Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Autorin

Ehekrise – Eheglück

Die Zeit der  Reflexion in Antwerpen brachte auch viele Erinnerungen an meine langjährigen Freunde „Henk und Henriette“ hoch.

Er und Sie Doppelporatait Kürzlich war ich bei ihnen zu Besuch. Leser kennen die beiden und die Geschichte ihre Ehekrise vielleicht noch aus meinem Buch Die Hütte und ich. Damals war die Krise gerade eben überstanden, aber die alte Spannung lag noch in der Luft.

Jetzt hingegen war es einfach nur wohltuend, bei ihnen zu sein. Sie haben mich in der kurzen Zeit bei ihnen mit Massagen, Kaffee und leckerem Essen verwöhnt – wunderbar. Doch noch schöner war ihr Umgang miteinander. Es war so entspannend für mich, sie so glücklich zu erleben.

Von der alten  Ehekrise war nichts mehr zu spüren. Das lang nicht daran, dass sie etwas versteckten, dazu war und ist unsere Beziehung viel zu offen. Es lag vielmehr dran, dass es ihnen jetzt miteinander wirklich gut geht. Sie sind heute weit glücklicher miteinander als vor 10 Jahren.

Ehekrise – die Beziehung am Tiefpunkt

Schließlich war das nicht immer so. Vor einigen Jahren, als die Kinder gerade aus dem Haus waren, steckten die beiden mehrere Jahre lang in einer tiefen Ehekrise. Henriette sagte mir damals:

„Ich weiß, dass ich ihn nicht verlassen werde, aber ich habe keine Hoffnung, dass ich jemals wieder glücklich mit ihm sein werde.“

Im Kontrast zu ihr war Henk vor allem hilflos und gelähmt. Er strengte sich an, es besser zu machen. Doch nichts was er tat, schien zu fruchten. Es wirkte, als ob er nichts tun könnte, um die Beziehung wieder zur Freude und Lebendigkeit zu führen.

Allerdings wollten beide, dass es wieder besser wird. Als Freundin tat ich mein Bestes, um sie zu unterstützen  – mit der mir eigenen Mischung aus Empathie, professionellen Coaching-Fragen und einer guten Portion Direktheit. Das alles ergänzt mit praktischen Tipps und dem Versuch, innerlich auch auf das zu hören, was Gott ihnen möglicherweise Stärkendes sagen wollte.

Beistand in der Ehekrise – als Freundin und Coach

Klar gab es auch andere Menschen, die sie in der Phase begleitet haben, aber beide sagen, dass ich in der Zeit eine Schlüsselperson für sie war. Ich kann mich an einige der Begegnungen und Gespräche noch gut erinnern.

Natürlich war ich in der Ehekrise vor allem als Freundin an ihrer Seite. Darüber hinaus habe ich – mit ihrer Erlaubnis – auch meine Fähigkeiten als Coach eingesetzt. Die Erlaubnis ist mir sehr wichtig. Ich vergleiche Coachingwerkzeuge oft mit dem Skalpell eines Arztes. Das setzt man – auch bei Freunden – nur nach Absprache an. Und nur im passenden Rahmen.

Wenn ich zurückblicke, ist mir eine Szene am eindrücklichsten: Sie brachte mir morgens herrlichen Kaffee ans Bett und setzte sich auf meine Bettkante. Er kam dazu und ich machte im Schlafanzug zwei Stunden solide Eheberatung. Das war zugegebenermaßen ein eher ungewöhnliches Setting. Doch dieses Gespräch war ein wichtiger Meilenstein, der sie aus der Ehekrise heraus brachte.

Ehekrise – was hat geholfen?

Es ist für mich als Freundin und als Coach spannend, zu erfahren, was hilfreich und wirksam war.  Deshalb habe ich sie kürzlich bei einem leckeren Abendessen direkt gefragt:

Was vom dem, was ich getan habe, war denn in eurer Ehekrise am hilfreichsten für euch?

