Kerstin Pur

Impulse und Notizen von Kerstin Hack

Schlagwort: Schreiben (Seite 1 von 2)

Ich schreibe ein Buch – und finde einen Verlag oder zwei

Für viele Autoren ist die Frage nach dem passenden Verlag die größte Herausforderung, vor der sie stehen. Manchmal liegt das am Autor selbst, der einfach im Gießkannenprinzip allen passenden und vielen nicht passenden Verlagen sein Opus anbietet.

Zu welchem Verlag passt mein Buch?

Als Verlegerin kann ich ein Lied davon singen. Da wurde uns beispielsweise ein Roman mit „depressiv-schizoider Tendenz“ (ehrlich!) angeboten, außerdem  jede Menge Gedichte, Lebensbilder, Kinderbücher, Sachbücher zum Erwerb von PC Kenntnissen für Senioren und vieles mehr – ungeachtet dessen, dass wir Derartiges gar nicht publizieren.

In den meisten Fällen hat man nicht den Eindruck, dass die Autoren sich auch nur zwei Minuten Gedanken darüber gemacht haben, an wen und für wen sie schreiben. Sie fragen eher: „Wie finde ich (irgend)einen Verlag?“ statt: „Zu welchem Verlag passt mein Buch und wieso?“, was ich für die weit erfolgs- versprechendere Frage halte.

Verlag und Autor müssen zusammenpassen wie Handschuh und Hand. Ineinander greifen, einander ergänzen. Im besten Fall kann das eine Symbiose werden, die alle Seiten voranbringt – den Autor und Verlag und natürlich die Leser, die durch eine gelungene Kooperation gute Bücher erhalten. So ist das zumindest gedacht.

Risiko minimieren

Da ich als Verlegerin quasi einen Verlag an Bord habe, war die Frage, wo ich mein neues Buch publizieren will, schnell beantwortet. Das gute Leben passt gut zu uns – es greift ein Thema auf, zu dem wir schon publiziert haben – Titel von anderen Autoren und auch von mir. Und klar wählten wir Stil und Gestaltung so, dass es zu den anderen Titeln passt.

Als Autorin zugleich Verlegerin zu sein, ist nicht nur positiv. Es bedeutet auch, dass ich das komplette Risiko selbst trage:

  • Das Zeit-Risiko – investiere ich meine Zeit an der richtigen Stelle?
  • Das Kosten-Risiko für Grafik, Design, Druck usw.

Da mein Team und ich im Verlag eine finanziell sehr herausfordernde Zeit hinter uns hatten, entschied ich mich das Risiko durch Crowdfunding abzumildern. Ich schätze Crowdfunding sehr.

Für soziale Projekte ist es eine phantastische Plattform, um Gleichgesinnte zu finden und gemeinsam etwas zu ermöglichen. Ich habe z.B. das Geld für mehrere Hundert Obstbäume in Afghanistan per Crowdfunding zusammen bekommen. Und freue mich, dass jetzt viele Familien mehr zu Essen haben.

Kinder und Obstbäume in Afghanistan
Ich mag Crowdfunding auch als Möglichkeit, um Produktideen zu testen. Wenn man da  keine 100 Menschen für ein Projekt begeistern kann, wie soll man erwarten, später ein paar Tausend Käufer zu finden? Also entschied ich mich,  dass ich über Crowdfunding wenigstens die Druckkosten sichergestellt haben wollte – das würde das Risiko minimieren, das mit Zeit, Grafik, Design für ein Projekt in dem Umfang nicht gerade klein war. Es hat geklappt.

Die Überraschung – ein zweiter Verlag

Als ich schon mitten im Schreiben war, fand der Verlagschef eines anderen Verlags die Idee, das Konzept und die Gestaltung so schön, dass er es auch seinen Kunden anbieten wollte. Ich sagte zu. Eine Partnerschaft von zwei Verlagen bietet immer die Möglichkeit, dass man zu zweit mehr Menschen erreicht, als ein Verlag allein.

