Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Kategorie: Ideen (Seite 1 von 3)

Ich schreibe ein Buch: Wie entwickle ich Produkte?

Aus einer schönen Idee ein marktfähiges Produkt zu machen, das auch viele andere Menschen begeistert, ist eine Kunst. Manche scheitern daran. Einigen gelingt es, die Idee – hier symbolisiert durch zwei Arme – in einen lebensfähigen Körper einzubauen.

Für den Blog von Tollabea habe ich darüber geschrieben, wie aus Ideen Produkte werden – wo die Herausforderungen liegen und an welchen ich erst mal gescheitert bin. Und wie ich gelernt habe, es besser zu machen.

Hier ist der Link zu Quadros und ich – eine Entstehungs- und Liebesgeschichte.
Viel Freude beim Lesen!

Im Alltag keine Spuren hinterlassen – wie ich die besondere Form der Achtsamkeit lerne

Gerade übe ich mich darin, keine Spuren zu hinterlassen.

Das ist ein Bild, das Jan von Wille in seinem Quadro Achtsamkeit verwendet. Damit beschreibt er, dass man bei einer Sache bleibt, bis sie ganz fertig ist.  So dass ein Detektiv nicht erkennen könnte, dass man da gewesen ist.
Für mich heißt das:

  • Tassen nicht vor, sondern sofort in die Spülmaschine stellen
  • Dokumente, mit denen ich gearbeitet habe, gleich wieder zurück legen.
  • Eine Seite, auf der ich gesurft habe, wenn ich fertig bin, gleich schließen.
  • Kleidung nach dem Ausziehen gleich zusammenlegen und an den richtigen Platz bringen usw.

Das klingt erst mal anstrengend – ist es auch ein bisschen.

Gerade für jemanden wie mich, der den Kopf schnell voll neuer Ideen hat, noch bevor die alten abgeschlossen sind. Es ist viel leichter, etwas Neues zu beginnen, als das alte komplett fertig zu stellen.

Doch zugleich erlebe ich es als ungemein entlastend, mich darin zu üben.

Es liegt nichts rum. Weder in der eigenen Umgebung. Noch im Kopf.

Kleine Samen säen – mein überraschender Weg in die Politik

2016-05-25 06.54.44Es begann im November 2015. In Berlin und weit darüber hinaus ging die Situation an unserem Landesamt für Gesundheit und Soziales, wo auch Geflüchtete betreut werden, durch die Presse. Menschen warteten Tage- und Nächtelang auf Registrierung, Termine. Es war katastrophal. Und hat mich bewegt. Im Herzen und zum Handeln.

Ich hab mich gefragt, was ich tun kann. Und habe – in meinem Freundeskreis und bei einer Teefabrik aus meiner früheren fränkischen Heimat – erst mal gut 40 Kilo Tee als Spende organisiert. Das half in den kalten Nächten wenigstens etwas.

Dann habe ich die Facebook-Gruppe Volunteer Translators initiiert, um kurze Texte schnell mal in die Sprachen der Geflüchteten übersetzen zu können.  Um die Geflüchteten und die Helfer zu entlasten. Und schließlich Nestwerk Berlin gestartet, eine Plattform der InitInitiativen, die sich um Wohnraum für Geflüchtete bemühen. Mit dem Ziel, gemeinsam effizient mehr zu erreichen. Daran arbeite ich intensiv bis jetzt. Aktuell vor allem an der Homepage.

Ich ging davon aus, dass solche Situationen sich nicht von heute auf Morgen ändern. Ich wollte Gott regelmässig um die Verbesserung der Situation bitten, aber kenne mich gut genug, um zu wissen, dass solche Vorsätze gern mal im Sand verlaufen, wenn es keine konkrete Erinnerungshilfe dazu gibt.

Also habe ich mir als Erinnerungshilfe den gleichen Tee gekauft, den wir auch für die Flüchtlinge besorgt hatten. Vorsichtshalber gleich zweihundert Teebeutel.- man weiß ja nie, wie lange es dauert, bis ein Gebet erhört wird. Jedes Mal, wenn ich mir eine Tasse schwarzen Tee gemacht habe, habe ich gebetet. Für die Berliner Verwaltung, für die Verantwortlichen, für gute Lösungen für die Herausforderungen, für Verbesserung der Prozesse.

Ein Gebet nach dem anderen. Jedes Gebet ein Same. 

Natürlich hätte ich ahnen können, dass Gott sich die Chance nicht entgehen lässt, mich auch zur Erhörung meiner Gebete einzuspannen. Anfang Mai ging – nach 200 Tassen Tee und Gebeten – mein  Teevorrat zu Ende – und dann überschlugen sich plötzlich die Ereignisse.

Ahmad, ein Freund aus Syrien, erzählte mir davon, dass es ihm dieses Jahr vor dem Ramadan graut. Der Grund: Die Fastenzeit, in der zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts gegessen und getrunken werden darf, fällt auf die längsten Tage des Jahres vom 6. Juni bis 4. Juli. Das bedeutet: einen Monat lang 19 Stunden lang nichts essen und nicht trinken.

Ich fühlte mit ihm mit. Und mit den Flüchtlingen in den Turnhallen, von denen ein Teil Ramadan hält und die vielleicht Nachts nichts mehr zu essen bekommen. Und den Nicht-Moslems, die womöglich gestresst durch diejenigen sind, die Nachts essen und laut sind.  Mich lies das nicht mehr los. Bei einer öffentlichen Veranstaltung mit Bürgermeister Müller fragte ich, ob es denn ein Konzept für die Notunterkünfte gäbe, wie in dieser Zeit Versorgung der Fastenden, ihre Gesundheit und der sozialer Friede zwischen denen, die fasten und denen, die es nicht tun, gewährleistet werden kann.

Er sagte mir zu, er würde das am nächsten Tag in der Senatsbesprechung ansprechen. Und am Nachmittag erhielt ich einen Anruf von  dem für die Unterbringung von Geflüchteten zuständigen Staatsekretär. Wir unterhielten uns eine Weile und er bat mich, ihm mein Konzept zu schicken… Er schrieb mir,  dass er das Konzept für wertvoll hält und es dem Präsidenten das LaGeSo zur Umsetzung empfohlen hat. Das ist mein letzter Wissensstand.

