Wenn ich im Blog wenig schreibe liegt das meist daran, dass ich viel schreibe – an anderen Orten. In wenigen Tagen erscheint mein neues Buch „Gebet. schlicht und ergreifend“. Und ich arbeite an der Fortsetzung. „Leben. schlicht und ergreifend“ ist beim Grafiker. Und ich versuche nun „Erfolg. schlicht und ergreifend“ Form und Inhalt zu geben.

Dazu habe ich mich in die leere Wohnung von Freunden verzogen – um in Ruhe denken und schreiben zu können. Glücklicherweise ist es in der Wohnung zwar ruhig, aber sie liegt in einer belebten Stadt. Wenn ich vor die Tür trete, dann treffe ich auf viele Menschen. Weil ich nur ab und zu hier bin, entdecke ich alte und vertraute Orte wieder – aber auch Neues, nicht Vertrautes, Unbekanntes. Ich mag diese Mischung. Sie spiegelt in gewisser Weise wider, was schreiben ist. Wenn man zu allgemeinen Lebensthemen schreibt, kann man das Rad  nicht immer neu erfinden. Man trifft beim Schreiben auf viel Vertrautes, an das man sich und später den Leser wieder neu erinnert.

Doch immer wieder begegnen einem Gedanken, die man in dieser Form so noch nicht gedacht hat, die in dieser Kombination neu und unvertraut sind. Da bin ich dann beim Schreiben selbst überrascht und freue mich über die Entdeckungen. Ich bin also sehr gespannt, was dieser Tag bringt.