Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Inspiriert Leben (Seite 1 von 2)

Ich schreibe ein Buch: Wie entwickle ich Produkte?

Aus einer schönen Idee ein marktfähiges Produkt zu machen, das auch viele andere Menschen begeistert, ist eine Kunst. Manche scheitern daran. Einigen gelingt es, die Idee – hier symbolisiert durch zwei Arme – in einen lebensfähigen Körper einzubauen.

Für den Blog von Tollabea habe ich darüber geschrieben, wie aus Ideen Produkte werden – wo die Herausforderungen liegen und an welchen ich erst mal gescheitert bin. Und wie ich gelernt habe, es besser zu machen.

Hier ist der Link zu Quadros und ich – eine Entstehungs- und Liebesgeschichte.
Viel Freude beim Lesen!

Im Alltag keine Spuren hinterlassen – wie ich die besondere Form der Achtsamkeit lerne

Gerade übe ich mich darin, keine Spuren zu hinterlassen.

Das ist ein Bild, das Jan von Wille in seinem Quadro Achtsamkeit verwendet. Damit beschreibt er, dass man bei einer Sache bleibt, bis sie ganz fertig ist.  So dass ein Detektiv nicht erkennen könnte, dass man da gewesen ist.
Für mich heißt das:

  • Tassen nicht vor, sondern sofort in die Spülmaschine stellen
  • Dokumente, mit denen ich gearbeitet habe, gleich wieder zurück legen.
  • Eine Seite, auf der ich gesurft habe, wenn ich fertig bin, gleich schließen.
  • Kleidung nach dem Ausziehen gleich zusammenlegen und an den richtigen Platz bringen usw.

Das klingt erst mal anstrengend – ist es auch ein bisschen.

Gerade für jemanden wie mich, der den Kopf schnell voll neuer Ideen hat, noch bevor die alten abgeschlossen sind. Es ist viel leichter, etwas Neues zu beginnen, als das alte komplett fertig zu stellen.

Doch zugleich erlebe ich es als ungemein entlastend, mich darin zu üben.

Es liegt nichts rum. Weder in der eigenen Umgebung. Noch im Kopf.

Ich lade dich ein, dein Leben zu verändern…und begleite dich

Mich fasziniert derzeit ein Zitat des Apostels  Paulus. Er schreibt an seine Freunde in Thessaloniki

Gott bewahre euch, damit ihr fehlerlos seid an Geist, Seele und Leib.  – 1. Thessalonikerbrief 5,23

Mich berührt es, dass es dem großen Apostel nicht nur um das spirituelle Wohlergehen seiner Leser geht, sondern dass für ihn Geist, Seele und Körper untrennbar zusammengehören.

Er wusste schon damals: Damit es uns gut geht, brauchen wir Stärke in allen drei Bereichen:

  • Geist: gelebte Spiritualität – Pflege unserer Verbindung zu Gott.
  • Seele: gesundes Innenleben – emotionale und mentale Freude und Kraft.
    Körper: ganzheitliche Gesundheit – Fürsorge für unseren Leib.

Wie schön wäre es, wenn es uns tatsächlich auf allen Ebenen gutginge!

Aber ein solches Rundumprogramm kann auch als herausfordernd empfunden werden. Das erlebten offensichtlich auch die Adressaten von Paulus so – sonst hätten sie wohl kein Gebet gebraucht.

Und ich als Coach stelle natürlich gern Fragen dazu.

Wie könntest du zu mehr Wohlergehen finden?

Träumen
Ich finde es hilfreich, erst einmal zu träumen: Wie sähe es aus, wenn es mir an Geist, Seele und Leib rundum gutgehen würde? Was wäre das optimale Wohlbefinden für mich?
Wenn innerlich ein lebendiges, attraktives Bild entstanden ist, kannst du anschließend eine Bestandsaufnahme machen:

  • Wie geht es meinem Geist, meiner Seele, meinem Körper?
  • Was ist gut? Was fällt mir schwer?

Und dann erst konkret überlegen:

  • Was möchte ich gern verändern?
  • Womit kann und will ich beginnen?