Ihre spannenden Antworten

  • Paar Gemälde Glaube: Es tat mir gut, dass du daran geglaubt hast, dass wir es schaffen können und uns Hoffnung vermittelt hast. Es war auch gut, dass du dabei gleichzeitig sehr realistisch warst. Es war keine billige, wolkige Hoffnung sondern wirklich „down to earth“ (bodenständig).
  • Impulse: Manche deiner prophetischen Impulse und Gedanken, die Gott dir im Gebet geschenkt hat,  haben mir viel Mut geschenkt.
  • Buchtipps: Eines der Bücher hat uns sehr geholfen. Ich hatte ihnen unter anderem ein Buch von Eva-Maria Zurhorst empfohlen, dessen Grundaussage ich schätze: Was dich am anderen stört, sagt mehr über dich und deine Bedürfnisse als über ihn.
  • Rückhalt: Mir half, dass du mir den Rücken gestärkt hast. Ich hatte oft das Empfinden ´Ich bin an allem schuld!´ Es hat mir gut getan, zu hören, dass das nicht so ist.

Er und sie in der EhekriseEhekrise überstanden – Eheglück wiedergefunden

Es war kein einfacher Weg. Doch es hat sich gelohnt. Jetzt sagt sie:

„Ich bin so froh, dass wir zusammen geblieben sind. Es ist jetzt so schön und entspannt miteinander.“

Und ich bin dankbar, dass ich mit meinen Fähigkeiten als Mensch und Coach zur Heilung der Beziehung und Bewältigung der Ehekrise beitragen konnte. Klar habe ich professionelle Ausbildungen und investiere viel Zeit und Geld in Training , um fachlich so gut wie möglich zu sein.

Dennoch empfinde ich es immer als ein Geschenk des Himmels, wenn Liebe neu entfacht und Menschen mehr zum Leben finden. Vielleicht empfinden Hebammen das ähnlich wie Coaches  – man darf dabei sein, wenn jemand neu zum Leben kommt. Es fühlt sich so an, als ob man bei einem Wunder dabei sein darf.

Hinweis: In dem Buch Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen – eine Reise habe ich den beiden Freunden die Namen „Henk und Henriette“ gegeneben. Das will ich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes beibehalten.

Die Gemälde habe ich im Haus der Belgischen Künstlerin Agnes Nys fotografiert. Ich weiß jedoch nicht, ob sie von ihr selbst geschaffen worden sind oder von einem anderen Künstler stammen. Sie zeigen auf jeden Fall Menschen, die mir fremd sind.

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Antwerpen: Erinnerungen einer Autorin

Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen - eine Reise. Buch der Autorin Kerstin HackIm Jahr 2010 habe ich Die Hütte und und ich. Gott neu vertrauen, eine Reise geschrieben und im Down to Earth Verlag veröffentlicht. Für mich als Autorin ist es das wohl persönlichste Buch aus meiner Feder.

Denn damals steckte ich fest: in der Trauer nach dem Zerbruch einer wertvollen Beziehung. Zugleich in tiefer Irritation in meinem Glaubensleben. Mich haben ähnliche Fragen bewegt wie den Autor des Buches Die Hütte – deshalb auch der Titel „Die Hütte und ich„.

Was war mein Thema als Autorin von „Die Hütte und ich“

Künstlerwohnung in AntwerpenIch bin damals für eine Woche in die wunderschöne Wohnung meiner Freunde in Antwerpen gefahren, um für mich die Frage zu klären: Kann ich nach all den Enttäuschungen Gott weiter vertrauen – und wenn ja, wie? 

Es mag sein, dass es Menschen gibt, die so was  im stillen Kämmerlein mit sich ausmachen können. Mir hingegen gelingt das meist nicht so gut.

Wohl habe ich  tatsächlich Stunden auf dem satinbezogenen „Thronsessel“ verbracht, gebetet, geweint und aus dem Fenster gesehen. Manchmal sah ich hinter den hohen Fenstern Menschen kochen, reden und lachen – oder erahnte ihre Aktivitäten hinter zugezogenen Gardinen. Das hat schon zur Klärung beigetragen.

Wo fand ich Antworten?

Zugegeben, einiger Trost kam in dieser Zeit im Traum zu mir, anderer in Zeiten des Gebets – doch die meisten Antworten fand ich, als ich in der Stadt unterwegs war. In der Kunst, in Begegnungen und in schier unglaublichen Zufällen. Oft schien mir genau das an Impulsen zuzufallen, was ich an diesem Tag brauchte. Vielleicht war ich in diesen intensiven Tagen einfach nur offener, sie zu empfangen.