Mich berührt das sehr. Ich glaube, dass es ein Stück dazu beitragen kann, dass die Situation in der Zeit des Ramadan für alle Beteiligten besser wird- Muslime wie Christen und Atheisten. Fastende wie Nichtfastende.

Und dann ging mir mehrere Tage nicht mehr aus dem Kopf, dass Herr Müller gesagt hatte, dass er eine Bürgersprechstunde hat. Ich schaute nach, stellte fest, dass die nur zwei Mal im Jahr ist und ich die Anmeldefrist knapp verpasst hatte. Und bekam gleich online die Rückmeldung, dass es mehr Interessenten als Termine gab. Rechnete mir kaum Chancen aus, bis ich an einem Samstag! einen Anruf seines Mitarbeiters erhielt, ich hätte einen Termin.

2016-05-25 14.42.57Der Termin war dann heute. Ich war natürlich aufgeregt, hab mir, kurz bevor ich los ging die Zähne versehentlich mit Gesichtsreinigungsmilch geputzt. Zum Glück Bio. Und es war gut. Weil die Person vor mir kurzfristig abgesagt hatte, war sogar mehr Zeit als üblich. Ich konnte Herrn Müller ein Konzept vorstellen, das wir entwickeln, um Geflüchtete schneller aus Turnhallen in eigenen Wohnraum zu bringen und er sagte mir zu, mich mit den Verantwortlichen in Kontakt zu bringen.

Dann sprach ich das Thema Schutz Minoritäten in den Flüchtlingsunterkünften, sowie verbesserte Integration aller an und machte einige konkrete Vorschläge, worauf er mich fragte, ob ich ein Konzept hätte. Hatte ich tatsächlich. Und auch dabei.

Irgendwann mal vor einem halben Jahr hab ich begonnen, Samen auszusäen. Samen des Gebets. Samen des Engagements. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mich mal an den Tisch des Regierenden Bürgermeisters von Berlin führen würden, hätte ich nicht gedacht. Und jetzt hoffe und bete ich, dass die Gedanken, die für meine Stadt und unser Land hilfreich sind, weiter wachsen.

 

 

 

 

Abnehmen – so mache ich es. Teil 2

2015-09-13 12.24.31Zunehmen ist im Grunde ganz einfach: Das weiß jeder. Doch wie funktioniert die Einlagerung von Fett im Körper eigentlich? Sehr vereinfacht gesagt: Man nimmt zu, wenn der Blutzuckerspiegel hoch ist – dann werden mit Hilfe von Insulin Nährstoffe aus dem Blut abgezogen und in den Fettdepots abgespeichert. Der Blutzuckerspiegel steigt besonders stark bei der Ernährung mit Zucker, Obst, Getreideprodukten oder sonstigen Kohlehydrate.

Abnehmen geht umgekehrt – auch einfach: Nahrung essen, die den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen lässt (Gemüse, Eiweiß) und die möglichst basisch ist. Denn ist der Körper zu sauer, kann er kein Fett abbauen. Gemüse ist für basische Ernährung ideal, Fisch geht auch.

Ich ernähre mich derzeit von viel Gemüse, etwas Fleisch, Obst und Nüssen. Das geht gut.

2015-09-14 15.46.34Die guten Nachrichten zuerst

  • Das erste Kilo ist weg! Bleiben noch vier weitere, denen ich den Garaus machen will.
  • Es fiel mir ziemlich leicht, an normalen Arbeitstagen nur Dinge zu essen, die meinem Körper gut tun.
  • Ich spüre schon mehr Leichtigkeit im Körper. Ob eingebildet oder nicht – es tut gut.
  • Das Wissen: Ich packe das jetzt an, tut mir richtig gut.
  • Ein paar Geschenke und ein Darlehn haben den finanziellen Druck etwas gemildert. Das tut mir gut.
  • Ein Dutzend Gegenstände hat meinen Haushalt verlassen. Der Unterschied ist noch nicht spürbar, aber irgendwo fängt man halt an.

Die weniger guten Nachrichten

  • Massage hat noch kein einziges Mal geklappt. Einmal fast, aber dann hat ein „kurzer“ Besuch bei Bauhaus und IKEA doch zu viel Zeit in der Mittagspause verschlungen.
  • Auswärts fällt mir vernünftiges Essen schwer. Vor allem bei Meetings, wo es erfahrungsgemäss wenig schlankheitsförderndes Essen gibt. Rekordmies: Eine Sitzung um 18.00 (Ich hatte noch nicht zu Abend gegessen), bei der kein Wasserglas mehr für mich übrig war, dafür aber Waffeln und Laugenbretzeln (ich liebe beides) direkt vor meiner Nase standen. Ich hab nicht mitgezählt…Immerhin habe ich bei einem Treffen mit meinem eigenen Team eine richtig große Kanne grünen Smoothie gemacht.

Was ich jetzt tue

  • Ich will mich für Ausnahmen wappnen. Einen Apfel oder Sellerie, MÖhren oder Nüsse mitnehmen. Oder vorher genug essen.
  • Ich will weniger Kaffee und mehr Wasser trinken. Kaffee, um den Säure-Basenhaushalt zu entlasten. Ist der Körper zu sauer, kann er nicht abnehmen. Und mehr Wasser, weil es einfach gut ist.

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Abnehmen – so mache ich es. Teil 1

2015-08-09 13.57.49„Du siehst gut aus. Aber du hast zugenommen!“ Puh. Es ist kein Vergnügen, wenn man so etwas hört. Vor allem dann nicht, wenn die Person, die das sagt, auch noch recht hat.

Die letzten Monate waren schön. Mehrere Familienfeiern und sonstige Feste mit richtig gutem Essen. Eine Woche als Referentin in einem Hotel in der Schweiz, in dem es richtig gutes Essen gab. Hmm.

Die letzten Monate waren hart. Sehr intensives Arbeiten im Verlag. Und dazu jede Menge Herausforderungen. Die praktischen und finanziellen Herausforderungen am Schiff und im Verlag. Mehrere Bücher und Kalender mussten nachgedruckt werden. Das sind im Grunde gute Nachrichten, weil es zeigt, dass Menschen das, was wir mit viel Herz und Liebe publizieren, lieben und schätzen.

