. haben wir Deutschen gewählt – genauer gesagt 75,6%  von uns.

Seit das Wahlergebnis fest steht – mit 12,6 % Stimmen für die AfD – ist in den Massenmedien und sozialen Medien der große Ärger und das große Jammern ausgebrochen. Ich poste auf Facebook in der Regel nichts zu politischen Themen, weil in diesem Medium eine echte inhaltliche Auseinandersetzung, Dialog usw. nur sehr begrenzt möglich ist. Und verkürzte Darstellungen niemandem weiterhelfen.

Einzige Ausnahme – ein Spiel mit Worten, das ich mir nicht verkneifen konnte.

Finde den Unterschied:
Die AfD jagt und klammert.
Der Rest klagt und jammert.

Ich will auch auf meinem Blog keine politische Diskussion starten. Dafür ist an anderer Stelle Platz.  Nur so viel: Ich will keine Partei wählen, bei denen ich noch nicht mal die Wahlplakate verstehe – etwa: „Berlin ist das Tor zur neuen Seidenstrasse“.

Wählbar ist für mich auch keine, die allen Ernstes noch Plakate mit „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ Werbung macht und damit zeigt, dass sie weder sprachlich noch inhaltlich in der Gegenwart angekommen ist. (Kein Witz, die Plakate der alten kommunistischen Parteien hingen in meiner Umgebung, ich hab´s leider verpasst, sie zu fotografieren.)

Wählbar ist für mich auch keine Partei, die sich nicht von rechtsradikalen Menschen in ihrer Mitte und ihrem Umfeld abgrenzen kann oder will. Das hat für mich weniger mit der Vergangenheit unseres Landes zu tun, als vielmehr mit der Gegenwart und Zukunft: Es gehört zu meinen Werten, Menschen aller Herkunft zu achten und wo es möglich ist, Schwächere im Rahmen unserer Kräfte zu unterstützen.

Soweit zur Erklärung und Abgrenzung.

Ich ärgere mich nicht

Als ich das Wahlergebnis und die empörten, verärgerten, klagenden Reaktionen in den sozialen Medien las, hab ich mich gefragt, was ich jetzt tun kann. Betonung auf ich. Punkt.

Verachten will ich niemanden – auch nicht, wenn er andere Werte wichtig findet als ich und anders wählt als ich. Ich weiß, was mir wichtig ist und was ich will und hoffe es gelingt mir, Menschen auch dann mit Respekt zu begegnen, wenn wir Dinge anders sehen.

Ärgern, wo man nichts mehr ändern kann, hielt ich schon immer für Energieverschwendung. Ein Seminar bei Dirk Eilert am Wahlwochenende hat das noch einmal bestätigt. Er sagte sinngemäß:

„Ärger ist eine Emotion, die dazu dient, Energie freizusetzen, um Hindernisse zu beseitigen. Können sie nicht beseitigt werden (etwa, wenn man in einem Stau steht), bringt einem Ärger nichts – im Gegenteil. Hier könnte Trauer eine angemessenere Reaktion sein.“

Ärgern über etwas, was nun schon Vergangenheit ist und mich empören – das wollte ich nicht! Was dann?

Ich spürte Traurigkeit. Wenn ich daran denke, dass einige Millionen Menschen für die „Alternativen“ die ihnen in der AfD angeboten werden, Werte in Kauf nehmen, die ich nicht gut heiße, schmerzt mich das. Und ich frage mich, was ich tun kann.

Was ich jetzt tue – Alternativen zur Alternative suchen

Ich fühle mich zu 1/80 Millionstel für das Wahlergebnis und auch für mein Land verantwortlich. Nicht für alles, aber für etwas. Und ich habe überlegt, was ich jetzt tun kann, will und möchte.

Kein Wahlplakat, sondern ein uraltes Schild in einer Berliner U-Bahn.

Meine Ideen: 

  • Mit AfD Sympathisanten  im eigenen Umfeld reden. Ich hatte nur ein einziges Gespräch mit einer Freundin, die frustriert über die etablierten Parteien war, und mit dem Gedanken spielte, AfD zu wählen. Sie war verwirrt, wie sie sich angesichts der oft tendenziösen Presse zurechtfinden konnte. Wir haben uns lange unterhalten, ich habe ihr erzählt, woran ich mich in dem Ganzen orientiere. Und ihr noch en paar Links geschickt. Wo sich künftig Gelegenheiten ergebe, will ich weiter verständnisvoll für die echten Fragen der anderen und auch klar für meine Werte kommunizieren.