Außerdem werden durch eine größere Auflage auch die Herstellungskosten pro Stück etwas niedriger. Auch gut. Und so kommt es, dass ich, ohne zu suchen einen Verlag gefunden habe und das Buch jetzt nicht nur bei Down to Earth, sondern auch bei SCM erscheinen wird. Auch schön.

Erfolgreich schreiben Jörg Achim ZollTipp für Autoren

Erfolgreiche Strategien, wie man bei der Verlagssuche zielgerichtet vorgeht und worauf es sonst noch beim Publizieren ankommt, beschreibt Profi Autorencoach Jörg Achim Zoll in dem Quadro Erfolgreich schreiben.

Ich schreibe ein Buch – die Gestaltung

Auch hier bin ich – anders als andere Autoren – in der glücklichen Lage, mitbestimmen zu können, wie mein Buch gestaltet wird. Die meisten Autoren müssen ja mit dem leben, was der Verlag entscheidet. Das kann manchmal phantastisch sein, manchmal weniger begeisternd. Ich würde Autoren deshalb immer empfehlen, bei der Auswahl eines möglichen Verlages immer auch zu prüfen, ob man die Art mag, wie dieser Verlag Bücher gestaltet.

Das ist zumindest dann wichtig, wenn einem Ästhetik ähnlich wichtig ist wie mir – ich finde hässliche Bücher so schmerzhaft, dass ich für übles Design den Begriff „ästhetische Körperverletzung“ geprägt habe. Das fühlt sich für mich oft (fast) genauso schlimm an, wie körperlich geprügelt zu werden.

Meine Prioritäten

Mir war für die Gestaltung des Buches wichtig:

  • Die Kernsätze sollten prominent erkennbar sein
  • Die Gestaltung  sollte Humor und Leichtigkeit ausstrahlen
  • Das Buch sollte praktischen Nutzen bieten

Die Umsetzung

Gemeinsam mit der Illustratorin Monika Avakian habe ich mich dann an die Umsetzung gemacht.

  • Dicke, ganzseitige Kreise in schöner Schrift enthalten die Kernsätze und markieren den Kapitelanfang
  • Jedes Kapitel erhält eine oder zwei von Hand gezeichnete Illustrationen.
  • Es gibt eine ganze Seite mit praktischen Tipps, die mit eigenen Icons gegliedert sind

Gerade die Icons haben uns oft zum Lachen gebracht. Monika und ihr Mann haben viel Zeit im Ausland verbracht – was gelegentlich zu amüsanten Wortneuschöpfungen führte. So übersetzte Monika das Wort Icons ins Deutsche und sprach stets  von den Ikonen für das Buch

Der Drucksatz

Gutenberg Biographie von Kerstin HackMein Held ist Gutenberg. Als er den Drucksatz erfunden hat, dachte er nicht nur daran, Worte auf Papier oder Pergament zu bringen. Er überlegte auch, wie das mit größtmöglicher Ästhetik geschehen könnte. Seine Bibel sollte den handgeschriebenen Bibeln in nichts an Schönheit nachstehen.

Er entwickelte spezielle Abkürzungen z. B. das ß für sz, um den Platz im Blocksatz möglichst gleichmäßig zu füllen. Außerdem den sogenannten Durchschuss, der dafür sorgt, dass die Zeilen auf der Rückseite auf gleicher Höhe beginnen, wie auf der Vorderseite. Das verhindert, dass Schrift unangenehm in den Zwischenzeilen durchschimmert. Zu seiner Zeit hat man das mit speziellen Rahmen und Fixierstiften gemacht, die das Papier in Position hielten.

Heute geht das leichter. Man muss Druckbögen nicht mehr von Hand anlegen und prüfen, sondern kann vieles elektronisch tun. Dennoch ist viel Feinarbeit und Akribie nötig, damit bei einem Buch, das auch Illustration enthält, das Gesamtbild stimmig ist, keine Zeilen überhängen usw.