Nur ist es bei Nachdrucken so, dass es – weil viele Menschen die Bücher schon haben – oft sehr lange dauert, bis so viele Bücher verkauft sind, dass die Druckkosten wieder gedeckt sind. Drei auf einmal, das hat mich an den Rand – und hinter den Rand – der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Für mich eine immense Belastung.

Ich gehöre zu den Menschen, die dazu neigen in anstrengenden Zeiten mehr zu essen, als mir gut tut. Die Hosen wurden enger. Der Weg die 80 Treppen zu meiner Wohnung hoch härter. Und das Leben insgesamt schwerer und mühevoller. Es sind nur 5 – 7 Kilo über meinem üblichen Gewicht. Doch ich spüre es. Frage mich, wie sich das wohl anfühlt, wenn Menschen 10, 20, 40 oder mehr zusätzliche Kilo mit sich rumschleppen.

Der Wendepunkt

Darunter gelitten habe ich schon länger. Doch erst der Kommentar der Frau, die mich seit einem Jahr nicht gesehen hat, hat mich zum Handeln gebracht. Ich habe entschieden: Das überflüssige GEwicht will ich wieder loswerden. Zügig, aber ohne krampfhafte Diät.

Ich wiege aktuell 67 Kilo (bei 1.70 m Körpergrösse noch ok, aber kein Wohlfühlgewicht für mich). In den nächsten Wochen will ich 5 Kilo davon wieder loswerden.

Die Massnahmen

Ich habe mich viel mit dem Thema Ernährung beschäftigt, weiß wie zunehmen und Abnehmen geht. Deshalb konzentriere ich mich in der ersten Woche meines Leichtigkeits-Lebens auf die emotionalen und psychologischen Faktoren.

Ziel definieren: Mehr Leichtigkeit.

Das Wort „Abnehmen“ suggeriert dem Gehirn, dass man etwas verliert. Verlieren  – das mag kein Mensch. Deshalb formuliere ich es mir positiv und motivierend.

Ich will mehr Leichtigkeit, mehr Taille und mehr Kontoren.

Ziel vor Augen

Es nützt nichts, sich illusorische Ziele vor Augen zu malen – etwa eine Barbie Figur haben zu wollen – diese Puppe ist ohnehin eher magersüchtig. Aber es ist wichtig, sich die positiven Auswirkungen klar bewusst zu machen. Für mich sind das vor allem

  • Leichtigkeit – die 80 Treppen zu meiner Wohnung wieder leichter hochzukommen
  • Schönheit – ich finde mich schöner, wenn die Konturen meines Gesichts klar sind.

Hindernisse ehrlich betrachten

Das größte Hindernis für mich, dabei mein Ziel zu erreichen, sind Ausnahmen. Heute mal Schokolade, Kuchen, weizenhaltiges Brot, süsser Saft… Es ist ab und zu ok, Ausnahmen zu machen, doch wenn die Ausnahmen zur Regel werden, dann wird es problematisch. Ich kenen mich gut, weiß, dass ich gern dazu neige, mir zu viele Ausnahmen zu erlauben. Diese Gefahr will ich im Blick haben. Und mir gezielt z. B. Samstags, wenn ich an Bord arbeite, Ausnahmen vom schlanken, fitten Essen erlauben, aber nicht dauernd.

Ziel kommunizieren

Wer anderen – wohlmeinenden – Menschen mitteilt, was er beabsichtigt, unterstütz sich selbst dabei, ein Ziel zu erreichen. Also habe ich mich entschieden, mein Vorhaben öffentlich zu machen.

Entlastung suchen

Zu viel Belastendes ist für mich der Hauptfaktor für zu viel Essen. Deshalb will ich auf fünf  Ebenen Entlastung suchen

– Körperliche Entlastung – Massagen

In den nächsten 2 Monaten habe ich 16 Vorträge. Und weitere Projekte am Laufen. Das ist viel. Um mich zu entlasten, will ich mir wenigstens einmal pro Woche eine Massage gönnen. Entweder ganz billig auf den Jade-Massageliegen (40 Min für 5 Euro) oder etwas teurer in der Happy hour beim Massagestudio um die Ecke. Das tut mir gut und entlastet wirklich.

– Räumliche Entlastung – Aufräumen

Durch die vielen Nachdrucke ist mein Büro und mein Flur voll mit Bücherkisten. Es sieht nicht schön aus. Mich belastet das. Und wer aufräumt erhöht die Chancen, abzunehmen drastisch – dazu gibt es Untersuchungen. Ich will die Dinge verkaufen, woanders unterbringen, damit meine Umgebung wieder schön wird.

– Seelische Entlastung- Abgeben

Klar und gut planen. Das tun, was ich kann und das, was außerhalb meines Einflussbereichs ist, bewusst in Gottes Hände legen und da lassen.

– Um Unterstützung bitten – euch einbeziehen

Die Finanzen belasten derzeit am meisten. Von daher bitte ich dich, zu überlegen, ob du mir da helfen magst. Wenn du mich beim Abnehmen unterstützen magst, kannst du das auf zwei Wegen tun:

a) Viele Bücher und Kalender kaufen. Einfach in unserem Online-Shop schon mal alle Weihnachtsgeschenke kaufen. Ich empfehle besonders mein neues Insprations/Andachtsbuch „Danke, Leben!“ Oder einen kleinen Vorrat an Impulsheften, Postkarten und Quadros zum verschenken. Dann ist das schon mal erledigt . Und es hilft mir, die immensen Druckkosten zu stemmen.

2015-09-05 11.50.25b) Fürs Schiff spenden. In dieser Woche muss ich ca. 500 Euro Elektrorechnungen zahlen, für ca. 500 Euro Holz einkaufen, damit wir weiterbauen können. Ich hätte noch gern eine Arbeitsplatte für die Schiffsküche, an der wir gerade bauen (ca. 150 Euro). Das alles kostet Geld, das ich nicht habe. Von daher meine Bitte an dich: Überlege, ob du mir mit einer kleinen oder großen Spende helfen magst, meine Herausforderungen zu meistern. Ich freu mich über jeden Cent und Euro, der mir hilft, das Schiff weiter und fertig zu bauen.

– Schritte markieren – Erfolge feiern

Wege zum Ziel sind Wege – es dauert eine Weile, bis man ankommt. Für den Weg braucht man Kraft. Ich will mich wieder darin üben, zu feiern, was ich gut gemacht habe. Mich auch über kleine Schritte und Erfolge freuen. Beim Leichtigkeit gewinnen, der Arbeit im Verlag und am Schiff. Und Gott und Menschen für ihre Unterstützung z. B. am Schiff danken.