Als Autorin schreibe ich ja vor allem Ratgeber, die etwas von meinem Leben einfließen lassen. Dieses Buch ist anders geworden. Hier erzähle ich sehr offen von mir und meinem Schmerz, meiner Verwirrung.

Deshalb hat Die Hütte und ich einen besonderen Platz in meinen Herzen.

Vertrautheit tut mir gut

Nach einer längeren Pause wieder in Antwerpen zu sein, berührt mich sehr. Auch weil hier sehr vieles gleich geblieben ist.

Beispielsweise der Laden Jaspers, rechts im Bild, bei dem man das Empfinden hat, ins letzte Jahrhundert zurück versetzt worden zu sein. Die wunderschöne Wohnung meiner Freunde hat sich kaum verändert. Ich erlebe sie als zugleich vertraut und inspirierend – für mich als Autorin ist das die perfekte Mischung.

Klar: Als Autorin brauche ich  Vertrautheit, um entspannt und locker schreiben zu können.  Deshalb bin ich nur etwas erschrocken, als ich den Lichtschalter zum Bad nicht spontan gefunden habe. Es scheint, dass ich wohl tatsächlich viel zu lange nicht hier war.

Offensichtlich war die Abwesenheit länger als gut für mich ist.  Die Schreibzeiten in Antwerpen haben für mich immer eine besondere Qualität. Darüber habe ich auch öfters in meinem Blog geschrieben.

Inspiration finden für mich als Autorin

Rathausmarkt AntwerpenNeben der Vertrautheit brauche ich auch Impulse und Anregungen. Die finde ich hier reichlich – in den neuen Bildern und Postern an den Wänden, dem kreativen Design und der Schönheit des Ortes.

Darüber hinaus lässt mein Gastgeber stets die Bücher, die er gerade liest, offen liegen. Aktuell je eines über die Juden in Antwerpen, eins über Rembrandt, ein Bibellexikon, die Geschichte Europas und Originaltexte verschiedener großer Europäer – Hildegard Hamm-Bücher auf Englisch! Außerdem ist seine Bibel bei Psalm 99 – 101 aufgeschlagen. Was ihn wohl bewegt hat?

Schließlich ist in Antwerpen an jeder Ecke Schönheit und Kunst zu finden. Klassische Kunst von mittelalterlicher Bauweise bis hin zu den  Gemälden und Skulpturen der alten Meister: Rubens, Breughel und mehr. Sie bilden spannende Kontraste zu  der modernen Kunst, die ebenfalls im Stadtbild zu erkennen ist.

Autorin sieht Besitzerin von Poppins vor vor ihrem Blumenladen in AntwerpenLeben pur

Vielleicht bin ich hier offener für die Lebendigkeit – vielleicht sind die Belgier tatsächlich lebensfroher. Aber in Deutschland ist es mir noch nie passiert, dass ein Verkäufer in seinem Laden alle Songs mitsang oder mir eine Frau gleich erzählte, dass sie früher Bühnenbildnerin war und jetzt mit ihrem Freund ausgestopfte Tiere verkauft.

Oder auch nicht, dass  ich die Besitzerin eines Ladens vor ihrem Geschäft tanzen sah. Genau das ist mir gestern vor Poppins Bloemen passiert, einem neuen Blumenladen in Antwerpen.

Dann,  einige Momente später, erzählte mir eine Frau, die sich als früheres Kindermädchen von „Miss Poppins“ outete, Details aus der Geschichte von „Miss Poppins“, die es nicht leicht gehabt hatte. 
Blumen bei Poppins in Antwerpen

Möglicherweise hat gerade das ihre Kreativität gefördert. Beispielsweise als sie den Besitzer eines seit 6 Jahren leer stehenden Ladengeschäftes überzeugte, den Laden an sie zu vermieten. Dort funktioniert die Elektrizität nicht richtig, also beleuchten vor allem energiesparenden LED-Ketten das Geschäft und die kreativen Blumenarrangements.

Solche Geschichten berühren mich.  Ich habe gleich einige Karten gekauft, um ihr in der ersten Woche Selbständigkeit ein bisschen Geld in die Kassen zu bringen. Außerdem habe ich ihr mehrfach gesagt, dass sie wunderschön ist und ich ihr Segen wünsche.