 

  • Im Osten unseres Landes Urlaub machen. Wenn man in Berlin lebt, ist das ja eigentlich nicht so weit. Ich nutze Urlaub meist, um Freunde zu besuchen. Wenn man den Analysen glauben darf, ist die Perspektivlosigkeit einer der Hauptgründe, dass dort die AfD so viele Stimmen bekam. Die Jugend wandert ab, es gibt zu wenig Arbeit für die, die bleiben. Um etwas zur Verbesserung beizutragen, will ich  in den nächsten 4 Jahren 4 x 4 Tage Urlaub im Osten Deutschlands machen. Wenn es sich ergibt, will ich mit Menschen, die da leben ins Gespräch kommen.

 

  • Geflüchtete coachen. Menschen, die geflüchtet sind, haben oft viel Stress in den Knochen. Das kann alter Stress durch Krieg und Flucht sein oder der Stress, in einem neuen Land anzukommen. Ich bin überzeugt davon, dass Menschen, die Stress abbauen konnten (ob allein oder mit Coach), besser in einer neuen Umwelt ankommen. Und dass es dann nicht nur ihnen besser geht, sondern das nebenbei (hoffentlich) auch rassistisch gesinnten Menschen etwas Wasser aus den Mühlen nimmt. Von daher möchte ich zwei Coachingstunden pro Monat geflüchteten Menschen gratis oder reduziert zur Verfügung stellen.

Das ist mein Plan oder sagen wir mal der erste Entwurf. Die Wahl war ja erst gestern. 

Gern würde ich von dir hören:

  • Was hältst du davon?
  • Was willst du jetzt machen?

Ich bin gespannt auf deine Kommentare.

Bedürfnisse erfüllen: Glücklich, wer vier Wege hat

Buchtipp der Woche für alle, die mehr als einen Weg finden wollen, ihre Bedürfnisse zu erfüllen

In Coaching-Gesprächen höre ich oft: „Mein Partner (oder Freund oder Chef oder Freundin/Chefin/Mutter) ist zu still. Zu passiv. Macht zu wenig Komplimente usw.“

Ich als Coach höre dahinter: Ich habe ein Bedürfnis, z. B. nach Wertschätzung, Entlastung usw., das der andere nicht erfüllt.

Ich spüre die Wut, den Ärger oder die Hilflosigkeit, die das bei meinen Coaching-Gästen auslöst. Sie sehen nur einen Weg, das Bedürfnis erfüllt zu bekommen: Der andere soll etwas tun. Wenn dieser Weg blockiert ist, weil der andere nicht will (sein gutes Recht), dann ist man tatsächlich hilflos.

Es sei denn, man ist kreativ genug, viele verschiedene Wege zu finden, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Viele Anregungen dafür fand ich in einem Buch:

COach dich selbst, sonst liebe dich keiner

Ich würde das Buch eher nennen: Sorg gut für dich selbst und lade auch andere ein, dir Gutes zu tun. Wege zur Erfüllung der eigenen Bedürfnisse entwickeln.

Denn es ist ein inspirierendes Buch, das helfen kann, eigene Bedürfnisse zu erkennen und dann Wege zu finden, sie zu erfüllen – entweder indem man selbst dafür sorgt oder andere Menschen um Unterstützung bittet.

Für viele Bedürfnisse nennt sie selbst eine ganze Reihe von Ideen, wie man sie erfüllen kann. Nicht alles passt für jeden, aber ihre Listen geben eine Vielzahl von Anregungen.

Ein Schwachpunkt:

An manchen Stellen empfinde ich ihre Definition von Bedürfnissen etwas durcheinander und unklar: Recht haben nennt sie z. B. ebenso als Bedürfnis wie geliebt werden.

Kerstin Hack Gewaltfreie Kommunikation

In der Gewaltfreien Kommunikation würde man Recht haben eher als eine (erlernte) Strategie definieren, um ein echtes Bedürfnis, z. B. Autonomie/Sicherheit zu erfüllen.  In meinem Quado Gewaltfreie Kommunikation liste ich die grundlegenden Bedürfnisse des Menschen auf.

Insgesamt überwiegt das Inspirierende und die kreativen Ideen, die sie hat, um Bedürfnisse zu erfüllen.