Nächste Woche erzähle ich euch, wie es mir in der ersten Woche Abnehmen, äh, Leichtigkeit gewinnen, ergangen ist. Und was mir sonst noch hilft!

Kerstin Hack Schlanki und fit Buchtipp: Schlank und fit.  In diesem Quadro habe ich mein ganzes Wissen um Ernährung und Fitness knackig und kompakt zusammengefasst.

 

Prinzessin, Königin, Multitasking und weitere Schätze

2014-03-16 16.37.40Vieles, was mich bewegt, blogge ich hier. Manchmal erscheinen Gedanken und Inspiraitonen von mir aber auch auf anderen Blogs.

Zum Beispiel wurden meine Gedanken zu Frauenrollen zum einen vom Männermagazin „Adam Online“ aufgegriffen. Zum anderen von einem Blog für Frauen, die leiten – more than pretty.

In der Lesbar von Down to Earth sind eine Menge Artikel von mir gesammelt…eine Fundgrube an Inspiration.

Und im Blog von Down to Earth veröffentliche ich auch immer mal wieder Inspriation und Tipps. Aktuell meine Erfahrungen mit dem Experiment: 7 Wochen ohne Multitasking.

Advent: Statt fett lieber klug werden

2014-11-09 19.25.46Wenn die ganze Welt schweigt, macht eine Stimme den Unterschied. – Malala Yousafzai, 15-jährige pakistanische Friedensnobelpreisträgerin 2014, die sich für das Recht von Mädchen auf Bildung einsetzt.

Am 9. November war es so weit. Ich hab den Hebel umgelegt. Ein Ballons der „Lichtergrenze“ erhob sich in die Luft… als Erinnerung daran, dass vor 25 Jahren die Mauer gefallen war. Ich war eine von 8000 Mitwirkenden… zusammen haben wir die „Mauer“ zum Einsturz gebracht. So wie damals… als die Gebete, Proteste vieler Menschen und die dummen und weisen Handlungen von Verantwortlichen zum Falle der Mauer führten.

Was mich dazu bewegt: Jesus sagt von sich, dass er das Licht ist, das in die Welt gekommen ist. Daran erinnern wir uns in der Adventszeit – freuen uns daran, dass er uns Licht gebracht hat. Aber Jesus sagt auch: „Ihr seid das Licht der Welt.“

Lichter gibt es in unterschiedlichen Größen. Manche leuchten weit. Das sind Menschen, die wir als „Weltveränderer“ bezeichnen und in den „Weltveränder-Impulsheften“ portraitieren. Weltveränderer, weil sie ihre Talente und ihren Einfluss nutzten, um in Religion, Politik, Wirtschaft, Bildung oder Kunst Veränderung zu bringen. Von solchen Menschen kann man sich inspirieren lassen – selbst Licht zu sein.

Mein Team und ich haben uns etwas ausgedacht – für alle, die in der Adventszeit nicht fett, sondern weise werden wollen:

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Der klügste Adventskalender der Welt! 24 Tage Inspiration durch Menschen, die die Welt verändert haben. Die Weltveränderer-Impulshefte laden ein zu einer Zeit des Nachdenkens über Ideale, Sinn, Werte und Engagement für andere.

Die Weltveränderer sind Kompaktbiografien beeindruckender Persönlichkeiten. Man hat nicht die Zeit über alle eine ausführliche Biographie zu lesen. Die Weltveränderer sind kurz, knapp und bringen dennoch das Wesentliche der Person zum Ausdruck: Ihre Kämpfe, ihre Schlüssel zum Erfolg. Auch als Anregung für das eigenen Leben.

Der klügste Adventskalender umfasst:

Wunschzeit. Der Advents-Begleiter mit täglich einer Frage zum Nachspüren, Horchen auf die eigenen Wünsche und Platz für Notizen.

19 Weltveränderer für die Adventswochentage – z.B. Mutter Teresa, Franz von Assisi, Martin Luther King, Charlie Chaplin, Johann Sebastian Bach, Margarete Steiff…

4 besinnliche Worte-Impulshefte für die Adventssonntage: Worte der Hoffnung, des Segens, zur Stille und des Lebens.

Weihnachtsgeschenk: Quadro Gottes Vaterliebe. Die Liebe des Vaters erleben. Weil das der Kern von Weihnachten ist.

Es ist wohl die wunderbarste und klügste Art, den besinnlichen Advent zu begehen. Egal ob allein, mit Familie oder im Team und mit Kollegen.

Sonderpreis:

Alles zusammen zum Advents-Angebotspreis von 55 € (statt 65 € bei Einzelbestellung).
Hier gibt es den tollen Adventskalender!

Natürlich kannst du Wunschzeit, die Weltveränderer – und Worte-Impulshefte und das obige und weitere Quadros auch einzeln bestellen. Sie eignen sich wunderbar, um sich selbst und anderen Menschen eine Freude zu machen – nicht nur zur Weihnachtszeit…

Toll als Adventsbegleiter ist – finde ich zumindest – auch mein Quadro „In seiner Hütte“, das zur nahen und herzerwärmenden Begegnung mit Gott einlädt.

Ich bin einfach stolz und dankbar – für die Menschen, die die Welt verändert haben, für mein Team, mit dem ich so tolle Sachen publizieren kann. Und für euch, mit denen ich Dinge teilen kann.

2014-11-09 18.18.11

100 Tage Neues wagen – Woche 8

Diese Woche wird es bunt!

2014-10-18 21.29.1550.    Feiere die ersten 50 Tage. Mache etwas Neues mit Farben.
51.    Mache etwas Neues mit rot
52.    Mache etwas Neues mit rot.
53.    Mache etwas Neues mit gelb.
54.    Mache etwas Neues mit grün.
55.    Mache etwas Neues mit blau.
56.    Mache etwas Neues mit violet.

