Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Kreativität (Seite 1 von 2)

Ich schreibe ein Buch – die Konzeption

Wenn man weiß, worüber man schreiben will – in meinem Fall die lebensspendenden Sätze, die ich ich im Laufe von 50 Jahren entdeckt habe – ist noch die Frage wichtig, wie man das Ganze zusammenstellt und komponiert.  Das ist durchaus eine Kunst – so ähnlich wie die Komposition eines Musikstücks, das von gleichmäßigen Takten aber auch dramatischen Höhepunkten lebt.

Das mit den Pausen gilt übrigens nicht nur für den Text, sondern auch für den Schreibprozess. Ich habe an den meisten Tagen nur etwa zwei oder drei Stunden geschrieben – weil das Gehirn nach intensiven, kreativen Phasen auch Zeiten des Nichtstun oder der Beschäftigung mit anderen Dingen braucht.

Rahmen entwerfen

Mir ist es wichtig, dem Leser einen klaren, stabilen Rahmen zu geben, an dem er sich orientieren kann – quirlig bunt und inspirierend darf es dann durch die Inhalte werden.

Ich habe mich also hingesetzt und all die Sätze aufgeschrieben, die mir wichtig sind. Und meine Freunde gefragt, welche guten Sätze sie von mir oft hören. Manchmal musste ich lachen  – wie etwa als mein Grafiker sagte,  welcher Satz von mir ihn am meisten geprägt und massiv Stress reduziert hat: Was geht, geht. Was nicht geht, geht nicht!

Kerstin Hack Full life Balance nach SWINIGEinzelne Sätze machen noch keine gelungen Komposition – dazu ist ein ordnendes Prinzip nötig. Ich habe SWING gewählt, ein von mir entwickeltes Konzept zur Full-Life Balance (Work-Life Balance mag ich gar nicht, weil das indirekt vermittelt, dass Arbeit im Gegensatz zum Leben steht. Das empfinde ich anders. Arbeit kann ein wunderbarer Teil des Lebens sein).

Anschließend habe ich die Sätze den einzelnen Kapiteln zugeordnet. Ich verplane nur etwa 3/4 des vorhandenen Platzes – der Rest entwickelt sich von selbst.

Die meiste Arbeit habe ich tatsächlich mit Papier in der Hand gemacht. So sehr ich es liebe, am Laptop zu schreiben und meine Finger über die Tasten huschen zu lassen, so klar ist mir auch, dass ein Computer das Denken auf eine viereckige Box reduziert. Das ist für Kreativität nicht förderlich.

Denken mit PC und Papier

Inspiriert von Kreativitätsmensch Austin Kleon und der Methode des Design thinking hab ich bewusst mit Stift und Papier geplant – Kleon geht so weit, dass er zwei verschiedene Schreibtische hat. Einen für den PC, den anderen für alles, was sein Gehirn dabei braucht, um kreativ zu sein. Stifte, Papier, Knete, Kleber, Schere und einen großen Papierkorb für all die ersten Ideen, die dann doch nicht sooo gut sind.

Ein Beispiel:

Am Ende des Prozesses waren noch vier Seiten übrig. Das lag daran, dass die Zahl der Buchseiten aus technischen Gründen immer durch 16 oder 8 teilbar sein muss – es passen meist 8 oder 16 Seiten auf einen Druckbogen. Michael Zimmermann, der das Buch für den Druck vorbereitete, fragte mich: Was willst du auf den vier neuen Seiten unterbringen? Ich saß vor dem PC und mir fiel beim besten Willen nichts Vernünftiges ein.

Bewegung kam erst in mein Hirn, als ich die Seiten ausgedruckt hatte. Und dann auf weißen Blättern notierte, womit die Zwischenseiten gut gefüllt werden könnten. Ich schob die Blätter hin und her, kritzelte und ergänzte – bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Dann schrieb ich die Inhalte auf dem PC ins Reine und lehnte mich zufrieden mit dem Ergebnis zurück. Und selbst Heinz, der Hahn, mein Begleiter in guten wie in bösen Tagen, scheint zufrieden zu sein.