Ich habe das Buch schon vor einigen Jahren gelesen und merke, dass mich der Gedanke befreit, dass ich immer wenigstens drei Wege zur Verfügung habe, für etwas zu sorgen, was ich brauche. Wenn ich – als gläubiger Mensch – auch noch den Dialog mit Gott und Bitten an ihn als weitere Möglichkeit sehe, habe ich sogar vier Wege.

Diese Erkenntnis hat meine Beziehungen entlastet: Wenn andere Menschen mich in der Erfüllung meiner Bedürfnisse unterstützen möchten, erlebe ich das als Geschenk. Unterstützung durch andere ist und bleibt eine meiner Lieblingsstrategien.

Wenn sie mich gerade nicht mit Wertschätzung, Unterstützung oder Wärme beschenken können oder wollen (weil sie gerade selbst mit eigenen Bedürfnissen beschäftigt sind) ist das auch o.k. Dann kann ich gelassen andere Wege finden. Das Buch von Talane Miedaner gibt viele gute Anregungen.

 

Lösung ist, wenn sich etwas löst.

Gestern wollte ich an meinem neuen Buch schreiben. Das klappte nicht. Zum einen, weil Bootsbauer Helge lautstark Lüftungslöcher in die Außenwand des Metallschiffes bohrt…das macht einen Höllenlärm, der der Konzentration nicht zuträglich ist.

Zum anderen, weil ich einen Aufruf erhielt, der mich aufgekratzt glücklich macht:

„Kerstin, ich bin frustriert und zugleich hoffnungsvoll. In den letzten Jahren hab ich extrem viel Zeit und Energie in Beratung investiert. doch an meinen Problemen hat sich nichts geändert. Doch seit dem Coaching mit dir (Thema: Blockaden / Angstzuständen) halte ich dauernd Ausschau nach Aufzügen, um mir zu zeigen, dass ich es kann. Geschlossene Aufzüge machen mir noch Probleme, aber offene Aufzüge fahre ich jetzt locker.

Wenn ich sehe, was sich in nur einer Stunde mit dir verändert hat, dann frustriert mich, dass ich an Stellen investiert habe, die mich nicht weiterbrachten. Und ich bin hoffnungsvolll. Ich will die noch  ungelösten Sachen jetzt gern intensiv anpacken  – mit dir. Hast du in nächster Zeit Kapazitäten?“

Wenn ich so was höre, explodiere ich vor Freude. Als Coach begleite ich Menschen sehr gern mit Herz und dem Handwerkszeug, das ich zur Verfügung habe. Egal wo – es ist genial, wenn Menschen beim Coaching Veränderung erfahren.

Ich bin ja in einer ganzen Reihe von klassischen Methoden (Systematisches Coaching – siehe auch mein Quadro Coaching Basics  , EKS – Business Coaching (siehe Fokus finden) und Gewaltfreie Kommunikation) ausgebildet, daneben noch in Wingwave, einem Ansatz, der sehr effizient bei Ängsten, Blockaden – von Aufzugangst bis Auftrittsangst  und Süchten von Schokolade bis Rauchen wirkt.

Ich habe in meinem Blog bereits davon erzählt: Wenn Altes wirklich vergeht.

In den letzen Wochen erlebte ich als Folge von Coaching das z. B.

  • Wurzeln für alte, behindernde Muster aufgespürt werden konnten
  • ein Mann im Blick auf die Vergangenheit mehr inneren Frieden spürte
  • eine Frau die entspannter in die Zukunft blicken kann
  • ein Mann nach nur einer Stunde Coaching ein deutlich reduziertes Verlangen nach Zigaretten hatte.
  • eine Frau, die erstmals in ihrem Leben das Wort „Selbstbewusstsein“ positiv assoziieren konnte
  • eine Frau, die psychischen Ursache auf die Spur kam, die zur Entwicklung von vielen Allergien beitrugen .
  • eine Frau, die mehr Sinn in ihrem Leben sieht.

Details kann und darf ich natürlich aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mitteilen – leider. Manche Geschichten sind so bewegend, dass ich sie lieben d gern erzählen würde, um andere Menschen zu ermutigen, das Lösung gefunden werden können.

Blockaden lösen. Selbstcoaching mit wingwave Christoph Schalk und Kerstin Hack Kurz: Ich liebe meinen Beruf. Und nutze eine Vielzahl von Werkzeugen, um Menschen im Coaching vor Ort in Berlin oder am Telefon weiterzuhelfen.

