Dieser Tag war ziemlich wunderbar. Er fing mit einem ermutigenden Traum an, den ich für einen Leiter hatte, den ich kenne. Was ich total schön fand, war dass der Traum nicht nur über seinen Dienst sprach, sondern auch über seine Familie. Ich schrieb ihm u. a. „Was mir in eurer Küche auffiel war an der Wand eine riesiger bunter Gemüseschneider, sah eher aus wie ne Bonbonmaschine aus den 60er Jahren… in dem jede Menge frisches Gemüse steckte (Karotten, Möhren, Gurken, Tomaten). Für mich auf der pragmatischen Ebene ein Bild dafür, dass ihr auf Gesunde Ernährung achtet und das sehr wichtig ist. Symbolisch Übertragen von Vitalität und Frische, aber auch Verspieltheit und Leichtigkeit (Das Ding sah wirklich cool aus).“ Er antwortet „Sehr cool. Danke!“

Dann erhielt ich einen Brief von einer Mutter, mit deren Teenagersohn ich neulich ein Coaching gemacht hatte, weil er Angst hatte, woanders zu übernachten, immer Magenprobleme bekam. Ihm war das natürlich peinlich, aber er hat es einfach nicht geschafft. Ich hab mit einer speziellen Technik aus dem Wingwave-Coaching gearbeitet, die bei derartigen Themen sehr hilft. Sie schrieb mir: „Er hat jetzt bei Freunden übernachtet und sich als Mitarbeiter auf einem Sommercamp angemeldet, weil jetzt woanders übernachten kein Problem mehr ist! Er erzählt allen Leuten, dass du ihn geheilt hast. “ Ich würde das vermutlich anders formulieren – eher „ich habe ihn dabei unterstützt ein paar Blockaden loszuwerden. Und Jesus hat geschenkt, dass es funktioniert hat.“ Wie dem auch sei. Ich weiß, dass es das Leben dieses wunderbaren jungen Mannes verändert hat,  in diesem Bereich jetzt Entspannung und Freiheit zu haben. Und weine vor Freude.

Gestern Abend hatte ich einigen Freunden geschrieben, dass ich darunter leide, dass bisher im Bereich Heilung noch kein wirklicher Durchbruch passiert ist – weder bei mir selbst noch durch mich. Und bat sie, für mich zu beten. Eine Freundin schrieb zurück, dass sie an die Geschichte aus Exodus dachte, wo die Hebammen von den hebräischen Frauen sagen, dass sie ohne fremde Hilfe Kinder zur Geburt bringen. Und schrieb, dass sie denkt, dass das, was ich gerade innerlich an Kämpfen durchmache Geburtswehen sind. Wow! Das hat die Perspektive dramatisch verändert. Wenn etwas weh tut und man es nur für normale Schmerzen hält, dann ist es frustrierend. Wenn man ahnt. Das sind Geburtswehen – dann ist es was ganz anderes… Ich fand das Mega-Gut und entlastend.

2015-05-19 19.54.53-1Und dann hatte ich den Mut beim Frühstück die vier Gäste anzusprechen und ihnen von einem Traum zu erzählen, den ich eine Nacht zuvor hatte, indem ich als Schauspielerin die Rolle einer übergewichtigen Frau spielen musste (inklusive Dickmach-Kostüm) und tiefes Mitempfinden empfand über den Frust der ganzen vergeblichen Versuche und des mangelnden Erfolges beim Abnehmen . Jane, eine der Frauen sagte: „Ja, das betrifft mich. Durch verschiedene Krankheiten habe ich massiv zugenommen.  Ich würde mich über Gebet freuen.“

Die Gebetszeit wurde dann relativ lang, weil Gott eine Menge Dinge aufzeigte, die mit den Krankheiten und auch dem Gewicht verbunden waren  – etwa der emotionale Nutzen. Ich hab das schon mehrfach erlebt, dass manche Menschen beim Abnehmen blockiert waren, weil sie unbewusst fürchteten, nicht mehr zu der Gemeinschaft der anderen Dicken in der Familie zu gehören oder Ähnliches.  Bei ihr ging es um etwas Ähnliches. Das zu erkennen und zu lösen war schon mal gut.

