In dieser Woche habe ich eine kleine Statistik darüber geführt, wie viele Seiten mit Informationen ich von Montag bis Freitag erhalten habe. Das, was direkt zu meiner beruflichen Tätigkeit gehört, habe ich nicht mitgezählt.
Ergebnis:
In fünf Tagen in Seiten (Din A4):
Magazine: 128
Anschreiben per Post: 15
Infomails: 28

Insgesamt 171 Seiten.
Oder 34 Seiten pro Tag.

Bei einer Lesegeschwindigkeit von ca. 3 Minuten pro Seite wäre ich also 2 Stunden pro Tag damit beschäftigt, all das zu lesen, was Leute mir zusenden, weil sie denken, ich sollte es lesen.

Da ich ein freier Mensch bin und bleiben möchte, habe ich Strategien entwickelt, wie ich damit umgehen so umgehen kann, dass ich am Ende nur das lese, was mir Freude macht oder mich weiterbringt.

Abbestellen

Vor etwa einem Jahr war die Menge an Infomails und Infobriefen, die bei mir eintraf noch fast drei mal so groß. Ich habe radikal alle postalischen Sendungen und Infoamails, die ich nicht mehr erhalten wollte, abbestellt. Und ich vermisse nichts.

Man kann mit einer kurzen Notiz zu tun: „Aus Zeitgründen [oder auch: aus ökologischen Gründen] möchte ich Sie bitten, mich aus Ihrem Verteiler zu löschen und mir keine Post / Mails mehr zu senden.“

Wegwerfen und löschen

Dingen, bei denen man auf den ersten Blick erkennen kann, dass sie keine relevanten Informationen enthalten, kann man sofort ungelesen löschen. Bei Magazinen, die nur zum Teil relevante Informationen enthalten, kann man kurz das Magazin durchblättern, die relevanten Artikel ausschneiden, den Rest gleich entsorgen.

Schutz vor wachsenden Lesestapeln

Am besten sofort, wenn man ein neues Magazin (oder Teile davon) auf den Lesestapel legt, ein oder zwei alte Magazine oder Artikel entsorgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die alten gelesen werden, schwindet mit jedem neuen Lesestoff, der neu dazu kommt.
Gleiches kann man auch im Email – Eingang machen – wenn eine neue Infomail dazu kommt, die man tatsächlich lesen will, gleich zwei oder drei alte löschen, bei denen man vor ein paar Wochen dachte, dass man sie mal lesen würde.
Eine andere Möglichkeit, ist an einen festen Tag pro Woche z. B. Freitag Zeit zum Durchsortieren, Löschen und Wegwerfen von Info-Sachen einzuplanen. (Ich halte es allerdings empfehlenswerter, es möglichst sofort zu machen.)

Mit diesen Maßnahmen habe ich die 128 Seite auf 40 reduziert, die ich tatsächlich gerne lesen möchte.

Die besten Lesezeiten finden

Jeder hat Zeiten, in denen er gerne Informationen liest. Manche auf der Toilette, andere in einer Pause bei einer Tasse Kaffee.  Ich selbst lese gerne, wenn ich in der U-bahn oder im Zug unterwegs bin. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass man die nicht mehr benötigten Informationen gleich am nächsten Papierkorb entsorgen und mit leichtem Gepäck weiterreisen kann.


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