Mein zweiter Held ist deshalb Michael Zimmermann, mit dem ich schon seit Jahren zusammenarbeite. Ich staune immer wieder, welche Details er sieht – und bin dankbar, den Abschluss eines so komplexen Projektes in seinen guten Händen zu wissen – mit allem, was dazu gehört: Drucksatz, Einarbeitung letzter Korrekturen, Übermittlung der Dateien an die Druckerei, damit am Ende ein rundum stimmiges Buch entsteht.

Ich schreibe ein Buch – es wird quadratisch

Es ist kein Geheimnis: Ich liebe Quadrate. 

Vielleicht liegt das daran, dass meine 10 Jahre jüngere Schwester ihre Kunstwerke – hier zu sehen König, Königin und Giraffe – immer auf die quadratischen Zettel malte, die es als Werbegeschenke bei uns zu Hause in rauen Mengen gab. Gute Kunst ist quadratisch – das habe ich früh gelernt.

Ich habe die Bilder für sie gesammelt und ihr zum 18. Geburtstag in ein Buch geklebt.

Doch abgesehen von meiner Familiengeschichte finde ich Quadrate ästhetisch sehr ansprechend und wähle sie gern als Format für meine Publikationen.

Als ich mich entschied, die 50+ wichtigsten Sätze, die ich im Lauf meines Lebens formuliert und gesammelt habe, zusammen zu fassen, war klar: Es wird ein Quadrat.

Format

Nun war nur noch die Frage zu klären: Wie groß soll Das gute Leben denn werden?

Hier war es tatsächlich so, dass ich ausprobieren musste, was stimmig wirkte, um Text und Bilder gut unterzubringen. Ich schnitt mir die möglichen Formate erst auf Zetteln zurecht, doch so richtig passend war das noch nicht. Dann schickte mir die Druckerei netterweise ein Muster – einen sogenannten Dummy – zu. Zuerst dachten mein Grafiker und ich an 18 x 18 Zentimeter – aber als ich ihn den in den Händen hielt, wurde klar: Bei den vielen Seiten wirkt das kleine Format viel zu kompakt.

Das weiße Musterbuch hat jetzt einen Platz auf meinem Sofa gefunden. Dort sammle ich – sortiert nach den 8 Kategorien von Swing – Texte und Impulse, die mich zum Gebet und zum Guten Leben inspirieren.

Ich schreibe ein Buch – die Konzeption

Wenn man weiß, worüber man schreiben will – in meinem Fall die lebensspendenden Sätze, die ich ich im Laufe von 50 Jahren entdeckt habe – ist noch die Frage wichtig, wie man das Ganze zusammenstellt und komponiert.  Das ist durchaus eine Kunst – so ähnlich wie die Komposition eines Musikstücks, das von gleichmäßigen Takten aber auch dramatischen Höhepunkten lebt.

Das mit den Pausen gilt übrigens nicht nur für den Text, sondern auch für den Schreibprozess. Ich habe an den meisten Tagen nur etwa zwei oder drei Stunden geschrieben – weil das Gehirn nach intensiven, kreativen Phasen auch Zeiten des Nichtstun oder der Beschäftigung mit anderen Dingen braucht.

Rahmen entwerfen

Mir ist es wichtig, dem Leser einen klaren, stabilen Rahmen zu geben, an dem er sich orientieren kann – quirlig bunt und inspirierend darf es dann durch die Inhalte werden.

Ich habe mich also hingesetzt und all die Sätze aufgeschrieben, die mir wichtig sind. Und meine Freunde gefragt, welche guten Sätze sie von mir oft hören. Manchmal musste ich lachen  – wie etwa als mein Grafiker sagte,  welcher Satz von mir ihn am meisten geprägt und massiv Stress reduziert hat: Was geht, geht. Was nicht geht, geht nicht!