Ich schreibe ein Buch – meine Motivation

Ich schreib ein Buch: Das gute Leben.  Warum schreibe ich eigentlich?

Es gibt viele Antworten auf diese Frage – manche kannst du auf Facebook und Instagram entdecken.

Zwei Aspekte sind mir besonders wichtig.

(Meine) Worte bewegen Menschen

Gestern erreichte mich eine Facebook Nachricht:

Ich bin F. , ein Junger aus Syrien, der sich mit ihnen vor zwei Jahren unterhalten hat; ich war noch in der Türkei auf am Warten aufs Visum nach Deutschland, Sie haben mir den Erflog gewünscht, Vielen Dank
Ich bin nach Deutschland gekommen; die Sprache gelernt, und jetzt studiere ich schon im zweiten Semster Medizin. 
In der Türkei, in der Zeit, als ich Angst davor hatte, dass mein Visum abgelehnt bzw, meine Zukunft und Träume belastet würden, brauchte ich die Motivation, die Sie mir einmal geschenckt haben.
Und jetzt muss man sich dafür bedanken.

Wenn ich diese Worte lese, kann ich die Tränen nicht zurückhalten. 123 Worte die ich geschrieben habe – mehr waren es nicht – haben eine Menschen so sehr ermutigt, dass er sich zwei Jahre später noch daran erinnert.

Worte haben Kraft. Kraft, Hoffnung zu spenden. Kraft, die Distanz zwischen Menschen zu überbrücken. Kraft, neue Perspektiven zu entwickeln.

Ich schreibe,  weil ich darauf hoffe und vertraue, dass ich Leben spenden, Mut machen und Menschen aus eingefahrenen Wegen herauslocken kann.

Ich lerne und inspiriere liebend gern

Meine beste Freundin sagte mir gestern:

Ich kenne niemanden, der so stark das eigene Leben reflektiert wie du und ständig Neues lernt, das das Leben besser macht.

Es stimmt. Meine Vorstellung von einem gut gelebten Leben ist, dass ich eines Tages, wenn es vorbei ist, vor meinem Gott stehen werde und sage:

Ich war die beste Kerstin, die ich sein konnte.

Ich hab es mir schon lange abgeschminkt, die beste Mutter Teresa sein zu wollen – die gibt es schon. Oder die beste Forscherin, die klügste Philosophin. Das liegt nicht in mir drin.

Das, was an Gaben, Fähigkeiten, Potential und Interessen in mir liegt, will ich voll ausschöpfen. Wann immer ich dabei an Grenzen stoße, breche ich mal wieder in Neuland auf. Voller Spannung, was es noch zu entdecken gibt. Ich ahne stets: Da ist noch mehr! Das will ich entdecken!

Und ich liebe Effizienz und Multiplikation 

Neues Lernen kostet mich etwas. Manchmal „nur“ Zeit. Oft auch ein ganzes Stück Herzschmerz, Mut, Angst zu überwinden oder alte Blockaden zu lösen. Es lohnt sich – nur für mich.

Darüber hinaus  finde ich es noch schöner, wenn andere Menschen auch etwas von dem haben, was ich mir zum Teil mühevoll erarbeitet habe. Wenn sie von Entdeckungen, die ich entlang meines Weges mache, profitieren können, so wie ich von dem inspiriert wurde, was andere vor mir entdeckt haben.

Wenn sie davon beflügelt werden – und selbst abheben.

Keiner muss alle Straßen auf dem Weg des Lebens selbst bauen. Wir dürfen einander beschenken.

Deshalb schreibe ich…

Frage an dich? Wieso liest du, was ich schreibe?

Ich habe die Vermutung und Hoffnung, dass dir das, was ich schreibe, etwas gibt. Doch es würde mich interessieren, mit welchem Wort oder welchen Worten du beschreiben würdest, was du davon hast.

Ich freue mich über deinen Kommentar.