Analysieren
Auch Skalen von 0 (schlecht) bis 10 (spitze) können hilfreich sein.
Male für jeden Bereich eine Skala – einen Strich mit Zahlen von 0 bis 10 – und trage ein:

  • Aktueller Zustand: Wo stehe ich gerade? Notiere dazu: Was kennzeichnet den Zustand?
  • Wunschzustand: Wo möchte ich demnächst sein? Markiere den Punkt auf der Skala, schreibe das Datum dazu und beschreibe in Stichworten, was den verbesserten Zustand kennzeichnet.
  • Ideen: Notiere 10 Möglichkeiten, die dich vom aktuellen Zustand zum Wunschzustand bringen. Wähle 1 bis maximal 3 aus, die du konkret umsetzen willst.

Training – du musst es nicht alleine schaffen

Für diejenigen von euch, die so richtig weiterkommen möchten, biete ich auch Online-Trainingskurse an, die euch drei Monate auf eurem Weg begleiten.

Geist:

  • WUM – Wunder unter Menschen. Natürlich Gottes Kraft erfahren.
    http://dte-training.de/wum
    Der Kurs ist ideal für alle, die darin wachsen wollen, Gottes übernatürliche Kraft zu erleben und weiterzugeben.

Seele:

  • DAN. Dankbar alles nehmen [Das Glas ist voller als du glaubst!]
    http://dte-training.de/dan
    Die Wissenschaft bestätigt: Das Einüben von Dankbarkeit führt zu mehr Lebensfreude und Gesundheit.
  • SAM. Seine Arbeit meistern. Gelassen und entspannt arbeiten lernen.
    http://dte-training.de/sam
    Wer die Dinge im Griff hat, lebt mit mehr Ruhe und Kraft.
  • Dein gutes Leben. Jahrestraining nach dem SWING-Konzept.
    http://dte-training.de/swing
    Der Kurs ist ein Rundumprogramm für Körper, Seele und Geist.

Körper:    

  • LEA. Lebe endlich anders. Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung gewinnen.
    http://dte-training.de/lea
    Körperlichen und seelischen Ballast loswerden und neue Stärke gewinnen.

Die Kurse beginnen am 1. Tag eines Quartals.

NEU: Du kannst dir aber auch einen individuellen Starttermin auswählen und zum Beispiel sofort beginnen.

Ich hoffe, dass die Tipps und Ideen zu mehr Wohlbefinden an Geist, Seele und Leib zu finden – das ist mein Wunsch und mein Gebet für dich.

Und wo ich dich durch die Kurse oder Coaching dabei unterstützen kann, tue ich das gern.

Wie Bücher prägen. Oder: Warum „Rock your idea“ mich zum Heulen brachte

Es gibt in meinem Bücherregal Bücher, die haben fast ein ganzes Lebensjahrzehnt geprägt.  Oder waren für mich so wichtig, dass ich genau weiß, in welchem Alter ich sie gelesen habe und welche Auswirkungen sie auf mein Leben hatten.

Die springende Flut1 – 10

Was ich in den ersten 10 Jahren meines Lebens gelesen habe, weiß ich nicht mehr so genau. Aber es war einiges. Nachmittage im Liegestuhl mit Enid Blyton (ja, ich gebe es zu, Hanni und Nanni, alle Bände), Astrid Lindgren und Michael Ende.

Heraus sticht dieses eine, kleine Buch von Pearl S. Buck, „Die springende Flut„. Das Buch war  das einzige griffbereite Buch auf dem Nachttisch meiner Eltern – eigentlich diente es nur zur Dekoration. Sie lasen sie eher im Wohnzimmer oder auf dem Balkon. Ich hab es wohl ein paar Duzend Male gelesen, weil es einfach da war. Und hoffnungsvoll.

Das Buch spricht über Zerstörung durch einen Tsunami und Neuanfang, darüber dass ein Fischerjunge durch einen Tsunami zum Waisenkind wird. Später, erwachsen, kehrt er an den Strand zurück, der seiner Familie das Leben geraubt hat. Er gründet eine Familie, Baut ein Haus. Seine Vorfahren hatten – um sich vor möglichem Unheil zu schützen, keine Fenster zur Meerseite hingebaut. Er baut sein Haus mit einem Fenster zum Meer. Ein Buch voller Hoffnung.