Als Autorin sind solche Erlebnisse eine Fundgrube. Vielleicht wird „Miss Poppins“ eines Tages in einem meiner Bücher erwähnt. Jetzt erst mal hier.

Veränderungen in der Stadt

Die Stadt verändert sich. Auch wenn vieles bleibt – wie etwa die Skulptur von der Hand des Riesen, die der Stadtheld Bravo abgehauen und weggeworfen hat. Daher kommt auch angeblich der Name der Stadt „Ant-Werpen“ (Hand-Werfen).

Doch manche vertrauten Orte verschwinden. Etwa das Café, das immer belgische Pralinen zum Kaffee serviert, ist weg.

Dort hatte ich philosophiert, ob man Gottes Liebe daran erkennt, ob eklige Orangenpralinés oder zartschmelzende Köstlichkeiten aus Nougat neben der Tasse liegen. Zwischenstand meiner philosophischen Überlegungen: Daran misst man es besser nicht.

Veränderungen in mir als Autorin

Stühle in AntwerpenIm Gegensatz zu der Zeit damals, in der meine Seele traurig und meine Gedanken verwirrt waren, erlebe ich mich als viel lebendiger als früher.

Weil ich nur selten in Antwerpen bin, nehme ich den Kontrast hier wohl besonders intensiv wahr. Ich kann mich deutlich erinnern , wie kalt und unbeweglich sich mein Herz damals anfühlte. Jetzt ist es voller Leben. In den letzten Tagen habe ich mehrfach fast geweint, weil ich so vieles intensiv spürte und erlebte.

Wenn ich zurückblicke, bin ich dankbar, dass ich dem Schmerz und den Fragen nicht ausgewichen bin, sondern mich dem Verwirrenden  gestellt habe. Auch dadurch ist wieder Farbe in mein Leben gekommen. Mein neues Buch ist bunter als das damalige. Mein  Leben auch. Das  finde ich wunderbar.

Und „Henk und Henriette“, deren Ehekrise ich in „Die Hütte und ich“ beschrieben habe, sind wieder glücklich miteinander. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich in den nächsten Tagen erzählen werde.

Kleiner Hinweis

Aktuell gibt es nur noch ca. 50 Exemplare von „Die Hütte und ich“. Es steht noch nicht fest, ob es einen Nachdruck gibt. Wenn ihr das Buch haben möchtet, holt es euch am besten bald.

Frage

Was macht euch lebendig? Im Glauben und im Leben?

Jubel-Feedback zur Buch-Neuerscheinung „Das gute Leben“

Autorin Kerstin Hack feiert ihr neues Buch "Das gute Leben"

Als Autorin ist man immer aufgeregt, wenn man eine Neuerscheinung publiziert hat. In so einem Buch stecken jede Menge Herzblut, Monate von Arbeit und – wenn man so persönlich schreibt, wie ich es tue – immer auch sehr viel durchlebtes Leben. In allen Höhen und Tiefen.

Ich schreibe über Lebensfreude, aber auch die Momente, in denen ich Mut aufbringen musste, um weiterzumachen. Und über die Menschen, die mich begleitet und gestärkt haben. Freundschaft stärkt mich wie kaum etwas anderes im Leben.

Doch egal wie viel Herzblut man in ein Buchprojekt steckt, man weiß nicht, wie es bei anderen ankommt. Umso mehr ist man gespannt auf die Reaktionen der Leser.

Gerade kam eine Mail mit dem ersten schriftlichen Feedback zu meinem neuen Buch  „Das gute Leben“:

„Vorhin klingelte der Postbote und brachte endlich dein heißersehntes Buch!
Da ich heute mehrere Beratungen habe, konnte ich nur einen kurzen Blick hineinwerfen und bin schon jetzt begeistert!

Ich hatte ja sehr Gutes erwartet – aber was ich gerade angelesen habe, toppt meine Erwartungen um Vieles!

Ich freue mich auf Lese- und Denkzeit mit deinem Buch!

Ganz herzlichen Glückwunsch,
Du hast da etwas sehr Wichtiges und Schönes und Gutes zusammengestellt!

Ganz herzlichen Dank für alle die Arbeit und die Lebenshilfe, die darin steckt!“

Luftballons in den Farben eines Buches

Da kann ich nur sagen: WOW!

