Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Erlebnisse (Seite 2 von 12)

Unerwartete Probleme – unerwartete Lösungen

edelweiss-4Heute bin ich zur Abwechslung mal nicht von Heinz, dem Hahn in der Nachbarschaft, geweckt worden. Sondern von Muskelkater. Intensiven, heftigen Muskelkater. Bin zu früh wach – und bis auf die Knochen müde. Und auch ein bisschen in der Seele. Der Grund: Gestern habe ich mit mehreren anderen Tonnen von Material umgelagert…

Aber erst mal der Reihe nach.

Im Seminarraum sind derzeit dunkle Siebdruckplatten am Boden. Es fehlt noch der Korkfussboden für mehr Helligkeit, Weichheit und vor allem für mehr Wärme an den Füssen. In  den Schlafzimmern liegt er schon. Und sieht wunderschön aus. Im Seminarraum wollten wir ihn eigentlich im gleichen Zug verlegen und haben den Besitzer des großen Schiffes, das neben mir liegt, gefragt, ob wir für die Zwischenzeit das Bauholz aus dem Seminarraum in seinem nicht benutzen Schiff lagern könnten.

Das war eigentlich so geplant…

Dann hat es alles länger gedauert als geplant und wir haben es nicht mehr im Frühjahr hinbekommen. Und auch nicht gleich jetzt. Weil das gute Wetter sich dafür anbot, Dachfenster zu setzen…und wir dann die Probleme m,it dem Abwasser hatten, das uns fast eine Woche Zeit gekostet hat. Und weil, bevor man den Fussboden machen kann, erst die Decke fertig montiert und vor allem gestrichen sein muss. Und dafür erst mal die Elektrizität fertig sein muss…

Mitten in all das hinein kam die Mail mit einer Nachricht vom Besitzer des Nachbarschiffes, wir sollten unser Material da wieder ausräumen…da er das Schiff auch Besuchern zeigt… puh….richtig, richtig blöde….ich hatte total Verständnis für ihn – er will sein Schiff ja verkaufen und es in schönem Zustand den Interessenten zeigen. Und wir haben seine Gastfreundschaft für unser Holz wirklich lange genutzt.

Trotzdem war ich erst mal superfrustriert. Wir haben, da das Schiff schon ziemlich weit gebaut ist, kaum mehr Lagerplatz. Und Holz ist sooo schwer. Ich wusste gar nicht, wie ich das schaffen sollte. Und dann fiel mir ein: Eine Gruppe von Helfern hatte sich für Mittwoch Abend angemeldet. Ich dachte: Gemeinsam mit ihnen könnte ich das Holzlager räumen. Und so haben wir es dann auch gemacht: Von 17 – 21.00 haben sechs engagierte Menschen und ich Holz und anderes Material geschleppt und zersägt und nebenbei noch geordnet, sortiert und geputzt.

2016-09-08-06-41-46Für mich war das so ein Geschenk, dass die Gruppe genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Ich dachte an ein Versprechen Gottes aus der Bibel „Noch bevor sie zu mir rufen, werde ich sie schon erhören!“ Das war in dem Fall so. Und ich bin dankbar.

Im Seminarraum muss jetzt noch die Elektrik und die Decke fertiggestellt werden. Wenn das fertig ist, muss alles Holz, was wir dann noch übrig ist und was wir da zwischengelagert haben, wieder raus. Und dann kann endlich der Korkfussboden rein. Und hoffentlich auch der neue Kaminofen….aber das ist eine andere Geschichte…

Septemberziel: Seminarraum winterwarm

2016-08-14 15.00.59Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das ist beim Schiffbau genauso wie im sonstigen Leben. Man braucht einen Plan, aber auch die Flexibilität auf aktuelle Gegebenheiten einzusteigen.

Der Plan für August war….

Wir hatten geplant, den Seminarraum weiterbauen, so dass ab Oktober dort Coachings und Seminare stattfinden können. Durch die Spendenaktion für die Stühle war genug Geld zusammengekommen, um die Stühle für den Seminarraum zu bestellen… ich dachte: Kein Problem, den Seminarraum in ein paar Wochen einsatzfertig zu haben…

Aber erstens….die schöne Realität

2016-08-23 07.19.04Das gute Wetter bot sich dafür an, eine Klappe als Zugang zum Boot zu bauen, und endlich im Eingangsbereich und im Steuerhaus Dachfenster einzusetzen. Das heißt: Stahl bzw. Alu aufschneiden, verzaubern, streichen, abdichten, Rahmen bauen, in den man die Fenster stabil einsetzen kann und das Glas austauschen – die sonst sehr teuren Fenster hatte ich gebraucht geschenkt bekommen, aber das Glas war halt kaputt….

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Eingang ist schön, hell und kann künftig gut belüftet werden (oben das Bild, wie es vorher aussah).

Und zweitens… die weniger schöne Realität

In den letzten Wochen breitete sich im untern Bereich des Schiffes ein muffeliger Geruch aus. Zuerst dachte ich, das kommt von Lebensmitteln. Doch den Kühlschrank zu putzen half nicht wirklich. Erst nach einer Weile stellten wir fest, dass durch ein Scharnier Brauchwasser ausgetreten war und sich am tiefsten Punkt des Schiffes unter dem Fussboden gesammelt hatte.