11 – 20

In meinen Teenagerjahren habe ich unzählig viele Biographien gelesen. Vor allem von Revolutionären wie Savanarola und Menschen, die in der Welt etwas verändert haben – wie Sophie Scholl,  Albert Schweizer und viele andere. Das ist geblieben. Bis heute liebe ich Biographien. Weil nicht jeder so viel liest, wie ich gebe ich eine Serie von knackigen und zugleich tiefen Kompaktbiographien für die Hosentasche heraus: Die Weltveränderer.

Neben den Biographien und C.S. Lewis – von Screwtape bis Narnia hat mich vor allem ein Buch geprägt: Bete und Staune. Die Autorin Catherine Marshall beschreibt ganz unterschiedliche Formen des Gebets. Mich hat es inspiriert und mir die Augen dafür geöffnet, dass Glaube sehr vielfältig gelebt und zum Ausdruck gebracht werden kann. Auch das prägt mich bis heute.

21 – 30

Das Buch des Zwanziger-Jahrzehnts war Robinson Crusoe. Ich habe meine Magisterarbeit über „Das Bild des Fremden in Robinson Crusoe“ geschrieben und fand die Auseinandersetzung damit extrem spannend. Größte Erkenntnis: Der einzelne Fremde – wie etwa Freitag – kann leicht zum Freund werden.  Sich der Gruppe der Fremden, „die Kannibalen“  anzunähern ist mit weit größeren Ängsten verbunden. Ich konnte es mir auch angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation (ich weigere mich, die Aufnahme von geflüchteten Menschen in unser Land als „Krise“ zu bezeichnen) nicht verkneifen,  meine Robinson und Freitag Erkenntnisse zu einem Artikel zu verarbeiten – natürlich darüber, wie Fremde zu Freunden werden können,

Völlig unnötige Info, aber irgendwie cool. Seit meiner Robinson-Zeit weiß ich, dass das Wort „Barbecue“ vom karibischen „Barbucan“ kommt, was so viel bedeutet wie „Seine Feinde braten!“ – diese Info kann man sehr effizient bei Grillparties einsetzen, wenn nur noch ein Steak auf dem Grill liegt und man den anderen den Appetit verderben möchte…. (ich käme natürlich nie auf den Gedanken). Und seit meiner Robinson-Zeit hängt ein Schild an meiner Bürotür „The only person getting his work done by Friday was Robinson Crusoe!“ 

30 – 40

In den Jahren haben ich mehrere Bücher gelesen, de mich stark geprägt haben :Vor allem die Bücher von Steven Covey über die Sieben Wege zur Effektivität (Wobei ich den deutschen Titel immer noch grausam schlecht übersetzt finde, weil es Covey um sieben Gewohnheiten geht, die man für ein gutes, erfolgreiches Leben einüben kann und darf.  Seine Bücher, aber auch Good to Great / Der Weg zu den Besten haben mir einiges über Fokus und Ausrichtung fürs Leben vermittelt. Einiges. Nicht alles.  Dazu später mehr.

40 – 50

Da bin ich noch drin. In diesem Jahrzehnt standen Coaching-Bücher im Vordergrund: Lösungsorientierte Beratung  von Bamberger habe ich regelrecht verschlungen. Und natürlich Marshall Rosenberg Gewaltfreie Kommunikation und viele andere Titel, die mich in meiner Praxis als Coach gestärkt und geprägt haben. Außerdem eine ganze Reihe von Büchern von Menschen wie Aliss Cresswell, Bill Johnson und Kris Valatton und anderen, die meinen Glauben herausgefordert und gedehnt haben – mehr in die Vorstellung hinein, dass Gott nicht alleine handeln will, sondern gern mit und durch uns.

Rock your ideaUnd jetzt gibt es ein neues Buch, von dem ich ahne, dass es vor allem mein Berufsleben im nächsten Jahrzehnt prägen wird Martin Gaedts Buch:  Rock your idea.

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich um Ideen selten erlegen bin. Wenn die einen vor Schreck erstarren,  regen mich Krisen zur Kreativität an. Beispielsweise wenn es auf dem Balkon  7 Meter entfernt, schräg von mir brennt, weil Teenie-Gäste bei einer Geburtstagsfeier Wunderkerzen-Weitwerfen gespielt haben !!!! und zielsicher einen vertrockneten Weihnachtsbaum trafen, der lichterloh in Flammen aufging.