Ich freue mich riesig,

Ich bin gerade zu Besuch bei meiner Freundin und Autorenkollegin Gea Gort. Wir haben uns gestern schon in einem Café, das zufällig in meinen Buch-Farben geschmückt war, von unseren Buchprojekten erzählt und miteinander gefeiert.

Ich schreibe ein Buch – es wird ein Lese-Bildband

Als ich es an meinen Händen abzählte, stellte ich fest: Das gute Leben ist Buch Nr. 10 aus meiner Feder. Das fand ich dann doch erst mal so beeindruckend, dass ich tief Luft holen musste.

Meine ersten Schreibversuche

Mein erstes Buch habe ich im Alter von 13 Jahren geschrieben – oder sagen wir mal zumindest begonnen. Über eineinhalb Seiten bin ich damals nicht hinausgekommen. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

Mit Freunden habe ich in der Schulzeit einen Gedichtband herausgegeben – Fotokopien unserer Werke. Von Hand gebunden und mit Papier verziert, das wir mit Ölfarben im Badezimmerwaschbecken eingefärbt haben. Es gibt Dinge, die man seinen Eltern erst Jahre später erzählt.

Die Ei-Parabeln, wie wir das Opus nannten, haben es auch nicht weiter als bis zu der ersten „Auflage“ geschafft, die wir damals Freunden und Verwandten zu Weihnachten schenkten. Lyrik ist leider nicht so gefragt.

Ein anderes, komplett fertig geschriebenes Buch habe ich am Ende nicht publiziert, weil ich als ich fertig war, spürte, dass es nicht ausgreift war und nicht „ich“.

Im vierten  Anlauf hat es dann geklappt. Swing. Dein Leben in Balance war mein erstes Buch, das fertig geschrieben und gedruckt wurde. Und mittlerweile sogar mehrere Auflagen gesehen hat. Es wird als mein Erstlingswerk wohl immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Außerdem habe ich in den letzten Jahren geschrieben:

Und jetzt Nr. 10

Es war klar: Nr. 10 ist etwas Besonderes. Und die Tatsache, dass ich in diesem Jahr meinen 50. Geburtstag gefeiert habe, auch.

Einer meiner Grund-Sätze, über den ich im Buch geschrieben habe, heißt: Feiern heißt, das Besondere betonen. 

Das Besondere muss nichts Großes sein. In dem Buch beschreibe ich die Begegnung mit einem Rotkehlchen  aus nächster Nähe – für mich etwas sehr Besonderes.

Die Tatasche, dass es mein 10. Buch ist und der Anlass fürs Schreiben mein  50. Geburtstag war, den ich richtig gründlich gefeiert habe, empfand ich als ausreichenden Anlass, nicht nur reinen Text zu publizieren, sondern daraus einen Bild-Textband zu machen.

Wie genau wir bei der Gestaltung vorgegangen sind, erzähle ich euch in den nächsten Tagen.

 

Ich schreibe ein Buch – und finde die passende Form

Als Autorin liegt es in der Natur der Sache, dass Menschen mir von ihren Buchideen erzählen. Oder von dem, was sie für ein Buchprojekt halten.

Manchmal stelle ich dann beim Nachfragen fest, dass mein Gesprächspartner nur zu der in unserer Kultur nahegelegensten Publikationsform gegriffen hat – dem Buch.

Doch ein Buch ist keineswegs immer das beste Medium für das, was man sagen will.  Es gibt noch viele andere gute oder sogar bessere Möglichkeiten.