Den Fussboden in Schiffen verlegt man schwimmend, um für solche Fälle gerüstet zu sein. Ich dachte an einem Sonntag: „Ich wische das eben mal schnell auf!“ Das eben mal schnell waren drei Stunden, weil von oben immer mehr Wasser nachfloss.  Wasser ist noch die nette Beschreibung.  Bilder des „Wassers“ hab ich zwar gemacht, aber die erspare ich euch.

Ich hing also auf den Knien kopfüber auf dem Schiffsboden, schmiss Lappen nach unten, zog sie wieder raus und wrang sie aus… drei Stunden lang. In den nächsten Tagen kippten wir Frischwasser hinterher und  machte das ganze Spielchen nochmal. Puh. Fehlersuche und Beseitigung kostete ein paar Tage Arbeitszeit.

Der „Spass“ kostete ein paar Hundert Euro für neue Pumpen, damit uns das künftig nicht mehr passiert. Am wichtigsten: Eine ganz kleine, flache Pumpe im untersten Bereich des Schiffes, die Wasser, was da hinkommt, sofort wegpumpt. Das passiert bei einem Schiff immer. Da muss nur mal jemand einen Putzeimer umkippen – Wasser findet immer seinen Weg und sammelt sich am tiefsten Punkt. Kondenswasser tropft ebenfalls nach unten.

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Jetzt aber wirklich: Weiterbauen und  Kaminofen 

Die neuen Pumpen müssen zwar noch geliefert und eingebaut werden, aber trotzdem wollen wir jetzt mit Hochdruck am Seminarraum weiterbauen. Damit wir das Ziel erreichen und ab Oktober die ersten Seminare hier laufen können. Holz für die Regale und Kork für den Fussboden sind schon vorhanden.

Neben den noch fehlenden Türen ist die letzte große Anschaffung ein Kaminofen. Wir haben zwar einen kleinen Ofen, aber der zieht Sauerstoff aus dem Raum. Das ist ok wenn ein oder zwei Menschen am Schiff arbeiten. Aber es ist schwierig bis gefährlich,  wenn ein Dutzend Menschen in einem Seminar sitzt, atmet und Sauerstoff verbraucht. Mal abgesehen davon, dass Sauerstoffmangel müde macht, was bei Seminaren etwas kontraproduktiv ist.

Deshalb brauchen wir einen sogenannten raumluftunabhängigen Kaminofen. Die kosten ca. 800 Euro, mit Rohren und Einbau ca. 1000 Euro. Puh. Der nächste Große Brocken für den gerade kein Geld da ist.

Klar kannst du mithelfen…

Du kannst z. B. ein Stück Kamin sponsoren… 20 Menschen, die mit 50 Euro helfen, wären gerade eine große Entlastung. Oder wenn das nicht in deinem Budget ist – vielleicht magst du uns einen Tag Wärme schenken. Wir heizen den größten Teil des Schiffes (Eingang, Hauptraum, Schlafzimmer, Steuerhaus) bereits mit einem großen Pelletofen. Der verbraucht im Winter ca. 1 Sack Pellets (an sehr kalten Tagen etwas mehr). Ein Sack Pellets kostet ca. 3 – 4 Euro. Mit 5 Euro schenkst du uns garantiert einen ganzen Tag Wärme.

Wenn du mithelfen willst, dass wir es auch im Winter schön warm haben, kannst du Paypal nutzen (info(äääääät)down-to-earth.de) oder mich nach der Kontonummer fragen.

Andere Idee: Du gönnst dir einen von unseren Online-Trainingskursen, die dich im Leben und Glauben stärken. Das tut dir gut und uns – die Einnahmen aus den Kursen helfen natürlich beim Weiterbauen.

Wir schaffen das. Tatsächlich! 

DANKE!!!

Und übrigens:

Am 11. September gibt es von 10 – 16.00 einen Tag der offenen Tür für alle, die das Schiff gern mal sehen wollen. Herzliche Einladung.

 

Kleine Samen säen – mein überraschender Weg in die Politik

2016-05-25 06.54.44Es begann im November 2015. In Berlin und weit darüber hinaus ging die Situation an unserem Landesamt für Gesundheit und Soziales, wo auch Geflüchtete betreut werden, durch die Presse. Menschen warteten Tage- und Nächtelang auf Registrierung, Termine. Es war katastrophal. Und hat mich bewegt. Im Herzen und zum Handeln.

Ich hab mich gefragt, was ich tun kann. Und habe – in meinem Freundeskreis und bei einer Teefabrik aus meiner früheren fränkischen Heimat – erst mal gut 40 Kilo Tee als Spende organisiert. Das half in den kalten Nächten wenigstens etwas.

Dann habe ich die Facebook-Gruppe Volunteer Translators initiiert, um kurze Texte schnell mal in die Sprachen der Geflüchteten übersetzen zu können.  Um die Geflüchteten und die Helfer zu entlasten. Und schließlich Nestwerk Berlin gestartet, eine Plattform der InitInitiativen, die sich um Wohnraum für Geflüchtete bemühen. Mit dem Ziel, gemeinsam effizient mehr zu erreichen. Daran arbeite ich intensiv bis jetzt. Aktuell vor allem an der Homepage.

Ich ging davon aus, dass solche Situationen sich nicht von heute auf Morgen ändern. Ich wollte Gott regelmässig um die Verbesserung der Situation bitten, aber kenne mich gut genug, um zu wissen, dass solche Vorsätze gern mal im Sand verlaufen, wenn es keine konkrete Erinnerungshilfe dazu gibt.