Voll im Wind – das Buch vom Männercoach

voll im Wind voll im Leben. Dirk Schröder. BuchEin perfekter Sonntag ist, wenn ich neben Begegnung und Natur auch etwas Zeit zum lesen habe. Letzter Sonntag war so ein Tag. Aus meinem „will – ich gern mal lesen Stapel zog ich Voll im Wind. Voll im Leben. Mit dem Männercoach auf Kurs. Von Dirk Schröer. Ich wollte es gern lesen, weil ich immer mal wieder – virtuell – mit dem Autor  Kontakt hatte. Und natürlich, weil sein Thema das eigene Leben voll und ganz leben, auch mein Herzensanliegen ist. Weil ich ihn „kenne“, schrieb ich meine Gedanken zu dem Buch lieber in persönlicher Form – direkt an ihn.

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Lieber Dirk,

Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten Buch!

Am Sonntag war es so weit – ich hab die Plastikfolie von deinem Buch abgerissen (die Umweltfrau in mir hofft. dass wenn Folie schon sein muss, sie hoffentlich wenigstens kompostierbar ist) und habe angefangen, dein Buch zu lesen…und denn in Sofa, Park und S-Bahn weitergelesen. Da ich dich zumindest ein bisschen kenne, wollte ich keine normale Rezension schreiben, sondern lieber persönliche Kommentar von den verschiedenen „Stimmen“, in mir, die sich zu deinem Buch zu Wort gemeldet haben. Und am Ende hab ich dann noch eine Bitte….

Die Verlegerin

Ich hab – wie ich das oft mache, erst mal etwas geblättert und quergelesen. Als als mir das gefiel, was ich da fand, las ich dein Buch dann „richtig“. Das ist schon mal ein Kompliment, viele Bücher schaffen es bei mir nicht über diese erste Hürde…

Der erste Eindruck passt. Gute Gestaltung. Angenehme Haptik. Gutes Schriftbild (ab und an hätte ein Absatz mehr der Lesbarkeit gut getan). Schöne Schriften. Kraftvolle Bilder. Gute Gestaltung. Gute Gesamtkomposition. Da ich als Verlegerin weiß, dass hinter einem Buch neben dem Autor ein ganzes Team von Grafikern, Lektoren, Herstellern, Druckern etc. steht, ein Kompliment an alle. Das habt ihr gut gemacht!

Die Autorin

Mir gefällt die Mischung aus packenden Geschichten und erklärenden Texten. Die Texte sind gut lesbar und klar. Und die Geschichten sind kraftvoll. Mann (oder Frau) geht innerlich mit. wird mitgenommen, geht mit. Als ich las, wie Urs den Sprung ins kalte Wasser gewagt hat, hatte ich Tränen in den Augen, so sehr habe ich mich für ihn gefreut. Du nimmst die Leser mit auf eine Reise.

Du machst gleich zu Beginn auch klar, wohin die Reise geht: „Ich möchte das hervorbringen, was Gott jedem Mann als sein ureigenstes Talent mitgegeben hat. Gemeinsam mit den Männern möchte ich ihre Bestimmung entdecken und sie ermutigen, sich auf den Weg zu machen, um das Leben zu leben, nach dem sie sich sehnen und für das sie geschaffen wurden.“

Die Coaching-Kollegin

Du weckst in den Lesern nicht nur die Sehnsucht nach dem Leben, zu dem sie geschaffen sind, sondern gibst ihnen auch gutes Wegweiser an die Hand, wie sie ihren Weg finden können. Manchmal – etwa bei Berufung – war es mir fast zu viel des Guten…da befürchtete ich, es könnte die Leser erschlagen, für die das alles Neuland ist. Insgesamt fand ich die Fragen und Handlungsimpulse zum Weiterkommen jedoch sehr gut ausgewählt und erklärt.

Viele der Werkzeuge sind mir natürlich aus meiner eigenen Coachingpaxis vertraut – ich fand es spannend zu entdecken, wie du sie einsetzt, einbaust und formulierst. Mir hat besonders das Bild von den fünf Satelliten gefallen, die bei der Peilung helfen: die eigene Geschichte, die tiefe Sehnsucht, die Risiken (die man bisher vielleicht vermieden hat), das (aktuelle) Training (die aktuelle Herausforderung), die eigene Spiritualität.

Einige deiner Handlungsanregungen fand ich richtig mutig – zum Beispiel die Fragen, die ein Mann seine Frau fragen kann, wenn er ehrliches Feedback von ihr will. Etwa „Wie ist es, mit mir zu leben?“ Holla. Wenn Frau das als echte Frage hört, auf die sie eine ehrliche Antwort geben kann und darf, dann steckt darin viel Power für Ehrlichkeit und positive Veränderungen. Oder vielleicht auch die Freude, Positives zu hören, das man(n) bisher noch gar nicht wusste. Eine krasse, kraftvolle Anregung, die hoffentlich viele Leser aufgreifen.

Die Frau

Als Frau habe ich natürlich sehr genau hingelesen, wie die in deinem Buch Frauen beschreibst. Ergebnis: Ich finde es sehr wohltuend, dass du fast nicht von Rollen sprichst, aber sehr viel von Identitäten. Ich empfinde an vielen Stellen, dass wir an festen Rollenbildern „so hat man(n) oder Frau zu sein, feststecken und uns das die Freude nimmt, unser Leben, das uns entspricht zu leben, und einander in Neugierde und echtem Interesse zu begegnen.

An einer Stelle bin ich gestolpert. Du schreibst – vermutlich angelehnt an Eldrege – dass die zwei zentralen Lebensfragen eines Mannes sind:

  • Bin ich der geliebte Sohn?
  • Habe ich es drauf?

Und die einer Frau:

  • Bin ich liebenswert?
  • Wird jemand für mich kämpfen?

Aus meiner Sicht handelt es sich bei den beiden Fragen, die du für die Frauen nennst im Grunde um Varianten von einer Frage:

  • Bin ich attraktiv / kostbar / wertvoll (das schließt auch das für uns Kämpfen ein)?

Es ist eine zentrale und wichtige Frage für uns, in der es – wie bei der Frage des Mannes „Bin ich der geliebte Sohn?“ um Wert und Annahme geht.

Doch für die Männer gibt es in deinem Buch bei dir noch die Frage nach der Handlungsfähigkeit, also den Kapazitäten, das Leben zu meistern: „Habe ich es drauf?“ Diese Frage schließt auch das aktive Handeln ein – was kann ich tun, um das Leben besser zu meistern? Wie mache ich Sachen am Besten.

