Ausgelöst durch eine Begebenheit in Antwerpen, die ich in meinem Buch „Die Hütte und ich“ beschrieben habe, beschäftigt mich seit einigen Monaten die Frage, was Liebe ist. Gestern habe ich das berühmte „Hohelied der Liebe“ in der Message, einer Englischen Übersetzung gelesen. Luther übersetzt eine Passage so: „Die Liebe eifert nicht!“ In der Message heißt es: „Love doesn’t want what it doesn’t have.“ Die Liebe kämpft nicht für das, das sie nicht hat.
Autsch. Mit materiellen Dingen bin ich meist recht zufrieden. Doch im Umgang mit Menschen kenne ich das „eifern“, das verbissene innere Kämpfen durchaus. Die Erwartung, der andere müsste mir doch jetzt Zeit, Aufmerksamkeit, Verständnis oder was auch immer geben.
Puh. Wenn Liebe bedeutet, dass ich dem anderen wirklich von Herzen die Freiheit lasse, mir zu geben, was er oder sie mir gerade geben möchte, dann habe ich noch einiges zu lernen. Puh. Herausfordernd.


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