Kerstin Hack Full life Balance nach SWINIGEinzelne Sätze machen noch keine gelungen Komposition – dazu ist ein ordnendes Prinzip nötig. Ich habe SWING gewählt, ein von mir entwickeltes Konzept zur Full-Life Balance (Work-Life Balance mag ich gar nicht, weil das indirekt vermittelt, dass Arbeit im Gegensatz zum Leben steht. Das empfinde ich anders. Arbeit kann ein wunderbarer Teil des Lebens sein).

Anschließend habe ich die Sätze den einzelnen Kapiteln zugeordnet. Ich verplane nur etwa 3/4 des vorhandenen Platzes – der Rest entwickelt sich von selbst.

Die meiste Arbeit habe ich tatsächlich mit Papier in der Hand gemacht. So sehr ich es liebe, am Laptop zu schreiben und meine Finger über die Tasten huschen zu lassen, so klar ist mir auch, dass ein Computer das Denken auf eine viereckige Box reduziert. Das ist für Kreativität nicht förderlich.

Denken mit PC und Papier

Inspiriert von Kreativitätsmensch Austin Kleon und der Methode des Design thinking hab ich bewusst mit Stift und Papier geplant – Kleon geht so weit, dass er zwei verschiedene Schreibtische hat. Einen für den PC, den anderen für alles, was sein Gehirn dabei braucht, um kreativ zu sein. Stifte, Papier, Knete, Kleber, Schere und einen großen Papierkorb für all die ersten Ideen, die dann doch nicht sooo gut sind.

Ein Beispiel:

Am Ende des Prozesses waren noch vier Seiten übrig. Das lag daran, dass die Zahl der Buchseiten aus technischen Gründen immer durch 16 oder 8 teilbar sein muss – es passen meist 8 oder 16 Seiten auf einen Druckbogen. Michael Zimmermann, der das Buch für den Druck vorbereitete, fragte mich: Was willst du auf den vier neuen Seiten unterbringen? Ich saß vor dem PC und mir fiel beim besten Willen nichts Vernünftiges ein.

Bewegung kam erst in mein Hirn, als ich die Seiten ausgedruckt hatte. Und dann auf weißen Blättern notierte, womit die Zwischenseiten gut gefüllt werden könnten. Ich schob die Blätter hin und her, kritzelte und ergänzte – bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Dann schrieb ich die Inhalte auf dem PC ins Reine und lehnte mich zufrieden mit dem Ergebnis zurück. Und selbst Heinz, der Hahn, mein Begleiter in guten wie in bösen Tagen, scheint zufrieden zu sein.

Ich schreibe ein Buch – es wird ein Lese-Bildband

Als ich es an meinen Händen abzählte, stellte ich fest: Das gute Leben ist Buch Nr. 10 aus meiner Feder. Das fand ich dann doch erst mal so beeindruckend, dass ich tief Luft holen musste.

Meine ersten Schreibversuche

Mein erstes Buch habe ich im Alter von 13 Jahren geschrieben – oder sagen wir mal zumindest begonnen. Über eineinhalb Seiten bin ich damals nicht hinausgekommen. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

Mit Freunden habe ich in der Schulzeit einen Gedichtband herausgegeben – Fotokopien unserer Werke. Von Hand gebunden und mit Papier verziert, das wir mit Ölfarben im Badezimmerwaschbecken eingefärbt haben. Es gibt Dinge, die man seinen Eltern erst Jahre später erzählt.

Die Ei-Parabeln, wie wir das Opus nannten, haben es auch nicht weiter als bis zu der ersten „Auflage“ geschafft, die wir damals Freunden und Verwandten zu Weihnachten schenkten. Lyrik ist leider nicht so gefragt.

Ein anderes, komplett fertig geschriebenes Buch habe ich am Ende nicht publiziert, weil ich als ich fertig war, spürte, dass es nicht ausgreift war und nicht „ich“.