Digitale Medien 

  • Apps: Ich würde supergern die Fragen, die ich gesammelt habe, als App veröffentlichen. Das wäre eine sehr gute Form, um Wartezeiten zu nutzen, sich Fragen stellen zu lassen, die helfen, um die Ecke zu denken – weit besser als ein Buch.
  • Online-Kurse: Einen großen Teil meines Wissens vermittle ich in Online-Kursen, weil ich die Form – ein oder zwei Mal wöchentlich zum Weiterkommen aufgefordert und inspiriert zu werden – für sehr lernfördernd halte.
  • Ebooks: Die haben den großen Vorteil der Risikominimierung – man hat keine hohen Druckkosten. Allerdings ist es zumindest in Deutschland noch so, das 95% der Menschen Bücher lieber gedruckt lesen. Eine Publikation, zu der ich derzeit am meisten Feedback erhalte, ist mein kostenloses Ebook Endlich aufgeräumt.  Fast jeder Leser hat beim Lesen ein Aha-Erlebnis, das ihm oder ihr das Aufräumen und Ausmisten extrem erleichtert. Ich habe auch ein ausführlicheres Quadro zu dem Thema Aufgeräumt geschrieben. Aber für viele sind schon die Impulse aus dem Ebook ein Geschenk – und dürfen es auch sein.
  • Blogs:  Ganz klar – das Medium der Wahl, wenn man kleinere Inspirations-Einheiten an möglichst viele Menschen vermitteln möchte.

Papierbasierte Medien

  • Zeitungen und Zeitschriften: Einen Artikel oder eine Artikelreihe in einer Zeitung oder einem Magazin zu veröffentlichen ist auch eine hervorragende Möglichkeit, um Menschen mit dem zu erreichen, was einem wichtig ist. Ich nutze das in der Regel für in sich abgeschlossene Themen. Meist veröffentlichen wir die Artikel, die ich für ein Magazin geschrieben haben, einige Monate nach Erscheinen des Magazins auch – mit Erlaubnis – in unserem eigenen Online-Magazin.
  • Kompaktformate: Das sind Bücher mit weniger als 100 Seiten Umfang, die kompakt zu einem Thema informieren. Bei uns sind das die Impulshefte, die richtig, richtig kompakt im Hosentaschenformat alles Wesentliche zu einem Thema zusammenfassen. Ich liebe natürlich alle, aber besonders gern mag ich die Weltveränder-Serie, weil sie einflussreiche Persönlichkeiten kompakt, aber dennoch tief vorstellt. Ich mag das sehr, weil mir selbst oft die Zeit fehlt, ausführliche Biographien von all den Menschen zu lesen, die ich spannend finde.
  • Trainings-Materialien: Will man Menschen etwas beibringen, sind Handbücher, Ringbücher oder Hefte oft eine bessere Wahl als gedruckte Bücher. Das hat damit zu tun, dass man gebundene Bücher in größerer Auflage drucken muss, um sie wirtschaftlich rentabel zu machen. Und es in der Regel lange dauert, bis es – wenn überhaupt – zu einem Nachdruck kommt. Wir publizieren Trainingsmaterialien in der gehefteten Quadro-Serie. Die 40 Seiten Hefte sind ideal, um sich das Wichtigste zu einem Thema anzueignen. Und die Fragen und Handlungsimpulse führen gleich in die  Umsetzung.
  • Bildbände: Bücher und Magazine, die Text und Bild zu einer wunderschönen Einheit verbinden, sind stark im Kommen. Vielleicht weil Menschen sich in einer schnellen, digitalen Welt auch nach optischer Entschleunigung sehnen.

Wie ich mich am Ende entschieden habe, als ich von meinem Jubiläumsprojekt zu träumen begann, und warum – das erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

Ich schreibe ein Buch – meine Motivation

Ich schreib ein Buch: Das gute Leben.  Warum schreibe ich eigentlich?

Es gibt viele Antworten auf diese Frage – manche kannst du auf Facebook und Instagram entdecken.

Zwei Aspekte sind mir besonders wichtig.

(Meine) Worte bewegen Menschen

Gestern erreichte mich eine Facebook Nachricht:

Ich bin F. , ein Junger aus Syrien, der sich mit ihnen vor zwei Jahren unterhalten hat; ich war noch in der Türkei auf am Warten aufs Visum nach Deutschland, Sie haben mir den Erflog gewünscht, Vielen Dank
Ich bin nach Deutschland gekommen; die Sprache gelernt, und jetzt studiere ich schon im zweiten Semster Medizin. 
In der Türkei, in der Zeit, als ich Angst davor hatte, dass mein Visum abgelehnt bzw, meine Zukunft und Träume belastet würden, brauchte ich die Motivation, die Sie mir einmal geschenckt haben.
Und jetzt muss man sich dafür bedanken.

Wenn ich diese Worte lese, kann ich die Tränen nicht zurückhalten. 123 Worte die ich geschrieben habe – mehr waren es nicht – haben eine Menschen so sehr ermutigt, dass er sich zwei Jahre später noch daran erinnert.