Während alle anderen Gäste erstarrt vor Schreck das Feuer betrachteten, rannte ich in Küche und Bad, holte Teekannen und was ich sonst noch fand, und versuchte, schräg über den Hof Wasser auf den entfernten Balkon zu schütten. Und traf. Zumindest oft genug, um die Flammen zu löschen noch bevor die Feuerwehr mit drei Löschzügen eintraf.

Doch witzig, originell und kreativ denken zu können, allein reicht nicht, damit eine Idee erfolgreich umgesetzt wird.

Das habe ich jetzt beim Lesen von Rock your idea verstanden. Die Originalität und Offenheit braucht als Gegenpol immer die Analyse und das achtsame Hinschauen, damit etwas gelingt. Das A und O.

Beim Lesen wurde mir klar, warum viele meiner eigentlich im Ansatz guten Ideen nicht funktioniert haben. Ich habe wunderschöne Postkarten produziert, umweltfreundlich, originell mit gutem Design. Nur unpraktischerweise die Vertriebskosten nicht genau berechnet (schon allein deshalb, weil ich gar nicht weiß, wie man so was kalkuliert). Und nicht richtig nachgefragt, ob die Kunden meines Verlags, die meine Bücher und Trainingsmaterialien sehr schätzen, auch auf Postkarten stehen. Tun sie nicht. Das weiss ich jetzt.  9875 unverkaufte Postkarten später.

Und meine Kunden mögen noch nicht mal alle meine Bücher. Ich hab Buchtitel gemacht, von denen ich begeistert war, ohne vorher zu prüfen, ob andere Menschen davon auch begeistert sind. Und natürlich ob sie die Titel tatsächlich auch kaufen würden.  Das kann man natürlich nie genau sagen, das typischte an der Zukunft ist ja, dass sie ungewiss. Das Interesse und die Resonanz ungefähr zu erfragen, wäre das gute, ergänzende A zum sprudeligen O gewesen. Das hat in den meisten Fällen gefehlt.

Zu allem Überfluss habe ich gerade in der Anfangsphase – Buchcover gemacht, die auf dem Computer gut aussahen, aber im Laden überhaupt nicht wirkten.  Das ist eine andere Geschichte.

Als ich Rock your idea zu Ende gelesen hatte, hab ich erst mal eine Runde geweint.

Es tat einfach weh, zu realisieren, wie viel Ideen mit Potential misslungen oder nicht zur vollen Entfaltung gekommen sind, weil mein A-Flügel sich nicht entfaltet hat…ich gar nicht wusste, dass es ihn gibt. Und ich mag gar nicht erst anfangen zu spüren oder gar zu rechnen, wie viel emotionale, aber auch finanzielle Energie mich die fehlende Analyse gekostet hat. Das ist wirklich zum Heulen.

Im Coaching sagt man oft: Wenn etwas nicht funktioniert, verdoppeln Menschen ihre Anstrengungen. Der Partner hört nicht zu. Also redet man lauter oder mehr.  Das Ding klemmt, also zerrt man mehr. Abstand nehmen, eine ganz andere Strategie entwickeln, ist meist die bessere Alternative.

Dumm, wenn man den Fehler dann selbst macht. Ich hab eine Idee entwickelt. Wenn es dann schwierig wurde, hab ich einfach die nächste Idee entwickelt, statt etwas anderes zu tun. Genau analysieren zum Beispiel. Ideen entwickeln, das kann ich. Irgendetwas fällt mir immer ein. Also hab ich meine Anstrengungen verdoppelt. Und um nicht allzu hart, mit mir selbst zu sein: Eine ganze Reihe der Ideen waren auch gut.