Im vierten  Anlauf hat es dann geklappt. Swing. Dein Leben in Balance war mein erstes Buch, das fertig geschrieben und gedruckt wurde. Und mittlerweile sogar mehrere Auflagen gesehen hat. Es wird als mein Erstlingswerk wohl immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Außerdem habe ich in den letzten Jahren geschrieben:

Und jetzt Nr. 10

Es war klar: Nr. 10 ist etwas Besonderes. Und die Tatsache, dass ich in diesem Jahr meinen 50. Geburtstag gefeiert habe, auch.

Einer meiner Grund-Sätze, über den ich im Buch geschrieben habe, heißt: Feiern heißt, das Besondere betonen. 

Das Besondere muss nichts Großes sein. In dem Buch beschreibe ich die Begegnung mit einem Rotkehlchen  aus nächster Nähe – für mich etwas sehr Besonderes.

Die Tatasche, dass es mein 10. Buch ist und der Anlass fürs Schreiben mein  50. Geburtstag war, den ich richtig gründlich gefeiert habe, empfand ich als ausreichenden Anlass, nicht nur reinen Text zu publizieren, sondern daraus einen Bild-Textband zu machen.

Wie genau wir bei der Gestaltung vorgegangen sind, erzähle ich euch in den nächsten Tagen.

 

Ich schreibe ein Buch – und finde die passende Form

Als Autorin liegt es in der Natur der Sache, dass Menschen mir von ihren Buchideen erzählen. Oder von dem, was sie für ein Buchprojekt halten.

Manchmal stelle ich dann beim Nachfragen fest, dass mein Gesprächspartner nur zu der in unserer Kultur nahegelegensten Publikationsform gegriffen hat – dem Buch.

Doch ein Buch ist keineswegs immer das beste Medium für das, was man sagen will.  Es gibt noch viele andere gute oder sogar bessere Möglichkeiten.

Digitale Medien 

  • Apps: Ich würde supergern die Fragen, die ich gesammelt habe, als App veröffentlichen. Das wäre eine sehr gute Form, um Wartezeiten zu nutzen, sich Fragen stellen zu lassen, die helfen, um die Ecke zu denken – weit besser als ein Buch.
  • Online-Kurse: Einen großen Teil meines Wissens vermittle ich in Online-Kursen, weil ich die Form – ein oder zwei Mal wöchentlich zum Weiterkommen aufgefordert und inspiriert zu werden – für sehr lernfördernd halte.
  • Ebooks: Die haben den großen Vorteil der Risikominimierung – man hat keine hohen Druckkosten. Allerdings ist es zumindest in Deutschland noch so, das 95% der Menschen Bücher lieber gedruckt lesen. Eine Publikation, zu der ich derzeit am meisten Feedback erhalte, ist mein kostenloses Ebook Endlich aufgeräumt.  Fast jeder Leser hat beim Lesen ein Aha-Erlebnis, das ihm oder ihr das Aufräumen und Ausmisten extrem erleichtert. Ich habe auch ein ausführlicheres Quadro zu dem Thema Aufgeräumt geschrieben. Aber für viele sind schon die Impulse aus dem Ebook ein Geschenk – und dürfen es auch sein.
  • Blogs:  Ganz klar – das Medium der Wahl, wenn man kleinere Inspirations-Einheiten an möglichst viele Menschen vermitteln möchte.