Worte haben Kraft. Kraft, Hoffnung zu spenden. Kraft, die Distanz zwischen Menschen zu überbrücken. Kraft, neue Perspektiven zu entwickeln.

Ich schreibe,  weil ich darauf hoffe und vertraue, dass ich Leben spenden, Mut machen und Menschen aus eingefahrenen Wegen herauslocken kann.

Ich lerne und inspiriere liebend gern

Meine beste Freundin sagte mir gestern:

Ich kenne niemanden, der so stark das eigene Leben reflektiert wie du und ständig Neues lernt, das das Leben besser macht.

Es stimmt. Meine Vorstellung von einem gut gelebten Leben ist, dass ich eines Tages, wenn es vorbei ist, vor meinem Gott stehen werde und sage:

Ich war die beste Kerstin, die ich sein konnte.

Ich hab es mir schon lange abgeschminkt, die beste Mutter Teresa sein zu wollen – die gibt es schon. Oder die beste Forscherin, die klügste Philosophin. Das liegt nicht in mir drin.

Das, was an Gaben, Fähigkeiten, Potential und Interessen in mir liegt, will ich voll ausschöpfen. Wann immer ich dabei an Grenzen stoße, breche ich mal wieder in Neuland auf. Voller Spannung, was es noch zu entdecken gibt. Ich ahne stets: Da ist noch mehr! Das will ich entdecken!

Und ich liebe Effizienz und Multiplikation 

Neues Lernen kostet mich etwas. Manchmal „nur“ Zeit. Oft auch ein ganzes Stück Herzschmerz, Mut, Angst zu überwinden oder alte Blockaden zu lösen. Es lohnt sich – nur für mich.

Darüber hinaus  finde ich es noch schöner, wenn andere Menschen auch etwas von dem haben, was ich mir zum Teil mühevoll erarbeitet habe. Wenn sie von Entdeckungen, die ich entlang meines Weges mache, profitieren können, so wie ich von dem inspiriert wurde, was andere vor mir entdeckt haben.

Wenn sie davon beflügelt werden – und selbst abheben.

Keiner muss alle Straßen auf dem Weg des Lebens selbst bauen. Wir dürfen einander beschenken.

Deshalb schreibe ich…

Frage an dich? Wieso liest du, was ich schreibe?

Ich habe die Vermutung und Hoffnung, dass dir das, was ich schreibe, etwas gibt. Doch es würde mich interessieren, mit welchem Wort oder welchen Worten du beschreiben würdest, was du davon hast.

Ich freue mich über deinen Kommentar.

Ich schreibe ein Buch – und gebe Einblick

Um euch die Wartezeit bis zum Erscheinen meines neuen Buches „Das gute Leben. Was ich in 50 Jahren, vier Monaten und sieben Tagen über Leichtigkeit und Lebensfreude entdeckt habe“ zu verkürzen, gebe ich hier immer ein Stück Einblick in den Entstehungsprozess.

Auf dem Bild seht ihr mich bei der Feier meines 50. Geburtstages, der ja, wie der Titel des Buches schon sagt, Anlass für das Schreiben war.

Außerdem findet ihr Beiträge auf Facebook  und Bilder auf Instagram.

Ist das interessant für dich?

Wenn ja, was würde dich in Bezug auf den Entstehenungsprozess eines Buches besonders interessieren?

Du kannst mir gern deine Fragen unten als Kommentar stellen – ich bin gespannt drauf und werde sie so gut ich kann beantworten.

 

 

Ich schreibe ein Buch: Wie entwickle ich Produkte?

Aus einer schönen Idee ein marktfähiges Produkt zu machen, das auch viele andere Menschen begeistert, ist eine Kunst. Manche scheitern daran. Einigen gelingt es, die Idee – hier symbolisiert durch zwei Arme – in einen lebensfähigen Körper einzubauen.

Für den Blog von Tollabea habe ich darüber geschrieben, wie aus Ideen Produkte werden – wo die Herausforderungen liegen und an welchen ich erst mal gescheitert bin. Und wie ich gelernt habe, es besser zu machen.