Also habe ich mir als Erinnerungshilfe den gleichen Tee gekauft, den wir auch für die Flüchtlinge besorgt hatten. Vorsichtshalber gleich zweihundert Teebeutel.- man weiß ja nie, wie lange es dauert, bis ein Gebet erhört wird. Jedes Mal, wenn ich mir eine Tasse schwarzen Tee gemacht habe, habe ich gebetet. Für die Berliner Verwaltung, für die Verantwortlichen, für gute Lösungen für die Herausforderungen, für Verbesserung der Prozesse.

Ein Gebet nach dem anderen. Jedes Gebet ein Same. 

Natürlich hätte ich ahnen können, dass Gott sich die Chance nicht entgehen lässt, mich auch zur Erhörung meiner Gebete einzuspannen. Anfang Mai ging – nach 200 Tassen Tee und Gebeten – mein  Teevorrat zu Ende – und dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse.

Ahmad, ein Freund aus Syrien, erzählte mir davon, dass es ihm dieses Jahr vor dem Ramadan graut. Der Grund: Die Fastenzeit, in der zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts gegessen und getrunken werden darf, fällt auf die längsten Tage des Jahres vom 6. Juni bis 4. Juli. Das bedeutet: einen Monat lang 19 Stunden lang nichts essen und nicht trinken.

Ich fühlte mit ihm mit. Und mit den Flüchtlingen in den Turnhallen, von denen ein Teil Ramadan hält und die vielleicht Nachts nichts mehr zu essen bekommen. Und den Nicht-Moslems, die womöglich gestresst durch diejenigen sind, die Nachts essen und laut sind.  Mich lies das nicht mehr los. Bei einer öffentlichen Veranstaltung mit Bürgermeister Müller fragte ich, ob es denn ein Konzept für die Notunterkünfte gäbe, wie in dieser Zeit Versorgung der Fastenden, ihre Gesundheit und der sozialer Friede zwischen denen, die fasten und denen, die es nicht tun, gewährleistet werden kann.

Er sagte mir zu, er würde das am nächsten Tag in der Senatsbesprechung ansprechen. Und am Nachmittag erhielt ich einen Anruf von  dem für die Unterbringung von Geflüchteten zuständigen Staatsekretär. Wir unterhielten uns eine Weile und er bat mich, ihm mein Konzept zu schicken… Er schrieb mir,  dass er das Konzept für wertvoll hält und es dem Präsidenten das LaGeSo zur Umsetzung empfohlen hat. Das ist mein letzter Wissensstand.

Mich berührt das sehr. Ich glaube, dass es ein Stück dazu beitragen kann, dass die Situation in der Zeit des Ramadan für alle Beteiligten besser wird- Muslime wie Christen und Atheisten. Fastende wie Nichtfastende.

Und dann ging mir mehrere Tage nicht mehr aus dem Kopf, dass Herr Müller gesagt hatte, dass er eine Bürgersprechstunde hat. Ich schaute nach, stellte fest, dass die nur zwei Mal im Jahr ist und ich die Anmeldefrist knapp verpasst hatte. Und bekam gleich online die Rückmeldung, dass es mehr Interessenten als Termine gab. Rechnete mir kaum Chancen aus, bis ich an einem Samstag! einen Anruf seines Mitarbeiters erhielt, ich hätte einen Termin.

2016-05-25 14.42.57Der Termin war dann heute. Ich war natürlich aufgeregt, hab mir, kurz bevor ich los ging die Zähne versehentlich mit Gesichtsreinigungsmilch geputzt. Zum Glück Bio. Und es war gut. Weil die Person vor mir kurzfristig abgesagt hatte, war sogar mehr Zeit als üblich. Ich konnte Herrn Müller ein Konzept vorstellen, das wir entwickeln, um Geflüchtete schneller aus Turnhallen in eigenen Wohnraum zu bringen und er sagte mir zu, mich mit den Verantwortlichen in Kontakt zu bringen.

Dann sprach ich das Thema Schutz Minoritäten in den Flüchtlingsunterkünften, sowie verbesserte Integration aller an und machte einige konkrete Vorschläge, worauf er mich fragte, ob ich ein Konzept hätte. Hatte ich tatsächlich. Und auch dabei.

Irgendwann mal vor einem halben Jahr hab ich begonnen, Samen auszusäen. Samen des Gebets. Samen des Engagements. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mich mal an den Tisch des Regierenden Bürgermeisters von Berlin führen würden, hätte ich nicht gedacht. Und jetzt hoffe und bete ich, dass die Gedanken, die für meine Stadt und unser Land hilfreich sind, weiter wachsen.

 

 

 

 

Pause machen

2016-02-29 09.32.49In den letzten Wochen ging vieles schief:

  • Meine Blogs wurden zwei !! Mal gehackt – es hat jedes Mal mehrere Tage gedauert, den Schaden zu beheben.
  • Mein geliebtes Liege-Fahrrad ging kaputt und ist nicht mehr zu reparieren
  • Mein Geldbeutel samt Ausweis wurde beim Einsteigen in den Zug gestohlen

All das hat emotional ziemlich gestresst – und der materielle Schaden ist bei über 5000 Euro – absolut kein Vergnügen!