Papierbasierte Medien

  • Zeitungen und Zeitschriften: Einen Artikel oder eine Artikelreihe in einer Zeitung oder einem Magazin zu veröffentlichen ist auch eine hervorragende Möglichkeit, um Menschen mit dem zu erreichen, was einem wichtig ist. Ich nutze das in der Regel für in sich abgeschlossene Themen. Meist veröffentlichen wir die Artikel, die ich für ein Magazin geschrieben haben, einige Monate nach Erscheinen des Magazins auch – mit Erlaubnis – in unserem eigenen Online-Magazin.
  • Kompaktformate: Das sind Bücher mit weniger als 100 Seiten Umfang, die kompakt zu einem Thema informieren. Bei uns sind das die Impulshefte, die richtig, richtig kompakt im Hosentaschenformat alles Wesentliche zu einem Thema zusammenfassen. Ich liebe natürlich alle, aber besonders gern mag ich die Weltveränder-Serie, weil sie einflussreiche Persönlichkeiten kompakt, aber dennoch tief vorstellt. Ich mag das sehr, weil mir selbst oft die Zeit fehlt, ausführliche Biographien von all den Menschen zu lesen, die ich spannend finde.
  • Trainings-Materialien: Will man Menschen etwas beibringen, sind Handbücher, Ringbücher oder Hefte oft eine bessere Wahl als gedruckte Bücher. Das hat damit zu tun, dass man gebundene Bücher in größerer Auflage drucken muss, um sie wirtschaftlich rentabel zu machen. Und es in der Regel lange dauert, bis es – wenn überhaupt – zu einem Nachdruck kommt. Wir publizieren Trainingsmaterialien in der gehefteten Quadro-Serie. Die 40 Seiten Hefte sind ideal, um sich das Wichtigste zu einem Thema anzueignen. Und die Fragen und Handlungsimpulse führen gleich in die  Umsetzung.
  • Bildbände: Bücher und Magazine, die Text und Bild zu einer wunderschönen Einheit verbinden, sind stark im Kommen. Vielleicht weil Menschen sich in einer schnellen, digitalen Welt auch nach optischer Entschleunigung sehnen.

Wie ich mich am Ende entschieden habe, als ich von meinem Jubiläumsprojekt zu träumen begann, und warum – das erzähle ich euch im nächsten Beitrag.

Ich schreibe ein Buch – meine Motivation

Ich schreib ein Buch: Das gute Leben.  Warum schreibe ich eigentlich?

Es gibt viele Antworten auf diese Frage – manche kannst du auf Facebook und Instagram entdecken.

Zwei Aspekte sind mir besonders wichtig.

(Meine) Worte bewegen Menschen

Gestern erreichte mich eine Facebook Nachricht:

Ich bin F. , ein Junger aus Syrien, der sich mit ihnen vor zwei Jahren unterhalten hat; ich war noch in der Türkei auf am Warten aufs Visum nach Deutschland, Sie haben mir den Erflog gewünscht, Vielen Dank
Ich bin nach Deutschland gekommen; die Sprache gelernt, und jetzt studiere ich schon im zweiten Semster Medizin. 
In der Türkei, in der Zeit, als ich Angst davor hatte, dass mein Visum abgelehnt bzw, meine Zukunft und Träume belastet würden, brauchte ich die Motivation, die Sie mir einmal geschenckt haben.
Und jetzt muss man sich dafür bedanken.

Wenn ich diese Worte lese, kann ich die Tränen nicht zurückhalten. 123 Worte die ich geschrieben habe – mehr waren es nicht – haben eine Menschen so sehr ermutigt, dass er sich zwei Jahre später noch daran erinnert.

Worte haben Kraft. Kraft, Hoffnung zu spenden. Kraft, die Distanz zwischen Menschen zu überbrücken. Kraft, neue Perspektiven zu entwickeln.

Ich schreibe,  weil ich darauf hoffe und vertraue, dass ich Leben spenden, Mut machen und Menschen aus eingefahrenen Wegen herauslocken kann.

Ich lerne und inspiriere liebend gern

Meine beste Freundin sagte mir gestern:

Ich kenne niemanden, der so stark das eigene Leben reflektiert wie du und ständig Neues lernt, das das Leben besser macht.

Es stimmt. Meine Vorstellung von einem gut gelebten Leben ist, dass ich eines Tages, wenn es vorbei ist, vor meinem Gott stehen werde und sage:

Ich war die beste Kerstin, die ich sein konnte.