Wie Bücher prägen. Oder: Warum „Rock your idea“ mich zum Heulen brachte

Es gibt in meinem Bücherregal Bücher, die haben fast ein ganzes Lebensjahrzehnt geprägt.  Oder waren für mich so wichtig, dass ich genau weiß, in welchem Alter ich sie gelesen habe und welche Auswirkungen sie auf mein Leben hatten.

Die springende Flut1 – 10

Was ich in den ersten 10 Jahren meines Lebens gelesen habe, weiß ich nicht mehr so genau. Aber es war einiges. Nachmittage im Liegestuhl mit Enid Blyton (ja, ich gebe es zu, Hanni und Nanni, alle Bände), Astrid Lindgren und Michael Ende.

Heraus sticht dieses eine, kleine Buch von Pearl S. Buck, „Die springende Flut„. Das Buch war  das einzige griffbereite Buch auf dem Nachttisch meiner Eltern – eigentlich diente es nur zur Dekoration. Sie lasen sie eher im Wohnzimmer oder auf dem Balkon. Ich hab es wohl ein paar Duzend Male gelesen, weil es einfach da war. Und hoffnungsvoll.

Das Buch spricht über Zerstörung durch einen Tsunami und Neuanfang, darüber dass ein Fischerjunge durch einen Tsunami zum Waisenkind wird. Später, erwachsen, kehrt er an den Strand zurück, der seiner Familie das Leben geraubt hat. Er gründet eine Familie, Baut ein Haus. Seine Vorfahren hatten – um sich vor möglichem Unheil zu schützen, keine Fenster zur Meerseite hingebaut. Er baut sein Haus mit einem Fenster zum Meer. Ein Buch voller Hoffnung.

11 – 20

In meinen Teenagerjahren habe ich unzählig viele Biographien gelesen. Vor allem von Revolutionären wie Savanarola und Menschen, die in der Welt etwas verändert haben – wie Sophie Scholl,  Albert Schweizer und viele andere. Das ist geblieben. Bis heute liebe ich Biographien. Weil nicht jeder so viel liest, wie ich gebe ich eine Serie von knackigen und zugleich tiefen Kompaktbiographien für die Hosentasche heraus: Die Weltveränderer.

Neben den Biographien und C.S. Lewis – von Screwtape bis Narnia hat mich vor allem ein Buch geprägt: Bete und Staune. Die Autorin Catherine Marshall beschreibt ganz unterschiedliche Formen des Gebets. Mich hat es inspiriert und mir die Augen dafür geöffnet, dass Glaube sehr vielfältig gelebt und zum Ausdruck gebracht werden kann. Auch das prägt mich bis heute.

21 – 30

Das Buch des Zwanziger-Jahrzehnts war Robinson Crusoe. Ich habe meine Magisterarbeit über „Das Bild des Fremden in Robinson Crusoe“ geschrieben und fand die Auseinandersetzung damit extrem spannend. Größte Erkenntnis: Der einzelne Fremde – wie etwa Freitag – kann leicht zum Freund werden.  Sich der Gruppe der Fremden, „die Kannibalen“  anzunähern ist mit weit größeren Ängsten verbunden. Ich konnte es mir auch angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation (ich weigere mich, die Aufnahme von geflüchteten Menschen in unser Land als „Krise“ zu bezeichnen) nicht verkneifen,  meine Robinson und Freitag Erkenntnisse zu einem Artikel zu verarbeiten – natürlich darüber, wie Fremde zu Freunden werden können,

Völlig unnötige Info, aber irgendwie cool. Seit meiner Robinson-Zeit weiß ich, dass das Wort „Barbecue“ vom karibischen „Barbucan“ kommt, was so viel bedeutet wie „Seine Feinde braten!“ – diese Info kann man sehr effizient bei Grillparties einsetzen, wenn nur noch ein Steak auf dem Grill liegt und man den anderen den Appetit verderben möchte…. (ich käme natürlich nie auf den Gedanken). Und seit meiner Robinson-Zeit hängt ein Schild an meiner Bürotür „The only person getting his work done by Friday was Robinson Crusoe!“ 