Wingwave ist die Methode der Wahl, die ich zum Lösen von Blockaden einsetze.

Mein Kollege Christoph Schalk​ und ich haben das Trainings-Quadro Blockaden lösen dazu geschrieben, wie man die Methode auch im Selbstcoaching nutzen kann, um Blockaden loszuwerden.

Das funktioniert – wenn gleich ich selbst immer Coaching mit einem echten Coach bevorzugen würde, wenn es möglich ist. Wenn das aus Zeit- Kosten oder sonstigen Gründen nicht geht, ist Selbstcoaching eine fantastische Alternative.

Wie zum Beispiel als ich so aufgekratzt war, dass ich nicht mehr klar fokussieren konnte. Dann höre ich Wingwave-Musik, weil die zugleich anregt und beruhigt.

Was mich interessieren würde: Hast du selbst schon mal Coaching in Anspruch genommen? Was waren deine Erfahrungen?

Abnehmen – so mache ich es. Teil 2

2015-09-13 12.24.31Zunehmen ist im Grunde ganz einfach: Das weiß jeder. Doch wie funktioniert die Einlagerung von Fett im Körper eigentlich? Sehr vereinfacht gesagt: Man nimmt zu, wenn der Blutzuckerspiegel hoch ist – dann werden mit Hilfe von Insulin Nährstoffe aus dem Blut abgezogen und in den Fettdepots abgespeichert. Der Blutzuckerspiegel steigt besonders stark bei der Ernährung mit Zucker, Obst, Getreideprodukten oder sonstigen Kohlehydrate.

Abnehmen geht umgekehrt – auch einfach: Nahrung essen, die den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen lässt (Gemüse, Eiweiß) und die möglichst basisch ist. Denn ist der Körper zu sauer, kann er kein Fett abbauen. Gemüse ist für basische Ernährung ideal, Fisch geht auch.

Ich ernähre mich derzeit von viel Gemüse, etwas Fleisch, Obst und Nüssen. Das geht gut.

2015-09-14 15.46.34Die guten Nachrichten zuerst

  • Das erste Kilo ist weg! Bleiben noch vier weitere, denen ich den Garaus machen will.
  • Es fiel mir ziemlich leicht, an normalen Arbeitstagen nur Dinge zu essen, die meinem Körper gut tun.
  • Ich spüre schon mehr Leichtigkeit im Körper. Ob eingebildet oder nicht – es tut gut.
  • Das Wissen: Ich packe das jetzt an, tut mir richtig gut.
  • Ein paar Geschenke und ein Darlehn haben den finanziellen Druck etwas gemildert. Das tut mir gut.
  • Ein Dutzend Gegenstände hat meinen Haushalt verlassen. Der Unterschied ist noch nicht spürbar, aber irgendwo fängt man halt an.

Die weniger guten Nachrichten

  • Massage hat noch kein einziges Mal geklappt. Einmal fast, aber dann hat ein „kurzer“ Besuch bei Bauhaus und IKEA doch zu viel Zeit in der Mittagspause verschlungen.
  • Auswärts fällt mir vernünftiges Essen schwer. Vor allem bei Meetings, wo es erfahrungsgemäss wenig schlankheitsförderndes Essen gibt. Rekordmies: Eine Sitzung um 18.00 (Ich hatte noch nicht zu Abend gegessen), bei der kein Wasserglas mehr für mich übrig war, dafür aber Waffeln und Laugenbretzeln (ich liebe beides) direkt vor meiner Nase standen. Ich hab nicht mitgezählt…Immerhin habe ich bei einem Treffen mit meinem eigenen Team eine richtig große Kanne grünen Smoothie gemacht.

Was ich jetzt tue

  • Ich will mich für Ausnahmen wappnen. Einen Apfel oder Sellerie, MÖhren oder Nüsse mitnehmen. Oder vorher genug essen.
  • Ich will weniger Kaffee und mehr Wasser trinken. Kaffee, um den Säure-Basenhaushalt zu entlasten. Ist der Körper zu sauer, kann er nicht abnehmen. Und mehr Wasser, weil es einfach gut ist.

LEA-HeaderTipp: Jeweils zum Quartals – Beginn also Anfang Januar / März / Juni / Oktober startet der LEA – Online-Kurs mit viel Wissensvermittlung über Gesundheit, Ernährung und innere Stärke. Und Inspiration, leichter zu leben.

