Obwohl ich heute bis zum frühen Nachmittag gearbeitet habe, beim (netten) Zahnarzt war und Nachmittags viel Unternehmerinnen-Weiterbildung gemacht habe, fühlte sich der Tag wie Urlaub an. Sonne, Kaffee mit einer Freundin und zum Tagesausklang eine spannende Lesung im Hotel Ellington.

Ich bin eigentlich kein Krimi-Fan. Doch „Das große Tier„, ein Krimi im Umfeld der Finanz- und Aktienwelt, gefiel mir wirklich gut. Klug, spannend und stellenweise durchaus humorvoll geschrieben. Die Tatsache dass es in Berlin spielt, ist natürlich ein zusätzlicher Bonus.
Die Presse feiert den Autor Veit M. Etzold schon als den neuen Dan Brown. In Bezug auf eine gewisse Vorliebe für spannende Verschwörungstherorien mag der Vergleich passend, allerdings teilt er nicht Browns offen zur Schau getragene Abneigung gegen Kirche und Glauben.
Der Krimi ist nicht nur spannend – er streut sogar den einen oder anderen Satz ein, über den man länger nachdenken kann. Etwa: Sein und werden, das sind die wichtigsten Dinge im Leben.. Oder: Komischerweise hatten ihr die Menschen den meisten Halt gegeben, die akzeptierten, dass alles sich verändert. Diese Perlen zu entdecken setzt natürlich voraus, dass man nicht so gefesselt von der Handlung ist, dass man nicht mehr zum Reflektieren kommt. Was in dem Fall echt schwer ist. Aber man kann es ja auch zwei Mal lesen.
Vorgelesen von Franziska Pigulla, die auch das Hörbuch gelesen hat, war es ein doppelter Genuss. Nur…ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt schlafen kann.


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