30 – 40

In den Jahren haben ich mehrere Bücher gelesen, de mich stark geprägt haben :Vor allem die Bücher von Steven Covey über die Sieben Wege zur Effektivität (Wobei ich den deutschen Titel immer noch grausam schlecht übersetzt finde, weil es Covey um sieben Gewohnheiten geht, die man für ein gutes, erfolgreiches Leben einüben kann und darf.  Seine Bücher, aber auch Good to Great / Der Weg zu den Besten haben mir einiges über Fokus und Ausrichtung fürs Leben vermittelt. Einiges. Nicht alles.  Dazu später mehr.

40 – 50

Da bin ich noch drin. In diesem Jahrzehnt standen Coaching-Bücher im Vordergrund: Lösungsorientierte Beratung  von Bamberger habe ich regelrecht verschlungen. Und natürlich Marshall Rosenberg Gewaltfreie Kommunikation und viele andere Titel, die mich in meiner Praxis als Coach gestärkt und geprägt haben. Außerdem eine ganze Reihe von Büchern von Menschen wie Aliss Cresswell, Bill Johnson und Kris Valatton und anderen, die meinen Glauben herausgefordert und gedehnt haben – mehr in die Vorstellung hinein, dass Gott nicht alleine handeln will, sondern gern mit und durch uns.

Rock your ideaUnd jetzt gibt es ein neues Buch, von dem ich ahne, dass es vor allem mein Berufsleben im nächsten Jahrzehnt prägen wird Martin Gaedts Buch:  Rock your idea.

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich um Ideen selten erlegen bin. Wenn die einen vor Schreck erstarren,  regen mich Krisen zur Kreativität an. Beispielsweise wenn es auf dem Balkon  7 Meter entfernt, schräg von mir brennt, weil Teenie-Gäste bei einer Geburtstagsfeier Wunderkerzen-Weitwerfen gespielt haben !!!! und zielsicher einen vertrockneten Weihnachtsbaum trafen, der lichterloh in Flammen aufging.

Während alle anderen Gäste erstarrt vor Schreck das Feuer betrachteten, rannte ich in Küche und Bad, holte Teekannen und was ich sonst noch fand, und versuchte, schräg über den Hof Wasser auf den entfernten Balkon zu schütten. Und traf. Zumindest oft genug, um die Flammen zu löschen noch bevor die Feuerwehr mit drei Löschzügen eintraf.

Doch witzig, originell und kreativ denken zu können, allein reicht nicht, damit eine Idee erfolgreich umgesetzt wird.

Das habe ich jetzt beim Lesen von Rock your idea verstanden. Die Originalität und Offenheit braucht als Gegenpol immer die Analyse und das achtsame Hinschauen, damit etwas gelingt. Das A und O.

Beim Lesen wurde mir klar, warum viele meiner eigentlich im Ansatz guten Ideen nicht funktioniert haben. Ich habe wunderschöne Postkarten produziert, umweltfreundlich, originell mit gutem Design. Nur unpraktischerweise die Vertriebskosten nicht genau berechnet (schon allein deshalb, weil ich gar nicht weiß, wie man so was kalkuliert). Und nicht richtig nachgefragt, ob die Kunden meines Verlags, die meine Bücher und Trainingsmaterialien sehr schätzen, auch auf Postkarten stehen. Tun sie nicht. Das weiss ich jetzt.  9875 unverkaufte Postkarten später.

Und meine Kunden mögen noch nicht mal alle meine Bücher. Ich hab Buchtitel gemacht, von denen ich begeistert war, ohne vorher zu prüfen, ob andere Menschen davon auch begeistert sind. Und natürlich ob sie die Titel tatsächlich auch kaufen würden.  Das kann man natürlich nie genau sagen, das typischte an der Zukunft ist ja, dass sie ungewiss. Das Interesse und die Resonanz ungefähr zu erfragen, wäre das gute, ergänzende A zum sprudeligen O gewesen. Das hat in den meisten Fällen gefehlt.