Umso mehr genieße ich es jetzt, in Antwerpen, einer Stadt, die ich sehr liebe und in meinem Buch Die Hütte und ich beschrieben habe, mit einer lieben Freundin zu sein und zu tun, was gut tut: Reden, Kaffee trinken, Bummeln, Mode-, Möbel- und Buchläden besuchen und diesen wunderbaren Ort zu erkunden.

Ich tanke auf!

Abnehmen – so mache ich es. Teil 5 Heilfasten

2016-01-30 12.49.21Das neue Jahr begann wunderbar. Mit einem riesigen Schwarm von Blesshühnern, die pünktlich um Mitternacht auf mein Schiff zugeschwommen kamen.  Mich hat das sehr berührt, weil es wunderschön aussah und auch weil ein Wortspiel darin steckt. Blessing ist ja das Englische Wort für Segen. Und da kam ein ganzer Schwarm Segenshühner angeschwommen.

Etwas später wurde das Jahr anstrengender. Ich hab mir eine Gelenkkapselentzündung im Kopfgelenk zugezogen. Wer weiß, wie weh so was im Knie tut, kann sich vorstellen, wie es schmerzt, wenn es am Hals ist. Alles verspannte sich, drückte auf die Nerven und mir war drei Tage lang dauernd schlecht. Nach Gebet und Physiotherapie wurde es besser. Und ich hab dann die Gelegenheit genutzt, um gleich ein mehrtägiges Heilfasten anzuschließen.

Heilfasten mit allem drum und dran. Darmreinigung mit Einläufen – das ist schon komisch, tut aber richtig gut. Und sehr viel Kräutertee. Am Ende der Zeit spürte ich wieder richtig viel Energie. Ich fühlte mich nicht mehr träge wie in den Tagen und Wochen zuvor, sondern hatte total Lust, mich zu bewegen, Dinge anzupacken usw. Und es waren drei Kilo verschwunden.

Für mich das Schönste: Mein Gesicht wieder zu sehen. Bei mir machen sich ein paar Kilo extra sofort im Gesicht bemerkbar. Jetzt wo sie wieder weg sind, sind zwar die Fältchen tiefer (schade!), aber ich hab mein gewohntes Gesicht (fast) wieder zurück. Und genieße es total. Die Taille ist auch wieder mehr da – das genieße ich auch sehr. Die Hände wieder richtig in die Hüften stemmen zu können und Kurven zu spüren und Halt zu finden.

Ich bin noch nicht ganz an meinem früheren Normalgewicht angekommen, aber nach dem motivierenden 3-Kilo Sprung werde ich die nächsten Etappen gelassener angehen: Weiter viel Kräutertee, Gemüse, viel Fisch, weniger Obst und Kohlenhydrate. Was mich in den letzten Tagen so richtig geschockt hat. Ich habe gelesen, dass eine normale Frau nur 50 – 60 Gramm Zucker pro Tag zu sich nehmen wollte. Damit ist nicht nur der böse Industriezucker gemeint, sondern alle Formen von Zucker, auch die gesunden.

An einem Tag, an dem ich früh zu einem Meeting musste, hab ich mir einen grünen Smoothie gekauft – wie ich dachte. Es war aber kein Gemüse drin, sondern nur püriertes Obst, das 12 Gramm Zucker enthielt – auf 100 ml. 1/4 oder 1/5 des Tagesbedarfs. Ich fand das ziemlich viel. Und werde künftig öfter mal auf die Zuckermenge in Lebensmitteln achten, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen.

Tipps zum Heilfasten

Wer (Heil)-fasten will, es aber noch nie gemacht hat, sollte wissen

  • Der Körper kann relativ problemlos vom Metabolismus (Energie aus Nahrung ziehen) zum Katabolismus (Energie aus Fettreseven wechseln). Er macht das jeden Tag genauer gesagt jede Nacht – wenn wir schlafen holt der Körper die Energie aus Reserven. Fasten ist nichts anderes als eine Ausdehnung der katholischen Phase. Hat man die Umstellung erst einmal geschafft, spürt man kaum mehr Hungergefühle.
  • Man nimmt beim Fasten nicht so stark ab wie bei manchen Diäten – weil der Körper keine Energie für Verdauung verbraucht. Kürzeres Fasten (1 – 3 Tage)  ist eher für Reinigung und Klarheit hilfreich, nicht zum Abnehmen.
  • Für „Anfänger“ empfiehlt sich eine sanfte Variante mit Gemüsebrühe und Säften.
  • Plötzlicher Verzicht auf koffeinhaltige Getränke kann zu Entzugserscheinungen führen – Kopfschmerzen. Also entweder nicht darauf verzichten oder vor dem Fasten schrittweise reduzieren.
  • Ein nicht geleerter Darm kann ebenfalls zu Kopfschmerz führen. Zum Entleeren empfehlen sich Einläufe, Glaubersalz (Apotheke). Mir hilft auch ein bis zwei Liter naturtrüber Apfelsaft im Lauf von ein paar Stunden getrunken.
  • Genug zu trinken ist wichtig. Am besten gefiltertes Wasser oder ungesüßte Kräutertees (etwas Honig ist ok)
  • Mit Wärme (Wärmflasche oder warme Bäder z.B. in Salz vom Toten Meer) kann man die durch die Entgiftungsprozesse gestresste Leber unterstützen.
  • Beim Fasten wird die Seele sensibler – man sollte Fastenzeiten nicht mitten in einer stressigen Phase planen, sondern dann  wenn genug Raum für Ruhe und Entspannung ist. Viele Menschen spüren in oder nach Fastenzeiten eine stärkere Verbindung zu sich selbst und auch zu Gott.