Bei den Frauen fehlt mir diese Frage. Doch natürlich fragen wir uns auch oft, ob es uns wohl gelingt, unser Leben zu meistern. Die Frage ist existentiell – wie für euch Männer. Auch wenn wir die Antwort nicht unbedingt an der gleichen Stelle suchen. Wenn Männer miteinander sprechen geht es oft und das, was man(n) schafft / drauf hat. Wir Frauen reden viel über Beziehungen. Nicht nur Liebesbeziehung. Sondern alle. Unsere Beziehung zu Freunden, Kollegen. Kindern. Darunter steckt die Frage:

  • Kann ich / Hab ich es drauf, Beziehungen zu schaffen? (zu halten/ zu gestalten)?

Das ist aus meiner Sicht ganz wichtig. Du würdest den Frauen mehr Würde geben, wenn du ihnen nicht nur „passive“ Fragen zugestehst (bin ich liebenswert? Wird jemand für mich kämpfen?), sondern auch eine, die das aktive Handeln mit einschließt. Ich fände es schön, wenn du das in der zweiten Auflage (hoffentlich bald) noch hinzufügen würdest. Das würde es runder machen.

Was ich auch noch schön fand, war wie du beschreibst, was du als Mann tust und was man tun  kann, um das Potential deiner Frau zu stärken und zu fördern. Das Buch ist natürlich zuerst für Männer geschrieben, aber ich hätte es spannend gefunden, zu erfahren, was eine Frau tun kann, um das Potential eines Mannes zu fördern. Eine Frau hat mir mal gesagt, dass Gott ihr gezeigt hat: „Dein Mann ist wie ein Baum. Mit jedem Wort des Segens und der Ermutigung stärkst du ihn.“

Meiner Erfahrung nach wollen viele Frauen ihre Männer stärken, wissen aber gar nicht, was Männer wirklich stark macht. Sie machen dann aus Versehen das Falsche – etwa zu trösten, wenn er eher Zuspruch und Ermutigung gebrachen könnte. Sie trösten mit „Du Armer, das ist ja wirklich schlimm.“, wenn vielleicht ein zuversichtliches „Du hast schon so viele Dinge bewältigt, ich traue dir das auch zu!“ mehr stärken würde. Ähnlich wie Männer können auch Frauen keine Gedanken lesen – brauchen Hinweise. Ich hätte einen Abschnitt dazu spannend gefunden: Wie eine Frau einen Mann stärken und wie er sie darum bitten kann.

Die Inspirierte

Ich liebe es, Menschen in ihrem Potential zu fördern. Eines meiner Bücher heißt nicht umsont: Spring. Hinein ins volle Leben. Als Frau , die es liebt, Menschen in ihrem Potential zu fördern und freizusetzen, fand ich dein Buch einfach kraftvoll und stark. Die Beispiele waren klar auf die Männerwelt bezogen, aber viele der Themen, die du ansprichst, finde ich für Frauen genauso relevant: Sich selbst nicht verleugnen, Verantwortung zu übernehmen, den eigenen Träumen auf die Spur kommen, etwas in der Welt hinterlassen. Von daher würde ich dein Buch durchaus allen empfehlen, die „voll im Leben“ stehen wollen.

Ich wünsche dir noch viel Erfolg und viele weitere Auflagen!

Kerstin

2014-10-12 15.08.22Und jetzt noch die Bitte:

An einer Stelle schreibst du: „In beiden Fällen sind die Partnerinnen der jeweiligen Helden keine schwachen Frauen, keine Prinzessinnen, die passiv auf ihre Rettung warten. E sind starke Frauen. Denn genau wie der Mann soll natürlich auch die Frau in ihrer Stärke laufen!“ (S. 200) Mein Herz hat gejubelt, als ich das gelesen habe. Nicht zuletzt deshalb, weil mich die Prinzessinnen, die auf den Seiten zuvor mehrfach erwähnt wurden, ziemlich irritiert haben.

Ich finde das Bild von der Frau als Prinzessin aus verschiedenen Gründen problematisch.

–  Das Prinzessinen-Ritter Bild ist aus der mittelalterlichen Minnekultur. Damals hatten adelige Frauen nichts anderes zu tun hatten, als lieb und schön zu sein, bis der Ritter sie „eroberte“. Es stammt aus einer bestimmten Gesellschaftsschicht , nach der sich -wegen des damit verbundenen Reichtums – die anderen sehnten. 95 % der Menschen waren keine Prinzessinnen und Ritter sondern Bauern, Händler. Und heute gibt es in Europa vielleicht 20 Prinzessinnen und ebenso viele Prinzen. Der Rest sind „andere“. Klar sehnt jede(r) sich mal nach einem bequemen Luxusleben ohne Verantwortung – aber dafür sind wir eigentlich nicht geschaffen.

– Eine Frau als Prinzessin zu bezeichnen macht sie zum kleinen Mädchen. Prinzessinn verniedlicht Frauen.  Prinzessinnen sind in der Regel jung, lieb, hübsch und ohne jeden Gestaltungsraum.  Um irgendetwas selbst gestalten zu können, muss eine Prinzessin passiv abwarten, bis der König stirbt oder ein Prinz sie heiratet. Eine Frau als Prinzessin zu bezeichnen macht sie letztlich zum Mädchen, hält sie klein.

– Wer eine Prinzessin zur Frau hat, macht sich als Mann selbst klein. Der Mann einer Prinzessin ist per Definition bestenfalls Prinz, kein König (oder im schlimmsten Fall ein Mann, der sich in eine Königliche Vaterrolle gegenüber der niedlichen Prinzessin begibt – auch grausig!). Ein Prinz ist jemand in Wartepostition, der sein Land noch nicht bekommen hat. Das ist keine angenehme Rolle. Wer sehen will, wie machtlos es ist, immer nur Prinz zu sein, braucht nur nach England zu Prinz Charles schauen.

– Prinzessinen passen nicht zu dir: Du hast ein sehr gesundes, kraftvolles Bild von Frauen udn von Partnerschaft auf Augenhöhe. Kristin, diene Frau war – gerade auch in deiner Krise – keine Prinzessin, die darauf warten, gerettet zu werden. Das kitschige, klischeehafte Prinzessinenbild passt nicht zu dem klaren, starken Bild, das du von Frauen und von Ehe hast und auf jeder Seite deines Buches vermittelst.