Zu allem Überfluss habe ich gerade in der Anfangsphase – Buchcover gemacht, die auf dem Computer gut aussahen, aber im Laden überhaupt nicht wirkten.  Das ist eine andere Geschichte.

Als ich Rock your idea zu Ende gelesen hatte, hab ich erst mal eine Runde geweint.

Es tat einfach weh, zu realisieren, wie viel Ideen mit Potential misslungen oder nicht zur vollen Entfaltung gekommen sind, weil mein A-Flügel sich nicht entfaltet hat…ich gar nicht wusste, dass es ihn gibt. Und ich mag gar nicht erst anfangen zu spüren oder gar zu rechnen, wie viel emotionale, aber auch finanzielle Energie mich die fehlende Analyse gekostet hat. Das ist wirklich zum Heulen.

Im Coaching sagt man oft: Wenn etwas nicht funktioniert, verdoppeln Menschen ihre Anstrengungen. Der Partner hört nicht zu. Also redet man lauter oder mehr.  Das Ding klemmt, also zerrt man mehr. Abstand nehmen, eine ganz andere Strategie entwickeln, ist meist die bessere Alternative.

Dumm, wenn man den Fehler dann selbst macht. Ich hab eine Idee entwickelt. Wenn es dann schwierig wurde, hab ich einfach die nächste Idee entwickelt, statt etwas anderes zu tun. Genau analysieren zum Beispiel. Ideen entwickeln, das kann ich. Irgendetwas fällt mir immer ein. Also hab ich meine Anstrengungen verdoppelt. Und um nicht allzu hart, mit mir selbst zu sein: Eine ganze Reihe der Ideen waren auch gut.

Aber ich ahne, wie viel besser meine Verlagsarbeit funktioniert hätte, wenn ich das mit dem Hin- und Her von Originalität und Analyse vor 10 Jahren gewusst und eingeübt hätte. Glücklicherweise ist es noch nicht zu spät. Ich habe – vermutlich – noch einige Jahre, oder ein oder zwei Jahrzehnte Berufsleben vor mir. Und werde versuchen, meinen  A – Flügel zu stärken. Denn wenn man nur mit einem O – Flügel fliegt, fliegt man im Kreis. Und ich habe mir ganz neu eine A-Frau an Bord und einen Super-A-Berater ins Team geholt, um mich darin zu unterstützen.  Und eine dritte A Frau kam in dieser Woche einfach von selbst an. Ich bin am Staunen.

Jetzt gilt es erst mal achtsam hinzusehen: Was funktioniert? Was nicht?

Und wenn wir dann die nächste Idee, die natürlich schon da ist, weiterentwickeln, wird zu dem O eine gute Portion A kommen.

Mich zum Weinen bringen – das hat bisher noch kein „Business“ Buch geschafft.

Aber ich weiß, dass ich in ein paar Jahren lachend sagen werde: Die Gedanken aus Rock your idea, vor allem der Grundgedanke von A und O, hat etwas verändert. Hat verbessert, wie ich ich Projekte angehe. Es hat jemanden verändert. Mich.

Down to Earth Bücherparty

schlicht + ergreifend Bücher, Down to Earth Verlag. www.down-to-earth.de
Ich halte mich für eine phantasievolle und kreative Frau – doch egal wie kreativ man ist – das hat immer Grenzen. Wenn man nur alleine denkt. Kennt ihr den Begriff „Schwarm-Intelligenz“? Er bedeutet, dass ein Schwarm Vögel zusammen klügere Entscheidungen trifft und auf bessere Ideen kommt, als der klügste Vogel allein.

Was mich manchmal sehr frustriert ist, dass wir mittlerweile sehr viele tolle Sachen produziert haben – uns aber die Marketing-Power und das Budget fehlt, sie richtig bekannt zu machen. Das ist so frustrierend – die Bücher, Impulshefte und Quadros könnten so viel mehr Menschen inspirieren und helfen – wenn sie davon wüssten!