Hier ist der Link zu Quadros und ich – eine Entstehungs- und Liebesgeschichte.
Viel Freude beim Lesen!

Schreiben ist wie Atmen

2016-11-24-16-04-18Schreiben ist für mich wie Atmen.

Meinem Laptop sieht man das an.

Durch das viele Schreiben, ist die Farbbeschichtung auf der Enter-Taste so abgenutzt, dass man die Technik durch das nun durchsichtige Plastik erkennt: „So was hab ich noch nie gesehen!“ staunte kürzlich jemand, der meinen Laptop sah… „Ich bin Autorin“ antwortet ich. „Ah, so!“ (Autorin und zu sparsam um 300!!! Euro für das Auswechseln einer einzigen Taste auszugeben).

Seit gestern bin ich auf Mallorca und mache den ersten Pauschalurlaub seit Jahrzehnten. Naja, so ganz pauschal ist es nicht. Ich hab mir einen Flug gebucht und kleines, altes Hotel gesucht, weil ich nicht in so einer Bettenburg untergebracht werden wollte. Und die Wahl war gut.

Es ist klein und fein. In den Speiseräumen dringt ruhige klassische Musik aus den Lautsprechern, kein Popgedudel. Und es ist direkt am Strand. Ich war heute Morgen schon im Meer schwimmen. Kurz: Ich fühle mich wohl

Ich habe einigen Freunden erzählt, dass ich im Urlaub auch schreiben will. Sie waren überrascht: „Warum willst du schreiben? Mach doch mal richtig Urlaub!“ Richtig heißt in dem Fall entweder nichts tun oder Aktivurlaub. Aber eben nicht Schreiben, weil ich damit ja auch mein Geld verdiene.

Ich nehme Rat von guten Freunden ernst und hab mich hinterfragt: Ist es richtig, was ich tue?
Gestern, bei einem langen Strandspaziergang wurde mir klar. Schreiben ist für mich wie Atmen. Ausatmen.

Ich bin eine Frau, die extrem viel aufnimmt. Wenn ich mit einer guten Freundin unterwegs bin, sehe ich – gefühlt – 10 x mehr Details als sie. Ich nehme Dinge mit einer Blitzgeschwindigkeit wahr und füge sie dann zusammen. Manchmal fange ich an, zu lachen, weil ich die Komik einer Situation erkenne, die andere noch nicht mal wahrnehmen. Und wenn ich Puzzles baue, muss ich in der Regel nicht denken, wo ein Teil hin soll – ich sehe es einfach.

Ich sehe (oder lese), kombiniere, verbinde, füge die Dinge an einen neuen Platz.

Mein wichtigstes Instrument beim inneren Sortieren ist das Schreiben. Wenn ich schreibe, sortiert sich das neu aufgenommen zu neuen Bildern, Gedanken, Konzepten.

Wenn ich nicht schreibe, weil mir die Zeit und der Raum dafür fehlt. dann bleibt es in mir stecken. Etwas will sich Ordnen, Sortieren, will Ausdruck finden. Meist sind die Gedanken vor dem Schreiben noch unsortiert. Beim Schreiben klärt sich mein Kopf, ich kann die Dinge selbst besser begreifen, während ich sie für andere niederschreibe.

Es ist immer auch so, dass ich mit dem, was ich entdeckt habe, gern auch andere Menschen inspirieren will. Gerade lese ich sehr viel über den Zusammenhang von Spielen, Leichtigkeit und Kreativität. Es formt sich in mir u neuen, hilfreichen Gedanken und Konzepten.

Einen Teil davon werde ich zusammenfassen und in mein Online-Jahrestraining einfließen lassen, an dem ich gerade arbeite.. Die anderen Gedanken vielleicht in diesen Blog.

Das schöne an Laptops ist, dass ihr Akku irgendwann leer ist.

Das ist eine gute Grenze: Ich schreibe so lange im Hotelgarten, bis der Laptop nicht mehr kann.. Den Rest der Zeit kann ich dann noch „richtig“ Urlaub machen.

Ich weiß nicht, was mit dem Körper passiert, wenn man immer nur einatmet und nie ausatmet. Vermutlich platzt man nicht. Aber gesund ist es auf keinen Fall

Ich brauche Schreiben wie Atmen. Das AUSatmen.c

© 2018 Kerstin Pur

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