– Das Prinzessinnenbild ist nicht biblisch. Natürlich glaube ich nicht, dass man in Büchern nur Bilder verwenden kann, die auch in der Bibel verwendet werden. Aber ich sehe nirgends in der Bibel, dass Gott Frauen zu Prinzessinnen macht, die nur darauf warten, dauernd gerettet zu werden und Männern die Last aufbürdet, die arme Prinzessin dauernd zu retten. Was für ein Stress!

Es gibt einen, der die Rolle des Retters hat – für alle Prinzessinnen (zu denen auch Männer gehören…ihr seid ja auch Braut Christi) – das reicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für einen Mann ein Vergnügen ist, ein Leben lang diese Prinzenrolle zu spielen und dauernd die arme, unselbständige, schwache Prinzessin retten zu müssen. Ab und zu mal als Mann eine Frau aus einer schwierigen Situation retten – das kann durchaus ein Geschenk für beide sein. Aber als dauerhafte Rollefunktion passt es nicht zu dem, das wir als Männer und Frauen gemeinsam zum Handeln, zum bebauen, bewahren berufen sind.

Die erste biblische Beschreibung einer Frau in Genesis ist Ezer, was wörtlich so viel wie  Held, Retter oder starker Alliierter bedeutet – ein Wort, mit dem Gott sonst nur sich selbst beschreibt, wenn er zum Ausdruck bringt, dass er in Kriegssituationen ein machtvoller Kämpfer an der Seite Israels ist. * Und das es in vielen biblischen Männernamen gibt: Eliezer (Gott ist machtvolle Hilfe). Mit den gleichen Worten Ezer, machtvolle Gefährtin im Krieg, beschreibt Gott die Frau….

[Irgendwann im Himmel, lieber guter Martin Luther, würde ich dich mal fragen, wie du auf die Idee kamst, dieses Powerwort „Ezer“ mit „Gehilfin“ zu übersetzen, wo du doch selbst so eine kraftvolle Frau an deiner Seite hattet? Und einen Gott, der ebenfalls Ezer – eine feste Burg, ein machtvoller Kämpfer für dich war, nicht nur ein „Gehilfe“ – so hättest du ihn doch nie bezeichnet, oder]

Söhne und Töchter: Klar, wir sind Söhne oder Töchter – und damit als Söhne und Töchter des Königs der Könige auch Prinzen und Prinzessinnen. Dennoch ist das Prinz-Prinzessinnenbild ein Bild, das die Bibel nicht verwendet. Wir werden vielmehr als Könige und Priester bezeichnet, Mit-Regenten mit Christus. Wir stehen als Könige und Königinnen an seiner Seite. Welche Würde.

Biblische Frauen sind Königinnen. Von Anfang bis Ende der Bibel sieht man eine Frau nach der anderen, die den Auftrag, allein oder an der Seite eines Mannes über das ihr anvertraute Land zu herrschen, annimmt. Die Mutter von Mose, Miriam, Deborah, Hanna, Abigail. Frauen, die kraftvoll handeln. Menschen stärkt, nährt. Selbst Frauen in katastrophalen Situationen – wie etwa Ruth und Esther – nutzen noch den eignen Handlungsraum. Sie werden nicht nur passiv vom Helden gerettet. Sondern nutzen ihren Spielraum für klare, starke Handlungen und Bitten. Und treffen glücklicherweise auf ebenso starke Männer! Wow.

Ich liebe es, wie in Sprüche 31 ein Mann seine Frau beschreibt – voller Tatkraft, Handlungsfähigkeit. „Kraft und Würde sind ihr Gewand – und sie lacht voll Freude und Zuversicht dem nächsten Tag ins Gesicht!“ Diese Frau, von der das gesagt wird, ist keine Prinzessin. Sie ist eine schöne, gut gekleidete Königin, die ihr Reich (Familie, Firma, Landwirtschaft), kraftvoll leitet. Und dennoch empfänglich ist für die Wärme und Wertschätzung ihres Mannes.

Du spürst: Mir liegt das sehr am Herzen. Vielleicht, weil es für mich ein langer Weg war, mich selbst aus der Rolle des kleinen Mädchens, das von anderen alles erwartet, herauszuentwickeln. Und mich mit dem Zuspruch meines ermutigenden Gottes zu einer Frau zu entwickeln, die ihren Handlungsraum kennt und nutzt.

Ich merke immer mehr: Man muss keine hilflose Prinzessin sein, um Unterstützung von Männern oder auch Frauen mit Freude genießen zu können. Im Gegenteil. Je mehr ich erkenne, mit welcher Würde und Gestaltungskraft Christus uns  – Männer wie Frauen – ausgestattet hat – umso mehr kann ich es genießen, wenn mir Gott oder ein Mensch seine Stärke schenkt, um mich in meinem Leben und meiner Berufung zu stärken. Wie ein Mann, der in dem Schiff, das ich gerade umbaue, in schweißtreibender Arbeit Löcher für die Lüftung in den Stahl gebohrt hat. Wunderbar! Oder mein Gott – der Liebhaber meiner Seele – , der mich – als ich erschöpft nach einem langen, harten Tag war, in ein wunderbares Klassikkonzert hat stolpern lassen, das meine Seele zum Aufblühen brachte. Einfach voller Liebe!

Ich vermute, dass man du mit dem Prinzessinnen-Bild die Kostbarkeit der Frau betonen willst und den Wert, den sie hat. Leider ist das Bild eher unglücklich gewählt, weil es so viele Nebenklänge hat, die Frauen eher schwächen als stärken.

Meine Bitte: Mach aus der Prinzessin eine Königin. Das passt aus meiner Sicht besser zu dir, zu dem wie du deine und andere Frauen siehst und zu dem wie Gott sich Männer und Frauen gedacht hat.

Du bist ein Mann, der viele Männer prägt. Die Texte und Bilder, die du verwendest, haben Einfluss auf andere. Gerade in Gemeinden hält das Prinzessin-Ritter Bild viele Menschen gefangen. Und viele Ehen kommen erst gar nicht zustande, weil Menschen so sehr von dem Bild geprägt sind, dass sie auf der Suche nach der Prinzessin die Königin übersehen oder in der Erwartung auf den Ritter den Mann verpassen, der kraftvoll neben ihnen steht.