Vor ein paar Wochen habe ich dann einfach mal meine Kunden gefragt, welche Ideen sie haben, um das Dilemma „tolle Bücher – zu wenig bekannt“ zu lösen.
Es kamen viele gute Ideen, die wir nach und nach umsetzen werden. Die, die mir am besten gefiel stammt von Kathi (und Sybille, die eine ähnliche Idee hatte).

Kathi schrieb:
„Wir hatten gestern Smallgroup (unser Wort für Hauskreis :)) und haben aus einem deiner Quadros ein Denkanstoß als Abendthema gewählt. Drei neue Leute in unserer Smallgroup kannten Quadro/Down to Earth nicht. Da bin ich spontan in mein Zimmer gehüpft und habe alle Quadros und Bücher und Hefte aus meinem Regal gezerrt, die ich von dir habe.
Dann habe ich eine kleine Vorstellung zu den Produkten gemacht, von dir erzählt und dem Verlag. Eine Freundin blätterte in dem einen oder anderen Quadro und sagte dann vor sich hin“Ich glaub ich bin Neukunde!“ Da musste ich lachen und hab gesagt: „Wie witzig, jetzt habe ich ganz ohne darüber nachzudenken sowas wie einen Tupperware Abend für Kerstins Quadros gemacht!“ Und beim Lesen deiner Bitte gerade dachte ich: Warum sowas nicht geplant und strukturiert machen?!“

Klasse Idee. Und das Beste: Ihr könnt mitmachen.
Wir laden euch ein / bitten euch, eine „Down to Earth Bücher-Party“ in eurem Umfeld zu machen und den Menschen dort unsere Sachen vorzustellen:
– bei Freunden
– bei Kollegen
– im Verein
– in der Gemeinde
– beim Hauskreis

Das muss keine Riesenparty (wie ne ganze Tupperparty) sein. Es reichen vielleicht ein paar Minuten im Gottesdienst, beim Hauskreis, in der Kaffeepause auf der Arbeit, im Verein.

Schickt mir eine Mail und bestellt euer Bücherpaket bestellen.

Darin sind enthalten:
– Die 4 neuen schlicht und ergreifend Bücher
– Benefiz-Kalender 2012
– 365 Tage beSWINGt leben Kalender
– Quadros: Arbeitsorganisation, Selbstcoaching, Lebensfreude, Vergeben lernen
– Impulshefte: Werte Gute Besserung, Symbole, Gottes Verheißungen, Krisen
– I Set Impulskarten
– 20 Postkarten
– 1 Danke-Geschenk für den Gastgeber / die Gastgeberin als Dankeschön für dein Engagement
– Flyer und Bestellzettel zum Weitergeben.

Gesamtwert: Über 120 Euro
PREIS: Nur 99 Euro und KEINE Versandkosten.
[Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch weitere Sachen mitbestellen, es bleibt natürlich trotzdem versandkostenfrei.]

Ihr habt drei Wochen Zeit, die Rechnung zu zahlen. In der Zeit könnt ihr die Sachen gut an den Mann oder die Frau bringen. Falls tatsächlich etwas übrig bleibt könnt ihr das ja zum Beispiel als Weihnachtsgeschenk nutzen.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ganz viele von euch eine große oder kleine Down to Earth Bücherparty durchführen würden. Am schönsten wäre es, wenn ihr mir dann erzählt, wie ihr es gemacht habt…denn die Ideen, die ein Schwarm von Menschen entwickelt sind weit mehr und besser als die, die ein einzelner sich ausdenken kann.

Ach ja – weitere gute Ideen sind natürlich herzlich willkommen.

Noch ein Tipp: Am 9. 11. bin ich in Eberswalde (Frauenfrühstück zum Thema Swing) und am 11. 11. Abends bei Aglow in Wupptertal. Dort spreche ich über Vergebung.