Aber ich ahne, wie viel besser meine Verlagsarbeit funktioniert hätte, wenn ich das mit dem Hin- und Her von Originalität und Analyse vor 10 Jahren gewusst und eingeübt hätte. Glücklicherweise ist es noch nicht zu spät. Ich habe – vermutlich – noch einige Jahre, oder ein oder zwei Jahrzehnte Berufsleben vor mir. Und werde versuchen, meinen  A – Flügel zu stärken. Denn wenn man nur mit einem O – Flügel fliegt, fliegt man im Kreis. Und ich habe mir ganz neu eine A-Frau an Bord und einen Super-A-Berater ins Team geholt, um mich darin zu unterstützen.  Und eine dritte A Frau kam in dieser Woche einfach von selbst an. Ich bin am Staunen.

Jetzt gilt es erst mal achtsam hinzusehen: Was funktioniert? Was nicht?

Und wenn wir dann die nächste Idee, die natürlich schon da ist, weiterentwickeln, wird zu dem O eine gute Portion A kommen.

Mich zum Weinen bringen – das hat bisher noch kein „Business“ Buch geschafft.

Aber ich weiß, dass ich in ein paar Jahren lachend sagen werde: Die Gedanken aus Rock your idea, vor allem der Grundgedanke von A und O, hat etwas verändert. Hat verbessert, wie ich ich Projekte angehe. Es hat jemanden verändert. Mich.

Herrliches Leben

10568781_10152194810470163_611016797721670097_nMittwoch, der 10. 9.

Höre gerade Mozart und freue mich an meinem herrlichen Leben…. jede Menge Arbeit….vor allem Vorbereitung auf die nächsten LEA Kurse, die bald starten…Deutsch und erstmals Englisch! Arbeit am Schiff….wo man gerade gut sieht, dass es vorangeht…Fundraising…spannend – derzeit haben wir 665 von 2500 Euro zugesagt bekommen- und noch 20 Tage für den Rest…sonst verfällt mit der „alles oder nichts“ alles, was ich bisher an Zusagen erhalten habe! Ich bin supergespannt und ein bisschen aufgeregt.
Und dann genieße ich es, Neues zu lernen. Zum einen bei 100 Tage Neues wagen …total schön, da mitzumachen und sich herauszufordern…und auch zu erleben, wie es anderen gut tut, Komfortzonen zu verlassen.

Und auch inhaltlich Neues zu lernen. Zur Zeit viel über Judentum. Geschichte Jerusalems, jüdische Denkmuster. Gestern etwa einen Vortrag von David Solomon über „Die ganze jüdische Bibel in einer Stunde!“ Wow. Außerdem habe ich derzeit einen jüdischen Historiker bei mir zu Gast – ich vermiete ab und zu mein Schlafzimmer und schlafe dann im Büro auf dem Fussboden um Geld fürs Schiff zu verdienen. Ich erzählte ihm, dass David Solomon auch einen weiteren Vortag hat: „Die Gesamte Jüdische Geschichte in einer Stunde!“ Mein Gast meinte: „Die kann ich auch in zwei Sätzen zusammenfassen, während ich auf einem Bein stehe!“ Sprache, zog sein Bein hoch und sagte „Sie wollten uns umbringen. Sie haben es nicht geschafft – und jetzt lasst uns etwas essen gehen!“

Und ich liebe es, den Herbsthimmel zu betrachten. Er ist atemberaubend intensiv.2014-09-10 19.13.02

Donnerstag 11. 9. : Keine Frage, das Leben ist auch anstrengend. Wenn man einen Verlag führt und – wie (fast) alle in der Branche mit starken Einbrüchen im Umsatz zu kämpfen hat – und Wege sucht, um gegenzusteuern…puh.  Und wenn man ein Schiff hat, dass noch nicht fertig gebaut ist, ich nicht weiß, wo ich weitere Helfer finden kann und – trotz aller Bemühungen – das Fundraising für das nötige Geld zur Renovierung der Decks nicht so recht vom Fleck kommt….ich brauche noch 1900 Euro in 19 Tagen…puh…wie soll ich das nur schaffen?

Anstrengend ist das Leben auch, wenn die Überarbeitung des ab Oktober wieder startenden LEA Online Kurses für Leichtigkeit, Energie und Ausstrahlung weit mehr Zeit und Energie kostet, als ich erwartet habe – aber es mir wichtig ist, den Kurs in bestmöglicher Aktualität und Qualität anzubieten.