Ich faste relativ regelmässig (mehrmals im Jahr für ein paar Tage) und erlebe es oft als stärkende Phase – mir werden in den Fastenzeiten auch häufig Dinge klarer, es fällt mir leichter Perspektiven zu entwickeln. Von daher – warme Empfehlung für gesunde Menschen, die sich und ihrem Körper etwas Gutes tun möchten.

 

 

Ruhige Kugel und schneller Reifen…

12347593_10153790778385798_611989199215580092_nDer zweite Teil des Urlaubs im teils kalten, teils sonnigen Texas hat einfach gut getan. Ich hab bei einer befreundeten Familie mit fünf Kindern gewohnt, gutes Essen genossen und das Leben ebenso wie die Ruhe.

Bei einem leckeren Brunch in einem berühmten Grillrestaurant mit live-Gospelmusik von echten Musikverteranen – die Hälfte der Band war 70+ und sang und spielte sich die Seele aus dem Leib. Ich hab mal richtig auf Cowgirl gemacht – mit geliehenen Stiefeln. Die echten Cowboystiefel haben mein Budget dann doch überfordert – 370 Dollar!

Dazwischen hab ich gelesen, unendlich viele Tassen Kaffee getrunken – meine Gastgeber sind Inhaber einer Kaffeekette. Und ich habe viel Zeit mit Freunden verbracht und – endlich – gelernt, wie man Hula Hoop macht. Keine Ahnung warum ich so lange dafür gebraucht habe, jetzt geht es richtig gut.

Am bewegendsten war für mich, dass ich vorab in eine Ausstellung über ein Bibelmanuskript aus dem 13. Jahrhundert kam, die erst später eröffnet wurde. Ich hab erklärt, dass ich dann nicht mehr da bin und gesagt, dass mich das interessiert, weil ich ´ne Biographie über Gutenberg geschrieben habe. Was stimmt. Ich hab allerdings nicht erwähnt, dass die Kompaktbiographien in unserer Weltveränderer-Serie nur 32 Seiten lang sind. Trotzdem habe ich mit lange und intensiv mit ihm beschäftigt.

2015-12-03 16.10.07Die Bibel dort war ein Unikum. Vierfarbige Blätter – das erste Quadro ? – mit je vier Szenen zu einer Geschichte. Wunderschön, detailreich gemalt – mit sehr europäisch gekleideten biblischen Gestalten, aber das war damals einfach so. Die Bibel wurde in Frankreich hergestellt, später ging sie nach Polen. Dort schrieb man lateinische Kommentare unter die Bilder.  Weiter ging´s nach Persien. Da wurden dann untendrunter oder auch mal quer persische Ergänzungen angefügt, die dann von einem persischen Juden auf persisch, aber mit hebräischen Buchstaben wiederum kommentiert wurden. Die einen Kommentatoren beschwerten sich über die anderen, die ja von nichts ´ne Ahnung hatten. Also ein lebhafter theologischer Diskurs. Und ein paar Seiten, die den moslemischen Herrschern nicht ganz in die Ideologie passten, wurden rausgetrennt, sind aber glücklicherweise in anderen Museen erhalten geblieben.

2015-12-03 16.24.20-1Mir gefiel die Optik, der Detailreichtum und nicht zuletzt der Humor. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal eine Bilderbibel mit dem nackten Hintern von König Saul sehen würde. Er erledigte in einer Höhle seine Notdurft. David, den er verfolgte, schnitt heimlich ein Stück seines Mantels ab, lies Saul aber am Leben. Heutige Bibelausgaben sind da um einiges dezenter in der bildlichen Darstellung.Ich vermute das leuchtende Gold auf der rechten Seite soll die Größe der Gnade und Barmherzigkeit Davids, der damit auch Gottes Herz widerspiegelt, zum Ausdruck bringen. Das finde ich wunderschön.

Leider bin ich gegen Ende der Zeit krank geworden, eitrige Halsentzündung. Was die Freude dann etwas minimiert hat. War aber trotzdem richtig schön.

Volles, wundervolles Leben

DSC_4184Mein Leben ist gerade voll. Sehr voll. Jedes Wochenende bis Ende November berufliche Termine. Daneben Verlag, Schiff, Willkommenskultur-Quadro kommunizieren und selbst, wo ich kann, in der Notunterkunft bei mir um die Ecke mithelfen. Zur Zeit vor allem, in dem ich organisiere: Übersetzungen, Medikamente, Brillen, Kopfhörer, Kleidung. Die Zeit, um eine der langen Schichten zu übernehmen, um in Ruhe mit Bewohnern Zeit zu verbringen hatte ich bisher – abgesehen vom Konzert – noch nicht. Warme Kleidung und Medikamente für die 100 Flüchtlinge, die in diesen Tagen neu dazu kommen, zu organisieren war erst mal wichtiger.

Mein Leben ist voll. Wunder-voll.