Erfolgreich faul sein

Ich habe mich oft gefragt,

ob nicht gerade die Tage,

die wir gezwungen sind,

müßig zu sein,

diejenigen sind,

die wir in tiefster Tätigkeit verbringen.

Rainer Maria Rilke

[Quelle ist mir leider nicht bekannt. Für Hinweise bin ich dankbar.]

Kreativität im eigenen Betrieb

Der amerikanische Businessautor Gary Hamel schlägt folgenden Test für Unternehmen vor, die von sich behaupten, dass ihnen die Kreativität ihrer Mitarbeiter am Herzen liege [gilt auch für Schulen, Verbände, Institutionen]:

Fünf „einfache“ Fragen, die es in sich haben… Los geht’s zu den Mitarbeitern in die Fabrikhalle, in die Büros, an die Schreibtische:

1. Seid ihr trainiert worden, kreativ zu sein?
2. Könnt ihr eure Ideen ungehindert von Bürokratie umsetzen?
3. Bekommt ihr Zeit, Geld und Ressourcen für eure Ideen?
4. Interessieren eure Ideen irgendjemanden in der Organisation?
5. Bekommt ihr irgendeine Anerkennung für eure Ideen?

Und? Wenn die Antwort weniger als drei Mal „Ja“ lautet, dürfte ziemlich klar sein, dass sich das Thema „Entfesselung des kreativen Potenzials aller Mitarbeiter“ in dem betreffenden Unternehmen auf Festreden und Unternehmensbroschüren beschränkt. [Quelle: Nur Tote bleiben liegen, S. 176]

Ich würde in Bezug auf meinen Verlag zumindest Fragen 2, 4 und 5 mit „Ja“ beantworten, 3 teilweise auch. Und hoffe mal, dass meine Mitarbeiter das auch so sehen.

Neues Buch. Gebet. Basics von A – Z

Ab Montag beginne ich mit dem Schreiben von meinem neuen Buch. Es ist eine Einführung ins Gebet, die den Buchstaben des Alphabets folgt.

Gebet von A – Z

A Anbetung. Über das Staunen über Gott.

B Bitten. Über die Herausforderung konkret zu werden.

C Christus-zentriert beten. Über die Brücke zum Vater

D Danken. Über die Kunst, das Leben von der positiven Seite zu sehen

E Einfach beten Über Zutrauen zu Gott. Glaubensvoll beten.

F Für andere beten / Fürbitte. Über die Bereitschaft, für andere einzustehen

G Gemeinsam beten. Über die Freude und Herausforderung mit anderen zu beten.

H Hören. Über die Kunst, Gott wahrzunehmen

I Innerlich beten. Über die Kunst, mit Gott verbunden zu sein.

J Jubeln. Über die Kunst, Gott und das Leben zu feiern.

K Klagen. Über die Kunst, das Herz vor Gott auszuschütten

L Laut und Leise. Über die Kunst, die richtige Form zu finden.

M Meditativ beten. Über die Kunst, sich auf einen Aspekt zu konzentrieren.

N Namen Gottes beten. Über die Kunst, sich von Gottes Wesen inspirieren zu lassen.

O Ohne Worte …Über die Kunst, wortlos zu beten.

P Politisch beten. Über die Kunst, sich einzumischen

Q Quirlig und kreativ. Über die Kunst, anregende Formen zu finden.

R Rituale und Traditonen. Über den reichen Schatz der gesammelten Gebete

S Segnend beten. Über die Kunst, anderen Gutes zuzusprechen.

T Themenorientiert beten. Über die Kunst, für bestimmte Anliegen zu beten.

U Umkehr. Die Kunst, Fehler einzugestehen. // Beichte. Bußgebet

V Verheißungsorientiert beten. Über die Orientierung an Gottes Zusagen.

W Wort Gottes beten. Über die Verankerung in Gottes Wort // Bibelstellen beten //

X X-beliebig beten. Über die kindliche Freiheit, alles mit Gott zu besprechen.