Gerade artbritische Krankheiten haben – das habe ich von Aliss gelernt – oft (nicht immer) eine Komponente von fehlender Vergebung nach erlittenem Unrecht oder Schmerz. Ich hab sie gefragt, ob es Menschen gibt, denen sie noch nicht vergeben hat. Und Gott hat ihr sofort einiges gezeigt. Und dann gab es einen wunderschönen, langen Prozess, indem sie ein Bild von innerer Stärke entwickelte und in verschiedene Lebensbereiche integrierte. Es war so, dass sich ganz natürlich eines nach dem anderen entfaltete und zeigte. Ganz natürlich und leicht. Als der innere Prozess durch war, hat sie selbst den verschiedenen Krankheiten geboten, sie zu verlassen.

Sie hat sich dann bei mir fürs Gebet bedankt. Und ich hab ihr geantwortet: „Das meiste hast du ja selbst gebetet!“ Sie hat darauf gesagt: „Aber du hast mich befähigt, es zu tun!“ Ich glaube, dass das das fast Schönste ist, was man mir sagen kann. „Du hast mich befähigt, es zu tun!“

Am Nachmittag sass ich in der Sonne, las das letzte Kapitel von Aliss´ Buch „Natürlich übernatürlich“ , indem sie die wichtigsten Sachen noch mal zusammenfasst. Ich hatte empfunden, dass Jesus mir sagt, dass ich das fast auswendig lernen soll. Und ich spüre, wie mir die Bibelstellen, die sie zitiert und ihre Erfahrungen helfen, meine Glaubensperspektive zu erweitern und zu stärken. Auswendig kann ich es noch nicht. Aber manche Gedanken und Impulse sickern langsam ein.

2015-05-17 14.18.38Und dann ging ich spazieren und sah im Kanal eine Schwanenfamilie mit drei ganz kleinen Schwanenküken. Ich machte einen großen Bogen, um sie nicht zu erschrecken – Schwäne können wütend werden, besonders wenn sie ihre Jungen beschützen wollen. Und setzte mich dann auf den Bug eines der flachen Hausbote um der Familie aus der Ferne zuzusehen. Sie kamen immer näher. Bis sie direkt unter meinen Füssen waren – nur eine Armeslänge von mir entfernt. Ich tat, als sei ich die Gallionsfigur vom Boot – vielleicht hielten sie mich auch für eine Blumenwiese. Auf alle Fälle blieben sie ganz in der Nähe. Ich war einfach nur berührt. Soooo schön. Danke, Vater.

Die vier Gäste waren den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Jane hat mir am Abend erzählt, dass sie so viel Kraft hatte, wie seit Jahren nicht mehr. Sie trug ihre Krücken fast die ganze Zeit, statt sie zu benutzen und hatte fast keine Kurzatmigkeit mehr. WOW! Da ist wohl auch körperlich was passiert!

Was mich richtig überrascht ist, wie einfach das war, von seelischer Heilung – etwas in dem ich schon ein gutes Stück weit geübt bin – zur körperlichen Heilung überzugehen. Es fühlte sich nicht mal wie ein richtiger Schritt an…sondern war ganz natürlich und selbstverständlich. Ich bin immer noch total überrascht. Richtig überrascht. Und bewegt. Jetzt hab ich schon wieder Tränen in den Augen.

Ich hab´sie gefragt, ob sie mir ein Mini-Video über das macht, was sie erlebt hat. Sie hat total gern ja gesagt. Ich muss noch rausfinden, wie ich das auf Youtube kriege. Wenn das geklappt hat, sage ich euch Bescheid. Werde auch versuchen, es auf meine Facebook-Seite Kerstin Hack stellen.

Zutiefst dankbar. Der Tag war wunderbar!