Info gibt´s bei DtE – Training/LEA

100 Tage Neues wagen

Es passiert – auch mir – immer wieder – dass ich in Routine feststecke. Obwohl ich gerade etwas Großes wage, erwischt mich im Alltag doch ab und an die Routine. Das ist ok. Routine tut gut und entlastet. Und schläfert irgendwie auch ein. Man isst das gleiche Essen, trifft die gleichen Leute, geht an die gleichen Orte….

Als ich am Sonntag darüber nachdachte, fiel mir auf, dass es eine Menge Dinge gibt, die ich noch nie gemacht habe:

  • 2014-08-28 12.28.21Im Beiwagen eines Motorrads mitgefahren
  • Kartoffelsalat gemacht (ehrlich!)
  • Salsa, Hip Hop oder Zumba getanzt
  • Einen Mann um ein Date gebeten
  • Ein Dinner for 8 (4 Bekannte, 4 neue Menschen) organisiert
  • Pizza gebacken (vielleicht einmal, aber das habe ich verdrängt!)
  • Blut gespendet
  • Origami gefaltet
  • Braten gekocht
  • Fingernägel rot lackiert
  • Einen Bettler gefragt wie er in die Situation kam
  • Meinen Namen in einer fremden Schrift geschrieben

Ein bisschen Grenzen erweitern tut der Seele und dem Körper gut. Neues gewagt zu haben, stärkt auch die innere Sicherheit. Deshalb habe ich beschlossen, mir selbst eine Herausforderung zu stellen. 100 Tage lang jeden Tag etwas Neues zu probieren, zu machen, zu sehen. Ich werde mir jede Woche 7 Aufgaben stellen, die in der Regel in 5 – 20 Minuten zu bewältigen sind. Und es dann einfach machen.

100 x Neues wagen

  • Dinge warten darauf, von mir entdeckt zu werden.
  • Bewegungen warten darauf, von mir ausprobiert zu werden
  • Orte warten darauf, von mir besucht zu werden
  • Fähigkeiten warten darauf, von mir eingeübt zu werden
  • Neue Menschen warten darauf, mir zu begegnen

Gemeinsam Neues wagen

Mach mit! Ich lade dich ein, mitzumachen. Ich werde hier und auf Facebook  die Aufgaben bekannt geben. Du kannst hier bei den Kommentaren oder bei Facebook davon berichten, was du gemacht hast. Die Aufgaben sind so formuliert, dass sie Spielraum lassen. Zum Beispiel kann „Neues essen“ bedeuten, dass du selbst kochst oder auch nur, dass du ein Lebensmittel oder eine Speiel probierst, die noch nie zuvor deine Lippen berührt hat.

Lieblingswerkzeuge: Hammer, Nagler, LEA

2014-06-20 14.44.41Am Schiff habe ich meine zwei Lieblingswerkzeuge. Das ist zum einen mein Zimmermannshammer. Mit dem kann man Nägel reinschlagen – und, wenn man selbst oder andere danebengetroffen haben, auch wieder rausziehen. Außerdem kann man mit dem stabilen Stück auch mal kleinere Sachen kleinhauen oder ihn als provisorisches Stemmeisen benutzen. Ich mag den Hammer, weil er so universell ist.

Und ich liebe den Druckluftnadelhammer. Das ist – wie der Name schon sagt – ein Gerät, das mit Druckluft betrieben wird. Etwa 30 dünne Nadeln werden abwechselnd bewegt und machen tanzend alte Frabe und Rost weg. Als ich so ein Ding zum ersten Mal in den Händen hielt, hatte ich wegen seiner 2 Kilo Gewicht und wegen seines Lärms riesigen Respekt davor. Mitlerweile sind wir Freunde geworden und ich genieße es, Zentimeter um Zentimeter alte Farbe und Rost vom Schiff zu entfernen. Ich mag das Werkzeug, weil es für seinen Zweck so kraftvoll ist.

Im Coaching-Bereich ist der Online-Kurs LEA eines meiner Lieblingswerkzeuge, weil es sowohl universell als auch spezifisch ist. LEA ist ein Trainingskurs für Männer und Frauen, die Ballast loswerden wollen.