Y Yes we can. Über die Freude, Gott als Partner zu haben (Bund)

Z Zuversichtlich beten Über die Kunst, dran zu bleiben // Unerhörte Gebete // Wenn Gott schweigt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat. Dann gibt es einen kurzen Text zum Thema, Praxistipps, Buch- und Medientipps (auch Internet-Seiten) und ein Modellgebet.

Bitte schreibt einen Kommentar, falls ihr Ideen, Gedanken, Zitate, Anregungen, Lieblingsbücher und Gebete habt, die zu dem Buch passen könnten. Ich freue mich über jede Anregung.


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Ruhe und Kreativität

Es ist immer der gleiche verrückte Kreislauf: Sobald ich Ruhe habe, sprudelt es in mir nur so vor Ideen. Dann will ich die natürlich umsetzen. Aber dann habe ich keine Ruhe mehr. Heute Morgen bin ich früh aufgewacht, hab mich im Schlafanzug auf den Balkon gesetzt…ein bisschen gebetet und dann erst mal alles aufgeschrieben, was mir an Ideen kam. Dort darf es jetzt erst mal ruhen bis zur nächsten kreativen Phase. Oder bis zur Umsetzung. Damit will ich mir aber Zeit lassen. Schließlich ist jetzt Urlaub.Live,work, create


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Behali – Fair Trade Möbel

Als Kind und Teenager hatte ich den Traum, irgendwann mal ins Ausland zu gehen, und dort etwas zu bewegen und zu verändern.  Das Leben hat mich anders geführt. Dennoch bewegen mich Schicksale wie die der Menschen im Hunza Tal in Pakistan, deren Häuser nach wie vor überflutet sind.  Mich bewegt das sehr und ich überlege seit Wochen, ob und wie ich da effektiv helfen kann.

Es begeistert mich, wenn ich Projekte entdecke und unterstützen kann, die auf konkrete,  nachvollziehbare und nachhaltige Art und Weise helfen.  Wie Safran statt Opium oder Behali.  In Pakistan fertigen Schreiner wunderschöne Möbel aus alten Türen und Fensterrahmen, die sonst weggeworfen werden. Die Leute von Behali zahlen faire Preise, importieren die Möbel und verkaufen sie in Berlin.

Ich finde das genial. Das ist ein Projekt, das auf so vielen verschiedenen Ebenen gut ist: Es schafft Arbeitsplätze – in einer Bevölkerungsgruppe, die sonst wenig Perspektiven hat. Wunderschönes altes Handwerk wird erhalten und die Techniken an eine neue Generation weitergegeben. Und nicht zuletzt bekommen Menschen in Berlin Kontakt zu einer faszinierenden Kultur und die Möglichkeit, sich ein Stück davon in ihre eigene Welt zu holen.

Ich finde es sehr schön. Und überlege, wie ich das weiter unterstützen kann.


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Kleiner Geschäftsmann

Gestern bin ich auf dem Weg zu einem Termin an Kindern vorbei gekommen, die am Bürgersteig altes Spielzeug verkauften. Als ich auf dem Rückweg wieder vorbei kam, baten Sie mich anzuhalten.
Da mein Bedarf an blinkenden Plastik-Roboter-Männchen nicht allzu groß ist, kaufte ich ihnen nichts ab, schenkte ihnen aber dafür das Kleingeld, das ich im Geldbeutel hatte.
Ein etwa sieben-jähriger Junge meinte: „Sie sind aber nett – alle anderen sind einfach weitergelaufen und haben uns nichts gegeben.“ Und dann „Bitte sagen Sie allen Leuten, dass wir hier sind.“
Ich musste grinsen. Im Business nennt man das Empfehlungsmarketing. Er beherrschte offensichtlich die Grundzüge davon. Kraftvoller ist Empfehlungsmarkting noch, wenn man es nicht generell macht (empfehlen Sie es allen), sondern spezifiziert: „Empfehlen Sie uns an Menschen weiter, für die unsere Angebot interessant sein könnten.“ Aber vermutlich waren das aus seiner Perspektive ja alle.


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