Dennoch: Es ist ein wunderbares Leben, die Freude zu lernen – heute über Unternehmensführung – zu leben und die herbstliche Luft zu spüren und Sonnenstrahlen zu genießen….Petitionen für Demokratie und gegen Verfolgung von Menschen zu unterschreiben….Blumen am Schreibtisch stehen zu haben…genug zu essen….das Leben ist wunderschön…finde ich …

 

 

Erfolgreich faul sein

Ich habe mich oft gefragt,

ob nicht gerade die Tage,

die wir gezwungen sind,

müßig zu sein,

diejenigen sind,

die wir in tiefster Tätigkeit verbringen.

Rainer Maria Rilke

[Quelle ist mir leider nicht bekannt. Für Hinweise bin ich dankbar.]

Wie ich die Dinge geregelt kriege – 1


Vor ein paar Tagen habe ich damit begonnen, das Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege von David Allen zu lesen. Ich halte mich schon für einen relativ gut strukturierten Menschen, der die Dinge recht gut im Griff hat. Dennoch finde ich das Buch sehr hilfreich. Es zeigt, wie man lernt, konsequent Dinge aus dem eigenen Kopf zu verbannen („Ich sollte noch“ und „ich müsste doch“). Statt dessen baut man ein zuverlässiges System aufzubauen, das alles erfasst und mit dessen Hilfe man leichter planen und besser strukturieren kann. Gefällt mir. Und hat mir schon beim Lesen Energie gegeben, manches, was schon lange auf meiner mentalen „sollte“ Liste steht, gleich anzupacken.

Unterstützung wahrnehmen

Pflanze auf BahnschieneAn meinen schlechten Tagen als Selbständige und Single passiert es schon mal, dass ich denke: „Keiner hilft mir. Alles muss ich alleine machen.“

Schwups kommen auch schon die entsprechenden Gefühle von Selbstmitleid und Traurigkeit im Schlepptau der Gedanken hinterher. Hilfreich? Nicht wirklich.
Also habe ich eine Gegenmassnahme beschlossen. Gegen Herbst- Winter, mangelnden Unterstützer und sonstigen Blues. Ich erinnere mich an fünf Situationen im Laufe des Tages an denen ich Unterstützung erhalten habe.

Heute waren meine Favoriten:
1. Schminke.
Als ich – kurz vor einem wichtigen, offiziellen Termin – feststellte, dass ich vergessen hatte, mich zu schminken, habe ich bei Karstadt schnell Schminke auftragen wollen. Eine Verkäuferin sah das, ich erzählte ihr, warum ich das tat. Sie bot mir an, mich zu schminken. So professionell hätte ich das nie hinbekommen.

2. Kletterhilfe
Als ich mich auf dem Weg zum Termin verfuhr, half mir ein Mann, mitsamt meinem Fahrrad über einen Zaun zu klettern – was mir einen langen Umweg erspart hat.

3. Zufallstreffer
Auf dem Ku´damm traf ich zufällig eine Frau, die ich kannte und dir mir wichtige Hintergrund-Informationen zu einer Situation gab, die ich erlebt hatte und nicht einordnen konnte. Hat mich da jemand unterstützt, dass ich sie gerade heute zufällig traf?

4. Beratung
Ich erhielt sehr gute Beratung für eine geschäftliche Situation. Nicht ganz billig. Aber gute Berater sind ihr Geld langfristig wert.

5. Technik
Die Leute von Textunes haben das Krisen – App unser erstes Impulsheft als App fürs iphone, ipad und den ipod fertigbekommen: Krisen. Impulse, schwierige Zeiten zu bewältigen. Ich freue mich wie eine Schneekönigin. Das App kann man im App – Store gleich kaufen oder auch erst mal nur eine kostenlose Leseprobe runterladen.

Es tut mir richtig gut, wahrzunehmen, wie viel Unterstützung ich im Lauf eines Tages erhalten…das hier war gar nicht alles…“nur“ meine Top 5.