Ich liebe LEA,

LEA Training

Leichtigkeit gewinnen mit LEA

  • weil es Menschen, die sich Dutzende von Coaching-Stunden nicht leisten können oder wollen, die Möglichkeit gibt, fundierte Inspiration zu erhalten und gute Coaching-Fragen gestellt zu bekommen.
  • weil man für das Wissen und die Hintergrundinformation, die man bei LEA kompakt vermittelt bekommt, selbst monatelang oder Jahrelang recherchieren müsste.Ich hab in LEA meine Recherche von Jahrzehnten über das, was Menschen stärkt, zusammengefasst.
  • weil der Kurs drei Monate geht und drei Monate eine gute Zeit sind, um alte, ungute Muster anzugehen und neue Muster einzuüben.
  • weil man LEA bequem zu Hause machen kann – zu der Zeit, die für einen passt.
  • weil innerer und äußerer Ballast (etwa Übergewicht oder Unordnung in der Umgebung oder in Beziehungen) oft zusammenwirkt – und es deshalb Sinn macht, beides zugleich anzugehen.
  • weil LEA schon so vielen Menschen geholfen hat, stärker, leichter und fröhlicher zu werden.

Ich bin einfach glücklich, Menschen, die im Leben weiterkommen wollen, dieses Werkzeug anbieten zu können. Und das Feedback von Teilnehmern zeigt: LEA bewirkt etwas.

LEA ist ideal für Menschen, die

  • sich Stärkung in ihrer Persönlichkeit wünschen
  • körperlichen Ballast – einige Pfunde oder Kilo – loswerden möchten
  • seelischen Ballast entsorgen und mehr innere Leichtigkeit finden wollen
  • mehr Lebensfreude erleben möchten
  • mehr Ausstrahlung gewinnen wollen

Ich lade dich ganz herzlich ein, an LEA teilzunehmen, wenn einer oder mehrere der Punkte für dich zutreffend sind – gern auch zusammen mit einem Freund oder einer Freundin – gemeinsam macht es mehr Spass. Die Kurse beginnen immer zum Quartalsbeginn – also Anfang Januar / April / Juli / Oktober.

Hier kannst du dich anmelden.

Leben entdecken: Ebenen wahrnehmen

2013-12-08 11.15.55War ich heute lebendig?

Ja!

Vor allem bei einem kleinen Spaziergang im Regen.

Was habe ich Neues über das Leben entdeckt?

Es hilft, Ebenen zu sortieren! Vor einer Weile schickte mir eine Freundin aus dem Urlaub eine Puzzle-Postkarte. Sie weiß, dass ich Puzzles liebe – eigentlich Nur das nervte wirklich. Es waren lauter Muscheln abgebildet. So viel Detail, dass man vor lauter Muscheln kein Gesamtbild erkennen konnte. Alles im gleichen Abstand fotografiert, ohne Größenunterschiede, Perspektive. Das zusammenzubauen kostete echt Energie.

Als ich es neulich mal wieder versuchte, dachte ich: Viele Menschen erleben ihr Leben genauso: Lauter Puzzleteile, die sich für sie kaum zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen, weil sie vor lauter Details gar kein Bild mehr sehen – nur verwirrende Details.

Coaching besteht oft darin, beim Sortieren zu helfen. Ebenen und Perspektiven zu finden. Erst mal einen Rahmen bauen…und dann Schritt für Schritt – manchmal in mühevoller Kleinarbeit – zu entdecken, was zusammenpasst. 2013-12-08 11.31.14

Es hilft, wenn man erst mal sortiert. So habe ich es heute im Coaching bei jemaden, der Klarheit für sein Leben suchte gemacht. Wir haben Lebensbereiche und darin dann wieder die unterschiedlichen Ebenen sortiert. Und dam Ende ein Gesamtbild gefunden, das stimmig wurde, wenn gleich zum tieferen Lebensglück noch einige Teile fehlten. Aber die kann man ja suchen gehen und dann noch hinzufügen

 

 

Was habe ich Neues über mich entdeckt?

Ich kann mich über Kleinigkeiten genauso freuen, wie über große Dinge. Heute am späten Morgen spürte ich plötzlich den starken Drang, den Müll runter zu bringen. Das ist nicht normal für mich ;-). Als ich oben ankam, entdeckte ich ganz oben im Container für den gelben Punkt eine Isolationsfolie, die sich hervorragend eignet, um die provisorischen Türen, durch die noch viel Kälte reinkommt, abzudichten. Ich nahm mir die, freute mich wie ein Kind. Umso mehr als ich ganz kurz darauf die Müllabfuhr kommen sah. Eine Minute später wäre es zu spät gewesen.