Heute Morgen holte ich bei der Apotheke um die Ecke drei Tüten (!) mit Medikamenten für die Notunterkunft ab. Zeitgleich gingen die Tochter eines iranischen Flüchtlings und eine Schweizer Besucherin, die gerade auf dem Schiff ist, zum Hotel Ibis und halfen mit 200 x Bettzeug für unsere Notunterkunft zu verpacken. Am Nachmittag ging ich zum Schiff, freute mich an dem dunkel- und dem hellhäutigen Jungen, die miteinander spielten. Da half eine arbeitslose Berlinerin mir zusammen mit der Schweizerin die Decke im Wohnzimmer zu streichen. Gemeinsam haben wir den größten Teil geschafft.

2015-10-14 16.16.05Die Schweizerin tröstete mich, weil mich ein Facebook-Beitrag . jemand hatte Frau Merkel alles erdenklich schlechte – mich so getroffen hat, dass ich Weinen musste. Man kann ja politisch einer anderen Meinung sein, aber muss man deswegen unmenschlich werden. Vielleicht bin ich zu sensibel, aber mir hat das einfach so weh getan, das zu lesen. Sie hat mir zugesprochen, dass mich Gottes Segen umhüllen soll wie ein wärmendes Tuch, das mich vor der Kälte schützt.

In der S-Bahn sah ich dann, wie ein junger Mann afrikanischer Herkunft einer türkisch aussehenden Frau hinterher sprang und ihr ihre Geldbörse in die Hand drückte, die sie hat leichenblassen. Bei Butter Lindner erhielt ich neben den Hähnchenschlegel, den ich kaufte noch einen zweiten geschenkt. Und bei der Post brachte mir die Angestellte mein schweres Paket zur Tür. Und schließlich sagte mir meine Nachbarin – die ein Auto hat – zu, die Dinge, die ich nicht selbst zur Unterkunft bringen kann, mit dem Auto hinzufahren.

Jetzt genieße ich den Luxus eines elektrischen Fussmassagegerätes, höre klassische Musik und freue mich über den Feierabend, der jetzt anbricht. Mein Leben ist voll. Wunder-voll.

 

Abnehmen – so mache ich es. Teil 3

2015-09-23 15.06.59Die gute Nachricht

Es geht voran. Das zweite Kilo ist weg.

Die schlechte Nachricht

Es dauert länger als erhofft. Ein Kilo pro Woche hielt ich für machbar, es sind jetzt eher 10 Tage, die es dauert, um eines zum Schmelzen zu bringen.

Was richtig gut geklappt hat

Mehr zu trinken: Hauptsächlich dadurch, dass ich mir Morgens eine große Kanne Krätertee (basisch) gemacht und ihn über den Arbeitstag verteilt getrunken habe.

Zuhause nur die Dinge essen, die meinem Körper und mir gut tut. Und ab und zu Fussmassagen vom elektrischen Massage-Gerät.

Was schwieriger war

Unterwegs gut zu essen bzw. Leckereien auszuschlagen, die mir angeboten wurden. Kuchen am Nachmittag. Oder Leckeres beim Frühstück: Wurst, Käse, Brot ist nicht das, was gerade für mich am Besten ist. Eher grüne Smoothies, Quark, Ei.

Angebote auszuschlagen, finde ich nach wie vor schwierig. Und da ich in den nächsten Wochen sehr viel unterwegs sein werde, bleibt das die große Herausforderung. Immerhin ist es mir einmal gelungen, nur zwei kleine Stücke Baklawa zu essen, obwohl ich das richtig mag. Und was man einmal schafft, schafft man auch ein zweites Mal.

Was auch noch schwierig ist

Mit dem Druck durch die finanzielle Belastung durch Neuerscheinungen im Verlag und die Kosten auf dem Schiff umzugehen. Da mache ich mir ab und an doch Sorgen…ob wir es schaffen, den Kaminofen, der Wasser und Luft fürs ganze Schiff heizen soll, rechtzeitig vor dem Winter zu finanzieren. Und bleibe nicht immer locker. Da bin ich weiter für Ermutigung und Unterstützung dankbar.

Was schön ist

Trotz der Herausforderungen geht es am Schiff voran. Es wird von Tag zu Tag schöner.

Was ich neu einbauen will

Wieder mehr Kräftigung und Dehnung etwa 10 – 15 Minuten pro Tag. Gerade wenn ich wie jetzt viele Vorträge halte, ist das extrem wichtig, um Schmerzen und Unwohlsein (was auch wieder zu mehr Essen führt) zu vermeiden.

Am Wochenende halte ich verschiedene Vorträge und Seminare nördlich von Hamburg. Bin gespannt, wie das wird. Herzliche Einladung.

 

Abnehmen – so mache ich es. Teil 2

2015-09-13 12.24.31Zunehmen ist im Grunde ganz einfach: Das weiß jeder. Doch wie funktioniert die Einlagerung von Fett im Körper eigentlich? Sehr vereinfacht gesagt: Man nimmt zu, wenn der Blutzuckerspiegel hoch ist – dann werden mit Hilfe von Insulin Nährstoffe aus dem Blut abgezogen und in den Fettdepots abgespeichert. Der Blutzuckerspiegel steigt besonders stark bei der Ernährung mit Zucker, Obst, Getreideprodukten oder sonstigen Kohlehydrate.

Abnehmen geht umgekehrt – auch einfach: Nahrung essen, die den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen lässt (Gemüse, Eiweiß) und die möglichst basisch ist. Denn ist der Körper zu sauer, kann er kein Fett abbauen. Gemüse ist für basische Ernährung ideal, Fisch geht auch.