Ich hab es mir schon lange abgeschminkt, die beste Mutter Teresa sein zu wollen – die gibt es schon. Oder die beste Forscherin, die klügste Philosophin. Das liegt nicht in mir drin.

Das, was an Gaben, Fähigkeiten, Potential und Interessen in mir liegt, will ich voll ausschöpfen. Wann immer ich dabei an Grenzen stoße, breche ich mal wieder in Neuland auf. Voller Spannung, was es noch zu entdecken gibt. Ich ahne stets: Da ist noch mehr! Das will ich entdecken!

Und ich liebe Effizienz und Multiplikation 

Neues Lernen kostet mich etwas. Manchmal „nur“ Zeit. Oft auch ein ganzes Stück Herzschmerz, Mut, Angst zu überwinden oder alte Blockaden zu lösen. Es lohnt sich – nur für mich.

Darüber hinaus  finde ich es noch schöner, wenn andere Menschen auch etwas von dem haben, was ich mir zum Teil mühevoll erarbeitet habe. Wenn sie von Entdeckungen, die ich entlang meines Weges mache, profitieren können, so wie ich von dem inspiriert wurde, was andere vor mir entdeckt haben.

Wenn sie davon beflügelt werden – und selbst abheben.

Keiner muss alle Straßen auf dem Weg des Lebens selbst bauen. Wir dürfen einander beschenken.

Deshalb schreibe ich…

Frage an dich? Wieso liest du, was ich schreibe?

Ich habe die Vermutung und Hoffnung, dass dir das, was ich schreibe, etwas gibt. Doch es würde mich interessieren, mit welchem Wort oder welchen Worten du beschreiben würdest, was du davon hast.

Ich freue mich über deinen Kommentar.

Ich schreibe ein Buch – und gebe Einblick

Um euch die Wartezeit bis zum Erscheinen meines neuen Buches „Das gute Leben. Was ich in 50 Jahren, vier Monaten und sieben Tagen über Leichtigkeit und Lebensfreude entdeckt habe“ zu verkürzen, gebe ich hier immer ein Stück Einblick in den Entstehungsprozess.

Auf dem Bild seht ihr mich bei der Feier meines 50. Geburtstages, der ja, wie der Titel des Buches schon sagt, Anlass für das Schreiben war.

Außerdem findet ihr Beiträge auf Facebook  und Bilder auf Instagram.

Ist das interessant für dich?

Wenn ja, was würde dich in Bezug auf den Entstehenungsprozess eines Buches besonders interessieren?

Du kannst mir gern deine Fragen unten als Kommentar stellen – ich bin gespannt drauf und werde sie so gut ich kann beantworten.

 

 

Schreiben ist wie Atmen

2016-11-24-16-04-18Schreiben ist für mich wie Atmen.

Meinem Laptop sieht man das an.

Durch das viele Schreiben, ist die Farbbeschichtung auf der Enter-Taste so abgenutzt, dass man die Technik durch das nun durchsichtige Plastik erkennt: „So was hab ich noch nie gesehen!“ staunte kürzlich jemand, der meinen Laptop sah… „Ich bin Autorin“ antwortet ich. „Ah, so!“ (Autorin und zu sparsam um 300!!! Euro für das Auswechseln einer einzigen Taste auszugeben).

Seit gestern bin ich auf Mallorca und mache den ersten Pauschalurlaub seit Jahrzehnten. Naja, so ganz pauschal ist es nicht. Ich hab mir einen Flug gebucht und kleines, altes Hotel gesucht, weil ich nicht in so einer Bettenburg untergebracht werden wollte. Und die Wahl war gut.