Ich dachte an den Bibeltext „Er kennt die seinen….“ – Gott kennt seine Pappenheimer und weiß, wie er ihnen – in dem Fall mir – eine Freude machen kann….ein totales Geschenk!

Später kam noch eine dicke Spende an, die ich auch für Isoliermaterial verwendet habe, damit die Gäste es künftig schön kuschelig warm haben werden…

Ich hab mich über das „kleine Geschenk“ genauso gefreut wie über das große….. beides Zeichen, dass ich gesehen und unterstützt werde – wie wunderbar!

 

Leben entdecken – mutig Menschen prägen

2013-10-11 09.41.40War ich heute / in den letzten Tagen lebendig?

Ja!

Besonders habe ich die milde Herbstluft und die buntbeblätterten Bäume genossen. Einfach wunderbar.

– Was habe ich Neues über das Leben entdeckt?

Der Schock sitzt noch tief: In weniger als 3 Wochen baut sich Muskelgewebe zu Fettgewebe um. Ich habe mir ja vor 3 Wochen einen Hexenschuss geholt und war deshalb in den letzten Wochen nicht so beweglich wie sonst. Besonders den unteren Rücken und das Gesäss hatte es erwischt. Weil es nicht besser werden wollte und ich vor Schmerzen jede Nacht wach werde (wie halten Eltern mit kleinen Kindern das nur durch) hat der Arzt vorsichtshalber ein MRT machen lassen. Entwarnung. Keine Bandscheiben geschädigt. Gott sei Dank! Aber das MRT offenbarte dennoch schreckliches. In weniger als drei Wochen hat mein Körper eine ganze Menge verspanntes Muskelgewebe als „inaktiv“ und damit wertlos klassifiziert, die (im MRT dunklen) Muskeln abgebaut und statt dessen (helle) Fettzellen, die weniger Energie brauchen dorthin gepackt. In nur drei Wochen! Das finde ich sehr heftig!

– Was habe ich Neues über mich entdeckt

Ich kann mich mit dem Glück anderer freuen – besonders intensiv, wenn ich daran irgendwie mitgewirken konnte.  Gestern erhielt ich eine Mail von einer Frau, die ich erst über Seminare und Coaching kannte und jetzt als Freundin bezeichnen würde. Sie schrieb mir, dass sie sich befreundet und verlobt hat. So was passiert ja öfter mal. Heute Morgen erinnerte ich mich an ein Coaching-Gespräch vor ein paar Jahren. Es ging um ihre Zukunft. Sie musste ihren absoluten Traumjob aufgeben, weil der Träger die – befristete – Stelle nicht weiter verlängern konnte.
Wir sprachen zuerst über  ihre Träume, ihren Wunsch, junge Menschen zu prägen und dann später darüber, welche Möglichkeiten es jetzt gäbe. Schließlich rückte sie mit der Sprache raus: „Ich hab schon eine Stelle. Als Leitung in einem betreuten Wohnprojekt für ältere MEnschen. Ich denke das ist das Richtige, da kann ich Leitungserfahrung sammeln Und die Leute dort wollen mich unbedingt.“ Sie  zählte mir weiter alle Vorteile der neuen Stelle auf. Ich wurde immer unruhiger. Es schien, als wollte sie sich und mich überzeugen, dass das das Richtige war.
Irgendwann nahm ich allen Mut zusammen und gab ihr offenes Feedback: „Du, deine Augen sagen etwas ganz anderes als dein Mund. Du sagst, dass das das Richtige ist, aber ich sehe keine Begeisterung.“
Mein Feedback führte dazu, dass sie sich eingestand, dass sie das selbst eigentlich gar nicht wollte, es sich nur schön geredet hatte. Sie sagte die Stelle ab und wagte es, sich selbständig zu machen – mit den Angeboten für junge Menschen, die immer ihr Traum gewesen waren. Es war nicht einfach, aber sie schaffte es. Schließlich zog sie an einen Ort, wo sie die passenden Räumlichkeiten dafür fand… und – Coaching happy End hoch 3 – auch noch den Mann fürs Leben.
Das ist natürlich eine traumhafte Coaching-Geschichte. So dramatisch ist es nicht immer, aber ich erlebe es oft, dass ich Menschen helfen kann, zu entdecken, was sie eigentlich möchten – nicht was sie denken, was sie sollten. Und wenn sie es wagen, ihren Träumen zu folgen, dann strahle ich mit vor Glück.
Und du – warst du heute lebendig?
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