Ich ernähre mich derzeit von viel Gemüse, etwas Fleisch, Obst und Nüssen. Das geht gut.

2015-09-14 15.46.34Die guten Nachrichten zuerst

  • Das erste Kilo ist weg! Bleiben noch vier weitere, denen ich den Garaus machen will.
  • Es fiel mir ziemlich leicht, an normalen Arbeitstagen nur Dinge zu essen, die meinem Körper gut tun.
  • Ich spüre schon mehr Leichtigkeit im Körper. Ob eingebildet oder nicht – es tut gut.
  • Das Wissen: Ich packe das jetzt an, tut mir richtig gut.
  • Ein paar Geschenke und ein Darlehn haben den finanziellen Druck etwas gemildert. Das tut mir gut.
  • Ein Dutzend Gegenstände hat meinen Haushalt verlassen. Der Unterschied ist noch nicht spürbar, aber irgendwo fängt man halt an.

Die weniger guten Nachrichten

  • Massage hat noch kein einziges Mal geklappt. Einmal fast, aber dann hat ein „kurzer“ Besuch bei Bauhaus und IKEA doch zu viel Zeit in der Mittagspause verschlungen.
  • Auswärts fällt mir vernünftiges Essen schwer. Vor allem bei Meetings, wo es erfahrungsgemäss wenig schlankheitsförderndes Essen gibt. Rekordmies: Eine Sitzung um 18.00 (Ich hatte noch nicht zu Abend gegessen), bei der kein Wasserglas mehr für mich übrig war, dafür aber Waffeln und Laugenbretzeln (ich liebe beides) direkt vor meiner Nase standen. Ich hab nicht mitgezählt…Immerhin habe ich bei einem Treffen mit meinem eigenen Team eine richtig große Kanne grünen Smoothie gemacht.

Was ich jetzt tue

  • Ich will mich für Ausnahmen wappnen. Einen Apfel oder Sellerie, MÖhren oder Nüsse mitnehmen. Oder vorher genug essen.
  • Ich will weniger Kaffee und mehr Wasser trinken. Kaffee, um den Säure-Basenhaushalt zu entlasten. Ist der Körper zu sauer, kann er nicht abnehmen. Und mehr Wasser, weil es einfach gut ist.

LEA-HeaderTipp: Jeweils zum Quartals – Beginn also Anfang Januar / März / Juni / Oktober startet der LEA – Online-Kurs mit viel Wissensvermittlung über Gesundheit, Ernährung und innere Stärke. Und Inspiration, leichter zu leben.

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Abnehmen – so mache ich es. Teil 1

2015-08-09 13.57.49„Du siehst gut aus. Aber du hast zugenommen!“ Puh. Es ist kein Vergnügen, wenn man so etwas hört. Vor allem dann nicht, wenn die Person, die das sagt, auch noch recht hat.

Die letzten Monate waren schön. Mehrere Familienfeiern und sonstige Feste mit richtig gutem Essen. Eine Woche als Referentin in einem Hotel in der Schweiz, in dem es richtig gutes Essen gab. Hmm.

Die letzten Monate waren hart. Sehr intensives Arbeiten im Verlag. Und dazu jede Menge Herausforderungen. Die praktischen und finanziellen Herausforderungen am Schiff und im Verlag. Mehrere Bücher und Kalender mussten nachgedruckt werden. Das sind im Grunde gute Nachrichten, weil es zeigt, dass Menschen das, was wir mit viel Herz und Liebe publizieren, lieben und schätzen.

Nur ist es bei Nachdrucken so, dass es – weil viele Menschen die Bücher schon haben – oft sehr lange dauert, bis so viele Bücher verkauft sind, dass die Druckkosten wieder gedeckt sind. Drei auf einmal, das hat mich an den Rand – und hinter den Rand – der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Für mich eine immense Belastung.

Ich gehöre zu den Menschen, die dazu neigen in anstrengenden Zeiten mehr zu essen, als mir gut tut. Die Hosen wurden enger. Der Weg die 80 Treppen zu meiner Wohnung hoch härter. Und das Leben insgesamt schwerer und mühevoller. Es sind nur 5 – 7 Kilo über meinem üblichen Gewicht. Doch ich spüre es. Frage mich, wie sich das wohl anfühlt, wenn Menschen 10, 20, 40 oder mehr zusätzliche Kilo mit sich rumschleppen.

Der Wendepunkt

Darunter gelitten habe ich schon länger. Doch erst der Kommentar der Frau, die mich seit einem Jahr nicht gesehen hat, hat mich zum Handeln gebracht. Ich habe entschieden: Das überflüssige GEwicht will ich wieder loswerden. Zügig, aber ohne krampfhafte Diät.

Ich wiege aktuell 67 Kilo (bei 1.70 m Körpergrösse noch ok, aber kein Wohlfühlgewicht für mich). In den nächsten Wochen will ich 5 Kilo davon wieder loswerden.

Die Massnahmen

Ich habe mich viel mit dem Thema Ernährung beschäftigt, weiß wie zunehmen und Abnehmen geht. Deshalb konzentriere ich mich in der ersten Woche meines Leichtigkeits-Lebens auf die emotionalen und psychologischen Faktoren.