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Schicht um Schicht


Vor 6 Tagen habe ich erfahren, dass der Dachboden, in dem ich hier in Berlin eine Menge Bücher gelagert habe, wärme isoliert wird. Das ist ja an und für sich sehr zu begrüßen. Ich bin immer für sinnvollen Umwelt- und Klimaschutz. Nur praktisch bedeutet das: Ich muss fünf Tonnen Bücher und sonstiges Material anderswo unterbringen.
Zuerst hat mich die Vorstellung ziemlich erschlagen. In meinem 9qm großen Büro ist kein Platz dafür. Aber Jammern hilft auch nicht. Eine Lösung muss her. Eine praktikable und finanzierbare Lösung für alles, fiel mir nicht ein. Also mache ich es wie so oft, Schicht um Schicht. Ein oder zwei Mal am Tag gehe ich auf den Dachboden, schaue mir die Sachen an und lasse mir für ein oder zwei Dinge etwas einfallen.
Ich habe zwei Kunden, die mir in den Sinn kamen, angeschrieben. Beide sagten zu, einige Bücher (ca. 150 Kilo) abzukaufen. Ein Schritt weiter. An anderen Stellen ließ sich durch Umräumen Platz schaffen. Manches kommt zum Gebrauchtwarenhaus. Und für die anderen Sachen muss ich mir noch was einfallen lassen. Schicht um Schicht.
Ich erlebe das oft so. Wenn es keine große Lösung gibt, dann kann man etwas angehen, indem man es Schicht um Schicht angeht. An einer Stelle, an der man ein bisschen Lösung sieht, anfängt. Und dann weiter macht. Und irgendwann erstaunt feststellt, dass das scheinbar Unlösbare sich am Ende doch gelöst hat. Schicht um Schicht.


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Neues Buch. Gebet. Basics von A – Z

Ab Montag beginne ich mit dem Schreiben von meinem neuen Buch. Es ist eine Einführung ins Gebet, die den Buchstaben des Alphabets folgt.

Gebet von A – Z

A Anbetung. Über das Staunen über Gott.

B Bitten. Über die Herausforderung konkret zu werden.

C Christus-zentriert beten. Über die Brücke zum Vater

D Danken. Über die Kunst, das Leben von der positiven Seite zu sehen

E Einfach beten Über Zutrauen zu Gott. Glaubensvoll beten.

F Für andere beten / Fürbitte. Über die Bereitschaft, für andere einzustehen

G Gemeinsam beten. Über die Freude und Herausforderung mit anderen zu beten.

H Hören. Über die Kunst, Gott wahrzunehmen

I Innerlich beten. Über die Kunst, mit Gott verbunden zu sein.

J Jubeln. Über die Kunst, Gott und das Leben zu feiern.

K Klagen. Über die Kunst, das Herz vor Gott auszuschütten

L Laut und Leise. Über die Kunst, die richtige Form zu finden.

M Meditativ beten. Über die Kunst, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren.

N Namen Gottes beten. Über die Kunst, sich von Gottes Wesen inspirieren zu lassen.

O Ohne Worte …Über die Kunst, wortlos zu beten.

P Politisch beten. Über die Kunst, sich einzumischen

Q Quirlig und kreativ. Über die Kunst, anregende Formen zu finden.

R Rituale und Traditonen. Über den reichen Schatz der gesammelten Gebete

S Segnend beten. Über die Kunst, anderen Gutes zuzusprechen.

T Themenorientiert beten. Über die Kunst, für bestimmte Anliegen zu beten.

U Umkehr. Die Kunst, Fehler einzugestehen. // Beichte. Bußgebet

V Verheißungsorientiert beten. Über die Orientierung an Gottes Zusagen.

W Wort Gottes beten. Über die Verankerung in Gottes Wort // Bibelstellen beten //

X X-beliebig beten. Über die kindliche Freiheit, alles mit Gott zu besprechen.

Y Yes we can. Über die Freude, Gott als Partner zu haben (Bund)

Z Zuversichtlich beten Über die Kunst, dran zu bleiben // Unerhörte Gebete // Wenn Gott schweigt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat. Dann gibt es einen kurzen Text zum Thema, Praxistipps, Buch- und Medientipps (auch Internet-Seiten) und ein Modellgebet.

Bitte schreibt einen Kommentar, falls ihr Ideen, Gedanken, Zitate, Anregungen, Lieblingsbücher und Gebete habt, die zu dem Buch passen könnten. Ich freue mich über jede Anregung.


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