Es ist klein und fein. In den Speiseräumen dringt ruhige klassische Musik aus den Lautsprechern, kein Popgedudel. Und es ist direkt am Strand. Ich war heute Morgen schon im Meer schwimmen. Kurz: Ich fühle mich wohl

Ich habe einigen Freunden erzählt, dass ich im Urlaub auch schreiben will. Sie waren überrascht: „Warum willst du schreiben? Mach doch mal richtig Urlaub!“ Richtig heißt in dem Fall entweder nichts tun oder Aktivurlaub. Aber eben nicht Schreiben, weil ich damit ja auch mein Geld verdiene.

Ich nehme Rat von guten Freunden ernst und hab mich hinterfragt: Ist es richtig, was ich tue?
Gestern, bei einem langen Strandspaziergang wurde mir klar. Schreiben ist für mich wie Atmen. Ausatmen.

Ich bin eine Frau, die extrem viel aufnimmt. Wenn ich mit einer guten Freundin unterwegs bin, sehe ich – gefühlt – 10 x mehr Details als sie. Ich nehme Dinge mit einer Blitzgeschwindigkeit wahr und füge sie dann zusammen. Manchmal fange ich an, zu lachen, weil ich die Komik einer Situation erkenne, die andere noch nicht mal wahrnehmen. Und wenn ich Puzzles baue, muss ich in der Regel nicht denken, wo ein Teil hin soll – ich sehe es einfach.

Ich sehe (oder lese), kombiniere, verbinde, füge die Dinge an einen neuen Platz.

Mein wichtigstes Instrument beim inneren Sortieren ist das Schreiben. Wenn ich schreibe, sortiert sich das neu aufgenommen zu neuen Bildern, Gedanken, Konzepten.

Wenn ich nicht schreibe, weil mir die Zeit und der Raum dafür fehlt. dann bleibt es in mir stecken. Etwas will sich Ordnen, Sortieren, will Ausdruck finden. Meist sind die Gedanken vor dem Schreiben noch unsortiert. Beim Schreiben klärt sich mein Kopf, ich kann die Dinge selbst besser begreifen, während ich sie für andere niederschreibe.

Es ist immer auch so, dass ich mit dem, was ich entdeckt habe, gern auch andere Menschen inspirieren will. Gerade lese ich sehr viel über den Zusammenhang von Spielen, Leichtigkeit und Kreativität. Es formt sich in mir u neuen, hilfreichen Gedanken und Konzepten.

Einen Teil davon werde ich zusammenfassen und in mein Online-Jahrestraining einfließen lassen, an dem ich gerade arbeite.. Die anderen Gedanken vielleicht in diesen Blog.

Das schöne an Laptops ist, dass ihr Akku irgendwann leer ist.

Das ist eine gute Grenze: Ich schreibe so lange im Hotelgarten, bis der Laptop nicht mehr kann.. Den Rest der Zeit kann ich dann noch „richtig“ Urlaub machen.

Ich weiß nicht, was mit dem Körper passiert, wenn man immer nur einatmet und nie ausatmet. Vermutlich platzt man nicht. Aber gesund ist es auf keinen Fall

Ich brauche Schreiben wie Atmen. Das AUSatmen.c

Meine Lieblingssprüche auf Postkarten

Www.down-to-earth.deWusstet ihr eigentlich, dass wir bei uns im Verlag auch Postkarten haben? Ich hab einige meiner liebsten Sprüche und Zitate mit schönen Bildern auf Karten drucken lassen. Natürlich umweltfreundlich, klar!
So sehr ich die Effizienz von Email und sozialen Medien liebe, so schön finde ich es, einem Menschen ab und zu eine „echte“ Karte zukommen zu lassen: Den Gästen bei mir an Bord zur Begrüssung oder auch mal einem Freund oder einer Freundin.
Leider werden wir den Sektor zum Jahresende aufgeben müssen, weil der organisatorische Aufwand sehr hoch ist und das Ganze sich leider nicht rechnet.
Mein Tipp:
Deck dich ein, so lange sie noch bei uns im Shop zu haben sind.
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