Es wäre klassen, wenn du in deinen Seminaren – und bei einer Neuauflage deines Buches – die Prinzessin zu einer Königin machst. Einer Frau die in Würde und Kraft über ihr Reich herrscht und neben und mit einem König steht, der gleichfalls über sein Leben herrscht. Ein wundebares Power-Paar.

Was mir noch wichtig ist: Eine Bitte ist eine Bitte – nicht mehr und nicht weniger. Wenn du meine Bitte erfüllen magst fände ich es natürlich wunderbar. Wenn du dich entscheidest, dass du die Prinzessin gern weiter beibehalten möchtest, wird das an meiner Wertschätzung für dich nichts, wirklich gar nichts  ändern. Auch das gehört für mich zur Würde: offen zu bitten und dem anderen seine Entscheidungen zu lassen.

Du bist ein starker Mann, der viel zu geben hat und viel gibt. Und ich schätze es, wie du Männer und Frauen in ihrem Potential freisetzt und förderst. Danke dafür. Mach weiter so.

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Dann war ich gespannt auf Dirks Reaktion. Sie war….. begeistert. Er schrieb mir: “ Schick mir bitte mal Deine Tel Nr.  nach so einem Hammer Mail möchte ich Dir sehr gern persönlich danken und endlich mal Deine Stimme hören !“

Wir haben am Dienstag fast eine Stunde telefoniert und uns über das ausgetauscht, was uns in Bezug darauf, Männer und Frauen in ihrem vollen Potential zu fördern, wichtig ist. Gleich zu Anfang sagte er: „Es ist total richtig, was du schreibst. Wenn es eine Neuauflage gibt, dann wird die Prinzessin zur Königin. Gar keine Frage!“ 

Und – da wir jetzt schon den Sprung von der virtuellen Bekanntschaft zu einer akustischen geschafft haben, gibt es im November die erste live Begegnung zum Kennenlernen und gemeinsam Ideen für ein besseres, stärkeres Miteinander von Männern und Frauen spinnen.

Ich freu´ mich riesig!

Noch zwei Buchtipps ergänzend zu Dirk Schröders Buch

Für alle, die entspannt und stark Partnerschaft auf Augenhöhe leben wollen:

Beziehung lebenHarald und Hanna Sommerfeld: Beziehung leben. Tragfähige Partnerschaft gestalten. Ein erfahrenes und entspanntes Paar plaudert aus der Beziehungskiste. Praktisch, lebensnah und sehr hilfreich.

Für alle, die den Partner fürs Leben auf Augenhöhe erst noch finden wollen:

Partner finden. Entdecken, wer zu mir passt. Ein Handbuch von Kerstin HackPartner finden. Entdecken, wer zu mir passt. Ein praktisches Quadro (4 Wochen Trainings-Buch) für alle, die entdecken wollen, wer sie sind, wer zu ihnen passt und wie sie ihn oder sie finden können.

*Ezer in der Bibel:

1.Mose 2,18; 1.Mose 2,20; 2.Mose 18,4; 5.Mose 33,7; 5.Mose 33,26; 5.Mose 33,2; Psalm 20,3; Psalm 33,20; Psalm 70,6; Psalm 89,20; Psalm 115,9; Psalm 115,10; Psalm 115,11; Psalm 121,1; Psalm 121,2; Psalm 124,8; Psalm 146,5; Jesaja 30,5; Hesekiel 12,14; Daniel 11,34; Hosea 13,9

Powerplaning und Powershopping

2014-10-08 15.03.50Ich versuche mir einmal pro Woche Zeit für Verlagskonzeption zu nehmen, um wichtige Dinge in Ruhe durchzudenken und zu planen. Da mir das im Büro eher schwer fällt, weil Unterbrechungen mich da häufiger ablenken, ist ein schönes Café oft die leckerere  klügere Alternative.

Gestern hatte ich innerlich den starken Impuls nach Potsdam zu fahren. Dort habe ich dann erst draußen und später – wegen des Regens drinnen – die Neugestaltung von meiner persönlichen Internetseite und den Blogs von Down to Earth geplant. Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden. Das Ganze muss jetzt „nur“ noch umgesetzt werden.

Der richtige Clou des Tages kam, als ich mit dem Arbeiten fertig war und nach Hause ging. Derzeit habe ich eine 12 Punkte Liste im Kopf mit Dingen, die ich dringend besorgen muss, weil die Vorgänger schmutzig, kaputt oder zu weit geworden sind – u. a.

  • Weiße Business-Bluse (aus der alten bin ich rausgeschrumpft, weil ich in den letzten Jahren schlanker geworden bin)
  • Neue Jeans – weil die alte Lieblingsjeans nach zwei Jahren schmutzig und rissig ist.
  • Stiefel, weil die alten von unten Wasser reinließen.
  • Winterpulli…
  • Knitterfreies Kleid für Vorträge.

Auf dem Heimweg kam ich an einem Laden vorbei, den ich mag, der mir aber immer zu teuer war… aber da stand „Räumungsverkauf“ dran. Und innerhalb von 5 Minuten hatte ich die 5 ersten Punkte von meiner Liste abgehakt….mit Sachen die wie für mich gemacht waren, preislich absolut ok – besonders nachdem ich gehandelt habe – das Kleid bekam ich umsonst zu den anderen 4 Sachen dazu. Und alles klasse Qualität…

In den nächsten Laden fand ich dann noch 4 weitere. Und während ich noch ein paar Lebensmittel einkaufte, lies ich mir in Laden Nr. 4 einen Schlüssel nachmachen. Alles in allem 3o Minuten für 10 der 12 Punkte meiner To-Do Liste Nr. 11 ist nicht so dringend und 12 kann ich auch online bestellen. Also  – ich bin zufrieden. Und ahne, dass Gott als der beste Frauenversteher überhaupt mich in die richtige Richtung gelenkt hat, weil er wusste, dass ich gerade neben Schiffbau und Verlag nicht sooo viele Kapazitäten für ausgedehnte Einkaufsbummel habe.

Und am Abend hab ich dann noch meine Schränke inspiziert, um zu sehen, welche Dinge ich neben denen, die kaputt gegangen sind, aussortieren und / oder verschenken kann (eine Jacke hat jetzt schon eine neue, glückliche Besitzerin), um meinem Motto für ein schlankes Leben treu zu blieben: 1 (Neues Stück) rein, 2 raus. 

 

 

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