Ziel definieren: Mehr Leichtigkeit.

Das Wort „Abnehmen“ suggeriert dem Gehirn, dass man etwas verliert. Verlieren  – das mag kein Mensch. Deshalb formuliere ich es mir positiv und motivierend.

Ich will mehr Leichtigkeit, mehr Taille und mehr Kontoren.

Ziel vor Augen

Es nützt nichts, sich illusorische Ziele vor Augen zu malen – etwa eine Barbie Figur haben zu wollen – diese Puppe ist ohnehin eher magersüchtig. Aber es ist wichtig, sich die positiven Auswirkungen klar bewusst zu machen. Für mich sind das vor allem

  • Leichtigkeit – die 80 Treppen zu meiner Wohnung wieder leichter hochzukommen
  • Schönheit – ich finde mich schöner, wenn die Konturen meines Gesichts klar sind.

Hindernisse ehrlich betrachten

Das größte Hindernis für mich, dabei mein Ziel zu erreichen, sind Ausnahmen. Heute mal Schokolade, Kuchen, weizenhaltiges Brot, süsser Saft… Es ist ab und zu ok, Ausnahmen zu machen, doch wenn die Ausnahmen zur Regel werden, dann wird es problematisch. Ich kenen mich gut, weiß, dass ich gern dazu neige, mir zu viele Ausnahmen zu erlauben. Diese Gefahr will ich im Blick haben. Und mir gezielt z. B. Samstags, wenn ich an Bord arbeite, Ausnahmen vom schlanken, fitten Essen erlauben, aber nicht dauernd.

Ziel kommunizieren

Wer anderen – wohlmeinenden – Menschen mitteilt, was er beabsichtigt, unterstütz sich selbst dabei, ein Ziel zu erreichen. Also habe ich mich entschieden, mein Vorhaben öffentlich zu machen.

Entlastung suchen

Zu viel Belastendes ist für mich der Hauptfaktor für zu viel Essen. Deshalb will ich auf fünf  Ebenen Entlastung suchen

– Körperliche Entlastung – Massagen

In den nächsten 2 Monaten habe ich 16 Vorträge. Und weitere Projekte am Laufen. Das ist viel. Um mich zu entlasten, will ich mir wenigstens einmal pro Woche eine Massage gönnen. Entweder ganz billig auf den Jade-Massageliegen (40 Min für 5 Euro) oder etwas teurer in der Happy hour beim Massagestudio um die Ecke. Das tut mir gut und entlastet wirklich.

– Räumliche Entlastung – Aufräumen

Durch die vielen Nachdrucke ist mein Büro und mein Flur voll mit Bücherkisten. Es sieht nicht schön aus. Mich belastet das. Und wer aufräumt erhöht die Chancen, abzunehmen drastisch – dazu gibt es Untersuchungen. Ich will die Dinge verkaufen, woanders unterbringen, damit meine Umgebung wieder schön wird.

– Seelische Entlastung- Abgeben

Klar und gut planen. Das tun, was ich kann und das, was außerhalb meines Einflussbereichs ist, bewusst in Gottes Hände legen und da lassen.

– Um Unterstützung bitten – euch einbeziehen

Die Finanzen belasten derzeit am meisten. Von daher bitte ich dich, zu überlegen, ob du mir da helfen magst. Wenn du mich beim Abnehmen unterstützen magst, kannst du das auf zwei Wegen tun:

a) Viele Bücher und Kalender kaufen. Einfach in unserem Online-Shop schon mal alle Weihnachtsgeschenke kaufen. Ich empfehle besonders mein neues Insprations/Andachtsbuch „Danke, Leben!“ Oder einen kleinen Vorrat an Impulsheften, Postkarten und Quadros zum verschenken. Dann ist das schon mal erledigt . Und es hilft mir, die immensen Druckkosten zu stemmen.

2015-09-05 11.50.25b) Fürs Schiff spenden. In dieser Woche muss ich ca. 500 Euro Elektrorechnungen zahlen, für ca. 500 Euro Holz einkaufen, damit wir weiterbauen können. Ich hätte noch gern eine Arbeitsplatte für die Schiffsküche, an der wir gerade bauen (ca. 150 Euro). Das alles kostet Geld, das ich nicht habe. Von daher meine Bitte an dich: Überlege, ob du mir mit einer kleinen oder großen Spende helfen magst, meine Herausforderungen zu meistern. Ich freu mich über jeden Cent und Euro, der mir hilft, das Schiff weiter und fertig zu bauen.

– Schritte markieren – Erfolge feiern

Wege zum Ziel sind Wege – es dauert eine Weile, bis man ankommt. Für den Weg braucht man Kraft. Ich will mich wieder darin üben, zu feiern, was ich gut gemacht habe. Mich auch über kleine Schritte und Erfolge freuen. Beim Leichtigkeit gewinnen, der Arbeit im Verlag und am Schiff. Und Gott und Menschen für ihre Unterstützung z. B. am Schiff danken.

Nächste Woche erzähle ich euch, wie es mir in der ersten Woche Abnehmen, äh, Leichtigkeit gewinnen, ergangen ist. Und was mir sonst noch hilft!

Kerstin Hack Schlanki und fit Buchtipp: Schlank und fit.  In diesem Quadro habe ich mein ganzes Wissen um Ernährung und Fitness knackig und kompakt zusammengefasst.

 

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