2015-05-28 12.50.19WUM – live. Gemeinsam mit drei anderen Frauen überlege ich, ob ich ergänzend zu dem Online-Training WUM Wunder unter Menschen Natürlich Gott erfahren in Berlin einen 3-Monatigen Live-Kurs WUM – Live anbieten werde. Wir würden gern Mitte Juli starten, wenn wir genügend Menschen finden, die gemeinsam mit uns lernen wollen.

Das Ziel: Einmal pro Woche Menschen darin zu trainieren, für Kranke zu beten, Befreiung zu bringen und einfach mehr von und mit Gott zu erleben. Ich bin eine Frau, die Training liebt. weil man die meisten Dinge besser kann, wenn man gute Anleitung bekommt und sie trainiert hat – egal ob es sich um das Erstellen von Schweißnähten oder um Heilung handelt.

Der Rückblick auf mein eigenes Lernen

Ich hatte mir am Morgen des Tages noch mal Zeit genommen, um den vergangenen Monat auszuwerden. Anfang Juni hatte ich gebetet, dass ich wenigstens einmal pro Woche Gottes Eingreifen bei körperlichen Beschwerden erleben würde. Am ersten Juli werte ich aus. Ich habe insgesamt für 29 Personen gebetet. Und sechs Mal ist beim Gebet oder danach eine merkliche Veränderung eingetreten. Das ist sogar mehr als einmal pro Woche. Ich überlege, ob ich für Juli auf zwei pro Woche erhöhen soll. Klar bedeutet das, mir die Zeit zu nehmen um für Menschen zu beten. Zeit schenken ist nichts anderes als Liebe schenken. Meine aufmerksame Anteilnahme und meinen Glauben – beides darf noch weiter wachsen.

Auf dem Weg zu unserem Treffen denke ich über die Rolle von Training nach. Mir ist klar: Fast niemand hat das Laufen dadurch gelernt, dass jemand anderes ihm die Hand aufleget und sagte: „Im Namen Jesu, laufe!“ Die meisten von uns haben es Schritt für Schritt gelernt.

Nur bei geistlichen Dingen denken wir, dass wir Sachen sofort können müssen. Aber auch da gibt es viel zu lernen. Ein paar Tage zuvor hatte ich eine Frau als Coaching-Gast. Es ging um traumatische Erfahrungen bei einem Auslandseinsatz, die ihr auch im Nachhinein noch sehr zu schaffen machten. Zu Beginn erzählte sie, dass die Traumata ihre Schwerhörigkeit verschlechtert hätten. Ich wurde hellhörig. Schwerhörigkeit oder Taubheit hat Jesus häufig oder vielleicht sogar immer dadurch geheilt, dass er einen belastenden Geist austrieb. Von daher dachte ich: „Hmmm. Vielleicht spielt da etwas negativ – geistliches mit!“

Ich wollte ich vor dem Coaching auf Nummer sicher gehen, dass da nichts Belastendes da war. Ich erklärte ihr das und fragte sie, ob ich dafür – oder genauer gesagt dagegen beten dürfe. Sie war einverstanden. Ich gebot also dem Geist von Taubheit zu gehen. Was dann passierte war interessant. Das rechte Ohr war sofort frei und sie sofort konnte besser hören. Aber das andere Ohr machte noch Probleme und sie hatte plötzlich starke Schmerzen in den Augen und erinnerte sich an den starren Blick eines Angehörigen, der in der SA gewesen war. Wir lösten noch einige Dinge – der stechende Schmerz verschwand nicht ganz. Ich frage mich, ob ich mit dem Gebieten zu früh aufgehört habe? Bin mir nicht sicher. Ich lerne ja noch.

Kurz danach las ich in einem Buch über Heilung, dass Schmerzen, die eine dämonische Komponente haben, bei Gebet oft erst mal noch heftiger werden. Und im Körper springen. Ich erzählte das am Abend den Freudinnen aus dem Team und eine sagte sofort: „Klar, wenn ein Schmerz im Körper hin und her springt, ist es in der Regel dämonisch. Normale Schmerzen springen nicht!“ Wo sie recht hat sie recht. Ich merke, dass dieses Stück Wissen für mich beim weiteren Gebeten um Heilung oder Befreiung hilfreich sein wird. Wieder was gelernt.

Und noch was habe ich gelesen: Menschen zu befragen, bevor man betet, ist auch ziemlich sinnvoll. Besonders hilfreich ist die Frage, ob ein halbes Jahr oder ein Jahr bevor die Probleme auftraten, etwas Besonderes oder Schwieriges vorgefallen ist. Vor vier Wochen hatte ich für eine Frau mit Rückenproblemen gebetet. Ein Wirbel rutschte immer wieder raus, knackte ganz komisch, es war sehr unangenehm. , die einen Wirbel hatte, der immer ganz komisch und sehr unangenehm knackte – so sehr, dass sie sie Angst vor manchen Bewegungen bekam. Gemeinsam mit anderen betete ich vor einigen Woche für sie. Es passierte auf das Gebet hin jedoch keine Veränderung.

Gestern haben noch mal für sie gebetet. Gottes Gegenwart war spürbar, aber beim Testen, ob sich körperlich etwas verändert hat, ergab sich keine Veränderung. Dann erzählte sie, dass ihre Beine auch verschieden lang sind. Und als ich für die unterschiedlich langen Beine betete, wurde das eine plötzlich kürzer. So war das eigentlich nicht gedacht, sie will nicht unbedingt kleiner werden, aber zumindest waren die Beine schon mal gleich lang.

Dann hab ich mich an daran erinnert, dass es sinnvoll sein kann, zu fragen, ob sechs bis zwölf Monate bevor die Probleme auftraten, etwas ungewöhnlich Schwieriges passiert ist. Das tat ich und sie sagte, ihr sei bei meiner Frage sofort eine Situation in den Sinn gekommen, die belastend für sie gewesen sei. Also haben wir das zu Jesus gebracht, sie hat Vergebung ausgesprochen und wir haben um seinen Frieden gebetet. 
Danach war das Knacken in der Wirbelsäule anders. Nicht mehr so unangenehm wie vorher, sondern so ein leichtes Knacken, wie man es manchmal in den Fingern oder Handgelenken hat. Ich sagte „Wow, ich bin glücklich!“ Sie antwortete „Und ich erst!“ 
Danke, Jesus, Vater, Heiliger Geist. Wie wunderbar, was ihr tut.

Ich wünsche mir nach wie vor dramatische Schnellheilungen – ein Gebet und WUM ist alles anders. Aber ich erlebe, dass da, wo ich mir Zeit nehme, den Menschen und den Heiligen Geist nach Ursachen zu befragen und tiefer zu gehen, mehr Heilungen geschehen, als wenn ich nur mal schnell eben ein 10 Sekunden Gebet spreche oder gebiete, dass sich etwas ändert. Und dass Lernen von anderen, die mehr Erfahrung in dem Bereich haben, offensichtlich auch dazu führt, dass ich kraftvoller handeln kann. Ich freu mich auf weitere Erfahrungen und weiteres Lernen!